„Mmmmmmh, das ist ja so lecker!“ platzt es aus dem Jungen heraus. Auf dem Teller vor ihm liegen Falafel Bällchen (frittierte Kichererbsen), Halloumi (gebratener Ziegenkäse) und Hommos (Kichererbsenpaste). Dass ein 10-Jähriger derart euphorisch auf solche Speisen reagiert, spricht wohl für sich.

Wir befinden uns bei Falafel Salam, direkt am Zülpicher Platz. Wer sich in Köln noch nicht so gut auskennt und nach einer guten Falafel fragt, wird in den meisten Fällen zu Salam geschickt. Die Gründe liegen für Lena, die 27-Jährige Studentin aus Köln, klar auf der Hand: „Bei Salam schmeckt es einfach immer und es ist bezahlbar. Auf der Zülpicher Straße ist es für mich die beste Möglichkeit zu essen.“ Die Falafel Sandwichs können beliebig zusammengestellt werden und kosten zwischen 2,80 € und 3,50 €. Der Kunde hat dabei die Auswahl zwischen verschiedenen Saucen (z. B. Sesam, Minze, Joghurt) und auch Extrawünsche sind hier kein Problem und werden gerne erfüllt. Neben den Sandwiches werden verschiedene Falafel und Halloumi Teller angeboten, die um die 5 € kosten. Das Ladenlokal selbst ist sehr klein und bietet nur Platz für drei Tische. Der Großteil der Kunden zieht es daher vor, sein Falafel Sandwich auf die Hand zu nehmen und sich einen Platz außerhalb des Ladens zu suchen, um dem Treiben auf der Zülpicher Straße zuzuschauen.

Etwas ungewöhnlich erscheint auf den ersten Blick, dass die libanesischen Gerichte von Vietnamesen zubereitet werden. „Salam gibt es schon mehr als 20 Jahre an diesem Ort, wir haben ihn vor 4 Jahren übernommen.“ erklärt Quoc Tran Hai, der mit seiner Familie Salam betreibt. Am Anfang sei es schwer gewesen, die Zubereitung zu erlernen, aber das stelle mittlerweile kein Problem mehr da. Nachdrücklich weißt Mr. Hai (oder doch Mr. Quoc?) darauf hin, dass seine Saucen auch in laktosefreier und veganer Ausführung erhältlich sind.

Salam ist, vor allem bei Studenten, eine der bekanntesten Fast Food Alternativen in Köln. Auch nach einer durchfeierten Nacht, ziehen viele einen Besuch bei Salam den Döner- und Pizzaläden vor, die sich auf der Zülpicherstraße aneinanderreihen. Wahrscheinlich, weil schon 10-Jährige wissen, wie lecker es hier ist.

Artikel drucken