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The Parlotones verkaufen in Südafrika mehr Alben als jede andere Band. Wir sprachen mit ihnen über ihren Anfang als Garagenband, eine wachsende Rockszene in Südafrika und ihr aktuelles Album "Stardust Galaxies". campus-web: Wenn ihr 1998 mit 2010 vergleicht: Was sind eure wichtigsten Entwicklungen? Paul Hodgen: Da wäre so einiges. Als wir angefangen haben, konnten wir noch nicht mal wirklich spielen. Wir haben ganz unten angefangen. Glenn Hodgen: Unser Songwriting war ziemlich dürftig. Außerdem hatten wir überhaupt keinen Verstärker. Wir haben in Neils Garage angefangen, sein erstes Mikrofon bestand zum Teil aus einem Besenstiel. Natürlich hat sich alles geändert, aber wir sind immer noch dieselben vier Jungs. Wir haben uns nur als Musiker verbessert. campus-web: Einige Künstler haben euren Stil beeinflusst. Welcher ist der Wichtigste? Glenn Hodgen: Ich würde Radiohead sagen. Paul Hodgen: Besonders ihre ersten zwei, drei Alben. Glenn Hodgen: Wir alle mochten Bands wie The Smiths, The Cure and R.E.M.. Aber Radiohead war die Band, die wir alle liebten. campus-web: In Köln kommt Rockmusik sehr gut an. Wie ist die Rockszene in Johannesburg? Paul Hodgen: Die wächst auf jeden Fall. Als wir angefangen haben, war sie sehr klein. Einige Bands waren sehr gut, hielten sich aber nie lange, weil das Geld fehlte. Inzwischen sind viele südafrikanische Bands im Radio. Früher konnte man die aus Südafrika nicht anhören, weil sie schlecht produziert waren und sich nicht gut anhörten. Glenn Hodgen:Da gibt es so viele verschiedene Amtssprachen und unterschiedliche Musikarten. Rockmusik ist eigentlich, die am wenigsten vertretene Musik in Afrika. Zugleich ist sie aber größer als sie jemals war. campus-web: Wie habt ihr es hinbekommen, über die Grenzen Südafrikas bekannt zu werden? Paul Hodgen: Langsam! Als wir anfingen, etwas bekannter zu werden, hatten wir auch etwas mehr Geld. Wir sagten: Lasst es uns in London versuchen und sehen, was dort passiert! Das war wie ein Neuanfang, wieder vor zwanzig Leuten zu spielen. Glenn Hodgen:Wir sind sehr froh, herumreisen zu können. Denn die meisten südafrikanischen Bands haben diesen Vorteil nicht. Wegen des Geldes oder Ähnlichem. Paul Hodgen: Die meisten Bands können nicht von ihrer Musik leben. Sie müssen trotzdem arbeiten. Glenn Hodgen: Nur eine Hand voll Bands, uns eingeschlossen, machen das hauptberuflich. campus-web: Was ist das Besondere an dem Song "Come Back As Heroes"? Paul Hodgen: Der Text ist einfach, du kannst ihn gut mitsingen. Er ist wie "We Will Rock You" von Queen. Das ist gut für ein Fußballspiel, aber nicht nur dafür. Dieser Song passt zu jedem anderen Sport. Oder besser gesagt: Er spricht jeden an, der irgendetwas erreichen will. Es ist nicht wichtig, ob du gewinnst – mach uns einfach stolz auf dich! campus-web: Was ist mit euch – mögt ihr Sport? Glenn Hodgen: Nur unser Schlagzeuger und unser Sänger spielen Football, aber wir gucken es alle gerne. Ich spiele ein bisschen Golf. Paul Hodgen: Ich spiele xbox. Das ist mein Sport! campus-web: Worum geht es auf eurem Album "Stardust Galaxies"? Paul Hodgen: Ich schreibe gerne über Liebe. Wenn jemand sich das Album anhört und die Musik fühlt, habe ich mein Ziel erreicht. campus-web: Und was ist euer Lieblingssong auf diesem neuen Album? Glenn Hodgen: Ich spiele am liebsten "Brighter Side Of Hell". Paul Hodgen: Und ich eigentlich "The Stars Fall Down", weil es der erste Song ist, in dem ich mein Keyboard einsetze. Hier geht’s zum Interview auf Englisch! Mehr über die Parlotones.
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