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Zwei Jahre hinkt Deutschland hinterher, aber jetzt ist es endlich auch hier geschafft. Die schick zurecht gemachten Herren von Moke haben ihr Album Shorland im Gepäck und beehren die Republik pünktlich zur Veröffentlichung mit Konzert und Co. Für campus-web haben sie sich Zeit genommen, uns ein paar der dringlichsten Fragen zu beantworten. CW: In den nächsten Wochen seit ihr in Deutschland auf Tour. Ist das das erste Mal oder wart ihr schon mal als Band in Deutschland unterwegs? Moke: Ja, wir waren schonmal als Support für Paul Weller hier und Ende letzten Jahres mit Keane. CW: In eurer offiziellen Biografie steht, ihr hättet die Abkürzung zum Erfolg genommen. Macht Ihr euch Sorgen, dass der Erfolg genauso schnell verschwinden könnte, wie er gekommen ist? Moke: Nö, Angst haben wir keine, an diese gewisse Unsicherheit gewöhnt man sich, wenn man in einer Band spielt. Wir machen einfach unser Ding und uns keine Gedanken über Erfolg. Wir bekommen grade eine solide Fanbasis, das ist das Einzige was zählt. CW: Was sagt ihr dazu, dass euer erstes Album Shorland hier in Deutschland erst zwei Jahre nach dem eigentlichen Release rausgekommen ist? Moke: Wir sind sehr froh, dass das Album in Deutschland veröffentlicht wurde, obwohl es ein bißchen länger gedauert hat als uns lieb war. Aber der Zeitpunkt ist gar nicht schlecht, wir sind während der Tour sehr viel besser geworden und die Deutschen können uns jetzt in Bestform auf der Bühne erleben. CW: Das Album macht den Eindruck, einem stikten Konzept zu folgen, da trifft schickes Artwork auf schicken Klamottenstil auf ein Album, was mit verschiedenen Covern veröffentlicht wird. Moke: Strikt würde ich das aber nicht nennen. Wir wollten die Band in erster Linie als Band präsentieren, deshalb haben wir gedacht, wir halten es minimalistisch. Außerdem mochten wir die Idee, dass man sich aussuchen kann wen von uns man auf seinem Cover haben möchte. CW: Wie seid ihr denn an Karl Lagerfeld geraten? Moke: Promoter haben uns angerufen nachdem wir in einer großen holländischen Sow aufgetreten sind. Wir haben da schon irgendwie wie die K-Linie von Lagerfeld ausgesehen, da war der Weg also nicht weit. CW: Musiker mögen Vergleiche ja nicht so gerne, aber als ich mir Album das angehört habe, hat mich das doch sehr an Interpol und Oasis erinnert. Gibt es noch andere Einflüsse, die ihr gerne nennen möchtet? Moke: Ich würde eigentlich nicht sagen, dass diese beiden Bands uns beeinflußt haben, aber ich verstehe, dass Du uns vergleichst. Das liegt daran, dass sie die selben Bands mögen, die wir auch mögen. Ich liebe „Echo and the Bunnymen“ und Bands wie „The Blue Nile“ und „Japan“. Aber unsere Geschmäcker sind unterschiedlich und reichen von „Badfinger“ bis zu „Depeche Mode“. CW: Shorland ist der Name von einem bewaffneten Militärfahrzeug in Irland, euer Sänger Felix ist in Belfast geboren und textlich bezieht ihr euch auf die dort gesammelten Eindrücke. Seht ihr euch als politische Band und ist das ein Thema, was euch auch in Zukunft begleiten wird? Moke: Wir sind keine politische Band, das Album ist mehr eine Reflektion von meiner Kindheit in Belfast und wie ich jetzt darüber denke. Ich bin mir sicher, ich werde wieder über Irland schreiben, ich bin ein ehrlicher Songschreiber und Irland ist einfach ein wichtiger Teil von mir. Meine Kindheit war geprägt von politischen Eindrücken, das vergisst man nicht, aber wir wollen nicht als explizit politische Band wahrgenommen werden. CW: Euer Label gibt sich große Mühe, euch in Deutschland zu unterstützen, ihr seid im Fernsehen zu sehen und taucht in Magazinen wie dem FHM auf. Seht ihr euch denn selbst eher als eine Indieband oder geht das nicht schon eher in die Mainstream-Richtung? Was sind denn eure Ziele als Band? Moke: Über diese Kategorisierungen machen wir uns keine Gedanken. Wir sind sehr glücklich mit unserem deutschen Label, sie unterstützen uns sehr gut. Unser Ziel ist, für möglichst viele Menschen zu spielen und hoffentlich genauso viele Platten zu verkaufen. Das macht uns wahrscheinlich Mainstream aber ich würde uns als Pop-Band beschreiben, Pop als Begriff für eine Band, die Leuten etwas bedeutet, Ecken und Kanten hat. Das wäre heutezutage ja eher Alternative, was wiederrum der neue Mainstream ist..Ihr versteht schon was ich meine. Wir möchten auf unsere Fans bauen und weiterhin gute Alben produzieren. Letzten Endes ist es genau das, was wir machen. Das Interview führte Moritz Hoffmann.
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