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10. November 2011, Bürgerhaus Stollwerk – Mia Pittroff lieferte Kabarett über Ödipuskomplexe, Fußböden und den Facebook -Wahnsinn unserer Generation. Die 29-Jährige Ex Poetry-Slammerin ist mit ihrem fränkischem Akzent und frechen Auftreten sofort sympathisch. Auf humorvolle Weise und mit unverkennbarem Akzent kommentiert und interpretiert Mia Pittroff die Absurditäten des täglichen Lebens in einem einzigartigen Kabarettprogramm. "Wenn man den Stress rauslässt, wird’s mit’m Vilzudun auch wieder besser" Es geht um die Modekrankheit "Vilzudun" und das "Stress-Syndrom". Der Kauf von einfachen Ringelsocken wird durch übermotivierte Verkäuferinnen zur Wissenschaft, und ein Buddhismus Wochenende „"mit 20 Leuten jeden Alters in einer unbeheizten Burg" zum Horrortrip. Pitroffs Themen sind überraschend anders, und trotzdem findet man sich in ihren Beschreibungen des Alltagslebens. "Laminat ist wie Holzfußboden mit Depressionen" Tief betrübt berichtet Mia von ihrer Trennung. Spricht sie von ihrer Beziehung? Nein, sondern von ihrem Fußboden: „"Irgendwann war es vorbei - mit der ganzen Familie zum Wertstoffhof. Wir haben uns fürs Verbrennen entschieden". Doch ganz ohne das Thema Männer kommt die Fränkin in ihrem Programm dann doch nicht aus. Sie erklärt, warum Milchkaffee trinkende Männer unerotisch sind: "Da springt einem der Ödipuskomplex ja direkt ins Gesicht!", und warum man mit einer Apfelschorle bei ihr viel weiter kommt. Warum die deutsche Post auch nicht mehr ist was sie mal war Lauthals beschwert sich die Fränkin darüber, dass man bei der deutschen Post nun 2 Euro mehr für einen Paketverstand zahlen muss, um via Iphone verfolgen zu können, wo sich dieses befindet. Mit Sprüchen wie "Komm mit mir, ich twitter dir den Weg" wettert sie gegen den Hype um soziale Netzwerke. In ihrem zweistündigen Programm redet sich Mia Pittroff um Kopf und Kragen. Langweilig wird es aber nie, mit musikalischen Einlagen und witzigen Selbstgedichteten Songs lockert sie das Programm auf und das Publikum wird immer wieder einbezogen: "Wenn man so oft Auftritte hat wie ich, kann man das Gekicher und Geklatsche auch irgendwann nicht mehr hören. Sie können auch einfach so tun als wenn sie fernsehen". Für die Forderung einer Zugabe am Ende ihres Auftritts hat sich Pittroff etwas Schlaues überlegt: Sie trägt eine Liste mit ungefähr 60 Namen vor, wie sie nicht heißen möchte. Wenn der eigene Name nicht dabei sei, könne man sich nach der Show melden und er würde hinzugefügt werden, lacht Mia.
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