Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.

Diese Woche mit Chau Chat – Le Debut; Grasscut – 1 Inch / ½ Mile; Andreas Akwara – Erwachet; B-Ebene – Rückwärts Weltrekord. Avantgarde-Pop, Electronica-Pop, Ambient-Wabern und zur Entspannung ein wenig Soul-Pop.













Chau Chat – Le Debut

Durchdachter Piano-Pop aus Deutschland. Sänger/Songwriter Ron Flieger und Kollege Christian Illi sorgen für schönen Sound, Gesang und Text sind manchmal etwas aufdringlich. Die Aufmachung mit philosophischem Wahlspruch und Songtiteln, die teilweise mit fremden Schriftzeichen geschrieben werden, ist dagegen ein wenig übertrieben avantgardistisch. Trotzdem vielversprechend. Britpop-Fans und speziell Richard-Ashcroft-Anhänger sollten mal reinhören.



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Grasscut – 1 Inch / ½ Mile

Debüt eines experimentellen Duos aus Brighton. Bis ins letzte Detail ausgearbeitet, viele instrumentale Spielereien und Electronica-Sounds. Der Opener „High Down“ klingt wie die Synthesizer aus dem „Tron“-Soundtrack vor einem Post-Rock-Schlagzeug. Oft gibt’s Einspielungen von alten Stimmaufzeichnungen, daneben auch normalen Gesang. Eine Nummer wie „Muppet“ klingt da schon fast konventionell-poppig. Interessant für den geduldigen Hörer.



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Andreas Akwara – Erwachet

Bei „Erwachet“ denkt man vielleicht an spezielle religiöse Ausrichtungen, Andreas Akwara meint aber scheinbar eine allgemeinere Spiritualität. Im Booklet erläutert der deutsche Musiker in wackligem Englisch, dass die Menschheit an der Schwelle zu einer höheren Bewusstseinsebene stehe. Musikalisch unterstützt er den Schritt in die Erleuchtung durch Synthie-Gewabere, wie man es früher zur Untermalung von Sci-Fi-Fernsehserien und -Videospielen verwendet hat. Aufkeimende Rave-Rhythmen schwellen ganz schnell wieder ab, das Epos endet mit Orchester-Bombast aus dem Keyboard. Je nach Erleuchtungsgrad zum Ent- oder Verspannen geeignet.



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B-Ebene – Rückwärts Weltrekord

Deutschsprachiger Swing-Pop über Frauen, Liebe, tolle Tage in der Sonne. Geht angenehm ins Ohr und zur anderen Seite angenehm wieder raus. Textlich gibt das Duo sich Mühe und kämpft um lustige Formulierungen, inhaltlich bleibt’s dagegen flach. Aber wer braucht Tiefe, wenn man gute Laune haben kann? Und wo gibt’s sonst ein Lied, bei dem jede zweite Zeile “Wie geil ist das denn?” lautet?



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