Die Organisatoren Felix, Julian, Simon
   
 

Die "RWZ-STAGE"
   
 

"RWZ-STAGE" in Aktion
   
„Entschuldigung, ich konnte meine Hausaugaben nicht machen – ich hatte ein Festival zu organisieren.“ An diese außergewöhnliche Ausrede dürften sich die Lehrer einiger Bonner Schüler inzwischen gewöhnt haben. Das Green Juice Festival, dessen Organisationsteam sich aus Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren zusammensetzt, findet am kommenden Samstag bereits zum dritten Mal statt. Gerade in der Woche vor dem Festival ist alles sehr stressig. Dennoch nahm sich Hauptorganisator Julian Reininger (16) die Zeit für ein Telefongespräch mit uns.

campus-web: Ein richtiges Musik-Festival bei euch in der Nachbarschaft – wie seid Ihr auf diese Idee gekommen?

Julian Reininger: Aus meinem Fenster kann ich den Park sehen, in dem das Festival stattfindet. Wir hingen dort öfter rum und eines Abends hatten ein paar Kumpel und ich die Idee, einfach mal was Musikalisches auf der Wiese zu machen. Das war vor drei Jahren. Wir haben es Green Juice genannt und sehr kurzfristig auf die Beine gestellt.

campus-web: Das Festival findet jetzt zum dritten Mal statt, warum habt Ihr denn immer noch keine richtige Bühne?

Julian Reininger: Beim ersten Mal wurde uns ein Stattelschlepper geliehen und der kommt jetzt jedes Jahr. Für uns gehört die „RWZ-STAGE“ zum Charakter des Festivals und das soll auch so bleiben, auch wenn wir immer größer und bekannter werden.

campus-web: Seid Ihr mittlerweile so bekannt, dass sich Bands wie die Hamburger Jungs von Montreal von sich aus bei euch melden?

Julian Reininger: Ja. Im Fall von Montreal waren es zwar wir, die gefragt haben, aber im Laufe der Organisation habe ich tatsächlich rund 300 Anfragen verschiedener Künstler bekommen. Beim ersten Mal hatten wir einfach lokale Bands gefragt, ob sie bei uns spielen wollen und die natürlich haben sie das auch kostenfrei gemacht. Seid letztem Jahr haben wir aber auch einige Bands dabei, die eine Gage bekommen. Montreal müssen ja schließlich extra aus Hamburg anreisen.

campus-web: Wie finanziert Ihr das Ganze? Als Schüler könnt Ihr sicherlich nicht viel selbst investieren?

Julian Reininger: Nein, das können wir wirklich nicht. Zumal wir selber auch nichts daran verdienen und trotzdem das ganze Jahr über an der Organisation arbeiten. Das Festival selbst ist kostenlos, deshalb finanzieren wir uns über Sponsoren, den Verkauf von T-Shirts und Support-Bändchen sowie die Einnahmen vom Würstchenverkauf und in diesem Jahr zum ersten Mal, auch über den Verkauf von Bier.

campus-web: Erwartet Ihr denn genug Besucher, um die Kosten wieder reinzukriegen?

Julian Reininger: Ja, ich rechne bei gutem Wetter, mit so ca. 1.000 Besuchern. Letztes Jahr waren schon 600 Leute da - dieses Jahr werden es bestimmt mehr.


Hier geht es zum 2. Teil des Interviews.

Hier gibt es alle Infos zum Festival.


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