Nach den Bränden in zwei Bonner Kaufhäusern am Donnerstag richtete die Bonner Polizei beim zuständigen Kriminalkommissariat 11 eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe ein. Die Beamten unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Frank Sothmann ermitteln in enger Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft. Bereits wenige Stunden nach den Bränden fahndeten die Bonner Polizei und Staatsanwaltschaft mit Hochdruck nach einem tatverdächtigen Mann. Mit den Fotos einer Überwachungskamera baten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung. Noch in den Abendstunden, unmittelbar nach der Veröffentlichung der Bilder, gingen bei der Bonner Polizei mehr als 20 Hinweise aus der Bevölkerung zu dem gesuchten Tatverdächtigen ein. Mehrere dieser Zeugen erkannten den Gesuchten wieder und benannten ihn namentlich.

Gestützt wurden diese Zeugenangaben durch die zeitgleich laufenden Ermittlungen der Polizei. Durch die Auswertung der Videoaufzeichnungen und der genauen Personenbeschreibung sowie weiterer Recherchen verdichtete sich der Tatverdacht gegen den 43-jährigen Mann aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Ihn nahmen die Ermittler kurz nach 23:00 Uhr in einer Wohnung in Hennef-Bröl widerstandslos fest und brachten ihn in das Bonner Polizeigewahrsam. Mit der Vernehmung des Festgenommenen wurde am Vormittag begonnen, sie dauert noch an. Nach den derzeitigen Erkenntnissen ist der 43-jährige Tatverdächtige in der Vergangenheit kriminalpolizeilich bereits wegen Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten in Erscheinung getreten. Aktuell wurde er durch das Amtsgericht in Siegburg wegen des Verdachts des Diebstahls mit einem Untersuchungshaftbefehl gesucht. Die Brandermittler führen den Festgenommenen auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft noch am Freitagnachmittag dem Haftrichter vor.

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