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Mit einem lauten, schrillen und überraschenden “Ahhhh Ahhhh” begrüßt Jennie Abrahamson den Hörer auf ihrer neuen CD. Für dieses zweite Album war die schwedische Sängerin laut der Pressemitteilung ihres Labels lange Zeit in New York, um nach einer anstrengenden Zeit den Kopf wieder frei zu kriegen. Dort in der lärmenden Großstadt soll sie sich motiviert und frei gefühlt haben. Sie konnte wieder Kraft schöpfen, um ein „helles, farbenfrohes Album“ zu schaffen. Das sei ihr einwandfrei gelungen, und ihr Album strahle vor Glück und Sommer – behauptet zumindest das Label. Sobald „While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright“ dann tatsächlich im CD-Player läuft, wirkt es eher unerträglich seicht. Immer wieder stößt Jennie hohe Töne aus. Die formen aber oft keine Worte, sondern beschränken sich nur auf „ah ah“ und „oh oh“. Und je nachdem, wie laut die Boxen eingestellt sind, kann das ziemlich fies in den Ohren wehtun. Die elf Songs auf dem Album strotzen vor Schnulzigkeit. „I Lost My Heart“ nervt unglaublich mit einer 100-fachen Wiederholung des schrillen „I lost – I lost – I lost – I lost …“. „Light Night Show“ soll ein bisschen poppiger sein, lädt aber nicht zum Wiederhören ein. Am Anfang stöhnt die Sängerin atemlos ins Mikro, bevor sie auf ihre typisch hohe Quietschstimme zurückgreift. Der Song „Sister Theresa“ lässt erst an Mutter Theresa denken, hat damit aber nicht viel zu tun. Es geht um eine Theresa, die auf einer Wolke sitzt und die Leute beobachtet. Musikalisch ist der Song auf asiatisch getrimmt. Helle Klänge erinnern zumindest an den Besuch in einem chinesischen Restaurant. Und auch diese Idylle wird von Jennies Stimme zunichte gemacht. „While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright“ ist überladen. Schon der Titel ist zu lang, alles ist zu pink, zu hoch, zu schnulzig und dabei leider zu wenig eingängig. Wer sowas mag, für den wird das zweite Album der Schwedin ein Volltreffer sein. Für alle anderen ist es nur unerträglich schrill. ***MySpace***
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