Genre: Indie
   
 

   
Ein Blick aus dem Fenster. Draußen fallen dicke Tropfen. Ein schwermütiger Blick über die Dächer der Nachbarhäuser. Ein schmerzvolles Stöhnen aus den Boxen: Obwohl es Hochsommer ist, kann man sich kaum des schwermütigen Gefühls erwehren, dass einen überkommt, wenn es regnet und dazu der Sänger der belgischen Band Sukilove singt.

Das neue Album Static Moves ist alles andere als fröhlich. Das muss es natürlich auch nicht sein. Der Stil der Band Sukilove ist einfach anders. Nicht fröhlich, wie bereits gesagt. Auch nicht rockig, aber eigentlich auch nicht still. Ein Mix aus vielen verschiedenen Klangelementen und Experimenten erwartet den Hörer, unterlegt mit der melancholischen Stimme des Sängers.

Viele Wiederholungen und dumpfe Töne, gemischt mit hellem Klopfen, schallen aus den Lautsprechern. Am Ende von „Teeth Fitness“ klingt es, als werde mit Holz getrommelt. Immer schneller und schneller wird der Rhythmus. Was das soll ist allerdings nicht klar. Vielleicht gefällt es ja dem einen oder anderen Hörer. Oder es nervt ihn. Für leicht genervte Hörer ist Static Moves nämlich nicht unbedingt empfehlenswert. Die Songs klingen alle recht ähnlich, mal abgesehen von den verstreuten Experimenten.

Wer sich nicht genau konzentriert, an dem zieht das Album einfach vorbei. Es hinterlässt weder einen guten noch einen schlechten Eindruck. Es ist unauffällig und unaufdringlich. Bei näherem Hinhören kann man dann entweder feststellen, dass die Art der Band gefällt oder eben nicht. Wer keine schrille, anstrengende Musik mag, dem wird es eher nicht gefallen. Immer neue Melodien werden in die Songs gemischt, manchmal wirkt es, als liefen zwei Lieder gleichzeitig. Gegen Ende werden einige Tracks auch immer höher, schneller und panischer. Geschmackssache.



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