Genre: Polka
   
 

   
Wie bitte? Eine Polkaplatte? Jawohl, lieber Leser. Eine Polkaplatte. Und zwar eine bemerkenswerte Polkaplatte, von einer bemerkenswerten Gruppe.
Die acht Musiker der Polkaholix haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Polka gehörig den Staub aus den Notenblättern zu klopfen. Mit einer Frischzellenkur aus Punk, Ska und Rock´n Roll-Elementen wird der böhmischen Zweitaktmusik ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht, dass es nur so raucht. Ob einem die Polka wirklich zusagt ist natürlich eine Frage des Geschmacks. In Punkto Qualität und musikalischem Können lassen die Polkaholix keine Zweifel aufkommen. Seitdem die Polkaholix die Konzertbühnen beglücken, wird ihnen aus Europa und sogar den USA viel Lob entgegengebracht. Aber wie der Volksmund weiß, sagt ein Video mehr als 1000 Worte.

Auf Polkaface, dem inzwischen zweiten Album der deutschen Polkaholiker, finden sich neben vielen Eigenkompositionen, auch einiges aus fremder Feder. Neben dem traditionellen „Hans bleib da“ gibt’s mit einer flotten Version der Tritsch-Tratsch Poka eine tiefe Verbeugung vor Johann Strauss jun. Das Paket, dass die Jungs mit „Polkaface“ geschnürt haben, ist absolut stimmig. Die flotten Polkanummern überzeugen mit Schwung und Originalität, und auch die nett gestaltete Kartonhülle der CD sowie das bilinguale Begleitheftchen sind stimmig. So kann auch Polka gefallen.

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