Genre: Elektro-Pop / Indie-Rock
   
 

   
Schlagzeug-Riff, Hookline. Wie einst „Seven Nation Army“ tönt „Something New“ aus den Boxen – jedenfalls bis der Synthie einsetzt. Danach folgt aber nichts Besonderes mehr. Das Duo The Ghost bringt in seinem Erstlingswerk gute Hausmannskost. Angenehm und, leider, einfach nur nett.

„City Lights“ liefert Tanzbares, der Sänger bringt mit seiner Stimme den heitren Synthiepop gekonnt zur Geltung. Gute-Laune-Musik, leider aber ohne Ohrwurmcharakter. Mal geht es etwas schneller vonstatten, wie beim titelgebenden „War Kids“. Wirklich mutig aber sind Arrangements und Riffs nicht. Daran ändert auch ein überraschendes Instrument wie die Flöte bei „Love is Nothing“ nichts. Die Musik gewinnt an Charakter, dafür fehlt dem Sänger das letzte Quäntchen Kraft, um den Hörer ernsthaft zu fesseln.

Zugegeben, man sollte das Album nicht auf Mainstream reduzieren: Es ist guter Mainstream. Tanzbarer Indie-Pop, gut abgemischt und produziert, fröhliche Stimmung garantiert. Aber eben auch etwas zu überladen und austauschbar. Wer eine Hausparty steigen lassen möchte, aber Angst um Gläser und Geschirr hat, kann mit so braver Musik noch am ehesten was anfangen.



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