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Ende letzten Jahres ist das zweite Album vom Londoner Singer/Songwriter Warmsley erschienen. How we became heißt es und campus-web hat sich davon bereits angemessen begeistert gezeigt. Neulich war Herr Warmsley dann das erste Mal auf deutschen Bühnen unterwegs, Grund genug sich mit ihm zum Gespräch verabreden. Aber dazu sollte es nicht kommen, der Bandbus, der Herrn Warmsley durch Deutschland kutschiert, hat sich auf dem Weg von München nach Köln in einen ordentlichen Stau manövriert. Blöd für die Band, sie kommen erst um halb zehn am Kölner Tsunami-Club an, das heißt dann wohl ohne Soundcheck auf die Bühne. Schade auch für uns, so kann das geplante Interview dann doch nur in digitaler Form erfolgen. Hier das Ergebnis: campus-web: Du bist ja gerade seit einer Weile auf Tour. Macht Dir das Spass oder bist Du lieber im Studio? Jeremy: Ich mag beides. Ich möchte ein mobiles Studio dass ich mit auf Tour nehmen kann, das wäre ideal! Tagsüber aufnehmen, abends Konzerte geben. Wie Velvet Underground als sie „Loaded“ eingespielt haben. cw: Die Band, die Du dabei, sind das Freunde von früher? Jeremy: Ja, das sind gute Freunde. Mit Hugo bin ich zur Uni gegangen und Pharoah ist eine vertraute Seele. Sie sind beide Schätze. cw: Was war denn Dein erstes Konzert zu dem Du gegangen bist? Jeremy: Michael Jackson, baby! Da war ich 11. Den ersten Auftritt hat er abgesagt weil seine Nase abgefallen ist. Die zweite hat er gerockt. Go Jacko! cw: Was ist das peinlichste, was Dir je auf der Bühne passiert ist? Jeremy: Ich stosse mit immer den Kopf am Mikro wenn ich abrocke. Einmal hab ich mein Plektron hinter mich fallen lassen und mich runtergebeugt um es aufzuheben. Später hat mir meine Managerin gesagt sie konnte meinen Hintern sehen. Das war der Zeitpunkt an dem ich von Hosenträgern auf einen Gürtel umgestiegen bin. cw: Wer sind Deine wichtigsten musikalischen Vorbilder? Jeremy: Die Leute, deren Musik ich mag, neigen dazu totale Schweinehunde im privaten Leben zu sein. Beethoven zum Beispiel hat seinen Neffen gekidnappt. Trotzdem, großartige Musik. Und Scott Walker: wundervolle Musik, aber allein sein möchte man mit ihm nicht. Über was sollte man reden? Tom Waits ist wahrscheinlich die Ausnahme. cw: Wie, wo und wann schreibst Du denn Deine Songs? Hast Du einen Lieblingsort dafür? Jeremy Warmsley: Über meine Texte denke ich gerne beim Reisen und vorm Schlafen gehen nach. Meistens kommen die eher aus Versehen: Du denkst über irgendetwas nach und dann ist da plötzlich diese wundervolle Idee für einen Song die Dir durch den Kopf schwirrt. cw: Deine Musikvideos sind alle sehr schick. Kommen die Ideen von Dir? Jeremy: Dankeschön! Der Trick ist mit Leuten zusammen zu arbeiten, deren Ideen und Geschmack ich vertraue. Ich bin keine visuelle Person, also bin ich froh das an andere abgeben zu können. cw: Wie beurteilst Du den Einfluss vom Web 2.0 auf die Musikindustrie? Würdest Du sagen es ist für Bands dank MySpace und Co. einfacher geworden? Jeremy: Es ist einfacher geworden ein bisschen Aufmerksamkeit zu kriegen, aber dafür auch schwieriger groß zu werden. Es gibt so unglaublich viele Bands im Konkurrenzkampf um Beachtung. Ich mache mir Sorgen, dass das Internet zu einer gewissen Entwertung von Musik führt, weil Menschen sich nicht mehr anstrengen müssen um neue Musik zu entdecken. Du packst einfach Zeug in dein I-Tunes und musst nicht weiter drüber nachdenken. Ich habe bei mir bemerkt, dass nicht mehr eine so enge Verbindung wie früher zu einzelnen Alben auf baue (obwohl das vielleicht daran liegt dass ich älter geworden bin). Aber es ist großartig, einen Bandnamen einzutippen und sofort ihre Musik hören zu können. Ich erinnere mich wie ich jahrelang nach Van Dyke Parks's erster Platte gesucht habe. Jetzt konnte ich seinen kompletten Katalog in Minuten finden. Bei Myspace bin ich aber nicht oft, ich bin immer noch ein exzessiver Friendster-Nutzer. (Scherz!!) kurze Frage, kurze Antwort: Lieblingsfarbe: blau! blödeste Farbe: Blau : ( Lieblingsschuhe: schicke Stiefeldinger blödeste Schuhe: Converse, besonders wenn es regnet. Lieblingssong: God only knows blödester Song: „Crazy frog“ Lieblingswort: „Spatula“ /deutsch: Pfannenwender) blödestes Wort: „incohate“ (keine Übersetzung auffindbar) Lieblingsessen: Okinamiyaki blödestes Essen: Lasagne mit Schinken anstelle von Rindfleisch Lieblingsbuch: A Book Of Dreams von Peter Reich blödestes Buch: Da Vinci Code Lieblingsdrink: Orangensaft und Limonade mit einem Spritzer Minze. blödester Drink: flavoured Water Lieblingsfilm: Brazil blödester Film: The Family Stone liebste Interviewfrage: „Wie kommt es, dass Du so liebreizend, talentiert, gutaussehend und bescheiden bist?“ blödeste Interviewfrage: Was ist deine liebste Interviewfrage?
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