Musik in der Mangel

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 Einfach wieder 14 sein…
CD-Kritik: Summer Camp – Young EP Es ist nicht ganz einfach, etwas über die Londoner Band „Summer Camp“ herauszufinden. Ihre MySpace-Seite ist eher mit pragmatischen Informationen gespickt, und mit ihrer EP „Young“ pressen Elizabeth Sankey und Jeremy Warmsley auch zum ersten Mal ihre Musik auf eine Scheibe. Diese sechs Songs sorgen jedoch für die leise Vorahnung, dass dieses Nicht-Wissen bald unweigerlich der Vergangenheit angehören muss.
Stichwort Vergangenheit: Um an die „Gute Alte Zeit“ zurückzudenken, ist bekanntlich nic mehr...
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 Tanzen bis nach Mexiko
CD-Kritik: This Is The Arrival – Mexico Ganz angekommen sind sie vielleicht noch nicht, ein guter Anfang ist es aber auf jeden Fall. Die Münchner Band „This is the Arrival“, 2008 entstanden, legt gerade ihr Debüt-Album vor. Guter, tanzfähiger Indiepop – was will man mehr?
Die vier Jungs haben ihr Debüt „Mexico“ genannt. „Mexico“ deshalb, weil es als ein unbestimmtes Ziel dient, als ein Auswegsland. „Wie Australien also, nur ohne Hochglanz, und ohne Garantie, Gold und Glück tatsächlich auch zu finden“, so die Erklärung der Promo-Fi mehr...
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 Elektro-Pop für Zwischendurch
CD-Kritik: The Ghost – War Kids Schlagzeug-Riff, Hookline. Wie einst „Seven Nation Army“ tönt „Something New“ aus den Boxen – jedenfalls bis der Synthie einsetzt. Danach folgt aber nichts Besonderes mehr. Das Duo The Ghost bringt in seinem Erstlingswerk gute Hausmannskost. Angenehm und, leider, einfach nur nett.
„City Lights“ liefert Tanzbares, der Sänger bringt mit seiner Stimme den heitren Synthiepop gekonnt zur Geltung. Gute-Laune-Musik, leider aber ohne Ohrwurmcharakter. Mal geht es etwas schneller vonstatten, wie beim mehr...
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 Geheimtipp für Heimatlose und Daheimgebliebene
CD-Kritik: Robert Carl Blank – Last Time I Saw Dave Es gefällt, was Blank hier abliefert. Das zweite Album des Frankfurter Songwriters ist melodisch ansprechend, seine Texte tiefgründig. Mal ergänzt eine leise, leicht sphärische E-Gitarre die voluminöse, sehnsuchtsgeschwängerte Stimme, zum Beispiel bei „Times Like These“ - when you are in the freeze. Mal prescht eine schnelle Riffcombo wie „Eventually“ vor, dann folgt ruhige Nachdenklichkeit.
Die Ideen- und Stimmungswechsel zwischen den Liedern sind frappierend. Gerade noch intensive S mehr...
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 Afrotronic aus den Fjorden
CD-Kritik: Casiokids – Topp stemning på lokal bar Norwegen: viel Land, viel Öl, wenig Menschen – und Black Metal. Soviel zum Klischee. Dass aus dem schönen Land der Fjorde auch ganz hervorragende Popmusik kommt, weiß der Rest der Welt spätestens seit Röyksopp, seit Erlend Øye und seinen Kings of Convenience sowie seit Whitest Boy Alive. Genau aus Herr Øyes Heimatstadt, nämlich Bergen, kommen auch die Casiokids. Im Kern eine Gruppe von fünf Jungs, die gerne wilde Musikstil-Mischungen zusammenfrickeln. Sie sind dabei aber keinesfalls „exklusiv“. mehr...
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 Samt und Seide - musikalisches Geschmeide
CD-Kritik: Alin Coen Band – Wer bist Du? Diese Stimme lullt dich mit den ersten Takten ein, verpackt dein Gemüt in ein warmes, samtiges Seidengefühl, schwer und leicht zugleich. Jedes Vorurteil gegenüber deutschen Songwriterinnen verfliegt, wenn Du diesem einfühlsamen, einfachen Klang nur wenige Sekunden lauschst. Alin Coen produziert mit ihren Stimmbändern scheinbar mühelos eine einmalige Harmonie, sodass man von ihrer Platte „Wer bist Du?“ nicht genug bekommen kann.
Statt mit schwerem Orchester und pompösem, weit ausholendem Gesa mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Chau Chat / Grasscut / Andreas Akwara / B-Ebene Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Chau Chat – Le Debut; Grasscut – 1 Inch / ½ Mile; Andreas Akwara – Erwachet; B-Ebene – Rückwärts Weltrekord. Avantgarde-Pop, Electronica-Pop, Ambient-Wabern und zur Entspannung ein wenig Soul-Pop.
Chau Chat – Le Debut
Durchdachter Piano-Pop aus Deutschland. Sä mehr...
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 Keine Angst vor Experimenten.
CD-Kritik: The Sonic Boom Foundation - Bad News Always Good News Schlechte Nachrichten sind gleichzeitig auch immer gute Nachrichten, das weiß schon der Volksmund. Als Werbung ist schließlich jede Nachricht eine gute Nachricht. Bei The Sonic Boom Foundation ist das ähnlich. Egal, was der Input war, zum Schluss blieb nur eine Platte wie eine Glücksmeldung über.
„Offenheit“ ist das Stichwort, mit dem sich der rote Faden dieser Platte am besten beschreiben lässt. Der Opener „Wasted“ zeigt, wozu offenherzige Musiker fähig sein können: Sie trauen sich, mehr...
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 Abgeliefert
CD-Kritik: !!! – Strange Weather, Isn’t it? Sie sind ja nun schon so etwas wie Elder Statesmen im Game des Dance-Punk. Seit Mitte der 1990er sind !!! (ausgesprochen als eine Folge gleicher Laute, meist: chk chk chk) aktiv, vor sieben Jahren starteten sie mit „Me and Giuliani Down by the School Yard (A True Story)“ so richtig durch. Punk-Attitüde, Prog-Gitarren, House-Beats, eine Prise Funk, dazu Kuhglocken und ab dafür! Auch heute noch.
!!! zeigen auf ihrem vierten Longplayer gewohnte Qualitäten und beschreiten den eingeschlagen mehr...
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 "Here’s our last hurrah" – Auf 25 Jahre Kaugummi-Pop
CD-Kritik: a-ha - 25 25 Jahre Bandgeschichte, das entspricht schon mal leicht 50 Menschenjahren. So auch bei den norwegischen Poppern a-ha, wie sich bei der aktuellen und abschließenden Werkschau „25“ heraushören lässt. In der Jugend rebelliert man noch im ungestümen „Take on me“ und pubertiert im pathetischen „Crying in the Rain“. In der zweiten Lebenshälfte dann die Erkenntnis: „Summer moved on“. Und letztlich endet man im Altersruhesitz am „Foot of the Mountain“.
Das klingt nach der puren Epik, wie sie eine üb mehr...
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 Durch sieben Symphonien musst du gehn
CD-Kritik: Apocalyptica – 7th Symphony Metallica-Klassiker, neu vertont durch ein Cello-Quartett. Was wie ein einmaliger Witz hätte klingen können, eroberte in Form von Apocalyptica die Metal-Szene im Sturm. Düster und vehement schafften es die finnische Gruppe, sich eine Nische zwischen harten Gitarren und schreienden Frontmännern einzurichten. Und da man nicht ewig Metallica nachrennen konnte und wollte, entwickelten sich Apocalyptica weiter. Zunächst durch offensichtliche Cover anderer Szene-Größen, dann zunehmend durch eigene Kom mehr...
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 Die Studio-Version zum Festival
CD-Kritik: Various Artists – Melt! Compilation 6 Vor kurzer Zeit noch flossen die Besucher des 13. Melt!-Festivals in der Hitze dahin und schwitzten zu wummernden Bässen aus allen Poren (wir berichteten). Jetzt steht der dazugehörige Sampler in den Plattenläden und bietet die Gelegenheit, bei gemäßigteren Temperaturen eine kleine Auswahl der Festival-Acts zu genießen.
Die Auswahl scheint dabei – wie bei Samplern üblich – eher willkürlich. Wer auf Live-Mitschnitte für das mehr...
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 New Wave aus Belgien
CD-Kritik: Customs – Enter the Characters Editors, Interpol, White Lies – unwillkürlich denkt man an düstere Klänge mit einer Mischung aus Synthies und Gitarren. Indie trifft auf New Wave. Musik wie aus den 80ern. Immer wieder werden Vergleiche gezogen. So große Namen wie Joy Divison oder New Order werden genannt. Der gute alte Sound ist wieder "in", doch sich aus der Masse dieser neue Welle hervorzuheben, ist gar nicht so einfach.
Customs sind der belgische Beitrag zum New-Wave-Revival. Auch hier werden 80er-Jahre-Musik-Kenner schne mehr...
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 Die One-Hit-Wonder melden sich zum Resümee
CD-Kritik: The Dandy Warhols – Best Of The Capitol Years 1995 -2007 Zugegeben. Diese CD überrascht mich etwas. Ein “Best Of” der Dandy Warhols? War das nicht diese One-Hit-Wonder Band mit dem Lied aus der Reklame für Telefone? Oder für Jeans, oder so? Wie hieß das noch. Achja, “Bohemian Like You”.
Aber es wäre sehr unfair, die Burschen aus Oregon nur auf einen einzigen Song zu reduzieren. Immerhin haben die Dandys mit „We Used to Be Friends“ und "Solid" die Titellieder zu den TV-Serien „Veronica Mars“ und „American Campus“ beigesteuert und so ein Millionenpu mehr...
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 Hoffentlich geht die Sonne bald unter
CD-Kritik: Jennie Abrahamson – While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright Mit einem lauten, schrillen und überraschenden “Ahhhh Ahhhh” begrüßt Jennie Abrahamson den Hörer auf ihrer neuen CD. Für dieses zweite Album war die schwedische Sängerin laut der Pressemitteilung ihres Labels lange Zeit in New York, um nach einer anstrengenden Zeit den Kopf wieder frei zu kriegen. Dort in der lärmenden Großstadt soll sie sich motiviert und frei gefühlt haben. Sie konnte wieder Kraft schöpfen, um ein „helles, farbenfrohes Album“ zu schaffen. Das sei ihr einwandfrei gelungen, und mehr...
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 Can't read my Polkaface
CD-Kritik: Polkaholix – Polkaface Wie bitte? Eine Polkaplatte? Jawohl, lieber Leser. Eine Polkaplatte. Und zwar eine bemerkenswerte Polkaplatte, von einer bemerkenswerten Gruppe.
Die acht Musiker der Polkaholix haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Polka gehörig den Staub aus den Notenblättern zu klopfen. Mit einer Frischzellenkur aus Punk, Ska und Rock´n Roll-Elementen wird der böhmischen Zweitaktmusik ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht, dass es nur so raucht. Ob einem die Polka wirklich zusagt ist natürlich eine Frage mehr...
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 Gar nicht mal so schlecht – für Punkrock
CD-Kritik: The Rabble – The Battle‘s Almost Over Rotz, Brüll, Tritt – Melodic Punk.
Möchte man eigentlich noch mehr über die drei Neuseeländer von The Rabble schreiben? Ihr zweites Album, “The Battle’s Almost over”, liefert genau das, was man erwartet: Drei Akkorde, kräftige Melodien und viel “Hey-Ho”. Mitsingen und mitpogen wird verlangt.
Das Ganze klingt dabei gar nicht so eintönig, wie man vermuten mag. Es bleibt abwechslungsreich – im gegebenen Rahmen. Gelegentlich gibt es auch ruhigere Stücke, der massive Sound bleibt aber durchgän mehr...
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 Wer wagt, gewinnt.
CD-Kritik: PVT – Church With No Magic Steve Becket, Gründer des „Warp Records“-Labels, hat 2008 einen Schuss ins Blaue gewagt. Er verpflichtete eine unbekannte Combo aus Sydney aufgrund ihres hervorragenden ersten Albums. „Oh Soundtrack My Heart“ – eine brodelnde Instrumentalmischung aus Post-Punk-Gitarren, brutalen Drums und basslastigen Elektronika.
Er sollte es nicht bereuen. Denn PVT sind äußerst eifrige Musiker und standen bereits nach 18 Monaten wieder bei Becket auf der Matte, um ihr zweites Album „Chuch with no Magic“ vor mehr...
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 Grandiose Mischung für Sommernächte
CD-Kritik: David Carroll & The Migration Fellows – The Guest David Carrolls Gesang verbreitet gute Laune. Liegt es an der abwechslungsreich tönenden Stimme, an den Texten oder an der Melodie, die durchweg Stimmung erzeugt? Vielleicht ist es alles zusammen, was hier eindrucksvoll auf dem Debutalbum präsentiert wird. Der Sohn einer österreichisch-tschechischen Hippie-Dame und eines amerikanisch-irischen Schriftstellers hat viel von der Welt gesehen. Von Irland ging es im Kindesalter nach Frankreich, später war er in London, Dublin, New York und in den Pyren mehr...
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 Es fährt ein Schiff nach Irgendwo
DVD-Kritik: Unheilig – Große Freiheit Live Für die Band Unheilig ist 2010 ein richtig gutes Jahr. Das Album „Grosse Freiheit“ wurde auf campus-web.de ausführlich besprochen und für gut befunden. Unsere bescheidene Meinung haben die deutschen Musikfreunde ebenfalls geteilt und „Grosse Freiheit“ zum Dauergast in den Top Ten der Album Charts gemacht. Die Single „Geboren um zu leben“ wurde sogar zum Nummer 1-Hit. Zum erfolgreichen Album gehört natürlich eine Tour, und dort w mehr...
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 Kuschliger Lagerfeuersoul
CD-Kritik: Justin Nozuka – You I Wind Land Sea Diese Stimme – sie ist das markanteste an diesem 21-jährigen Kanadier. Und sie lässt einen nicht so schnell los. Vor zwei Jahren überzeugte Justin Nozuka bereits mit seinem Debütalbum "Holly" und der herzzerreißenden Single "After Tonight". Den großen Durchbruch hierzulande schaffte er damit noch nicht. Völlig zu unrecht.
Es braucht nicht viel, um von Justin Nozuka in den Bann gezogen zu werden. Ein zurückhaltender Stakkato-Teppich aus Gitarre und Schlagzeug trägt seinen Gesang, der Sound ba mehr...
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 Abgedreht und anders
CD-Kritik: Sukilove – Static Moves Ein Blick aus dem Fenster. Draußen fallen dicke Tropfen. Ein schwermütiger Blick über die Dächer der Nachbarhäuser. Ein schmerzvolles Stöhnen aus den Boxen: Obwohl es Hochsommer ist, kann man sich kaum des schwermütigen Gefühls erwehren, dass einen überkommt, wenn es regnet und dazu der Sänger der belgischen Band Sukilove singt.
Das neue Album Static Moves ist alles andere als fröhlich. Das muss es natürlich auch nicht sein. Der Stil der Band Sukilove ist einfach anders. Nicht fröhlich, wie mehr...
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 Schäm Dich, Realität.
Plattentest: Katze – Du bist meine Freunde Katzen sind kuschelig und leben irgendwie in einer anderen Welt. KATZE auch. Deren Welt liegt irgendwo zwischen Spät-Pubertät und Erwachsen sein. Daher hält diese Band nicht wirklich viel von menschlichen Reifegraden. Marcus Wiebusch von Kettcar hat diesbezüglich gesungen: "Das ist Graceland, Baby. Keiner wird erwachsen. Die kleinen dicken Kinder sind auf der Suche nach Kuchen." KATZE scheinen sich mit folgenden Lyrics konkret auf diesen Song zu beziehen: "Na und, Fuck, Act your Age! Dafür ist mehr...
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 Größe ist eben doch wichtig
CD-Kritik: Various Artists – Earotic: Sweet Lounge Music Vol. 1 Sampler fürs Schlafzimmer, die gibt’s heute wie Sand am Meer. Einfach eine CD mit einem Lounge-DJ-Set füllen, das Foto einer Frau in Unterwäsche (oder weniger) aufs Cover pappen – fertig ist das akustische Sexspielzeug. Die „Earotic“-Reihe hat dabei nicht nur einen der wahrscheinlich offensichtlichsten Titel gefunden, nein, sie versucht auch, alle Vorlieben abzudecken. Neben Chill-Out-Lounge gibt’s verschiedene Geschmacksrichtungen von Klassik über Jazz bis zu Pop-Balladen. Bei „Sweet Lounge Mus mehr...
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 Da springt der Draht aus der Mütze
CD-Kritik: Lissie – Catching A Tiger Scheppernde Percussion, fast so, als hätte man das Inventar einer Küche auf die Bühne gestellt. Die ersten Takte von „Record Collector“, der erste Eindruck von Lissies Debüt-Album. Die amerikanische Sängerin und Songwriterin baut darauf schnell einen soliden Song auf, dann ein kompletter Bruch. Als das Lied zurückkommt, nimmt es das Stampfen einer Ostblock-Polka auf. Was kann man von dieser Frau noch alles erwarten?
Erstmal astreine Pop-Songs. Die Single „When I’m Alone“ ist eine dieser Numme mehr...
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 I Want My Money
CD-Kritik:We Are Scientists - Barbara Lustig sind sie, die Jungs von We Are Scientists. Das haben sie mit ihrer ersten TV-Sendung „Steve Wants His Money“ bewiesen. Auch musikalisch versuchen sie dieses Jahr, erfolgreich zu sein. Mehr als ein müdes Lächeln kann man dem neuen Album „Barbara“ aber nicht abgewinnen.
Doch zuerst zu den ernsten Dingen. We Are Scientists haben sich personell verändert. So ist nun Ex-Razorlight Drummer Andy Burrows mit an Bord. Er füllt die Lücke, die Vorgänger Michael Tapper hinterlassen hat. Somit ist mehr...
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 Gib mir einen Elfenbeinrückenkratzer
CD-Kritik: Sting – Symphonicities Pop-Musik sei einfach nicht mehr spannend für ihn. Sting, durch The Police und seine Solo-Karriere zum Star geworden, interpretiert heute lieber alt-englisches Liedgut. Aber von Zeit zu Zeit müsse man ja Geld verdienen, um sich solche Späße leisten zu können. Sein neuer Plan: Einfach die beliebten Hits auf neue Art interpretieren, und zwar mit einem Orchester. Die Offenheit, mit der Sting die Realitäten des Marktes zugibt, klingen zunächst erfrischend. Dann fragt man sich aber direkt, was man vo mehr...
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 Hat jemand Feuer?
CD-Kritik: Rhythms Del Mundo – Revival Die ursprüngliche Idee von „Rhythms Del Mundo“ war ziemlich originell, und sie war auf ein junges Publikum abgestimmt. Das ursprüngliche Album sollte im Weihnachtsgeschäft 2005 britische Käufer für einen guten Zweck begeistern. International schlug das Projekt erst im nächsten Sommer ein, als Coldplays „Clocks“ einen zweiten Frühling als Sommer-Hit erlebte. Ein einfaches Rezept: Gesangsspuren beliebter Brit-Rock-Songs, kombiniert mit Musik im kubanischen Stil. Salsa-Tanzen, ohne zu uncooler Welt mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: The Gaslight Anthem / Against Me! / Eko Fresh / Various Artists – Feel The Streets Schnellvorlauf: The Gaslight Anthem / Against Me! / Eko Fresh / Various Artists – Feel The Streets
Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit The Gaslight Anthem – American Slang; Against Me! – White Crosses; Eko Fresh – Was kostet die Welt?; Various Artists – Feel The Streets. Rock gegen Hip Hop. Und definitiv kein Crossover.
mehr...
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 Auf in den Sommer
CD-Kritik: Teenage Fanclub – Shadows Der Sommer braucht die dazu passende Musik. Wer Shakiras “Waka Waka” nicht als Sommerhit empfindet, der könnte bei Teenage Fanclub mehr Glück haben.
Ihre größten Erfolge feierte die Band bereits in den 90ern. “Shadows” lässt aber nicht darauf schließen, dass die anschließende Durststrecke an der Qualität ihrer Musik lag. “Shadows” ist nämlich ein wirklich gut durchdachtes und fast noch besser durchgeführtes Album. Die zwölf Tracks lassen sich sehr gut und oft hören.
Man möchte die Musik mehr...
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 Müde von der Autoverfolgung
CD-Kritik: Tired Pony – The Place We Ran From Wer hätte das gedacht: Gary Lightbody, die Stimme von Snow Patrol, macht eine Pause vom Schmalz-Pop. Ein wenig schmalzig klingt seine Zweitband zwar auch, dafür aber auch unheimlich interessant. Es ist ja auch schon fast ein Kollektiv statt einer Band: den Schlagzeuger hat er von Belle & Sebastian geborgt, und neben ein paar Freunden aus Snow Patrols Umfeld gab’s dank Produzent Jackknife Lee auch noch ein wenig R.E.M. dazu. Namentlich Gitarrist Peter Buck und dessen inoffiziellen „Bandkollegen“ mehr...
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 Poesie am Boden des Glases
CD-Kritik: I Am Kloot – Sky At Night Der Norden Englands scheint ein Ort zwischen freigeistiger Poesie und handfester Realität zu sein. Unter den „Northern Skies“ wägen Männer ab, ob sie ihrer Vergangenheit nachhängen sollen. Hier beantworten sie die Frage, ob sie immer noch die alte Liebe verspüren, mit einem einfachen „I Still Do“. Ohne zu verheimlichen, dass sie ihre Höchstform eigentlich nur dann erreichen, wenn sie mal wieder zu tief ins Glas schauen („Could you stand another drink / I’m better when I don’t think“).
Manches mehr...
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 No free London life
CD-Kritik: The More Assured – I Do Not Want A Free London Life Vier Londoner haben auf ihr neues Album zwölf Songs gute Musik gepackt. Mit “I Do Not Want A Free London Life” lässt sich von vorne bis hinten mitsingen und mitfeiern.
Wo einige andere Indie-Bands wenig abwechslungsreich sind, haben Al, Slinky, Matt und Norway von The More Assured eine richtig gute Platte abgeliefert. Die Songs sind nie zu lang, wiederholen nicht zu oft die einschlägigen Textstellen und klingen immer wieder abwechslungsreich und neu. Kein Track gleicht dem anderen, und denno mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Ed Harcourt / The Herbaliser / Ellie Goulding / Danko Jones Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Ed Harcourt – Lustre; The Herbaliser – Herbal Tonic; Ellie Goulding – Lights; Danko Jones – Below The Belt. Singer-Songwriter, Soul-Jazz-Rap, Folk-Pop, Dicke-Eier-Rock.
Ed Harcourt – Lustre
Sehr schöne Singer-Songwriter-Platte, die statt folkiger Wandergitarre mehr...
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 The Bad & The Ugly
CD-Kritik: BBQ – GrossStadtCowboys Der Wilde Westen, das ist Clint Eastwood, der als erbarmungsloser Anti-Held versucht, am Leben zu bleiben. Country-Musik, das ist Johnny Cash, der tragische Man in Black. Oder? Manche denken bei Western zuerst an John Wayne, weil das früher halt so war und früher war alles besser. Und bei Country denken manche an Truckstop, denn wo kann man in Deutschland sonst noch waschechte Cowboys sehen? Aber halt, es gibt ja noch einen relativ modernen Trend: Country & Western-Cover berühmter mehr...
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 Händchen halten mit dem wütenden Mann
CD-Kritik: Eminem – Recovery Jetzt geht wieder alles von vorne los: Kaum springt die CD an, springt Eminem dem Hörer auch schon ins Gesicht. „‘Cause some things just don’t change“, und Eminem zieht es auch immer wieder zurück auf die Bühne. Warum, das weiß er angeblich selber nicht. Aber auch, wenn sich einige Sachen nicht ändern, geht es auf „Recovery“ größtenteils darum, dass sich eben doch alles ändert. Der Detroiter Star-Rapper, der mit bürgerlichem Namen Marshall Mathers heißt, möchte einen neuen Abschnitt in seinem Le mehr...
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 Schluss mit lustig, Headbanger-Onkel
CD-Kritik: Ozzy Osbourne – Scream Mit dem Tod von Ronnie James Dio wurde wieder einmal deutlich, wie lange der Zenit von Black Sabbath eigentlich schon her ist. Und so wichtig diese britische Band für den Hard Rock auch war, wie legendär die abgebissenen Fledermausköpfe auch sein mögen – Ozzy Osbourne hatte im vergangenen Jahrzehnt schon manchmal für Kopfschütteln gesorgt. Der ehemalige Sabbath-Frontmann wurde plötzlich vom gesellschaftlichen Mainstream als lustiger Headbanger-Onkel aufgenommen. Die Reality Soap, in der man ihn mehr...
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 Eleganter Hip-Hop, der nach den Sternen greift
CD-Kritik: The Roots – How I Got Over Geschmeidig. Dieses Wort charakterisiert am trefflichsten das neunte Album der Roots. Die Platte ist poppiger, sie ist soulig. Hip-Hop vom Feinsten. Zur Unterstützung lud sich die Combo aus Philadelphia u.a. Jim James, Joanna Newsom oder auch unbekanntere Gestalten wie Sugar Tongue Slim ein.
Songtechnisch ist man sehr facettenreich unterwegs. Walk alone fesselt, die Hookline wird zum Ohrwurm. Die erste Single-Auskopplung „Dear God 2.0“ kommt in härterem Gewand einher, wechselt überrasc mehr...
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 Braver Spaß
CD-Kritik: Simone Kopmajer – Didn't You Say Jazz ist bekanntlich anders. Unter der Hand munkelt man gelegentlich, es sei das autistische Kind der Musikfamilie: sicherlich auf besondere Weise genial, immer überraschend, oft aber lässt es einen mit Kopfschütteln zurück, wenn man ihm nicht mit der richtigen Stimmung begegnet. Dann klingen seine Kreationen hässlich, unzusammenhängend, fremd.
Dies ist bei Simone Kopmajer nicht der Fall. Auf ihrem neuen Album steuert sie neben mehreren Coversongs zwei Eigenkompositionen bei, die erste gleich mehr...
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 Nicht besonders chaotisch
CD-Kritik: The Futureheads – The Chaos Ins Chaos stürzen will uns die britische Band “The Futureheads” mit ihrem vierten Studioalbum “The Chaos”. Der gleichnamige erste Track zeigt allerdings wenig davon. Zwar ist der Text nicht schlecht, aber chaotisch ist der Song nicht. Eher langweilig und nervig. Immer wieder wird wiederholt: “Oh … the Chaos is everywhere, but what’s it got to do with us?”. Die ständige Wiederholung ist anstrengend und lässt den Hörer wünschen, dass das Lied bald ein Ende nimmt und der nächste Track besser ist.
mehr...
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 Wikinger, Vampire und Himbeeren
CD-Kritik: Morcheeba – Blood Like Lemonade Wie Musik beabsichtigt ist und wie sie wirkt, das kann schon sehr unterschiedlich sein. Das neue Morcheeba-Album solle zum Beispiel die ideale Platte sein, um sich drei Uhr Nachts in ein „warmes psychedelisches Bettlaken“ zu hüllen. Man kann genauso gut an warme, sonnige Sommertage denken, an denen Menschen an den Stränden Ibizas brutzeln, die Hirne noch halb durch von langen Partynächten zerfressen. Irgendwo dazwischen tummeln sich Wikinger, Vampire, Astronauten, mordende Hobby-Köche.
Aber f mehr...
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 Die Party wird männlich!
CD-Kritik: Scissor Sisters – Night Work Das Cover fällt auf. Da jubelt die Emanze und freut sich der „Boy“ – und es grinst sich der Spaßmusik-Hungrige einen ab: Die Scissor Sisters landen hinsichtlich „Außenhaut“ schon mal einen Volltreffer, der neugierig macht, was musikalisch denn da optisch so „nett“ verpackt ist. Und selbst der eingefahrenste Alternativ-Chauvi muß zugeben: Ja, auch ein Mann taugt zum Lustobjekt. Männer, saugen wir daraus doch mal unseren ganz speziellen Kick für den Sommer!
Das Wetter ist zur Zeit nämlich grand mehr...
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 Die Leichtigkeit des Seins
CD-Kritik:Tom Gaebel – Music To Watch Girls By Tom Gaebels Motto ist klar: „Das Leben ist schön, alles ist gut.“ Der Jazzsänger hat auch allen Grund zur gelassenen Freude. Sein viertes Album „Music To Watch Girls By“ ist soeben erschienen, und der Zeitpunkt scheint perfekt gewählt. Es bahnt sich ein fabelhafter Sommer an. Wärme und Sonnenschein erfreuen das Gemüt und ziehen die Menschen hinaus in die Freibäder, die Biergärten und die Eiscafés. Dort kann man die Seele baumeln lassen und sich einfach eine gute Zeit machen.
Eben diese somm mehr...
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 Funk you!
CD-Kritik:Torpedo Boyz -Return of the Ausländers Bevor Fragen aufkommen, ja, die Herren auf dem Bildchen nebenan sind nicht etwa Teilzeit-Stuntmen oder die neuen Power Rangers. Die Torpedo Boyz, bestehend aus DJ Kentastic , DJ Rollin Hand, den MCs Returner und Daisuke sowie Basser Kurtis Bo und Schlagzeuger Borat, sind eine Electro/Breakbeat/Funk-Band aus Berlin. Dabei ist diese Genreumschreibung wohl nicht völlig ausreichend, was aber eigentlich keine große Sache ist. Wie das aktuelle Album „Return of the Ausländers“ zeigt, scheren sich d mehr...
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 Danke für den Abba-Ohrwurm
CD-Kritik: Sia – We Are Born Die Aussage „klingt total nach Song XY“ ist auf die Dauer natürlich ziemlich lahm. In den meisten Fällen stimmt’s zwar – es gibt keine unendliche Menge an Melodien und Song-Ideen, und nur wenige der möglichen Kombinationen klingen angenehm oder gar hit-verdächtig. Trotzdem wirkt es irgendwie einfallslos und faul, bei der Beschreibung von Musik immer nur auf Vergleiche zu verweisen. Aber was soll man machen? Sias aktuelle Single „Clap Your Hands“ ruft nun mal mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit mehr...
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 Crazy am Piano
CD-Kritik: Maxence Cyrin – Novö Piano Pop auf klassischen Instrumenten nachgespielt, keine so seltene Sache heutzutage. Entweder steigert man im Pop-Publikum die Anerkennung für die Klassik, oder man steigert die Einnahmen der klassischen Musiker (zumindest theoretisch könnten auch Klassik-Puristen mal den Weg zum Pop finden, dürfte aber eher selten sein). Vor allem das Jazz-Piano taucht immer wieder auf – schließlich gibt es da einen Markt, der hübsche Melodien ja nur in Verbindung mit entsprechendem Anspruch genießen kann. Maxence mehr...
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 Ich habe Bonos Brücke berührt
DVD-Kritik: U2 – 360 Degrees At The Rose Bowl Stadion-Konzerte sind schon seltsam. Um so größer die Band, desto größer die Zuschauermasse, der Eintrittspreis und das Stadion. Und um so größer der Abstand zur Bühne, desto kleiner die Musiker, wegen denen man ja eigentlich gekommen ist. U2 sind trotz aller Unkenrufe nun mal immer noch eine der größten Bands der Welt, da hat das Publikum eines durchschnittlichen Konzerts etwa den Umfang von zwei mittelgroßen Kleinstädten. So auch in Pasadena wo letzten Oktober im Rose Bowl gefilmt wurde, wie B mehr...
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 Wenn schon ein Best Of, dann so eins
CD-Kritik: The Doors – When You’re Strange (Soundtrack) Regisseur Oliver Stone hatte 1991 das Leben von Jim Morrison und seiner Band The Doors als Spielfilm verarbeitet, und das Ergebnis war ziemlich kontrovers. Mit der Wahrheit soll das Werk es nicht ganz ernst genommen haben. Tom Dicillo wollte nun bewusst den entgegengesetzten Weg gehen. Dokumentation statt Fiktionalisierung. Archivmaterial statt Schauspielern. Das Gefühl der Zeit soll eingefangen werden, und wenn man sich den Soundtrack von „When You’re Strange“ anhört, ahnt man, dass Dicillo Erf mehr...
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 Lächle, wenn es nicht zum Weinen reicht
CD-Kritik: Stromae – Cheese Riesenstimmung auf der Tanzfläche. Bei einem Song, bei dem es darum geht, zu tanzen, um seine Probleme zu vergessen – nicht so ungewöhnlich. Allerdings werden diese Probleme auch noch richtig breit getreten, und die Party wird ziemlich entwertet. Genau, es geht um „Alors On Danse“, den großen Hit, mit dem Stromae die Szene erobert hat. Nicht nur in Deutschland, wo keiner den Text versteht, sondern auch in seiner belgischen Heimat. Jetzt legt der Mann, der seinen Künstlernamen durch Silbentausch mehr...
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 Schnellvorlauf: Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Lunik / Stars Of Track And Field / Drink To Me / Mquestionmark Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Lunik – Small Lights In The Dark; Stars Of Track And Field – A Time For Lions; Drink To Me – Brazil; Mquestionmark – One For All All For One. Pop-Rock, Indie, Shoegazer, Punk.
Lunik – Small Lights In The Dark
Schweizer Pop-Rock-Quartett um Sängerin Rahel Krebs mehr...
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 Have yourself a merry little Imagine
CD-Kritik: Herbie Hancock – The Imagine Project Hand aufs Herz: John Lennons „Imagine“ klingt ein wenig wie ein Weihnachtslied. Schon allein wegen des Textes, der ja auch Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen wünscht. Ganz offensichtlich wird es aber ausgerechnet dann, wenn man einen Jazz-Pianisten mit Soul-Sängern zusammensteckt: Bei Herbie Hancock singen Pink und Seal die frohe Botschaft Lennons plötzlich so, als würde man vorm Kamin auf den Weihnachtsmann warten. Friede auf Erden ist natürlich zu jeder Jahreszeit schön, und sp mehr...
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 Einfach mal was mit Afrika
CD-Kritik: Velile – Tales From Africa Geschichten aus Afrika, da denkt man vielleicht als erstes an den König der Löwen. Sonnige Savanne, wilde Tiere, lebensfrohe Lieder. Bei Velile liegt man da auch gar nicht auf der falschen Fährte: Die Johannesburger Sängerin kann eine internationale Gesangs- und Schauspielkarriere vorweisen, momentane Endstation: Der König der Löwen. Bereits in ihrer Heimatstadt hatte sie im Musical zum Disney-Film den weisen Affen Rafiki gespielt, dann wechselte sie nach Hamburg, wo das Stück bis zu acht mal in mehr...
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 Clever verbunden
Plattentest: The Infesticons – Bedford Park Nach einem Jahrzehnt Pause ist jetzt das dritte und letzte Album des Mike Ladd erhältlich. Was erwartet uns nach dem Debüt "Gun Hill Road" und der sehr flippigen Majesticons-Party-Platte "Beauty Party"?
Was da kommt, lässt sich als Kontinuum beschreiben, an dessen einem Ende depressiver 70er Jahre Rock und am anderen funkige bis punkige Ohrwürmer verortet sind.
Und in der Mitte?
Der rote Faden, der das Kontinuum verbindet, ist ein äußerst beliebtes musikalisches Stilmittel unser mehr...
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 Lie la lie, lie la lie oh lie la lie
CD-Kritik: Kele – The Boxer Geben wir es zu – meist kann man das vom Hören her gar nicht richtig unterscheiden, wenn der Sänger einer bekannten Band plötzlich zum Solomusiker wird. Viel zu oft könnte man genauso gut ein Experiment oder – oho – eine kommerzielle Neuerfindung der kompletten Gruppe vor sich haben. Die Stimme, das wichtigste Element, bleibt ja gleich. Kommen wir auf Bloc Party zu sprechen: Das britische Quartett stürmte vor fünf Jahren mit der Single „Banquet“ und dem Album „Silent Alarm“ in die Indie-Szene un mehr...
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 Nachdem sie den Milchshake ausgetrunken hat
CD-Kritik: Kelis - Fleshtone Wer den Namen Kelis hört, denkt sofort an ihren Erfolgshit „Milkshake“, der im Jahr 2003 sämtliche Diskotheken eroberte und im Musikfernsehen rauf und runter lief. Nicht umsonst folgte prompt eine Grammy-Nominierung. Spätestens seit diesem Zeitpunkt gilt Kelis als R´n´B-Göttin, die die Ladies zum Tanzen und die Männer um den Verstand bringt. Sie hat R´n´B und Soul bereichert. Das sei auch ihren Entdeckern, den Erfolgsproduzenten Pharrell Williams und Chad Hugo von „The Neptunes“ zu verdanken, d mehr...
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 Spandex im Wandel der Zeit
CD-Kritik: Steve Winwood – Revolutions: The Very Best Of Ist es wirklich schon wieder sechs Jahre her, dass „Call On Me“ den Pump-Bass zum Dance-Trend des Sommers machte und der dazugehörige Video-Clip mit Spandex-Sex-Aerobic rauf und runter lief? Man wird nicht jünger. Genauso geht es dem Herrn, um den es eigentlich geht: Steve Winwood. Eine seiner bekanntesten Nummern ist die Eighties-Pop-Ballade „Valerie“, die von Eric Prydz zu „Call On Me“ umgebaut wurde. Winwood gefiel der Spaß so gut, dass er die benötigten Samples sogar neu einsang. Soviel juge mehr...
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 Don't Date Robots!
CD-Kritik: Christina Aguilera – Bionic Der Sex-Bot muss wohl eine der meistgewünschten (und plattesten) technischen Errungenschaften sein, die uns laut Science-Fiction in der Zukunft erwartet. Bereits 1925 machte im Film Metropolis die Kopie einer Frau die Männer verrückt, und scheinbar hat sich der Traum von der stets willigen Maschine nie abgenutzt. Und auch die Pop-Welt hat in ihren futuristischen Phasen gerne mit dem Motiv gespielt, ganz eindeutig natürlich in den Eighties, und dann dank Techno noch mal in den Nineties. Natürlich mehr...
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 Continent Credibility
CD-Kritik: K’naan – Troubadour (Champion Edition) Amerikanische Rapper möchte er auf einen Ausflug mitnehmen, damit sie sehen, wie gut sie’s eigentlich haben. K’naan wurde in Somalia geboren, seine Kindheit verbrachte er in der vom Bürgerkrieg heimgesuchten Hauptstadt Mogadischu. Mit 13 gelang ihm die Ausreise, in Kanada fand er eine neue Heimat. Noch bevor er die englische Sprache sicher konnte, hatte er über Hip-Hop-Platten die Sprachmelodie des Rap gelernt. Mit Texten, die sich nicht auf das übliche Gepose der amerikanischen Kollegen beschrä mehr...
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 Better days mit Soul
CD-Kritik: The Brendan Adams Group –Better Days Tiefsinnig romantisch und melodisch kommt der Südafrikaner Brendan Adams mit seinem Album „Better Days“ daher. “A bag full of soul”, so der knackig-kurze Werbespruch. Und es stimmt. Tatsächlich ist das Album wirklich soulig und schön. Zur BAG (so kürzt sich die Brendan Adams Groups ab) gehören neben dem Namensgeber Brendan auch noch Alfred Vogel, Adrian Stern, Kofi Quarshie, Bond und Hendrix.
Das Album ist sehr harmonisch und stimmig. Gerade der Titelsong “Better Days” besticht durch Ohrwurmc mehr...
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 Dumpfer Indie Rock 'n Roll
CD-Kritik: The Cinematics – Silent Scream Stille Schreie versprechen uns The Cinematics auf ihrer neuen EP. Seit 2003 machen die vier Jungs aus Scottland zusammen Musik. Ihren Stil bezeichnen sie selber als “Indie Rock and Roll”. Bisher hat die Band zwei Alben und sechs Singles veröffentlicht.
„Silent Scream“ kommt mit fünf Songs daher. Einer davon – „Cinema“ – ist live in Dresden aufgezeichnet worden. Im ersten Song Guernica wird auch tatsächlich von silent screams gesungen: “Before a painting of her misery – I thought I s mehr...
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 Never Forget
CD-Kritik: Boyzone – Brother In den 90er Jahren formierten sich nahezu täglich neue Boybands, die man kaum noch voneinander unterscheiden konnte. Ihre Mitglieder wirkten so austauschbar wie ihre Musik. Und nur wenige konnten sich danach als Solokünstler etablieren, wie zum Beispiel Robbie Williams oder eben Ronan Keating, der zu Boyzone gehörte. Neben Westlife der größte Boygroup-Export aus Irland. Boyzone konnten in den 90er Jahren beachtliche Erfolge verbuchen und zählten zu den eher anspruchsvollen Vertretern ihre mehr...
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 Kitsch in the City
CD-Kritik: Various Artists – Sex and the City 2 OST Darauf haben alle Frauen gewartet: seit ein paar Wochen setzen vier Mädels aus New York wieder Maßstäbe in Sachen Mode, Männer und Lifestyle, zumindest im Kino. Sex and the City 2 bietet viel fürs Auge, wenig fürs Gehirn und ein bisschen was für die Ohren. Wer nach dem Kinobesuch noch nicht genug hat, kann zu Hause mit dem Soundtrack einige Szenen Revue passieren lassen. Hip und stylisch soll es sein, und so wird reichlich mi mehr...
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 And The Eyes Of The World Are Watching Now
Hitparade: Peter Gabriel – Peter Gabriel (3) campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
1980 achtete die Welt nicht übermäßig auf Südafrika. Wer an den „Schwarzen Kontinent“ dachte, hatte lieber Großwild-Safaris vor Augen als die Problematik der Apartheid mehr...
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 Es ist nie genug
CD-Kritik: The Cure – Disintegration (Deluxe Edition) "Disintegration is the best album ever", sprach es aus einer Episode von South Park heraus. Und schließlich hat dessen Macher Trey Parker in den letzten Jahren ein gutes Gespür bewiesen für Geschmack – und wenn auch nur, um jenen guten in seiner Animated Sitcom konsequent zu vermeiden.
Zum Thema. "Pictures Of You", "Lovesong", "Fascination Street": alles und mehr findet sich auf "Disintegration". Wurde zur Veröffentlichung das Album noch als Abkehr von der früheren Popmusik verstanden, hat si mehr...
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 Auf der Treppe wird gekotzt
CD-Kritik: Crystal Castles – s/t (II) Crystal Castles, ach, Crystal Castles ist ein Name mit diversen Bedeutungen. In den Untiefen des jungen digitalen Zeitalters für immer versunken ist ein Videospiel, das sich in Arcade-Hallen der frühesten Achtziger Jahren großer Popularität erfreute – so eine Art Pac-Man mit Bärchen. Dann ist da das Fernsehprodukt "She-Ra", Spin-Off aus dem Franchise "He-Man". Und hey, "He-Man", wem klingeln da nicht alle Glocken? Mal abgesehen von Referenzpunkten im Lieblingsjahrzehnt aller kontemporären Popmus mehr...
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 Indie aus dem WM-Land
CD-Kritik: The Parlotones – Stardust Galaxies Sie hören sich nach Großbritannien an, kommen aber aus Johannesburg in Südafrika, wo eine Band wie The Parlotones es nicht einfach hat. Der Durchbruch in Deutschland gelang ihnen unter anderem mit dem WM-Song "Come Back As Heroes". Nun ist auch das dazu gehörige Album "Stardust Galaxies" zu haben.
Schon in der Highschool taten sich Schlagzeuger Neil Pauw und Kahn Morbee, der für Gesang und Songwriting verantwortlich ist, zusammen. Als Kahn Morbee an der Uni einen Gitarristen kennenlernte, sch mehr...
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 Punk is not dead.
CD-Kritik: Disco Ensemble – The Island Of Disco Ensemble Es scheint eine laute Insel zu sein, auf der dieses Disco Ensemble lebt. Der Opener 'Bay Of Biscay' knallt mit verzerrten Gitarren und intelligenten Refrains aus den Lautsprechern. Man könnte sich leicht überrumpelt fühlen.
Oder sich einfach auf Musik einlassen, die vor Energie nur so strotzt. Diese Energie entspringt sowohl konventionellen als auch modernen Quellen. Ist der zweite Song „Pitch Black Cloud“ noch vollgestopft mit elektronischen Elementen, kommt „White Flag for Peace“, die erste mehr...
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 Außergewöhnlich ungewöhnliches
CD-Kritik: Funki Porcini – On Funki Porcinis Album „On“ fasziniert vom ersten Moment an. Es setzt nicht auf Stimmungen, es macht Stimmungen. „Moog River“ erzeugt beispielhaft zugleich eine Mischung aus Unwohlsein und Entspannung, die sich nur schwer beschreiben lässt. Was sich Anfangs wie ein eingängiger, aber fader Soundtrack zu einem PC-Spiel anhört, greift immer wieder neu an, verwirrt, nimmt mit.
Es sind Soundtüfteleien, die jedem experimentierfreudigen Hörer ans Herz gelegt sind. In „On Air Inconsequential Afternoon“ mehr...
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 Bodenständiger dreckiger Punkrock
CD-Kritik: Criminal Jokers – This was supposed to be the Future Selten in letzter Zeit schallte etwas so dreckiges aus den Boxen. Criminal Jokers hören sich an, als hätten sie ihre Gitarren als Pflugscharen benutzt und einige Äcker umgepflügt. Rotzig und akzentreich schallt einem der titelgebende Opener „This was supposed to be the Future“ entgegen.
Die italienische Band behält den Stil bei. „This Song is dead“ geht genauso weiter, eingängig, schnell und simpel. Genau wie Punk sein soll: „This Song is cold and blue“. Wer denkt, damit habe er schon mehr...
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 Es flasht nicht wirklich
CD-Kritik: The Lodger - Flashbacks Mit Flashbacks bringen The Lodger am 28. Mai 2010 ihr drittes Studioalbum heraus. Das interessante Albumcover der englischen Indie-Pop-Band lädt zum Hören ein. Der erste Song „The Black of My Mind“ handelt von einem perfekten Tag und ist unterlegt mit Sirenengeheule. Das kann sehr verwirrend wirken, wenn man – so wie es hier der Fall war – die CD das erste Mal beim Autofahren hört. Als CD fürs Nebenbei im Straßenverkehr entpuppt sich das Album der drei Jungs aus Leeds leider als Flop. Aber auch mehr...
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 Wenigstens einer hat was gelernt
CD-Kritik: Renee Fleming – Dark Hope Manchmal kommen Musiker auf seltsame Ideen. Dann loten sie ihre Grenzen aus, versuchen sich in einem völlig anderen Stil oder suchen sich unbekannte Genres. Mit „Dark Hope“ liegt offensichtlich ein Projekt dieser Art vor, verbrochen hat es aber nicht der Interpret. Die US-amerikanische Opern-Sängerin Renée Fleming wurde von den Produzenten kontaktiert, und die Welt, in die sie eintaucht, war zuvor nur ihren Töchtern bekannt. Indie-Hits der jüngeren Vergangenheit, darunter Songs von Muse („Endles mehr...
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 Jack, sein Vater, die Rettung der Welt
CD-Kritik: Jack Johnson – To The Sea Die Fernsehserie „Lost“ hat in den USA gerade ihr großes Finale ausgestrahlt. Auf der mysteriösen Insel, die im Mittelpunkt der Show stand, dürfte es jetzt ruhiger werden. Ebenso am realen Drehort, dem klassischen Urlaubsziel Hawaii. Drama und Konflikt scheint dort eher eine Seltenheit zu sein. Zumindest tut sich bei Jack Johnson nicht viel: Sein fünftes Album „To The Sea“ klingt erst mal genauso wie alles, was der nette Hawaiianer schon auf seinen letzten vier Platten geboten hat.
Entspannte mehr...
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 Runter von meinem Rasen
CD-Kritik: Adam Lambert – For Your Entertainment Woran merkt man, dass man älter wird? Zum Beispiel an der Mode. Adam Lamberts kompletter Stil (beziehungsweise Mangel an Stil), angefangen bei genug Lidschatten, um ein kleines osteuropäische Land zu schminken, ist ab einem bestimmten Alter wohl nicht mehr nachzuvollziehen. Die heutige Jugend scheint die Vorbehalte nicht zu teilen, schließlich ist Lambert ein Star. Zertifiziert durch seine Teilnahme am Finale der US-Casting-Show „American Idol“. OK, es wird Zeit, Platz zu machen für die nächste mehr...
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 Ein Euro in die Phrasenkasse
CD-Kritik: Various Artists - Listen Up! The Official 2010 FIFA World Cup Album Der Ball ist rund, das Spiel geht 90 Minuten und eine Fussball-WM braucht Gute-Laune-Musik. Wer also die große Sport-Party des Jahres 2010 authentisch beschallen möchte, kommt an Fussball-Mukke nicht vorbei. Solange die Sportfreunde Stiller noch abgelenkt sind, kann man sich ja dem internationalen Treiben anschließen. Immerhin geht’s hier ja nicht um Fussball, sondern um ein friedliches Zusammentreffen der Kulturen! Und um Fussball. Wo könnte man also besser friedlich zusammentreffen und dem Fus mehr...
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 Mein Block, mein Unplugged-Konzert, meine Street Credibility
CD-Kritik: Sido – MTV Unplugged live aus’m MV Sido war mal der Untergang des Abendlandes. Ein Typ erzählte aus dem deutschen Unterschichten-Ghetto, von jugendlichen Alkoholikern und asozialen Wohnblöcken. Dazu machte er sich mit einer eisernen Maske zum Skeletor des Auto-Tunings. Gerade diese Maske machte ihn neben seinen Kollegen wie Bushido und Fler zu einem Symbol der „verkommenen Gesellschaft“. Gleichzeitig wirkte das ganze aber sehr nach Spielerei, nach pubertärem Austesten der Grenzen und natürlich auch nach einer geschickten Vermarkt mehr...
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 You don’t know what you’re doing, then it must be art
CD-Kritik: Peter Piek – I Paint It On The Wall Peter Piek bemalt nicht nur die Wand und das komplette CD-Booklet, sondern gleich auch noch sich selbst. Ganzheitliche Kunst? Der 27jährige Leipziger hat sein Leben tatsächlich komplett in den Dienst der Kreativität gestellt. Malen, musizieren, schreiben – nichts, was Piek nicht bereits in Angriff genommen hätte. Kunstakademien und –professoren haben in ihm starke Antipathien geweckt. Sein Diplom erwarb er durch ein Selbststudium, durchgeführt im Rahmen seiner Künstlerinitiative „Malfront“. Früh mehr...
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 Wir reden über Fett
CD-Kritik: Frittenbude – Katzengold Zugegeben, sie haben mich ganz schön rangekriegt, die Frittenbudler. Als Anfang des Jahres via Blog und Facebook die ersten neuen Soundschnipsel online gingen, blieb der „Gefällt Mir“-Button durchgehend unangetastet. Warum? Weil diese lieblos zusammengeklebten Klangcollagen die künstlerische Freiheit und Offengeistigkeit auf die Spitze trieben. Mit „Nachtigall“, dem Debüt der bajuwarischen Bratzbauern, hatte das rein gar nichts mehr zu tun.
War zum Glück alles nur Spaß. Und ein geschickter Sc mehr...
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 Angestaute Wut
CD-Kritik: Rage Against The Machine – The Collection Damals war’s, in den 90ern. Als Jugendlicher konnte man seine Fühler in zahlreiche musikalische Richtungen ausstrecken. Für den ruhigen Kuschelrock-Hörer gab’s zum Beispiel Mariah Careys erste musikalischen Schritte, oder natürlich die ersten Boygroups (allen voran der große Kampf zwischen Take That und East 17). Näher am Puls der Zeit lag man da schon mit Techno, Loveparade und der auf Radiotauglichkeit gestutzten Version namens Euro-Beat (von Nicht-Hörern auch liebevoll Euro-Trash genannt). Ab mehr...
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 Your Own Personal Sex Machine
CD-Kritik: James Brown – Time For Payback 1960: James Brown veröffentlicht sein Album “Think”. Außerdem erblickt in Deutschland ein gewisser Fred Kogel das Licht der Welt. James Brown ist der Welt natürlich als „The Godfather of Funk“ und „The Minister Of The New Super Heavy Funk“ ein Begriff, Fred Kogel ist als deutsche Rundfunk- und Filmgröße auch nicht gerade unbekannt. 1970 hatte der zehnjährige Kogel seine erste Begegnung mit Brown: über das Radio. Schnell hatte er sich die erste Single gekauft. Die Begeisterung hat Kogel nie verla mehr...
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 "Please, please help me, Lady Gaga..."
CD-Kritik: The ReBeatles Project – Get Back! Hallo lieber Leser. Lust auf ein kleines Ratespielchen? Ja? Gut. Welche Band meinen wir? Für ihre Fans waren sie die größte Band aller Zeiten. Sie selbst sagten von sich, dass sie bekannter als Jesus seien. Mit ihrem ganz eigenen Sound, ihrem Stil und ihren Songs haben sie Musikgeschichte geschrieben – wenn nicht sogar das Genre der Popmusik erfunden.
Wer ist gemeint? Richtig, es sind die Beatles. Eine Band der Superlative hat natürlich auch ganz besondere Fans. Genau wie Andrew Kohlenberg, M mehr...
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 Alternative zur WM
CD-Kritik: The Dead Weather – Sea Of Cowards Seinen größten Hit hatte Jack White mit „Seven Nation Army“. Und das gleich zweimal. Wir erinnern uns: Zur Fussball-EM 2008 wurde der White Stripes-Song aus dem Jahr 2003 plötzlich zur internationalen Stadion-Hymne. Nun steht ein neues Sport-Ereignis ähnlicher Größenordnung vor der Tür. Zeitlich passt es, dass White wieder ein Album veröffentlicht. Auch wieder ein Fall für die Fan-Kurve? Unwahrscheinlich.
The Dead Weather sind nach The Raconteurs bereits die zweite „Supergroup“, in der mehr...
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 Oslo ruft
CD-Kritik: Lena – My Cassette Player Ein paar Hürden hat sie schon überwunden: Als absoluter Publikumsliebling gewann Lena Meyer-Landrut die von Stefan Raab und der ARD produzierte Casting-Show „Unser Star für Oslo“. Ein Medienhype par excellence um die nun 19-Jährige folgte. Der Express titelt „Alle lieben Lena“. Das taten tatsächlich auch viele. Ein paar Monate später hat sich die Aufregung um die Sängerin mit dem ebenso markanten wie unkonventionellen englischen Akzent etwas gelegt. Nach den drei höchst erfolgreichen Singles, un mehr...
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 Im Exil vergessen
CD-Kritik: The Rolling Stones – Exile On Main St. (Deluxe Edition) 1971 gingen The Rolling Stones ins Exil. Der Grund war ziemlich profan – man konnte und wollte sich die Steuernachzahlung nicht leisten. Um den Ärger mit dem britischen Finanzministerium so gering wie möglich zu halten, verlegte man das Band-Hauptquartier kurzerhand nach Frankreich. Mick Jagger zog mit seiner französischen Frau nach Paris, seine Kollegen verteilten sich quer über Südfrankreich. Die Stones hatten ihr mobiles Studio, einen Aufnahme-Truck, aus England mitgebracht und in der Nähe vo mehr...
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 Party [on]
CD-Kritik: King Kong Kicks – Indie Pop & Electro Sensations Vol. 2 „King Kong Kicks“, manchmal auch als „King Kong Klub“ beworben, ist mittlerweile eine der Partyreihen für alle, die keinen Wert darauf legen, tot gehörte Radiosongs laut grölend auf der Tanzfläche zu zelebrieren. In nunmehr 15 deutschen Städten von Kiel bis München findet die Indie-Orgie regelmäßig statt. Gelegentlich gibt es auch Gastauftritte im Rheinland, die zu verpassen man möglichst vermeiden sollte.
Im vergangenen Jahr erschien der bereits überfällige, erste gleichnamige Sampler mehr...
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 Und sie schweben
CD-Kritik: Foals – Total Life Forever Wie war das noch vor zwei oder drei Jahren? Hast du Dir da auch Leuchtstäbchen um den Hals gehangen, wenn Du in den Club gegangen bist? Weil man das so machte, als der Sound all diese jungen, verrückten Bands aus England zu uns rüberschwappte? Klaxons, Friendly Fires, Late Of The Pier und wie sie alle hießen. Und jetzt? Im Rückblick musst Du doch zugeben, dass da bis auf die ein oder andere gute Single und diversen Remixen nichts geblieben bist. Wie es mit den Bands weitergeht, ist fraglich. Die mehr...
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 Somewhere not even we know
CD-Kritik: Keane – Night Train EP Es war einmal eine Band namens Keane. Keane waren sehr arm und konnten sich noch nicht einmal eine Gitarre leisten. Aber zum Glück gab es Coldplay. Coldplay brachten plötzlich das Piano in den britischen Soft-Rock und waren sehr, sehr erfolgreich. Böse Zungen behaupteten, dass Coldplays Vorgänger Travis sich nur deswegen ein Klavier für ihr viertes Album kauften, und ganz mutige Stimmen meinten, selbst Radiohead hätten nach Coldplays Durchbruch plötzlich viel mehr „piano based songs with lovely mehr...
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 Über den Wolken
CD-Kritik: Ólafur Arnalds – ...And They Have Escaped The Weight Of Darkness Eine schwarze CD-Hülle, auf dem Cover eine stilisierte Sonnenfinsternis. Da denkt man erst mal an Dunkelheit, und nicht an den Moment danach, wenn das Licht zurückkehrt. Ólafur Arnalds sieht nach vorn und nennt sein Album „...And They Have Escaped The Weight Of Darkness”. Das Timing ist dabei äußerst ungünstig: Der isländische Musiker ruft über Dunkelheit und Schwerelosigkeit eine Assoziationskette hervor, die zu isländischen Vulkanen, Flugverboten und -wiederaufnahmen führt. Dabei denkt man bei mehr...
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 Kaffee & Kuchen
CD-Kritik: Nas & Damian Marley – Distant Relatives Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika, und irgendwie sind wir ja alle miteinander verwandt. Trotzdem wird immer wieder Hass gegen andere Menschen gepredigt. Und gerade dann, wenn Musik auf soziale Mißstände hinweisen will, kann man ja gleich „Die Anderen“ dissen – die dummen Säue. Vor allem Hip Hop, manchmal aber auch Reggae (interessanterweise aber nur selten der Folk), greift gerne auf Feindbilder zurück. Nas hat selber jahrelang eine Fehde bis aufs Blut gegen Jay-Z geführt, das Kriegsbeil mehr...
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 Viel Nostalgie, wenig Fortschritt
CD-Kritik: Faithless – The Dance Schade, es scheint nichts wirklich Neues zu geben auf diesem Album. Irgendwie ist alles schon mal da gewesen. Die Samples und Sounds sind einfach nicht innovativ.
Liegt es daran, dass Faithless an alte Erfolge anknüpfen wollten? Klar, es gab großartige Erfolge wie „Insomnia“ und diese wurden mindestens bis zum Album „To all New Arrivals“ fortgesetzt. Und das ist der genau der springende Punkt. Bis zu dieser Platte haben Faithless versucht, ihre Erfolge weiter zu entwickeln und sie nicht zu re mehr...
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 Retro-Rap aus dem Wu-Tang-Baukasten
CD-Kritik: Meth, Ghost and Rae – Wu-Massacre „Wu-Massacre“ – wow, was für ein viel versprechender Titel. Hinter dem Album mit dem martialischen Titel versteckt sich jedoch kein düster-schauriges Rap-Gemetzel. Vielmehr ist der Tonträger der drei New Yorker MCs Raekwon, Method Man und Ghostface Killah eine heitere Retro-HipHop-Parade der in den Neunziger Jahren so erfolgreichen Rapper vom Wu-Tang Clan. So greifen die Musiker bei den Beats auf die charakteristischen Gute Laune-Samples aus der Wu-Tang-Soundkiste zurück und garnieren sie mit de mehr...
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 Gegen den Gutfind-Zwang!
CD-Kritik: Jamie Lidell – Compass Neues vom Mann, der scheinbar alles kann, schon immer alles darf und jetzt auch alles auf einmal will. Hat er sich früher noch selbst beschränkt und ist weitestgehend bei einem Musikstil pro Platte geblieben, ist jetzt drauf, was geht. "Compass" wartet mit Soul-, P-Funk-, Motown-, Gospel-, Rock’n’Roll- (!) und Neo-R’n’B-Anleihen auf. Das Ganze elektronisch abgemischt und der Hörer hat den Salat.
Denn sich auf dieser Platte zurecht zu finden, fällt schwer. Die Stücke sind von oft beeindruckend mehr...
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 Der kleine Idiot bittet zum Tanz
CD-Kritik: Moby – Wait For Me. Remixes! Letztes Mal bei Moby: Der kleine Idiot sitzt einsam auf seinem Planeten und heult den Mond an. Irgendwer soll auf ihn warten, und irgendwie klingt das ziemlich traurig, denn da ist niemand. Hat wohl doch keiner gewartet. So zu hören auf der 2009er Platte „Wait For Me.“, die Mobys Sound auf reine Melancholie runterbrach. Soul-Stimmen, zugekleistert durch traurige Synthie-Flächen. Ein wenig eintönig vielleicht.
Neues Jahr, neues Glück. Der kleine Idiot hat seine Freunde eingeladen, und alle sin mehr...
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 Umtriebig
CD-Kritik: Egotronic – Ausflug mit Freunden Die Rezensenten übertreffen sich gegenseitig mit den Lobeshymnen auf das neue Album Egotronics samt Extra-CD. Was zu Beginn positiv hervorgehoben werden muss, ist die Umtriebigkeit dieser Band. Mittlerweile veröffentlichen die Berliner Elektrokrawallbrüder alle zwölf Monate ein Album. Und sie schaffen es, sich von Platte zu Platte weiter zu entwickeln. Das letzte Album „Egotronic“ heimste berechtigterweise eine gute Kritik nach der anderen ein.
Dennoch ist sie mit dem vorliegenden Werk „Ausfl mehr...
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 Verschenkter Tribut an die Achtziger
CD-Kritik: Placebo – Covers Man mag bezweifeln, dass Placebo mit der Veröffentlichung von “Covers” einverstanden waren. EMI wollte es aber so. Und da die Rechte an dem 2003 produzierten Album “Sleeping with Ghosts” – inklusive der B-Seiten mit zehn Covertracks – noch bei dem alten Label lagen, gingen besagte Cover neu ins Presswerk.
Spannend macht das Album die Zusammenstellung einiger der besten Acts der achtziger Jahre, die Placebo über die Jahre einspielten, unter anderem Kate Bush, The Smiths, Pixies, Depeche Mode, mehr...
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 Hier kommt der Groove
CD-Kritik: Fun Lovin' Criminals – Classic Fantastic Nach fünf Jahren Funkstille meldet sich das New Yorker Trio zurück im Fokus der Musikwelt. Mit ihrem Riesenhit „Scooby Snacks“ eroberten sie sich einen festen Platz im kollektiven Musikgedächtnis der Menschheit. Mit ihren beiden ersten Alben „Come find yourself“ und „100% Colombian“ legten sie eine hohe Messlatte. Nun liegt das neue Album „Classic Fantastic“ vor. Das Album besticht vor allem durch seine stark hiphop-lastige Machart. Pop, Rock, Funk und natürlich etwas Jazz sind dazu gemischt. Sc mehr...
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 Rock pur
DVD-Kritik: Chickenfoot – Get Your Buzz On Live Über die Band Chickenfoot war auf campus-web.de schon in den Plattenbesprechungen zu lesen. Chickenfoot, dass sind Joe Satriani, Chad Smith, Michael Anthony und Sammy Hagar. Ja, die Namen kennt man, denn jeder der vier ist schon für sich alleine ein Rockstar. Sammy Hagar (Gesang) und Michael Anthony (Bass) waren Mitglieder bei Van Halen, Chad Smith (Schlagzeug) bei den Red Hot Chili Peppers. Bei dem Namen Joe Satriani stehen jedem, der sich für Rockmusik interessiert, die Nackenhaare hoch. Diese mehr...
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 Ein Hoch dem Pathos
CD-Kritik: Meat Loaf – Hang Cool Teddy Bear Es gibt sie noch. Die wahren Helden, die Ikonen, die Götter des Rockolymps. Den Namen Meat Loaf kennt jeder, der nur ein wenig Ahnung von Musik hat. Spricht man über Rockmusik, dann kommt man an diesem Man nicht herum, und nein, das soll keine Anspielung auf seine stattliche Leibesfülle sein, der der Texaner seinen wenig schmeichelhaften Spitznamen zu verdanken hat. Seit seinem „Bat Out Of Hell“ Album (1977) wurde aus dem ehemaligen Musicalsänger ein internationaler Rockstar. Sein Markenzeichen mehr...
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 Wer es nicht versucht, hat nichts verloren
CD-Kritik: Untied States – Instant Everything, Constant Nothing Es kann keiner sagen, ich hätte es nicht versucht. Ich habe die Platte zu allen Tageszeiten und an diversen Orten des Alltags gehört. Und was ich hörte, wollte sich einfach nicht geschmackvoll entfalten.
Alles beginnt mit einem sehr obskuren, um nicht zu sagen viel zu depressiven Opener. „Gorilla the bull“ zeigt zu Beginn klar auf, in welche Richtung sich dieses Album bewegt. Es scheint einen Mittelweg zwischen den charmanten unharmonischen Klängen Pavements und des grauen lethargischen Gesan mehr...
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 Wer hat's erfunden...?
CD-Kritik: Kummerbuben – Schattenhang Aus der Schweiz kommen nicht nur CDs mit Daten von deutschen Steuerflüchtlingen. Die Schweizer können auch Musik. Nein, DJ Bobo zählt nicht. Außerdem würde man dem auch beim besten Willen keinen kulturellen Mehrwert attestieren können. Was in den hiesigen Breiten wohl kaum bekannt ist – die Schweiz birgt einen reichhaltigen Schatz an alten, fast vergessenen Volksliedern und traditionellen Klängen. Diesen Schatz zu bergen ist eine Aufgabe, der sich die Kummerbuben mit ganzem Einsatz widmen.
Di mehr...
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 Weiterentwicklung ohne Wenn und Aber
CD-Kritik: Madsen – Labyrinth Es geht voran, Album für Album. Madsen beweisen auch mit ihrer neuen Platte „Labyrinth“, dass Stagnation ein Fremdwort für sie ist. War ihr Debut-Album noch sehr rockig, um nicht zu sagen punkig, wurde beim zweiten Album „Goodbye Logik“ mehr Wert auf Texte und die Stimmungen der Songs gelegt. Mit „Frieden im Krieg“, dem dritten Album, hat die Band eine Synthese der beiden vorangegangenen Alben geliefert.
Und so überrascht es nicht, dass das nun vorliegende vierte Album „Labyrinth“ auch wieder mehr...
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 Zwischen angenehmer Belanglosig- und furchtbarer Grausamkeit
CD-Kritik: Lifehouse – Smoke & Mirrors Lifehouse muss man einfach mögen. 10 Jahre ist es nun her, dass sie mit „Sick Cycle Carousel“ und „Hanging by a Moment“ die Charts stürmten. Sänger Jason Wades einfühlsame, rauchige Stimme beruhigt auch auf der neuen Platte, singen, dass kann er tatsächlich. Schöne Stücke, einige mit Ohrwurmgarantie. Kommerziell nicht zu verachten.
Allerdings ist dieses Album nicht nur ein Stück bedeutungslos, einiges darin ist schlichtweg grausam. Während die ersten Tracks noch zu überzeugen wissen, wird es mehr...
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 Schöne schwere Kost
CD-Kritik: Musée Mécanique – Hold this ghost Schon das Plattencover des Debütalbums von Musée Mecanique lässt viel erwarten: gedämpfter Kerzenschein, verwaschene Fotos, auf denen wenig zu erkennen ist – hier geht’s um Melancholie, Nostalgie, trauern um alte Zeiten. Mit zwei Jahren Verspätung ist das Album "Hold this ghost" in Deutschland erschienen. Folk hat es auf dem hiesigen Musikmarkt generell schwer, und wenn dann noch jede Menge Anspruch dazu kommt, wird’s um so heikler.
Der Name der Band stammt vom gleichnamigen Museum in San Fra mehr...
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 Walkman auf Tauchstation
CD-Kritik: Hundreds – s/t Hamburg bietet manchmal mehr als Hafen-Hip-Hop oder befindlichkeitsfixierten Indie-Pop mit deutschen Texten. Auch ein Act wie Hundreds ist dort am kreativsten, wo die Schiffe vorüberziehen, und Songs wie „I Love My Harbour“ oder „Song For A Sailor“ entstehen, vielleicht auch unbeabsichtigt. Minimale Arrangements mit einem einzelnen Klavier zu Samples und Drum-Computer-Klängen, dazu eine Frauenstimme, die auf englisch singt – eigentlich scheint das ziemlich international zu sein. Ein klein wenig mehr...
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 We Will Rrrock Joo!
CD/DVD-Kritik: Red Hot Chilli Pipers – Blast Live Für schlechte Wortspiele, gerade denn, wenn es um die Verunglimpfung von Bandnamen geht, bin ich immer leicht zu begeistern. Dementsprechend groß war meine Freude, als ich CD und DVD der britischen Dudelsack-Rocker „Red Hot Chilli Pipers“ in meinen Händen hielt. „Red Hot Chili Pipers“ – diesen Namen muss man sich mal auf dem Kleinhirn zergehen lassen. Dennoch steckt dahinter mehr als nur ein Ulk. Tatsächlich beschreibt der Name das Wesen der Band recht gut. Bei den Pipers handelt es sich um eine mehr...
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 Konserviert im Netz für alle Zeit
CD-Kritik: Ash – A-Z Vol. 1 "I think it'll be great for our fans waiting every two weeks knowing they're going to get a song and wondering what it'll be like. It'll be fun." waren Lead-Sänger Tim Wheelers Worte, mit denen er dem NME gegenüber erklärte, worum es ging: kein Druck großer Plattenfirmen mehr, dafür endlich Eigenverantwortung, was jeden Aspekt vom Artwork bis zur Song-Produktion betrifft. Und die Pointe: keine Platten mehr, wenigstens nicht in physischer Ausführung, sondern ein Konzept, den Fans regelmäßig neues mehr...
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 Die Rückkehr der Riot-Queen
CD-Kritik: Hole – Nobody's Daughter „Hole sind wieder da“, schallt es aus allen Kanälen. Nein, nicht ganz. Denn wenn man es genau nimmt, sind Hole gar nicht mehr Hole. Seit ihrem letzten Studioalbum „Celebrity Skin“ von 1998 ist viel geschehen: Erst verließ die legendäre Bassistin Melissa Auf der Maur die Band, dann lösten sie sich komplett auf. Mit ihrem diesjährigen Comeback stellt Frontfrau Courtney Love nun vor allem eines klar: Ich bin die Band und bin es schon immer gewesen! Dass die Musiker, die ihr heute den Rücken stärken mehr...
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 Eine Frage des Geschmacks...
CD-Kritik: Kate Nash – My Best Friend Is You Kate Nash is back! Drei Jahre nach dem ersten Album „Made of Bricks“, welches in Großbritannien große Erfolge feierte, kommt nun das nächste Werk der jungen Britin. Schon gespannt wartet die Öffentlichkeit auf den Erscheinungstag. Jedenfalls in Großbritannien. In Deutschland feierte Kate Nash nur mäßige Erfolge, zu ungewöhnlich war ihr Sing- und Schreibstil für den deutschen Markt.
Ob sich das mit dem neuen Album „My Best Friend Is You“ ändert? Ihre Chancen stehen sicherlich nicht schlecht, b mehr...
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 Mehr vom Gleichen
CD-Kritik: Gentleman – Diversity Deutschland, ein Land des Reggae? Schwer vorzustellen. Dennoch ereignete sich diese Tage wieder ein Phänomen, was das letzte Mal vor sechs Jahren so passierte und danach nie wieder. Damals schaffte es der deutsche Reggae-Künstler Gentleman, mit seinem Album „Confidence“ zwei Wochen auf Platz eins der deutschen Albumcharts zu stehen.
Gentleman heißt mit bürgerlichem Namen Tillmann Otto und ist in Osnabrück geboren. Er ist der deutsche Reggae-Musiker. Neben unzähligen Singleauskopplungen mehr...
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 Das Beste aus Wilders Synthie-Schatztruhe
CD-Kritik: Recoil – Selected Ex-Depeche Mode-Mitglied Alan Wilder packt das Beste aus einigen seiner Alben als "Selected" auf eine neue Platte. Neu abgemischt präsentieren die vierzehn Tracks seine persönlichen Lieblinge aus den Alben "bloodline", "Unsound Methods", "Liquid" und "subHuman".
Das Album ist stimmig, klingt mysteriös, groovig. Es erzeugt Atmosphäre. Klangtüftler Wilder, der bewusst auf Genregrenzen pfeift und Musik als etwas Fließendes ansieht, hat schon immer etwas andere Musik gemacht. Fern allen Kommerzde mehr...
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 Weich wie ein Babypopo
CD-Kritik: V/A – Kitsuné Maison Compilation 9 - Petit Bateau Edition or The Cotton Issue Die Spatzen pfeifen es von den Pariser Dächern. Im Hause Kitsuné soll es Nachwuchs gegeben haben. Warum das einer Erwähnung wert ist? Die Geburt des kleinen Yumé wird von der Leitung des Labels als Grund für die diesmal doch recht soft ausgefallene Songauswahl auf der neunten Ausgabe ihrer Compilation angegeben. Wenn im Nebenzimmer eine Wiege steht, ist es wohl bedeutend schwieriger mit harten Beats zu arbeiten.
Qualitativ ist das Electro-, Pop-, Indie-Label nach wie vor gut gerüstet. Zwei bi mehr...
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 Das Böse lebt
CD-Kritik: Black Sabbath – Live Evil (Deluxe Edition) Neues von einer der (Ok)kultigsten Band aller Zeiten? Geht So. Das vorliegende Album „Live Evil“ ist nicht gerade Frischware. Aufgenommen in Seattle, San Antonio und Dallas während der „Mob Rules Tour“ 1981 und erstmalig 1983 erschienen, stellt es ein Zeitdokument einer sehr turbulenten Zeit der Band dar. Noch während der Abmischung verließen Sänger Ronnie James Dio (im Booklet kurioserweise nur als Ronnie Dio aufgelistet) und Schlagzeuger Vinny Appice (welcher im Booklet gar nicht erst als Band mehr...
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 Schönes Best-Of für ruhige Stunden mit weniger bekanntem Material
CD-Kritik: Vanessa Paradis – Best Of Zwei CDs mit 33 Tracks hat Vanessa Paradies zu dem Besten erklärt, was sie in ihrer musikalischen Karriere bisher geschaffen hat. Natürlich ist auch “Joe Le Taxi“ dabei, mit dem sie als knapp Fünfzehnjährige ihr bis heute andauerndes Image als Lolitasängerin prägte. Während auf der ersten CD neben altbekannten Zeugs das neue “Il y a“ lauert, erfreut uns besonders die zweite Platte mit schönen Akustikversionen, Livemitschnitten und Neugemischtem aus alten B-Seiten. Hinzu gesellen sich mit “La Bal mehr...
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 Durchschnittliches Emo-Album mit seltsamen Schwächen
CD-Kritik: Dashboard Confessional – Alter The Ending Eines muss man Chris Carrabba lassen. Texte schreiben kann er. Nicht, dass diese wirklich anspruchsvoll sind, aber Carrabba schluchzt einfühlsam einfach verständliche Bilder dem Hörer entgegen. „We stayed in the sun too long / Suffered a terrible burn / Now everybody learns from disaster“, so etwa in dem Hörtipp „Everybody Learns From Disaster“. Auch bei “Even now“ kann Chris, nur begleitet von leiser Gitarre und ein bisschen Percussion, überzeugen und ein bisschen Herzschmerz hinaus heulen. Zus mehr...
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 Die wohlplatzierte Sprengladung
CD-Kritik: Warfield Within – Inner Bomb Exploding Der deutsche Heavy Metal-Untergrund brodelt beständig vor sich hin. Man sieht Bands kommen und gehen. Bei manchen ist man froh, bei anderen wiederum hätte man sich etwas mehr gewünscht. Doch viele alte Hasen, die live ein ordentliches Spektakel abziehen, verschenken oft viel Potential, indem sie ihre Songs niemals in einer überzeugenden Qualität auf einen Tonträger packen. Die in Eigenregie produzierten drei Euro-Demos mit zwei Liedern darauf sind ja schön und gut (und oft auch kultig), doch irg mehr...
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 Experimente können scheitern
CD-Kritik: The Bosshoss – Low Voltage Etwas ganz Neues haben The Bosshoss bei ihrem neuen Album “Low Voltage” gewagt. Mit der Unterstützung von 20 Streichern und Bläsern haben sie ihre wie sie selbst behaupten größten Hits neu aufgenommen.
Tatsächlich ist ein ganz eigenes unvergleichliches Album entstanden, und dass obwohl The Bosshoss ja bekanntlich schon dagewesene bekannte Popsongs covern. Schon immer hatte das, was die Berliner Jungs aufnehmen, einen besonderen Sound: unverwechselbar. The Bosshoss eben. Seit 2004 verwandelt d mehr...
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 "Iron Maiden's gonna get you, no matter how far"
Hitparade: Iron Maiden – s/t campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
Es gibt nur wenige Bands, auf die sich die meisten Hard Rock und Metal Fans einigen können. Die einen schwören auf die alten Klassiker, die anderen auf die moderne Bru mehr...
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 In Ermangelung eines Volksliedes
CD-Kritik: Sophie Hunger – 1983 1983, so lautet das Geburtsjahr der Künstlerin. Sophie Hunger gibt im Titelsong kaum einen Hinweis, wie sie sich durch dieses Jahr geprägt sieht, eher möchte sie es selbst zur Rede stellen: „Wo sind deine Kinder“, heißt es da, „wo sind deine Stimmen“, „was hat es gekostet, immer besser zu leben“. Es rumpelt, es herrscht Unruhe, und auf deutsch klingt Hunger erst mal ein wenig wie Nena (aber keine Sorge, das verfliegt). Im Refrain wünscht das lyrische Ich sich ein Volkslied, aber so was gebe es j mehr...
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 Reite den zweiköpfigen Elefanten!
CD-Kritik: Evelyn Evelyn – s/t Eines ist klar: dies ist kein Album, das man einfach so nebenbei hören kann. Vielmehr handelt es sich bei der Platte von Evelyn Evelyn um eine Art musikalisches Hörbuch, dass die volle Aufmerksamkeit der Hörer fordert und diese auch bereits mit dem ersten Titel zu fesseln vermag.
Eva und Lyn Neiville – oder auch Evelyn und Evelyn – sind siamesische Zwillinge: sie teilen sich „drei Beine, zwei Arme, zwei Herzen, drei Lungen und eine einzige Leber“. Mit diesem Album erzählen sie ihre Geschichte mehr...
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 Too Much Education To Perform
CD-Kritik: Stereophonics – Keep Calm and Carry On Es ist lange her, aber es gab mal eine Zeit, da waren die Stereophonics eine der spannendsten Bands Großbritanniens. Rund um die Jahrtausendwende war das, als man den Beweis antrat, ständig gute Songs mit Anspruch veröffentlichen zu können, ohne dabei in zum Teil spinnerte Sphären von Blur und co. abdriften zu müssen. Auf „The Bartender and the Thief“ folgte „Hurry up and wait“, auf “Mr. Writer” der Hit “Maybe tomorrow”.
Doch das kann man abhaken. So sind die Stereophonics nicht mehr. Ihr Sou mehr...
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 Hamburg ist kein Ort, Hamburg ist ein Gefühl
CD-Kritik: Schöftland – Der Schein trügt Schöftland bieten auf ihrer Homepage eine Sektion mit „häufig gestellten Fragen“ an, allerdings sieht man da tatsächlich nur einen Überblick der Fragen. Die Antworten bleibt die Band auf neunmalkluge Weise schuldig. Vielleicht ist die potentielle Hörerschaft auch ironisch-intellektuell genug, und gängige Grundsatz-Informationen wie Herkunft des Bandnamens oder Entscheidung für deutschsprachige Texte wären definitiv zu uncool. Wie dem auch sei, noch ist die Bandgeschichte überschaubar: 2005 ging’ mehr...
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 Politisch motivierter Tech-Rap
CD-Kritik: Dan le Sac vs. Scroobius Pip – The Logic of Chance Da steht man vor dem Pop-Wandschrank und weiß nicht in welche Schublade man das nun reinstopfen soll. Beatbastler Dan le Sac und Straßenlyriker Scroobius Pip winden sich geschickt aus dem Klammergriff der Kategorisierung. Auch auf „The Logic of Chance“, dem Zweitwerk des Duos, mischen sie Elektronisches aller Couleur (Rave, House, Eurodance) mit so etwas wie HipHop und Ernstes mit Unterhaltung.
Schwappt etwas, das „irgendwie HipHop, aber dann auch wieder nicht“ ist, über den Ärmelkanal, haben mehr...
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 Die Sonne geht auf
CD-Kritik: Sol Gabetta – Elgar Cello Concerto Sol, der Name ist Programm. Klassikfans ist die französisch-argentinische Cellistin mit ihrer ganz eigenen energetisch wie feinfühligen Spielweise längst ein Begriff. Schon in jungen Jahren gewann sie zahlreiche Preise, u.a. beim ARD-Wettbewerb in München oder beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. 1992-1994 erhielt sie ein Stipendium an der „Escuela Superior de Música Reina Sofía“ in Madrid, danach studierte sie in Basel und Berlin. Spätestens 2007 machte sie sich auch in Deutschland einen Nam mehr...
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 Da hilft auch Eiscreme nicht weiter...
CD-Kritik: New Young Pony Club – The Optimist Zwei Jahre ist es nun her, dass ein kleiner Sturm durch die Indiewelt fegte. „Ice Cream“ machte die Londoner Band New Young Pony Club auch in Deutschland bekannt und war auf Tanzflächen ebenso wie auch im Sparten-Radio stets präsent. Die trotzige Stimme der Sängerin Tahita Bulmer spielte ganz dem Zeitgeist entsprechend zu Elektroklängen die nur begrenzt talentierte – und gerade deshalb fantastische – Hauptrolle.
In diesem Monat steht nun die Veröffentlichung der neuen Platte der Band an. Ents mehr...
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 Zu schön, um zu lang zu sein
CD-Kritik: Angus & Julia Stone – Down The Way Eine schöne Familiengeschichte: Angus und Julia Stone wollten ursprünglich zwei separate Karrieren einschlagen. Trotzdem standen sie zusammen auf der Bühne, und der jeweils andere sorgte für Hintergrundgesang. Zuerst sah es dann aus, als hätte Angus die größere Chance zum Durchbruch, dann entschieden sie sich, als Duo weiterzumachen – Bruder und Schwester durch das gemeinsame Interesse vereint. Nach ersten EPs fanden die beiden internationales Interesse jenseits der heimischen australischen Gest mehr...
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 Den eigenen Vorsatz nicht umgesetzt
CD-Kritik: The Disco Boys – Vol. 10 Die Disco Boys sind wieder da. Mit ihrer neuen Mix-CD – auch in einer limitierten Edition erhältlich – melden sich die beiden DJs zurück. Schon seit 1995 liegt das Hamburger DJ Team einen Mix aus Disco-Klassikern und Coverversionen auf. 2001 erschien Volume 1, und danach jedes Jahr eine weitere Sammlung. Klar, das 2010 Vol. 10 dran ist. Allerdings ist dieser Mix etwas schwerfällig, irgendwie kommt zwischen den Tracks kein flüssiger Hörgenuss auf. Die Übergänge sind zu hart, um die CD zu Hause ne mehr...
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 Ein Volk auf Tournee
CD-Kritik: Piazumanju – Gyps'N'Roll "Gyps 'n' Roll" lautet die Selbstbeschreibung, die auf die fünf Musikanten und Dame aus Hamburg ebenso zutrifft wie auf die nun vorliegende EP, die sich mit sechs Stücken präsentiert. Da hören die einen gerne mal hin und möchten Pogo tanzen auf kleinen und großen Festivals (Rock am Ring, Highfield und Hurricane gehörten u.a. dazu), die anderen nehmen die Beine in die Hand. Wie man es (und sich selbst) dreht und wendet – es handelt sich hier um Polkastimmung, die durch pumpende Bläser, springende mehr...
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 Caught In Between All You Wish For And All You Need
Hitparade: Joseph Arthur – Come To Where I’m From campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
„In The Sun“ beginnt abrupt, nach nur wenigen Gitarrenklängen steht bereits die erste Textzeile im Raum: „I picture you in the sun, wondering what went wrong“. mehr...
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 Krach von berückender Schönheit und Tiefe
CD-Kritik: Turbostaat – Das Island Manøver Über den Status als Geheimtipp sind sie eigentlich ja schon raus, zu heftig wirkt der Eindruck nach, den „Vormann Leiss“ hinterlassen hat. So kann mittlerweile mit dem Namen Turbostaat jeder etwas anfangen, der sich auch nur am Rande für Punkrock interessiert. Das neue Album „Das Island Manøver“ bedeutet für den Fünfer aus der Stadt mit der größten Punktesammlung Deutschlands jedoch tatsächlich einen weiteren musikalischen Schritt nach vorne.
Haben sie die bekannten drei Akkorde schon vor Jah mehr...
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 Zurück mit neuer Lebenskraft (?) und einem kleinen Skandal (!)
CD-Kritik: Erykah Badu – New Amerykah Part Two - Return Of The Ankh Die Veröffentlichung des zweiten Teils von „New Amerykah“ hat sich länger als geplant hingezogen. Gute zwei Jahre sind seit dem sozialkritischen „4th World War“ ins Land gegangen, und mit ihnen offenbar genug Zeit für die Badu ihren damals dargestellten Fokus zu stilisieren. Die Schlagzeilen sind derzeit voll mit Empörungen und Zwiegesprächen über das gerade erschienene Musikvideo zu „Window Seat“. In ihm zieht sich die Soulsängerin öffentlich aus und stellt schließlich am Ort des Kennedy-Attent mehr...
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 Überfordert tanzen
CD-Kritik: Eagle Seagull – The Year Of The How-To Book Ein guter Songtitel erfasst die Seele des Songs so gut wie möglich; das kann knapp und kryptisch geschehen oder, wie bei Eagle Seagull, sehr direkt. „You’re The Reason Why I’m Afraid To Die“, „I’m Sorry, But I’m Beginning To Hate Your Face“, „I Don’t Know If People Have Hated Me But I Have Hated People“ – hier werden große Gefühle auch mal offen ausgesprochen.
Gemäß ihren Wurzeln im US-Bundesstaat Nebraska begannen Eagle Seagull ihre Karriere mit Alternative Country; in ihrer zweiten Platte e mehr...
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 Kreuzfahrt ins ewige Eis
CD-Kritik: Schiller – Atemlos Eine Polarreise kann sehr inspirierend wirken. Vor allem die Suche nach Ambient-Sounds dürfte im ewigen Eis leicht fallen; Klirrende Kälte sollte für den ultimativen Chill-Out-Faktor sorgen. Also packte Christopher von Deylen alias Schiller sich seine Synthesizer und buchte eine Kabine auf dem Forschungsschiff „Polarstern“. Die Reise samt Unterwasser-Beobachtungen wurde für die beigelegte DVD dokumentiert. Das musikalische Endprodukt der Unternehmung kann man nun in zwei Formen begutachten, nebe mehr...
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 Schlittenfahrt ins ewige Eis
CD-Kritik: Wolf Maahn – Vereinigte Staaten Eine Polarreise kann sehr inspirierend wirken. Wolf Maahn, deutsches Songwriter-Urgestein, kann ein Lied davon singen. „Unter einem freien Himmel“ heißt es, ein angenehm treibender Rock-Song, der in seinen fünf Minuten such viel Platz für die Instrumente lässt. Visuelle Eindrücke des besungenen Husky-Schlitten-Trips gibt’s auf der Hülle und im Booklet zu sehen, und schnell stellt man sich auf ein Abenteuer in klirrender Kälte ein – aber dann singt Maahn eben doch nur ein Lied von der Pola mehr...
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 Die dunklen Jahre sind vorbei
CD-Kritik: Bunny Lake – The Beautiful Fall Bunny Lake – schon der Name lässt an Häschen-Partys am Privatsee eines Hugh Hefner denken, die zur massenhaften Seligkeit beitragen sollen. Eine Vision, die von der Musik des österreichischen Trios gleichsam unterstrichen wird. Sauberer Elektro-Pop in Reinkultur, ohne Schnörkel, ohne Ausbrüche, ohne irgendwelche Experimente. Hauptsache massentauglich!
Ach, was waren das noch Zeiten, als Christian Fuchs und Suzy on the Rocks (alias Teresa Rotschopf) noch düstere Elektrosounds auf die Dancefloo mehr...
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 Da hat man was eigenes
CD-Kritik: Maximilian Hecker – I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son Ein Singer-/Songwriter ist es gewöhnt, seine Emotionen vor dem Publikum auszubreiten. Noch direkter geht es natürlich, wenn man seine Gedanken gar nicht erst in einen Song packen muss; und richtig besonders wird es dann, wenn man den entstandenen Text noch mal ganz anders präsentiert. So hat sich Maximilian Hecker sich das wahrscheinlich gedacht, als er sein neues Album mit „Blue Soldier Night“ eröffnete: Eine weibliche Computerstimme trägt darin einen Text vor, in dem sich unter anderem die Zei mehr...
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 Englische Wolkenschleier
CD-Kritik: Tunng – And Then We Saw Land Der erste Eindruck ist ja immer von großer Bedeutung. Grün-lilafarbenes Artwork, das entfernt an Kaleidoskope erinnert, dazu eine seltsame Synthie-Melodie – Tunng schrecken erst mal ein wenig ab. Doch nach wenigen Sekunden geht die Sonne auf, Gitarre und Banjo offenbaren die folkigen Wurzeln, und Sänger Mike Lindsay drückt der Musik mit sympathischer Stimme seinen Stempel auf. Der Opener „Hustle“ weckt Freude und lädt zum Mitwippen ein, gleichzeitig ahnt man aber auch eine angenehme Melancholie mehr...
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 Nah am Truck-Stop
CD-Kritik: Drive-By Truckers – The Big To-Do Wer viel erlebt, der erzählt auch gern. Die Drive-By Truckers haben nach eigener Aussage schon viel erlebt und überlebt, so zum Bespiel auch einen Meteoriteneinschlag in unmittelbarer Nähe des Tourbusses. Da kann man auch schon mal 25 Tage ins Studio gehen und mit 25 Songs wieder rauskommen. „The Big To-Do“ fasst die Hälfte davon zusammen, gemeinsamer Nenner ist erdiger Americana-Rock. Der Rest wird etwas später erscheinen, angeblich ziemlich funky und mit dem passenden Titel „Go Go Boots“.
D mehr...
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 Im Norden was Neues
CD-Kritik: General Fiasco – Buildings Mal wieder Brit-Pop in meinem CD-Player. Aus Nordirland, einer britischen Region, die bisher nicht mit viel musikalischem Nachwuchs glänzte, kommen General Fiasco. Und obwohl man diese Band durchaus als Newcomer bezeichnen kann, können sie bereits damit prahlen, im Juni mit Snow Patrol auf Tournee zu gehen.
Und das zu recht. Die Band macht geradlinigen Indie-Rock mit anspruchsvollen Texten. "Wenn sich der Mist so hoch türmt, dass er nicht mehr zu übersehen, aber auch nicht mehr zu beseitigen mehr...
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 Geschichten aus der holländischen Prärie
CD-Kritik: Okieson – Cupboard Full Of Things Holland. Land der endlosen Steppen, der Rinderherden und Cowboys. Hier sind Pferd und Colt die besten Freunde des Mannes. Hier ist die Einsamkeit ein ständiger Begleiter, hier ist Country, die Musik der einfachen Landbevölkerung daheim und die Gitarre das Mittel, mit dem die Menschen dem Raunen ihrer Seelen Ausdruck verliehen. Ach, Holland.
Moment mal, hier stimmt doch was nicht! Ist Holland nicht eigentlich für Windmühlen, Grachten und Käse bekannt? Eigentlich ja, aber das hindert die Nied mehr...
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 An jedem Tag St. Patrick's Day
CD-Kritik: Neck – Come Out Fighting „Och neee, nicht schon wieder so eine pseudo-Folk-Rock Band!“ , ist der Gedanke, als die aktuelle CD der Gruppe Neck ihren Weg auf den Schreibtisch fand. Was Folk-Rock, Rock-Folk und seine Derivate angeht, bin ich ein gebranntes Kind. Aber man möge Nachsicht mit mir haben, immerhin tummeln sich viele Folksmusiker, die mangelndes musikalisches Können mit einem Übermaß an gekünsteltem Irisch-Getue zu kompensieren suchen, dabei aber so stilvoll irisch sind wie Dosen-Guinness von der lokalen Tanke. mehr...
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 Musikalischer Zuckerschock
CD-Kritik: Madonna – Sweet & Sticky Tour Eine riesige rosa-weiße Kugel rollt den Zuschauern auf allen Bildschirmen entgegen. Im nächsten Moment verschwindet sie in einem weißen Funkenmeer und es erscheint in neonrosa der Schriftzug „Candy“. Die Musik setzt ein und auf einer sich drehenden Plattform sitzt Madonna breitbeinig in einem Stuhl, bewaffnet mit einem Gehstock und zwinkert dem Publikum zu.
Der Einstieg in Madonnas „Sticky & Sweet“ – Tour gehört zu den am aufwendigsten inszenierten Intros der Musikwelt. Grund genug, um ihn zu mehr...
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 Sag mir wenn's vorbei ist
CD-Kritik: Amy MacDonald – A Curious Thing Man kann Amy MacDonald nicht vorwerfen, dass sie sich auf den Lorbeeren ihres großen Hits „This Is The Life“ ausruhen würde. Ihre zweite Platte – „A Curious Thing“ – ist gerade erschienen, und tatsächlich hat sich ein wenig was beim Sound getan. Allerdings kann man ihr vorwerfen, dass sie für das ganze Album scheinbar nur eine musikalische Idee hatte. Man fragt sich, ob man das nicht gerade schon gehört hat, beim zweiten, beim vierten, beim sechsten Stück, bevor man langsam wahnsinnig wird und s mehr...
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 Whatever happened to you, it's too late to change now
Hitparade: Genesis – Duke campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
„I've been a big Genesis fan ever since the release of their 1980 album ‚Duke‘. Before that, I really didn't understand any of their work. Too arty, too intellectual“ mehr...
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 Für den sanften Start in den Frühling
CD-Kritik: Jona Steinbach – Alles Negieren Der Sänger und Liedschreiber Jona, inzwischen als Jona Steinbach unterwegs, liefert nach sechs Jahren ein Album ab, dass im Vergleich zu den Vorgängern deutlich runder klingt. Jona ist nachdenklicher geworden, aber auch vielseitiger, was die Komposition seiner Lieder angeht.
"In Den Gedanken" gehört lyrisch zu den herausragenden Stücken, dass den Hörer sanft mit den leisen Gitarrenklängen mitschwimmen lässt. "alles negieren" wartet mit 1980er Synthie-Popklängen auf, die Stimmung erzeugen, inh mehr...
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 Nur nicht stehenbleiben
CD-Kritik: pinksnotred – Remedy „Nur nicht stehen bleiben“ – so lautet das Motto von pinksnotred. Fünf Jungs aus Mainz, die seit 2007 konstant auf Tour sind und für ordentlich Spaß und Furore sorgen. An Stillstand ist da bei weitem nicht zu denken. Und damit die Band mit ihrem nicht enden wollenden Bewegungsdrang nicht allein da steht, wird diese innere Unruhe einfach skrupellos nach außen transportiert. Soll heißen: wer es schafft, bei pinksnotred ruhig sitzen zu bleiben, ist entweder körperlich stark eingeschränkt oder völli mehr...
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 Gute schwedische Hausmannskost mit sphärischen Klängen
CD-Kritik: Aerial – Put It This Way In Headlines Es gibt Alben, da schwant bereits nach dem ersten Lied, dass keine großen Überraschungen mehr folgen werden. Bei "Put It This Way In Headlines" stimmt dies zur Hälfte. Das heißt nicht, dass das die vierte Veröffentlichung von Aerial andererseits halbwegs schlecht ist, keineswegs. Musikalisch wurden einige alten Zöpfe abgeschnitten, eine melancholisch Stimmung zieht sich über alle dreizehn Tracks. Lange Instrumentalparts, da ist die die hallende Stimme von Sebastian Arnström. Man ist erwachsener mehr...
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 Vom Raunen der russischen Seele...
CD-Kritik: Anna Netrebko / Daniel Barenboim – In The Still Of Night Eine Frau wie eine Naturgewalt – die russische Sopranistin Anna Netrebko ist eine der gefeiertsten Sängerinen im klassischen Segment und eine glamouröse Operndiva der alten Schule. Die Ausdrucksstärke und klangliche Wärme ihrer Stimme begeistert weltweit ein riesiges Publikum. Davon konnten sich auch die Besucher des Salzburg Festivals 2009 überzeugen. Zusammen mit Daniel Barenboim, der die Russin am Flügel begleitete, intonierte sie die selten gehörte Puschkin-Vertonung von Rimsky-Korsakow und mehr...
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 Gottesfurcht und Lebensfreude
CD-Kritik: Hilary Hahn – Violin and Voice Es ist eine Geschichte wie aus einem Hollywooddrehbuch: Eine blutjunge Geigerin begegnet einem alten (wirklich sehr alten) Komponisten. Er ist ein anerkannter Kirchenmusiker und schon etwas verknastert. Sie hingegen ist ein aufgehender Stern am Firmament der klassischen Musik und ihre Spielfreude und technische Brillanz begeistern sämtliche Kritiker. Dank ihrer Frische blüht auch der alte Komponist auf und wird von ihr gründlich abgestaubt. Im Gegenzug verhilft ihr ihre Interpretation sei mehr...
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 Wenn The Doors im Zirkus Volksgut singen
CD-Kritik: Erland & the Carnival – s/t Es gibt Alben, die lassen den Hörer nach der ersten Beschallung mit Ratlosigkeit zurück. Erland & the Carnival gehört da sicher dazu. Denn erst beim zweiten Mal wird dem Hörer die innenwohnende Kreativität des Werkes voll bewusst.
Dies mag vielleicht übertrieben klingen angesichts der Tatsache, dass E&TC schlichtweg alte schottische und britische Folksongs aufgreifen und neu interpretieren. Das an sich banal klingende Konzept wird aber zumeist bis zur Perfektion ausgereizt, und dabei nimmt Sä mehr...
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 Fruchtbar ist das Zigeunerleben
CD-Kritik: Jil Is Lucky – s/t Irgendwo zwischen Folk und Pop, zwischen Frankreich und Indien – genau da findet man Jil! Der Weltenbummler schwebt überall irgendwie dazwischen, passt in keine Schublade rein und befindet sich seit seinem sechsten Lebensjahr auf einem ständigen Selbstfindungstrip. Angeblich hat er damals seine erste Gitarre in die Finger bekommen und kann seitdem nicht mehr aufhören zu spielen. Dabei zieht er um die Welt und experimentiert mit allem, was er in die Finger bekommen kann. Kein Wunder also: Jil Is mehr...
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 Vier Professoren und ein Wunderkind
CD-Kritik: Fauré Quartett – Wunderkind - Mendelssohn Klavierquartette Der deutsche Komponist Felix Mendelssohn galt als Wunderkind. Bereits mit zwölf Jahren schrieb er Konzerte und Symphonien, die seine Zeitgenossen verblüfften. Sein prominentester Fan wird wohl der große Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe gewesen sein, der in dem kleinen Jungen aus Berlin nicht weniger als einen zweiten Mozart sah. „Was dieser kleine Mann im Fantasieren, Vom-Blatt-Spielen und Komponieren vermag, das grenzt ans Wunderbare, und ich habe es bei so jungen Jahren nicht für möglic mehr...
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 Eros total
CD-Kritik: Eros Ramazzotti –The Collection Für Fans italienischer Popmusik ist 2010 ein richtig gutes Jahr. Eros Ramazzotti, Italiens musikalischer Exportschlager Nummer eins, ist auf ausgedehnter Deutschlandtournee. Jedoch beglückt der Schmusesänger nicht nur die hiesigen Konzerthallen. Dank einer neuen Box mit dem klingenden Namen „The Collection“ gibt es den Italiener auch für den Hausgebrauch.
Dieser Name könnte passender nicht sein, denn die Box verspricht viel und hält noch viel mehr. Sie enthält nicht weniger als die ersten 5 A mehr...
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 Gegensätze ziehen sich an
CD-Kritik: Broken Bells – s/t Puhh, zum Glück, es gibt sie noch. Jene Alben, die man in den CD-Player legt um jedes, aber auch wirklich jedes Lied gut zu finden. Doch damit nicht genug, auch nach der fünften Wiederholungsschleife wird die Musik nicht langweilig, sondern gibt immer mehr von ihrem komplexen Charakter preis. Dieser zeichnet sich durch eingängige Melodien, unerwartete Wendungen und technisch brilliante Umsetzungen aus. Doch wer setzt hier technisch brilliant seine musikalischen Inspirationen um?
Broken Bells mehr...
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 Gelungene Heimkehr
CD-Kritik: Donots – The Long Way Home Dreckiger Punkrock aus einem verschlafenen deutschen Städtchen? Das können nur die Donots sein! Seit nun fast 16 Jahren stehen die fünf Ibbenbürener auf der Bühne und rocken sich durch Deutschland. Öfters als Supportact für größere Bands, manchmal aber auch alleine. Letzteres ist ab April wieder der Fall, da die Donots Ende März ein neues Album veröffentlichen.
Das Album trägt den Titel „The Long Way Home“. Ein Titel, der Erwartungen weckt. Sind die Donots nun wieder zu ihren Wurzeln zurückge mehr...
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 When I was your age, Pluto was a planet
CD-Kritik: Jimi Hendrix – Valleys Of Neptune 2Pac hat es gemacht, Queen haben es gemacht, die Beatles natürlich sowieso, und bei Michael Jacksons Nachlassverwaltern laufen gerade die Verhandlungen: Die Rede ist vom posthumen Album. Da der Tod manchmal unerwartet und oft unpassend vor der Tür steht, hinterlassen Musiker schon mal unvollendetes Material. Sei dieser Musiker ein Star, für den der Tod nur eine weitere Form des PR-Hypes ist, oder der Künstler, dessen Hardcore-Fans jeden Schnipsel ihres Idols besitzen wollen wie einst die Kontakt mehr...
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 Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin
CD-Kritik: Ludacris – Battle Of The Sexes Der Schlachtplan war so schön ausgearbeitet, doch dann passierte etwas unvorhergesehenes. Für seine neue Platte wollte Ludacris den „Battle Of The Sexes“ ausrufen und den Geschlechterkampf direkt gegen die Rapperin Shawnna führen – als gemeinsames Album. Shawnna überwarf sich jedoch mit dem Label und damit auch direkt mit dessen Inhaber Ludacris – in einigen Songs hört man sie zwar noch, aus der Vorab-Single „Everybody Drunk“ wurde sie jedoch nachträglich rausgeworfen. Das Album steht jetzt als mehr...
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 Tanzen! Aber ganz ruhig bleiben...
CD-Kritik: Kasper Bjørke – Standing On Top Of Utopia „Atmosphärische“ oder „sphärische“ Klänge? Ist es eine „Reise“ oder ein „Trip“ auf den uns der Künstler mitnimmt? Eine CD-Kritik zum neuen Kasper-Bjørke-Album, die ohne solche und ähnliche Floskeln auskommt, dürfte Seltenheitswert besitzen, also was darf es sein? Es ist nun mal recht schwer, sich angesichts von „Standing On Top Of Utopia“ nicht in abgeschmackte Allgemeinplätze zu versteigen und auf dem Höhepunkt von „flächigen Arrangements“ zu sprechen.
Der dänische DJ und Produzent, sonst vo mehr...
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 Inspiration ist nicht genug!
CD-Kritik: Good Shoes – No Hope, No Future “Oh cool, The Maccabees!” – “Das sind doch The Rakes, Du Idiot!” – „Neeeee...“ Große Fragezeichen schweben über den Köpfen meiner Mitbewohner. The Wombats? The Pigeon Detectives? Foals? Art Brut? Vier Lieder später ist die Verwirrung nur noch größer. Und auch jetzt fällt es schwer, die neue Platte der Good Shoes „No Hope, No Future“ zu beschreiben, die Grund für das lustige WG-Rätselraten war.
Es ist bekannt, dass sich Bands häufig bei ihren Kollegen „etwas abschauen“ und sich gegenseitig bee mehr...
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 P.S.: Bitte mehr Individualität
CD-Kritik: Kashmir – Trespassers “A list of things that should be said, now weighs a forest on your tongue.” Metaphern stehen hoch im Kurs bei Kashmir aus Dänemark. Bassist Mads Tunebjerg, Schlagzeuger Asger Techau, Keyboarder Henrik Lindstrand und Frontmann Kasper Eistrup dichten, was die poetische Ader hergibt. Das klingt schön, auch in der musikalischen Übersetzung. Fast täuschen sie damit über unmissverständlichere Lyrics hinweg: “Stand up and undress, show me your treasure, the forest I will set ablaze and all that I adore mehr...
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 Malen nach Zahlen
CD-Kritik: Revolverheld – In Farbe Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden möchte, wäre in der Realität wahrscheinlich unglaublich unausstehlich. Warum? Das kann sich jeder vorstellen, der selber mal in der Pubertät war (und Hand aufs Herz, wer war das nicht?). Überzeugt von der eigenen Wichtigkeit, launisch, mal besserwisserisch-rotznasig, dann von unerträglichem Herzschmerz gepackt. Immer unbedingt der Mittelpunkt der Welt.
Und so klingt die neue Revolverheld-Platte. Vermutlich auch nicht so anders als die zwei Vorg mehr...
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 Himmel auf Erden
CD-Kritik: Lou Rhodes – One Good Thing Neues aus England! Lou Rhodes, ihres Zeichen ehemalige Frontfrau der TripHop-Band Lamb, wandelt weiter auf ihren Solopfaden. Mit „One Good Thing“ erscheint jetzt bereits ihr dritter Longplayer, bei dem man wie schon bei den Vorgängern vergeblich nach irgendeiner Art der Elektronik suchen wird. Denn Frau Rhodes hat sich nach der Trennung der Band dem Singer-Songwritertum verschrieben. Und hat dabei offenbar ein neues Heim gefunden.
Ihre Stimme ist wie gemacht für ganz leise, zarte Momentaufnah mehr...
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 Das Phantom kehrt zurück
CD-Kritik: Andrew Lloyd Webber – Love Never Dies Was darf bei keinem Musical-Freak im Regal fehlen? Ganz klar: „Das Phantom der Oper“! Andrew Lloyd Webbers Adaption des Gaston Leroux–Romans ist eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, hat unzählige Preise gewonnen und begeisterte seit seiner Uraufführung 1986 bereits über 100 Millionen Menschen weltweit. Nun hat der Maestro einen zweiten Teil kreiert: „Love never dies“, die Liebe stirbt nie...
Erinnern wir uns zurück: Das spektakuläre Finale in den Katakomben der Pariser Oper, das P mehr...
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 Verzerrte Meditation
CD-Kritik: Gonjasufi – A Sufi And A Killer Auf der Suche nach den Wurzeln des Namens „Gonjasufi“ lässt sich viel lernen. Die Sufi-Tradition beschäftigt sich intensiv mit den mystischen Dimensionen des Islams; hier findet man auch die Tanzenden Derwische, die durch ihre kreiselnde Bewegungs-Meditation den Kontakt zur Perfektion herstellen wollen – vereinfacht gesprochen. Gonja ist der Name eines Königreichs im nördlichen Ghana. So, weit so gut; Wikipedia schlägt in seiner unendlichen Weisheit jedoch noch den Ausdruck „Ganja“ vor. Und unte mehr...
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 Feinster Pop mit Durchhängern
CD-Kritik: OneRepublic – Waking Up (Deluxe Edition 2010) Mit „Apologize“ hatten sie einen Welterfolg, die Nachfolgesingle „Stop and Stare“ schaffte es in vielen Ländern in die Top 10. Nun sind OneRepublic aus Colorado mit ihrem zweiten Studioalbum „Waking Up“ zurück. Das Album soll sich nicht an dem ersten Werk „Dreaming Out Loud“ orientieren, sondern bewusst andere Wege gehen.
Der Einstieg ins neue Album ist gelungen. „Made For You“ ist eine Mischung aus Einleitung für die kommenden Lieder und selbstständigem Song. Besonders das rhythmische Intro mehr...
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 Das Rezept zum Erfolg?
CD-Kritik: Erik Sumo Band feat. Kiss Erszi – The Trouble Soup Man nehme eine siebenköpfige Band, musikalische Einflüsse aus Jazz, Rock und Soul, vermische sie mit sowohl traditionellen ungarischen Folk als auch mit außergewöhnlichen Klängen und voilà, schon hat man Ungarns nächste Indie-Pop Sensation.
Bisher war die Heimat des weltbesten Gulaschs ja nicht gerade für internationale Karrieren im Musikbusiness bekannt und ob das Rezept der Erik Sumo Band genauso einschlägt wie des Deutschen Lieblingsspeise, sei noch dahingestellt. In Ungarn besitzt die Eri mehr...
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 Where Do We Go From Here?
Hitparade: Radiohead – The Bends campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
Große Höhenunterschiede bringen große Unterschiede im Druck mit sich. Der Taucher, der zu schnell an die Wasseroberfläche zurückkehrt, kann mit Komplikationen rechnen; mehr...
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 Rock 'n' Roll für alle Altersklassen
CD-Kritik: Little Red – Listen To Bei den Little Reds könnte man glatt meinen, es handle sich dabei um die australische Ausgabe von Tokio Hotel, nur ewas braver: fünf blutjunge Typen, die eher auf die Schulbank als auf die Bühne gehören, modern gestylt mit viel Kreischpotential für anfällige Teens – bevorzugt natürlich die weiblichen. Ihr Debüt-Album "Listen to Little Red" ist genauso Teenie-massenkompatibel, könnte aber durchaus auch die Mütter und Großmütter ansprechen, denn Little Red spielen fröhlichen Rock, der mal nach den mehr...
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 Klaffende Bildungslücke
CD-Kritik: Ringo Starr – Y Not Ringo Starr. Den Mann muss man nicht groß vorstellen, und wer ihn nicht kennt, der hat eindeutig eine klaffende Bildungslücke.
Als Schlagzeuger der Beatles ist Ringo Starr ein Teil der Musikgeschichte. Was vielleicht weniger bekannt ist, ist dass der Schlagzeuger nicht nur bei den Beatles für den Rhythmus sorgte, sondern auch seit den 1970ern ein fleißiger Solokünstler ist. Das Album mit dem Titel „Y Not“ ist inzwischen Starrs 15. Soloplatte. So stammen die zehn Songs alle aus seiner Feder un mehr...
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 Viel Klischee, wenig Innovation
CD-Kritik: Betontod – GlaubeLiebeHoffnung Als deutsche Punk bzw. Hardrockband mit deutschen Lyrics hat man es wahrlich nicht einfach. Ständig muss man sich mit Größen wie den Onkelz oder den Toten Hosen vergleichen lassen. Oft zu unrecht. Im Falle von Betontod liegt der Vergleich jedoch nicht nur wegen ihrer Entdeckung durch den Ex Hosen Schlagzeuger „Wölli“ ziemlich nahe. Es ist unglaublich, mit welchem Engagement und Power das Quintett aus Rheinberg in die gleiche Bresche schlägt wie die bereits genannten Großen.
Genau hier liegt a mehr...
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 Ich möchte Anfang einer Jugendbewegung sein
Hitparade: Tocotronic – Digital ist besser campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
Wie konnten Tocotronic es schaffen, zu einer Größe in der deutschen Rock-Musik zu werden? Und wenn die es geschafft haben, kann ich das dann auch? Braucht man wirklich mehr...
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 Live und direkt
CD-Kritik: Fettes Brot – Fettes / Brot You've come a long way, baby
Deutscher Rap, rätselhaftes Wesen. Wie war das neulich noch zu lesen? Wo die Fantastischen Vier auf "Tanz" "Responanz" reimen, Bushido mit "Schwanz" seine ganze Eloquenz zur Schau stellt, heißt es bei Fettes Brot nur: Tanz gehört zu Mummenschanz.
Lange schon haben sich die drei in ihrer eigenen Nische eingerichtet; einem Haus, in dem gefeiert wird, in dem unpeinliche Gesellschaftskritik gelingt und die großen Hits geboren werden – inzwischen auch für die mehr...
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 Ein kalter Frühling
CD-Kritik: LoneLady – Nerve Up Da hatten wir letztes Jahr noch mal Glück gehabt, als mit The xx eine ganz außergewöhnliche Kapelle auf den Bühnen der Welt erschien. Das machte die Suche nach dieser einen himmelstürmenden Platte, die wir auch noch Jahre später auf Bestenlisten finden, etwas leichter; nach dem guten Dutzend Songs, die unbestritten an der Spitze 2009 stehen sollten. Und "xx" stoch auch stilistisch aus der Masse, dem Himmel zum Dank.
Einige Monate sind vergangen, ein unnachgiebiger wie trotzig kalter Winter ha mehr...
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 Your Disco Needs You
CD-Kritik: Die Sterne – 24/7 Wie klärt uns Frank Spilker doch gleich zu Beginn der Platte auf: „Ich geh in die Disco, ich will da wohnen.“ Wer will das nicht? Bettzeug auf dem Dancefloor, zum Frühstück an die Theke und den ganzen Tag nur tanzen. Die böse, fiese Welt bleibt draußen, nur für geladene Gäste. Welch schöner Gedanke. Bei jeder gescheiterten Beziehung, jeder Rechnung im Briefkasten und jedem Quatsch-Dialog mit dem Vermieter wieder gerne geträumt.
Die Disco als Refugium
Der Sound des neuen Albums der S mehr...
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 Komm in mein Boot
CD-Kritik: Unheilig – Grosse Freiheit Bislang war Unheilig nur einer Minderheit bekannt. Dies ist nicht verwunderlich, da die Band ihre Wurzeln in der Gothic-Szene hat. Auch ist Unheilig weniger eine Band im herkömmlichen Sinne. Vielmehr handelt es sich um ein Musikprojekt, in dessen Zentrum der „Graf“ steht, der keine weiteren Namen braucht.
Noch weniger braucht er weitere Musiker für sein künstlerisches Schaffen –Texte, Komposition, Arrangements und Gesang kommen alle aus seiner Hand. Lediglich zum Zwecke der Bühnendarbietung s mehr...
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 Leben in voller Lautstärke
CD-Kritik: Aufgang – s/t
Wer oder was sind Aufgang? Es handelt sich bei diesem Trio um zwei klassische Pianisten und einen ausgebildeten Schlagzeuger. Allerdings sind Ami Khalifé und Francesco Tristano nicht die konventionellen klassischen Pianisten und Aymeric Westrich nicht der typisch unterbeschäftigte Konzertschlagzeuger. Neben dem Konzertsaal ist der Club ihr zweites Zuhause.
Rami Khalifé entstammt dem Libanon und einer musikalischen Familie. Sein Vater ist in seinem Heimatland ein berühmter Komponist. Und da d mehr...
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 Zu lieb für Punk, zu simpel für Indie
CD-Kritik: Nukular – Schere im Kopf Im Zuge der Kulturförderung entschied der deutsche Bundestag, Nukulars Debütalbum "Schere im Kopf" zu unterstützen. Dieser Beschluss entspringt wahrscheinlich einer Begeisterung für handzahme Rocker, die sich nicht mit Politik auseinandersetzen. Denn Nukular befasst sich mit viel persönlicheren Dingen als Krieg oder Rechtsradikalismus. Die Texte, welche Sänger "Woody" im Alleingang schreibt, drehen sich entweder um Frauen oder um den Ausbruch aus einer langweiligen Gesellschaft. Immerhin entlehn mehr...
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 Rebellische Früchtchen
CD-Kritik: Turbo Fruits – Echo Kid „Lass mal drauf hauen“ lautet wohl das Motto des Sängers Jonas Stein, ehemals Be your own PET-Mitglied, und seiner dreiköpfigen Musikcombo „Turbo Fruits“. In feinster Garage-Punk-Manie machen die Jungs ordentlich Krach, Spaß und gute Laune sind inklusive.
Wie es sich für anständigen Punk-Rock gehört, haben die meisten Texte Grölpotential, dabei dreht es sich konstant um Frauen und Autos. Die Jungs machen halt nicht nur Spaß, sie haben ihn auch. Das gesamte Album kocht geradezu über vor Energi mehr...
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 Tagesablauf
CD-Kritik: Dukes of Windsor – It's A War Am 12. Februar ließ sich bereits die allererste Single-Auskopplung aus dem gleichnamigen Album "It's A War" von Dukes Of Windsor bewundern. Sie beginnt mit unerwartet einsetzenden Drum-Sounds, um von Synthie-Klängen getragen auf den Bassisten Joe Franklin zu stoßen, der gemeinam mit Sänger Jack Weaving eine glamourös dreckige Atmosphäre erzeugt.
Das Album bleibt diesem Ambiente treu. „Evil Woman“ differenziert sich in Richtung einer groovenden Träumerei aus und ist dabei dynamisch mitreißend. mehr...
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 Kehret in Euch!
CD-Kritik: Amit Erez – Last Night When I Tried To Sleep I Felt The Ocean With My Fingertips Amit Erez ist einer der bekanntesten Singer-/Songwriter Israels, der sich mittlerweile auch international einen recht ansehnlichen Namen gemacht hat. Mit "Last Night When I Tried To Sleep I Felt The Ocean With My Fingertips" erscheint nun das vierte Album des Gitarre spielenden Sängers, ganz leise, still und heimlich.
Die innere Ruhe scheint bei dem Mann einfach angeboren zu sein. Zehn Songs präsentiert er auf seinem neuen Album, rund fünfundvierzig Minuten pure Meditation. Wer dringend mal w mehr...
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 Hard Rock voraus!
CD-Kritik: December Peals – People Have Demons Was ballert denn da Schönes aus den Boxen raus? Diese Frage werden sich alle Liebhaber von gutem Hard Rock stellen, wenn sie die neue December Peals Platte bei sich rotieren lassen. Denn das Werk entpuppt sich schon bei dem ersten Durchhören als ein echter Knaller. In eine sehr knackige Produktion verpackt, feuern die Jungs aus Ibbenbüren (irgendwo bei Osnabrück) ihre dreizehn Energiebündel von Songs auf den Zuhörer ab.
Wer jetzt unbedingt einen Vergleich braucht, findet diesen irgendwo zwisc mehr...
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 The same procedure
CD-Kritik: The Blue Van – Man Up Es bleibt die Frage nach dem „Warum?“. Muss es der Masse denn wirklich immer recht gemacht werden? Die vier Jungs von „The Blue Van“ hatten schon immer einen Faible für das Einfache, Natürliche. Bodenständiger 60s-Rock ohne Kompromisse. Die Vorbilder heißen The Beatles, The Who, The Kinks und das hört man in jedem einzelnen Takt. Nach längeren Scherereien und letztlich Wechsel des Labels erscheint nun ihr drittes Album „Man Up“ auch endlich in Deutschland. Überraschungen birgt es nicht.
Nach mehr...
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 Vierköpfige Lust am Experiment – ein anstrengendes Debütalbum
CD-Kritik: So So Modern – Crude Futures Sehr sympathisch und sich gleichzeitig vielleicht etwas zu wichtig nehmend, beschreiben “So So Modern” ihre musikalischen Beweggründe: Eine bedeutungsvollere, freudigere Zukunft, ist es, die sie schaffen wollen. Nach etlichen, größtenteils selbst produzierten EPs, die allesamt in überschaubaren Auflagen erschienen sind, soll dieser Versuch nun mit dem ersten Album der Neuseeländer gelingen.
Leider ist die mit einem solch ansprechenden Cover versehene Platte ein sehr durchwachsenes Machwerk. A mehr...
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 Gediegener Indie-Gitarren-Pop aus Deutschland
CD-Kritik: Velveteen – 27 Deutschsprachiger Indie-Pop hat sich hierzulande mittlerweile gut etabliert. Gute deutsche Indie-Bands, die sich an englische Lyrics wagen, sind dafür eher rar gesät. "Velveteen" gehören zu diesem kleinen erlesenen Kreis, der sich international schon recht gut etablieren konnte, sich dafür wohl aber auch ewig den Vergleich mit "Death cab for cutie" gefallen lassen muss.
Die vierköpfige Band aus Frankfurt legt mit "27" bereits das vierte Studioalbum vor und überzeugt mit stimmigen Gitarrenrock mehr...
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 Zum Abschied
CD-Kritik: Johnny Cash – American VI: Ain't No Grave Zwischen 1994 und seinem Tod im Jahr 2003 arbeitete Johnny Cash mit seinem guten Freund, dem bekannten Produzent und Rap-Label-Gründer, Rick Rubin zusammen. Das erste Resultat dieser musikalischen Zusammenarbeit war das Album „American Recordings“, mit dem der gealterte Country-Star sein Comeback feierte und auch bei einer neuen Generation von Musikhörern deutlichen Anklang fand. Rubin und Cash präsentierten darauf ruhigen, melancholischen, auf das Wesentliche reduzierten Country – ein alter Cow mehr...
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 Wenn Gamer Musik machen...
CD-Kritik: Hadouken! – For The Masses ...dann nennt sich das „Hadouken!“. Schon der Name ist einem Videospiel entlehnt (Street Fighter) und auch die Musik lässt diesen Faible für Konsolen und PC überdeutlich erkennen. Rasanter Grime vermischt sich mit dancigem Indierock und einer gehörigen Portion New Rave, dabei werden die Grenzen gnadenlos ausgereizt. Das Endergebnis? Exorbitant vielschichtig, extrem – schlicht und einfach: „For The Masses“ – oder?
Exzessiv reizen die fünf Köpfe um Sänger und Produzent James Smith alle musikali mehr...
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 Im Norden scheppert's wieder
CD-Kritik: Streetwaves – The Pleasure To End All Pleasures Ach ja, der hohe Norden. Draußen herrscht klirrende Kälte, drinnen klirren die Gitarren. Als hätte man rein gar nichts anderes zu tun, produziert man einen formidablen Rock-Act nach dem anderen, ohne Pause tauchen neue Bands auf, die wissen, wie man es anständig krachen lässt. Nun wollen sich also die „Streetwaves“ aus Schweden auch in diese Riege einreihen, ihr Debütalbum „The Pleasure To End All Pleasures“ dürfte da schon mal keine schlechte Empfehlung sein.
Schweden, das Mekka des skandina mehr...
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 Preziosen, die von der Decke regnen
CD-Kritik: The Postmarks – Memoirs At The End Of The World Der Guardian hat sicher nicht so unrecht, wenn er im Zusammenhang der neuesten Postmarks-Veröffentlichung die seligen Cardigans und den noch seligeren Burt Bacharach ins Spiel bringt. Und ebenso richtig machen es alle, die da ein kleines Bisschen aus dem Häuschen geraten ob der "Memoirs At The End Of The World".
Um auf die großen Referenzen zurückzukommen: Bacharach bringt seine Streicher mit, die sich hier wie da in pompöse Emotionen ergießen: Glück und hach, noch mehr Glück können nahe beie mehr...
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 Denglish lässt grüßen
CD-Kritik: La Stampa – Pictures Never Stop „La Stampa“ ist eine der größten italienischen Tageszeitungen. Was sagt das über eine Band aus, wenn sie sich mit demselben Namen schmückt? Will man das Weltgeschehen musikalisch an den Mann bringen? Möglich wäre es, guckt man sich die Zusammensetzung der Herrschaften einmal genauer an: zwei Kunstkritiker (Jörg Heiser und Jan Verwoert), ein Experimental-Elektroniker (Günther Reznioek), ein Ex-Tennisprofi (Thomas Hug) und ein Balkanfilm-Impresario (Jons Vukorep). Gesetzte Herren, die ihre zweite mehr...
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 Hat der Teufel ein Billy-Regal?
CD-Kritik: Satan Takes A Holiday – s/t Es könnte eine Frage aus dem Erdkundeunterricht sein: Was sind die drei Hauptexportprodukte von Schweden? „Öhm... Knäckebrot, Ikeamöbel und Rockbands“ würde jetzt sicherlich eine mögliche Antwort lauten. Zugegeben, es geht schon sehr in Richtung Klischeevorstellung, aber ganz falsch ist es wohl nicht.
Während ich in meinem schmucken Sitzmöbel Modell „Poäng“ eine Scheibe Wasa-Mjölk genieße, bleiben auch meine Lautsprecher von schwedischen Esprit nicht unberührt. Deren Membranen werden vom Debu mehr...
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 Nothing Ventured, Nothing Gained
CD-Kritik: Peter Gabriel – Scratch My Back Peter Gabriel macht es sich wirklich nicht leicht – aber leicht wäre ja wahrscheinlich auch nicht interessant genug. In den 1980ern wurde er mit Songs wie „Sledgehammer“ oder „Don't Give Up“ zum Mega-Star, Musik war jedoch nicht mehr sein einziges Hobby. Die Popularisierung der Menschenrechte und der Weltmusik statt einem Kampf an der Frontlinie des Pop, das kostet Rampenlicht. 1992 knüpfte das Album „Us“ mit „Digging in the Dirt“ noch an den Erfolg an, danach machte Gabriel sich rar und erschie mehr...
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 Langzeitstudenten fern der Hochschule
CD-Kritik: ScheinFrei? – Alles Klar! „ScheinFrei?“, das klingt nach einer Anspielung auf das Studenten-Leben – fast schon zu offensichtlich. Die Band selber weicht bei dem Thema aus, es könne ja auch um den Verlust des Führerscheins gehen oder um philosophische Existenzfragen. So weitläufig kann man dann auch den Inhalt der Songtexte zusammenfassen; die Hochschul-Zeit wird jedoch eher nicht besungen. Aber manchen Gefühlen begegnet man ja in allen Lebensphasen, warum also nicht auch an der Uni.
Die Bandgeschichte liegt ein wenig mehr...
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 Abgerundete Träume
CD-Kritik: Timothy B. Schmit – Expando Wer die Eagles kennt, kennt auch ihren Bassisten Timothy B. Schmit. Doch wer kennt ihn als Backgroundsänger von Top-Bands und Sängern wie Crosby, Ringo Starr und Elton John? Dort hat er sich nämlich schon früh neben seiner eigentlichen Karriere als Bassist bei den Eagles ein Namen gemacht. An diesen konnte er nach dem Ende der Eagles anknüpfen und hat bisher vier Solo-Alben veröffentlicht.
Und nun, nach achtjähriger Abwesenheit ist er zurück mit seinem fünften Studioalbum Expando. Oder sollt mehr...
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 Eurodance auf amerikanisch
CD-Kritik: Owl City – Ocean Eyes "Fireflies" ist seit ein paar Wochen in der Dauerrotation der Radiosender und Adam Young wird mit seinem Projekt "Owl City" als vielversprechender Newcomer gefeiert. Dabei ist "Ocean eyes" schon das dritte Album des kreativen Köpfchens aus Owatonna / Minnesota – daher auch der Name "Owl City". Young ist ein Allrounder, der den Großteil der Arbeit selbst übernimmt – vom Songwriting bis hin zur Produktion.
Das Konzept ist so simpel wie verblüffend: ein paar Synthies, ein paar Stimmenverzerrer, mehr...
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 Ein Album, zwei Sprachen
CD-Kritik: Tommy Finke – Poet der Affen / Poet of the Apes Es kommt nicht oft vor, dass ein Album eines Interpreten in zwei verschiedenen Sprachen veröffentlicht wird. Tokio Hotel sind mit ihrem Album „Zimmer 483“ bzw. „Scream / Room 483“ wohl noch das bekannteste Beispiel einer eher seltenen Erscheinung in der Musikwelt. Das Album „Poet der Affen / Poet of the Apes“ vom Sänger und Songwriter Tommy Finke ist solch eine Rarität.
Tommy Finke & Band aus Bochum stehen für guten deutschen Indiepop. Musikalische Vorbilder sind Oasis, The Police und die Bea mehr...
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 Zurück mit einem Meisterstück
CD-Kritik: Sade – Soldier of Love Na da schau her, wer auch mal wieder von sich hören lässt: Sade sind zurück! Und wie schon so oft haben sie wieder mal einen Paukenschlag vollbracht. Ihr neues Album „Soldier of Love“, das Anfang Februar erschienen ist, stieg nonchalant mal eben auf Platz zwei in den deutschen Album-Charts ein.
Schon in den Achtziger Jahren feierte die Soul-Pop-Band fulminante Erfolge, ihr Debütalbum „Diamond Life“ hielt sich allein in Deutschland 77 Wochen in den Album-Charts, zehn davon sogar auf Platz eins mehr...
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 Nach dem Beben ist vor dem Beben
CD-Kritik: Fettes Brot – Jein Single (2010) Wo wir uns im Moment auf der Richter-Skala befinden? Des Rezensenten Einschätzung nach im unteren Bereich, aber hell, wie schnell kann sich das ändern. Fettes Brot haben das immer wieder bewiesen – legen mit zwei Live-Alben "Fettes" und "Brot" aber noch diesen Monat stichhaltig vor.
Bis dahin der Teaser zum Fest: "Jein", aufgebohnert, poliert, einmal fallen gelassen und in neue Kostüme gesteckt. Der Song, der vor vielen Jahren einst die Hamburger Schule ankündigte, Titeltrack für viele mehr...
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 E wie Ehrlich
CD-Kritik: Eels – End Times Sieben Monate ist es her, dass ich an dieser Stelle die Ungerechtigkeit anprangerte, dass die Eels nicht die größte Band der Welt sind. In diesen sieben Monaten hat sich dieser Missstand noch vergrößert. Nicht nur, dass sie nicht sprunghaft populärer wurden, sie wurden es nicht, obwohl sie mit „Hombre Lobo“ ein weiteres großartiges Werk veröffentlichten.
Dass nur kurze Zeit später mit „End Times“ das nächste Album kommt, wird ihnen nicht helfen. Denn so sperrig wie jetzt klangen die Eels höch mehr...
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 Kubistische Pop-Hippies
CD-Kritik: Local Natives – Gorilla Manor Gemein gemein gemein. Kaum ist die Platte eingelegt, schon regnet es Namen anderer Bands. Grizzly Bear! Fleet Foxes! Band of Horses! Klappernde Percussions, zwitschernde Gitarren, darüber säuselnder Harmoniegesang, alles so oder ähnlich bekannt. Die Local Natives bewegen sich stark innerhalb der musikalischen Koordinaten genannter Bands und deren Artverwandter. Den Innovationspreis der Innung für bärtigen Indiepop werden die Local Natives mit ihrem Debüt nicht gewinnen, möchte man meinen. Thema mehr...
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 Flotter Abgang
CD-Kritik: Puppetmastaz – The Break Up Nach sieben Alben in acht Jahren soll nun also Schluss sein. Die Spielzeugband Puppetmastaz, die aus liebevoll gestalteten Handpuppen samt Rappern besteht, geht in Zukunft getrennter Wege. Als Abschiedsgeschenk hinterlassen die Meister des musikalischen Kasperletheaters ein experimentierfreudiges HipHop-Album, das trotz vieler unterschiedlicher Einzelinterpreten als Ganzes zu gefallen weiß.
Dass die Rap-Combo nicht nur durch ihre skurrile Bühnenshow überzeugen kann, war bereits vor ihrer Tren mehr...
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 Trocknet Eure Tränen
CD-Kritik: The Unwinding Hours – s/t Da stehen Craig B und Iain Cook nun auf den qualmenden Trümmern ihrer Band Aereogramme, die sich 2007 auflöste. Zunächst nur als loses musikalisches Nebenprojekt geplant, veröffentlichen sie jetzt als The Unwinding Hours ihr selbstbetiteltes Debütlalbum und führen fort, was mit "My Heart Has A Wish That You Would Not Go", dem letzten Aereogramme-Album, begonnen wurde.
Die emotionalen Eruptionen werden nicht mehr herausgeschrien und finden auch nicht mehr in heftigen Noise-Attacken statt, wie mehr...
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 Haarspalterei im Detail
CD-Kritik: Field Music – Measure Field Music schreiben formvollendet – selbst wenn sie lediglich ihren Myspace Blog updaten und für ihr neues Album „Field Music (Measure)“ werben. „Pedantry of the highest order!”, ein Motto, das die Sunderlander (UK) nicht nur literarisch, sondern auch musikalisch ausleben. Mitunter versandet die Liebe zum Detail jedoch in nervenzehrender Haarspalterei.
Und dann weiß man als Hörer nicht genau, wohin die Reise eigentlich führen soll. Eine in 20 Lieder gepresste, 70-minütige Dauerbeschallung v mehr...
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 Aller guten Dinge sind drei
DVD-Kritik: KISS – Kissology Vol. 3 Ja, es ist eine abgedroschene Phrase, die hier bemüht wird, doch so lahm die Überschrift zu dieser Rezension, so fulminant ist der Inhalt der „Kissology Vol. 3“.
Über die „Kissology Vol.2“ haben wir uns ja schon recht positiv geäußert, die dritte DVD-Box setzt nun noch eins drauf und ist mit 5 DVDs und über 10 Stunden bis zum Bersten gefüllt. Wie schon ihre beiden Vorgänger beleuchtet auch Vol. 3 eine bestimmte Phase der Band mehr...
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 Bonjour Tristesse
CD-Kritik: Michael Bolton – One World One Love Michael Bolton gehört zu den ganz großen Namen im Musikgeschäft. Seine ersten Gehversuche in der der musikalischen Welt unternahm er bereits im zarten Alter von 15 Jahren. Seinen Durchbruch als Sänger hatte er in den späten 1980er Jahren. In den USA konnte er mehrere Nummer 1 Hits verbuchen, seine größte Ehrung war jedoch die Oscarnominierung für den Titelsong zum Disney-Trickfilm „Hercules“.
Neben seiner Karriere als Solokünstler war Michael Bolton auch als Songschreiber sehr erfolgreich und mehr...
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 Hippie-Renaissance mit Schieflage
CD-Kritik: Florian Horwarth – Speak to me now „Er ist cool, er ist schön, und seine Musik ist es auch. Außerdem ist sie wild und sehr akustisch, so akustisch, dass es scheppert, und das ist viel wert“ urteilte der Element of Crime – Sänger Sven Regener dereinst über Florian Horwarth. Große Worte, die große Erwartungen schüren. Und das bei der Mischung, die der Innsbrucker liefert: Ehemaliger DJ, Österreicher, Folkmusik. Ja, FOLK – nicht Volksmusik. Das klingt einfach dermaßen kurios, dass es aus purer Neugier gehört werden will.
Ob er se mehr...
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 The Hills Are Alive With The Smell Of Music
CD-Kritik: V/A – Silke Wilhelm I: Audiovisual Couture Vol. 1 by koweSix Eigentlich schade, wenn das Rezensions-Exemplar einer CD ohne Artwork verschickt wird. So kann man zwar die Musik bewerten, nicht aber das Drumherum. Und das wäre in diesem Fall mal richtig spannend geworden: Die Doppel-CD „Silke Wilhelm I: Audiovisual Couture Vol. 1 by koweSix“ kommt nämlich komplett mit zwei Parfüm-Proben in den Handel.
Mode-Designerin Silke Wilhelm I. arbeitet schon seit längerem mit DJ koweSix von Moonbootica. „Audiovisual Couture“ lautet das Stichwort, und tatsächlich si mehr...
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 Die Erfindung des Britpops
Hitparade: The Smiths – Meat Is Murder campus-web.de stellt an dieser Stelle in der Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
In nur fünf Jahren Bandgeschichte veröffentlichte die britische Band The Smiths vier Studioalben; heute werden sie oft als Erfinder des Britpops bezeichnet. Dank der e mehr...
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 The Intersphere – Interspheres > < Atmospheres
CD-Kritik: Hoffnungsvoller Newcomer? Mit einem neuen Bandnamen ist es wie mit einer neuen Frisur: es ist ein Befreiungsschlag, ein kreativer Neuanfang – ein Look, mit dem man sich als Band vollkommen identifizieren kann. Bis 2009 hießen die Mannheimer noch „The Hesslers“. Heute sind sie eine Einheit, die sich nicht mehr mit dem Namen eines einzelnen Bandmitgliedes schmücken will. Ursprünglich benannt nach dem Kopf der Band, Christoph Hessler, haben The Intersphere in kürzester Zeit einen erfolgreichen Weg eingeschlagen.
Gleich z mehr...
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 The Black Box Revelation – Silver Threats
CD-Kritik: Gegen die Gesetze des Marktes. Garagiger Bluesrock aus Belgien, für den man die Referenz-Schublade lieber gleich zu lässt, da sonst allzu viele Namen herausschießen. Nichts bahnbrechend Neues, doch wie so häufig gilt auch hier der Zusatz: „...aber hervorragend gemacht“. Wurde das Debüt „Set Your head On Fire“, inklusive Semi-Hit „I think I like you“, vor zwei Jahren in LA eingeprügelt, fanden die Aufnahmen zu „Silver Threats“ im Konk-Studio zu London statt. Und wer sich dieses altehrwürdige Gemäuer für eine Produktion aussuch mehr...
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 Bibi Tanga & The Selenites – Dunya
CD-Kritik: Die Unvollendete Frankreich steht gemeinhin für gutes Essen und guten Wein. Musikalisch ist das Land der Chansons zumeist etwas eigen und außergewöhnlich, man experimentiert eben gerne und mag üppige Elektronik. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, im Gegenteil. Doch Bibi Tanga und seine Band The Selenites liefern mit ihrem neuen Album eher ein Paradebeispiel für ersteres.
Funk mit Afrobeats, etwas Soul, etwas Groove und natürlich die obligatorischen Elektro-Elemente. Dazu Texte auf Französisch, Sango und mehr...
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 My Glorious – Home Is Where The Heart Breaks
CD-Kritik: Die Band des Zeitreisenden. Die Welt der Musik wandelt sich ständig. Meist bemerkt man das gar nicht, schließlich hat man ja auch andere Sachen zu tun. Dann und wann zieht man aber ein altes Album aus dem Regal, und plötzlich wundert man sich, wie anders die Produktion von vergleichbarer Musik vor gar nicht mal so vielen Jahren ablief. Oder wie lange man offenbar ein bestimmtes Genre schon nicht mehr gehört hat.
„Home Is Where The Heart Breaks“, das Debütalbum der Wiener Band My Glorious, hat einen ganz ähnlichen Effekt mehr...
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 OK Go – Of The Blue Colour Of The Sky
CD-Kritik: Here It Goes Again. Wer irgendwann bei den Simpsons parodiert wird, darf sich auf die Schulter klopfen: Er ist im Gedächtnis der Popkultur verewigt. Die Band OK Go hat genau das mit ihrem Video zum Song „Here It Goes Again“ aus dem Jahr 2006 erreicht. Die Laufband-Choreographie wurde millionenfach bei YouTube angeschaut, live bei den MTV Video Music Awards aufgeführt und landete schließlich in Springfield. Eigentlich kann man sich jetzt zur Ruh mehr...
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 David Bowie – A Reality Tour
CD-Kritik: More Bowie for the buck. Was kann man über David Bowie schreiben, wenn man auf Superlative und die üblichen abgeschmackten Phrasen wie “eben eine Legende”, “Ausnahmekünstler” etc. verzichten möchte?
Richtig, es bleibt nicht viel, was man schreiben kann, da alles andere gnadenlose Euphemismen wären. David Bowie, 1947 in London als David Robert Heyward-Jones geboren, ist einer der erfolg- und einflussreichsten Musiker der zeitgenössischen Musik. Die Karriere des Briten ist beispiellos: bereits in den frühen 1960er Jahr mehr...
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 V/A – Same Same But Different OST
CD-Kritik: Different Different, doch durcheinander. Auf nach Kambodscha! Oder vielleicht auch nicht. Der Soundtrack zu Detlev Bucks neuem Film „Same Same But Different“ führt musikalisch eher nach Frankreich als zum Schauplatz der Handlung. Zur Erinnerung hier die Story: Ein deutscher Backpacker findet in Kambodscha die unsterbliche Liebe und muss sich damit arrangieren, dass die Angebetete eine HIV-positive Prostituierte ist.
14 Stücke haben es auf die CD geschafft; fast a mehr...
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 Boyz II Men – Love
CD-Kritik: Love will keep us alive. Bisher hat noch jeder außenstehende Beobachter mit der gleichen Frage auf diese CD reagiert: „Die gibt’s noch?“ 'Die', das sind Boyz II Men; ursprünglich ein Gesangs-Quartett, inzwischen nur noch ein Trio, mit ihrem Song „End Of The Road“ 1992 in die Musikgeschichte eingegangen. Nächstes Jahr wird das 20-Jährige gefeiert – mit einer Kreuzfahrt (Anmeldung ab sofort möglich). Tatsächlich schienen Boyz II Men aber schon seit längerem am Ende der Straße zu stehen; nach zwei Hit-Alben gingen die Verk mehr...
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 Jochen Distelmeyer – Regen EP
CD-Kritik: Ich hab' gestern Nacht nichts versäumt, denn ich hab' nur von Dir geträumt. Der Sänger von Blumfeld hat nun denn vor einigen Monaten unter dem Kampftitel "Heavy" sein Solo-Debüt vorgelegt und tatsächlich weht es "heavy" durch die Platte, die von Existenz singt, von Lebensgüte und Alltag, seltener von Ekel und öfter von Umarmung. Kleinere Verschiebungen beiseite gedacht, ist in Distelmeyers Kunst also alles beim alten geblieben.
Kitsch und Drama, Ernst und Spaß, Schlager und Indie liegen dicht beieinander, was uns hier wieder eindrucksvoll vor Augen geführt wird. "Reg mehr...
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 Studnitzky – Egis
CD-Kritik: Watte über der Großstadt. Sebastian Sudnitzky stammt aus dem Schwarzwald, Berlin wurde dagegen seine Wahlheimat, was bei Musikern ja nicht groß erstaunt. Seine Musik passt aber auch besser in eine Metropole. Das Album „Egis“ bietet Jazz für die späten Stunden der Nacht, und die sähen in ländlichen Gebieten bestimmt anders aus. Mal treibt man unruhig durch die Weltgeschichte, dann entspannt man sich wieder irgendwo auf dem fetten Ledersofa einer verglasten Lounge.
Die Trompete ist Studnitzkys Hauptinstrument, daneben s mehr...
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 Band Of Skulls – Baby Darling Doll Face Honey
CD-Kritik: Böse oder nicht? Band of Skulls – klingt böse, düster, vielleicht ein bisschen nach Gothic-Rock à la Evanescence oder HIM. Immerhin durften sie bereits einen Song zum Blockbuster New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde beisteuern. Soviel wie New Moon mit echtem Vampirhorror zu tun hat, klingen Band of Skulls nach ihren düsteren Kollegen.
Das britische Trio gibt es gerade mal ein Jahr und schon zeigen sie auf ihrem Erstling eine erfrischende musikalische Bandbreite, die sich kaum in eine Schublade pr mehr...
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 Jaga Jazzist – One-Armed Bandit
CD-Kritik: Zehn Jungs und ein Musikbaukasten. Wenn jazzige Blasinstrumente auf E-Gitarren und Synthesizer treffen, was passiert dann? Entweder ist der ein oder andere Musiker im falschen Raum, oder ein paar experimentierfreudige Jungspunde haben sich zusammengefunden, um ihrer Leidenschaft für unkonventionelle Musikformen zu frönen. Bei Jaga Jazzist ist letzteres der Fall.
Seit über fünfzehn Jahren stehen die zehn Jungs aus Norwegen nun schon gemeinsam auf der Bühne, als die Band 1994 gegründet wurde, waren einige der Multitalente (die a mehr...
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 Le Peuple De L'Herbe – Tilt
CD-Kritik: Eine kleine Prise von allem. Die französische Kapelle Le Peuple De L’Herbe sind ein hervorragendes Beispiel solcher Musiker, die aus Prinzip gegen jegliches Schubladendenken anarbeiten. Munter greifen sie dabei in den Rock-, Dub-, Hiphop- und Funk-Topf und verrühren alles zu einem experimentellen Brei.
Das tun sie nun bereits seit 1997, wo sie durch die Gründungsväter DJ Pee und DJ Stani in Lyon erschaffen wurden. Mit der Zeit gesellten sich dann so unterschiedliche musikalische Genies wie Trompeter N’Zeng, Bassgitarrist mehr...
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 Chelsy – Sweet Medicine
CD-Kritik: Netter Heimatpop. Singer-Songwriting ist ja immer noch schwer in Mode und so langsam wird’s inflationär. Nur wenige Vertreter dieses Genres schaffen es nachhaltig in die Gehörgänge und Herzen des geneigten Hörers. Ob das Chelsy mit ihrem Debüt-Album gelingen wird? Das Trio aus Mülheim an der Ruhr liefert mit dem Erstling ein nettes Pop-Scheibchen mit putzigen Melodien, harmlosen Arrangements und dünnem Gesang.
Ihre "tiefe Liebe zum klassischen Songwriting" bestimmt ihr Tun – dabei heißt Musik lieben nun mal ni mehr...
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 Sido – Aggro Berlin
CD-Kritik: In Berlin und dann in deinem Zimmer. Ist das schon lange her. 2003 konnte man den damaligen Musiksender Viva, die älteren werden sich erinnern, einschalten und einen ziemlich erfolgreichen und gleichzeitig radikalen Videoclip sehen: „Mein Block“ von Sido. Hip Hop in Deutschland, das war bis dahin Fettes Brot und Fanta 4 gewesen, und als Gipfel der Credibility Samy Deluxe, Torch, und Ferris MC. Härter wurde erfolgreicher deutscher Rap nicht. Und jetzt hüpfte da ein Typ durch einen Plattenbau, der sich via Maske konsequent der Gesich mehr...
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 Too Strong – Rap Musik Is Live Musik - Remix Album
CD-Kritik: Ein gelungenes Remix-Album von den Altmeistern des lyrischen Kung-Fu. Too Strong sind wieder “back auf den Straßen” (aus „Bring The Beat Back“ – zwei Versionen). Diesmal in alter Karosse aber getuned und gepimpt. Ein paar Monate nach ihrem letzten Streich sind die Ruhrpott-Rapper jetzt wieder mit neuen Beats und ihrem Remix-Album von der LP “Rap Musik Is Live Musik” auf dem Markt.
Etwas abgespeckt präsentiert sich dem Hörer das Remix-Album von den Rap und Hip-Hop Legenden um Too-Strong. Das soll aber nicht heißen, dass sich die Deutschen Rapveteranen „Pure Doze mehr...
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 Samavayo – One Million Things
CD-Kritik: Es dröhnt, es kracht, es brennt. „Fuel“ heißt „Benzin“. Ein Gemisch aus hunderten verschiedenen Stoffen. Was darf man erwarten, wenn eine Band, die mit sauberstem Stonerrock angefangen hat, nach diversen Pop- und Rock-Experimenten einen eigenen Stil kreiert und diesen dann „Fuel“ nennt?
Bei Samavayo bedeutet es: keine Dominanz einer bestimmten Komponente. House, Country, Heavy Metal, gar Hip-Hop- alles, was ihre Heimat Berlin zu bieten hat, wollten die vier Jungs um Frontmann Behrang Alavi vereinen und daraus ihren ganz eige mehr...
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 Bone Thugs-N-Harmony – The Untold Story: Uni5 The Prequel
CD-Kritik: Noch immer alles 'Thuggish Ruggish'. Nachdem die Clevelander Rap-Crew zwischenzeitlich zum Trio geschrumpft war, haben sich mittlerweile alle fünf Bone Thugs – Bizzy Bone, Wish Bone, Krayzie Bone, Layzie Bone und Flesh N Bone – wieder zusammengefunden und für dieses Jahr das heiß ersehnte Quasi-Comeback-Album „Uni5“ angekündigt.
Da die Fünf für „Uni5“ noch etwas Zeit benötigen und die Fans auf neues Material warten, wird nun zum „Verkürzen der Wartezeit“ erstmal „Uni5 The Prequel“ veröffentlicht. Dieses Album enthält größtenteil mehr...
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 The Rolling Stones – Get Yer Ya-Ya's Out
CD-Kritik: Zeitreisen! Digital aufgemöbelt macht das erste weltweit veröffentlichte Live-Album der Stones auch nach 40 Jahren noch richtig Spaß. Die ehrwürdigen Aufnahmen aus dem New Yorker Madison Square Garden gelten in Fankreisen als beste Liveaufnahmen der britischen Band überhaupt. Und das zurecht – fühlt man sich beim Durchhören des neu aufgelegten und abgemischten Albums doch prompt in eine Zeit zurückversetzt, in denen Achselhaare die angesagtesten Accessoires in der Damenwelt waren und LSD zur Hausapotheke ge mehr...
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 Elvis Presley – Elvis 75
CD-Kritik: Der King – sonst nichts. Ein Abgott feiert Jubiläum. Nein, nicht Geburtstag, das ist ein allzu menschliches Wort für einen, der den Status „Mensch“ lange hinter sich gelassen hat. Das Phänomen Elvis Presley hat die 75 Jahre erreicht. Die Gelegenheit für alle, die jemals etwas mit ihm zu tun hatten, sich nochmal zu Wort zu melden und zu erzählen. Für alle, die das Phänomen vermarkten dürfen, eine weitere Gelegenheit, es in bare Münze zu verwandeln.
Wieviele Elvis-Compilations gibt es inzwischen? Hunderte? Tausende? Ma mehr...
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 Mary J. Blige – Stronger With Each Tear
CD-Kritik: Solide Einfalt. “No more drama” verkündete Mary J. Blige vor Jahren auf ihrem gleichnamigen Album. Wer sich das aktuelle Album der Queen of Hip Hop-Soul anhört, merkt davon aber nicht viel. Denn was wäre ein Album von Mary, in dem es nicht um gebrochene Herzen und zerrüttete Beziehungen geht. Eben. Und so bietet „Stronger With Each Tear“ auch keine Überraschungen, außer vielleicht, dass es keine Überraschungen gibt.
Mary J. Bliges Musik ist seit Tag und Jahr gleich. Da gibt es immer die Disko-Stampfer mit ei mehr...
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 Solveig Slettahjell – Tarpan Seasons
CD-Kritik: Zwischen Wollust und Kinderzimmer. Solveig Slettahjell und ihr Slow Motion Orchestra; Die Bezeichnung „Slow Motion“ lässt bereits vermuten, dass es sich bei der Platte um eher ruhigere Töne in einer langsamen Gangart handeln könnte. Und genau so stellt es sich denn auch tatsächlich dar: melodisch-leise Jazzklänge, meist reduziert auf minimalsten Instrumenteneinsatz und dazu eine samtig-weiche Stimme, die nur selten eine gewisse Mindestlautstärke übersteigt.
„So what is it then, that thrills you, that moves you?” fragt die Säng mehr...
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 R. Kelly – Untitled
CD-Kritik: Sex In The Morning, Sex All Day. "Sex in the morning, sex all day" – viel mehr kann man wirklich nicht zur neuen Platte von R. Kelly sagen. Obwohl – natürlich auch "sex in the evening, sex all night". Davon träumt der gute R. im Stück „Echo“, und damit der Traum wahr wird, hat er seine Freundin schon telefonisch bei der Arbeit abgemeldet, die Wohnungstür angelehnt und sich nackt aufs Bett gelegt. Vermutlich läuft „Untitled“ irgendwo im Hintergund, stört nicht und beschallt das Schlafzimmer mit handelsüblichen R’n’B-Beats.
„U mehr...
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 Stanfour – Rise And Fall
CD-Kritik: Leicht verdaulicher Rock-Pop made in Germany. Hin und wieder lässt man sich ja gern mal von Mainstream-Songs einwickeln und dafür haben Stanfour definitiv ein Händchen. Vor knapp zwei Jahren kam man an ihrer Edelschnulze "For all lovers" kaum vorbei. So sehr sich der Song auch einprägte, von Stanfour hörte man nicht allzu viel. Dabei durften sie schon einige namhafte Bands supporten: erst die Backstreet Boys und im vergangenen Herbst das norwegische Pop-Trio a-ha.
Zur Zeit läuft ihr "Wishing you well" in den Radiostationen rauf und runte mehr...
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 Adam Arcuragi – I Am Become Joy
CD-Kritik: I'm a poor lonesome Cowboy... Adam Arcuragi ist ein Südstaatenkind aus Pennsylvania, aufgewachsen in den rauen Lebensverhältnissen des Landlebens und unbestreitbar von der uralten, melancholischen Provinz-Mentalität ihrer Bevölkerung geprägt. So sind Folkklänge unvermeidlich, dazu eine sanfte, und doch maskuline Stimme und obendrauf noch traurig-schöne Texte über die Liebe und die Unwägbarkeiten des menschlichen Daseins an sich.
Aufgenommen wurden die Songs alle bei Live-Auftritten. Durch das immer wiederkehrende Gemurmel mehr...
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 Stereo Total – No Controles
CD-Kritik: Keine Sprachbarrieren. Blinkend, quirlig und schrill wie eine bunte Kirmesbuden-Leuchtreklame machen Stereo Total auf sich aufmerksam. Der Synthesizer brummt, fiept, surrt und mischt Gitarren und Rhythmen zu einem Durcheinander aus Elektro, Garage, Rock 'n Roll, French-Pop, Disco und Chanson. Die Texte sind größtenteils sinnfrei, die Musik klingt in der Regel ziemlich verstrahlt – man kann sie nur mögen oder meiden.
Ungeachtet dessen stellt sich mit der neuen Platte des Duos eine ganz andere Frage: denn eigentlich mehr...
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 Paul McCartney – Good Evening New York City
CD-Kritik: "For well you know that it’s a fool who plays it cool." Ein kurzer Gedankenhopser zurück in das Jahr 1965. Die Beatles sind in Europa schön die größte Band der Welt, aber Amerika gilt es noch zu erobern. Sie beginnen ihren Siegeszug im Shea-Stadium in New York vor über 55 000 Menschen. 44 Jahre später ist das Shea abgerissen worden und auf seinen Ruinen das „Citi Field“ gebaut worden, die modernste Baseball-Arena der USA. Und weil die Beatles diese natürlich nicht eröffnen konnten, erledigte das Paul McCartney eben alleine.
Dass diese Show auf de mehr...
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 Timbaland – Timbaland Presents: Shock Value II
CD-Kritik: Beim Besten nichts Neues. Seit Jahren gilt Timbaland als einer der ganz großen Musikproduzenten. Anfangs noch ausschließlich im Rapgenre unterwegs, gelang es Timbo, neben der Entdeckung und Förderung diverser Stars, zuerst die gesamte Black Music – Szene und schließlich den Mainstream-Pop (und sogar –Rock) mit seinen prägnanten Beats zu erobern. So verdanken unzählige Künstler dem guten Timbo ihre Top-Chartbreaker. Wahrscheinlich gibt es seit Jahren keine Single-Top Ten ohne mindestens einen von Timbaland produzierten So mehr...
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 Eminem – Relapse: Refill
CD-Kritik: Nachschlag. Anstatt, wie ursprünglich einmal angekündigt, ein komplett neues Album mit dem Titel „Relapse 2“ zu veröffentlichen, hat sich Mr. Mathers dazu entschieden, sein neues Material als Bonus-CD der Neuveröffentlichung von „Relapse“ unters Volk zu bringen. Darauf befinden sich sieben neue Tracks.
Den Anfang macht der fast sechsminütige Ohrwurm „Forever“ (feat. Drake, Kanye West & Lil Wayne), der sich bereits beim ersten Durchlauf in den Gehörgängen festkrallt. Der poppige Rap-Song, auf dem Eminem mehr...
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 V/A – Krautrock - Masters & Echoes
CD-Kritik: Move the Kraut. Ist etwas so deutsch wie Krautrock? In der jungen deutschen Popmusik muss man jedenfalls lange suchen, und schließlich außer Kraftwerk und deutschen Liedermachern nicht viel zusammen.
Krautrock, und das will diese doch nicht unüberlegt kompilierte Sammlung nahe legen, ist vielen nach wie vor so seltsam entrückt wie der Mond. Es gibt schlechtere Vergleiche; von Kritikern ist ist die "rätselhafte Drogenmusik" schließlich von Anfang in äußere Sphären verlegt worden. Diese dem Kern der freien 68e mehr...
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 The Clash – London Calling
Hitparade: Aus London in die ganze Welt. campus-web.de stellt an dieser Stelle in der neuen Reihe Hitparade Platten vor, die Epoche gemacht haben. Platten, die nachhaltig Pop geprägt haben – und es heute noch tun. Wie konnte es soweit kommen? Warum müssen Deine Mutter wie auch Deine Kinder dieses Werk besitzen? Wir bringen Licht in die History of Rock 'n' Pop!
Man muss sich das einmal vorstellen: Es ist 1979, die Punkwelle spült Dreck und nur wenig vorgekautes Kulturgut über Europa und mit etwas Verzögerung auch die US mehr...
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 James Morrison – Songs For You, Truths For Me
CD-Kritik: Die Nähe von Traum und Alptraum. James Morrison – der Schmusesänger, der mit Songs wie „You give me something“ oder „Wonderful World“ 2006 einen kometenhaften Aufstieg absolvierte. Mittlerweile hat der Brite mit „Undiscovered“ und „Songs For You, Truths For Me“ zwei Alben veröffentlicht, letzteres ist kürzlich als Deluxe Edition erschienen. Das Neue daran: zwei weitere Songs und eine Bonus CD mit sieben Akustik Versionen. Seinem charakteristischen, rauen Stil ist der Schmusesänger vollends treu geblieben, das Album ist wie scho mehr...
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 Jamie Cullum – The Pursuit
CD-Kritik: Leichtfüßiger Jazzpop mit dem gewissen Extra. Jamie Cullum ist hierzulande leider immer noch ein Geheimtipp, "The Pursuit" ist bereits sein siebtes (!) Studioalbum. Dabei versteht er es wie kaum ein anderer populären, radiotauglichen Jazz zu machen, der auch die Anhänger leichter Popmusik zu überzeugen vermag. Seine Arrangements sind eigenwillig und ausgeklügelt, sein Spektrum reicht von minimalistisch instrumentierten, hingehauchten Balladen über tanzbare Popsongs bis hin zu großartigen und bombastischen Big-Band-Songs, die genau die Indiv mehr...
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 Frankie Goes To Hollywood – Frankie Say Greatest
CD-Kritik: Gesammelte Werke mit verstaubtem Skandalpotential. Weihnachten steht vor der Tür – die beste Zeit für Best-of-Alben und so findet man jetzt auch das Beste der 80er-Jahre-Skandal-Band Frankie goes to Hollywood auf einem Silberling. "Frankie say greatest" ist nicht das erste Best-of-Album der britischen Band. Den neuesten Aufguss ihrer Erfolgsschlager gibt es in den verschiedensten Ausführungen, am ehesten lohnt sich da wohl der Griff zur DVD, denn die Videos haben es in sich.
Die Band um Frontmann Holly Johnson provozierte seinerzeit mit freiz mehr...
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 Enya – The Very Best Of
CD-Kritik: Last Minute Christmas. Das Fest des Schenkens steht vor der Tür, und wie reagiert die Plattenindustrie: genau, mit Best-Of-Compilations. Die sind so schön unverbindlich, schnell und billig produziert, und für jeden ist was dabei. Der durchschnittliche Hörer kann sein Lieblings-Radioprogramm selber nachahmen, der Fan bekommt mindestens einen neuen Gegenstand von seinem Idol, wenn nicht sogar einen exklusiven Song. Großer Nachteil: Die Karriere des betroffenen Musikers wird größtenteils ausgeblendet. Dave Grohl von den mehr...
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 V/A - Zweiohrküken OST
CD-Kritik: Anna und Ludo kabbeln sich. Hörenswert. Diesmal gibt es was auf zwei große Ohren
Nach dem Keinohrhasen kommt jetzt das Zweiohrküken. Bei Anna und Ludo ist der Beziehungsalltag eingekehrt. Sie räumt ihm hinterher, fühlt sich nicht sexy genug, ist eifersüchtig und lädt ihren alten Studienfreund Ralph ein. Er schläft im rosa Bärchenschlafanzug, könnte eine nach der anderen haben und rettet seinen chaotischen Freund aus misslichen Lagen. Klingt spannend. Ist es auch. Aber ohne den richtigen Soundtrack wäre es das bestimmt nicht mehr...
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 frYars – Dark Young Hearts
CD-Kritik: Abwechslungreich, aber nicht nur im positiven Sinne. Seit Franz Ferdinand urplötzlich cool wurden, seit Interpol die britische Insel beschallen, steht eine musikalische Schublade der 80er weit offen. Jetzt erscheint das Debüt von frYars, und man denkt sich: Wieder eine dieser Dark Wave-Bands? Na ja, nicht ganz. Eine Band ist es nämlich diesmal nicht, sondern ein einzelner kreativer Kopf. Der heißt Ben Garrett und kommt aus London (was für britische Musiker mit Erfolgsabsicht nun nicht ungewöhnlich ist).
Aber es gibt noch einen weiteren Untersch mehr...
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 Sweethead – s/t
CD-Kritik: Be cool. Um es vorweg zu nehmen: hier wird auf hohem Niveau kritisiert. Unter dem Deckmantel von „Sweethead“ haben sich Troy Van Leeuwen (Queens of the Stone Age), Serrina Sims, Schlagzeuger Norm Block (Mark Lanegan Band) und Bassist Eddie Nappi (Handsome) zusammengetan. Allesamt Meister in ihrem Fach. Außerdem ist „Sweethead“ bereits das zweite Nebenprojekt von Van Leeuwen. Erfahrung hat der Mann also auch hier schon gesammelt. Sein konzentrierter und akkurater Schliff ist in jeder Rocknummer der Platte mehr...
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 Tommy Finke – Halt alle Uhren an / Stop All The Clocks
Single-Kritik: Gefälliger deutscher Pop, auch mit alternativer Sprachspur. Tommy Finke kommt aus Bochum, und schon seit mehreren Jahren macht er deutschsprachigen Pop. Sein Song „1000 Meilen“ klingt zum Beispiel so, als hätte man ihn ganz bestimmt schon mal gehört und damals auch ganz gut gefunden – bloß an die Details erinnert man sich nicht mehr. Das neue Album „Poet der Affen / Poet Of The Apes“, das in Kürze erscheinen soll, lässt mit seinem Titel einiges vermuten: Wird da etwa an etwas bilingualem gearbeitet?
Die erste Single „Halt alle Uhren an“ gibt’s dements mehr...
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 Ronan Keating – Winter Songs
CD-Kritik: Alle Jahre wieder... Ronan Keating scheint in diesem Jahr ganz auf die „CD zum bestimmten Anlass“ gepolt zu sein. Nach „Songs For My Mother“ zum Muttertag gibt es jetzt zur Weihnachtszeit „Winter Songs“. Auf dieser CD interpretiert der ehemalige Boyzone Frontmann in gewohnt gefälliger Weise die klassischen Weihnachtslieder der anglophonen Welt. Darunter finden sich Titel wie „Ring Them Bells“ von Bob Dylan und „Homeward Bound“ von Simon and Garfunkel. Mit dem Song „It's Only Christmas“, der aus der Feder des irische mehr...
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 Saint Lu – s/t
CD-Kritik: Renaissance des Ur-Rocks. Man nehme: eine kraftvolle Soul-Stimme, vermische es mit Gitarrensound à la Jimi Hendrix und gebe eine Prise Zeitlosigkeit dabei – fertig ist das neuste Export-Schmankerl unseres Nachbarn Österreich. Saint Lu lautet der Name dieser 25-jährigen Sängerin, die mit ihrem gleichnamigen Debüt-Album ein Renaissance-Gefühl an den guten alten Rock in Reinkultur erschafft.
Bekannt wurde sie in Deutschland durch ihre Debüt-Single „Don’t miss your own life“, die bereits mit einer überraschend-bluesigen S mehr...
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 Hello=Fire – s/t
CD-Kritik: Reise duch die Zeit. Was kann man erwarten von einer Band, die das Soloprojekt des großartigen Dan Fertitia ist, der seine musikalischen Fähigkeiten schon bei den Raconteurs, den Queens of the Stone Age und The Death Weather unter Beweis gestellt hat? Nur Gutes!
Denn bei allen vier Formationen spielte Dan wechselnde Instrumente, sodass dieser Mann zu einem Sammelsurium verschiedenster Einflüsse geworden ist. Diese hat er bisher durch des Komponieren von schrammeligen bis kratzigen Gitarren-Rock kanalsisiert, der mehr...
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 Snow Patrol – Up To Now
CD-Kritik: "Hey, wie geht's deiner Band so?" „Was lange währt, wird endlich gut.“ weiß ein altes deutsches Sprichwort zu sagen, und meint damit, dass sich Fleiß und ein langer Atem schließlich auszahlen. Auch für die britischen Softrocker von Snow Patrol trifft diese Weisheit zu. 1994 unter dem dem Namen „Polarbear“ gegründet, dümpelte die Band in der musikalischen Belanglosigkeit herum, zumal sie aus rechtlichen Gründen noch ihren Bandnamen ändern müssten.
Jedoch sollte diese Änderung nicht zum Nachteil gereichen und sich Anfang 2004 m mehr...
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 Tori Amos – Midwinter Graces
CD-Kritik: Es lebe die Wintersonnenwende oder: die Wiedergeburt des traditionellen Weihnachtsliedes. Als Tochter eines Methodistenpfarrers scheint Tori Amos geradezu prädestiniert zu sein, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen. Über 40 Jahre ist es her, seitdem sie Advents- und Weihnachtslieder in der Kirche ihres Vaters in Maryland sang, und seit nun schon fast 20 Jahren begeistert uns die Sängerin und Songschreiberin mit ihren äußerst gefühlsbetonten und aussagekräftigen Liedern. Dem ein oder anderen dürften noch Lieder wie "Me and a Gun", "Silent All These Years", "Winter" oder "Crucify" ein Begri mehr...
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 50 Cent – Before I Self Destruct
CD-Kritik: Nobody cares. Auf ein neues Album des (ehemaligen) Vorzeige-Rappers Curtis Jackson alias 50 Cent hat die (Hip Hop-) Welt nicht wirklich fiebernd gewartet – der Hype um den New Yorker Rapper, den einst neun Kugeln veranlassten, dem Gangsta-Lifestyle den Rücken zu kehren und stattdessen mit der Glorifizierung dessen Millionen zu scheffeln, ist nämlich längst vorbei. Die Rap-Audienz scheint sich an seinen Stories über Streetlife, Drogen, Gewalt, Nutten und Fiddys omnipotenten „Magic Stick“ allmählich satt gehört mehr...
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 Rihanna – Rated R
CD-Kritik: Good girl gone goth. Da ist aber jemand erwachsen geworden: Robyn Fenty, besser bekannt als Rihanna, haut nach einem turbulenten Jahr ihr viertes Studioalbum raus. Und darauf gibt es nur noch wenig R&B-Pop à la „Don’t Stop The Music“ und Umbrella“. Auf „Rated R“ kommt die dunkle, erwachsene Seite der 21-Jährigen zum Vorschein. Dabei verarbeitet sie auf ihre Weise die Geschehnisse um Ex-Freund Chris Brown, ohne ins Detail zu gehen. Schwach oder verletzlich wirkt sie aber nur selten, sondern betont, wie gut es ihr jet mehr...
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 Fall Out Boy – Believers Never Die - The Greatest Hits
CD-Kritik: Spuren der Abnutzung. Für ein Best-of Album ist "Believers Never Die" zu Anfang recht lau. "Dead on arrival", "Grand theft autumn / Where is your boy" und "Saturday" vermischen sich zu einer einheitlichen Masse aus Alternative Standard-Punk. Spürbar wird das daran, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken kaum auffallen. Auch zur Mitte hin hat die Platte seine Hänger. Aber dazwischen tummeln sich so manche Highlights und lieb gewonnene Tracks.
Aus dem Rahmen fällt erstmals die Single "Dance, dance" (2005) mehr...
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 The Voluntary Butler Scheme – At Breakfast, Dinner, Tea
CD-Kritik: Respektlose Annäherung an klassische Sounds. „Wärest du Brokkoli, dann würde ich für dich Vegetarier werden.“ Diese Textzeile stammt nicht aus der Feder eines fiebrig-abgedrehten Poeten. Dahinter steckt der 23-jährige Engländer Rob Jones alias „The Voluntary Butler Scheme“. Sein erstes Album „At Breakfast, Dinner, Tea“ ist durch und durch Retro. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie er im stillen Kämmerchen eine orange-braun karierte Klangtapete zusammen kleistert. Und wird das zu uncool, wird er mit seinem „De La Soul“ T-Shirt wieder ein mehr...
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 V/A – Kitsuné Maison Compilation 8
CD-Kritik: Immer eine funkelnde Idee. Die achte Ausgabe eines Samplers herauszubringen deutet auf eine recht beständige Geschichte hin. Tatsächlich gibt es das Label Kitsuné inzwischen seit gut sieben Jahren. Als Teil des gleichnamigen Modelabels haben sich die Franzosen ins Establishment der Hipster-Szene gearbeitet und gelten als Sammelstelle für elektronische Musik mit Geschmack.
Auf der neuen Maison Compilation wird wie gewohnt ein Blick in den Label-Katalog gewährt, der auch als Aufwärmprogramm für funkelnde Clubnächte oder mehr...
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 DJ Mehdi – Red, Black & Blue
CD-Kritik: Gedeckte Farben. Groß die Zahl heutiger Star-Produzenten, professional DJs und Regler-Zampanos! Nicht erst seit gestern sind in der Pop-Musik, die in der vergangenen Dekade immer elektronischer – Romantiker würden sagen, ja, entmenschlichter – wurde, Pop-Stars entstanden, die nun gar keine mehr sind.
Manche von ihnen treten eigentlich nur als Remixer für Indies und Konsorten in Erscheinung. Man denke etwa an Erol Alkan. Oder, um ganz tief in die Glamoursuppe hinabzusteigen, an den ganz furchtbaren David Guett mehr...
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 The Killers – Live From The Royal Albert Hall
CD-Kritik: Mittendrin statt nur dabei. The Killers legen momentan eine Karriere wie aus dem Bilderbuch hin. Nachdem die Gruppe aus der Spielermetropole Las Vegas sich 2002 gefunden und durch eine Vielzahl von Aftritten in kleinen Clubs Bekanntheit und Routine erspielt hatte, schafften sie im darauf folgenden Jahr den Sprung. Das britische Indie Label Lizard King wurde auf die Band aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Das Debutalbum “Hot Fuss” erreichte vierfachen Platinstatus und der Rerelease der Single “Somebody told me” konnte s mehr...
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 The Cinematics – Love and Terror
CD-Kritik: Schöne Substanz. Man kennt sie bereits. The Cinematics haben sich mit ihrem Debutalbum „A Strange Education“ einen Namen gemacht. Mit diesem ist eine Musik verbunden, die man als glatten soliden Indie-Rock bezeichnen konnte.
Und wie das bei Bands so ist, so ist es auch bei den Cinematics: Sie haben sich weiter entwickelt. Viel ungeschliffener, um nicht zu sagen, dreckiger kommen sie daher. Der Opener „All these things“ beschwingt mit seinen schrammligen Lead-Gitarre das Herz sowie die Tanzmuskeln und der Ref mehr...
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 Michael Jackson – This Is It
CD-Kritik: Das war's wohl noch lange nicht... Zwei Tage vor Kinostart des Dokumentarfilms „Michael Jackson's – This Is It“ kommt die gleichnamigen Compilation in die Läden. Sie besteht aus zwei CDs in einer aufwändig gebundenen Hülle, die zwischen beiden Buchdeckeln noch mit einem prächtigen Bildteil ausgestattet ist. Die erste CD bietet mit Titeln wie „Smooth Criminal“, „Thriller“ und „Billie Jean“ eine kleine Querschnitt durch Jacksons musikalisches Schaffen. Außerdem enthält diese CD noch zwei Versionen des bisher unveröffentlichten Son mehr...
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 Helgi Hrafn Jonsson – For The Rest Of My Childhood
CD-Kritik: Zum Träumen schön. Das, was man eine wunderschöne, träumerische, indie-angehauchte, aber auf jeden Fall mit Singer-Songwriter-Klassik versehene Scheibe nennen kann, das präsentiert Helgi Hrafn Jonsson mit seinem neuen Album " For The Rest Of My Childhood". Zehn Songs sind drauf, die das kindliche Herz berühren, größtenteils mit sehr sanften Melodien, teilweise wagt sich Jonsson aber auch in ein bisschen temporeichere Gefilde vor. Der Isländer verbindet mit seiner Musik einen Hauch von typischer Mystik, die Island mehr...
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 Ich + Ich – Gute Reise
CD-Kritik: Rolf Zukowski muss sich warm anziehen. Deutschland, deine 'marktrelevanten Zielgruppen' werden immer jünger. Anders kann man es sich fast schon nicht mehr erklären, was Ich + Ich auf ihrer neuen Platte zusammentexten – aber vielleicht will der Mainstream-Hörer von heute ja wirklich nur noch auf Kindergarten-Niveau gefordert werden. „Gute Reise“ heißt das Album, und dementsprechend bleibt da auch so ein unbestimmtes wohliges Friede-Freude-Eierkuchen-Gefühl. Selbst wenn man mal Verlierer heißt und in der allerletzten Reihe ganz hinten mehr...
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 Mumford & Sons – Sigh No More
CD-Kritik: This is it. Vier junge Musiker aus London lassen die Würfel fallen, mit der Veröffentlichung ihres Debüts schliesst sich der Kreis, danach kann nichts mehr kommen, das ist der letzte Vorhang.Große Worte sind das für das Debüt einer Band, die erst seit zwei Jahren existiert, gerechtfertigt sind sie vielleicht dennoch. Wie ein Puzzle bastelt sich das Herz beim Hören die Entstehungsgeschichte des Albums zusammen, es war einmal ein Tag im Herbst.
Wenn es anfängt, jeden Tag zu regnen, wenn der Wind plötzlich mehr...
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 Gary Go – s/t
CD-Kritik: Tadelloser, moderner, Downbeat-Pop. Gary Go sieht alles andere aus als ein Pop-Rocker. Vielmehr wie ein BWL-Jungspund, der sich auf die Bühne verlaufen hat. Markante Brille, schmales Gesicht, fahler britischer Teint und eine dazu passende schlaksige Figur. Ein unscheinbarer junger Mann. Vielleicht der Klassenclown, aber bestimmt nicht der Klassenschwarm. Gary Baker, so sein bürgerlicher Name, tönt dagegen an: „I could be more than I am, but I cannot be more than me. I want to tune into another frequency.“ Überhaupt spielt er den u mehr...
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 Miike Snow – s/t
CD-Kritik: Exportgut Pop. Schweden ist seit ABBA fast sowas wie ein Synonym für eingängige Popmusik und scheint irgendwo eine Produktionsfabrik für neue Pop-Acts versteckt zu haben, die regelmäßig durch die internationalen Charts geistern – mal mehr, mal weniger erfolgreich.
Eines der neuesten Retortenbabies sind Miike Snow mit ihrem gleichnamigen Album. Hinter dem ungewöhnlichen Namen der Band, deren "Gesicht" anfangs lediglich ein Hase mit Geweih war, sind längst alte Hasen im Geschäft: So große Namen wie Madonna, J mehr...
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 Sometree – Yonder
CD-Kritik: Jenseits des Kanals. Yonder, dieses Wort bekommt man im Englischunterricht nicht beigebracht. Liest oder hört man es, hat es eher lautsprachliche Bedeutung als dass das im Kopf befindliche Wörterbuch eine Definition ausspuckt. Es klingt weich, ein bisschen nach Schnee, nach Wald, nach Holzfällern.
Tatsächlich ist es eines dieser Worte, das man nicht exakt übersetzen kann, das je nach Kontext völlig unterschiedliche Bedeutungen und Aufgaben besetzen kann. „Dort drüben“ kann es eben so heißen wie „an jenem Ort“ – e mehr...
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 My Awesome Mixtape – How Could A Village Turn Into A Town
CD-Kritik: Simple Plan. Begehen wir einmal die Todsünde der Musikkritikerreligion: Zitieren wir am Anfang Herbert Grönemeyer. „Es könnte alles so einfach sein“ sang er zusammen mit den Fantastischen Vier vor gar nicht so langer Zeit. Stimmt auch. Man könnte ein paar angesagte Genres nehmen, diese zusammenmischen, aus diesem Gerüst ein paar akzeptable Songs stricken und dann zu allem Überfluss noch die Nick Hornby-Rezeptoren der Indiefans anregen, indem man sich „My Awesome Mixtape“ nennt.
Tatsächlich haben das fünf mehr...
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 Michael Bublé – Crazy Love
CD-Kritik: Perfekt und langweilig. Ja, man kann schon schwach werden beim Anblick des CD-Covers. Michael Bublé ist nicht nur ein Schwiegermuttertraum – da werden eben auch die potentiellen Töchter schwach. Charmantes Lächeln, tiefer Blick, stets adrett gekleidet und dann singt er auch so nett – was will man mehr? Vielleicht etwas mehr Abwechslung? Was Robbie Williams mit "Swing When You're Winning" nur als kurzen musikalischen Abstecher nutzte, zieht Michael Bublé knallhart durch. Natürlich finden sich auf jedem Album ein paar Üb mehr...
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 U2 – The Unforgettable Fire (Remastered)
CD-Kritik: Ein gutes Stück Musikgeschichte. U2 – zur Band muss man nicht mehr viel sagen. Jeder kennt sie, jeder hört sie, fast jeder mag sie. Unzählige Alben haben sie verkauft, jede Menge Hits veröffentlicht, darunter unvergessliche Klassiker wie "Beautiful Day" oder "One". In ihrer über 30-jährigen Bandgeschichte haben sie viel ausprobiert, ihren Sound weiterentwickelt. Neu erfunden haben sie sich nie, aber das war auch nicht nötig. Ihre letzte Tour war ein Riesenspektakel mit einem monströsen Bühnenbild, von dem andere große Bands nur mehr...
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 Bon Jovi – The Circle
CD-Kritik: The Circle of Life: Nach der Stadion-Tournee ist vor der Stadion-Tournee. Mal ehrlich: In ihrer eigenen, gar nicht mal so kleinen Welt bekommt dieses Album volle fünf Sterne. Wer Bon Jovi will, kriegt Bon Jovi. Und viele Menschen wollen Bon Jovi. Für Jon Bon Jovi, den namensgebenden Frontmann, stellt sich ja die Frage zwischen Kritikern und Massenpublikum gar nicht; er würde am liebsten in einer Wüste vor ausverkauftem Haus spielen. Mehrmals. Schaffen würde er das wahrscheinlich auch, und als Testament des Erfolgs bleiben Titel wie „100,000,000 Bon Jovi Fans Can't Be mehr...
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 Spandau Ballet – Once more
CD-Kritik: To cut a long story short... Es ist wieder eines dieser Best-Of Alben, die die Welt nicht braucht. 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Studio-Albums „Heart Like A Sky“ bringen Spandau Ballet ihr mittlerweile siebtes Best-Of Album auf den Markt. Man mag sich fragen, wie es möglich ist, aus bloß sechs Alben immer und immer wieder neue Kompilationen zu generieren. Es geht schon – man muss sich einfach nur jedes Mal etwas einfallen lassen, das „anders“ ist.
So präsentieren die fünf Herren von Spandau Ballet auf mehr...
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 Clara Luzia – The Ground Below
CD-Kritik: Märchenhaft wohlfühlen: Von Zirkusmusik und Flügelhorn zu Cello und französischen Volksliedern. „Folk aus Österreich“ – allzu vielversprechend klingt das nicht, aber es macht neugierig. Zu Recht! Das nunmehr dritte Album der Songwriterin Clara Luzia liefert den optimalen Soundtrack zum Jahreszeitenwechsel.
Zwischen euphorisch vorantrabenden Rhythmen und melancholisch verträumter Ruhe reist man durch „The Ground Below“ wie durch neue Länder, die sich auf rätselhafte Weise bekannt anfühlen. Spannung und Entspannung liegen hier nah beieinander: Die Platte beginnt mit dem eingängigen Song „ mehr...
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 Julian Casablancas – Phrazes For The Young
CD-Kritik: Über elf Dimensionen musst Du gehen. Woher kommt es, dass in letzter Zeit so viele Musiker ihre Band doch wenigstens temporär verlassen, um ein Solo-Album aufzunehmen? Die Liste ist lang, prominent besetzt und beliebig erweiterbar: Jarvis Cocker (Pulp), Thom Yorke (Radiohead), Julian Plenti (Interpol) und nun der Sänger der Strokes.
Band-Kollegen Fabrizio Moretti und Albert Hammond, Jr. hatten es mit Ausflügen in eigene Projekte vorgemacht, fast auffallend spät ist nun Julian Casablancas nachgezogen: "Phrazes For The Young". Nac mehr...
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 The Dodos – Time To Die
CD-Kritik: Komische Vögel, libanesische Fußballer und eine gute Band. Es gibt nicht viele Dinge, die „Dodo“ heißen. Da wäre zum einen ein obskurer, mittlerweile ausgestorbener Vogel, der nicht fliegen konnte und aussah wie eine Mischung aus einem dicken Papagei und einem kleinwüchsigen Pinguin. Er aß vergorene Früchte, war also häufiger betrunken und starb schon vor 300 Jahren aus.
Dann gibt es da noch den in Diensten des 1. FC Köln befindlichen Innenverteidiger Youssef Mohamad, der „Dodo“ gerufen wird weil „Youssef“ sich nicht so gut laut brüllen lässt.
Un mehr...
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 Newton Faulkner – Rebuilt By Humans
CD-Kritik: Schöne, einfache Geschichten. Erst war es "Hand Built By Robots", jetzt also "Rebuilt By Humans" – Newton Faulkners zweites Album scheint dem Titel nach also zurückzukehren zum Ursprünglichen, zum Handgemachten – dabei war es schon im ersten Album seine Gitarre, die er bevorzugt im Tap-Stil nutzte und die neben seiner außergewöhnlichen Stimmfarbe die Songs dominierte.
Einen Superohrwurm á la "Dream catch me" findet man auf dem zweiten Album nicht auf Anhieb, doch Faulkner liefert wieder gut produzierte Singer/Songwriter-K mehr...
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 BLK JKS – After Robots
CD-Kritik: Kap der guten Rock-Hoffnung. Am Samstag des diesjährigen Haldern Pop Festivals konnte es passieren, dass einem Menschen mit einem strahlenden Grinsen aus Richtung des Spiegelzeltes entgegenkamen. Fragte man nach, wo dieser Glücklichkeitsüberschuss herrühre, hieß die Antwort nicht selten „Black Jacks“. So wird die Band, die sich „BLK JKS“ nennt, korrekterweise ausgesprochen. Aber was sollen wir hier schon mit Regeln?
„After Robots“ ist das erste Album dieser Band, die aus Südafrika kommt und im Gegensatz zu altbekannten V mehr...
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 Beat! Beat! Beat! – Stars EP
CD-Kritik: Neue Fohlen vom Niederrhein. Aus eigener Anschauung weiß der Rezensent, wie das Leben als Jugendlicher am Niederrhein so ist. In erster Linie: langweilig. Was man nicht selbst auf die Beine stellt, passiert nicht. Und wenn man nicht die geeigneten Freunde hat, um eine coole Band zu gründen, bleibt man coole-Band-los.
Tim, Moritz, Joshua und Marius haben jeder für sich jeweils drei geeignete Freunde, und weil das jeweils die anderen drei sind, gründete man zusammen die Band „Beat! Beat! Beat“ in der Hoffnung, sich damit u mehr...
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 Kid Cudi – Man of the Moon: The End of Day
CD-Kritik: Der erste Mann auf dem Mond. Im Januar 2009 erschien die Debütsingle "Day 'n' Nite" von Kid Cudi und stieg sofort an die Spitze der Club-Charts. Eine Mischung aus Rap und House sprach eine große Zielgruppe an und fortan war der Name „Kid Cudi“ im Musikgeschäft ein Name. Im September erschien nun sein erstes Album „Man of the Moon: The End of Day“. Kanye West war einer von mehreren bekannten Produzenten.
Wenn man die Lieder des Albums (z.B. „In my Dreams“ oder „Soundtrack 2 my Life“) hört, erkennt man kaum Parallelen zu d mehr...
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 Pascal Comelade – A Freak Serenade
CD-Kritik: Einfach mal die Puppen tanzen lassen. Endlich ist er da, der Soundtrack zum Film „Der Kuss der Schlangenfrauen aus den sieben Galaxien“. Einfach die Augen schließen, Pascal Comelade zuhören und sich den nie gedrehten schönsten B-Film aller Zeiten vorstellen. Oder alles andere, was man sich gerade vorstellen möchte: Das Album „A Freak Serenade“ gibt sich jedenfalls jede Mühe, die Phantasie durch Musik anzuheizen.
Comelade ist dabei kein Neuling auf dem Gebiet; bereits seit den 70er Jahren veröffentlicht er überwiegend instrumental mehr...
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 Expatriate – In The Midst Of This
CD-Kritik: “So we took our love to the sea that night; to see if it ever swim back.” Flexibel muss man sein. Und Vertrauen in sein Management beweisen, sofern es denn gut ist. Genau das kann man vom Riverman Management, welches auch mit Placebo zusammenarbeitet, scheinbar behaupten. Ihr Anraten, Expatriate nach Berlin ziehen zu lassen, hat nun endlich dazu geführt, dass die in Australien bereits 2007 erschienene Platte „In The Midst Of This“ jetzt im Oktober auch in Europa zu kaufen sein wird.
Was die noch ausbaufähige Masse der Hörerschaft erwartet, ist ein abwechslungsreich mehr...
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 Brendan Benson – My Old, Familiar Friend
CD-Kritik: Der Titel ist Programm. Melodien, die klingen als würden sie schon immer im Plattenschrank stehen. Die einzige Überraschung, die einen auf diesem Album bevorsteht, ist der Kontrast zwischen äußerer Aufmachung und musikalischen Innenleben. Wenn man folkloristisch geklampfte Gitarren und schräge Stimmlagen erwartet, dann aber durch treibenden Songwriter Rock-Pop nach Moneybrother-Art begrüßt wird, kann das durchaus verwirren. Traurig, wenn in Ermangelung anderer Auffälligkeiten diese Diskrepanz so deutlich hervortritt.
Choral anmutende Stimmenführung, eine ganze Palette meisterhaft eingesetz mehr...
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 Charlotte Hatherley – New Worlds
CD-Kritik: Die richtigen falschen Töne. Das ehemalige Bandmitglied der britischen Band Ash glänzt darin, ausdrucksvolle und charakterstarke Musik zu produzieren. Statt aalglatten Liedern tischt sie sperrige Werke auf. Und sperrig ist gut. Charlotte Hatherley ist halt kein Popsternchen. Sie ist eine Rockerin, die ihre Fühler breit ausstreckt. Das liegt nicht zuletzt an den Künstlern, die sie zu ihren musikalischen Einflüssen zählt: unter anderem Kate Bush, Gwen Stefani, The Beach Boys und Pixies. Trotz der Bandbreite ist die neue Platt mehr...
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 Too Strong – Rap Musik Is Life Musik
CD-Kritik: Das Sprachrohr des Deutschen Hip Hops zündet endlich seine sechste Bombe. Die Meister des lyrischen Kung-Fu sind wieder da und bringen ihre brandneue Scheibe „Rap Musik is Life Musik“ auf den Markt. Nicht nur Underground-Fans sind gierig auf dieses Album, da Too Strong schon lange mehr als nur ein Geheimtipp der Rapszene darstellen.
Immer neu und trotzdem einzigartig
Bei ihrem sechsten Album besinnen sich die – gegenwärtig nur noch zu dritt arbeitenden – Dortmunder Künstler wieder „back to basics“. Dabei sind „Too Strong“ ihrem unverwechselbarem Stil imm mehr...
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 Das Pop – Das Pop
CD-Kritik: Sie liebt Dich yeah yeah yeah. Die Beatles haben das ja gemacht, Elvis auch. Wenn die deutschen Fans ihre Sprache nicht verstehen, dann werden die Hits eben noch mal neu eingespielt. Heute sind das eigentümliche, aber nette Randnotizen für den Themenabend – derer Technik derweilen sich Musiker ab und wann noch bedienen.
Das Pop etwa, übrigens aus Belgien, aber durchgängig auf Englisch unterwegs, haben ihr schon im Original wundervolles Lied "You" auf ihrer letzten Platte "The Human Thing" sogleich auf deutsch mitgeliefert mehr...
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 Shakira – She Wolf
CD-Kritik: Trostlose Töne trotz Timbaland. Das Video der Singleauskopplung „She Wolf“ geizt nicht mit visuellen Reizen. In einem Käfig räkelt sich Shakira da in einem hautfarbenen Body auf dem Teppich. Sehr nett soweit. Hört man sich aber das gleichnamige Album der Kolumbianerin einmal von Anfang bis Ende an, wird einem klar, dass die arme Frau wirklich gefangen zu sein scheint. Gefangen in ihrem Körper, der ihr eine unglaublich farb- und facettenlose Stimme geschenkt hat.
Damit das nicht auffällt, hat sich das Management der hübsche mehr...
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 Still Life Still – Girls Come Too
CD-Kritik: Junge Band mitten auf dem Weg nach oben. Die Kanadier von Still Life Still bringen nach ihrer EP “Pastel” nun ihr erstes Studioalbum an den Mann. Zehn Jahre hat es gedauert.
Vom Sound her erinnert die Musik an einige Lieder von Incubus oder Broken Social Scene, ein sphärischer Gitarrensound zieht sich durch einen Großteil der Songs. Still Life Still setzen viel auf Gitarren, die auf meisterhafte synchrone Art ihre Töne umeinander herum wickeln. Textlich mit vielen sexuellen Anspielungen ausgestattet, (der Titel ist nicht umsonst gew mehr...
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 Mansfield.TYA – Seules au Bout de 23 Secondes
CD-Kritik: Auf wiedersehen Sommer, hallo Herbstmelancholie. Wir müssen uns damit abfinden: der Sommer ist vorüber. Es ist nicht nur kälter geworden, auch die Gute-Laune-Songs verschwinden mit zunehmender Geschwindigkeit aus unseren Radioprogrammen und wir beginnen uns so langsam auch wieder auf die Unmengen an schnulzigen Balladen einzustellen, mit denen wir dem Sommer hinterher weinen können. Ja, es wird wieder melancholisch. Und wer könnte diese melancholische Stimmung besser ausdrücken als die Franzosen. Diese scheinen nämlich richtige Experten auf di mehr...
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 The Vals – Sticks And Stones
CD-Kritik: "Always the same" Das Debutalbum der irischen Rocker aus Belfast macht mit seinem schönen Cover neugierig auf die Musik, die es bietet. Schon 2005 gegründet veröffentlichen The Vals diesen Herbst mit "Sticks And Stones" das erste eigene Studioalbum. Wir waren gespannt und sind mäßig begeistert.
Der Song "Too many people" klingt vertraut, ohne ein Cover zu sein. Und auch "Things will always be the same" scheint schon mal dagewesen zu sein. Die Melodien laden zum mitsummen oder relaxen ein. Auch die anderen Son mehr...
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 Marybell Katastrophy – The More
CD-Kritik: Dänische Delikatessen. Irgendwie schade, dass das Album nicht wirklich schlecht ist. Ein Bandname wie „Marybell Katastrophy“ wäre für einen Rezensenten dann natürlich eine Steilvorlage (von wegen „Katastrophe“ und so...) und die ersten 10 Zeilen würden sich quasi von alleine schreiben. Aber Marie Højlund und Emil Thomsen legen ein beachtliches Debütwerk vor. Wurden sie in ihrem Heimatland Dänemark nach zwei eigenproduzierten EPs schon 2007 mit dem Danish Music Critics Award als „Band Of The Year“ ausgezeichnet und ver mehr...
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 King Cannibal – Let The Night Roar
CD-Kritik: Wie der Name, so die Musik. Düster, dunkel, dennoch mitreißend. „Let The Night Roar“ ist eine Drum 'n' Bass Scheibe, die alle Zuhörer in eine befremdliche Welt versetzt. Im Dunst der Nacht wird abgetanzt zu Musik, die durch Mark und Knochen geht. Die Nebelschwaden verdichten die Tanzfläche, der treibende Beat gibt keine Ruhe und schließlich versinkt man in der Dunkelheit.
Man kann förmlich zwischendurch die Friedhofsglocken läuten hören. Diese Scheibe ist gewiss nichts für gemütliche Stunden. Synthesizer, verzerrte Bea mehr...
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 Shannon Wright – Honeybee Girls
CD-Kritik: Das hat Klasse: authentisch und selbstbewusst. Die Platte beginnt mit einem Track, so gemächlich und ruhig wie ein Herbstspaziergang. In der Mitte verwebt Shannon Wright Disharmonien zu einer ätherisch unheimlichen Stimmung. Ein Cover von The Smiths "Asleep" beschließt passend und mit trauerndem Nachklang ein Album, das unkonventionell und sehr eigenständig ist.
Mit ihren rötlichen, immer ein bisschen zottelig frisierten Haaren und dem roten Schmollmund ist Shannon Wright eine intensive Erscheinung. Entsprechend extrovertiert und hypnotis mehr...
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 Port O'Brien – Threadbare
CD-Kritik: Das Album zur Herbstdepression. In Alaska muss es schon verdammt dunkel und verdammt kalt sein. So viel Schwermut in einem Album hat man selten. Van Pierszalowski und Cambria Goodwin jammern ins Mikro, dass man sich glatt die nächste Brücke runterstürzen will. Dabei hauchen sie wie in Trance ihre traurigen Geschichten dahin, sodass man Mühe hat, ihnen zu folgen. So leise, so zart und so undeutlich – da wird das Zuhören zur Schwerstarbeit – wie wohl die Sommer in Alaska, wo sich die Bandspitze alljährlich beim Lachsfischen ihre mehr...
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 The Fine Arts Showcase – Dolophine Smile
CD-Kritik: Eine akustische Reise in die Mitte eines gebrochenen Herzens. Drei Jahre nach dem zweiten Album „Radiola“ veröffentlicht Gustav Kjellvander, der Bruder Christian Kjellvanders, mit seinem Projekt The Fine Arts Showcase eine neue Platte und nennt sie „Dolophine Smile“. Auch wenn hier zunächst der Gedanke an graue Meeressäuger nahe liegt, belehrt das Pharmakologie-Lexikon den interessierten Leser eines bessern: Dolophine ist ein Synonym für Methadon, welches sowohl als starkes Schmerzmittel als auch bei der Therapie von Heroinsucht eingesetzt wird. Schon im A mehr...
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 Thavius Beck – Dialogue
CD-Kritik: Ghettotech. Thavius Beck hat bereits mit Künstlern unterschiedlichster Couleurs zusammengearbeitet: Von den Prog-Jazz-Rockern The Mars Volta über Rapper Nas bis hin zu den Industrial-Legenden von Trent Reznors Band Nine Inch Nails. Zusammen mit dem LA-Rapper Subtitle hat Thavius Beck unter dem Group-Namen „Labwaste“ ein Album veröffentlicht, als Solo-Künstler tritt Thavius, der gelegentlich auch mal als „Adlib“ unterwegs ist, nun mit seinem dritten Soloalbum „Dialogue“ in Erscheinung.
Von einem Musiker, mehr...
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 Matisyahu – Light
CD-Kritik: Wenn Musik erleuchten soll. Im Jahr 2006 erschien sein erstes Debütalbum "Youth" – hiermit gelang dem jungen New Yorker Musiker Matisyahu ein ungeahnter Durchburch. Binnen kürzester Zeit schoss das Album an die Spitze der amerikanischen Billboard-Reggae-Charts. Aber damit nicht genug, sein Erstlingswerk bescherte dem chassidisch-jüdischen Sänger auch eine Grammy-Nominierung. Seine Single "King Without A Crown" hinterließ einen nachhaltig positiven Eindruck und konnte sich unter den Top-40 platzieren. Kein Grund sich auf de mehr...
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 Ray Davies & The Crouch End Festival Chorus – The Kinks Choral Collection
CD-Kritik: Nette Idee, die leider nicht immer funktioniert. Ray Davies „überrascht“ uns hier mit einem Best of der Kinks, unterstützt massiv vom 65 Mann starken TCEFC. Was als Idee vielleicht gut gemeint war, funktioniert nicht durchgängig.
Der Chor erzeugt beim Eröffnungssong „Days“ eine angenehme, fast ätherische Hintergrundstimmung. Ray Davies ruhig melodische, sich leicht überschlagene Stimme zieht in den Bann. „I wish today could be tomorrow“. Ein Lied zum Träumen, einer der Höhepunkte des Albums. Auch „Waterloo sunset“ geht diesen Weg weiter, de mehr...
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 Gods of Blitz – Under The Radar
CD-Kritik: Solider und vielseitiger Garagenrock auf dem dritten Album. Neue Besen kehren gut, erklärt uns eine altbekannte Volksweisheit. Bei der Kreuzberger Band trifft dies ins voll ins Schwarze. Seit der Trennung von Sebastian Barusta Gaebel tritt nun Nico Kozik ans Mikrofon, und auch instrumenttechnisch hat sich viel geändert. Der wuchtige Minimoog Sound des Neuzugangs Carsten Brocker ergänzt jetzt die bekannten Gitarrenriffs passend. Das dritte Album ist härter, eckiger, nichtsdestotrotz tanzbar. Die Götter haben einen neuen Sound gefunden, der konsequent in d mehr...
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 Editors – In This Light And On This Evening
CD-Kritik: How does it feel? Vermutlich haben die Editors eine Zeitmaschine. Mit der sind sie zurück in die 80er gereist, wen wundert es? Schließlich gehören Joy Division zu den großen Einflüssen der Band, und Sänger Tom Smith orientiert sich offensichtlich am Gesang eines Ian Curtis. Auf ihrer kleinen Zeitreise haben die Editors jedoch etwas Unerwartetes gemacht: Sie haben einen grandiosen Synthesizer-Halbgott entführt, noch bevor dieser durch seine Keyboard-Riffs weltberühmt wurde. Das hat natürlich die Geschichte verände mehr...
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 Backstreet Boys – This Is Us
CD-Kritik: Jungs von früher. Boygroups – die gehörten zu den 90ern wie Tamagotchis und Eurodance. Auch wenn es das heute alles noch gibt, scheinen sie doch wie Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Die Teenies schreien eher schrägen Vögeln wie Tokio Hotel hinterher und der „Schwiegermutters-Liebling-Look“ ist längst out, genauso wie die streng einstudierten Choreographien zu x-beliebigen Songs. Image ist alles, da spielt die Musik eher eine untergeordnete Rolle.
Die Backstreet Boys waren neben Take That die erfolgre mehr...
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 Gerald Clayton – Two Shade
CD-Kritik: Konvention meets Moderne. Die Karriere Gerald Claytons ist noch genauso jung wie der 25-jährige selbst. Und dennoch versteht er sich hervorragen darauf, die konventionellen Arten das Jazz mit seinen innovativen unkonventionellen Impulsen zu verbinden.
Dies bleibt nicht unbemerkt. So lobte ihn die US-Presse jüngts für "Oscar-Peterson-ähnlichen Stil" und seine "immens respekteinflößende Präsenz". Dabei muss man klar sagen, dass sich diese Päsenz nicht nur physisch äußert, sondern vor allem auf seine Art zu musizieren.
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 Boys Noize – Power
CD-Kritik: Volle Power ist anders. Ein bisschen spannt Boys Noize seine Fans mit seinem neuen Album „Power“ schon auf die Folter. Seit dem 2007 erschienenen Debutalbum „Oi Oi Oi“ ist er schließlich für verspielte elektronische Sounds mit ordentlich Pfeffer bekannt. So richtig würzig wird die neue Platte aber erst ab dem dritten Track.
Generell fällt auf, dass der Berliner DJ, der schon unter seinem Pseudonym Kid Alex mit der Reklame-Hymne „Young Love (Topless)“ kommerzielle Erfolge einfahren konnte, weitestgehend auf fast jede mehr...
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 Noah And The Whale – The First Days of Spring
CD-Kritik: Mit gebrochenem Herz dem Frühling begegnen. Nachdenklich, melancholisch, traurig. Hoffnungsfroh, lebenslustig. Das sind die zwei Seiten von Noah and the Whale. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum "Peaceful, the world lays me down" schreibt und singt sich Songwriter Charlie Fink auf "The first days of spring" einigen Schwermut von der Seele. Doch wie nach dem Winter der Frühling kommt, entsteht auch aus Trauer immer wieder Freude. Der sensible Hörer spürt beides und weint und lacht im selben Atemzug.
Bezeichnend für diese Entwicklung ist d mehr...
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 The Cribs – Ignore The Ignorant
CD-Kritik: The Cribs: Abriss und Neuaufbau. Johnny Marr, Gigant unter den Lebenden, Indie-Fabelwesen unter den Rockbands. Es gibt ihn wirklich. Und in diesen Tagen gibt es ihn sogar mehr denn je, denn der Gitarrist und Songwriter der Smiths ist in neuen Bands aktiv.
Da ist zum einen Modest Mouse, die er auf ihrer jüngsten Veröffentlichung "We Were Dead Before The Ship Even Sank" zu unterstützen begann – als festes Bandmitglied jedoch. Als wäre ein Indie-Job in den heutigen Zeiten nicht schon stressig genug – ständig muss getourt werden mehr...
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 No Angels – Welcome To The Dance
CD-Kritik: Alles ist so wie immer, nur noch viel schlimmer. Die deutschen Pop-Virtuosen von Wolke haben da auf den Punkt gebracht, was ja oft der Wahrheit entspricht. Sind wir mal ehrlich – wer hätte denn nun etwas anderes erwartet?
Nachdem also unschöne Geschichten einer Sängerin der doch erfolgreichsten deuschen Girl Group durch die Medien geisterten, in Folge derer auch die deutschen Medien sich auch wenig zimperlich verhielten, ist das jetzt so etwas wie ein Neustart. Nachdem aber, und das ist doch etwas wichtiger für die Biographie der großen "Po mehr...
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 Mika – The Boy Who Knew Too Much
CD-Kritik: Knallbunter Pop am Rande des Nervenzusammenbruchs. "Teenage dreams in a teenage circus running like a clown on purpose" – Mikas erste Single "We are golden" läuft seit Wochen im Radio rauf und runter und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das irgendwie schon mal gehört zu haben. Klingt ein bisschen nach dem Glamrock der 70er, vielleicht wie Sweet, doch dann kommen da wieder diese hohen, schrillen Töne – dafür waren irgendwann mal die weißbemützten Tremeloes Experten. Kennt heute kein Mensch mehr und so fühlt man sich bei Mika wie in ein mehr...
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 Mark Knopfler – Get Lucky
CD-Kritik: Unaufgeregt und harmonisch. Die Dire Straits haben mit "Sultans of Swing" oder "Walk of life" einst Musikgeschichte geschrieben. Das ist lange her, die Band hat sich längst aufgelöst, auch wenn man an ihren größten Hits bis heute nicht vorbeikommt. Frontmann Mark Knopfler ist seit Jahren solo unterwegs. Sein Gitarrenspiel, seine kratzige, etwas dünne Stimme haben die Band musikalisch stets dominiert und so klingen auch seine Soloalbum immer ein bisschen nach den Dire Straits, nur ruhiger, traditioneller, weniger rockig.
mehr...
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 Culcha Candela – Schöne neue Welt
CD-Kritik: Sommer, Sonne, Sonnenschein. "Herzlich willkommen in unserer schönen, neuen Welt! Was morgen wird, ist scheißegal, wir feiern bis alles zerfällt." Mit diesen Zeilen lädt die Band ihre Zuhörer zum Feiern in ihre kleine, lebensfrohe Welt ein. Eine bunte Welt, die wie eine Seifenblase über dem Alltagsleben schwebt und in der sich "alle auf einmal lieb haben". Packt die Bikinis und Badehosen aus, trotz kühler Temperaturen werden die Hüften im Sonnenschein der Herzen geschwungen.
Sommer, Sonne, Sonnenschein und jede Menge gu mehr...
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 Jay-Z – The Blueprint 3
CD-Kritik: The King is wack. Shawn Carter alias Jay-Z veröffentlicht mit "The Blueprint 3" sein mittlerweile elftes Studioalbum. Dieses schoss in seinem Heimatland bereits auf Platz 1 der Charts und Jay-Z ist somit der erfolgreichste Solokünstler aller Zeiten. Vor Elvis Presley. Doch wird Jay-Z diesem Status auf dem aktuellen Album auch gerecht?
"The Blueprint 3" knüpft nahtlos an die letzten Alben aus Jay-Z's Post-Rücktritts-Phase an und hinterlässt einen ähnlich zwiespältigen Eindruck wie die letzten Werke des New York mehr...
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 The Ettes - Do You Want Power?
CD-Kritik: Von allem nur das Beste. Psychedelisch stellt sich die Band, zwischen Wolken umschlungen, auf dem Cover ihres neuen Albums "Do You Want Power?" dar. In freudiger Erwartung stelle ich meinen kognitiven Apparat darauf ein, an die Grenzen seiner Verarbeitungsoptionen geführt zu werden.
Das erste was er dann verarbeitet, ist die eigentümliche Mischung aus den Yeah Yeah Yeahs, die dem Klangteppich des Openers "Red in Tooth and Claw" bildet. Eigentümlich ist der Track, weil in ihn von beiden Bands die besten Aspekte eingew mehr...
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 The Bloody Beetroots – Romborama
CD-Kritik: Blood is on the Dancefloor. Mit „Romborama“ liegt nun das mit Spannung erwartete Debütalbum des italienischen Electro House-Duos The Bloody Beetroots vor. Hinter dem Projekt verbergen sich Produzent Bobby Rifo und DJ Tommy Tea, die bereits auf einige Club-Hits zurückblicken können.
Neben den bereits bekannten Dance-Knallern „Cornelius“, „Warp 1.9“ und „Butter“ enthält „Romborama“ 18 weitere Tracks, die größtenteils zu gefallen wissen. Die Songs der beiden Italiener sind wirklich fett produziert, sehr tanztauglich, tei mehr...
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 Muse – The Resistance
CD-Kritik: Muse betören, sind sexy und frönen dem Funk. Es wäre zu einfach gewesen anzunehmen, dass nach “Black Holes and Revelations” keine Steigerung der Komplexität mehr möglich sein kann. Und richtig: Das fünfte Album kommt einem kreativen Aderlass gleich. “The Resistance” schäumt und sprudelt so maßlos über, wie eine Waschmaschine im Schleudergang mit zu viel Waschpulver. Doch was gibt es schöneres als ein ausgiebiges Schaumbad.
Viele Meinungen zu “The Resistance” sind in Umlauf. Bedenkenträger schrien am lautesten auf. Eine überbordende Oper mehr...
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 Pearl Jam – Backspacer
CD-Kritik: Leben in voller Lautstärke. Sind das überhaupt Pearl Jam? Ganz offensichtlich hat sich die Band frei geatmet von allem, was sie die vergangenen Jahre über beschäftigte. Maßgeblich war es die Politik der USA und ein gewisser Präsident. Enorm bedrückend. Ihre Ansichten gingen nicht verloren, aber neuen Wind pusten sie trotzdem durch ihre Köpfe und in die Musiklandschaft. Es ist so frisch und blumig, dass es eine wahre Freude ist, das neue Album eine Woche am Stück auf "repeat" zu schalten.
Die Mischung macht’s, wie immer. mehr...
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 Richard Hawley – Truelove’s Gutter
CD-Kritik: Liebesgrüße aus der Gosse. Irgendwo gibt es einen angesagten Club, in dem sich alle Musiker treffen, die bereits internationale Superstars geworden sind. Man schlürft Martinis, sinniert über das Musikgeschäft und empfiehlt sich gegenseitig coole neue Platten, die man irgendwo gehört hat. Auf der anderen Seite der Stadt sitzen dagegen andere Musiker in einer Kneipe, bei weitem nicht so erfolgreich, dafür aber mit starken kreativen Visionen. Ab und zu fährt dann eine Limousine vom Club an dieser Kneipe vorbei und holt einen mehr...
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 Bruce Springsteen & the E Street Band – Greatest Hits
CD-Kritik: Nix Neues vom Boss. Bruce Springsteen ist seit über 30 Jahren der Vorzeigerocker: politisch korrekt, bodenständig, solide und trotz millionenschwerer Erfolge scheint er seine Wurzeln nie vergessen zu haben. Er wirkt immer noch wie der Sohn einer einfachen Arbeiterfamilie. Das ist wohl auch das Geheimnis seiner Beständigkeit. Springsteen war im Herzen immer ein Rocker, technische Spielereien oder großartige musikalische Innovationen waren nie sein Ding, dennoch ist sein Gesamtwerk kein Rock-Einheitsbrei. Da gab es i mehr...
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 The Very Best – Warm Heart of Africa
CD-Kritik: Everything from Ludacris to Phil Collins. In den 80er Jahren entdeckte der Mainstream-Pop einen völlig neuen Kontinent: Afrika. Bekannte Namen wie Peter Gabriel oder Paul Simon setzten plötzlich auf Rhythmen statt auf Melodien und brachten afrikanische Musiker nach England und in "die westliche Welt". Nebenbei entstand überhaupt erst das musikalische Genre "Weltmusik", das ab sofort in gut sortierten Plattenläden in der hintersten Ecke gefunden werden konnte. Die 80er gingen vorüber, doch in unserer revival-freudigen Gegenwart kehren si mehr...
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 New Model Army – Today Is A Good Day
CD-Kritik: Viel Pathos, reichlich Emotionen, aber wenig Kreativität. "51st State of America" – saualt und immer noch saugut und wohl das Beste, was New Model Army in 30 Jahren Bandgeschichte hervorgebracht haben. Die Engländer um Sänger Justin Sullivan schimpfen immer noch über Weltpolitik und gesellschaftliche Missstände und hauen dabei in die Saiten ihrer Gitarren – schön solide, mal lauter, mal leiser. Ihr neuestes Studioalbum startet mit dem kritischen Holzhammer: statt Gitarren kracht die Börse – hektische, ungläubige Stimmen überschneiden sich und be mehr...
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 Funny van Dannen - Saharaland
CD-Kritik. „Saugefährlich klingen beim Sprechen und beim Singen“ Da ist es wieder, das Reimmonster Funny van Dannen ist zurück und weiß sich mit waghalsiger Wortakrobatik wieder mal in den Reihen der deutschen Liedermacher zu behaupten. Obgleich die Szene hierzulande gar nicht mal so klein ist, besteht die kontemporäre Populärspitze doch irgendwie nur aus zwei Herren, eben aus dem hier thematisierten Herrn van Dannen und aus dem Bonner Götz Widmann, auch bekannt als Mitglied der Ex-Combo Joint Venture. Gemeinsam haben beide einen Hang zu eingängigen, aber den mehr...
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 The Heavy - The House That Dirt Built
CD-Kritik: „Don`t go in the house, but if you do, don`t say we didn`t warn you“ Wie nach dem glorreichen Debüt „Great Vengeance & Furios Fire“ (2007) nicht anders zu erwarten, wird mit „The House That Dirt Built“ ein lautstarkes Qualitätsprodukt abgeliefert. Mit einem Intro, welches, ebenso überraschend wie einnehmend, in Zombie-Manier daher kommt, warnen Swaby, Spance, Dan T und Chris den Hörer vor den Genrewelten die sich, in den nächsten guten 40 Minuten, gegen jede Regel zu einem Album zusammenfügen sollen. Garage Rock, immer begleitet von Soul und Blues Elementen, wie mehr...
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 Health - Get Color
CD-Kritik: Laut, impulsiv, andersartig. Das neue Album „Get Color“ von Health sprengt jeden Genrerahmen. Ein schräges Album, von dem man entweder auf Anhieb begeistert ist oder es als „gewöhnungsbedürftig“ abstempelt. Gleich zu Beginn des Albums wird klar, dass diese Band es darauf anlegt, zu provozieren –und das auf ganz individuelle Art-.
Ihr erster Song „In Heat“ lässt sich ebenso wenig in die Rockschiene einordnen wie zu Elektrobeats. Kaum verständlicher Gesang, starker Bass und kein klarer Rhythmus. Das ist es, was dieses A mehr...
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 Red Hot Chili Pipers – Bagrock To The Masses
CD-Kritik: Dudelsack-Rock. Noch Fragen? Nein, im Ernst, das Konzept der Red Hot Chili Pipers hat man schnell erklärt: Drei Dudelsäcke spielen die Melodien und ersetzen damit (fast immer) den Gesang. Das Ganze dann nicht vor der Kulisse der schönen schottischen Highlands, sondern vielmehr vor einer soliden, wenn auch durchschnittlichen Rockband. Also nur eine etwas flottere Herangehensweise an traditionelle Volksweisen? Aber bitte, wo wäre denn da der Spaß?
Los geht’s nämlich mit „We Will Rock You“, das im Medley sofort in „Eye Of T mehr...
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 Bitune – The great compression
CD-Kritik: „This is my soul, this is yours tonight“ Nach über zwölf Jahren gemeinsamer Karriere veröffentlicht die nordhessische Band Bitune jetzt ihr zweites Album. Die vier Jungs Sascha, Christian, Martin und Thomas wollen mit dem jetzigen Album an den Erfolgen des Debütalbums „After the fire“ anknüpfen. Bisher hatten sie vor allem in England Erfolge feiern können, aber vielleicht gelingt mit „The big compression“ jetzt auch der große Durchbruch in Deutschland.
Seit 1996 musiziert die Band gemeinsam und unter dem jetzigen Label Headroom Reco mehr...
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 Mos Def - The Ecstatic
CD-Kritik: Klangvoll und ausgereift. Mos Def, das Synonym für qualitativ hochwertigen Hip-Hop aus Amerika, bringt gerade seine neueste Scheibe auf den Markt. Der Rapper, der auch durch seine schauspielerischen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat (unter anderem in: „The Italien Job", "Per Anhalter Durch Die Galaxis" oder "16 Blocks"), hat schon mit neun Jahren angefangen zu rappen ("My Kung-Fu") und sich mittlerweile zu einem der bekanntesten MC´s in den USA entwickelt. Gleichermaßen errang er durch seine Werke Anerkennung vo mehr...
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 The Low Anthem – Oh My God, Charlie Darwin
CD-Kritik: Zwischen Behäbigkeit und Stampede. Wenn man über diese Platte stolpert, dann definitiv, weil man an „Charlie Darwin“ hängen geblieben ist: Warum wird der allseits bekannte Evolutions-Theoretiker per Koseform angesprochen?
Die Antwort auf diese Frage bleiben The Low Anthem dem Hörer schuldig. Auch die Verbindung zur Lehre vom „Survival of the Fittest“ ist Auslegungssache; allerdings stellt sich die Band offensichtlich auf die Seite der „Unfit“, derjenigen, die in den Wogen der Veränderung untergehen. „Charlie Darwin“, d mehr...
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 Testsieger - Laguna Fantasia
CD-Kritik: „Ich brauche eine neue Welt, denn meine ist kaputt gegangen“ „Haarsträubende und tanzwütige Elektro-Trash-Pop-DJing-Performance“, so bezeichnen die Jungs der Band Testsieger ihr neues Album selbst. Klingt erstmal ganz interessant und wer es gehört hat, findet wohl, dass das Wort interessant, die Sache ganz gut auf den Punkt bringt.
Die 14 Tracks der CD sind abwechslungsreich und klingen immer wieder neu und anders, aber leider irgendwie immer auf dieselbe Art und Weise anstrengend. „Neue Welt“, „Normal“ und „Mehr Leben“ sind noch ganz nett anzuhören u mehr...
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 MSTRKRFT – Fist Of God
CD-Kritik: Mehr Biss ohne VIPs. Die Geschichte ist bekannt. Jesse F. Keeler, seinerzeit noch Basser und Orgler beim Duo Deathg Form Above 1979 tut sich im Jahre 2005 mit Al-P zusammen um ein paar Remixe zu basteln. Das ganze macht so viel Freude, dass eine Band aus der Taufe gehoben und die alte zu den Akten gelegt wird. Gab es bei DFA 1979 brachialen Indierock mit Dance-Einsprengseln zu hören, wird jetzt voll auf Dance-Mukke auf der Basis von brachialen Rock-Riffs gesetzt.
Und das inzwischen auf Album Nummer zwei, namentli mehr...
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 Jan Delay – Wir Kinder Vom Bahnhof Soul
CD-Kritik: Glanz und Elend am Bahnhof Soul. Ach richtig, da war doch noch was. Jan Delay, die Glatze von der Waterkant, der große Polarisator mit Stimme. B-Boy und Antifa undimmersoweiter. Nach phänomenalem Erfolg mit insbesondere "Mercedes Dance" hat der Hamburger im Großen und Ganzen Look und Feel dieser letzten Platte weitergeführt.
Die Idee hatte Delay ja ursprünglich formuliert, mit jedem neuen Solo-Album neue Länder of Pop zu erforschen. Alles, was der gute Mann so liebt und wovon er immer wieder schwärmt: Reggae, mehr...
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 John Jones – Rising Road
CD-Kritik: Zurück zur Natur. Zurück zur Musik. Weite Felder versinken in den hinter Wolken versteckten Strahlen der Sonne, ein Mann mit Rucksack zwischen zwei Hunden schreitet aufrecht zwischen den Feldern – John Jones, Sänger der bei Folk-Liebhabern zum Kult avancierten "Oysterband" betont gern seine tiefe Verbundenheit zur Natur und legte erst im Frühjahr dieses Jahres eine Tour zu Fuß zurück. Mit seinem ersten Soloalbum "Rising Road" will er seine Wurzeln finden, die Verbindung zwischen Musik und Natur spürbar und hörbar machen. Dazu besa mehr...
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 Juice Aleem - Jerusalaam Come
CD-Kritik: Hip-Hop im clash der Kulturen. Juice Aleem, der in der UK als einer der besten MC´s bekannt ist, hat sich entschieden, seinen weiteren Weg als Solo-Artist zu beschreiten. Der zeitweilige Frontman von Crews wie „New Flash“ oder „Gamma“ hat schon mit Künstlern wie Coldcut, Hextstatic, Evil 9 und Adam Freedland gearbeitet. Jetzt bringt er sein erstes Solo-Album heraus.
Das Resultat nennt sich „Jerusalaam Come“ und beinhaltet 13 Tracks mit verschiedenen Beats und vielfältigen weiteren musikalischen Einflüssen. Den roten Fade mehr...
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 Whitney Houston - I look to you
CD-Kritik: Vom Obststand ins Studio- Die Rückkehr einer gefallenen Soul-Diva. In den letzten Jahren hörte man viel von Whitney Houston, nur nichts Musikalisches. Nach diversen Schlammschlachten und Exzessen in ihrem Privatleben plante sie, ihren Frieden mit einem Obststand auf einer sonnigen Insel zu finden. Doch dann kam der Anruf von Clive Davis, ihrem Entdecker und Förderer, der sie zurück in den Musikzirkus rief. Und hier ist das Ergebnis: „I look to you“, ein Studioalbum nach 7-jähriger Pause, das wir uns einmal etwas genauer anhören wollen.
Wenn man die einzelne mehr...
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 Fagget Fairys – Feed The Horse
CD-Kritik: Fagget it. Fagget Fairys, diese verdammt schwuchtligen Zauberfeen. Die, die in den Arsch treten und gegen Kniescheiben – so dass die Tanzerei ganz von alleine kommt. Und wenn es nur schmerzvolle Zuckungen sind. Wie ist das aggressiv!
Manche dürfen sich das eben erlauben. Elena Carli Cosovic, deren Eltern dem jugoslawischen Bürgerkrieg entflohen waren und Carla Cammilla Hjort, die zu den größten DJanes in ihrer Heimat Dänemark gehört, tja, die beiden dürfen das. Dafür sorgen nicht zuletzt die neun Titel, mehr...
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 VA - A Tribute To Die Fantastischen Vier
CD-Kritik: Alt wie ein Rapper möcht' ich werden. Die Fantastischen Vier 2009 – wichtig, Ärgernis oder überflüssig? Na, da kann man wohl drüber streiten. Bei dieser ermüdenden wie wahllosen Zusammenstellung deutscher Interpreten zum Thema Lebenswerk der Stuttgarter fällt das Urteil eindeutiger aus.
36 Titel versammeln sich hier und vorausgeschickt: eigentlich bilden sie die deutsche Pop-Landschaft recht gut ab. Und das ist ja das unendlich Traurige daran. Eine kurze Übersicht von Künstlern, die ihren Teil begeisteuert haben und für sich selb mehr...
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 Amanda Blank – I Love You
CD-Kritik: Abzug in der B-Note. Das Drama der modernen Welt: Kaum in der großen Stadt angekommen, finden sich junge Frauen in einer Szene wieder, aus der es kaum einen Ausweg gibt. Jung und naiv, landen sie in einem Milieu, in dem sie in der Folge immer weiter versumpfen. Zwischen MySpace und Partys in der Lower East Side wachsen dann die Nöte, und irgendwann ist es dann so weit gekommen: Sie werden vom hippen Label gesignt und produzieren mit Diplo. Helfen Sie mit, diesen Frauen den Ausstieg zu ermöglichen und den Weg zurück mehr...
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 Cinema Bizarre – Toyz
CD-Kritik: All that glitters is not gold.. Die Lektion für heute: Visual Kei setzt sich aus dem Englischen Begriff 'Visual' und dem Kanji-Zeichen 系 kei (System, Herkunft, Abstammung, Clique) zusammen. Um Musik geht es nicht, eher um das Äußere der Musiker, das von den 'VK-Fans' nachgeahmt wird. Schlagwörter: Anime, Manga, Japan. Asymmetrische Frisuren, geschminkte Gesichter, ein bisschen Gothic, ein bisschen Punk, ein bisschen David Bowie-Glam. Soweit, so gut. Schade nur, wenn sich die Bands es sich gründlich selbst versauen, auch mehr...
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 Arctic Monkeys – Humbug
CD-Kritik: Who the fuck are Arctic Monkeys? So nannten die vier Jungs aus Nordengland ihre im Jahr 2006 veröffentlichte EP, inzwischen dürfte fast jeder eine Antwort darauf wissen. Spätestens nach dem Hit 'I bet you look good on the Dancefloor' kennt man sie hierzulande aus den Playlists einschlägiger Indie-Diskos, in Britannien aus den vorderen Plätzen der Charts. Spötter würden das Konzept der Band vor ihre Musik stellen, vier Jungs mit Pilzköpfen aus England, Garage trifft auf Beat, kennt man das nicht schon irgendwo her? Spötte mehr...
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 El Bronx – Mariachi El Bronx
CD-Kritik: "Romantic or happy?" Gut zehn Millionen Menschen leben im Großraum Los Angeles, geschätzte 47 Prozent dieser Menschen sind „Latinos“. Wie hoch die Zahl der Menschen mit hispanischem Migrationshintergrund wirklich ist, kann niemand genau sagen, denn die Quote der „Illegalen“ ist nach wie vor hoch. Eindeutig ist aber der Einfluss lateinamerikanischer Kultur auf das Leben in Kalifornien, das sieht man schon allein daran, dass „Soccer“ dor mehr...
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 Noiseshaper – Satellite City
CD-Kritik: Aus der Form geraten. Der Name der Band verrät schon viel. Der Name, der sicherlich als Aufmerksamkeitserreger dienen sollte, beinhaltet schon den Charakter des Albums. Was nach einer viel versprechenden Mischung aus Dub, House, Reggae und weiteren Stilrichtungen anhört, entpuppt sich aber als ziemliches Klangchaos.
„Noise“ kann aus dem Englischen mit „Lärm“ oder „Krach“ übersetzt werden. Mit diesen Wörtern assoziiert man eher unwahrscheinlich gechillte Reggae- Elektro- Mischungen. Damit liegt man auch leider ri mehr...
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 Pinboys – Simple Art
CD-Kritik: Einfach(e) Kunst. Nach „Teenage Wasteland“ sind die Pinboys jetzt mit ihrem zweiten richtigen Studioalbum am Start. Simple Art enthält elf Tracks und bietet endlich mal wieder gute Musik, zu der man gerne mitrockt. Besonders erfrischend an dem Album ist der Wechsel der Sänger. Führt uns noch Jakob Thalund Møller mit „The story of their lives“ ins Album ein, erwartet uns direkt im nächsten Song der Wechsel zu Anne Kalstrub mit den Vocals zu „Hey Man“.
Der Track „You … my everything“ fängt den Hörer dann richtig mehr...
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 Komplizen der Spielregeln - Es wird nur noch geatmet
CD-Kritik: „Weißt du, die Masse der Leute ist einfach dumm!“ 2001 angefangen, seit 2007 unter der jetzigen Besetzung unterwegs – das sind die Komplizen der Spielregeln, die jetzt ihr erstes Album in voller Länger auf den Markt bringen. Mit „Der Anteil am Tagesbedarf“ haben sie bereits eine EP mit vier Titeln aufgenommen. „Es wird nur noch geatmet“ bietet jetzt endlich 12 Tracks zusammengepackt auf einer CD.
Die fünf Jungs haben sich auf deutschen Indie-Rock spezialisiert. Ihre Texte beziehen sich auf all die Verwirrung im Alltag. Sie sind gut durchdac mehr...
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 Hollywood Undead – Swan Songs
CD-Kritik: Wenn Musik zu Grabe getragen wird.. Die harte Erkenntnis, langsam alt zu werden, trifft einen bevorzugt in drei Situationen. Erstens am Morgen nach einem alkoholreichen Abend, wenn das mit dem Aufstehen plötzlich nicht mehr so einfach geht. Zweitens beim Blick in den Spiegel. Und drittens wenn man Musik hört, die heutzutage so angesagt ist. Hollywood Undead machen einen Mittzwanziger zum gefühlten Rentner.
Die sind nämlich offensichtlich im Moment ziemlich angesagt bei Leuten, die mit Linkin Park groß wurden, die aber vor Slipk mehr...
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 Michael Jackson – The Stripped Mixes
CD-Kritik: Michael Jackson is dead – Let´s make some money. Bevor Michal Jackson in den 80ern zum 'King of Pop' avancierte, konnte Jacko zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine lange erfolgreiche Karriere zurückblicken: Mit seiner Brüder-Combo "Jackson 5" hatte er ab seinem zehnten Lebensjahr dutzende Hits veröffentlicht und sich zum erfolgreichsten Act auf dem bekannten Motown-Label gemausert.
Jenes Label möchte nun anscheinend auch ein wenig Profit aus dem Abgang ihres ehemaligen Zugpferdes schlagen, nachdem andere in den letzten Wochen bereits Millio mehr...
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 KISS – Kissology Vol. 2
DVD-Kritik: Rock And Roll All Nite Wenn es eine Band gibt, die es wirklich versteht, aus ihrem Ruhm noch das letzte bisschen an finanziellem Vorteil herauszupressen, dann sind das Kiss. Außer „I was made for lovin’ you“ kennt heute kaum einer der breiten Masse oder gar der Jugend diese Band, und trotzdem sind sie noch omnipräsent. Kiss waren indirekt verantwortlich für Punkrock, weil sie den Bombast, die Inszenierung und den Glamour so übertrieben, dass eine Gegenbewegung nicht lange auf sich warten ließ.
Nun erscheint mit Vol mehr...
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 Major Lazer – Guns Don't Kill People… Lazers Do
CD-Kritik: Ein Superheld auf Club-Tour. Major Lazer ist ein mysteriöser jamaikanischer Superheld, der im geheimen Zombiekrieg von 1984 zu Soldatenruhm kam. Bei einem seiner vielen Kämpfe gegen die Kräfte des Bösen verlor er einen Arm und erhielt anstelle dessen eine Laserkanone als Armprothese. Mittlerweile betreibt er – wahrscheinlich aus Gründen der Tarnung – auf der Insel Trinidad einen Nachtclub.
Dabei ist seine Tarnung längst aufgeflogen: Hinter dem fiktiven Comic-Charakter Major Lazer verbergen sich der britische DJ und Prod mehr...
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 Jordin Sparks - Battlefield
CD-Kritik: Ein musikalisches Schlachtfeld als Schachzug - künstlerisches Potenzial frisch in eine vorgeformte Schablone gepresst Zugegeben, der Markt in Sachen Castingshows und Künstlern, die diese Maschinerie hervorbringt, ist schon lange gesättigt. Auch Jordin Sparks ging als Gewinnerin einer solchen Show, "American Idol", hervor. Nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 2007 erschien nun "Battlefield", auf dem sie optisch auf dem Cover ein bisschen an Kelis erinnert. Das Album kann sich im Vergleich zu unseren deutschen 'Castingprodukten' hören lassen, auch wenn man merkt, dass eine strategische Vermarktung mehr...
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 Simian Mobile Disco – Temporary Pleasure
CD-Kritik: Das Beste aus beiden Welten. Die Analog-Helden sind zurück und haben aus ihrem in zwei Hälften teilbaren Debüt die Konsequenz gezogen. Waren die Tracks auf „Attack Decay Sustain Release“ entweder Hit oder Shit, wurde im zweiten Anlauf der goldene Mittelweg gesucht. Das heißt nicht, dass auf „Temporary Pleasure“ nur Durchschnittsware geboten wird, es fehlen lediglich die absoluten Knaller. Dafür ist aber auch nichts dabei, das man Jas Shaw und James Ford wirklich übel nehmen könnte.
Ihre Faszination beziehen die Songs au mehr...
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 Rival Consoles – IO
CD-Kritik: Digital ist besser. „Elektronische Musik bezeichnet Musik, die durch elektronische Klangerzeuger hergestellt und mit Hilfe von Lautsprechern wiedergegeben wird.“ weiß einen Wikipedia aufzuklären Es knarzt, es fiept, es wummert: bei „IO“ sind einige dieser elektronischen Klangerzeuger am Werk. Zudem kommt das Gehörte aus den Lautsprechern. Das, was der junge Engländer Ryan Lee West unter dem Namen Rival Consoles veranstaltet, muss also elektronische Musik sein. Aber dass das hier Elektro ist, wird auch gleich in den mehr...
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 The Cliks – Dirty King
CD-Kritik: Cli(c)k and enjoy. Was lange währt wird endlich gut – das neue Album der Alternative Pop-Rock-Band „“The Cliks“ ist nach zwei Jahre langer Arbeit endlich erschienen. Ob der Spruch allerdings auch hier passt bleibt abzuwarten.
Das Trio bestehend aus: Lucas (Lead Vocals/Guitar/Piano/Keys), Jen (Bass/Cello) und Morgan (Drums/Percussion), nach dem Debütalbum „The Cliks“ und dem zweiten Album „Snakehouse“ soll „Dirty King“ die Band nun bekannter machen und die Erfolge des alten Albums übertreffen.
Die drei Künst mehr...
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 Florence and the Machine – Lungs
CD-Kritik: Zuckersüß, schräg, einzigartig. Spätestens seit „Kiss with a fist“ im Werbefernsehen rauf und runter läuft, ist Florences zuckersüßes, unschuldiges Stimmchen in aller Ohren. Und wem dieser Song schon gefällt, der sollte sich warm anziehen. Im Vergleich schneidet die Single eher schlecht ab. Das Debüt-Album der Britin liefert Popsongs vom feinsten – zu zart, um echter Rock zu sein, aber immer noch schräg und individuell genug, um nicht in der Masse des Kommerzpops zu versinken.
Reichlich Claps und bombastischer Chorgesang pe mehr...
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 Asher Roth – Asleep In The Bread Aisle
CD-Kritik: 'American Pie' statt '8 Mile'. Angeblich besteht der Großteil der Rap-Käuferschaft aus ganz durchschnittlichen Mittelklasse-Kids, die das Ghetto lediglich aus den Erzählungen ihrer Rap-Helden „kennen“. Viele dieser gut behüteten jugendlichen Rap-Fans sind außerdem „Weißbrote“. So werden Weiße in den USA von ihren afroamerikanischen Mitbürgern gelegentlich betitelt.
Das bekannteste Rap-Weißbrot ist ohne Zweifel Eminem, der sich als erster Weißer als ernstzunehmender MC im Rap-Game etablieren konnte. Wahrscheinlich aber auch mehr...
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 Fat Freddys Drop - Dr. Boondigga &the Big BW
CD-Kritik: Eine runde Sache. Erschöpfte, partybegeisterte Menschen, die sich im trüben Licht der bunten Scheinwerfer auf der Tanzfläche bewegen. Anschließend lassen sie sich auf großen, bequemen Sitzsäcken nieder und lauschen den chill-out-lounge-artigen Sounds. So könnte man sich die Atmosphäre für die Songs dieses Albums vorstellen. In der 70- minütigen Laufzeit vereint dieses Album in den neun Songs sowohl Dub und Reggae, als auch Soul und Funk.
Zu einem synkopenlastigen Song wie „The Raft“ kann locker im Reggaetakt mehr...
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 The Butterfly Effect – Final Conversations of Kings
CD-Kritik: Besonders vielseitig. Was macht dieses Album der Australier „The Butterfly Effect“ zu einem besonderen Album? Es ist vor allem die Kombination aus eingängigen Melodien und anspruchsvoll konstruierten Tracks. „Final Conversation of Kings“ beinhaltet einen Querschnitt verschiedenster Genres und fällt durch deren sinnvolles Arrangement positiv auf.
Raus hören lassen sich insbesondere Einflüsse des Hardrock, des Pop und des Avantgarde Rock, die zu klassischen und mitreißenden sowie sehr melodischen Rock zusammengefügt mehr...
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 Misses Next Match- Ob Festzelt oder Großraumdisco
CD-Kritik: Hunde, die bellen… Menschen die sich 'Enter the Tainment', 'Donna the Wetta' und 'Rob the Botta' nennen, haben entweder einen Knall oder nehmen sich selbst einfach nicht so ernst. Die Mitglieder der Hamburger Band Misses Next Match jedenfalls haben sich für diese Pseudonyme entscheiden und anzunehmen ist dabei doch eher die zweite Möglichkeit.
Mit dem Album „Ob Festzelt oder Großraumdisco“ macht die Band verschiedene Fässer auf und bewegt sich musikalisch am ehesten in Richtung Knarf Rellöm, Der Tante Renate mehr...
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 Passion Pit - Manners
CD-Kritik: Zukunftsmusik. Geht es dieser Tage um die Band Passion Pit, fällt meistens nahezu zeitgleich der Name MGMT. Die sind gerade richtig erfolgreich, die Single „Kids“ kann nach euphorischem Radio-Airplay kaum noch einer hören, mit diesem Namen kann jeder etwas anfangen. Passion Pit dagegen sind noch recht unbekannt und klingen angeblich ähnlich.
Nun ist das Vergleicheziehen in der Musik ebenso schwer wie notwendig, in diesem Falle aber nahezu unmöglich. Nur weil ihr elektronische Beats mit Pop-Appeal auf einen mehr...
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 Wilco - The Album
CD-Kritik: Andere Länder, andere Sitten. So ist das in den verschiedenen Ländern dieser Welt. In Deutschland steht das Pferd auf dem Flur, in Chicago, Illinois, USA steht das Kamel auf dem Balkon. Alfred heißt es und guckt ebenso erhaben wie bescheuert in den linken Bildrand des Covers der neuen Platte von Wilco.
Das ist natürlich verwunderlich bei Wilco, Die sind als eine der wenigen Bands die im amerikanischen Mittelklasse-Mainstream angekommen sind bekannt für ihre Ernsthaftigkeit und traurig-schöne Melodien. Und dann steht da A mehr...
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 Wu-Tang - Chamber Music
CD-Kritik: Etikettenschwindel. Als Intro ertönen die aus den Kung-Fu-Klassikern der „Shaw Brothers“-Filmschmiede bekannten Fanfaren. Es folgt das obligatorische Sample aus einem Martial-Arts-Film, dann erklingen Kampfsounds. Fliegende Fäuste und klirrende Klingen – Es kann sich nur um den Wu-Tang Clan handeln, oder?
Nicht ganz. Denn Wu-Mastermind RZA hat für „Chamber Music“ nicht den gesamten Clan versammeln können. GZA, Method Man, Masta Killa und Capadonna sind nicht am Start, dafür werden die übrigen Wu-Tanger von diver mehr...
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 Regina Spector - Far
CD-Kritik: "computer made out of macaroni pieces.." Kaum zu glauben, dass dieses zarte, zierliche Persönchen mit der engelhaften Stimme mal im Vorprogramm der Kings of Leon und The Strokes spielte. Regina Spector hat sich zu einer Singer/Songwriterin gemausert, die in einem Atemzug mit Tori Amos genannt wird. Dabei hat sie sich mit ihrem mittlerweile fünften Album ihren ganz eigenen musikalischen Stil erarbeitet. Durch ihre professionelle Klavierausbildung zieht es sie immer wieder zur Klassik, dabei liebt sie aber auch den Punk, das Experimentel mehr...
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 Ape School – Ape School
CD-Kritik: Hefte raus, Affenarbeit! Manchmal kann es einfach so schön sein eine neue Band zu entdecken, die einen mit ihren großartigen und frischen Ideen begeistert und deren faszinables Debütalbum man einfach nur noch den ganzen Tag 'rauf und 'runter hören will. Auf Ape School träfe dies hingegen nicht zu.
Der Vater einer Freundin des Verfassers dieser Zeilen hatte einmal einen Matrosen-Anzug von der Marine und da er pazifistisch erzogen worden war, entfernte er kurzerhand einen Buchstaben von der Donald Duck-Mütze: mehr...
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 Wavvves- Wavvves
CD-Kritik: Die schwarze Sonne Kaliforniens. In dem Film „Fight Club“ gibt es die Szene, in der Edward Norton einen Schönling halb tot schlägt und seinen Ausbruch mit den Worten begründet: „Ich musste einfach etwas Schönes kaputtmachen.“ Die gleiche Intention könnte man wohl auch dem 22-Jährigen Nathan Williams aka Wavvves aus San Diego, Kalifornien und seinem zweiten Album unterstellen: Der Schönheit eine hässliche Fratze verpassen.
Beach Boys Harmonien und Pop Appeal werden unter verzerrte Gitarrenschichten und Feedbackschleifen gepac mehr...
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 Rinôçérôse - Futurinô
CD-Kritik: Die Mannigfaltigkeit geistiger Krankheiten. Paranoide Persönlichkeits- und Wahrnehmungsstörungen, Delirium, Alkoholismus und Drogenabhängigkeit – all dies thematisieren die Songs von Rinôçérôse auf der neuen Platte "Futurinô". Dazu haben die Köpfe der seit 1996 bestehenden französischen Band, Patrice „Patou“ Carrié (Bass) und Jean-Philippe Freu (Gitarre), eine Hand voll Gastmusiker mit an Bord gehievt. Jeder von ihnen leuchtet auf seine persönliche Weise die psychologischen Abgründe von Musikern der Untergrundszene aus. Ein hochinteressan mehr...
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 Bibio – Ambivalence Avenue
CD-Kritik: Angriff der Alien-Mücken. Auf lateinisch nennen sie sich Bibiomorpha, Bibio Marci oder Bibio Hortulanus. Ins Deutsche übersetzt kann man sich darunter jegliche Art von Mücken vorstellen. Da wären einmal die Haarmücken, Buchengallmücken, Markusfliegen und was sonst noch alles surrend, stechend und Blut saugend durch die Lüfte schwebt. Nicht unbedingt die angenehmsten Attribute, welche in diesem Zusammenhang gefallen sind. Warum also wählte der britische Sänger, Songwriter und Produzent Stephen James Wilkinson gerade dies mehr...
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 K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts
CD-Kritik: Wir machen Party auf deinem Grab. Gemeinhin sagen Bands gerne über sich, dass man sie nur lieben oder hassen könnte. Meistens ist das Blödsinn der künstlich polarisierende Relevanz vortäuschen soll. Bei K.I.Z. aus Berlin trifft es aber zu wie Goethes Faust aufs Auge (zu dem Bild kommen wir später noch).
Das Prinzip bei der vierköpfigen Hip Hop-Gruppe ist nämlich recht schnell beschrieben: Immer noch einen draufpacken. Geschmackloser geht es selten, den Wortwitz sucht man in Deutschland aber auf diesem Level sonst selten. Des mehr...
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 The Parlotones - A world next to door to yours
CD-Kritik: Aller guten Dinge sind vier. Eine Welt in meiner Nähe? Hab ich was verpasst? Ich ging davon aus, es gibt nur diese eine Welt. Das war wohl Riesenfehler. Das bestätigt mir dann auch Kahn Morbee im Opener „Giant Mistake“. Es gibt anscheinend ebenso viele Welten wie Menschen. Und weil die Parlotones ein Quartett sind,lassen sich eben auch vier Welten auf ihrer neuen Platte finden.
Beginnen wir mit der ersten.
Wer kennt sie nicht, die wunderbar einlullenden Melodien von Starsailor. Es handelt sich bei diesen meist um T mehr...
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 Ashley Tisdale – Guilty Pleasure
CD-Kritik: Schuld war nur der Business Plan. Eine unvollständige Liste der mehr oder weniger prominenten Menschen, die ihren Hund Blondi genannt haben: Adolf Hitler, Ashley Tisdale. Nun sollte es – selbst Geschichte studierenden – Musikrezensenten fernliegen, schlechte Alben in die Nähe des Nationalsozialismus zu setzen, eine schöne Randnotiz ist es allerdings dennoch wert.
Mehr als die muss es aber auch nicht sein, denn „Guilty Pleasure“ bietet abseits solcher Späße schon selbst genug Angriffspunkte. Man muss ihr und ihrem Marketing-Te mehr...
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 VA - Melt! V Compilation
CD-Kritik: Der Soundtrack für die Anreise… …oder für alle zuhause Gebliebenen. Die mittlerweile fünfte Melt!-Compilation bietet auch in diesem Jahr wieder den Querschnitt durch die „big names“ des zugehörigen Festivals. Bevor es Mitte Juli in der Nähe von Dessau los geht, wird also allen unentschlossenen der Mund wässrig, den Nicht-Partizipienten das Ärgern und allen Ticket-Besitzern das Vorfreuen erleichtert. Unter gütiger Mithilfe des !ntro-Magazins zusammengestellt, bietet die kleine Scheibe (fast) alles was in den vergangenen 18 Mona mehr...
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 The Mars Volta – Octhaedron
CD-Kritik: Strukturiert und etwas temperamentlos. Auf „Octahedron“ gestatten sich The Mars Volta einige Abstriche im Gesamtpaket: kaum ausgefallene Rhythmen, keine unhörbaren Passagen und schon gar keine musikalische Kakophonie. Beim neuen Werk von Cedric Bixler-Zavala (Gesang) und Omar Alfredo Rodriguez-Lopez (Gitarre) fehlen somit die bezeichnendsten und wertvollsten Eigenschaften dieser ProgRock Band. Haben sie sich bisher einen Namen damit gemacht, dass ihre Lieder kaum einprägsame Strukturen aufweisen, so haben sie nun beeindruckend geraff mehr...
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 La Roux – La Roux
CD-Kritik: Gestern wird wie morgen sein. Gestern wird wie morgen sein – selten klang das so sehr nach Euphorie und Liebe, Überfluss und Wegweiser. Doch Elly Jackson und Ben Langmaid, die zusammen das Duo La Roux bilden, ist mal wieder gelungen, woran alle guten Popstars abeiten – das Vergangene in eine Form von heute zu gießen.
Das Gesicht der Band ist Elly Jackson, und nicht nur optisch repräsentiert sie irgendwo zwischen Cyndi Lauper und Annie Lennox den Synthiepop, den das Duo auf so schlüssige wie bezaubernde Weise auf ihr Debüt mehr...
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 Nouvelle Vague – III
CD-Kritik: New Wave im Schongang.
Der Musikmarkt wird gerade überflutet von Cover-Alben. Jeder meint, seine Lieblingssongs irgendwie neu interpretieren zu müssen, was ja durchaus seinen Reiz haben kann und nicht zwingend unkreativ sein muss. Vor gut sechs Jahren hoben die französischen Musiker Olivier Libeaux und Marc Collin das Projekt "Nouvelle Vague" aus der Taufe, das gar nicht erst den Anspruch auf Eigenkompositionen erhebt. Die "Nouvelle Vague" hat nichts mit der gleichnahmigen Filmbewegung der 50er und 60er Jahre zu tun, mehr...
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 Daniel Schumacher – The Album
CD-Kritik: Ein Album sie zu knechten… Was wurde über diesen talentierten jungen Mann nicht alles spekuliert! Und wie beruhigend, dass dies nächste Woche schon niemanden mehr interessieren wird…
Zu weich soll er sein, der gescheitelte Schmusekater mit der Samtstimme. Zu weich fürs oberhammergeile Pop-Biz. Gestern genügte noch eine renitente Oma für familientaugliche Publicity - morgen wird da vielleicht unterm Coming-out und der Teilnahme an ekligen Dschungel-Spielchen als D-Promi nichts mehr laufen. Oder die RTL-Kameras suchen s mehr...
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 Paolo Nutini – Sunny Side up
CD-Kritik: Melancholie und Frohsinn. Drei Jahre ist es her, als der damals 19jährige Paolo Nutini schmerzvoll seine "Last Request" stellte und alle Welt mit einer Stimme überraschte, die nach deutlich mehr Lebensjahren und nach jeder Menge Whiskey klang. Mit "Sunny Side up" zeigt der Schotte mit italienischen Wurzeln eine Vielseitigkeit, die verblüfft. Wer eine kuschlige Balladensammlung erwartet, wird schon mit dem Opener "10/10" eines Besseren belehrt: Fröhliche Bläser eröffnen den musikalischen Reigen, zu denen sich Nutinis rauc mehr...
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 Daniel Merriweather – Love and War
CD-Kritik: Starke Stimme, schwache Songs. Wer zum Teufel ist eigentlich Mark Ronson? Das wird Daniel Merriweather wohl gedacht haben, als dieser vor ein paar Jahren bei Merriweather anrief. Tatsächlich war der britische Erfolgsproduzent, der schon Amy Winehouse und Lily Allen zu Charterfolgen verhalf, dem jungen Australier zunächst kein Begriff, doch schon bald kam es zur ersten Zusammenarbeit. Mit dem Cover des Smiths-Hits "Stop me" konnten sie einen ersten kommerziellen Erfolg verbuchen. Mit "Love and War" liegt jetzt das erste Studio mehr...
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 Years - Years
CD-Kritik: Kontrolliert kreativ. Der kanadische Musiker Ohad Benchetrit, Mitglied der instrumental Post-Rock Gruppe „Do Make Say Think“ ist ein musikalisches Multitalent. Schon früh merkte der Kanadier, dass die Kunst des Toningenieurs für gelungene Musikaufnahmen ein essentieller Bestandteil ist, den man, wenn das eigene musikalische Produkt unverfälscht bleiben soll, am besten in die eigene Hand nehmen sollte. So spielt der junge Kanadier nicht nur eine Vielzahl von Instrumenten, der Absolvent des Harris Institute of the Art mehr...
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 blur – Midlife: A Beginner's Guide To blur
CD-Kritik: Holding On For Tomorrow. Es sind aufregende Wochen für Fans dieser Band. Fangen wir an mit der unaufregendsten: Mit nur geriner Bewerbung ist nun eine neue Kompilation erschienen, "Midlife" heißt sie in Anspielung auf den großen Hit, den die Band in den Neunzigern mit "Parklife" hatte, und es ist nicht ein neues Lied darauf. Und da nun ohne großen Aufwand und Mühen nun nochmal die alten Songs aus der Schublade gezogen werden, gleichzeitig aber eine Reunion Tour die vier inzwischen wieder in verkaufte Hallen führt, darf mehr...
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 Cortney Tidwell – Boys
CD-Kritik: Etwas mehr Tempo bitte! Sie ist ein unglückliches Kind gewesen. Hat immer gegen Country-Musik rebelliert, was wohl nicht schwer zu verstehen ist, wenn man in Nashville aufwächst. Cortney Tidwell hat sich Zeit gelassen, ihren Weg doch noch in der Musik zu finden. Mittlerweile sind ihre Songs Therapie und so beginnt ihr zweites Soloalbum "Boys" auch getragen und schwermütig mit sanftem, sehnsuchtsvollem Gesang. Mit dem zweiten Stück "Watusii" beweist sie Wandlungsfähigkeit. Der Song sprüht nur so vor elektronischen, heit mehr...
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