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Kurzinterview mit Adolar

campus web: Wie ist für euch, auf so einem Festival zu spielen? Vor allem wo es heute so heiß ist?

Adolar: Wir sind gerade aus Leipzig gekommen und sind sieben Stunden mit einem ganz alten, rumpeligen Bus gefahren, der keine Klimaanlage hatte. Wir sind also schon durchgeschwitzt angekommen und können nicht noch mehr schwitzen.

cw: Was hat euch dazu bewegt, auf dem Green Juice Festival zu spielen?

Adolar: Bock. Wir hatten Lust und spielen gerne auf Festivals. An sich spielen wir gerne Konzerte.

cw: Wusstet ihr vorher, was das Green Juice Festival ist?

Adolar: Als wir dann wussten, dass wir hier spielen, haben wir uns das im Internet angeschaut. Sah sehr sympathisch aus.

cw: Die letzte Frage: Wenn ihr gleich rausgeht, habt ihr dann eine Message, die ihr rüberbringen möchtet oder wollt ihr einfach nur die Bude rocken?

Adolar: Ich glaube wir sind da die gleiche Gurkentruppe wie im Proberaum. Wenn man Spaß hat, bringt man bestimmt auch was rüber.


Kurzinterview mit Hello Bomb

campus web: Ihr habt ja schon einen Auftritt bei der Rheinkultur gehabt. Warum seid ihr diese Jahr also noch einmal auf einem Festival in Bonn?

Hello Bomb: Die Jungs haben uns angefragt und von der Vorbereitung war das so cool gemacht, dass ich das der Band gut verkaufen konnte - auch mit dem Hintergrund, dass das hier alles von Schülern organisiert wird – und dass wir jetzt hier spielen. Es ist Wahnsinn, was die Jungs hier auf die Beine gestellt haben. Wer noch die Schulbank drückt und dann so gut organisiert ist und wenn das Ganze quasi im Nachbarort ist, dann unterstützt man das auch gern. Es ist auch wichtig die Jugend zu fördern. Es ist ein geiles Happening und das nehmen wir gerne mit.

cw: Irgendwelche Erwartungen ans Publikum? Vielleicht auch im Vergleich zur Rheinkultur?

Hello Bomb: Die einzigen Erwartungen, die wir immer haben, sind generell an uns selbst. Das die Show immer Knaller und 120% ist. Und das was dann vom Publikum rüber kommt, wird sich zeigen. Wir sind bis jetzt noch nicht enttäuscht worden.

cw: Wie machen sich die Bonner denn allgemein?

Hello Bomb: Obwohl wir eigentlich aus Köln kommen und dort auch eine coole Base haben, sind uns die Bonner stark ans Herz gewachsen. Wir sind jedes mal froh, in Bonn zu sein. Es liegt dann immer Liebe in der Luft. Die Bonner feiern auch gut, gerne und lang.

cw: Die letzte Frage: Wenn ihr gleich rausgeht, habt ihr dann eine Message, die ihr rüberbringen möchtet oder wollt ihr einfach nur die Bude rocken?

Hello Bomb: Wir haben immer eine Message. Die erste ist die ans uns selbst und lautet die Bühne in Brand zu setzten – im positiven Sinne. Und dann die, dass wir durch unsere Präsenz einfach mit den Leuten feiern. Wir wollen, dass sie sich fallen lassen, vielleicht eine CD kaufen und sich auch mal mit den Texten auseinandersetzten und anfangen zu grübeln. Im Endeffekt hat dieses ganze Rock'n'Roll-Geschoss eine ganz zarte und intensive innerliche Seite, die auch sehr wichtig ist.

Kurzinterview mit Die Killerpilze

campus web: Warum habt ihr euch entschieden, auf dem Green Juice Festival zu spielen?

Die Killerpilze: Warum nicht? Wir haben uns vorher darüber informiert und es findet ja jetzt schon zum vierten Mal statt – mit stetig wachsenden Besucherzahlen. Wir haben ja etwas ähnliches bei uns in der Heimatstadt gemacht und dort auch alles selbstorganisiert. Wir können das also gut nachvollziehen und wollen da auch gerne als Band helfen. Ich meine, wir haben auch Bock vor vielen Leuten zu spielen. Und heute ist das Wetter ja perfekt und es sind viele Leute da. Wird also cool.

cw: Ist das euer erster Gig in Bonn diese Jahr?

Die Killerpilze: Ne, in Bonn waren wir noch nicht. In NRW waren wir nur ein paar Mal (lachen). Wir sind heute tatsächlich das elfte Mal in NRW, wir waren also schon häufiger hier in der Gegend. Wir kennen die Autobahn jetzt schon in- und auswendig sowie jede Raststätte. Aber wir kommen immer wieder gerne her. Schauen wir mal, was Bonn so drauf hat.

cw: Was habt ihr denn heute so im Gepäck für die Leute da draußen?

Die Killerpilze: Nackte Gogo-Girls, Pyrotechnik und wir fahren mit einer Harley auf die Bühne. (lachen) Das wird auf jeden Fall für Euphorie sorgen. Wir haben viele Abgeh-Songs dabei und unser neues Album. Wir hoffen, dass ein paar Leute das schon kennen, mitsingen können und einfach Bock auf eine gute Zeit haben. Vor allem, weil das heute unsere letzte Festival-Show ist, sind wir sehr motiviert. Wir wollen noch einmal Vollgas geben.

cw: Ihr gehört ja mit eurer langjährigen Erfahrung – auch im Umgang mit den großen Medien – zu den alten Hasen auf dem Green Juice. Was ist denn die Quintessenz, die man aus den Jahren gewinnt und was für ein Gefühl ist es, wenn man hier die teilweise noch recht jungen Bands sieht?

Die Killerpilze: Die Quintessenz ist, dass Backstage-Bereiche alles andere als glamourös sind. (lachen) Also wir sind schon länger dabei, aber wir sehen uns nicht als alte Hasen was das Touren oder so angeht. Wir haben in unserem Leben natürlich schon viele Konzerte gespielt und viel mit Medien gemacht - trotzdem sind wir noch jung und hungrig und wollen wissen, wohin die Reise geht und haben viele Pläne. Aber es ist immer cool wenn man andere Bands sieht. Adolar zum Beispiel ist eine coole Band und die Jungs sind ja auch was älter als wir. Da sie vom gleichen Booking kommen, schauen wir uns sie auch mal genauer an. Wir freuen uns schon, wenn wir andere Bands sehen und mit denen im Austausch stehen.

cw: Das Green Juice Festival ist ja eher eine kleinere Veranstaltung mit familiären Flair. Dazu noch das gute Wetter: Entspannt man sich da eher oder steht ihr immer unter Strom?

Die Killerpilze: Wir geben immer 100%, egal, wie viele Leute da stehen. Ob es jetzt 50 oder 5000 sind. Wir reißen auf der Bühne immer alles ab und holen alles aus uns raus. Wie ich gesehen habe, ist heute auch einiges an Mosh-Publikum da – da geht was.
Aber so eine Stunde vorm Auftritt machen sich alle bereit mit ihren persönlichen Ritualen. Da geht es dann schon mit der Vorfreude auf die Leute und auf das, was uns erwartet, los.

cw: Die letzte Frage: Wenn ihr gleich rausgeht, habt ihr dann eine Message, die ihr rüberbringen möchtet oder wollt ihr einfach nur die Bude rocken?

Die Killerpilze: Natürlich haben wir auch eine Message. Wir unterstützen z.B. schon seit Jahren Projekte in Äthiopien. Dafür haben wir mit unseren Fans zusammen 500.000€ gesammelt. Solche Sachen sind uns schon wichtig und da sind unsere Fans auch mit eingebunden.
Wir haben auch schon öfters auf Anti-Nazi-Veranstaltungen gespielt und engagieren uns auch für die Aktion "Kein Bock auf Nazis". Wir hoffen aber natürlich auch, dass die Leute, die auf unsere Konzerte kommen, eine Message aus den Texten rauslesen und die für sich nutzen. Andererseits versuchen wir das damit zu verknüpfen, dass die Leute anderthalb Stunden Spaß haben – wofür Konzerte ja auch da sind. Und das wir natürlich auch Spaß haben. Es ist also beides dabei.

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