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Die Lifestyle-Marke, die später im Text noch oft genug Erwähnung finden wird, hat es mal wieder geschafft. Nach Franz Ferdinand, The Verve und anderen wurde die dänische Band 'The Asteroids Galaxy Band' über Nacht bekannt, plötzlich hatte jeder Fernsehschauende ihren Song 'Around the Bend' im Ohr. Danach ging alles ganz schnell, ausgedehnte Europatourneen mit nicht mal einer fertigen EP im Gepäck, diverse Festivalbesuche und Interviews. Anfang September kommt nun auch das Debütalbum auf den Markt. Wwenn das kein Grund ist, sich mit der Sängerin Mette Lindberg und Songschreiber und Keyboarder Lars Iversen zu treffen. Im schnieken Hotelzimmer und hübsch drapiert auf dem Sofa beantworten die beiden trotz frühen Aufstehens die dringlichsten Fragen. campus-web: Erzählt doch mal ein bisschen über die Zeit vor der Apple Werbung. Die hat ja nicht nur in Deutschland eine Riesen Euphoriewelle Euch gegenüber ausgelöst, und plötzlich von einem Tag auf den anderen kannte Euch jeder. Aber wie lange gibt es Euch als Band denn eigentlich schon und wie habt ihr Euch kennen gelernt? Lars: Mette und ich sind schon seit einer ganzen Weile befreundet und wir haben irgendwann angefangen, in meiner Einzimmerwohnung in Kopgenhagen Songs zusammen zu schreiben. Ein alter Freund von mir arbeite in England für ein Label, der hat seinem Chef ein Demoband von uns vorgespielt. Der hat mich dann eine halbe Stunde später angerufen , und am nächsten Tag ist er nach Kopenhagen geflogen um uns zu treffen. So hat alles angefangen. cw: Also ging das auch ziemlich schnell. Ihr musstet nicht von an die Türen von Labels klopfen, gleich beim ersten Versuch hat es geklappt. Lars: Nee, das war alles ganz einfach. Wir machen unsere Musik und haben sie bei MySpace hochgeladen, und als Reaktion darauf sind uns auch schon Einladungen von dänischen Labels ins Haus geflattert, aber das war nicht das was wir wollten. Wir wollten raus aus Dänemark und da kam uns das Angebot aus England gerade recht. Seitdem war alles 'one big ride' und eine gute Zeit. Seitdem wir bei der Werbung von Apple zu hören waren, hat uns die Möglichkeit gegeben, viele neue Zuhörer zu bekommen. cw: Glaubt ihr denn, es hätte länger gedauert, so bekannt zu werden, hääte es den Werbespot nicht gegeben? Lars: Ja, vielleicht hätte es tatsächlich ein bisschen länger gedauert, das Ganze war ja eine globale Kampagne. Plötzlich hatten wir Fans auf der ganzen Welt. Und die mochten unsere anderen Songs, die sie bei MySpace hören konnten, auch. Sie haben über die Werbung herausgefunden, dass es uns gibt und dann festgestellt, dass unsere anderen Songs auch toll sind. Und diese ganze Apple-Sache, ich meine sie haben in der Vergangenheit immer großartige Bands gefragt, Feist, Jose Gonzales, Franz Ferdinand, Coldplay. Viele große Namen, die in Werbespots gefeatured wurden. Es ist fast wie eine Institution, immer sehr schick gemacht, das ganze ist halt schon sehr viel ästhetischer als eine Pepsi Kampagne oder so. cw: Hättet ihr denn auch für was anderes Werbung gemacht mit der Aussicht, dass es euren Bekanntheitsgrad nach oben schraubt? Lars: Ich weiß nicht, ich glaube eher nicht. Wir möchten ja nicht für irgendwas Werbung machen was wir nicht irgendwie unterstützen und dahinter stehen. Wir haben auch viele Angebote abgelehnt, die danach gekommen sind. Mette: Es muss irgendwie zusammen passen, sonst funktioniert es nicht. Lars: Ja, aber es sind auch jetzt einfach andere Zeiten angebrochen und man muss das Marketing und wie du dich als Band präsentierst, neu erfinden. Leute kaufen einfach keine Alben mehr. Und eine coole neue Art, gehört zu werden, ist eben über Soundtracks oder solche Werbespots. cw: Ihr habt Euch also mit der neuen Situation angefreundet und vertretet nicht die Meinung, dass das Internet die Musik kaputt macht? Lars: Nein, das glaub ich nicht. Es gibt natürlich einen größeren Konkurrenzkampf, weil viel mehr Bands als früher noch ihre Musik im Internet präsentieren. Aber de Welt vor dem Web 2.0 war vielleicht noch härter, da brauchte man unbedingt ein Label und ein teures Produktionsstudio. Jetzt gründen viele Indie-bands zum Beispiel ja einfach ihre eigenen kleinen Label und nehmen diesen , unabhängigeren Weg. Oder man nimmt das Angebot an, in einem Werbespot dabei zu sein, so wie wir das gemacht haben. Das ist dann ein weiterer Weg, sich von der Masse abzuheben. Wir wurden dafür auch noch nicht verurteilt. Es sind nur die Journalisten, die immer mal wieder darauf rumhacken. Vor vielen Jahren waren es die Dandy Warhols, die mit ihrem Song Bohemian like you , der in der Apple Werbung aufgetaucht ist, und das hat ihnen den Durchbruch in Europa verschafft. Ich hab sie damals auch so kennen gelernt. Eine großartige Band. Es ist Bullshit, jemanden zu verurteilen, nur weil er seine Musik in einem Werbespot laufen lässt. Das ist ganz schön überheblich. Naja, und wir sind von der Wirtschaftskrise auch betroffen. Unsere Budgets werden gekürzt, und es ist weniger Geld da fürs Touren und Rumreisen, und eine ganze Band und Equipment durch die Welt zu verfrachten kostet einfach unglaublich viel. Da war das Geld für den Werbespot mehr als hilfreich. ***Mehr von The Asteroids Galaxy in Teil II des Interviews.***
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