Nach drei eher klassischen Biergärten in Bonn haben wir für euch die „Mausefalle 33 1/3“ in der Südstadt besucht. Die Musik-Kneipe bot bei strahlendem Sonnenschein an einem Sonntagabend eine freundliche Atmosphäre.
Die gemütliche, etwas verrauchte Kneipe mit angeschlossenem Biergarten liegt inmitten von typischer Bonner Südstadt-Bebauung in einer an sich recht ruhigen Gegend. Wären da nicht die direkt benachbarten Bahnschienen, könnte man die Lage als perfekt bezeichnen.
Als Musik-Kneipe angelegt, verbirgt sich auf der Rückseite des Kellerpubs ein kleiner Biergarten. Da die Konzerte wohl aufgrund nörgelnder Nachbarn nun nur noch zu besonderen Anlässen stattfinden dürfen, verkümmert die kleine Bühne im Pub leider etwas. Trotzdem zieht die Mausefalle relativ viele Besucher an, was wohl zum einen an der quasi Monopolstellung eines derartigen Pubs in der Südstadt liegt und zum anderen am freundlichen und schnellen Personal.
Was die Mausefalle lohnenswert macht, ist vor allem das große und vielseitige Bierangebot, was für einen Biergarten ja essentiell ist. Die Herkunft des Geschäftsführers ist bei einem Blick auf die Karte leicht zu erraten, denn neben den klassischen Kölsch- und Pilssorten lässt sich in der Mausefalle auch mal ein Astra oder ein Flens trinken. Dazu noch einen Blick auf die Homepage
Homepage geworfen, wird der hanseatische Einfluss unverkennbar. Dort wird zum Beispiel verkündet, mit der Einführung der fritz-Kola „noch hanseatischer, noch nordischer“ zu werden. Natürlich kann dort auch alles andere getrunken werden, vom Wein über das große Angebot an Whisky bis hin zu klassischen Cocktails.
Die Preise sind mithin annehmbar. So kostet das 0,3 Kölsch oder Pils 2,20 Euro, die Flaschenbiere nur gering teurer. Die Mausefalle ist mit dem Angebot an deutschen und englischen Bieren für Kenner gemacht, was die Preise wohl rechtfertigt. Beim Whisky kann es schon mal etwas teurer werden, doch auch hier waren Experten am Werk bzw. am Einkauf und so kann man auch einen 18 Jahre alten Highland Park für 6,70 Euro genießen. Wer sich also gerne in Irish Pubs aufhält, ist auch hier ganz gut aufgehoben.
Wer von Bier, Wein oder Cola nicht satt wird, kann sich entweder selbst mitgebrachtes Fleisch auf dem Grill zubereiten oder lässt sich an schönen Tagen und Abenden vom US-Amerikaner Brandon für ein paar Euro einen Hamburger, eine Bratwurst oder auch einen Salat anrichten.
Die Mausefalle 33 1/3 im ganzen Namen, ist ein nicht unbedingt nur für junges Publikum, aber auf jeden Fall für ein offenes Publikum ausgelegter Pub. Die alkoholische Vielfalt groß, das Essensangebot eher zweckmäßig, kann man hier wohl keine Empfehlung für ausgewählte Weintrinker oder Delikatessenliebhaber aussprechen. Trotzdem hat der Laden einen besonderen Charme. Vertieft ins Gespräch oder das Fußballspiel auf einem der beiden Fernseher, bemerkt man auch das wiederkehrende Wummern der Züge nicht mehr.