Ungeachtet des wunderbar sonnigen Wetters, ist der Besucherzustrom des Inselfestes der „Schatzinsel“ nicht ganz so hoch wie erwartet. „Wahrscheinlich ist es den Leuten heute schon ein wenig zu heiß!“ mutmaßt Thomas Dedorath, Fachdienstleiter der SKM-Aufbruch gGmbH, die unter anderem Betreiberin der Schatzinsel und somit auch Initiatorin des Festes ist.
Dabei bekommt man an der Kölnstraße 367 heute alles geboten, was das Sommerausflügler-Herz begehrt: Während Eltern sich am Bratwurst-Stand tummeln, können die Kleinen sich auf einer Hüpfburg oder an der Torwand austoben und hinterher mit einem leckeren Eis erfrischen. Studenten, Schüler, Hausfrauen: Flohmarktfans aller Altersklassen durchstöbern derweil das Angebot der rund 30 Trödelstände, die Privatleute unentgeltlich auf dem sonst als Parkplatz genutzten Gelände der Schatzinsel aufstellen durften. Feilgeboten wird hier gewissermaßen eine Miniatur des Sortiments der großen Verkaufshallen des Gebrauchtwarenhauses. Neben Kleidung, Plüschtieren, Büchern und Geschirr, findet man auch das ein oder andere pflegebedürftige Liebhabermöbelstück.

Und wem es draußen zu warm wird, der schaut sich einfach in der „Schatzinsel“ selbst um. Was auf dem Trödelmarkt ungeordnet auf Wühltischen zum Verkauf steht, findet man hier in großer Variation wohlsortiert und kategorisiert. Wie in einem Kaufhaus eben. Hier kann man Bücher von großer Weltliteratur bis hin zu Garten- und Haushaltsratgebern kaufen, alte Schreibmaschinen entdecken oder tolle Bilder in – zugegebenermaßen – fragwürdigen Rahmen bewundern.

“Wir haben auch ein großes studentisches Publikum. Die können sich hier günstig ihren Haushalt aufbessern.“ erklärt Dedorath. Und damit hat er sicherlich nicht Unrecht. Wer Ikea-Möbel nicht mehr sehen und sich teure Designerstücke nicht leisten kann, der ist in der Schatzinsel genau richtig. Hier gibt es Sessel und Sofas teilweise schon ab zehn Euro und sogar eine Abteilung „Alte Möbel – Neuer Glanz“, für die langweilige Schränke und Tische nicht nur aufgearbeitet werden, sondern einen völlig neuen Anstrich erhalten. Jedes Stück wird so ein Unikat!

Fragen zu Preisen und Liefermöglichkeiten bleiben hier nicht lange unbeantwortet: Ungefähr 40 Mitarbeiter der SKM-Aufbruch gGmbH sind beim „Inselfest“ im Einsatz. Nachdem sie als „schwer vermittelbare“ Arbeitslosengeld II-EmpfängerInnen keinen Job gefunden haben, arbeiten sie nun als Angestellte im Gebrauchtwarenkaufhaus, beispielsweise in den Bereichen Waren-Verräumung, Kasse und im in die Verkaufshalle integrierten „Palmencafé“. Der „Aufbau beruflicher Chancen“ ist das Credo und die Aufgabe des Tochterunternehmens des SKM (Katholischer Verein für soziale Dienste Bonn e.V.).

Auch abseits des in erster Linie familienorientierten „Inselfestes“ ist die „Schatzinsel“ zweifellos einen Besuch wert. Das Gebrauchtwarenhaus bietet eine tolle Auswahl an bezahlbaren Schätzen aller Art und verbindet dieses Angebot mit einem sinnvollen Projekt. Hingehen!

***Schatzinsel-Seite***

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