Genre: Cello Rock / Metal
   
 

   
Metallica-Klassiker, neu vertont durch ein Cello-Quartett. Was wie ein einmaliger Witz hätte klingen können, eroberte in Form von Apocalyptica die Metal-Szene im Sturm. Düster und vehement schafften es die finnische Gruppe, sich eine Nische zwischen harten Gitarren und schreienden Frontmännern einzurichten. Und da man nicht ewig Metallica nachrennen konnte und wollte, entwickelten sich Apocalyptica weiter. Zunächst durch offensichtliche Cover anderer Szene-Größen, dann zunehmend durch eigene Kompositionen. Und jetzt stellt „7th Symphony“ tatsächlich schon das siebte Album dar. Definitiv kein einmaliger Witz.

Durch ihre eigenwillige Besetzung hatten Apocalyptica sich das eigene Genre „Cello Rock“ maßgeschneidert. Die Celli treten inzwischen aber weit in den Hintergrund. Seit mehreren Alben bestechen Apocalyptica durch die Verwendung einer regulären Gitarre-Bass-Schlagzeug-Metalkombo, „7th Symphony“ stellt da keine Ausnahme dar. Streicher und Band stehen qualitativ dabei auf einer Stufe. Zugegeben, manchmal vermisst man die Dominanz des Cellos – vor allem in den Thrash-Metal-Orgien wie „Bring Them To Light“ unterscheiden sich Apocalyptica nur noch geringfügig von einem klassischen Act mit Streicheruntermalung. Daneben finden sich jedoch immer wieder Stücke, in denen keiner der beiden Parts die, pardon, zweite Geige spielt.

Als Gastsänger unterstützen diesmal unter anderem Gavin Rossdale von Bush, Brent Smith von Shinedown oder Joseph Duplantier von Gojira den Schritt hin zum traditionellen Song mit festgelegtem Thema. Dabei sind es aber gerade die inhaltlich freien Stücke, die eine musikalische Reise anbieten. In knappen vier Minuten können allen Instrumentalisten genug Möglichkeiten angeboten werden, und so entstehen spannende Entwicklungsbögen. Über allem thront schließlich „Rage Of Poseidon“, das in epische Bandbreite ein eigenes Werk in sich selbst darstellt. In neun Minuten finden sich Reprisen aus gerade gehörten „siebten Symphonie“. Ein vielseitiges Album zwischen ruhigem Brodeln und wildem Ausbruch fügt sich so zusammen.

Ins Album reinhören? Hier geht’s zum Preview-Player, Campus-Web präsentiert Track 8.



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