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Steve Becket, Gründer des „Warp Records“-Labels, hat 2008 einen Schuss ins Blaue gewagt. Er verpflichtete eine unbekannte Combo aus Sydney aufgrund ihres hervorragenden ersten Albums. „Oh Soundtrack My Heart“ – eine brodelnde Instrumentalmischung aus Post-Punk-Gitarren, brutalen Drums und basslastigen Elektronika. Er sollte es nicht bereuen. Denn PVT sind äußerst eifrige Musiker und standen bereits nach 18 Monaten wieder bei Becket auf der Matte, um ihr zweites Album „Chuch with no Magic“ vorzustellen. Für diese Platte haben die Bandmitglieder ihre Heimatstadt Sydney verlassen und ein Londoner Kellerstudio in Beschlag genommen. Hier gab’s die größte Sammlung von Vintage-Synthesizern – einschließlich des Yamaha CS80-Keyboards, das für den „Blade-Runner“-Soundtrack eingesetzt worden war. Das Ziel war, einen Mix aus Rock-Synthesen, progressiven Rhythmen und ungeahnter melodischer Stärke zu produzieren. Für PVT war diese einsiedlerhafte Produktionsphase etwas völlig neues. Schließlich hatten Dave Miller und die beiden Multiinstrumentalisten Richard und Laurence Pike ihre erste Platte verteilt in mehreren Ländern produziert. Doch der Rückzug hat sich gelohnt. Das auf „Synthesizer-getriebenen Instrumentalbewegungen“ aufgebaute Experimental-Album wird neuen Stoff für die Live-Shows der Band liefern. Fazit: PVT hatten mit ihrem neuen Album keine Angst davor, sich in unbekannte experimentelle Gefilde zu wagen. Das herrlich unkonventionelle Ergebnis profitiert insbesondere vom Gesang Richard Pikes. Vokalparts nehmen im Vergleich zur ersten Platte ohnehin einen zentraleren Platz ein. Die Schichten von Richard Pikes Stimme bauen sich innerhalb der Musik auf. So steigt der Fokus auf die verdrehten Rythmen und verblüffenden Räume, die PVT generieren. ***MySpace***
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