Der späte Nachmittag am Sonntag des MELT!-Wochenendes. Die Besitzer der Zweitages-Tickets sind schon auf dem Heimweg und der verbliebene Rest bereitet sich langsam darauf vor, die letzten Bands und DJs des Festivals zu sehen. Zeit für ein kurzes Stimmungsbild.
campus-web hat sich auf die Socken gemacht und die Fans gefragt, was man eben so fragt. "Wie gehts?", "Was machst du so hier?" und vor allem: "Wie war der Sturm?". Hier sind die Antworten:
Monica (24) kommt aus Bukarest in Rumänien. Den besten Auftritt des Wochenendes haben ihrer Meinung nach
Röyksopp hingelegt, wegen denen sie auch die Reise nach Gräfenhainichen unternommen hatte. Das Zelt, dass sie mit ihren Freundinnen benutzt, war nach dem Unwetter von Freitagnacht vollständig geflutet, so dass alle Habseligkeiten und Klamotten einen empfindlichen Wasserschaden davontrugen. Die Mädels hatten kurzzeitig schon mit dem Gedanken gespielt, nach Berlin weiter zu reisen und sich ein trockenes Plätzchen zu suchen.
Ein bisschen wärmer als Monica hatte es Dennis (18) aus München in seinem Zelt. Das ist nämlich eigentlich nur für zwei Personen gedacht, wurde aber zu dritt benutzt. Nass ist trotzdem alles geworden, was ihm aber nicht die Laune vermiesen konnte. Die für ihn beste Band des Wochenendes hatte ihren Auftritt ja auch schon lange vor dem Wolkenbruch hinter sich gebracht. Die
Klaxons sind Dennis' Favoriten.
Die Anreise der aus Jena stammenden Kristin (20) war vergleichsweise kurz und auch ihre Fetivalbehausung scheint ein Glücksfall zu sein. Lediglich einige Heringe mussten neu besorgt werden. Innerhalb des Zelts sei alles trocken geblieben. Am besten gefallen hat ihr bis zum Sonntagnachmittag der Auftritt von
Gisbert zu Knyphausen, aber da hatten
Kasabian ja auch noch nicht gespielt...
Die dänischen Sympathen von
WhoMadeWho und ihre Gitarreninterpretation von Disko haben Viktor (28) den meisten Spaß gemacht. Der Berliner scheint ein echter Camping-Profi zu ein (oder er hatte einfach unverschämtes Glück), denn das Wetter konne ihm rein gar nichts anhaben und er ist einer der wenigen Leute, die das Festival trockenen Fußes erlebten.
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