Musik in der Mangel

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 Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten
CD-Kritik: Lana Del Rey – Born To Die Sie will unbedingt berühmt werden – so ist das wohl im Pop-Business. Alles eine Inszenierung: Der Vergleich zu Lady Gaga ist schnell gezogen, wenn es um die Kunstfigur Lana Del Rey geht. Eigentlich heißt sie nämlich Elizabeth Grant, ist 25 Jahre jung und kommt aus einer amerikanischen Kleinstadt. Ziemlich uncool, wenn man einen Haufen Platten verkaufen will. Kurzerhand kreierte sie die "Gangsta-Nancy-Sinatra" namens Lana Del Rey und erfand auch gleich ihr eigenes Genre: Hollywood Pop/Sadcore. Fü mehr...
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 See Them Change!
DVD-Kritik: Doors – Mr. Mojo Risin': The Story Of L.A. Woman Eine Band und ein Publikum der Revolte. Eine Band, die nicht mehr live spielen darf, geschweige denn kann. Und natürlich – Jim Morrison! Eine der Kult-gewordenen Figuren der 60er. Es gibt einen Geburtstag zu feiern. Einen großen Geburtstag für die Rock-Geschichte: "L.A. Woman", das letzte Album der Doors, wurde im letzten Jahr 40 Jahre alt! Neben einer Jubiläumsausgabe des Albums wird nun die Dokumentation "Mr. Mojo Ri mehr...
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 Drei Fliegen mit zwei Platten, die erste!
CD/DVD-Kritik: Charlotte Gainsbourg – Stage Whisper (Live And Unreleased) Der außergewöhnliche Regisseur Lars Von Trier hat ein Faible für außergewöhnliche Frauen: Wir denken an Björk mit "Dancer In The Dark". Denken wir ein paar Jahre weiter – Charlotte Gainsbourg! Es ist natürlich immer ein wenig problematisch, mehrfach begabte Personen bei Besprechung des einen, mit dem anderen Fach zu beschreiben. Aber da sie in "Antichrist" so eine brillante Rolle spielt, kann man das nicht unerwähnt lassen. Wenn Schauspieler anfangen zu singen oder umgekehrt, ist das oft ein Gru mehr...
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 Väth'sche Beats ziehen in ihren Bann
CD-Kritik: Sven Väth – The Sound oft the Twelfth Season Der große Pionier der deutschen Techno-Szene zeigt auch dieses Jahr wieder was Techno ausmacht. Sein jährlich erscheinender Coremix „The Sound of the Twelfth Season“ ist bereits der zwölfte seiner Art. Hier stellt er mit einem Mix aus den besten Tracks der vergangenen Partysaison auf Ibiza erneut seine einzigartigen Fähigkeiten am Turntable unter Beweis.
Das Klischee der immer wieder kehrenden langweiligen Techno-Beats besiegt Väth in diesem 160-minütigen Mix – denn Väth schafft es den Hörer mehr...
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 Wir sollten uns wiedersehen, meinst du nicht?
CD-Kritik: Drake – Take Care CDs rezensieren ist wie Speed-Dating: Mit Zeitdruck im Rücken und der Prämisse, sich möglichst schnell einen Überblick zu verschaffen, erhält die Redakteurin/der Redakteur oft nur ein oberflächliches Bild. Manchmal jedoch gibt es auch eine Begegnung, die kaum vergleichbar ist mit den anderen Bekanntschaften an diesem Abend. Genau so verhält es sich mit dem Album "Take Care" vom kanadischen Rapper Drake.
Dessen Debüt schlug 2010 ein wie eine Bombe. Nur Eminems Album "Recovery" verkaufte sich mehr...
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 Auf die Länge kommt es an
CD-Kritik: LAL – LAL "Trip Hop" ist so ein schöner Sammelbegriff. Er kann so viel bedeuten und beschreibt deswegen nicht wirklich akkurat. Dennoch lässt er einen aufhören. Alle denken sofort an Portishead oder Massive Attack. Aber nein, auch die erfinden sich mit jedem Album neu und sind auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen – außer eben Trip Hop. Man kommt nicht drum herum, man muss doch jedes Trip Hop-Album nochmal extra definieren.
LAL haben mit ihrem selbst betiteltem Album schon ihr viertes Werk an den St mehr...
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 The Essence Of Your Soul
Soul: The Soul Session – One Soul. Eine oft totgeglaubte Gattung, die immer mal wieder auf eine Wiedergeburt eingeladen wird – dann auch immer anwesend ist und gefeiert wird. Da kommen dann die frischen Acts wie Aloe Blacc und Cee Lo Green herbei und polieren alte Erbstücke auf. Da wird dann immer gesagt, dass das der echte, erdige Soul-Sound ist, ohne verstaubt zu wirken. Mit einer frischen, diesseitigen Note eben.
Dass dann aber jemand ankommt, der mal was wirklich neues probiert, hört man dann nicht so oft. Ein Beisp mehr...
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 Sanftes Donnern
Soul/Elektro: James Blake – Enough Thunder Trotz ausgedehnter Konzerttouren und zahlreichen Festivalauftritten legt Newcomer James Blake ein erstaunlich kreatives Pensum vor: Beinahe monatlich produziert er neue Tracks – fast so viele, dass sie nach dem Debüt im Februar ein weiteres Album füllen könnten. Dabei handelt es sich dann auch selten um aufwendige Studioproduktionen als um echte Heimarbeit: So ist auch auf seinem neuen Extended Player "Enough Thunder" nahezu alles "written, performed, produced and recorded at Home by James Blake mehr...
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 Unser Rückblick auf das Musik-Jahr 2011!
Die Bestenlisten der Campus-Web-Redakteure für 2011 Willkommen im Jahr 2012. Anstatt nach vorn zu schauen und sich zu fragen, ob es das letzte Jahr sein wird, schauen wir noch einmal zurück – solange wir noch Zeit dazu haben. Denn das Jahr 2011 war ein großes Musik-Jahr und deswegen wollen wir mal ergründen, woran das lag.
11 Campus-Web Redakteure haben sich Gedanken gemacht, was sie in diesem Jahr am meisten mochten. Oder gar nicht mochten. Hier sind alte, aber vor allem auch viele neue Gesichter zu begrüßen. Musikalische Vielfalt ist garant mehr...
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 Wenn Birdy Nam Nam die kleinen Brüder von Major Lazer sind, was ist dann Surkin?
Electro / Pop: Birdy Nam Nam – Defiant Order / Surkin – USA Birdy Nam Nam wissen schon, wie es geht. Bereits im vergangenen Jahr haben sie beim "französischen Pendant der Grammy Awards" [sic] den "Victoire de la musique" abgeräumt: was auch immer das nun bedeuten mag. Verstehe einer die Franzosen. Je nachdem kann einen auch der Sound ratlos zurück lassen: Man hasst ihn wohl oder liebt ihn, es gibt nur wenig dazwischen. Future Rap und dicke Beats, Bratzensound, ja sogar Dancehall ist eingepackt, höre man nur ein Mal in "Goin' In" rein. Oder sehe sich einf mehr...
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 Hommage statt Weiterentwicklung
French-House: Justice – Audio, Video, Disco Vier Jahre sind vergangen, seitdem Xavier de Rosnay und Gaspard Augé alias Justice mit ihrem Debütalbum "†" eingeschlagen haben. Anfangs wurde das Duo noch mit den französischen Landsmännern Daft Punk verwechselt, was aufgrund des Genres (French-House), der coolen Musikvideos und der französischen Herkunft durchaus nahe liegt – zumal beide Bands sich auch noch den selben Manager teilen. Inzwischen haben sich Justice längst zu einer fest etablierten Größe gemausert und präsentieren nun ihr zweite mehr...
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 Als es noch kein YouTube gab
Soul/Jazz: Ray Charles – Live In France 1961 (DVD) Konzert-DVDs gibt's heute zu fast jeder Tour, und lange warten muss man darauf auch nicht. Wobei, DVDs sind ja wahrscheinlich auch bald schon überflüssig – YouTube-Videos gibt's immer schon am selben Abend. Früher sah das natürlich total anders aus. Während heute also manchmal viel zu viel für die Nachwelt erhalten bleibt, hat man aus der Vergangenheit eher viel zu wenig Aufzeichnungen.
Eine dieser Aufzeichnungslücken konnte nun jedoch geschlossen werden – nach 50 Jahren. 1961 machte Ray Char mehr...
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 Mit rauchiger Stimme und unbeschreiblichen Klängen durch Sin City
Jazz/Pop: SCHMIDT – Above Sin City Ihr Name ist eher als bekannt, durchaus als normal und unspektakulär zu bezeichnen. Doch der Eindruck täuscht! SCHMIDT heißt die junge Berlinerin (Alter: 21), die jetzt ihre erste EP vorstellt. Zusammen mit dem großen Guy Chambers gelingt ihr direkt zum Start ihrer Karriere ein süßes Glanzstück – fünf Lieder mit durchaus eigenem Charakter.
Obwohl SCHMIDT mit ihren 21 Jahren noch sehr jung ist, zeugt ihre Stimme doch von Erfahrung und Individualität. Das erste Lied „Shadowman“ hat auf jeden mehr...
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 Sag mir, wo ich beginnen soll
Indie-Pop: Peter Licht – Das Ende der Beschwerde Peter Licht liefert ab – und zwar sein fünftes Album "Das Ende der Beschwerde". In einem auffälligen Türkis kommt schon das Cover daher; das Booklet enthält ganz oldschool sämtliche Songtexte und ist aufklappbar zum Poster. Praktische Sache, das mit den Texten: Denn Peter Licht macht Pop so vielschichtig, dass er sich nicht beim ersten Hören erschließt. Spätestens seit dem Sommer 2000 kennt man ihn, denn "wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck…". Kennen tut man ihn dann aber doch wi mehr...
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 Legenden und Helden auf einer Platte
Punk-Rock: H2O – Don't Forget Your Roots H2O sind eine hohe Hausnummer in der Straße des Punk-Rocks. Seit 1995 spielen die fünf New Yorker auf internationalen Bühnen und begeistern tausende Fans mit schneller, intensiver und melodischer Rockmusik. Nicht für Wenige gelten H2O als legendär und nicht wenige Bands coverten Songs dieser einzigartigen Musikgruppe. Doch auf der neuen Platte widmen sich die Jungs um Frontmann Toby Morse ganz ihren eigenen Vorbildern. Der Name der Platte ist Programm: "Don´t Forget Your Roots". Neben Größen der mehr...
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 Etwas mehr halblang, bitte.
Indie-Rock: Airship – Stuck In This Ocean Hallo? Wer ist da? Ach so, Airship also. Was wollen Sie? Ja... ja... mhm... Das klingt ja alles ganz gut, aber warum reden Sie denn so laut?
Airship kommen aus Liverpool und wollen Indie-Rock mit Hymnen-Potenzial machen. Irgendwie kommt das ja auch hin. Aber wenn dann Vergleiche mit Namen wie Coldplay herangezogen werden, dann stimmt das irgendwie doch nicht mehr. Airship wissen mit Effekten und Sounds umzugehen. Sie nutzen die Stimme effektiv und das geht ins Ohr. Bei den ersten Songs kommt mehr...
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 Große Töne für große Töne
Indie-Folk: Other Lives – Tamer Animals Da neigt man bei Musik doch manchmal zur Abgeklärtheit. Denkt, es könnte einen nichts mehr so richtig vom Hocker hauen. Und dann ist da wieder so ein Album, das einen eines Besseren belehrt – man ist mal wieder vollends begeistert und so fliegen dann die Superlative: Die beste Platte des Jahres! Großartig, gar atemberaubend! Aber lassen wir das mal und atmen erst mal tief durch.
Other Lives schaffen auf ihrem zweiten Album "Tamer Animals" eine unglaublich düstere und depressive Welt. Wenn man mehr...
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 Die deutsche Brit-Pop-Revolution ist angesagt!
Brit-Pop: Lee Jay Cop – Revolution Of The Dog Brit-Rock Fans, zugehört! Mit "Revolution Of The Dog" schwingen sich auch die fünf Hannoveraner auf den Revolutionszug auf. Das ganze klingt dann auch recht passabel mit einer wummernden Bass-Drum und einem strammen Gitarrensound. Nachdem der Eröffner "To The Gates And Back" zwar einheizt, aber kaum im Gedächtnis bleibt, kommt mit "America" ein Gassenhauser mit heulendem Hintergrundgesang, der an längst vergangene Zeiten erinnert.
Mit "Monkey Shaker" kommt auch eine Stiländerung daher. Es ge mehr...
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 Hier und jetzt und früher auch schon und demnächst auch
Rock: Nickelback – Here And Now Nickelback klingen wie immer? Irgendwo zwischen Mainstream-Ballade und Krachbumm-Rocker? Von wegen! Ein verspäteter Beitrag zum Eighties-Revival kommt in Form der ersten Single daher, "When We Stand Together". Für jeden, der schon mal den Stampf-Ohrwurm "Life Is Life" des One-Hit-Wonders Opus gehört hat, wird die Nummer zur Herausforderung: Wie lang hält man durch, bevor man einfach mal "Na naaa nanana" gröhlt? Dazu gibt's Weltretter-Rhetorik mit US-amerikanischem Pathos. Mal davon abgesehen, da mehr...
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 I'll be in Your home for Christmas
Weihnachten: Michael Bublé – Christmas Wen wundert es – eine der Lieblingsplatten von Michael Bublé ist das Weihnachtsalbum von Bing Crosby. Die Familie vereint, friedliche Stimmung, fröhliche Musik – was will man mehr? Bublé habe daher auch "sein ganzes Leben" darauf gewartet, die Weihnachtsstimmung weiterzugeben und auch so eine Platte aufzunehmen. Und auch das verwundert nicht - der wohl berühmteste Swing-Sänger der Gegenwart meistert das Album im Handumdrehen.
Im Vergleich zu Crosby und Sinatra fügt Bublé den Klassikern nichts mehr...
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 Bloc Party lösen sich auf?
Dance: Kele – The Hunter EP Bloc Party lösen sich auf? Mein Gott, wie soll die Musikwelt sich davon erholen! Doch aufatmen, das Quartett wollte einfach nur das britische Magazin NME veräppeln. War auch ein grandioser Erfolg, die Redaktion hat extra ihre Telefoninterview-Mitschnitte offengelegt, um nicht ganz so blöd dazustehen. Aber der eigentlich Erfolg war wohl ein anderer, denn, Überraschung, Frontmann Kele kann die Aufmerksamkeit gut für sein neues Produkt gebrauchen, er hat nämlich wieder mal den Oberkörper entblößt.
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 Besinnliches Warten
Post-Rock: Sigur Rós – Inni Was macht man, um Wartezeiten zu verkürzen? Richtig, Best Of-Platten rausbringen. Oder Livealben, wenn man den Fans gegenüber ein wenig netter sein will. Sigur Rós haben jedenfalls erst nächstes Jahr etwas neues zu sagen. Bis dahin gibt's noch den Mitschnitt eines 2008er Konzerts, frisch aufbereitet in einen Film mit neun Tracks und einer Platte mit 15 Stücken.
Isländischer Gesang über emotionalen Arrangements, die fast schon in den Ambient-Bereich gehören – Sigur Rós belegen schon ihre ganz mehr...
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 Amadeus und Buddha
Klassik: Hélène Grimaud – Mozart: Klavierkonzert 19+23,KV.459+KV.488 Business as usual? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Hélène Grimaud hat ihre Qualitäten als Pianistin bereits bei früheren Aufnahmen unter Beweis gestellt. Jetzt hat sie sich ein Orchester dazugenommen, dirigiert vom Flügel aus und macht daraus direkt eine Live-Aufnahme. Natürlich so problemlos, dass man die "Premieren" gar nicht bemerkt.
Darüber hinaus hat Grimaud hier erstmals Wolfgang Amadeus Mozart auf CD gebannt. Tiefe mehr...
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 Spaß mit Theophilus
Rap: Theophilus London – Timez Are Weird These Days Natürlich muss man sich erstmal vorstellen, wenn man neu ist. Kein Wunder also, dass der erste Track "Last Name London" heißt. Der Mann mit dem nicht ganz gewöhnlichen Namen und dem understated Pimp-Outfit hat mit der Stadt London allerdings nichts zu tun, die Homebase liegt in Brooklyn. Ist aber auch egal, wenn die Leute "All Around The World" mitmachen.
Frisch und Flott kommt der Sound daher, auch wenn die Uhr mal dank Surf-Gitarre ins Jahr 1964 zurückgedreht wird oder derbe Late-Eig mehr...
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 Videospielmusik auf sicheren Pfaden
Soundtrack: London Philharmonica Orchstra – The Greatest Video Game Music Klassische Musik hat es heutzutage nicht leicht. Das auch als Kunstmusik bezeichnete Genre wird immer mehr von der Unterhaltungsmusik verdrängt. Während sich vor 100 Jahren Beethoven, Mozart und Wagner noch größer Beliebtheit erfreuten, hört heutzutage nur noch ein kleines Publikum zu. Beim Durchschnittsalter von 50+ ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Menschengruppe arg zusammenschrumpft.
Neben vielen Versuchen, die Klassiker für Jugendliche wieder interessant zu machen, sind eini mehr...
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 Resterampe
Techno: Scooter – The Big Mash Up Hallo und willkommen bei einer neuen Ausgabe von "Kochstudio Scooter". Auch in der heutigen Folge zeigen uns die drei Jungs von Scooter, wie man musikalische Einzigartigkeiten zubereitet, garniert mit viel Trash und einem Hauch Fremdschämen. Seien sie dabei, wenn H.P. „Le Chef“ Baxxter, Rick J. Jordan und Michael Simon erneut zum kulinarischen Rundumschlag ausholen. Dieses Mal mit dabei: die wohl zuckersüßeste Versuchung der deutsch-griechischen Chansons- und Schlagerküche – Vicky Leandros.
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 Für ein paar Akkorde mehr
Country/Punk: The Mekons - Ancient & Modern 1911 - 2011 The Mekons sind eine der unzähligen englischen Bands, die sich Ende der 70er Jahre gründeten, um Punkrock zu spielen. Ein paar Jahre später galt "Punk" bereits als tot – Die Sex Pistols hatten sich aufgelöst, The Clash avancierten allmählich zur "seriösen" Rockband, The Stranglers und andere begründeten New Wave. The Mekons wandten sich, nachdem sie sich 1981 kurzzeitig aufgelöst hatten, Mitte der 80er dem Country zu.
2011 ist von den Punkeinflüssen der Mekons nicht mehr viel zu hören. Das a mehr...
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 "It was real fun."
Rock/Dance: David Lynch – Crazy Clown Time So könnte ein Film von David Lynch anfangen: Ein Rock-Song mit leicht verruchter Stimmung, typisch amerikanisch, ein wenig verdorben. Dazu eine Frauenstimme, deren Worte einzelne Schlaglichter aus einem Fiebertraum zeigen. Es geht um "Pinky's Dream"; vage erinnert man sich an Anna Calvi. Oder an einen gewissen Johnny, von dem Patti Smith im Mammutsong "Horses" sang. Pinky ist jedoch noch weiter draußen in der Traumwelt.
Der mehr...
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 Überraschungsangriff auf die Gehörgänge
Folk: Katzenjammer – A Kiss Before You Go Der Zirkus ist in der Stadt. Ist es ein Wild-West-Zirkus? Ein Vaudeville-Zirkus? Eine klassische Manege? Schwer zu sagen, denn irgendwie ist von allem etwas dabei. Der Zirkus stammt jedenfalls aus Norwegen und wird nur von Frauen geführt. Die nennen sich Katzenjammer (eine obskure Referenz an den frühen US-Comic "The Katzenjammer Kids") und unterhalten ihr Publikum mit verschiedensten Instrumenten und Arrangements. Mal ein wenig Country & Western, dass man schon fast an Texas Lightning denkt, da mehr...
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 Lufthauch in Kargheit
Folk: Olivia Pedroli – The Den Wie weit man mit den richtigen Gelegenheiten kommen kann! Olivia Pedroli entschied sich laut Label im zarten Alter von fünf Jahren zum Studium der Geige. Die junge Schweizerin durfte direkt zum Musikkonservatorium und hatte mit dreizehn ihr Diplom in der Tasche. Es folgten weitere Instrumente, eigene Kompositionen, Konzerte. Ihr erstes Album brachte sie mit Hilfe von Simon Gerber zur Welt, und da merkt man, wie klein die Schweiz ist: Der stammt nämlich aus der Band von Sophie Hunger. Musikalisch mehr...
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 Schnellvorlauf... mit allerlei Gitarren
Schnellvorlauf: Immanu El / The Bony King Of Nowhere / The Chakras / Lindi Ortega Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Immanu-El – In Passage; The Bony King Of Nowhere – Eleonore; The Chakras – Build Me A Swan; Lindie Ortega – Little Red Boots. Verträumte, melancholische, majetätische, segelnde, auf den Dachboden verbannte, auf mitreißend getrimmte, nicht für Schuhfetischisten getestete Musik.
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 Schnellvorlauf... aus aller Welt
Schnellvorlauf: Gotan Project / Mariachi El Bronx / Makossa & Megablast / Buraka Som Sistema Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Gotan Project – La Revancha En Cumbia; Mariachi El Bronx – Mariachi El Bronx (II); Makossa & Megablast – Soy Como Soy; Buraka Som Sistema – Komba.
Elektronischere, wirrere, tanzbarere, unlangweilige, sympathische, minimale, späte, in Trance schraubende Musik.
Gotan mehr...
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 Italienischer Schmachtgesang
Pop: Malika Ayane – Grovigli Mit brillanter Stimme schmalzt Malika Ayane auf ihrem zweiten Album daher. Begleitet wird sie dabei nicht nur von Bass, Gitarre und Schlagzeug, sondern auch von einem üppigen Angebot aus klassischen Instrumenten.
Stimmungsmäßig bewegt sich das ganze Potpourri zwischen schnulzigem Herzschmerz und poppigen Gute-Laune Songs. „La prima cosa bella“ ist so ein klassischer Liebessong. Wirklich langweilig wird es nicht. Die Songs sind in sich sehr abwechslungsreich. Auffällig die amerikanischen Einf mehr...
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 Von Vietnam nach Washington und hinter schwedischen Gardinen
Country: Johnny Cash – Bootleg Vol III: Live Around The World Die Studioaufnahmen der Country-Legende Johnny Cash scheinen mittlerweile recht vollständig erhältlich zu sein. So erschienen in den Jahren nach seinem Ableben neben den letzten beiden „American“-Alben das ausgiebige „Unearthed“-Boxset und die ersten beiden Teile der „Bootleg“-Reihe, auf denen sich unveröffentlichte und rare Songs Cashs wiederfanden. Zum Glück für seine Fans (und seine Plattenfirma) war Johnny Cash auch live äußerst aktiv. „Volume 3“ der vermeintlichen „Bootleg“-Reihe (es handel mehr...
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 Das Album für Lagerfeurer und Glühweintrinker
Folk: Moonband - Denavigation Schaut man sich das neue Album der Moonband an, fragt man sich, warum sich die Musikindustrie so beklagt. Hier wurde einmal alles richtig gemacht. Schönes Cover, massiges Booklet, gute Abmischung und vor allem: tolle Songs.
Was wie ein Livemitschnitt aus einem hallenden Tonstudio beginnt, verbreitet ab dem zweiten Takt folkige Road-Trip-Mucke. „Photosynthesis“ macht von Beginn an gute Laune, Mundharmonika inbegriffen. Und genauso Gute-Laune-mäßig geht es auch im weiteren zugange. Auf der Pla mehr...
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 Another miserable white man's song
Pop/Klassik: Peter Gabriel – New Blood Live In London Im Alter habe ein Pop-Musiker zwei Möglichkeiten: Sich völlig seiner Muse hingeben oder nur noch die beliebten Hits spielen. So Peter Gabriel, der sich außerdem bewusst ist, dass auch die Arbeit mit einem Orchester traditionell ins Spätwerk passt. Sting, George Michael, Udo Jürgens: Irgendwie geht gerade jeder mit Streichern und Bläsern auf Tour. Gabriel hat aber eine gute Ausrede parat, warum er seine Band gegen 46 klassisch ausgebildete Musiker ausgetauscht hat. Nebenbei verfolgt er den dritte mehr...
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 Wer ist der bessere Gallagher?
Britpop: Noel Gallagher's High Flying Birds vs. Beady Eye's Different Gear, Still Speeding Nach dem endgültigen Aus von Oasis im August 2009 haben die beiden Gallagher-Brüder Liam und Noel offenbar noch lange nicht genug vom Musikbusiness und gehen seitdem getrennte Wege. Liam verkündete schon bald nach der Trennung, er werde mit den übrigen Oasis-Mitgliedern eine neue Band gründen – herausgekommen sind Beady Eye. Im Februar dieses Jahres legten sie ihr erstes Album "Different Gear, Still Speeding" vor. Noel zog im Oktober nach und nannte seine Platte "Noel Gallagher's High Flying Bir mehr...
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 Smalltalk über schwarze Schwäne
Klassik: Paul McCartney – Ocean's Kingdom Die Publicity fürs Ballett war in jüngster Vergangenheit vorzüglich. Der Dank dafür gebührt Natalie Portman und dem Film "Black Swan". Dieser wurde mit seinem düster-erotischen Mysterium zum Ereignis für ein großes Publikum, das sich im Leben wohl kein "albernes Herumgehüpfe" (= Ballett) angesehen hätte, der Oscar für Portmans Schauspiel tat sein übriges. Doch was, wenn man in die Verlegenheit kommt, Smalltalk über den Erfolgsfilm führen zu müssen? Hier ein paar Ideen ohne wirklichen Zusammenhan mehr...
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 Runenstein und Kleeblätter
Pop/Literatur: The Waterboys – An Appointment with Mr Yeats Mr. Yeats hat einen Literaturnobelpreis, Mr. Scott einen Top 10-Hit. Daher stellt man den irischen Schriftsteller William Butler Yeats besser nicht im Detail vor, wenn man kein Anglist ist (bzw. keine Ahnung hat). Mike Scott könnte man dagegen so vorstellen: Seine Band The Waterboys hatte 1985 einen Pop-Hit mit "The Whole Of The Moon", in die Top 10 kam die Nummer allerdings erst als Wiederveröffentlichung zum 1991er Best Of.
Gut, die Waterboys sind vielleicht eine Eighties-Eintagsfliege; sei mehr...
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 Der Hades, ein Convenience-Shop
Elektro-Pop: M83 – Hurry Up, We're Dreaming Was haben Tears For Fears und der Herzog/Kinski-Film "Aguirre, der Zorn Gottes" miteinander zu tun? Was Pink Floyd und My Bloody Valentine, Toto und Film Soundtracks?
Es ist nur selten interessant, etwas über den Entstehungsprozess einer neuen Platte zu erfahren, bei "Hurry Up, We're Dreaming" aber um so mehr. Anthony Gonzalez, seines Zeichens Kopf des Elektroprojekts M83 und eigentlich auch alleiniger Mittelpunkt, hat den üblichen Lockerungsübungen eines Studiomusikers (Musik produzieren für mehr...
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 Me, myself and I
Rap: Lil Wayne – Tha Carter IV Nach seinem Haftaufenthalt und einem mäßigen Album auf Mix-Tape-Niveau ("I Am Not A Human Being") möchte Lil Wayne nun mit "Tha Carter IV" wieder voll durchstarten. In der Tat wirkt der vierte Teil seiner Konzeptalbum-Reihe, die sich primär mit Weezy himself beschäftigt, wieder etwas ausgereifter als das letzte Album. Im Vergleich zum letzten "Carter"-Album ("Tha Carter III") zieh mehr...
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 Einfach die Kinder nicht zusehen lassen
Soul: Der Polar – Herz + Blut "Es war zuviel vom Kokain" – so beginnt der Song "Egoshooter", und so war es auch im letzten Jahr. Das Video zum Song hatte nicht nur Koks, sondern auch Nutten, Alkohol am Steuer eines Porsche und vielleicht auch noch eine Handfeuerwaffe. Ganz sicher ist das aber nicht mehr, die Erinnerung ist etwas verschwommen. Der Clip sorgte eine kurze Zeit für ein wenig Aufruhr, aber mal im Ernst, einfach die Kinder nicht zusehen lassen und gut ist. Was allerdings verwundert: Der Polar legte mit "Egoshooter mehr...
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 Ein nostalgisch-feuchtes Auge
Folk-Pop: The Pierces – You&I Findet Ihr das nicht auch manchmal ein wenig seltsam? Wenn junge Musiker sich am Sound einer früheren Zeit orientieren – in der sie noch nicht mal auf der Welt waren? Man müsste natürlich erst nachforschen, bevor man den Pierce-Schwestern etwas unterstellt... also: Geboren wurden die beiden Damen 1975 respektive 1977. ABBA, zum Beispiel, waren von 1972 bis 1982 aktiv. Maggie Reilly, die Stimme von Mike Oldfields 1983er Hit "Moonlight Shadow", konnte man seit 1979 auf Tonträgern hören. Hm, also mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Beats
Schnellvorlauf: Modeselektor / Roots Manuva / Spank Rock / Ancient Astronauts Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Modeselektor – Monkeytown; Roots Manuva – 4everevolution; Spank Rock – Everything Is Boring & Everyone Is A F---ing Liar; Ancient Astronauts – Into Bass And Time. Schnelle, hektische, verträumte, sympathische, bestechende, spaßige, wirre, durchdachte, soulige, erinnernde Musik.
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 Es gibt nur cool und uncool und Prog Rock ist eins davon
Prog-Rock: Various Artists – Prog Rocks! Punk war der natürliche Feind des Mainstreams. Kann man das so sagen? Punk war ja irgendwann selbst Mainstream. Und: Punk war der natürliche Feind, ja, die schicksalshafte Nemesis des Progressive Rock. Prog Rock war dagegen wohl kaum Mainstream. Populäre Musik, aufgebrezelt durch Spielereien aus Klassik und Jazz – das war die Musik der Nerds. Genesis, einst Prog-Experten, dann Pop-Stars, wußten zu berichten: Erst nach dem Radio-Hit "Follow You, Follow Me" seien Frauen zu den Konzerten gek mehr...
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 Musikalische Brustvergrößerung
Rock'n'Roll: Original Soundtrack – Mad Men: A Musical Companion (1960-1965) Die Swinging Sixties waren ja nie richtig uncool. Es war zwischendurch einfach nur soviel anderes passiert! Retro-Soul a la Amy Winehouse zeigt aber, dass im Zweifelsfall doch jeder auf das sorglose Jahrzehnt mit den großen sozialen Umbrüchen steht. Was man seit 2007 auch im Fernsehen merkt: Mit Charme und unverschämter Produktwerbung eroberten die Sixties in Form von "Mad Men" die Mode zurück. Anzüge und Hüte, Broadway-Stücke, selbst Brustvergrößerungen (dank der femininen Formen der Sekretärin mehr...
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 September's coming soon
Rock: Counting Crows – August And Everything After: Live At Town Hall Herbst, die Zeit der Nostalgie. Für Adam Duritz muss die Zeit der fallenden Blätter besonders melancholisch sein. August ist für ihn wohl der schönste Monat – in einem August wurde er geboren, in einem August ging seine Band zum ersten Mal auf Tour. Und alles, was nach August kam? Vermutlich auch schön. Zumindest wurde das Debütalbum "August And Everything After" völlig unerwartet zum Hit.
Duritz' Band heißt natürlich Counting Crows, und neben dem Joni Mitchell-Cover "Big Yellow Taxi" gehört mehr...
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 Hut ab, Hut auf
Pop: Rea Garvey – Can't Stand The Silence Reamonn-Sänger auf Solo-Pfaden? Mal ehrlich, was soll da passieren, was man nicht schon bei Reamonn gehört hat? Adult contemporary-Pop, ideal für Haushalt, TV-Show-Auflockerung und Ü30-Party.
Da wird man schon kalt erwischt, wenn Garvey seine Platte mit "Take Your Best Shot" beginnt – eine düstere Western-Allegorie, vorgetragen mit einer einsamen Gitarre, verhallend im Tal des Todes. Hut ab! Und dann direkt wieder aufgesetzt. Seinen "best shot" hat Garvey tatsächlich mit dem Opener ver mehr...
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 Jools zu Gast bei Freunden
Blues/Swing: Jools Holland – Jools Hollands & Friends England hat nicht nur bessere Musik als Deutschland, es hat auch das bessere Musikfernsehen. Das liegt vor allem an Jools Holland. Der Pianist, der einst die Keyboards der Band Squeeze bediente und danach seine eigene Rhythm & Blues Big Band aufmachte, flimmert inzwischen auch in Deutschland über die Mattscheibe. "Later with Jools Holland" präsentiert einen bunten Haufen von Musikern, die sich im Kreisrund die Klinke in die Hand geben. Zwischendurch lockt Holland gerne einen Gast zu sich ans Pia mehr...
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 Auch in Antwerpen kann's dunkel sein
Alternative/Rock: dEUS – Keep You Close Neun Songs, die gar nicht mal so nah beeinander liegen, wie man meinen sollte. dEUS werden inzwischen schon mal als "die belgischen Elbow" betitelt (vielleicht auch, weil Elbow-Sänger Guy Garvey 2009 auf "Vantage Point" mitsang). Der Titeltrack des neuen Albums erinnert aber stärker an die etwas weltfernere Epik der Elbow-nahen Doves. Ein Orchester im Hintergrund führt in die Siebziger, und gerade, wenn man eine Platte im Stil von Badly Drawn Boy erwartet, holt "The Final Blast" die Ohren zurück mehr...
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 Einfach mal rummachen
Indie Rock: Girls – Father, Son, Holy Ghost "Girls" als Bandname, das ist schon ein wenig allgemein gehalten. Und nicht unproblematisch, wenn man im Internet gefunden werden möchte, denn girls gibt's da bekanntlich jede Menge. Gleichzeitig drückt man dadurch aber auch eine gewisse elitäre Haltung aus. Nicht irgendwelche Girls – Spice Girls, Indigo Girls, Golden Girls, Girls who are boys who like boys to be girls. Sondern Girls. Also die definitiven Mädels. Macht da wer auf dicke Hose? Falls ja, wäre das einen dicken P mehr...
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 Superheftig Supergruppe
Rock/Reggae/World: SuperHeavy – SuperHeavy Eigentlich sollte man diese Platte hören, ohne etwas darüber zu wissen. Ein Tigerkopf, der Name "SuperHeavy". Dancehall-Beats. Reggae-Gesang. Treibende Beats. Die typische starke Soul-Frau und ein Typ, der sich alle Mühe gibt, wie Mick Jagger zu klingen. Dann etwas, das an keltische Fideln erinnert, und nach ein wenig Rock eine schmerzhaft-typische Stones-Ballade.
Tja, aber da SuperHeavy eine Supergroup sind, wird man natürlich wissen, was einen erwartet. Der Typ klingt nicht nur so, der ist mehr...
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 Vertraut und abgespaced
World/Dub: El Hijo De La Cumbia – Freestyle De Ritmos... Sobald eine Cumbia ertönt, weiß man sich sofort in Lateinamerika. Der leicht schleppende Rhythmus, das scheinbar behäbige, aber unerbittliche Tempo, dazu ein fester Kanon an Instrumenten. Manchem vielleicht schon zu traditionalistisch, definitiv aber eine Stimme seiner Kultur. Und wie so oft in der Weltmusik findet man auch für die Cumbia eine Möglichkeit, den Sound zu aktualisieren: den Elektro-Remix.
In Argentinien soll die "Nueva Cumbia" den Elektro-Tango schon ablösen, und hoffentl mehr...
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 Die Wüste ist kein Genre-Ghetto
World/Rock: Tinariwen – Tassili Wenn man Tinariwen kurz und griffig beschreiben möchte, landet man vielleicht bei "Beduinen mit E-Gitarren" oder "Wüsten-Rock". Das weckt Aufmerksamkeit, reduziert aber auf den Novelty-Faktor. Nur ein kleiner Spaß zwischendurch, und danach konzentrieren wir uns gefälligst wieder auf ernsthafte Musik? Weit gefehlt. Tinariwen haben in den letzten zehn Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, auch außerhalb des Genre-Ghettos "Weltmusik".
Da wundert es nicht, wenn prominente Gäste in B mehr...
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 Etwas Prince mit etwas Jagger, gut geschüttelt und gerührt
Soul/Rock: Lenny Kravitz – Black and White America Nach den letzten beiden doch etwas monotonen und daher mickrigen Werken "Baptism" und "It Is Time For A Love Revolution“ legt Lenny Kravitz nun sein neuntes Studioalbum vor. Mit diesem schafft er es, wieder an seinen einzigartigen Stil anzuknüpfen, die Mischung aus Funk und Old-School-Gitarrenriffs. Oder anders ausgedrückt: Es wird wieder etwas Prince mit etwas Jagger, gut geschüttelt und gerührt. Das ganze wird dann mit ein paar Keybords und gediegenen Bläsersätze abgerundet. Um e mehr...
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 Garage-Rock als Eintönigkeit
Rock: The Subways – Money and Celebrity Eine durch ständigen Konsum verblendet anmutende Dame auf dem Cover. Dazu der Titel “Money and Celebrity“. Bereits der erste Eindruck des neuen Albums der Subways lässt es erahnen: Wir haben es hier mit einer Platte zu tun, die vor gesellschaftskritischen Aussagen strotzen möchte.
Diese Aussagen werden aus einer hedonistischen Perspektive heraus formuliert. Der Opener “It´s a Party” beginnt mit den Worten “I wanna leave this town” und geht in der Forderung “I wanna have some fun“ auf. Diese L mehr...
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 Zweiter Frühling im Dub
Pop/Dub: Grace Jones – Hurricane / Hurricane Dub Grace Jones war eine der markantesten Stimmen und Gesichter des Eighties-Mainstreams. Mit ihren Platten feierte sie große Erfolge, auf der Leinwand behauptete sie sich neben James Bond und Arnold Schwarzenegger. In den Neunzigern machte die feurig-unterkühlte Dame sich musikalisch allerdings rar. Erst nach 19 Jahren Pause gab es statt Filmauftritten oder vereinzelten Songs wieder ein komplettes Album: "Hurricane".
Wer die Platte 2008 verpasst hat, kann jetzt ruhig aufhorchen: Statt ausgelutsc mehr...
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 Locker, Rocker – ohne Schocker
Hard Rock/Rock: Alice Cooper – Welcome 2 My Nightmare Erstaunlich, erstaunlich... da ist der Altmeister des Schockrocks auf seiner neuesten Platte nicht nur ziemlich retro (die 70er lassen grüßen), sondern auch mal hübsch abwechslungsreich. Es mischen sich da munter AOR-Melodien mit Anleihen an Surreal-Zirkus-Klänge à la Tom Waits oder Screamin' Jay Hawkins. Dazwischen gibt’s nen Disco-Killer, und Ke$ha darf auch noch mitsingen – doch, kommt gut! Nicht schlecht, weil ganz witzig.
Trotzdem: Das (besonders typographische... Herrje!) Sequel zum 197 mehr...
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 Hey Ma, I Wanna Be A Rock Star
Rock: Ray Wilson – Genesis vs. Stiltskin Um Ray Wilson zu verstehen, muss man seine Geschichte kennen – dann ist alles eigentlich ganz einfach. Der schottische Sänger wurde 1994 plötzlich zum Rockstar, als seine Stimme den Post-Grunge-Song "Inside" weltweit in den Charts nach oben brachte. Stiltskin, die dazugehörige Band, löste sich schnell auf, denn eigentlich hatte man ja nur einen Jeans-Werbespot vertonen müssen. Für Wilson halb so wild: 1997 erklomm er den Pop-Rock-Olymp, als die damalige Mega-Band Genesis ihn als Ersatz für Front mehr...
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 Schnellvorlauf... mit deutschen Pop-Frauen
Schnellvorlauf: anstatt blumen / Nur Franz / Katja Werker / Jenix Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit anstatt blumen – raus; Nur Franz – Baden auf dem Mond; Katja Werker – Neuland; Jenix – Kill The Silence. Weibliche, meist deutsch-sprachige, poppige, Indie-lastige, jazzig angehauchte, schlagende, schlagernde, rockige, Motorradmeisterschaften vertonende Musik.
anstatt mehr...
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 Ist DAS hier dieses Niveau, von dem so viele sprechen?
Rap: ZRoyal – Das Niveau "Deutscher Hip Hop ist eine ausgetrocknete Wüste – ZRoyal der erlösende Regen!" So prangt es einem auf der MySpace-Seite des Dortmunder Rap-Duos entgegen. Große Töne ist man im Hip Hop ja schon gewohnt. Ob auf dem Debütalbum "Das Niveau" auch was dahinter steckt? Rollen wir die Hip Hop-Wüste doch mal auf!
Die Skills, die Lyrics, die Beats
Oft fehlen Rappern schon die richtigen Grundzutaten: Abgegriffene Reime, die gezwungen klingen – wenn dazu der Flow fehlt, hilft es auch nicht meh mehr...
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 Gemütslagenunabhängig
Soul: Zascha Moktan – State Of Mind Von fröhlich bis nachdenklich, von schnell bis langsam, von poppig bis soulig – das zweite Album von Zascha Moktan hat alle Variationen zu bieten. Der 30-jährigen Sängerin ist es gelungen, eine große Palette von Instrumenten so mit ihrer außergewöhnlichen Soul-Stimme zu kombinieren, dass jedes Lied für sich allein stehen kann. Alle zusammen ergeben ein abwechslungsreiches Album, das zu jeder Lebenslage passt.
Moktan interessierte sich bereits als Kind für Musik, lernte Gitarre und Klavier und mehr...
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 The Killers want their sounds back
Rock/Dance: Hard-Fi – Killer Sounds Was geht? Hard-Fi waren 2005 zusammen mit den Kaiser Chiefs der prollige Gegenpol zu den gehobeneren Indie-Intellektuellen von Bloc Party und Maximo Park. Hier ging es ums Leben der Arbeiterschicht: Geldsorgen und beschissene Jobs, der Höhepunkt der Woche von Freitag abend bis Montag morgen. Das ganze so schön in The Clash-Anleihen verpackt, dass man "Hard To Beat" und "Cash Machine" einfach lieben musste, egal, ob man nun einen Fuß in der Arbeiterschicht hatte oder nicht. Beim zweiten Album das mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Rock
Schnellvorlauf: Betontod / Matt Gonzo Roehr / Omas Zwerge / Cryoshell Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Betontod – Antirockstars; Matt Gonzo Roehr – Blitz & Donner;Omas Zwerge – Stereopunk; Cryoshell – Cryoshell. Extrem harmonische, eng abgesteckte, politisch möglichst inkorrekte, harmlose, unreife, feierlich-dramatische Musik.
Betontod – Antirockstars
Auf dem Cov mehr...
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 Mitlachen, nicht weinen
Post-Hardcore: Enter Shikari – Live From Planet Earth Bootleg Series Vol 3 Hart und wild geht's bei Enter Shikari zur Sache. Laut und stroboskopisch die Bühnenshows, eindeutig die Botschaften gegen Konsumterror. Und dann sowas: Lagerbestände des neuen Live-Albums sind bei den Unruhen in London in Flammen aufgegangen. Frontmann Rou Reynolds war vom Aufstand der Jugend auch eher geschockt – Gewalt und Zerstörung spielen seiner Meinung nach eher den rechtsgerichteten Mächten in die Hände, die eine Kultur der Angst heraufbeschwören wollen. Und das Musikgeschäft? Hier leide mehr...
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 Fantasy und Ehrlichkeit
Rock: Bad Company – Live At Wembley (DVD) Niemals geht man so ganz, und niemals wird man so ganz vergessen. Auch wenn das kollektive Musikgedächtnis Bad Company eher ausblendet, hat die britische Rock-Kombo immer noch ihre treue Fan-Gemeinde. So treu, dass die sich wahrscheinlich sogar gefreut hat, als die Reste von Queen mit Bad Company-Frontmann Paul Rodgers als Freddie-Ersatz durch die Stadien getourt sind. Die Nummern, die Rodgers damals beisteuern konnte, verblassten vollkommen unter dem Hit-Bombardement, dass Queen vorweisen konnt mehr...
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 Keine Reklamation im Mainstream
Rock/Pop: Jennifer Rostock – Mit Haut und Haar Wir Sind Helden haben die deutsche Musikszene damals schon ziemlich revolutioniert. Deutschsprachige Band mit Frauenstimme: das neue große Ding! Allerdings suchte man die punkige Energie von "Guten Tag" bei den nachfolgenden Gruppen dann doch vergebens. Silbermond, Juli, als Einzelperson noch Christina Stürmer – ein wenig rockig war man vielleicht, gerne aber schmalziger. Und selbst die Helden wurden gemäßigter, genau wie Nena, die als große Dame des 80er-Radaus Patin der Punk-Attitüde war, imme mehr...
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 Grime's Not Dead
Rap: Wiley - 100% Publishing "100% Publishing", so heißt das neuste Album des britischen Rappers Wiley. Anfang des letzten Jahrzehnts war eben dieser maßgeblich für den Grime-Hype verantwortlich. Zusammen mit seinem Roll Deep Crew-Kollegen Dizzee Rascal mischte Wiley die britische Rap-Szene mit dem neuen Stil-Mix aus Rap, Garage und Dancehall ordentlich auf. Dizzee Rascal schaffte schließlich sogar den Sprung ins internationale Pop-Business.
Fast zehn Jahre nach dem Aufkommen von Grime ist der Hype deutlich mehr...
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 Nein, nicht ins Partyzelt!
Querbeet: Baaba Kulka – Baaba Kulka Wisst ihr noch, was man über Cover-Bands sagt? Sie sind überflüssig. Unkreativ. Es ist einfach nicht das Gleiche. Das sind wohl die Erwartungen, die man hat, wenn einem das Debüt Album von Baaba Kulka vorliegt. Baaba Kulka sind nämlich eine polnische Cover-Band, die sich niemand geringerem als Iron Maiden verschrieben hat. Und das auf eine Weise, bei der sich einigen Fans wahrscheinlich die Fußnägel aufrollen – wie unverschämt! Schubladen gibt es hier nicht: Jeder Song wird so verwurstet, wie es mehr...
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 Rettung naht...
Rock/Post-Hardcore: Silverstein - Rescue Keine Sorge, Hilfe ist unterwegs. "Rescue" kommt!
Wem oder was die kanadische Band Silverstein mit ihrer neuen LP eigentlich helfen möchte, ist genauso unklar wie die Bedrohung, vor der gerettet werden soll. Sind es nun die Fans, die vor einer längeren Wartezeit bewahrt werden, oder der Musikmarkt, dem in letzter Zeit wenig Bewegendes im Rock-Bereich widerfahren ist? Ist es vielleicht die Band selbst, die mit ihrem fünften Album ihren peniblen Zweijahres-Rhythmus einhalten will? Auf jeden Fa mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Gitarren
Schnellvorlauf: Gomez / The Middle East / Feeder / Okkervil River Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Gomez – Whatever's On Your Mind; The Middle East – I Want That You Are Always Happy;Feeder – Renegades; Okkervil River – I Am Very Far. Unhippe, nicht lustlose, nostalgische, eigenbrötlerische Musik.
Gomez – Whatever's On Your Mind
"At least I've got options", s mehr...
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 It's gonna be suuuch fuuuun
Rock/Indie:Various Artists – Rave On Buddy Holly Aus aktuellem Anlass macht der "Club 27" wieder von sich reden. Sterben Künstler, die durch Talent und/oder Berühmtheit zu Legenden werden können, tatsächlich häufig mit 27 Jahren? Wird das Ableben zum Gütesiegel? Etliche Größen aus Rock und Pop hätten da bestimmt noch ein Wörtchen mitzureden, weilten sie denn noch unter den Lebenden. Buddy Holly zum Beispiel, bekannt aus dem gleichnamigen Weezer-Hit. Der erlebte seinen 23. Geburtstag nicht mehr. Und obwohl sein Ruhm nicht einmal zwei Jahre sein mehr...
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 Tromaville tanzt
Dance: The Toxic Avenger – Angst "The Toxic Avenger" ist ein Kultfilm aus dem Jahr 1984. Darin fällt der Obertrottel Melvin aus Versehen in ein Fass voll atomarer Abfälle und verwandelt sich dadurch in den wohl ungewöhnlichsten Superhelden der Filmgeschichte - The Toxic Avenger. Mit einem Putzwedel bewaffnet erklärt dieser der Unterwelt Tromavilles den Krieg, und schon bald färben sich die Straßen dieses fiktiven New Yorker Vororts blutrot. Mit "Toxie", wie ihn die Fans nennen, schufen die Billig-Filmer Michael Herz und Lloyd K mehr...
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 Re-Loaded
Hard Rock: Duff McKagan's Loaded – Sick (Special Edition) Schaut man sich alte Bilder von Guns N' Roses an, verwundert es durchaus, dass gerade Duff McKagan heutzutage der wohl aktivste Ex-Gunner ist. Keiner, auch nicht Frontmann Axl Rose, sah damals je so fertig aus wie Duff. "Sex, Drugs and Rock 'n' Roll" bestimmten zwischen 1985 und 1997 überdeutlich seinen Alltag als GNR-Bassist. Allen voran wohl die "Drugs".
Nach dem Split der wohl größten Hard Rock-Band der 90er Jahre versuchte sich Duff (ein weiteres Mal) als Solo-Künstler, nahm mit mehr...
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 Was soll es diesmal sein?
Rock: Arctic Monkeys – Suck It And See Die Arctic Monkeys, vor allem bekannt für die Hits ihres 2006er Debüt-Albums, bleiben sich nicht treu. Spätestens seit ihrer letzten Platte, "Humbug", weiß man, dass man sie nicht festhalten kann. Viele mochten die neue Richtung nicht, in die es ging – nicht ohne Grund! Es wurde ruhiger, dabei aber nicht anbiedernd: Das neue Klangbild des Albums machte den Weg frei für experimentellere Songs. "Humbug" war ein typisches Übergangsalbum: Es stellte eine unabgeschlossene Entwicklung dar und ließ die mehr...
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 Weichgespülte Britpop-Helden
Rock/Indie: The Pigeon Detectives – Up, Guards And At ’Em! Die fünf Briten, die sich hinter The Pigeon Detectives verbergen, kommen aus Leeds – und hiermit wären dann auch die Erwartungen an die Indierock-Band abgesteckt. Für die ebenfalls aus der gleichen Stadt stammenden Kaiser Chiefs spielten sie schon im Vorprogramm, außerdem für Dirty Pretty Things. Was auf der Insel bereits eine Art Hype ist, braucht bekanntlich eine Weile, um zu uns ins restliche Europa zu schwappen – ob The Pigeon Detectives den Durchbruch hier aber tatsächlich schaffen werden, mehr...
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 Weisse Trüffel gefunden – Intelligente Musik von Élysée
Pop: Élysée – Konstruktion von Wundern Da gibt es nicht viel zu schreiben:
Nils Schreiber, Mike Kremer, Ben Randerath und Max Schreiber legen eine gut gemachte CD vor.
Was will man mehr?
Mehr davon hören – wäre eine Möglichkeit.
Weniger Textlastigkeit – wäre auch eine Möglichkeit. Vielleicht.
Aber interessanter wäre es eben, auf lange Sicht, mehr von Élysée und ihrer Entwicklung zu hören zu bekommen.
mehr...
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 Übermorgen war schon vorgestern
House: Paul Kalkbrenner – Icke wieder Der Soundtrack zum Film "Berlin Calling" verschaffte ihm den Durchbruch: Allen voran die Single "Sky and Sand" lief im Radio und allen Clubs rauf und runter. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an das neue Album von Paul Kalkbrenner. Laut eigener Aussage ist "Icke wieder" "ein bisschen erwachsener geworden […], aber sonst: alles wie immer". Ist Erwachsenwerden im Kalkbrenner-Universum nun etwas Gutes, oder sollte man diese Phase beim Hören lieber ausklammern?
Eins vorweg – auf " mehr...
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 30 Jahre einer Karriere – mit Goldzahn und Haarmatte
Singer/Songwriter: Willy DeVille – Come A Little Bit Closer: The Best of Willy DeVille live Ein Mann mit Goldzahn und gewagter Frisur – das ist das erste Bild, welches dem unbedarften Hörer auf dem Cover gezeigt wird. Direkt ist die Neugierde geweckt: Welche Art von Musik erwartet den unwissenden Hörer?
Die Plattenfirma Eagle Records veröffentlichte ein Live-Best of des 2009 verstorbenen Musikers Willy DeVille. Die mitgeschnittenen Stücke stammen von verschiedenen Konzerten seiner mehr als 30-Jährigen Karriere. Jedem einzelnen Mitschnitt hört man DeVilles Leidenschaft für die Musik mehr...
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 Die Phantasie, die Phantasie - sie gibt uns Kraft wie nie
Rock: Samavayo – Cosmicknockout Rock muss nicht immer instrumental überfrachtet sein. Es erfrischt ungemein, wenn durch äußerst reduziert geknüpfte Klangteppiche trotzdem die für dieses Genre charakteristischen körperlichen Reflexe – beispielsweise die dynamische Animation der Beinmuskeln – hervorgebracht werden. Das schaffen Samavayo mit ihrem neuen Werk "Cosmicknockout".
Während der Produktion konnten die Berliner Musiker auf eine über zehnjährige Geschichte des Musizierens zurückgreifen. Dabei nahmen sie ihren Bandnamen mehr...
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 Weltschmerz vom Feinsten
Pop: Andreas Bourani – Staub und Fantasie "Staub und Fantasie" heißt das erste Album von Andreas Bourani, dessen Single "Nur in meinem Kopf" zurzeit von allen Radiostationen rauf und runter gespielt wird. Man hätte es genauso gut "Herzschmerz" nennen können.
Der 27-jährige Bourani besuchte ein musisches Gymnasium, lernte Klavier, sang bereits früh. Dass er sein Metier beherrscht, kann man auch auf dem Album hören. Eine schöne, samtweiche Stimme, die zu den Herzschmerz-Texten rund um das Scheitern und Nicht-Aufgeben passt wie die Fau mehr...
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 Tradition eingebettet in Performanz
Reggae: Ziggy Marley – Wild and Free Der Stress des Tages ist abgeschlossen, die letzten Zeilen für die Hausarbeit sind für heute getippt. Und jetzt? "A Fire Burns For Freedom" tönt es aus den Boxen. Dazu ein Roots-Reggae-Beat, der die Freude am sozialen Leben jenseits des Schreibtisches aktiviert. Denn Ziggy Marley beweist mit seiner vierten Solo-Veröffentlichung, dass Reaggae nichts mit monotoner Waschmaschinen-Musik gemeinsam hat. Vielmehr zeigt schon der Opener "Wild and Free" – der den Schauspieler Woody Harrelson featured – w mehr...
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 Wer bist du wirklich, Jessie J?
Pop: Jessie J – Who you are Schrille Outfits, die meistens nicht viel Haut bedecken, dickes Make-Up und hohe Schuhe gepaart mit dem Selbstbewusstsein, so in der Öffentlichkeit rumlaufen zu wollen. Diese Freak-Show kennen wir seit Lady Gaga und Natalie Kills aus dem Pop-Business schon zu Genüge. Nun kommt aus Großbritannien Jessie J und vereint diese Merkmale auch in ihrer Bühnenpersönlichkeit. Man ertappt sich dabei, sie als weiteren Gaga-Klon abzustempeln. Wäre da nicht ein großer Unterschied zu ihren Kolleginnen: Die Fra mehr...
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 Enten züchten oder lieber Tauben vergiften?
Swing/Pop: Stephan Sulke – Enten hätt´ ich züchten soll´n Irgendwie war es immer schon tragisch mit Sulke. Neben dem Berliner Reinhard Mey war er stets der Unbekanntere, der Geheimtipp. Und als ihm mit den Lied "Uschi mach kein Quatsch, Uschi komm sei lieb zu mir" in Deutschland ein Hit gelangt, war das so ziemlich eines seiner Schlechtesten.
Über Jahre hat er fleißig und regelmäßig Alben herausgebracht, hat Tourneen bestritten neben seinem Brotberuf im Studio – Produzent feinster Jazz-Einspielungen.
Das Liedermachen liegt ihm aber im Blut, wie mehr...
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 Es muss nicht immer Rammstein sein ...
Punk: Vogelfrei – Der Dämmerung entgegen Alles zu seiner Zeit. Das Leben, unser eigenes Leben, gibt den Rhythmus vor. Es gibt eine Zeit, sich die Knie aufzuschlagen. Es gibt eine Zeit, um kleine Briefchen zu schreiben. Es gibt eine Zeit, um Balladen zu hören. Es gibt eine Zeit, um nein zu sagen. Es gibt eine Zeit für Punk. Eine Zeit im Leben, in der eigenen Geschichte.
Als vor 30 Jahren die Toten Hosen in Düsseldorf begannen, Punk mit deutschen Texten zu singen (oder ganz am Anfang eher zu schrebbeln), war die Zeit des Punk schon lä mehr...
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 Keep on knocking
CD-Kritik: The Cars – Move Like This Eine US-Band in Zahlen:
Gründung der Cars: Boston, 1976.
Nummer Eins Hits: 1978(2), 1979(3), 1980(1), 1981(1), 1982(1), 1984(6), 1985(4), 1986(1), 1987(2), 1988(1).
Auflösung der Band: 1988.
Gründung der New Cars: 2006.
Wiedervereinigung der Cars: 2010.
Als The Cars in den acht Jahren ihres Bestehens Erfolg an Erfolg schrieben, waren sie eine Mainstream-Band, die ausserhalb des Mainstreams verschiedene Aspekte der aktuellen Popkultur intergrierte, die den mehr...
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 Träumende Ikonen
CD-Kritik: In Your Dreams – Stevie Nicks Stevie Nicks steht nicht erst seit ein paar Wochen auf der Bühne, und schon allein deshalb haben ihre Songs mehr Gehalt, als es die One-Way-Popkometen von DSDS oder Popstars haben können. Nicks ist seit 1968 im Geschäft und war die Stimme vom Fleetwood Mac, den Rumors und Tusk.
"In Your Dreams", das aktuelle Album, ist moderner amerikanischer Folk, der in der Art der Fleetwood Mac-Klassiker "Rhiannon" (laut Rolling Stone einer der 500 besten Songs aller Zeiten) und "La mehr...
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 Black Power-Hippie-Hop-Crossover
CD-Kritik: Arrested Development – Strong Anfang der 90er Jahre machten sich die Musiker um Rapper/Sänger Speech und DJ Headliner erstmals einen Namen als positive Alternative zum damals aufkommenden Gangsta-Rap. Während N.W.A., 2Pac und Kollegen in ihren Texten das Leben auf der Straße thematisierten und oft glorifizierten, setzten Arrested Development auf optimistische, friedliebende und pro-afrikanische Lyrics. So mauserten sie sich schnell zum Liebling aller Backpacker- und Müsli-Rap-Fans.
Mit zwei Jahren Verspätung erscheint n mehr...
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 Evolutionsverweigerung
CD-Kritik: Jennifer Lopez – Love? Auch Popstars werden älter. Gab es über Jennifer Lopez in den 90er und um die Jahrtausendwende herum hauptsächlich Schlagzeilen, die von ihrer Musik, ihrem Hintern und ihren wechselnden Liebhabern handelten, änderte sich das in den letzten fünf Jahren. Mit der Geburt ihrer Kinder Max und Emme und der festen Bindung an Ehemann Marc Anthony ist es ruhig um die ehemalige Latin-Queen geworden. Nach mehreren erfolglosen Anläufen und der Trennung von ihrem alten Label ist nun ein neues Album erschiene mehr...
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 Den Bourbon, bitte!
CD-Kritik: Seasick Steve – You Can't Teach An Old Dog New Tricks Klischee muß ja manchmal sein. Und wenn's dann auch noch mit enorm viel "Feeling" verbunden ist, dann erst recht. Und wenn das Klischee eigentlich auch gar kein Klischee ist: ja, dann ist das einfach toll.
Seasick Steve – auch bekannt als The Dog Hisself – ist ein alter Zausel. So möchte man meinen. Meint er aber auch. Irgendwie jedenfalls. Und das macht ihm nichts, denn Alter-Zausel-Sein ist genau das, was ihm für seine Lieder die Essenz liefert. Die drehen sich schlicht um das Leben: mehr...
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 Immer schön lächeln!
CD-Kritik: Kitty, Daisy & Lewis – Smoking in Heaven Es gibt Tage, da spielt einem das Leben recht derb mit. Da bricht man sich beim Nasebohren den Finger, und auf dem Herd brennt das Wasser an. An solchen Tagen braucht der Mensch Musik. Mehr denn je. Er betört sich dann mit dem, was ihm am liebsten in den Ohren klingt. Je nach gusto. Denn jeder hat da spezielle Vorlieben. Das war schon immer so, das ist so, und das wird auch immer so bleiben. So spricht der Volksmund...
Doch es gibt eine Panazee für Schwermut und drückende Sorgen. Ein Breitban mehr...
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 Schnellvorlauf... aus aller Welt
Schnellvorlauf: Nôze / Lee Scratch Perry / Daniel Haaksman / Mana Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Nôze – Dring; Lee Scratch Perry – Rise Again;Daniel Haaksman – Rambazamba; Mana – Drama Y Luz. Beschwingte, lässige, zappelnde, schmusige Musik.
Nôze – Dring
Club-erprobtes, verschwägertes DJ-Duo aus Paris. Begeistern bereits seit 2005 die Tanzböden und nehmen s mehr...
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 In verflossenen Jahrzehnten
CD-Kritik: Ali Ferguson – The Windmills And The Stars Manchmal fragt man sich schon, ob Musiker nur auf der Bühne stehen, weil sie gerade einen Job brauchten. Ali Ferguson verdient seine Brötchen zum Beispiel als Gitarrist von Ray Wilson – eine Tätigkeit, bei der er sich meist ao auf sein Instrument konzentriert, dass man ihm schlechte Laune vorwerfen könnte. Mal gibt's bei Wilson bodenständigen Rock der Marke Stiltskin, dann wieder Highlights der uncoolen Prog-Rock- und Pop-Giganten Genesis (deren Nachlass er als ehemaliger Collins-Nachfolger inzw mehr...
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 I have a single heartbreak I celebrate and mourn
CD-Kritik: Joseph Arthur – The Graduation Ceremony "It is a nice night to pretend that nothing will come at me like you did again", so eröffnet Joseph Arthur den Epilog seines neuen Albums. Der Song "Love Never Asks You To Lie" blickt zurück auf die Zeit der titelgebenden "Graduation Ceremony", speziell aber auf eine große Liebe: "There is never gonna be another you and me". Der in Ohio aufgewachsene Singer/Songwriter und Maler hat an dieser Beziehung scheinbar lange zu kauen gehabt; nach eigener Aussage handelt nämlich gleich die ganze Platte v mehr...
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 Was macht man bloß mit diesem Jungen?
CD-Kritik: Elbow – Build A Rocket Boys! "What are we gonna do with you? Same tale everytime." Dieses Mantra verfolgt den jungen Erzähler, dessen Herz in die Vergangenheit reist. Noch an der verflossenen Liebe hängt wie ein Regenwurm, der nicht aus dem Boden gezogen werden will. "Come on inside, looking back is for the birds." So beginnt "Build A Rocket Boys!", das fünfte Album der Band Elbow. Der bodenständige Ratschlag, den die Familie im Befehlston skandiert, bewirkt jedoch das Gegenteil: Frontmann Guy Garvey baut die Vögel lieber d mehr...
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 Soundtrack für den Frühling und die Notaufnahme
CD-Kritik: William Fitzsimmons – Gold In The Shadow William Fitzsimmons' melancholische Musik löst ganz gern gewisse Assoziationen aus. Erst zu anderen Künstlern, wie zum Beispiel Iron & Wine oder Joshua Radin. Dann hat man sofort imaginäre Szenen im Kopf: Aus TV-Serien wie "Scrubs" oder Filmen wie "Garden State", die an bewegenden Stellen gern solchen Singer/Songwriter-Pop verwenden. Und tatsächlich: die bekanntesten Lieder dieses bärtigen Mannes finden sich in "Grey's Anatomy" wieder.
Warum bietet sich das denn so an? William Fitzsimmons gib mehr...
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 Grüße vom Botschafter des Friedens
CD-Kritik: Bob Marley and the Wailers – Live Forever "Das beste Album, das je aufgenommen wurde", verkündet Robert Neville alias Will Smith im Film "I Am Legend". Gemeint ist "Legend" (übrigens kein Album, sondern eine Best Of-Compilation) von Bob Marley. "Er hatte so eine Vision, so eine Art virologisches Ideal. Er glaubte, man könne Rassismus und Hass heilen, auskurieren, indem man den Menschen Musik und Liebe in ihr Leben injiziert. Eines Tages sollte er bei einer Friedensdemo auftreten, und dann drangen Unbekannte in sein Haus ein und schosse mehr...
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 Bart – Beat – Bass
CD-Kritik: Beardyman – I Done A Album Gewinner der UK Beatbox Championship 2006 und 2007, langjährige Bühnenerfahrung, starke Fanbase im Internet – und trotzdem hat es fast zehn Jahre gedauert, bis Beardyman sein Album-Debut zum besten gibt.
Mit seiner Stimme, einem Looper und Kaoss-Pads nimmt es Beardyman mit so mancher mehrköpfigen Band auf. Der 29 jährige Brite nimmt seine Stimme zu Loops auf, verfremdet sie mit Effekten und baut so seine Lieder auf. Das alles live, schnell und sehr souverän.
Dass Darren Foreman alias Beard mehr...
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 "Death Metal mit Oboe – das kann ja was werden"
CD-Kritik: Haggard – Era Divina (Limited Edition) Was macht man, wenn das Jubiläum schon etwas zurückliegt, man sich aber gerne noch mal daran erinnern möchte? Man holt die Videos zur Feier raus. Haggard feiern ihr Zwanzigjähriges noch einmal, und zwar mit der Limited Edition von "Era Divina". Neben dem neu gemasterten ersten Album "And Thou Shalt Trust… The Seer“ gibt es als Bonbon eine DVD: Randvoll mit Clips und einer Dokumentation.
Gerade diese DVD ist für ältere Fans ein unerlässliches Muss in der Sammlung. Was nicht über die Bedeutsam mehr...
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 Gute-Laune-Würgreiz
CD-Kritik: Mat and Kim – Sidewalks Mit „Sidewalks“ veröffentlichen Mat and Kim ihr drittes Album. Neues gibt es nicht. Derselbe zähe Mix aus Keyboard-Candy-Mix und eintönigen Percussions. Zwar lässt sich das Album gut anhören, wirklich fesselnd ist das Teil aber nicht.
Zugute halten muss man der Combo, dass etwas durchdachter komponiert wurde als noch in den ungestümen vergangenen Tagen. "Block After Block" lässt sich noch ganz nett hören, wenn man Musik nur nach dem Schonwaschgang erträgt. Durch den melodiösen Refrain wird d mehr...
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 Land in Sicht!
CD-Kritik: New Found Land – The Bell Die gemeine Gattung des Geographie-Dilettanten kann beim Googeln des Bandnamens noch was lernen: Neufundland ist eine Insel an der Küste Nordamerikas. Dabei sollte der Name aber nicht täuschen, so neu ist die Insel jetzt auch nicht. Ebenso ist es bei der schwedisch-deutschen Band New Found Land: Vielleicht ist sie für viele noch ein unbekannter Geheimtipp – aber die Zutaten, die in ihrem zweiten Album "The Bell" stecken, sind bestens bekannt! Eingängige Popmusik mit einer gewissen Verspieltheit mehr...
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 Eher "ganz nett" als toll
CD-Kritik: Bright Eyes – The People's Key
Hier ist es also, das elfte Studioalbum des Bandprojekts rund um Conor Oberst. Ganze vier Jahre hat sich das Mastermind mit der patentiert weinerlichen Stimme Zeit genommen, um das Werk unter das Volk zu bringen. Herausgekommen ist dabei eine solide Platte, die jedoch kaum für große Begeisterung sorgen kann.
Die ausschweifenden Elemente der vergangenen Zeit wurden gekürzt, selbst Obersts Stimme scheint weniger Naturtremolo aufzuweisen, als man das in Erinnerung hat. Musikalisch bewegt man sic mehr...
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 Der Fluch der Eigenproduktion
CD-Kritik: Ironstate – Demons Are Forever
Alles fängt ganz ordentlich an. Der Opener "Buried in Oblivion" bringt die Scheibe der Dortmunder Krachköpfe nach einer netten Bassline mit voller Kraft nach vorne. Die Stimme von Thomas Engel ist schön räudig und verleiht den Songs einen starken Hardcore-Touch. Leider stellt man nach spätestens zwei Minuten fest, dass die Paraphrasierung des Sängers ungefähr so abwechslungsreich ist wie die Sprüche von Stefan Raab. Auch die ewig selbe Tonhöhe fängt schnell an zu nerven.
Das Songwriting biete mehr...
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 Shit Fatale
CD-Kritik: Britney Spears – Femme Fatale Die (fiktive) Platte "Shark Sandwich" der (größtenteils fiktiven) Band Spinal Tap ging durch eine Rezension in die Musikgeschichte ein. Die Besprechung des Albums mit dem naiv-häßlichen Cover brauchte nämlich nur zwei Wörter: "Shit Sandwich." Das ganze war natürlich nur eine Szene des Kult-Films "This Is Spinal Tap". Ein Kern Wahrheit steckt aber in der Parodie; manchmal braucht man wirklich keine großen Worte zu verlieren, gerade im Musikjournalismus. Kommen wir also zum Punkt: Die Bespr mehr...
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 Neues Modell – Originalteile
CD-Kritik: Mike + the Mechanics – The Road Ist es Zufall, dass der beste Song auf diesem Album eine Hymne an das Hintergrundgeräusch ist? Mike & the Mechanics sind selbst ein solches "Background Noise". Songs wie "Over My Shoulder", "Another Cup Of Coffee" und "The Living Years" werden auch 15 bis 25 Jahre nach ihrer Entstehung noch gerne durch das Hit-orientierte Radioprogramm gejagt. Jetzt ist Mike wieder da, die Mechaniker hat er allerdings ausgewechselt. Viel ändert sich dadurch nicht, aber es erklärt, warum Mike + the Mechani mehr...
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 Es lebe die Gästeliste
CD-Kritik:Far East Movement – Free Wired Auch wenn das Jahr noch jung ist: die Band Far East Movement ist mit ihrem Album „Free Wired“ schon jetzt heißer Anwärter auf den Titel „höchste Anzahl Gastkünstler auf einem Album“. Zehn Gäste bei zehn Tracks, das kann sich sehen lassen.
Interessant: Die Liste der Musiker auf „Free Wired“ liest sich stellenweise wie ein „who is who“ der aktuellen R'n'B-/HipHop-/Pop-Szene. Mit dabei sind Keri Hilson, Snoop Dogg und Ryan Tedden (der Sänger von OneRepublic). Far East Movement selbst sind auch mehr...
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 Von der Schwierigkeit, das Niveau zu halten
Plattentest: Neon Trees – Habits Es ist ein sonniger Morgen. Die Vögel zwitschern um die Wette, und die Kirschblüten vor dem Fenster erstrahlen in den schönsten Rottönen. Ein Tag, an dem das Leben einfach lebenswert ist. „Sins of my Youth“, der Opener des Albums „Habits“, passt hervorragend zu dieser Stimmung. Leicht und beschwingt entert Tyler Glenn mit kraftvollem Gesang die persönlichen Befindlichkeiten, um ihnen etwas mehr Dynamik zu verleihen.
Einmal in Bewegung versetzt, ist das Gemüt anfällig für Ohrwürmer. „Love and mehr...
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 Ein Gaga-Vamp mit Potenzial
CD-Kritik: Natalia Kills - Perfectionist The Beatles, Elvis Presley, Michael Jackson. Pop-Musik lebt von Künstlern, die der Zeit ihren Stempel aufdrücken. Diese wegweisenden Gestalten des Pop beeinflussen die Musiklandschaft so stark, dass nachfolgende Musiker oft nur als Kopie gesehen werden.
So ähnlich verhält es sich auch mit Lady Gaga und Natalia Kills. Während erstere eine der schillerndsten Figuren der letzten fünf Jahre ist, steht letztere eher im Schatten als im Rampenlicht. Die Newcomerin aus England wird aufgrund ihrer M mehr...
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 Melodisch, tanzbar, tiefgründig
CD-Kritik: Goodbye Jersey – Entertain Me! Fünf Jungs, die ihr Skateboard zu Hause lassen und mit ihrer Musik durchstarten wollen: Goodbye Jersey haben sich 2009 in Hamburg gegründet. Sie selber bezeichnen ihren Stil als Melodic Bugle-Punk (dt. Melodischer Bügel-Punk) und leben diesen auch aus, wie sie mit ihrem ersten Album "Entertain Me!" beweisen. Vor Erscheinen der Platte machten die Jungs bereits im Radio durch ihre EP „Tastes Like Shit“ auf sich aufmerksam.
"Entertain Me!" (dt. Unterhalte mich!) zeichnet sich durch abwec mehr...
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 Tauche ich hinab, nach Perlen zu fischen...
CD-Kritik: Queen – Deep Cuts Volume 1 (1973-1976) Huch, was ist denn das? Ein neues Queen-Album? Nee, der Freddie-Nachfolger Paul Rodgers wurde ja wieder abgesägt. Ein Best of- Album? Unwahrscheinlich. Da gibt es schon drei "Greatest Hits", dann noch eine "Absolute Greatest", und den ganzen Kram noch in diversen "Special Editions".
"Deep Cuts" ist etwas ganz anderes. Es handelt sich um eine Sammlung von Songs aus der frühen Schaffensphase der Band, die nie so wirklich zu großen Ehren gekommen sind. Immer in der zweiten Reihe versteckt. Die mehr...
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 Musik zum aktiven Weghören
CD-Kritik: Various Artists – Comfort Zone 7: Luxury Downtempo Grooves Für Kenner von gepflegten Elektro-Chillout-Klängen sind die Sampler der Comfort Zone Reihe
seit über zehn Jahren eine feste Größe. Ein Markenzeichen von Comfort Zone sind die feinen, handverlesenen Mixes von einschlägigen Musikern und DJs.
Dieser Tradition folgt auch die siebte Ausgabe. Die unaufgeregten, geschmeidigen Beats sind urbanes Lebensgefühl in Reinkultur. Sie sind das perfekte musikalische Hintergrundrauschen, das so typisch ist für stylische Bars und schicke Lounges. Kaum hat ma mehr...
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 Sanfte Klänge für die Ewigkeit
CD-Kritik: Rebekka Karijord – Wear It Like A Crown Leise erfüllen Klavierklänge den Raum, aus denen sich eine zarte Stimme gen Himmel hebt. Seichte Musik, aber tiefe Themen. Keine sentimentalen Liebeslieder, keine vergänglichen Melodien, die man vergisst, ehe sie verklingen. So brennt sich der erste Eindruck von Rebekka Karijords CD „Wear It Like A Crown“ ein.
Still stellt sich Rebekka Karijord den großen Fragen ihres Leben. Zart und zerbrechlich wirkt sie, wenn sie sich ihren eigenen Ängsten stellt. Den Ängsten, andere zu verlieren. Dem Gefü mehr...
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 Der Zirkus des alternativen Rocks
CD-Kritik:Panic! at the Disco – Vices & Virtues Mit ihrem Album „A Fever You Can't Sweat Out“ (2005) gehörten Panic! at the Disco zu den Spitzenreitern des etablierten Emo-Trends. Mit der zweiten LP „Pretty.Odd“ (2008) entfernte sich die Band von ihrem Zirkus- und Mannequin-Stil, was sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirkte. Nach drei Jahren Abwesenheit und dem Weggang des Gitarristen Ryan Ross und des Bassisten Jon Walker ist die Band wieder da.
„Vices & Virtures“ heißt die neue Platte und macht keinen Hehl aus ihrer Vergangenheit. mehr...
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 Schnellvorlauf... mit noch mehr Songwritern
Schnellvorlauf: Gruff Rhys / Rob Longstaff / Der Rest / Olsen And The Hurley Sea Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Gruff Rhys – Hotel Shampoo; Rob Longstaff – Boogaloo; Der Rest – Der Tisch ist gedeckt und Olsen And The Hurley Sea – The Hurley Sea. Bewegende, allegorische, nihilistische, beschwingte, folkige, shampoonierte Musik.
Gruff Rhys – Hotel Shampoo
Der Frontmann der Su mehr...
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 Wofür es sich zu sterben lohnt...
CD-Kritik: The Sounds – Something To Die For Nur wenige kennen Maja Ivarsson. Aber eigentlich kennt sie fast jeder. Oder eher ihre Stimme. Maja ist die Sängerin der schwedischen Band The Sounds, die mit ihrer Mischung aus New Wave und Indie-Rock schon seit fast einem Jahrzehnt im Musikgeschäft erfolgreich ist. Nun steht ihre neue Platte "Something To Die For" in den Läden.
Mit dem vierten Album passen sich The Sounds einem Stück weit der aktuellen Pop-Musik an. Wellen von elektronischen Beats dominieren die ersten Songs des Albums. Das mehr...
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 Helden aus der zweiten Reihe
CD-Kritik: David Rhodes – Bittersweet Was macht man, wenn man als Musiker in folgender Zwickmühle steckt? Man kann sein Solo-Debüt entweder darüber anpreisen, dass man ja durchaus bereits bekannt ist – als Instrumentalist in der Band eines berühmten Künstlers. Oder man kann versuchen, sich nicht zu stark mit solchen Details zu brüsten, schließlich will man ja nicht einfach nur der Parasit des Stars sein. Beide Strategien können nach hinten losgehen – vielleicht schränkt man sein Publikum zu stark ein, da man sich zu sehr an die Fans mehr...
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 Die ewige Botschafterin der Pubertät
CD-Kritik: Avril Lavigne – Goodbye Lullabye "I hate myself and I want to go shopping" – seit ihrem ersten Song kann man Avril Lavigne auf dieses Lebensmotto festnageln. Cobain und Grunge waren schon tot, Punk noch länger, die Jugend fühlte sich aber immer noch nicht besser. Wieso auch? Geht ja in jedem Jahrgang wieder los, diese Pubertät. Und hier liegt er auch begraben, der Unterschied zwischen Rebellion und jugendlicher Rebellion: Letztere will gar nichts verändern. Letztere weiß gar nicht, wie das wäre, wenn sich was verändern w mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Synthetischem
Schnellvorlauf: Tahiti 80 / Fenech-Soler / This Is Head / James Blake Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Tahiti 80 – The Past, The Present & The Possible; Fenech Soler – Fenech-Soler; This Is Head – 0001 und James Blake – James Blake. Tanzbare, verkopfte, poppige, smarte, zurückblickende, moderne Musik.
Tahiti 80 – The Past, The Present & The Possible
Französische mehr...
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 Wenn die Nachtigall zu singen beginnt
CD-Kritik: Erland & the Carnival – Nightingale Mit ihrem Erstlingswerk, das vor gerade mal einem Jahr erschienen ist, hatten Erland & the Carnival die Latte mächtig hoch gelegt. Das krude Album, das zwischen der Psychedlik der Doors und dem Humpta-Humpta einer Zirkuskapelle schwankte, wurde von der Kritik hochgelobt – zurecht.
Jetzt erscheint bereits der Nachfolger, "Nightingale". Der entfernt sich tatsächlich ein wenig vom erprobten Klang, aber nicht etwa in riskantere Gefilde. Die neue Platte ist vor allem eines: runder. Zwar wird der mehr...
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 Musik aus längst vergangenen Jahren
CD-Kritik: Super Preachers – The Underdog Hinter "Super Preachers" versteckt sich vor allem ein Mann: Francois Charles. Und was der hier abliefert, ist schon ein gepfeffertes Etwas, dass sich nicht so recht in die musikalische Speisekarte einsortieren lässt. Bei "Big Bright Star" haucht Sängerin Maria Timm zu Saxophon und Bluestönen ins Mikrofon. Beim folgenden "King Kobra" jauchzen E-Gitarren zu einem Gesang, der auch im Brit-Rock der letzten Jahre Parallelen finden könnte. Kurz darauf geht es groovig weiter, bei "Lonely Boy"> schraube mehr...
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 Punk außer Atem
CD-Kritik: The Death Set – Michel Poiccard Seit sechs Jahren touren die australischen Musiker Johnny Sheera, Jahphet Landis und Daniel Walker als The Death Set durch die halbe Welt. Durch Down Under, durch die Staaten und auch durch Europa. Guter alter Punk, wie man ihn von den Sex Pistols kennt: laut, hart, kompromisslos.
Mit "Michel Poiccard" liefert das Trio nicht nur ihre zweite Platte ab, sondern auch eine Hommage an einen Filmklassiker der französischen Nouvelle Vague: mehr...
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 Der KING lebt (wahrscheinlich) – Wanda singt
CD-Kritik: Wanda Jackson – The Party Ain't Over Sie ging mit dem King of Rock'n'Roll auf Tour und hat ihr fünfzigstes Bühnenjubiläum bereits vor Jahrzehnten gefeiert. Wanda Jackson zeigt auf ihrem neuen Album, dass ihr Alter sie nicht milde gemacht hat. Da singt eine wilde, junge Stimme und covert Songs von Dylan bis Winehouse. Damit der Sound dem heutigen Hörer gefällt, wurde Jack White (White Stripes, The Raconteurs) als Produzent hinzugezogen.
Guter Rock, gute Performance. Congratulations, Mrs. Jackson. Ein solides Comeback. Auch wenn h mehr...
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 Lang lebe Cash!
CD-Kritik: Johnny Cash - Bootleg Vol. 2 – From Memphis To Hollywood Johnny Cash ist tot. Doch wie sang die Country-Legende noch kurz vor ihrem Tod? "There ain´t no grave gonna hold my body down." Betrachtet man den Output nach Cashs Tod, kann man dem weisen alten Cowboy absolut Recht geben. Denn seit seinem Ableben im Jahr 2003 sind bereits unzählige Cash-Compliations erschienen, zu denen sich nun mit "Bootleg Vol. 2 – from Memphis to Hollywood" eine weitere gesellt.
Diese Werkschau, die mit einem "echten Bootleg" reichlich wenig zu tun hat, enthält eine Meng mehr...
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 Künstlerisch Wertvoll, aber nur schwer erträglich
CD-Kritik: Josh T. Pearson - Last Of The Country Gentlemen Lange Jahre war Josh T. Pearson im musikalischen Exil, dann nahm er innerhalb von zwei Tagen sein Comeback auf. Das Resultat, "Last Of The Country Gentlemen", ist ein minimalistisches Album. Sieben lange Songs, spärlicher Einsatz von Instrumenten, Pearsons tiefe, monotone Stimme. Es geht um Liebeskummer, Trennung und Einsamkeit. Das Album hinterlässt den Hörer in der dunklen Stimmung, in der es vermutlich auch aufgenommen wurde.
Es ist ein grüblerischer musikalischer Brei, der hier dem unbed mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Gitarre, fast ohne Orchester
Schnellvorlauf: Gus Black / Kaizers Orchestra / Kitty Solaris / Green Car Motel Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Gus Black – The Day I Realized...; Kaizers Orchestra – Violeta Violeta Vol. I; Kitty Solaris – Golden Future Paris und selbstbetiteltes von The Green Car Motel. Akustische, elektrische, eigenwillige, gefällige, international heimatgebundene Musik.
Gus Black – The Day mehr...
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 Una bella compagnia
CD-Kritik: Bloody Beetroots – Best of… Remixes Vor knapp zwei Jahren erschien mit "Romborama" das Debüt-Album des italienischen Dance-Duos Bloody Beetroots. Der Szene-Kenner erinnert sich: Hits en masse. Ein weiterer Beweis dafür, dass Tanzbarkeit und musikalische Härte absolut kompatibel sind. Der pogo-tauglichste Elektro-Sound seit The Prodigy lässt seitdem weltweit die Clubs brennen. Die Bloody Beetroots mauserten sich in Windeseile vom Insider-Tipp zum gefragten Live-Act.
Schließlich wurden auch etliche Musiker-Kollegen auf den Sound mehr...
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 "Deutsch-Pop" aus Norwegen
CD-Kritik: KakkMaddaFakka – Hest Wenn man dazu neigt, vom Namen einer Band auf deren Mitglieder und ihre Musik zu schließen, was erwartet man beim Band-Namen KakkMaddaFakka? Ein paar spätpubertäre Jungs? Oder doch tiefgründige Liedtexte? Letzteres mit Sicherheit nicht. Das erste Hören des Albums und ein Klick auf die MySpace-Seite der Band bestätigen diese Vorurteile zu hundert Prozent. Und trotzdem – oder gerade deswegen – ist alles, was auf den ersten Eindruck folgt, eine einzige positive Überraschung.
Die Geburtsstunde de mehr...
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 Schrammen, Kratzer, Faceman
CD-Kritik: Templeton Pek – Scratches & Scars Mitreißend und rockig geht es auf los auf ”Scratches & Scars”. "Calculate This Risk" macht ohne Umschweife klar, was der Hörer zu erwarten hat: harte Klänge, gute Texte und viel Luft zum Abgehen. Der Hörer "fällt" direkt ins Album und kann sofort mitrocken: "We are falling out of time, we are falling out of line". Gefallen wird auch im nächsten Track “Headgames”: “Cutting you from my mind and we’re falling”. Die beiden Nummern überzeugen genau wie die folgenden zehn Lieder mit guten Texten und a mehr...
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 Routinierter Weltschmerz
CD-Kritik: White Lies – Ritual Das Cover sieht vielversprechend aus – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick sind einfach nur zwei Kajal-überschminkte Zwillinge darauf abgebildet. Was beim ersten Betrachten etwas Interessant-Düsteres hatte, wirkt auf dem zweiten Blick ziemlich banal. Der musikalische Inhalt des neuen Albums der White Lies stimmt mit diesem zweiten Eindruck weitestgehend überein. Über zehn Songs hinweg singt Harry McVeigh von Liebe (unglücklicher, versteht sich), Weltschmerz und den düsteren Seiten des Le mehr...
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 Eine leblose Hülle ohne Herz
CD-Kritik:Good Charlotte – Greatest Hits Pop-Punk ist tot. Zumindest der Kommerzielle. Nur noch selten hat man in den letzten Jahren Vertreter des Genres in den Charts gesichtet. Die Bands aus den guten, alten Zeiten haben sich entweder aufgelöst oder anderen Genres zugewandt. Was bleibt, ist eine Musiklandschaft ohne nennenswerte Pop-Punker.
Als einen Nachruf dieser Zeit kann man das kürzlich veröffentlichte Album “Greatest Hits“ von Good Charlotte bezeichnen. Die Band aus Maryland gehört zu den letzten Künstlern, die auf dem Zenit mehr...
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 Von Männern und Pfauen
CD-Kritik: Deckchair Orange – The Age Of The Peacock Mit "The Age Of The Peacock" melden sich die fünf Jungs von Deckchair Orange im Jahr 2011 zurück. Dieses zweite Album soll an den Erfolg des Debüts "Deckchair Orange" anknüpfen und uns wieder mit rockigem, tanzbarem und vielseitigem Sound begeistern. Wo sich auf der Platte die "Peacocks", also die "Pfauen", verstecken, bleibt dabei der Interpretation des Hörers überlassen. Vielleicht sehen sich die Musiker ja auch selbst als Pfauen.
Mit "Dance with the Greek" geht es sehr beatlastig los – ty mehr...
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 Ziemlich zufällig entstandene Rezensions-Überschrift
CD-Kritik: Mogwai – Hardcore Will Never Die, But You Will Worte sind hier eigentlich fehl am Platz, das wissen Mogwai selbst. Die Titel ihrer Songs entstehen schließlich ziemlich zufällig. Instrumentale Songs haben nun mal kein Thema – höchstens eine Stimmung oder eine Absicht. Wem Texte egal sind, der braucht aber auch sonst keine Stimmungen in Worte zu fassen. Und irgendwelche aufklärerischen, politischen oder sonstigen Absichten drängen die fünf Schotten dem Hörer auch nicht gerade auf.
Also tragen die Stücke obskure Titel zwischen nahezu nichtss mehr...
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 Fuffies im Waschsalon
CD-Kritik: Diddy Dirty Money – Last Train To Paris OK, bereit? “This is a brand new sound. This will change your lives!“ Zu dem Zeitpunkt, als man diese Worte hört, hat man bereits ein wenig Sound gehört – ein Intro, das direkt aus der Chill Out-Lounge kommt. Also gut, brand new sound. Aber für wen? Laut Foto auf der CD-Rückseite sehen Diddy Dirty Money folgendermaßen aus – zwei Frauen mit Retro-Frisuren, die man auch als Statisten in einer Sci-Fi-Bar anheuern könnte, und ein Mann, der uns nur seinen Rücken zeigt. Das wirkt nicht unhöflic mehr...
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 Wandergitarren =
CD-Kritik: Julia Stone – The Memory Machine Wir hatten ja bereits erwähnt, dass von Gitarren eine gewisse sexuelle Spannung ausgehen kann . Was man hinzufügen sollte: Die Gleichung “Gitarren = Sex“ bezieht sich ausschließlich auf die E-Gitarre, die weapon of choice der Rock-Musik. Akustikgitarren haben da ein deutlich schlechteres Image – obwohl man als einziger Gitarrero am Lagerfeuer natürlich auch gute Chancen beim anderen Geschlecht haben mag. Ganz zu schwe mehr...
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 You're My River Runnin' High
CD-Kritik: Lykke Li – Wounded Rhymes Lasst uns mit der Tür ins Haus fallen! Ist "Wounded Rhymes" besser als das Debütalbum "Youth Novels"? Der Alben-Vergleich-Wahn ist eine weit verbreitete Krankheit – wenn man den Vorgänger mochte, klammert man sich gerne daran. Ich sehe ein neues Album dagegen eher als einen neuen Abschnitt an, der alles darf... Darum wenden wir uns einer anderen Frage zu: Ist "Wounded Rhymes" denn ganz anders als "Youth Novels"? Wichtig für alle, die von dem ersten Video mehr...
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 Wir kommen, um uns zu beschweren
CD-Kritik: Gang of Four – Content Kalter Glanz geht aus von der Metallschatulle, die neben unzähligem Bonusmaterial das neues Studioalbum in sich trägt. Gang of Four sind nach Jahren stummer Abwesenheit wieder da – und lassen es sich nicht nehmen, dem heutigen Trend folgend eine high-end Edition herauszubringen. Songs verkaufen sich heute nicht mehr von alleine. Also: Polierter Stahl, "Kunstbuch der Band mit 40 Jahre Weltgeschichte", Rotoskopien und – Kunstblut-Flakons.
Mehr ist mehr ist mehr. Folgt diese Veröffentlichungspr mehr...
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 I go wash the dishes, you go have a beer
CD-Kritik: Various Artists – Hot & New Country Music #2 Auch wenn Country hierzulande wie ein Nischenprodukt wirkt, es verkauft sich wie geschnitten Brot. Ein klein wenig verwundert das schon, denn wie kommt der Mainstream-Hörer an die neuesten Hits? Wenn sich das Radio nicht gerade auf einen US-Überflieger eingeschossen hat (wie z. B. bei den Dixie Chicks), hört man hierzulande ja nur Truck Stop im Musikantenstadl. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein wenig, und so finden auch die aktuellen Vertreter der US-amerikanischen Volksmusik den Weg zu ihrem mehr...
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 Das Warten nimmt kein Ende
CD-Kritik: Morrissey – Bona Drag (20th Anniversary Reissue) Ganz so hatte Morrissey sich das nicht gedacht. Sein Solo-Debüt "Viva Hate" – das nur einen Teil seines Hasses auf die unschön verlaufene Smiths-Auflösung richtete – war ein voller Erfolg gewesen. Da könnte man ja ein wenig experimentieren. Wie wäre es zum Beispiel damit, erst mal nur Singles ohne Album rauszubringen? Wenn man dann den Single-Markt unterworfen hätte, könnte ein Album richtig abräumen. Der Plan ging allerdings nicht auf. Drei Songs warf er auf den Markt, zwei davon kamen in die T mehr...
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 Routiniert gegrölte Belanglosigkeiten
CD-Kritik: Bon Jovi – Greatest Hits Die Adventszeit gibt ja für viele bekanntere Acts Anlass, ein neues Best Of-Album auszuwerfen, um neue Verkaufszahlen zu erzielen. So auch letzes Weihnachten bei Bon Jovi. Bon Jovi, die seit über fünfundzwanzig Jahren erfolgreiche Rockband aus New Jersey, aufgebaut um Beau und Leadsänger Jon Bon Jovi. Vor über einem Jahrzehnt, 1999, fiel die Band letztmals durch ihren optimistischen Smash-Hit „It’s My Life“ auf, welcher auch in Deutschland auf Platz 2 rangierte. Auf dem Greatest Hits-Album darf mehr...
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 Ein diskographischer Tauchlehrgang
CD-Kritik: Absynthe Minded – Absynthe Minded Mit ihrem vierten Album versucht die belgische Band Absynthe Minded endlich, zu neuen Ufern aufzubrechen – was man rein topographisch und völlig unmetaphorisch verstehen sollte. Die für den deutschen Markt zusammengestellte Version des selbstbetitelten Albums beinhaltet nämlich acht neue und vier alte Tracks (die ursprüngliche Version der Platte verzichtet guten Gewissens, weil guten Rufes, auf die Best-of-Stücke). Dies mutet etwas danach an, als solle der bislang außerhalb der Benelux-Staaten n mehr...
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 Zappa mit Blaskapelle
CD-Kritik: Tabadoul Orchstra – World Wide Wahab Der "Frank Zappa der arabischen Musik", so betitelt das Tabadoul Orchestra den ägyptischen Komponisten und Musiker Mohammed Abdel Wahab. Bekannt wurde Wahab dadurch, dass er westliche Einflüsse in die arabische Musik brachte, was natürlich nicht überall auf Gegenliebe stieß. Walzer-Takt und Rock'n'Roll-Rhythmen zwischen klassischen nahöstlichen Klängen, das muss man auch erst mal vernünftig hinkriegen. Die "Verwestlichung" funktionierte dabei natürlich in beide Richtungen. Während die arabische mehr...
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 Rebels without a rebellion
CD-Kritik: The Boxer Rebellion – The Cold Still Wer sich die Rebellion in den Bandnamen schreibt, weckt Erwartungen. Wer's wörtlich nimmt, will natürlich den Umsturz – vielleicht ein wenig Punk? Politisch könnte es schon sein, denn wer sich auskennt (oder nachforscht), findet Hintergründe zur "Boxer Rebellion". Die gab's nämlich in China um 1900. Ist dieser Indie-Rock besonders gebildet, oder vielleicht weltmusikalisch um eine chinesische Note verfeinert? Kann man The Boxer Rebellion nur mit politischer Überzeugung und dem sprichwörtlichen Gl mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Gitarrenbegleitung und Gitarrenwänden
Schnellvorlauf: Teitur / Jonny / Cäthe / Codes In The Clouds Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Teitur – Let The Dog Drive Home; Jonny – s/t; Cäthe – Senorita (EP) und Codes In The Clouds – As The Spirit Wanes. Einladende, erzählende, angreifende, zurückgenommene Musik.
Teitur – Let The Dog Drive Home
Singer/Songwriter von den Färoer Inseln. Hat durch zwei A mehr...
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 Zeitlos
CD-Kritik: The Go Team – Rolling Blackout Bunt, dynamisch, unkonventionell und irgendwie nicht aus unserer Zeit. Das sind die Eindrücke, die das Cover der neuen The Go! Team Platte hinterlässt. Eindrücke, die mich zu diesem Album geführt haben, ohne das ich diese Band jemals vorher gehört habe. Das Experiment beginnt. Hält die Musik, was ihre Bebilderung verspricht?
Der Opener "T.O.R.N.A.D.O" reißt sogleich vom Hocker. Auf der Grundlage eines Marching-Band-Schlagzeugs und überfallartigen Brass-Fanfaren verkündet Sängerin Ninjas ihre mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Elektronik
Schnellvorlauf: David Lynch / Gaspard Augé & Mr Oizo / Fujiya & Miyagi / Isolée Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit David Lynch – Good Day Today / I Know (Single); Gaspard Augé & Mr Oizo – Rubber (OST); Fujiya & Miyagi – Ventriloquizzing und Isolée – Well Spent Youth. Elektronische, wummernde, swingende, kinematische Musik.
David Lynch – Good Day Today / I Know (Single)
David L mehr...
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 Mit Optimismus bis an die Spitze der Charts?
CD-Kritik: 3 Chord Society – Sanguinity Eine Band aus Bad Seeberg meldet sich zurück: 3 Chord Society überzeugen mit ihrer nunmehr dritten Platte "Sanguinity". Der Album-Titel (zu deutsch: "Optimismus") ist Programm. Durch und durch Gute-Laune-Musik, bringt "Sanguinity" einen dazu, zu lächeln und optimistisch zu sein. Man möchte feiern, mitsingen und einfach den Tag genießen. Selbst, wenn man das Album erst wenige Male gehört hat, kann man es schon mitsingen und Teil des Ganzen werden. Der Wohlfühl-Faktor steigt hier merklich. Und auc mehr...
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 Gitarren =
CD-Kritik: Anna Calvi – s/t Wo auch immer die Idee herkommt, dass Gitarren und Sex eng verwoben seien – ganz oft stimmt das einfach nicht. Muss man mal ganz deutlich sagen. Fraglich, wie das beispielsweise im Speed-Metal-Genre gehalten wird, aber... besser nicht fragen. Entspannte Easy-Listening-Soli wecken auf jeden Fall eher Assoziationen an den aussterbenden Koala, der high vom Eukalyptus in seinem Baum faulenzt.
Aber manchmal stimmt es eben doch. Anna Calvi hüllt sich auf ihrem Debüt in eine angenehm verruchte Aura. mehr...
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 "When I die, I want people to play my music, go wild and freak out."
CD-Kritik: Jimi Hendrix – West Coast Seattle Boy: The Jimi Hendrix Anthology Fans des früh verstorbenen Gitarren-Gottes können sich freuen: Ein weiteres Mal wird das umfangreiche Archiv des Jimi Hendrix geöffnet. Seit dem Ableben im September 1970 hatte es bereits diverse posthume Alben, Kopilationen und Bonus-Track-Editionen gegeben. Diesmal gibt es gleich einen Rundumschlag zur ganzen Karriere – sofern man zur Variante mit vier CDs (und einer DVD, dazu später mehr) greift.
Die beginnt bereits im Jahr 1964 und deckt somit auch die beiden Jahre ab, in denen Hendrix n mehr...
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 "Best of" für alle, aber nicht jeden
CD-Kritik: Nena – Best Of Über Nena als Musikerin muss man wohl wenig Worte verlieren. Die musikalische Übermutter der Nation, von machen schon "Deutsche Madonna" genannt, zeigte in ihrer 30-jährigen Musikkarriere immer wieder Wandlungsfähigkeit, Kreativität und Entschlossenheit. Im Rückblick bleiben wunderbare Songs, mit denen viele von uns aufgewachsen sind, die aber erstaunlicherweise auch heute nie alt oder verbraucht wirken. Titel wie "99 Luftballons", "Wunder geschehen" oder "Nur geträumt". Nena und ihre Musik entf mehr...
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 Wohlfühlmusik mit Tiefgang
CD-Kritik: Ashley Hicklin – Parrysland Selten lässt sich ein Album so durch sein erstes Stück charakterisieren wie Ashley Hicklins "Parrysland". Ein kleiner, unscheinbarer und stiller Beginn, der nach wenigen Sekunden durch ein Crescendo aus Wohlfühlmusik abgelöst wird, mit klaren Anleihen von James Blunt und Co. Wobei die Frage ist, wer sich hier bei wem bedient, schließlich ist Ashley Hicklin trotz seiner gerade mal 25 Jahre ein alter Hase im Geschäft. Unter Pseudonym schrieb er Songs für Leona Lewis, Marit Larsen oder auch Amy Wi mehr...
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 Country auch für Country-Muffel
CD-Kritik: Caitlin Rose – Own Side Now Countrymusik ist dank der Dixie Chicks und Shania Twain mit ihren teilweise gewagten Country-Pop-Crossovern in den letzten Jahren salonfähig geworden. Eher traditonellere Klänge sind dagegen auf dem Debütalbum "Own Side Now" der 23-jährigen US-Amerikanerin Caitlin Rose zu hören. Ihre Heimat Tennessee hört man deutlich heraus, allerdings lässt sie sich trotzdem nicht durch Klischees oder Normen einschränken. Mit ihrer gefühlvollen Stimme liefert sie Wohlfühl-Country abseits der Glamour-Pop-Machwe mehr...
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 Magisches aus dem Baskenland
CD-Kritik: Crystal Fighters – Star Of Love Lange hatte man in der Musikwelt auf einen wirklich erstzunehmenden und innovativen Impuls aus dem iberischen Raum warten müssen. Dass der nun in Gestalt des jungen Musikerkollektivs Crystal Fighters ausgerechnet aus dem Baskenland kommt, mag dem ganzen einen Hauch von subversiver Exotik verleihen. Und tatsächlich scheinen die Fighters diesem Bild sowohl musikalisch als auch in ihrer manieristisch-surrealen Ästhetik (siehe Albumcover und Videos) zu entsprechen.
Doch jenseits aller mystisch-f mehr...
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 "I'm the Buffalo"
CD-Kritik: The Phoenix Foundation – Buffalo Wer kennt sie nicht aus der Kindheit – Kaleidoskope. Rohrähnlich, meist aus Pappe oder Metall gebaut. Vorne kann man reinschauen, wie sich hinten das Licht in einer festgemachten Glasplatte oder Linse bricht und spiegelt. Das Wort “Kaleidoskop“ kommt eigentlich aus dem Griechischen und bedeutet: schöne Formen sehen.
Genauso lässt sich auch kaleidoskopischer Pop beschreiben. Diese unkonventionelle Musikrichtung wird von der Band The Phoenix Foundation aus Wellington, Neuseeland prakti mehr...
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 Die Sell-Out-Schweine
DVD-Kritik: Die Fantastischen Vier - Nur für Erwachsenen ! Es ist 1997 und deutscher Hip-Hop ist groß und freut sich. Das wirft zwei Fragen auf. Erstens: Wie kommt deutscher Hip-Hop in den Mainstream? Zweitens: Was hat deutscher Hip-Hop mit Freude zu tun? Mitte bis Ende der 90er Jahre war deutschsprachiger Hip-Hop in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Außerdem dominierte einige Jahre ein sehr lockerer Ton in der Rapmusik; leicht zu vergessen nach der Übernahme durch das Ghetto-Gangster-Label Aggro Berlin. Die Initialzündung für die Entwicklung zu Gr mehr...
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 Schnellvorlauf... mit Sängern und Songwritern
Schnellvorlauf: Sarsaparilla / Helgi Jónsson / Nadine Germann / Joel Alme Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Sarsaparilla – Everyone Here Seems So Familiar; Helgi Jónsson – Blindfolded; Nadine Germann – Samstag Nachmittag und Joel Alme – Waiting For The Bells. Erzählende, tagträumende, schwadronierende Musik.
Sarsaparilla – Everyone Here Seems So Familiar
Songwriter, urs mehr...
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 Hach ja…Frauen!
CD-Kritik: Carl Barât – Carl Barât Zunächst waren da die Libertines. Dann die Dirty Pretty Things. Jetzt versucht Carl Barât es solo. Doch wer erwartet, dass der Weggefährte Pete Dohertys Gitarren erklingen lässt, wird enttäuscht. Schon die erste Single "Run with the Boys" lockt auf eine falsche Fährte. Angelehnt an die 60er setzt sich der Song leicht und poppig ins Ohr – auf das komplette Werk trifft das nicht zu.
Zeitweise erinnert das Album entfernt an Tom Waits, besonders der Track "Shadows Fall". Die meisten Lieder sind mehr...
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 Damals war's
CD-Kritik: Alexandra - Unvergessen Man mag sich noch so sehr sein eigenes musikalisches Umfeld erkämpft haben, manche Erinnerungen sitzen einfach zu tief. Erinnerungen an eine Kindheit, in der man dank der Elterngeneration die Größen des Schlagers kennengelernt hat. Unbedarft, vielleicht eher auf Bauklötze und Murmeln konzentriert. Heute ist deutscher Schlager einfach nur der Feind des Geschmacksmenschen, die Hymne des simpel gestrickten Hörers, irgendwo zwischen Liebesschwüren und Ballermann. Wenn man ehrlich ist, war das früher mehr...
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 Er war Superstar, er war populär
CD-Kritik: Falco – 3 (25th Anniversary Edition) Wer sich an die Achtziger erinnern kann, hat sie nicht miterlebt – so lautete vor Jahren der Slogan zum Musical "Falco meets Amadeus". So übertrieben ist der Spruch gar nicht. Die Eighties, das Jahrzehnt der Oberflächlichkeit und der knallbunten Lebensfreude, werden im kollektiven Gedächtnis schnell zu einem Klischee. Bilder, Schlagwörter, Songs, Klänge, Kleidung. Ein großer Fundus, aus dem man sich hemmungslos bedienen kann. Die wahren Erinnerungen befinden sich dagegen doch unter der Oberfläch mehr...
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 Piano der Leidenschaft
CD-Kritik: Hélenè Grimaud - Resonances Was unterscheidet einen Klavierspieler von einem Pianisten? Soviel, wie einen Pianisten von einem guten Pianisten unterscheidet. So zumindest lautete ein altes Bonmot in den Pariser Salons des 19. Jahrhunderts.
Grundsätzliches hat sich seitdem nichts geändert. Hélenè Grimaud ist ohne Zweifel eine hervorragende Pianistin. An ihrem Instrument, dem Klavier, eine Ausnahmemusikerin, wie Anna-Sophie Mutter an der Geige. In ihrem Spiel treffen sich technische Perfektion und leidenschaftliche Hingabe mehr...
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 And a Kreuzberg's quartet got the blues
CD-Kritik: Two Chix & A Beer - Friends Of Dolores Normalerweise haben es Erstlings-CD Einspielungen schwer, überhaupt auf sich aufmerksam zu machen. Das wäre bei "den Freunden von Dolores" schade. Die Gruppe Two Chix & A Beer ist eine Entdeckung für alle, die außerhalb Berlins leben.
Eigentlich spielen Otto von Bismarck, Dan Guerrezowsky, Tequila Braun und Spoko La Palma nur Blues, einfachen und ehrlichen Blues. Weit entfernt von getunten und geleckten Studioproduktionen. Simple, lakonisch von Bismark gesungene Songs. Die Stimme erinnert sc mehr...
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 Ein Feuerwerk der leisen Töne
CD-Kritik: Spokes – Everyone I Ever Met "Suche dir einen schönen Platz, setz' dich hin und mach' die Augen zu." Spokes zeigen schon mit dem Cover ihres Debütalbums, wie man die Platte am besten genießt. Musik zum Träumen. Aber keineswegs so langweilig, dass man beim Hören einschläft.
Die Dame und die vier Herren aus Manchester wissen zu unterhalten. Mal schnell, mal langsam, es werden viele Kontraste gesetzt. "Everyone I Ever Met" ist ein Album mit vielen Facetten. Elemente von Shoegaze, Folk und Post-Rock sorgen für den Hörgenuss mehr...
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 Ist Jazz auf Deutsch langweilig?
CD-Kritik: Lisa Bassenge – Nur fort "Nur fort" ist das sechste Album von Lisa Bassenge. Dass die Mittdreißigerin aus Berlin Gesang studiert hat, hört man ihr an. Sie setzt ihre Stimme gekonnt ein und harmonisiert wunderbar mit ihrer Band. Unter den elf Stücken auf dem neuen Album finden sich einige Eigenkompositionen, aber auch neu interpretierte Klassiker. Gecovert wurden unter anderem "In dieser Stadt" von Hildegard Knef, "Leider nur ein Vakuum" von Udo Lindenberg und Joachim Witts Hit "Kosmetik".
Auf der neuen CD singt Bass mehr...
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 Party im stillen, dunklen Kämmerchen
CD-Kritik: Anne Clark – The Very Best Of Tage, an denen man das Haus gar nicht erst verlassen möchte, gibt es zuhauf. Mal mehr, mal weniger. Momentan sind es mehr. Vom Winterzauber der vergangenen Wochen ist nicht einmal mehr der Schneematsch übrig. Das Jahr beginnt dunkel und grau. Zwar ist es etwas wärmer, aber der Regen wiegt schwer. Nein, ich möchte nicht vor die Tür gehen. Ich bleibe lieber daheim und höre Anne Clark.
Couch, Decke, Kopfhörer. Dunkelheit, Stille, Anne Clark. Was mache ich da eigentlich? Höre ich mir das "Very Be mehr...
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 Where Is The Love in the Großraumdisco
CD-Kritik: Black Eyed Peas – The Beginning Was, bitte schön, soll das? Was hat die Welt den Black Eyed Peas getan? Was möchte die Black Eyed Peas der Welt mit dieser Sammlung blöder Beats und bekloppter Texte in hirnrissiger Mischung antun? Hat man mit allseits beliebter und dementsprechend belangloser R'n'B-Musik nicht bereits genug Kohle verdient, und könnte man nicht wenigstens einfach seine bisherigen Käufer weiter bedienen? Muss man sich neu erfinden, aktuelle Trends auf die Spitze treiben? Um mit aller Gewalt die pubertierenden Tas mehr...
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 Im Irish Pub, wie jede Woche
CD-Kritik: The Mahones – The Black Irish Wie wär's mit einem Trinkspiel? Einfach "The Black Irish" in die Anlage und ein dunkles Bier in den Krug. Getrunken wird jedes Mal, wenn eins der folgenden Wörter fällt: "Irish", "Whiskey, "Beer", "drinking", "The Clash". Schon beim Opener der Platte wird man sich hoffnungslos verschlucken und röchelnd am Boden enden.
Irish Folk hat viel mit Tradition zu tun, Punk auch. Wenn The Mahones jetzt tatsächlich noch von der Insel (Heim der Fiedel und des Kleeblattes) hinter "der Insel" (Heim des Dre mehr...
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 Ohrwürmer ohne Camouflage und Kompromisse
CD-Kritik: Brian Adams – Bare Bones Wer den Namen Brian Adams hört, denkt wahrscheinlich zunächst an verschiedene Top-Ten-Hits aus den achtziger, neunziger Jahren. "Straight from the Heart", "Let's Make A Night Remember", "Have You Ever Really Loved A Woman?", "The Only Thing That Looks Good On Me Is You" oder seine Hymne "Here I Am". Songs mit erstklassigen Arrangements, in perfekter Aufnahmequalität, geschrieben nach der erprobten Hit-Formel der späten Achtziger.
Mit seinem neuen Album „Bare Bones“ macht Brian Adams schei mehr...
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 Langeweile mit Konzept
CD-Kritik: Ne-Yo – Libra Scale Im Gegensatz zu vielen anderen Branchenkollegen versucht R'n'B-Sänger Ne-Yo seiner Musik etwas mehr Tiefgang zu verleihen. Mit seinem letzten Album "Year of the Gentleman" versuchte er als positives Beispiel der Männlichkeit voranzugehen. Besonders zu Freude der weiblichen Fans.
Hinter seinem neusten Wurf "Libra Scale" steht erneut ein Konzept. Das Schicksal dreier Männer und die Entscheidung zwischen Geld, Ruhm und Reichtum auf der einen, die Liebe auf der anderen Seite. "Das gesamte Konzept mehr...
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 Ruhig und gut, wider Erwarten
CD-Kritik: Kid Cudi – Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager Image ist eine wichtige Sache, vor allem im Musikgeschäft. Viele Musikerinnen und Musiker nutzen ihr Image, um mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erreichen. Manchmal jedoch hat das Image des Künstlers/der Künstlerin/der Band gar nichts mit der Realität zu tun. So zum Beispiel bei der kanadischen Band Nickelback. Die haben das Image einer Kuschelrock-Band mit Hang zur Friedfertigkeit und Herzschmerz-Songs. Wer sich das letzte Album ("Dark Horse") angehört hat, konnte dagegen feststellen mehr...
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 Episch und pathetisch
CD-Kritik: Erik & Me - Versteck Hat man da so richtig Bock drauf? Der Opener "Schreien" erzählt einen vom Medienwahn, von allgegenwärtigen Kameras, dem Verlangen nach Berühmtheit und vermutlich vom Unterschichtenfernsehen. Hat man schon so oft gehört, dass man sofort weiß, wie's im nächsten Satz weitergeht. Wird hier wirklich wieder nur in die Kerbe gehauen, die schon seit Jahren größer ist als das Thema an sich? Und die sowieso nichts ändert? Auch. Aber zum Glück nicht ständig.
Erik & Me versuchen sich eher selten an groß mehr...
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 Mit Politur anecken wollen
CD-Kritik: Fryman – Lebensspuren Ein noch nie dagewesenes Kunstwerk verspricht das Duo Fryman, ein "Klangbuch" mit 14 zusammenhängenden Geschichten. Gerade deshalb so toll, weil es komplett aus nur einem einzigen Kopf entsprungen ist – nämlich dem des Duos. Oder so. Ist aber auch egal, denn nach nur wenigen Sekunden Musik und ein paar Textzeilen ist die Grandiositäts-Rhetorik auch schon wieder gegessen. Also nochmal von vorne: Das Duo Fryman bietet glatt produzierten Deutsch-Pop.
Die Lebenswege der beiden Musiker – Erik Frym mehr...
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 Viva El Kanye or West And All His Friends
CD-Kritik: Kanye West – My Beautiful Dark Twisted Fantasy Mal in letzter Zeit auf der Homepage von Coldplay vorbeigeschaut? Nein? Natürlich nicht. Wenn man das aber mache würde, fände man dort einen Newsticker, in dem sich unter anderem der Link "Album of the Year" versteckt. Schon gespannt, welche Platte Coldplay im Jahr 2010 am besten fanden? Nein? Natürlich nicht. Wenn man den Link trotzdem anklicken würde, fände man sich sehr schnell auf der Homepage von Kanye West wieder. Und wenn man ganz ehrlich ist, könnte einen das erst mal stutzen lassen. Obw mehr...
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 Schnellvorlauf – Irgendwas Emotionales
Schnellvorlauf: Jimmy Gnecco / Ralf Hildenbeutel / The Great Bertholis / Kyrie Kristmanson Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Jimmy Gnecco – The Heart; Ralf Hildenbeutel – Wunderland; The Great Bertholinis – Gradual Understanding Of A Conscious Mind: Part 3 und Kyrie Kristmanson – Origin Of Stars. Besinnliche, emotionale, schöne, nette Musik.
Jimmy Gnecco – The Heart
Wenn Rocksänger tief mehr...
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 It's not unusual to have fun with Tom Jones
CD-Kritik: Tom Jones – Greatest Hits Rediscovered Grau sind die Haare, und grau ist auch das Bärtchen, das man früher nicht in seinem Gesicht sah. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass die Unterhöschen immer noch en gros auf die Bühne fliegen, wenn er auftritt: der Tiger. Tom Jones, 70 Jahre jung, seit 45 Jahren ein Weltstar. Einer wie er lebt für die Hits, für die Highlights, und so ist es nur konsequent, dass mal wieder eine weitere Zusammenstellung der größten Erfolge auf den Markt geworfen wird.
Der Untertitel "Rediscovered" is mehr...
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 Sex, Drugs & Murder
CD-Kritik: Rihanna – Loud Rihanna ist der König Midas des Musikbusiness. Egal was sie anfasst, es wird zu Gold. Oder Platin. Dass auch ihr neustes Album "Loud" in mehreren Ländern den Goldstatus erreichen wird oder schon erreicht hat, muss als obligatorisch angesehen werden. Das "Loud" ein "nächster Schritt in der Entwicklung" ist, muss dagegen noch bewiesen werden. Dabei stehen mit der neuen LP wieder alle Zeichen auf Hit-Garantie. Branchengrößen wie Ne-Yo, David Guetta und Timbaland produzierten das Album. Auch dieses mehr...
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 Die vielen Sounds der Nelly F.
CD-Kritik: Nelly Furtado – The Best of Nelly Furtado Pünktlich zu Weihnachten stehen sie wieder in den Geschäften: Die „Best-of“-Alben. Auch für Nelly Furtado wird es endlich Zeit, mal das Beste zusammenzusuchen: Zehn Jahre lang ist sie schon "offiziell" erfolgreich. Vier Studioalben hat es in der vergangenen Dekade gegeben, viele Kooperationen mit namhaften Kollegen, auffällige Stil- und Imagewechsel. Dabei ist es der Kanadierin gelungen, sich musikalisch mehrfach neu zu erfinden, völlig andere Facetten zu zeigen.
Mit ihrem Debüt "Whoa Nelly" mehr...
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 Fünf Freunde sollt ihr sein
CD-Kritik: Take That – Progress Robbie Williams zurück bei Take That! Ganz so hysterische Reaktionen wie damals, als sein Ausstieg aus der erfolgreichsten Boygroup zahlreiche Teenager in Selbstmordgefahr brachte, hat diese Nachricht nicht hervorgerufen. 14 Jahre sind vergangen, die alte Fangemeinde ist erwachsen geworden. Mit der ersten Single aus dem "Endlich-wieder-zu-fünft"-Album "The Flood" werden trotzdem alle geheimen Sehnsüchte der schmachtenden Anhängerschaft erfüllt: eine melancholisch-schwere Ballade mit Hang zum the mehr...
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 Glück und Gewissen
CD-Kritik: Adoro – Glück Das Konzept von Adoro hat man schnell verstanden – Pop-Hits, von einem Orchester ziemlich weichgespült nachgespielt und von einem Gesangs-Quintett vorgetragen. Die fünf Herren haben allesamt eine klassische Ausbildung für die Oper genossen, die Massen erreicht man dagegen eher mit Rosenstolz und Nena.
”Glück” ist bereits das dritte Album nach dieser Formel in drei Jahren. Stilistisch tut sich da nichts, der Hörer bekommt genau das, was er erwartet. Neben den oben genannten Deutsch-Pop-Stars w mehr...
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 Schnellvorlauf – Irgendwas Schwieriges
Schnellvorlauf: Einstürzende Neubauten / Bot‘Ox / Teebs / Matthew Herbert Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Einstürzende Neubauten – Strategien gegen Architektur IV; Bot‘Ox – Babylon By Car; Teebs – Ardour; Matthew Herbert – One Club. Teilweise ziemlich anspruchsvolles Zeug, diesmal. Oder einfach nur anstrengend.
Einstürzende Neubauten – Strategien gegen Architektur IV
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 Bei maximaler Dunkelheit ansehen
DVD-Kritik: The Rolling Stones – Ladies & Gentlemen: The Rolling Stones Einer der wohl häufigsten, klischeehaftesten und wichtigsten Sätze im Rock lautet: Bei maximaler Lautstärke anhören. Bei den Rolling Stones trifft das natürlich auch zu. Etwas weniger selbstverständlich ist da, wie man mit diesem Konzertmitschnitt der Stones verfahren sollte. Diesen sollte man in maximaler Dunkelheit anzusehen, um ihn richtig zu erleben.
Hintergrund ist folgender: Der Film wurde 1974 nicht für den Heimvideomarkt produziert, so wie heute bei Live-DVDs üblich. Der Heimvideomark mehr...
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 Nicht nur für Landeier
CD-Kritik: Dixie Chicks – The Essential Dixie Chicks Die „Dixie Chicks“ - mit 30,5 Millionen verkauften Alben die erfolgreichste Frauenband in den USA – haben ein neues Best-Of-Album herausgebracht. Die bildet nur einen Teil der Bandgeschichte ab, die vor über 20 Jahren begann: Gegründet wurde die Gruppe 1989 von den musikalischen Schwestern Martie und Emily Erwin, bald komplettierte die Sopranistin Natalie Maines die Band. Der Bandname „Dixie Chicks“ verankerte das Trio fest in den Südstaaten, was die Zuhörerschaft von Anfang an einschränkte. In mehr...
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 WTF!
CD-Kritik: OK Go – Of The Blue Colour Of The Sky (Extra Nice Edition) OK Go sind vor allem für ihre kreativen Musikclips bekannt. Das Lied ”Here It Goes Again” haben viele vielleicht nicht mehr im Kopf – an das Video mit der Choreografie auf elektrischen Laufbändern erinnert man sich dagegen mit Sicherheit, wenn man es einmal gesehen hat. Ihr musikalisches Können hat die Band mit ihrem dritten Album ”Of The Blue Colour Of The Sky” vom Anfang des Jahres wieder bewiesen. Ein halbes Jahr später liefern sie eine ”Extra Nice Edition” nach. Vorneweg: das Album (mit Sing mehr...
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 Im Westen nichts Neues
CD-Kritik: New Idea Society – Somehow Disappearing Manchmal ist der Titel Programm. Auch beim neuen Album von New Idea Society ist genau das der Fall. Absicht war das aber mit Sicherheit nicht. Die vierte Veröffentlichung der New Yorker Band, „Somehow Disappearing“, verschwindet irgendwie. Versinkt im Indie-Sumpf.
Eine Ballade zum Einstieg. Das ist gewagt – es sei denn, sie ist gut gemacht. „All Alone“ klingt jedoch eher nach Langeweile als nach kunstvoller Melancholie. Aufgeheitert wird man durch die etwas dynamischeren Songs wie „Summer Li mehr...
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 Viel zu velvet...
DVD-Kritik: Velvet Revolver – Live In Houston Es ist eine Top-Besetzung: Die drei ehemaligen Guns N'Roses-Mitglieder Slash, Duff McKagan und Matt Sorum, dann Dave Kushner (ehemals Suicidal Tendencies) und schließlich Scott Weiland, Sänger der Stone Temple Pilots. Da kann man was erwarten, zumal das 2004er Debütalbum international doch erheblich einschlug.
2005 waren die Jungs, pardon: die Männer in Houston zu Gast. Fünf Jahre später gibt es dazu nun die Live-DVD. Diese ist angereichert mit Interview-Ausschnitten, welche die Gründungsgesc mehr...
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 If that wasn‘t it, this might be
CD-Kritik: Michael Jackson – Michael Eigentlich braucht man gar keine Worte über den Hintergrund dieses Albums zu verlieren. Darüber, dass Michael Jackson bei seinem Tod viel unvollständiges Material hinterließ. Darüber, dass Sony dieses Material teuer gekauft hat und auf insgesamt zehn einzelnen Platten veröffentlichen will, um sich eine goldene Nase zu verdienen. Oder darüber, dass die Veröffentlichung von „Michael“ – pünktlich zu Weihnachten, natürlich – immer noch von der Stimmung direkt nach Jacksons Ableben profitiert. Der he mehr...
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 Protest und Crème Brulée
CD-Kritik: Nouvelle Vague – Couleurs Sur Paris 16 Höhepunkte des französischen Eighties-Punk und Post-Punk, so verspricht es das Booklet von „Couleurs Sur Paris“. Wer das Kollektiv Nouvelle Vague kennt, ahnt natürlich, wie das Ergebnis klingt: nicht übermäßig punkig. Schon die Originale bieten etwas anderes als übliche Drei-Akkord-Schrammelorgien; mal ein wenig New Wave (wie passend), oft aber auch Pop-Einlagen. Wer hätte schon ein Gute-Laune-One-Night-Stand-Lied wie „2 People In A Room“ des Schweizers Stephan Eicher im Punk-Kontext vermutet mehr...
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 Drei Fäuste für ein Halleluja
CD-Kritik: Fistful Of Mercy – As I Call You Down Bei Supergroups denkt der Hörer immer zuerst an exponentiell gesteigerte Genialität, die Plattenfirma dagegen an exponentiell gesteigerte Werbemöglichkeiten. So oder so, meist entstehen die Kollaborationen dadurch, dass Musiker sich aufgrund von gegenseitigem Interesse, vielleicht sogar aus Freundschaft zusammenraufen. So war es auch, als Fistful Of Mercy sich in diesem Frühjahr für drei Tage in einem Studio einschlossen. Drei Männer und ihre Gitarren, drei Singer/Songwriter, die sich nicht läng mehr...
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 Crazy Diamonds Are Forever Crazy
CD-Kritik: Syd Barrett – An Introduction To Syd Barrett Ein Aufschrei ging 2006 durch die Musiklandschaft: Syd Barrett war gestorben. Vor allem die britische Szene überschlug sich mit betroffenen Beileidsbekundungen und zu Tränen rührenden Tributen. Ein wenig seltsam mutete das schon an – schließlich hatte Barrett sich seit drei Jahrzehnten nur noch um private Gartenarbeit gekümmert. Sein musikalisches Schaffen dürfte dem breiten Publikum nur als Wikipedia-Wissen bekannt sein. Als denkwürdiger Frontmann leitete er den britischen Psychedlic-Rock-Gigan mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas aus Frankreich
Schnellvorlauf: Minitel Rose / Tahiti 80 / Syd Matters / The Bewitched Hands Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit: Minitel Rose - Atlantique; Tahiti 80 – Solitary Bizness EP; Syd Matters - Brotherocean; The Bewitched Hands – Birds And Drums. Angesagte Musik aus angesagten französischen Städten.
Minitel Rose - Atlantique
Synthie-Pop aus Nantes. Schon die ersten Töne machen mehr...
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 Die 60er, transportiert ins Jahr 2010
CD-Kritik: Saint Jude – Diary Of A Soul Fiend Gute Musik kommt entweder aus Schweden oder, was noch viel wahrscheinlicher ist, aus Großbritannien. Das ist einfach so. Nach unzähligen Britpop-Göttern und Indie-Perlen findet aber nun auch wieder guter, alter Rock den Weg über den Ärmelkanal ins restliche Europa: Die Londoner Saint Jude legen ihr Debut „Diary Of A Soul Fiend“ vor.
Schon beim Hören des ersten Songs stellt sich die Frage, ob die fünf damit nicht 40 oder 50 Jahre zu spät dran sind: „Soul On Fire“ ist stark bluesangereicherter mehr...
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 Mädchen-Rap
CD-Kritik: Nelly – 5.0 In einer Rap-Welt voller Gangster, Pimps und Hustler hat Nelly seine Nische längst gefunden: Ladyboy-Hip-Hop-Schmalzbacke. Seit seinem Debüt „Country Grammar“ (2000) wird unter Kritikern und Rap-Fans hitzig und gerne diskutiert, ob Nellys Musik nun echter Rap oder doch eher R´n´B sei. Einerseits macht Nelly unbestreitbar Rap, da er wesentlich häufiger rappt als singt. Auf der anderen Seite sind seine schmachtenden Texte, die poppigen Beats und seine Feature-R´n´B-Gäste ein deutliches Zeichen da mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas mit festlicher Stimmung
Schnellvorlauf: Annie Lennox / Mariah Carey / Stars zur Weihnacht / Coldplay Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden. Und Verschenken.
Diesmal mit Annie Lennox – A Christmas Cornucopia; Mariah Carey – Merry Christmas II You; Stars zur Weihnacht – Frohe Weihnacht; Coldplay – Christmas Lights. Den Ohren auf Erden ein Wohlgefallen? Ho ho ho!
Annie Lennox – A Christmas Cornucopia
Jedes Jahr überrascht ein weiterer Künstler durch den Schritt zum W mehr...
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 Mehr als ein Nachfolger
CD-Kritik: Duffy – Endlessly Das zweite Album von Duffy ist erschienen, und es kann sich hören lassen. Zehn Songs mit einer guten halben Stunde Laufzeit, Liebesballaden wechseln sich mit Partymusik ab. Stilistisch lassen sich Unterschiede zum Debüt „Rockferry“ erkennen. Dennoch steht dieses Album seinem Vorgänger in nichts nach.
Entstanden ist „Endlessly“ aus einer Zusammenarbeit mit Albert Hammond („It Never Rains In Southern California“). Der Songschreiber wurde auf die junge Frau aufmerksam, als sie bei „Saturday Ni mehr...
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 Erst ”Allein, Allein”, jetzt ”Frei, Frei”
CD-Kritik: Polarkreis 18 – Frei Nur ein kurzes Stück des Refrains mit dem prägenden ”Allein, Allein” reicht, schon bilden sich Assoziationen: deutsche Band...Eis...Schnee...wie hießen die noch einmal? Ach ja, Polarkreis 18! Die Jungs in uniformiertem Weiß spalteten die deutschen Zuhörer in Pop-Befürworter und -Gegner. Aber ihr Image haben sie transportiert. Wenn man dem Namen der Band und dem Cover des neuen Albums begegnet, erinnert man sich. So kann die Dresdner Band diesmal mit ihrem dritten Werk Bekanntheit voraussetzen.
mehr...
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 Ein Fall für die Pathologie
CD-Kritik: [N]Ticket – Der Tag an dem der Tod starb Alternative Rock auf Deutsch ist ja immer so eine Sache. Deutsche Texte werden einfach schnell peinlich. Sie rutschen in Allgemeinplätze ab, sie sind schwer mit der Musik in Einklang zu bringen. Oder man versteht mehr vom Inhalt, als dem Song gut tut. Leider bilden [N]Ticket bei allen drei Punkten keine Ausnahme.
Mit ihrem Debütalbum wollen die vier Jungs aus Neuwied scheinbar anecken. Zuerst lockt einen noch das zugehörige Cover mit Blick in die Pathologie auf eine falsche Fährte. Der Titel mehr...
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 Bodenständig
CD-Kritik: TV Buddhas – Dying at the Party Sie haben Idole, und was noch schöner ist: sie stehen dazu. Anstatt sich dafür zu generieren, dass Giganten wie die Ramones, Iggy & the Stooges sowie Velvet Underground als Schatzkiste der Orientierung dienen, verkünden die TV Buddhas diesen Sachverhalt voller Stolz. Von Tel Aviv aus tritt die Band mit ihrem neuen Album „Dying At The Party“ um so selbstbewusster auf die Bühne, um sich und das System zu reflektieren. Dabei gehe es ihnen nicht um Glamour, sondern um Optimismus und Sarkasmus.
Da mehr...
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 Gemischte Gefühle in der Märchenwelt
CD-Kritik: An Pierlé & White Velvet – Hinterland Auf dem Cover wird An Pierlé von Schleifchen umrankt, von Vögeln und anderem Tinnef. Hinter ihr eine Szenerie mit urig anmutendem Fachwerkhaus. Unvermittelte Assoziationen an eine Zauberwelt wie beim „Zauberer von Oz“. Spätestens beim Hören des zweiten Liedes „Where Did It Come From“ wird diese Märchenlandvision auch akustisch bestätigt. Mit vielen „Uhuus“ schraubt An Pierlé ihre Stimme in immer weitere Höhen. Zauberfee oder Schlossgespenst, Prinzessin oder Sirene: Ob die hohen Töne den Geschmac mehr...
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 Poetischer Rock
CD-Kritik: Selig – Von Ewigkeit zu Ewigkeit Zehn Jahre nichts. Stille um Selig. Letztes Jahr das große Comeback mit dem Album „Und endlich unendlich“. Der Albumtitel scheint Programm zu sein, denn kein Jahr später legen die Hamburger schon das nächste Album vor. Und auf Tour sind sie auch schon wieder. Da scheint sich einiges an Ideen und Spiellust angesammelt zu haben, die dringend raus muss. Die Fans freut es. Und trotz Masse gibt es die gewohnte Selig-Klasse.
Die Ewigkeit beginnt mit einem ausgedehnten, knarzenden Gitarren-Intro, ty mehr...
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 Leise rieselt das Geld
CD-Kritik: Jay-Z – The Hits Collection: Volume One Sean Carter ist trotz seinem – für Rapper-Verhältnisse gehobenen – Alters von 41 Jahren nach wie vor die unagefochtene Number One im Rap-Geschäft. Seit fast 15 Jahren sorgt der New Yorker unter seinem Künstlernamen Jay-Z für ordentlich Buzz im Biz. Alle seiner elf Soloalben (sowie die meisten seiner Kollabo-, Live- oder Compilation-Veröffentlichungen) erreichten Platin-Status. Unzählige Musikpreise zieren seinen Kamin. Sein Ehebett teilt er sich mit Beyoncé Knowles. Reebok verkaufte nach ihm ben mehr...
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 Achtung Anspruch!
CD-Kritik: Ulrich Tukur – Mezzanotte: Lieder der Nacht Ulrich Tukur – einer der besten Schauspieler Deutschlands. Und er singt auch. Mit seinen „Rhythmus Boys“ tourt er durch die Lande und lebt seine Leidenschaft auf der Bühne aus, kreiert einen Zirkus ohne Artisten und Arena und schafft es dennoch, Zirkusluft zu erzeugen. Spielt am Klavier, singt, rezitiert, interpretiert.
Live ist eine Sache – auf CD gepresst eine Andere. Das gilt auch für Musik von Vorgestern. Beim Klang von „Mezzanotte“ denkt man automatisch an ein altes, knarre mehr...
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 Die letzten Riesen
DVD-Kritik: The Big 4 – Live in Sofia (Sonisphere Festival) Der Rahmen
22. Juni, Sofia, Bulgarien. 50.000 Fans pilgern zu einem Ort, an dem Geschichte geschrieben werden soll. Heavy Metal-Geschichte. Diejenigen, die das begehrte Ticket nicht bekommen haben, verfolgen das Spektakel in ausgewählten Kinos. Egal ob live oder vor der Leinwand – was sie dort zu sehen kriegen, ist einmalig. Anthrax, Megadeth, Slayer und Metallica gemeinsam auf einer Bühne – das hat es noch nie gegeben. Dabei gehört jede der genannten Bands zu den Pionieren. Zu denen, mehr...
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 Schildkrötenparty
CD-Kritik: OST – Sammys großes Abenteuer Eigentlich sagt das Cover alles: Was es hier zu hören gibt, ist von Anfang bis Ende der Soundtrack zu einem zeitgenössischen Kinderfilm. Eingängige Melodien, die arg nach Sommer und Wellen klingen, dazu Texte, die sich in erster Linie um eklig harmonische Dinge wie Liebe drehen. Hier streiten sich Mika und ein 13-jähriger Michael Jackson mit Lena Meyer-Landrut (die auch als Synchronsprecherin im Film mitwirkt) und The Mamas & The Papas um die Party-/Tanz-/ und Gute-Laune-Gunst ihrer jungen Hörer mehr...
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 Hommage an die gute alte Zeit
CD-Kritik: Helen Schneider & SWR Big Band – The World We Knew: The Bert Kaempfert Album Spätestens seit Robbie Williams‘ Album “Swing When You´re Winning” ist Swing und Big Band-Musik wieder absolut salonfähig – nicht nur für kulturbewusste Ü-50er. A propos 50: Die Sängerin Helen Schneider macht mittlerweile seit gut 50 Jahren Musik – man mag es kaum glauben. Die stimmgewaltige und vielseitige Schneider war und ist in allen Genres zu Hause. Bei Alfred Biolek sang sie einst „Sah ein Knab ein Röslein stehn“, in den 80ern trällerte sie mit Aerobic-Socken und Stirnband in der Dauerwell mehr...
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 Home Work for the Masses
CD-Kritik: Max Mutzke – Home Work Soul Gewinner von Casting-Shows haben‘s schwer. Nur selten werden sie als Musiker ernst genommen. Dabei haben Teilnehmer der Sendungen von Tausendsassa Stefan Raab noch die besten Chancen, sich zu beweisen. Max Mutzke war 2004 der große Hoffnungsträger für den Eurovision Song Contest. Mit der eher schnöden Soul-Ballade „Can´t Wait Until Tonight“ trat er seinerzeit in Istanbul an und schaffte es immerhin auf Platz 8.
Mit „Home Work Soul“ legt Mutzke sein mittlerweile viertes Studioalbum vor. Er kon mehr...
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 Seelenlose Retortenmucke oder unterhaltsame Tanzmusik
CD-Kritik: Taio Cruz – Rokstarr „Rokstarr“ – wer hier an den typsichen Gitarren-zerschlagenden, rauchenden und saufenden Rockstar mit zwei Mädels in jedem Arm denkt, der liegt falsch. Da ist Britney Spears in ihrem Video „I Love Rock´n´Roll“ deutlich mehr Rockstar als Taio Cruz auf seinem ganzen Album. Das soll jetzt nicht heißen, dass das Album schlecht ist. Für locker-leichten Sommer-R‘n‘B-Pop ist „Rokstarr“ genau richtig.
Wer die Singles „Break Your Heart“ und „Dynamite“ noch nicht im Ohr hat, der hat wohl im letzten ha mehr...
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 Neues Album nach sieben Jahren
CD-Kritik: Smokie – Take A Minute Nach sieben Jahren erscheint Smokies neues Album „Take A Minute“. Der Name dieses Album ist Programm. Die Lieder sollen zum Innehalten bewegen. Den Hörer erwartet Nachdenklichkeit, keine Musik für Eilige. Jedoch birgt diese Aufforderung auch Demut. Die Bitte um Zeit. Nicht viel. Eine Minute. Ruhig sinnieren Smokie über das Leben – verlorene Liebe und verlorene Momente. Mit rauchiger Stimme singt Frontmann Mike Craft von Beziehungen, die nicht funktionieren. Er verkündet Lebensweisheiten wie „Cha mehr...
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 Schwere Geburt
CD-Kritik: N*E*R*D – Nothing “Nothing“ war eine schwere Geburt. Vor zwei Jahren begann die Studioarbeit, die Aufnahmen gefielen aber nicht so recht. N*E*R*D und Mastermind Pharrell Williams begann also noch einmal von vorne und verschob den Veröffentlichungstermin nach hinten. Als nächstes konnte die Single “Hot-n-Fun“ mit Nelly Furtado in den USA nicht richtig punkten. Also warf man schnell die zweite Single “Hypnotize U“ in Zusammenarbeit mit Daft Punk hinterher. Doch wie schlägt sich das Album auf Gesamtlänge?
Der Ope mehr...
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 Guter Pop-Punk
CD-Kritik: Small Town Riot – Suicidal Lifestyle Schon im ersten Track begrüßen Small Town Riot uns mit zwei Dutzend „F*ck“. Okay, wir haben es verstanden: Small Twon Riot ist eine Punkband. Noch ein paar „Oi! Oi! Oi!“. Gut, der letzte Depp hat‘s auch gecheckt.
Wer diesen mehr als eindeutigen und aufdringlichen Einstieg übersteht ohne auszuschalten, wird feststellen, dass das Album der Band ansonsten ziemlich gut ist. Die folgenden Songs werden viel amerikanischer, schon fast poppig geht es nach „Fuck Str“ mit „„Take a ride““ und „„Radio““ mehr...
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 Klangwellenerlebnisse wie fallendes, durcheinander wirbelndes Herbstlaub
CD-Kritik: Francesco Tristano – Idiosynkrasia Idiosynkratisch bedeutet, man reagiert auf bestimmte Reize überempfindlich und ist ihnen gegenüber eher abgeneigt. Auf seinem dritten Solo-Album „Idiosynkrasia“ möchte sich der dreißigjährige luxemburgische Komponist und Pianist Francesco Tristano einer scheinbar unversöhnlichen Klangsprache zwischen Akustik und Elektro annähern. Künstlerisch zwischen Bassdrum, Elektronik und Piano-Avantgarde angesiedelt, komponiert er Musik im stimmungsvollen Spektrum von Club, Klassik, Jazz und Soul. Seine exp mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas mit gefühlvollen Männern
Schnellvorlauf: Badly Drawn Boy / Sea Wolf / The Strange Death Of Liberal England / Michael Bublé Diesmal mit Badly Drawn Boy – It’s What I’m Thinking (Part One: Photographing Snowflakes);Sea Wolf – White Water, White Bloom; The Strange Death Of Liberal England – Drown Your Heart Again; Michael Bublé – Crazy Love (Hollywood Edition). Viel Gefühl in männlichen Stimmen.
Badly Drawn Boy – It’s What I’m Thinking (Part One: Photographing Snowflakes)
Die Folk-Pop-Größe aus Manchester versucht es mit Größe: mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas mit Erfahrung
Schnellvorlauf: Elton John & Leon Russell / Ray Davies / Robert Plant / Johnny Clegg Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Elton John & Leon Russell – The Union; Ray Davies – See My Friends; Robert Plant – Band Of Joy; Johnny Clegg – Human. Alte Herren mit reichlich Erfahrung im Musikgeschäft.
Elton John & Leon Russell – The Union
Wie ein Treffen auf dem Olymp: Elton John verbündet si mehr...
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 Keine Engpässe im Supermarkt
CD-Kritik: James Blunt – Some Kind Of Trouble Wie sieht wohl der kreative Prozess zwischen zwei James Blunt-Alben aus? Hat der britische Schmusebarde einen inneren Füllstandanzeiger für Emotionen und Erlebnisse, und ab einer bestimmten Masse geht’s wieder zurück an die Gitarre? Wahrscheinlicher ist natürlich, dass der gute James nach einer bestimmten Zeit wieder von der Plattenfirma ans Studio gekettet wird. Und erst raus darf, wenn er weitere 40 Minuten Schmuse-Pop produziert hat. Egal, wie durchschaubar das Ergebnis ist.
Mit „Some Kind mehr...
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 Die volle Ladung zum 30. Geburtstag
CD-Kritik: New Model Army - Anthology Anlässlich des 30. Bandjubiläums der New Model Army erscheint mit „Anthology“ nun die ultimative Fan-Box. Diese enthält 2 CDs und 3 DVDs der englischen Kultband, deren Musik ebensoviele Genres – von (Post-)Punk über Folk bis Wave – wie Generationen von Rockfans maßgeblich beeinflusst hat.
Die beiden CDs enthalten zusammen 30 Songs von insgesamt 13 Alben aus 30 Jahren Bandgeschichte und wurden von Justin Sullivan und seinen aktuellen sowie ehemaligen Mitstreitern persönlich ausgewählt. Im Gege mehr...
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 Ein bisschen vom Besten
CD-Kritik: Culcha Candela – Das Beste Das Beste aus neun Jahren wollen Culcha Candela auf ihrem ersten Best Of präsentieren. Leider wird stattdessen eher wieder mal fraglich, wofür diese vielen Best-Of-Alben eigentlich gut sind. Die Culcha Candela-Mitglieder waren jedenfalls der Meinung, dass gemeinsam bereits so viele gute Lieder gemacht wurden, dass es locker für 20 „beste“ Titel reicht.
Unbestritten ist, dass die Berliner Band seit Veröffentlichung ihres ersten Albums 2004 einige sehr erfolgreiche Singles produziert hat. Dies mehr...
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 Weezys Lückenfüller
CD-Kritik: Lil Wayne – I Am Not A Human Being Seit Anfang des Jahres sitzt Lil Wayne aka Weezy aka der gehypteste Rapper seit Pac und Eminem wegen unerlaubten Waffenbesitzes im Knast. Damit er nicht so schnell in haftbedingte Vergessenheit gerät, hat er vor seinem Freiheitsstrafenantritt fleißig Musikvideos gedreht und neue Songs aufgenommen. Dreizehn dieser Songs gibt es auf seinem neuen, ursprünglich lediglich als EP konzipiertem, Album „I Am Not A Human Being“ zu hören. Nachdem das Vorgängerwerk „Rebirth“, welches ebenfalls dieses Jahr mehr...
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 Itzzz, itzzzz, itzzzz
CD-Kritik: The Temper Trap – Conditions Remixed Ach ja, die alte Frage. Darf man Remix-Alben überhaupt gut finden? Oder begeht man dann direkt Verrat? Zugegeben, eingefleischten Fans einer Band oder eines Künstlers darf man mit dem Großteil derartiger Produktionen zu recht nicht auf den Leib rücken. Dennoch: Zumindest reinhören ist erlaubt, erwünscht und kann ja schließlich auch den Horizont erweitern. Wie bei der vorliegenden Platte. Klar, es ist, sagen wir mal, keck – direkt nach dem Debut dasselbe neu mischen zu lassen. Aber die mittlerwei mehr...
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 Ausflug in die Vergangenheit
CD-Kritik: Soundgarden – Telephantasm „I Fell On Black Days“ röhrt Chris Cornell natürlich auch auf dem nächsten „Best Of“, genau wie auf dem letzten von 1997. Neues gab es bislang nicht. Nachdem Chris Cornell seitdem eher mit dem Audioslave-„Projekt“ in Verbindung gebracht wurde und mit dem vielbeachteten James Bond Titelsong „You Know My Name“ erneut sein Talent bewies, reifte bei ihm wohl die Entscheidung, es noch einmal mit Soundgarden zu probieren.
Nun findet sich auf der zwei-CD Version von „Telephantasm“ wenig Überraschend mehr...
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 Süßes oder Saures?
CD-Kritik: Helloween – 7 Sinners Halloween mag vorbei sein, doch Helloween stehen immer noch vor der Tür! Die so benannte Metalband hat mit „7 Sinners“ das mittlerweile 15. Studioalbum mitgebracht. Die fünf Herren machen Speed-Metal. Für den Zuhörer bedeutet das eine vielleicht ungewohnt hohe Musikgeschwindigkeit und wenige Pausen zum Durchatmen. Das Album behandelt, wie es der Titel schon sagt, das Thema der Sieben Todsünden. So steigt das Album mit „Where The Sinners Go“ auf der Suche nach den Sündern ein.
Das Temp mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas mit Beats
Schnellvorlauf: Fritz Kalkbrenner / Pony Pony Run Run / Aeroplane / Curry & Coco Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit Fritz Kalkbrenner – Here Today Gone Tomorrow; Pony Pony Run Run – You Need Pony Pony Run Run; Aeroplane – We Can’t Fly; Curry & Coco – Sex Is Fashion (EP). Beats. Womöglich aus den Eighties.
Fritz Kalkbrenner – Here Today Gone Tomorrow
Techno-Soul aus Berlin. Erst mehr...
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 Für Loungebesitzer und Genießer
CD-Kritik: Fat Freddys Drop – Live at Roundhouse Was Fat Freddys Drop auf diesem Album zu bieten haben, ist nichts für Ungeduldige. Sechs Songs füllen die 80 Minuten fast vollständig aus. Musikalisch ist es eine Mischung aus Jazz, Funk, Blues, Dub, die zusammen einen originellen, unverkennbaren Sound kreieren.
Bereits nach den ersten Takten des Openers „The Camel“ fühlt man den aufsteigenden Vibe, der den gesamten Körper in Bewegung versetzt. Und in Bewegung bleibt man die gesamten 13 Minuten lang. Langweilig wird es dabei nicht. Während „T mehr...
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 Mehr Spaß mit Phil
DVD-Kritik: Phil Collins – Going Back: Live At Roseland Ballroom, NYC Die ersten Takte einer swingenden Rhythm & Blues-Nummer erklingen, das Licht auf der kleinen, halbrunden Bühne des Roseland Ballroom in New York geht an, die Band wird sichtbar – die Damen in blauen Kleidern, die Herren in blauen Jacketts, platziert hinter kleinen Aufstellern mit den Initialen des Stars des Abends: „PC“. Stilecht erklingt aber zunächst die Stimme des MC, des „Master of Ceremonies“ über der Musik. Das Publikum wird gebeten, den Gastgeber zu begrüßen: Phil Collins. Und ohne mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas mit Spanisch
Schnellvorlauf: The Drapers / Enrique Iglesias / Panteón Rococó / Pacha Ibiza Flower Power by Piti Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit The Drapers – We No Speak Americano; Enrique Iglesias – Euphoria; Panteon Rococó – Ejército De Paz; Various Artists – Pacha Ibiza Flower Power by Piti. Elektro-Swing, TexMex-Rock, Latin-Ska und jede Menge Oldies. Immer irgendwie mit Spanisch.
The Drapers – We No Speak Am mehr...
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 I Can’t See Myself At Thirty
CD-Kritik: R.E.M. – Murmur (Deluxe Edition) & Reckoning (Deluxe Edition) Gerade erst haben R.E.M. den Titel ihres 15. Studioalbums bekanntgegeben. Das Werk namens "Collapse Into Now" soll im Frühjahr 2011 erscheinen und ähnlich frisch klingen wie sein Vorgänger "Accelerate" aus dem Jahr 2008. Über "Accelerate" hatte sich die Musikwelt sehr gefreut: Endlich rockten R.E.M. wieder so wie früher. Doch Hand aufs Herz: Wer hört schon die frühen R.E.M.? Man muss dazu inzwischen schon recht weit in die Vergangenheit zurückblicken. Vor 30 Jahren wurde die Band gegründet, vor mehr...
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 Auf den Spuren armenischer Musik
CD-Kritik: Jan Garbarek & the Hilliard Ensemble – Officium Novum Wenn David James, Rogers Covey-Crump, Steven Harrold und Gordon Jones singen, füllen ihre Simmen ganze Kathedralen und die Herzen ihrer ergriffen lauschenden Zuhörer. Sie sind das Hilliard Ensemble. Unstrittig eine der besten Vokalgruppen der Welt. Sie arbeiten mit Jan Garbarek – am Saxophon ist eine Klasse für sich – schon zum dritten Mal zusammen.
Officium Novum zeugt von der Tradition, in der sich die Hilliards bewegen – alte Kirchenmusik soll für die heutige Zeit wieder zu einem Hörerlebn mehr...
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 Das 6. Siegel
CD-Kritik: Seal – Commitment Mit „Commitment“ hat der Sänger mit der Samtstimme eines seiner persönlichsten Alben herausgebracht. Die musikalische Struktur der CD erinnert an Konzeptalben, wie sie von Gruppen wie Pink Floyd oder Genesis herausgebracht wurden. Nur leiser, denn es fehlt an deren instrumentaler Dimension. Zurecht: Seal ist eine Stimme. Nicht nur eine, Seal ist die Stimme. Ein Vokalist höchster Perfektion, der mit seinem Timbre wahrscheinlich auch eine Bahnhofsdurchsage zu einem ästhetischen Genus mehr...
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 Unter ferner liefen...
CD-Kritik: Young Guns – All Our Kings Are Dead 2009 haben die Leser der englischen Magazine „Rock Sound“ und „Kerrang!“ abgestimmt, und siehe da: Die Young Guns aus High Wycombe holten sich die Titel „Best British Newcomer“ und „Best New Band“. Mit ihrem Debut-Album „All Our Kings Are Dead“ liefern sie unter ihrem eigenen Label nun ein geradliniges Stück Alternative Rock ab.
Geradlinig und nicht sehr abwechslungsreich. Besonders gitarrentechnisch könnte es hier ein wenig differenzierter sein. Denn so einige der insgesamt zwölf Titel plus mehr...
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 Schnellvorlauf: Irgendwas mit Folk & Singer/Songwritern
Schnellvorlauf: Timber Timbre / Tim Robbins and the Rogues Gallery Band / Lisbee Stainton / Lena Malmborg Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diesmal mit selbstbetitelten Platten von Timber Timbre und Tim Robbins and the Rogues Gallery Band; Lisbee Stainton – Girl On An Unmade Bed und Lena Malmborg – Paris To Berlin. Alles, was das Herz begehrt, sofern es nichts anderes als Folk, Country und Singer/Songwriter begehrt.
Tim mehr...
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 Die Unvollendete?
CD-Kritik: Serj Tankian – Imperfect Harmonies Sodass es knallt: Anlage voll aufdrehen und den ersten Titel starten. Serj Tankian fährt erstmal alles auf, was kracht. Mit dem Album-Opener „Disowned Inc.“ bahnt sich eine dichte rock-orchestrale Klangwand den Weg in die Ohrmuschel. Nach einigen Sekunden wird es schlagartig ruhiger. Elektronische Beats, Piano-Motive und satte Streicherklänge überwiegen. Natürlich ist auch Tankians Gesang, ebenso feinfühlig wie kraftvoll, nicht zu vergessen.
Der Sänger von System of a Down, die sich auf unbes mehr...
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 Weniger ist mehr
CD-Kritik: Placebo – Battle for the Sun (Redux Edition) Seit April diesen Jahres hatten Placebo Fans wieder ein Lächeln im Gesicht. Die Band brachte ihr neues Werk „Battle for the sun“ auf den Markt, die erste Single-Auskopplung folgte prompt. „For What It's Worth“ begeistert die Fans seit dem 20. April. Denn der langhaarige Frontmann Brian Molko stellte im Videoclip dar, was passiert, wenn sich Stereotypen auflösen.
Zumindest die personifizierten. Musikalisch enthält der Song dagegen die bekannten Merkmale des englischen Trios, einzige Änderung mehr...
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 Klingt beknackt. Ist es auch.
CD-Kritik: Trip Fontaine – Lambada Lambada ist ein Paartanz, der aus Brasilien stammt. Es handelt sich um eine Kombination der Tänze Merengue und Carimbó. Der Lambada verursachte einen kurzen aber heftigen Run auf die Tanzstudios unserer Nation, brachte Mitteleuropa den String-Tanga näher und der Band Kaoma einen Sommer an der Spitze aller Charts. Das war es dann. Geblieben ist der Tanga, vergessen wurden Tanz, Song und Band – es sei denn, Hugo Egon Balder hat seine Finger im Spiel.
Doch Rettung naht. Zumindest Freunden der ge mehr...
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 Herbstliche Melancholie
CD-Kritik: Prince of Assyria - Missing Note “Missing Note” ist das Erstlingswerk von Ninos Dhaka alias „Prince of Assyria“. Es ist sicherlich kein Gute-Laune-Party-Album, dafür aber genau der richtige Soundtrack für den Herbst, geht es doch um Vergänglichkeit.
Dabei überzeugt Dhaka durchweg mit authentischen, tiefsinnigen Texten, variantenreichen Melodien und einer Vielfalt an Instrumenten, die nie überladen wirkt. Das Album vermittelt mit jedem Song eine Melancholie, die tatsächlich in andere Welten entführt. Weit abseits von den übl mehr...
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 Apply Some Pressure, Please
CD-Kritik: Paul Smith – Margins Als Maximo Park sich als Band formierten, fehlte zuletzt noch ein Sänger. Der Legende nach hatten sie den an einem Karaoke-Abend gefunden und luden ihn zur Probe ein. Ohne zu wissen, ob er denn eigentlich richtig singen könnte – aber im Anzug auf der Bühne rumspringen und Party machen, das konnte er auf jeden Fall, und das war für die Band aus Newcastle noch viel wichtiger. Scheinbar stellte die stimmliche Leistung dann doch sowohl die Kollegen als auch die Zuhörerschaft zufrieden. 2005 wurden M mehr...
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 Gorillas im Nebel der Achtziger
CD-Kritik: Mark Ronson & The Business Intl – Record Collection So ganz klar ist es nie, wieviel Macht ein Musikproduzent hat. Ist er nur der Tontechniker für den echten Künstler oder doch das Genie hinter dem talentfreien Pop-Sternchen? Und wann wird ein Produzent selbst zum Star? Zum Beispiel so einer wie Mark Ronson, hauptberuflich Bändiger von Amy Winehouse. Der Brite, den es längst ins coole (und massentaugliche) New York verschlagen hat, hat sein Möglichstes getan, um den Sixties-Sound in die Gegenwart zu implantieren. Als er eine Platte für die Kaiser mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Mogwai / Brian Eno with Jon Hopkins & Leo Abrahams / Yann Tiersen / Bachar Mar-Khalifé Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Mogwai – Special Moves / Burning; Brian Eno with Jon Hopkins & Leo Abrahams – Small Craft On A Milk Sea; Yann Tiersen – Dust Lane; Bachar Mar-Khalifé – Oil Slick. Post-Rock, Ambient, Avantgarde.
Mogwai – Special Moves / Burning
Erste Live-Platte der schottisch mehr...
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 Sex, Drugs & Classical Music
DVD-Kritik: Emerson, Lake & Palmer – Pictures At An Exphibition (Special Edition DVD) Klassische Musik kann soviel Spaß machen. Das wissen auch viele Musiklehrer, die händeringend nach Beispielen suchen, mit denen man desinteressierte Schüler zum Staunen bringen kann. Möglicherweise landet man bei den „Bildern einer Ausstellung“, die Modest Mussorgski 1874 für ein Orchester in Noten umgewandelt hat. Die einzelnen Stücke vertonen den Gang durch ein Museum sowie eine Reihe von Gemälden und Zeichnungen des Künstlers Viktor Hartmann; die meisten Motive sind heute allerdings verscholl mehr...
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 Regenbogen und Zuckerwatte
CD-Kritik: The Magic Numbers – The Runaway Sie klingen wie The Mamas & The Papas, die vor fast 40 Jahren das "California Dreamin‘" besangen. Die Magic Numbers zelebrieren mit ihrem dritten Album "The Runaway" Harmonie pur. Ihre Musik klingt wie auf Wolken schwebend, umgeben von einem schillernden Regenbogen. Und wenn dann noch ein paar Streicher dazu kommen, hängt der Himmel voller Geigen. Die Magic Numbers sind leicht, schwebend, weit weg und süß wie Zuckerwatte. Und die Botschaft scheint simpel zu sein: "Peace for all"! Warum sich groß mehr...
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 Reanimationsversuch.
Plattentest: The Jim Jones Revue – Burning Your House Down (Wieder-)Belebung des Rock´n Roll: Treffender lässt sich die Motivation, die der Produktion der neuen Platte von The Jim Jones Revue zugrunde liegt, nicht beschreiben. In den letzten paar Jahren hat es die Band geschafft, sich aus verrauchten Londoner Kneipen an die sichtbare Oberfläche der britischen Musikszene zu spielen. Nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung ihrer Fans und bekannter Radio-DJs wie Marc Riley, Gideon Coe, Mark Lammar und John Kennedy.
Mit „Burning Your House Down mehr...
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 Ende gut?
CD-Kritik: Guitarshop Asshole – Olympus Mons Und es geht doch! Mit ihrem neuen Album „Olympus Mons“ präsentieren Guitarshop Asshole eine Mischung aus melodischem Dicke-Eier-Rock und rotzigem Punk. Danny (guitar, vox), Holger (guitar), Gregor (Bass) und Thomas (drums) hatten sich für die Produktion in einem Tonstudio mitten im Herzen von St. Pauli eingeschlossen. Das Ergebnis erfreut überwiegend, vor allem die Fans des klassischen Drei-Akkord-Sounds. „Olympus Mons“ ist gegenüber dem Vorgänger „The Cheapest Pick“ um einiges punkiger ausgefa mehr...
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 Sympathischer Deutschrock mit netten Texten
CD-Kritik: Kleinstadthelden – Osterholz-Scharmbeck Deutschrock hat sich längst zu einem eigenen Genre gemausert, das die Charts fest im Griff hat. Nur wenige Bands schaffen es hier ganz nach oben, aber viele weitere sind auf den Bühnen des Landes zu Hause und lassen da ihrer Spiellust freien Lauf.
Kleinstadthelden passen perfekt in diese Schublade: eingängiger Gitarrenrock, Songs, die schnell ins Ohr gehen und Geschichten, mit denen sich jeder ein bisschen identifizieren kann. Schon der erste Titel "Rennen" fesselt mit viel Leidenschaft und G mehr...
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 Pop-Metal
CD-Kritik: Volbeat - Beyond Hell / Above Heaven Ein Geheimtipp sind Volbeat aus Kopenhagen schon lange nicht mehr. Ihre bisherigen Alben wurden von Fans und Kritikern äußerst begeistert aufgenommen. Auf etlichen Musikfestivals präsentierten sich die Dänen als mitreißender Live-Act und Publikumsmagnet. In ihrer Heimat sind sie mittlerweile Superstars – fest im Mainstream verankert. Ihre ersten drei Werke erreichten dort alle Goldstatus. Die Musik von Volbeat kann man als Mischung aus Hardrock, Punkrock, Metal, Psychobilly und Country mit einem mehr...
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 "She is naked and sweet"
CD-Kritik: Timo Räisänen – The Anatomy Of Timo Räisänen Der schwedisch-finnisch-indische Songwriter Timo Räisänen serviert uns mit seiner Anatomie bereits das fünfte Stück seines Innenlebens. Obgleich er in Deutschland dieser Tage gerade erst seinen ersten Auftritt hatte (auf dem Reeperbahn-Festival in Hamburg), ist er im noch höheren Norden bereits in aller Munde.
Statt atemlosem Herzschlag, pulsierendem Blut, kontraktierenden Muskeln und anderem innerkörperlichen Geräuschgewirr schallt dem Hörer nach Betätigung der Play-Taste eine musikalisch mehr...
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 Aus Forschung und Technik
CD-Kritik: Röyksopp – Senior Ganz so alt sind sie zwar noch nicht, und „Senior“ ist erst ihr viertes Studioalbum. Trotzdem können Röyksopp auf den Außenstehenden wie die Senioren der Elektro-Szene wirken. Durch die Videoclips zu „Eple“ und „Remind Me“ ist der ungewöhnliche skandinavische Name einem breiteren Publikum bekannt geworden, Röyksopp sind eine Größe des Genres.
Alt geworden oder nicht, mit „Senior“ geht das Duo es etwas ruhiger an. Das Komplementär-Album zu „Junior“ aus dem Jahr 2009 wird als dessen „zurückgebl mehr...
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 Keiner ist vor Garretts Geige sicher
CD-Kritik: David Garrett – Rock Symphonies Leise brodelt ein Orchester vor sich hin, irgendwo beginnt gerade ein Film über den Weltuntergang. Dann wird plötzlich eine Melodie kratzig in den Raum gefiedelt – „Smells Like Teen Spirit“. Ein Mann betritt den Laufsteg. Schulterlange blonde Haare, Drei-Tage-Bart, Grunge-Blick. Ist Kurt Cobain von den Toten auferstanden, hat seine Seele jedoch für die Geige des Teufels verkauft?
Nein, bei weitem nicht. David Garrett, Star-Violinist und männliches Model, macht sich neuerdings an Rock-Klassike mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Simon Lynge / Féloche / Irie Révoltés / Rolando Villazón Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Simon Lynge – The Future; Feloche – La Vie Cajun; Irie Révoltés – Mouvement Mondial; Rolando Villazon – México!. Von Grönland bis nach London Town, vom Pariser banlieu bis nach New Orleans, von der Mult-Kulti-Bühne hin zur Multi-Kulti-Bewegung und aus dem Opernsaal nach Mexiko!
mehr...
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 Routinierter Genre-Mix
CD-Kritik: Sheryl Crow – 100 Miles from Memphis Vor zwei Jahren überraschte Sheryl Crow mit ihrem Album Detours sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Die Songs wirkten frisch und echt, erzählten persönliche und spannende Geschichten.
Mit "100 Miles from Memphis" scheint Sheryl Crow daran anschließen zu wollen. Wieder springt sie musikalisch durch die verschiedensten Genres, bemüht Gastsänger und setzt reichlich Brimborium ein, um die Songs in Szene zu setze mehr...
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 Indie-Rock aus der Retorte
CD-Kritik: Thieves & Villains – South America "Für alle, die Vampire Weekend, Weezer & Gaslight Anthem hören." Wenn man so für sich wirbt, muss man mit einem Vergleich rechnen. Und als Frischling in der riesigen Indie-Rock-Szene zieht man da schnell mal den Kürzeren, hüpft doch das Herz des Indie-Fans vor lauter Vorfreude, endlich mal wieder eine tolle Entdeckung im Indie-Dschungel zu machen. Die eingangs erwähnte Ankündigung lässt nämlich auf etwas Besonderes, etwas Neues hoffen. Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn man auf simplen mehr...
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 Wegbegleiter.
Plattentest: Smooth – The Parade Momente der Erkenntnis – dafür stellt diese Platte, die vierte Veröffentlichung des französischen Trios Smooth, den angemessenen Soundtrack dar. Genauso, wie alte Erfahrungen in neuen Gewissheiten aufgehen können, gehen Streicher mit Orgeln und Drums in einer wunderbaren Synthese auf. Die Verbindungen zwischen verschiedenen Klangelementen, wie elektronischen Tönen und streichenden Arrangements, sind gekennzeichnet durch einen stetigen Wechsel von Auflösung und Re-Integration. Dies ist möglich, w mehr...
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 Unkonvetionell.
CD-Kritik: The Happy End – Sounds of Jericho Sie gehen mit der Zeit: The Happy End verbreiteten ihr Album „Echoes of Jericho“ zunächst in Form von Codes für einen Download. Diese wurden auf T-Shirts gedruckt, die man sich über die Homepage der Band oder auf Konzerten kaufen konnte. Nun ist die Platte auch silbern und hat ein Loch.
Der mysteriöse Titel ist gleichsam der musikalische rote Faden dieses Werkes. Parallel zu seiner Rätselhaftigkeit offenbart sich der Sound als äußerst geheimnisvoll. Der Opener „Polarbear“ rollt einen Klangtep mehr...
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 Heldentum und Rente
CD-Kritik: Orchestral Manoeuvres in the Dark – History Of Modern Zwei Männer mittleren Alters schreiten aufeinander zu, geben sich die Hand. Dann bricht der Ausdruckstanz los. Es sind schöne Bilder: Scheinbar mühelose Choreographien holen Orchestral Manoeuvres in the Dark zurück an die Oberfläche der Popmusik. Wo sie hingehören.
Ganze vierzehn Jahre sind seit der letzten Studioplatte "Universal" nun vergangen. Geht man zurück zu dem Punkt, der die Band noch in voller Besetzung sah, ist es sogar weit länger. Jedenfalls genug Zeit für Solo-Aktivitäten – Andy mehr...
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 Größer als alles auf einmal
CD-Kritik: Erdmöbel - Krokus Alles ist alles ist alles, das verraten Wir Sind Helden momentan der deutschen Musikszene. Das ganz große Gefühl, sollte für jedermann was dabei sein. Aber wenn man „Alles“ sagt, über was genau redet man dann eigentlich? Rosen, Ochsen, Holz? Turmalin, Krepp? Petersilie, Seife, Feldspat, Nickel, Pferdehaar, Benzin? „Alles“ beinhaltet ziemlich viel, und all das wird man irgendwo in der Welt wiederfinden. Ein geübter Beobachter kann da viel entdecken: „Morgenrot über den Kaminen, Butterbrotp mehr...
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 Heidenspaß mit Nick
CD-Kritik: Grinderman – Grinderman 2 Ein einsamer Wolf in einem unerträglich stilvollen Marmor-Badezimmer – ist das die neue Grinderman-Platte? Tatsächlich, man wird mit den Worten „I woke up this morning / I thought what am I doing here“ begrüßt. Der große böse Wolf, der plötzlich im piekfeinen Haus der Schafherde aufwacht – da kann man auf einiges gefasst sein. Das große Massaker bleibt zwar aus, dafür wird aber einiges zerpflückt, was den Schafen heilig war. Also alles genau so, wie man es von Grinderman – Nick Cave und drei sei mehr...
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 Sonnenschein und Regen
CD-Kritik: Rooney – Eureka Rooney? Richtig, da war irgendwas mit der Sonnenschein-und-Regenserie „O.C. California“. Drei Jahre ist es her, seit Rooneys Song „When Did Your Heart Go Missing“ im Serien-Soundtrack und in den Charts verweilte. Jetzt versucht die Band um Robert Schwartzman auf ihrem neuen Album, mit ähnlicher Gute-Laune-Musik an den Erfolg anzuschließen.
Gute-Laune-Musik ist es jedenfalls geworden. Musikalisch lehnen Rooney sich an längst vergangene Zeiten der Sixties und Seventies an. Einige nette Riffs m mehr...
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 Spaß mit Phil
CD-Kritik: Phil Collins – Going Back Phil Collins, ein rotes Tuch für den coolen Hörer von heute. Begeisterung wird man für den Schmusebarden wohl kaum noch wecken können. Seine Karriere steckt schon seit längerem in einer Sackgasse: 2007 eine Reunion-Tour mit seiner alten Band Genesis. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Drumsticks schon fast an den Nagel gehängt und sich nur noch um das Musical zu Disneys „Tarzan“ gekümmert. 2004 hatte er nämlich das Ende seiner Solo-Karriere ausgerufen und seine Pop-Hits ein letztes Mal für die „Fi mehr...
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 Linkin Park Will Fix You
CD-Kritik: Linkin Park – A Thousand Suns How I learned to stop worrying about commercial success and love Coldplay – den Satz muss man erstmal sacken lassen. Reden wir währenddessen über Linkin Park und den Film „Dr. Strangelove“. Filmkenner haben dessen Untertitel auch in der oben verwendeten Abwandlung ohne Probleme erkannt. Ursprünglich ging’s in diesem Titel ja um die Atombombe, und dieses Thema hat aktuell auch Linkin Park gepackt. Die Bombe lieben gelernt haben sie natürlich nicht, das Album „A Thousand Suns“ ist eher von mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Micah P. Hinson / Eels / Seth Lakeman / OST: Yo, Tambien Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Micah P. Hinson and the “Pioneer Saboteurs”; Eels – Tomorrow Morning; Seth Lakeman – Hearts & Minds; Various Artists – Yo, Tambien (Soundtrack). Alternativer Country, experimenteller Indie-Pop, englischer Folk sowie überwiegend spanischer Indie-Pop zu einem spanischen Wohlfühl-Film.
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 Heimelige Herbst-Winter-Melancholie
CD-Kritik: Interpol - Interpol Die Tage werden wieder kürzer, wer Pech hat, verfällt schon in Herbst-Winter-Depression. Mit etwas Glück landet man dagegen in herzerwärmender Melancholie: Die Tage werden schließlich jedes Jahr wieder kürzer. Bunte Blätter fallen von den Bäumen, im nächsten Frühling wachsen sie wieder nach. Egal, wieviel sich um einen herum ändert, darauf ist Verlass.
Ganz ähnlich ist das mit Interpol. Die Band aus New York bewegt sich seit der ersten Platte in einem gut eingezäunten Klangkosmos. Selbst die mehr...
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 Flamingo, flieg mit mir in die Sonne
CD-Kritik: Brandon Flowers - Flamingo Warum heißt der „Hit“ im Deutschen eigentlich „Schlager“ und nicht „Treffer“? Wie dem auch sei: Hit-Musik mag jeder gern, denn nur was jeder mag, ist auch ein Hit. Brandon Flowers macht zum Beispiel Hit-Musik. Wer bei seinem Namen erstmal ins Grübeln kommt, erhält einen Tipp: Es geht um den Frontmann der amerikanischen Rock-Band „The Killers“. Die hatte sich in den letzten Jahren zuerst jede Menge Fans erspielt, dann kam mit „Human“ der Sprung in den Mainstream-Olymp. Synthie-Pop vom Feinsten un mehr...
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 Einfach wieder 14 sein…
CD-Kritik: Summer Camp – Young EP Es ist nicht ganz einfach, etwas über die Londoner Band „Summer Camp“ herauszufinden. Ihre MySpace-Seite ist eher mit pragmatischen Informationen gespickt, und mit ihrer EP „Young“ pressen Elizabeth Sankey und Jeremy Warmsley auch zum ersten Mal ihre Musik auf eine Scheibe. Diese sechs Songs sorgen jedoch für die leise Vorahnung, dass dieses Nicht-Wissen bald unweigerlich der Vergangenheit angehören muss.
Stichwort Vergangenheit: Um an die „Gute Alte Zeit“ zurückzudenken, ist bekanntlich nic mehr...
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 Tanzen bis nach Mexiko
CD-Kritik: This Is The Arrival – Mexico Ganz angekommen sind sie vielleicht noch nicht, ein guter Anfang ist es aber auf jeden Fall. Die Münchner Band „This is the Arrival“, 2008 entstanden, legt gerade ihr Debüt-Album vor. Guter, tanzfähiger Indiepop – was will man mehr?
Die vier Jungs haben ihr Debüt „Mexico“ genannt. „Mexico“ deshalb, weil es als ein unbestimmtes Ziel dient, als ein Auswegsland. „Wie Australien also, nur ohne Hochglanz, und ohne Garantie, Gold und Glück tatsächlich auch zu finden“, so die Erklärung der Promo-Fi mehr...
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 Elektro-Pop für Zwischendurch
CD-Kritik: The Ghost – War Kids Schlagzeug-Riff, Hookline. Wie einst „Seven Nation Army“ tönt „Something New“ aus den Boxen – jedenfalls bis der Synthie einsetzt. Danach folgt aber nichts Besonderes mehr. Das Duo The Ghost bringt in seinem Erstlingswerk gute Hausmannskost. Angenehm und, leider, einfach nur nett.
„City Lights“ liefert Tanzbares, der Sänger bringt mit seiner Stimme den heitren Synthiepop gekonnt zur Geltung. Gute-Laune-Musik, leider aber ohne Ohrwurmcharakter. Mal geht es etwas schneller vonstatten, wie beim mehr...
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 Geheimtipp für Heimatlose und Daheimgebliebene
CD-Kritik: Robert Carl Blank – Last Time I Saw Dave Es gefällt, was Blank hier abliefert. Das zweite Album des Frankfurter Songwriters ist melodisch ansprechend, seine Texte tiefgründig. Mal ergänzt eine leise, leicht sphärische E-Gitarre die voluminöse, sehnsuchtsgeschwängerte Stimme, zum Beispiel bei „Times Like These“ - when you are in the freeze. Mal prescht eine schnelle Riffcombo wie „Eventually“ vor, dann folgt ruhige Nachdenklichkeit.
Die Ideen- und Stimmungswechsel zwischen den Liedern sind frappierend. Gerade noch intensive S mehr...
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 Afrotronic aus den Fjorden
CD-Kritik: Casiokids – Topp stemning på lokal bar Norwegen: viel Land, viel Öl, wenig Menschen – und Black Metal. Soviel zum Klischee. Dass aus dem schönen Land der Fjorde auch ganz hervorragende Popmusik kommt, weiß der Rest der Welt spätestens seit Röyksopp, seit Erlend Øye und seinen Kings of Convenience sowie seit Whitest Boy Alive. Genau aus Herr Øyes Heimatstadt, nämlich Bergen, kommen auch die Casiokids. Im Kern eine Gruppe von fünf Jungs, die gerne wilde Musikstil-Mischungen zusammenfrickeln. Sie sind dabei aber keinesfalls „exklusiv“. mehr...
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 Samt und Seide - musikalisches Geschmeide
CD-Kritik: Alin Coen Band – Wer bist Du? Diese Stimme lullt dich mit den ersten Takten ein, verpackt dein Gemüt in ein warmes, samtiges Seidengefühl, schwer und leicht zugleich. Jedes Vorurteil gegenüber deutschen Songwriterinnen verfliegt, wenn Du diesem einfühlsamen, einfachen Klang nur wenige Sekunden lauschst. Alin Coen produziert mit ihren Stimmbändern scheinbar mühelos eine einmalige Harmonie, sodass man von ihrer Platte „Wer bist Du?“ nicht genug bekommen kann.
Statt mit schwerem Orchester und pompösem, weit ausholendem Gesa mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Chau Chat / Grasscut / Andreas Akwara / B-Ebene Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Chau Chat – Le Debut; Grasscut – 1 Inch / ½ Mile; Andreas Akwara – Erwachet; B-Ebene – Rückwärts Weltrekord. Avantgarde-Pop, Electronica-Pop, Ambient-Wabern und zur Entspannung ein wenig Soul-Pop.
Chau Chat – Le Debut
Durchdachter Piano-Pop aus Deutschland. Sä mehr...
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 Keine Angst vor Experimenten.
CD-Kritik: The Sonic Boom Foundation - Bad News Always Good News Schlechte Nachrichten sind gleichzeitig auch immer gute Nachrichten, das weiß schon der Volksmund. Als Werbung ist schließlich jede Nachricht eine gute Nachricht. Bei The Sonic Boom Foundation ist das ähnlich. Egal, was der Input war, zum Schluss blieb nur eine Platte wie eine Glücksmeldung über.
„Offenheit“ ist das Stichwort, mit dem sich der rote Faden dieser Platte am besten beschreiben lässt. Der Opener „Wasted“ zeigt, wozu offenherzige Musiker fähig sein können: Sie trauen sich, mehr...
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 Abgeliefert
CD-Kritik: !!! – Strange Weather, Isn’t it? Sie sind ja nun schon so etwas wie Elder Statesmen im Game des Dance-Punk. Seit Mitte der 1990er sind !!! (ausgesprochen als eine Folge gleicher Laute, meist: chk chk chk) aktiv, vor sieben Jahren starteten sie mit „Me and Giuliani Down by the School Yard (A True Story)“ so richtig durch. Punk-Attitüde, Prog-Gitarren, House-Beats, eine Prise Funk, dazu Kuhglocken und ab dafür! Auch heute noch.
!!! zeigen auf ihrem vierten Longplayer gewohnte Qualitäten und beschreiten den eingeschlagen mehr...
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 "Here’s our last hurrah" – Auf 25 Jahre Kaugummi-Pop
CD-Kritik: a-ha - 25 25 Jahre Bandgeschichte, das entspricht schon mal leicht 50 Menschenjahren. So auch bei den norwegischen Poppern a-ha, wie sich bei der aktuellen und abschließenden Werkschau „25“ heraushören lässt. In der Jugend rebelliert man noch im ungestümen „Take on me“ und pubertiert im pathetischen „Crying in the Rain“. In der zweiten Lebenshälfte dann die Erkenntnis: „Summer moved on“. Und letztlich endet man im Altersruhesitz am „Foot of the Mountain“.
Das klingt nach der puren Epik, wie sie eine üb mehr...
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 Durch sieben Symphonien musst du gehn
CD-Kritik: Apocalyptica – 7th Symphony Metallica-Klassiker, neu vertont durch ein Cello-Quartett. Was wie ein einmaliger Witz hätte klingen können, eroberte in Form von Apocalyptica die Metal-Szene im Sturm. Düster und vehement schafften es die finnische Gruppe, sich eine Nische zwischen harten Gitarren und schreienden Frontmännern einzurichten. Und da man nicht ewig Metallica nachrennen konnte und wollte, entwickelten sich Apocalyptica weiter. Zunächst durch offensichtliche Cover anderer Szene-Größen, dann zunehmend durch eigene Kom mehr...
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 Die Studio-Version zum Festival
CD-Kritik: Various Artists – Melt! Compilation 6 Vor kurzer Zeit noch flossen die Besucher des 13. Melt!-Festivals in der Hitze dahin und schwitzten zu wummernden Bässen aus allen Poren (wir berichteten). Jetzt steht der dazugehörige Sampler in den Plattenläden und bietet die Gelegenheit, bei gemäßigteren Temperaturen eine kleine Auswahl der Festival-Acts zu genießen.
Die Auswahl scheint dabei – wie bei Samplern üblich – eher willkürlich. Wer auf Live-Mitschnitte für das mehr...
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 New Wave aus Belgien
CD-Kritik: Customs – Enter the Characters Editors, Interpol, White Lies – unwillkürlich denkt man an düstere Klänge mit einer Mischung aus Synthies und Gitarren. Indie trifft auf New Wave. Musik wie aus den 80ern. Immer wieder werden Vergleiche gezogen. So große Namen wie Joy Divison oder New Order werden genannt. Der gute alte Sound ist wieder "in", doch sich aus der Masse dieser neue Welle hervorzuheben, ist gar nicht so einfach.
Customs sind der belgische Beitrag zum New-Wave-Revival. Auch hier werden 80er-Jahre-Musik-Kenner schne mehr...
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 Die One-Hit-Wonder melden sich zum Resümee
CD-Kritik: The Dandy Warhols – Best Of The Capitol Years 1995 -2007 Zugegeben. Diese CD überrascht mich etwas. Ein “Best Of” der Dandy Warhols? War das nicht diese One-Hit-Wonder Band mit dem Lied aus der Reklame für Telefone? Oder für Jeans, oder so? Wie hieß das noch. Achja, “Bohemian Like You”.
Aber es wäre sehr unfair, die Burschen aus Oregon nur auf einen einzigen Song zu reduzieren. Immerhin haben die Dandys mit „We Used to Be Friends“ und "Solid" die Titellieder zu den TV-Serien „Veronica Mars“ und „American Campus“ beigesteuert und so ein Millionenpu mehr...
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 Hoffentlich geht die Sonne bald unter
CD-Kritik: Jennie Abrahamson – While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright Mit einem lauten, schrillen und überraschenden “Ahhhh Ahhhh” begrüßt Jennie Abrahamson den Hörer auf ihrer neuen CD. Für dieses zweite Album war die schwedische Sängerin laut der Pressemitteilung ihres Labels lange Zeit in New York, um nach einer anstrengenden Zeit den Kopf wieder frei zu kriegen. Dort in der lärmenden Großstadt soll sie sich motiviert und frei gefühlt haben. Sie konnte wieder Kraft schöpfen, um ein „helles, farbenfrohes Album“ zu schaffen. Das sei ihr einwandfrei gelungen, und mehr...
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 Can't read my Polkaface
CD-Kritik: Polkaholix – Polkaface Wie bitte? Eine Polkaplatte? Jawohl, lieber Leser. Eine Polkaplatte. Und zwar eine bemerkenswerte Polkaplatte, von einer bemerkenswerten Gruppe.
Die acht Musiker der Polkaholix haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Polka gehörig den Staub aus den Notenblättern zu klopfen. Mit einer Frischzellenkur aus Punk, Ska und Rock´n Roll-Elementen wird der böhmischen Zweitaktmusik ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht, dass es nur so raucht. Ob einem die Polka wirklich zusagt ist natürlich eine Frage mehr...
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 Gar nicht mal so schlecht – für Punkrock
CD-Kritik: The Rabble – The Battle‘s Almost Over Rotz, Brüll, Tritt – Melodic Punk.
Möchte man eigentlich noch mehr über die drei Neuseeländer von The Rabble schreiben? Ihr zweites Album, “The Battle’s Almost over”, liefert genau das, was man erwartet: Drei Akkorde, kräftige Melodien und viel “Hey-Ho”. Mitsingen und mitpogen wird verlangt.
Das Ganze klingt dabei gar nicht so eintönig, wie man vermuten mag. Es bleibt abwechslungsreich – im gegebenen Rahmen. Gelegentlich gibt es auch ruhigere Stücke, der massive Sound bleibt aber durchgän mehr...
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 Wer wagt, gewinnt.
CD-Kritik: PVT – Church With No Magic Steve Becket, Gründer des „Warp Records“-Labels, hat 2008 einen Schuss ins Blaue gewagt. Er verpflichtete eine unbekannte Combo aus Sydney aufgrund ihres hervorragenden ersten Albums. „Oh Soundtrack My Heart“ – eine brodelnde Instrumentalmischung aus Post-Punk-Gitarren, brutalen Drums und basslastigen Elektronika.
Er sollte es nicht bereuen. Denn PVT sind äußerst eifrige Musiker und standen bereits nach 18 Monaten wieder bei Becket auf der Matte, um ihr zweites Album „Chuch with no Magic“ vor mehr...
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 Grandiose Mischung für Sommernächte
CD-Kritik: David Carroll & The Migration Fellows – The Guest David Carrolls Gesang verbreitet gute Laune. Liegt es an der abwechslungsreich tönenden Stimme, an den Texten oder an der Melodie, die durchweg Stimmung erzeugt? Vielleicht ist es alles zusammen, was hier eindrucksvoll auf dem Debutalbum präsentiert wird. Der Sohn einer österreichisch-tschechischen Hippie-Dame und eines amerikanisch-irischen Schriftstellers hat viel von der Welt gesehen. Von Irland ging es im Kindesalter nach Frankreich, später war er in London, Dublin, New York und in den Pyren mehr...
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 Es fährt ein Schiff nach Irgendwo
DVD-Kritik: Unheilig – Große Freiheit Live Für die Band Unheilig ist 2010 ein richtig gutes Jahr. Das Album „Grosse Freiheit“ wurde auf campus-web.de ausführlich besprochen und für gut befunden. Unsere bescheidene Meinung haben die deutschen Musikfreunde ebenfalls geteilt und „Grosse Freiheit“ zum Dauergast in den Top Ten der Album Charts gemacht. Die Single „Geboren um zu leben“ wurde sogar zum Nummer 1-Hit. Zum erfolgreichen Album gehört natürlich eine Tour, und dort w mehr...
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 Kuschliger Lagerfeuersoul
CD-Kritik: Justin Nozuka – You I Wind Land Sea Diese Stimme – sie ist das markanteste an diesem 21-jährigen Kanadier. Und sie lässt einen nicht so schnell los. Vor zwei Jahren überzeugte Justin Nozuka bereits mit seinem Debütalbum "Holly" und der herzzerreißenden Single "After Tonight". Den großen Durchbruch hierzulande schaffte er damit noch nicht. Völlig zu unrecht.
Es braucht nicht viel, um von Justin Nozuka in den Bann gezogen zu werden. Ein zurückhaltender Stakkato-Teppich aus Gitarre und Schlagzeug trägt seinen Gesang, der Sound ba mehr...
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 Abgedreht und anders
CD-Kritik: Sukilove – Static Moves Ein Blick aus dem Fenster. Draußen fallen dicke Tropfen. Ein schwermütiger Blick über die Dächer der Nachbarhäuser. Ein schmerzvolles Stöhnen aus den Boxen: Obwohl es Hochsommer ist, kann man sich kaum des schwermütigen Gefühls erwehren, dass einen überkommt, wenn es regnet und dazu der Sänger der belgischen Band Sukilove singt.
Das neue Album Static Moves ist alles andere als fröhlich. Das muss es natürlich auch nicht sein. Der Stil der Band Sukilove ist einfach anders. Nicht fröhlich, wie mehr...
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 Schäm Dich, Realität.
Plattentest: Katze – Du bist meine Freunde Katzen sind kuschelig und leben irgendwie in einer anderen Welt. KATZE auch. Deren Welt liegt irgendwo zwischen Spät-Pubertät und Erwachsen sein. Daher hält diese Band nicht wirklich viel von menschlichen Reifegraden. Marcus Wiebusch von Kettcar hat diesbezüglich gesungen: "Das ist Graceland, Baby. Keiner wird erwachsen. Die kleinen dicken Kinder sind auf der Suche nach Kuchen." KATZE scheinen sich mit folgenden Lyrics konkret auf diesen Song zu beziehen: "Na und, Fuck, Act your Age! Dafür ist mehr...
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 Größe ist eben doch wichtig
CD-Kritik: Various Artists – Earotic: Sweet Lounge Music Vol. 1 Sampler fürs Schlafzimmer, die gibt’s heute wie Sand am Meer. Einfach eine CD mit einem Lounge-DJ-Set füllen, das Foto einer Frau in Unterwäsche (oder weniger) aufs Cover pappen – fertig ist das akustische Sexspielzeug. Die „Earotic“-Reihe hat dabei nicht nur einen der wahrscheinlich offensichtlichsten Titel gefunden, nein, sie versucht auch, alle Vorlieben abzudecken. Neben Chill-Out-Lounge gibt’s verschiedene Geschmacksrichtungen von Klassik über Jazz bis zu Pop-Balladen. Bei „Sweet Lounge Mus mehr...
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 Da springt der Draht aus der Mütze
CD-Kritik: Lissie – Catching A Tiger Scheppernde Percussion, fast so, als hätte man das Inventar einer Küche auf die Bühne gestellt. Die ersten Takte von „Record Collector“, der erste Eindruck von Lissies Debüt-Album. Die amerikanische Sängerin und Songwriterin baut darauf schnell einen soliden Song auf, dann ein kompletter Bruch. Als das Lied zurückkommt, nimmt es das Stampfen einer Ostblock-Polka auf. Was kann man von dieser Frau noch alles erwarten?
Erstmal astreine Pop-Songs. Die Single „When I’m Alone“ ist eine dieser Numme mehr...
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 I Want My Money
CD-Kritik:We Are Scientists - Barbara Lustig sind sie, die Jungs von We Are Scientists. Das haben sie mit ihrer ersten TV-Sendung „Steve Wants His Money“ bewiesen. Auch musikalisch versuchen sie dieses Jahr, erfolgreich zu sein. Mehr als ein müdes Lächeln kann man dem neuen Album „Barbara“ aber nicht abgewinnen.
Doch zuerst zu den ernsten Dingen. We Are Scientists haben sich personell verändert. So ist nun Ex-Razorlight Drummer Andy Burrows mit an Bord. Er füllt die Lücke, die Vorgänger Michael Tapper hinterlassen hat. Somit ist mehr...
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 Gib mir einen Elfenbeinrückenkratzer
CD-Kritik: Sting – Symphonicities Pop-Musik sei einfach nicht mehr spannend für ihn. Sting, durch The Police und seine Solo-Karriere zum Star geworden, interpretiert heute lieber alt-englisches Liedgut. Aber von Zeit zu Zeit müsse man ja Geld verdienen, um sich solche Späße leisten zu können. Sein neuer Plan: Einfach die beliebten Hits auf neue Art interpretieren, und zwar mit einem Orchester. Die Offenheit, mit der Sting die Realitäten des Marktes zugibt, klingen zunächst erfrischend. Dann fragt man sich aber direkt, was man vo mehr...
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 Hat jemand Feuer?
CD-Kritik: Rhythms Del Mundo – Revival Die ursprüngliche Idee von „Rhythms Del Mundo“ war ziemlich originell, und sie war auf ein junges Publikum abgestimmt. Das ursprüngliche Album sollte im Weihnachtsgeschäft 2005 britische Käufer für einen guten Zweck begeistern. International schlug das Projekt erst im nächsten Sommer ein, als Coldplays „Clocks“ einen zweiten Frühling als Sommer-Hit erlebte. Ein einfaches Rezept: Gesangsspuren beliebter Brit-Rock-Songs, kombiniert mit Musik im kubanischen Stil. Salsa-Tanzen, ohne zu uncooler Welt mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: The Gaslight Anthem / Against Me! / Eko Fresh / Various Artists – Feel The Streets Schnellvorlauf: The Gaslight Anthem / Against Me! / Eko Fresh / Various Artists – Feel The Streets
Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit The Gaslight Anthem – American Slang; Against Me! – White Crosses; Eko Fresh – Was kostet die Welt?; Various Artists – Feel The Streets. Rock gegen Hip Hop. Und definitiv kein Crossover.
mehr...
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 Auf in den Sommer
CD-Kritik: Teenage Fanclub – Shadows Der Sommer braucht die dazu passende Musik. Wer Shakiras “Waka Waka” nicht als Sommerhit empfindet, der könnte bei Teenage Fanclub mehr Glück haben.
Ihre größten Erfolge feierte die Band bereits in den 90ern. “Shadows” lässt aber nicht darauf schließen, dass die anschließende Durststrecke an der Qualität ihrer Musik lag. “Shadows” ist nämlich ein wirklich gut durchdachtes und fast noch besser durchgeführtes Album. Die zwölf Tracks lassen sich sehr gut und oft hören.
Man möchte die Musik mehr...
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 Müde von der Autoverfolgung
CD-Kritik: Tired Pony – The Place We Ran From Wer hätte das gedacht: Gary Lightbody, die Stimme von Snow Patrol, macht eine Pause vom Schmalz-Pop. Ein wenig schmalzig klingt seine Zweitband zwar auch, dafür aber auch unheimlich interessant. Es ist ja auch schon fast ein Kollektiv statt einer Band: den Schlagzeuger hat er von Belle & Sebastian geborgt, und neben ein paar Freunden aus Snow Patrols Umfeld gab’s dank Produzent Jackknife Lee auch noch ein wenig R.E.M. dazu. Namentlich Gitarrist Peter Buck und dessen inoffiziellen „Bandkollegen“ mehr...
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 Poesie am Boden des Glases
CD-Kritik: I Am Kloot – Sky At Night Der Norden Englands scheint ein Ort zwischen freigeistiger Poesie und handfester Realität zu sein. Unter den „Northern Skies“ wägen Männer ab, ob sie ihrer Vergangenheit nachhängen sollen. Hier beantworten sie die Frage, ob sie immer noch die alte Liebe verspüren, mit einem einfachen „I Still Do“. Ohne zu verheimlichen, dass sie ihre Höchstform eigentlich nur dann erreichen, wenn sie mal wieder zu tief ins Glas schauen („Could you stand another drink / I’m better when I don’t think“).
Manches mehr...
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 No free London life
CD-Kritik: The More Assured – I Do Not Want A Free London Life Vier Londoner haben auf ihr neues Album zwölf Songs gute Musik gepackt. Mit “I Do Not Want A Free London Life” lässt sich von vorne bis hinten mitsingen und mitfeiern.
Wo einige andere Indie-Bands wenig abwechslungsreich sind, haben Al, Slinky, Matt und Norway von The More Assured eine richtig gute Platte abgeliefert. Die Songs sind nie zu lang, wiederholen nicht zu oft die einschlägigen Textstellen und klingen immer wieder abwechslungsreich und neu. Kein Track gleicht dem anderen, und denno mehr...
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 Schnellvorlauf – Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Ed Harcourt / The Herbaliser / Ellie Goulding / Danko Jones Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Ed Harcourt – Lustre; The Herbaliser – Herbal Tonic; Ellie Goulding – Lights; Danko Jones – Below The Belt. Singer-Songwriter, Soul-Jazz-Rap, Folk-Pop, Dicke-Eier-Rock.
Ed Harcourt – Lustre
Sehr schöne Singer-Songwriter-Platte, die statt folkiger Wandergitarre mehr...
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 The Bad & The Ugly
CD-Kritik: BBQ – GrossStadtCowboys Der Wilde Westen, das ist Clint Eastwood, der als erbarmungsloser Anti-Held versucht, am Leben zu bleiben. Country-Musik, das ist Johnny Cash, der tragische Man in Black. Oder? Manche denken bei Western zuerst an John Wayne, weil das früher halt so war und früher war alles besser. Und bei Country denken manche an Truckstop, denn wo kann man in Deutschland sonst noch waschechte Cowboys sehen? Aber halt, es gibt ja noch einen relativ modernen Trend: Country & Western-Cover berühmter mehr...
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 Händchen halten mit dem wütenden Mann
CD-Kritik: Eminem – Recovery Jetzt geht wieder alles von vorne los: Kaum springt die CD an, springt Eminem dem Hörer auch schon ins Gesicht. „‘Cause some things just don’t change“, und Eminem zieht es auch immer wieder zurück auf die Bühne. Warum, das weiß er angeblich selber nicht. Aber auch, wenn sich einige Sachen nicht ändern, geht es auf „Recovery“ größtenteils darum, dass sich eben doch alles ändert. Der Detroiter Star-Rapper, der mit bürgerlichem Namen Marshall Mathers heißt, möchte einen neuen Abschnitt in seinem Le mehr...
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 Schluss mit lustig, Headbanger-Onkel
CD-Kritik: Ozzy Osbourne – Scream Mit dem Tod von Ronnie James Dio wurde wieder einmal deutlich, wie lange der Zenit von Black Sabbath eigentlich schon her ist. Und so wichtig diese britische Band für den Hard Rock auch war, wie legendär die abgebissenen Fledermausköpfe auch sein mögen – Ozzy Osbourne hatte im vergangenen Jahrzehnt schon manchmal für Kopfschütteln gesorgt. Der ehemalige Sabbath-Frontmann wurde plötzlich vom gesellschaftlichen Mainstream als lustiger Headbanger-Onkel aufgenommen. Die Reality Soap, in der man ihn mehr...
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 Eleganter Hip-Hop, der nach den Sternen greift
CD-Kritik: The Roots – How I Got Over Geschmeidig. Dieses Wort charakterisiert am trefflichsten das neunte Album der Roots. Die Platte ist poppiger, sie ist soulig. Hip-Hop vom Feinsten. Zur Unterstützung lud sich die Combo aus Philadelphia u.a. Jim James, Joanna Newsom oder auch unbekanntere Gestalten wie Sugar Tongue Slim ein.
Songtechnisch ist man sehr facettenreich unterwegs. Walk alone fesselt, die Hookline wird zum Ohrwurm. Die erste Single-Auskopplung „Dear God 2.0“ kommt in härterem Gewand einher, wechselt überrasc mehr...
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 Braver Spaß
CD-Kritik: Simone Kopmajer – Didn't You Say Jazz ist bekanntlich anders. Unter der Hand munkelt man gelegentlich, es sei das autistische Kind der Musikfamilie: sicherlich auf besondere Weise genial, immer überraschend, oft aber lässt es einen mit Kopfschütteln zurück, wenn man ihm nicht mit der richtigen Stimmung begegnet. Dann klingen seine Kreationen hässlich, unzusammenhängend, fremd.
Dies ist bei Simone Kopmajer nicht der Fall. Auf ihrem neuen Album steuert sie neben mehreren Coversongs zwei Eigenkompositionen bei, die erste gleich mehr...
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 Nicht besonders chaotisch
CD-Kritik: The Futureheads – The Chaos Ins Chaos stürzen will uns die britische Band “The Futureheads” mit ihrem vierten Studioalbum “The Chaos”. Der gleichnamige erste Track zeigt allerdings wenig davon. Zwar ist der Text nicht schlecht, aber chaotisch ist der Song nicht. Eher langweilig und nervig. Immer wieder wird wiederholt: “Oh … the Chaos is everywhere, but what’s it got to do with us?”. Die ständige Wiederholung ist anstrengend und lässt den Hörer wünschen, dass das Lied bald ein Ende nimmt und der nächste Track besser ist.
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 Wikinger, Vampire und Himbeeren
CD-Kritik: Morcheeba – Blood Like Lemonade Wie Musik beabsichtigt ist und wie sie wirkt, das kann schon sehr unterschiedlich sein. Das neue Morcheeba-Album solle zum Beispiel die ideale Platte sein, um sich drei Uhr Nachts in ein „warmes psychedelisches Bettlaken“ zu hüllen. Man kann genauso gut an warme, sonnige Sommertage denken, an denen Menschen an den Stränden Ibizas brutzeln, die Hirne noch halb durch von langen Partynächten zerfressen. Irgendwo dazwischen tummeln sich Wikinger, Vampire, Astronauten, mordende Hobby-Köche.
Aber f mehr...
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 Die Party wird männlich!
CD-Kritik: Scissor Sisters – Night Work Das Cover fällt auf. Da jubelt die Emanze und freut sich der „Boy“ – und es grinst sich der Spaßmusik-Hungrige einen ab: Die Scissor Sisters landen hinsichtlich „Außenhaut“ schon mal einen Volltreffer, der neugierig macht, was musikalisch denn da optisch so „nett“ verpackt ist. Und selbst der eingefahrenste Alternativ-Chauvi muß zugeben: Ja, auch ein Mann taugt zum Lustobjekt. Männer, saugen wir daraus doch mal unseren ganz speziellen Kick für den Sommer!
Das Wetter ist zur Zeit nämlich grand mehr...
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 Die Leichtigkeit des Seins
CD-Kritik:Tom Gaebel – Music To Watch Girls By Tom Gaebels Motto ist klar: „Das Leben ist schön, alles ist gut.“ Der Jazzsänger hat auch allen Grund zur gelassenen Freude. Sein viertes Album „Music To Watch Girls By“ ist soeben erschienen, und der Zeitpunkt scheint perfekt gewählt. Es bahnt sich ein fabelhafter Sommer an. Wärme und Sonnenschein erfreuen das Gemüt und ziehen die Menschen hinaus in die Freibäder, die Biergärten und die Eiscafés. Dort kann man die Seele baumeln lassen und sich einfach eine gute Zeit machen.
Eben diese somm mehr...
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 Funk you!
CD-Kritik:Torpedo Boyz -Return of the Ausländers Bevor Fragen aufkommen, ja, die Herren auf dem Bildchen nebenan sind nicht etwa Teilzeit-Stuntmen oder die neuen Power Rangers. Die Torpedo Boyz, bestehend aus DJ Kentastic , DJ Rollin Hand, den MCs Returner und Daisuke sowie Basser Kurtis Bo und Schlagzeuger Borat, sind eine Electro/Breakbeat/Funk-Band aus Berlin. Dabei ist diese Genreumschreibung wohl nicht völlig ausreichend, was aber eigentlich keine große Sache ist. Wie das aktuelle Album „Return of the Ausländers“ zeigt, scheren sich d mehr...
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 Danke für den Abba-Ohrwurm
CD-Kritik: Sia – We Are Born Die Aussage „klingt total nach Song XY“ ist auf die Dauer natürlich ziemlich lahm. In den meisten Fällen stimmt’s zwar – es gibt keine unendliche Menge an Melodien und Song-Ideen, und nur wenige der möglichen Kombinationen klingen angenehm oder gar hit-verdächtig. Trotzdem wirkt es irgendwie einfallslos und faul, bei der Beschreibung von Musik immer nur auf Vergleiche zu verweisen. Aber was soll man machen? Sias aktuelle Single „Clap Your Hands“ ruft nun mal mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit mehr...
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 Crazy am Piano
CD-Kritik: Maxence Cyrin – Novö Piano Pop auf klassischen Instrumenten nachgespielt, keine so seltene Sache heutzutage. Entweder steigert man im Pop-Publikum die Anerkennung für die Klassik, oder man steigert die Einnahmen der klassischen Musiker (zumindest theoretisch könnten auch Klassik-Puristen mal den Weg zum Pop finden, dürfte aber eher selten sein). Vor allem das Jazz-Piano taucht immer wieder auf – schließlich gibt es da einen Markt, der hübsche Melodien ja nur in Verbindung mit entsprechendem Anspruch genießen kann. Maxence mehr...
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 Ich habe Bonos Brücke berührt
DVD-Kritik: U2 – 360 Degrees At The Rose Bowl Stadion-Konzerte sind schon seltsam. Um so größer die Band, desto größer die Zuschauermasse, der Eintrittspreis und das Stadion. Und um so größer der Abstand zur Bühne, desto kleiner die Musiker, wegen denen man ja eigentlich gekommen ist. U2 sind trotz aller Unkenrufe nun mal immer noch eine der größten Bands der Welt, da hat das Publikum eines durchschnittlichen Konzerts etwa den Umfang von zwei mittelgroßen Kleinstädten. So auch in Pasadena wo letzten Oktober im Rose Bowl gefilmt wurde, wie B mehr...
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 Wenn schon ein Best Of, dann so eins
CD-Kritik: The Doors – When You’re Strange (Soundtrack) Regisseur Oliver Stone hatte 1991 das Leben von Jim Morrison und seiner Band The Doors als Spielfilm verarbeitet, und das Ergebnis war ziemlich kontrovers. Mit der Wahrheit soll das Werk es nicht ganz ernst genommen haben. Tom Dicillo wollte nun bewusst den entgegengesetzten Weg gehen. Dokumentation statt Fiktionalisierung. Archivmaterial statt Schauspielern. Das Gefühl der Zeit soll eingefangen werden, und wenn man sich den Soundtrack von „When You’re Strange“ anhört, ahnt man, dass Dicillo Erf mehr...
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 Lächle, wenn es nicht zum Weinen reicht
CD-Kritik: Stromae – Cheese Riesenstimmung auf der Tanzfläche. Bei einem Song, bei dem es darum geht, zu tanzen, um seine Probleme zu vergessen – nicht so ungewöhnlich. Allerdings werden diese Probleme auch noch richtig breit getreten, und die Party wird ziemlich entwertet. Genau, es geht um „Alors On Danse“, den großen Hit, mit dem Stromae die Szene erobert hat. Nicht nur in Deutschland, wo keiner den Text versteht, sondern auch in seiner belgischen Heimat. Jetzt legt der Mann, der seinen Künstlernamen durch Silbentausch mehr...
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 Schnellvorlauf: Platten in Kürze
Schnellvorlauf: Lunik / Stars Of Track And Field / Drink To Me / Mquestionmark Im Schnellvorlauf präsentieren wir Euch Musik-Neuheiten im kurzen Überblick. Zum Stöbern, Kennenlernen, Neugierigwerden.
Diese Woche mit Lunik – Small Lights In The Dark; Stars Of Track And Field – A Time For Lions; Drink To Me – Brazil; Mquestionmark – One For All All For One. Pop-Rock, Indie, Shoegazer, Punk.
Lunik – Small Lights In The Dark
Schweizer Pop-Rock-Quartett um Sängerin Rahel Krebs mehr...
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 Have yourself a merry little Imagine
CD-Kritik: Herbie Hancock – The Imagine Project Hand aufs Herz: John Lennons „Imagine“ klingt ein wenig wie ein Weihnachtslied. Schon allein wegen des Textes, der ja auch Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen wünscht. Ganz offensichtlich wird es aber ausgerechnet dann, wenn man einen Jazz-Pianisten mit Soul-Sängern zusammensteckt: Bei Herbie Hancock singen Pink und Seal die frohe Botschaft Lennons plötzlich so, als würde man vorm Kamin auf den Weihnachtsmann warten. Friede auf Erden ist natürlich zu jeder Jahreszeit schön, und sp mehr...
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 Einfach mal was mit Afrika
CD-Kritik: Velile – Tales From Africa Geschichten aus Afrika, da denkt man vielleicht als erstes an den König der Löwen. Sonnige Savanne, wilde Tiere, lebensfrohe Lieder. Bei Velile liegt man da auch gar nicht auf der falschen Fährte: Die Johannesburger Sängerin kann eine internationale Gesangs- und Schauspielkarriere vorweisen, momentane Endstation: Der König der Löwen. Bereits in ihrer Heimatstadt hatte sie im Musical zum Disney-Film den weisen Affen Rafiki gespielt, dann wechselte sie nach Hamburg, wo das Stück bis zu acht mal in mehr...
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 Clever verbunden
Plattentest: The Infesticons – Bedford Park Nach einem Jahrzehnt Pause ist jetzt das dritte und letzte Album des Mike Ladd erhältlich. Was erwartet uns nach dem Debüt "Gun Hill Road" und der sehr flippigen Majesticons-Party-Platte "Beauty Party"?
Was da kommt, lässt sich als Kontinuum beschreiben, an dessen einem Ende depressiver 70er Jahre Rock und am anderen funkige bis punkige Ohrwürmer verortet sind.
Und in der Mitte?
Der rote Faden, der das Kontinuum verbindet, ist ein äußerst beliebtes musikalisches Stilmittel unser mehr...
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 Lie la lie, lie la lie oh lie la lie
CD-Kritik: Kele – The Boxer Geben wir es zu – meist kann man das vom Hören her gar nicht richtig unterscheiden, wenn der Sänger einer bekannten Band plötzlich zum Solomusiker wird. Viel zu oft könnte man genauso gut ein Experiment oder – oho – eine kommerzielle Neuerfindung der kompletten Gruppe vor sich haben. Die Stimme, das wichtigste Element, bleibt ja gleich. Kommen wir auf Bloc Party zu sprechen: Das britische Quartett stürmte vor fünf Jahren mit der Single „Banquet“ und dem Album „Silent Alarm“ in die Indie-Szene un mehr...
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 Nachdem sie den Milchshake ausgetrunken hat
CD-Kritik: Kelis - Fleshtone Wer den Namen Kelis hört, denkt sofort an ihren Erfolgshit „Milkshake“, der im Jahr 2003 sämtliche Diskotheken eroberte und im Musikfernsehen rauf und runter lief. Nicht umsonst folgte prompt eine Grammy-Nominierung. Spätestens seit diesem Zeitpunkt gilt Kelis als R´n´B-Göttin, die die Ladies zum Tanzen und die Männer um den Verstand bringt. Sie hat R´n´B und Soul bereichert. Das sei auch ihren Entdeckern, den Erfolgsproduzenten Pharrell Williams und Chad Hugo von „The Neptunes“ zu verdanken, d mehr...
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 Spandex im Wandel der Zeit
CD-Kritik: Steve Winwood – Revolutions: The Very Best Of Ist es wirklich schon wieder sechs Jahre her, dass „Call On Me“ den Pump-Bass zum Dance-Trend des Sommers machte und der dazugehörige Video-Clip mit Spandex-Sex-Aerobic rauf und runter lief? Man wird nicht jünger. Genauso geht es dem Herrn, um den es eigentlich geht: Steve Winwood. Eine seiner bekanntesten Nummern ist die Eighties-Pop-Ballade „Valerie“, die von Eric Prydz zu „Call On Me“ umgebaut wurde. Winwood gefiel der Spaß so gut, dass er die benötigten Samples sogar neu einsang. Soviel juge mehr...
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 Don't Date Robots!
CD-Kritik: Christina Aguilera – Bionic Der Sex-Bot muss wohl eine der meistgewünschten (und plattesten) technischen Errungenschaften sein, die uns laut Science-Fiction in der Zukunft erwartet. Bereits 1925 machte im Film Metropolis die Kopie einer Frau die Männer verrückt, und scheinbar hat sich der Traum von der stets willigen Maschine nie abgenutzt. Und auch die Pop-Welt hat in ihren futuristischen Phasen gerne mit dem Motiv gespielt, ganz eindeutig natürlich in den Eighties, und dann dank Techno noch mal in den Nineties. Natürlich mehr...
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 Continent Credibility
CD-Kritik: K’naan – Troubadour (Champion Edition) Amerikanische Rapper möchte er auf einen Ausflug mitnehmen, damit sie sehen, wie gut sie’s eigentlich haben. K’naan wurde in Somalia geboren, seine Kindheit verbrachte er in der vom Bürgerkrieg heimgesuchten Hauptstadt Mogadischu. Mit 13 gelang ihm die Ausreise, in Kanada fand er eine neue Heimat. Noch bevor er die englische Sprache sicher konnte, hatte er über Hip-Hop-Platten die Sprachmelodie des Rap gelernt. Mit Texten, die sich nicht auf das übliche Gepose der amerikanischen Kollegen beschrä mehr...
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 Better days mit Soul
CD-Kritik: The Brendan Adams Group –Better Days Tiefsinnig romantisch und melodisch kommt der Südafrikaner Brendan Adams mit seinem Album „Better Days“ daher. “A bag full of soul”, so der knackig-kurze Werbespruch. Und es stimmt. Tatsächlich ist das Album wirklich soulig und schön. Zur BAG (so kürzt sich die Brendan Adams Groups ab) gehören neben dem Namensgeber Brendan auch noch Alfred Vogel, Adrian Stern, Kofi Quarshie, Bond und Hendrix.
Das Album ist sehr harmonisch und stimmig. Gerade der Titelsong “Better Days” besticht durch Ohrwurmc mehr...
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 Dumpfer Indie Rock 'n Roll
CD-Kritik: The Cinematics – Silent Scream Stille Schreie versprechen uns The Cinematics auf ihrer neuen EP. Seit 2003 machen die vier Jungs aus Scottland zusammen Musik. Ihren Stil bezeichnen sie selber als “Indie Rock and Roll”. Bisher hat die Band zwei Alben und sechs Singles veröffentlicht.
„Silent Scream“ kommt mit fünf Songs daher. Einer davon – „Cinema“ – ist live in Dresden aufgezeichnet worden. Im ersten Song Guernica wird auch tatsächlich von silent screams gesungen: “Before a painting of her misery – I thought I s mehr...
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 Never Forget
CD-Kritik: Boyzone – Brother In den 90er Jahren formierten sich nahezu täglich neue Boybands, die man kaum noch voneinander unterscheiden konnte. Ihre Mitglieder wirkten so austauschbar wie ihre Musik. Und nur wenige konnten sich danach als Solokünstler etablieren, wie zum Beispiel Robbie Williams oder eben Ronan Keating, der zu Boyzone gehörte. Neben Westlife der größte Boygroup-Export aus Irland. Boyzone konnten in den 90er Jahren beachtliche Erfolge verbuchen und zählten zu den eher anspruchsvollen Vertretern ihre mehr...
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 Kitsch in the City
CD-Kritik: Various Artists – Sex and the City 2 OST Darauf haben alle Frauen gewartet: seit ein paar Wochen setzen vier Mädels aus New York wieder Maßstäbe in Sachen Mode, Männer und Lifestyle, zumindest im Kino. Sex and the City 2 bietet viel fürs Auge, wenig fürs Gehirn und ein bisschen was für die Ohren. Wer nach dem Kinobesuch noch nicht genug hat, kann zu Hause mit dem Soundtrack einige Szenen Revue passieren lassen. Hip und stylisch soll es sein, und so wird reichlich mi mehr...
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 Es ist nie genug
CD-Kritik: The Cure – Disintegration (Deluxe Edition) "Disintegration is the best album ever", sprach es aus einer Episode von South Park heraus. Und schließlich hat dessen Macher Trey Parker in den letzten Jahren ein gutes Gespür bewiesen für Geschmack – und wenn auch nur, um jenen guten in seiner Animated Sitcom konsequent zu vermeiden.
Zum Thema. "Pictures Of You", "Lovesong", "Fascination Street": alles und mehr findet sich auf "Disintegration". Wurde zur Veröffentlichung das Album noch als Abkehr von der früheren Popmusik verstanden, hat si mehr...
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 Auf der Treppe wird gekotzt
CD-Kritik: Crystal Castles – s/t (II) Crystal Castles, ach, Crystal Castles ist ein Name mit diversen Bedeutungen. In den Untiefen des jungen digitalen Zeitalters für immer versunken ist ein Videospiel, das sich in Arcade-Hallen der frühesten Achtziger Jahren großer Popularität erfreute – so eine Art Pac-Man mit Bärchen. Dann ist da das Fernsehprodukt "She-Ra", Spin-Off aus dem Franchise "He-Man". Und hey, "He-Man", wem klingeln da nicht alle Glocken? Mal abgesehen von Referenzpunkten im Lieblingsjahrzehnt aller kontemporären Popmus mehr...
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 Indie aus dem WM-Land
CD-Kritik: The Parlotones – Stardust Galaxies Sie hören sich nach Großbritannien an, kommen aber aus Johannesburg in Südafrika, wo eine Band wie The Parlotones es nicht einfach hat. Der Durchbruch in Deutschland gelang ihnen unter anderem mit dem WM-Song "Come Back As Heroes". Nun ist auch das dazu gehörige Album "Stardust Galaxies" zu haben.
Schon in der Highschool taten sich Schlagzeuger Neil Pauw und Kahn Morbee, der für Gesang und Songwriting verantwortlich ist, zusammen. Als Kahn Morbee an der Uni einen Gitarristen kennenlernte, sch mehr...
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 Punk is not dead.
CD-Kritik: Disco Ensemble – The Island Of Disco Ensemble Es scheint eine laute Insel zu sein, auf der dieses Disco Ensemble lebt. Der Opener 'Bay Of Biscay' knallt mit verzerrten Gitarren und intelligenten Refrains aus den Lautsprechern. Man könnte sich leicht überrumpelt fühlen.
Oder sich einfach auf Musik einlassen, die vor Energie nur so strotzt. Diese Energie entspringt sowohl konventionellen als auch modernen Quellen. Ist der zweite Song „Pitch Black Cloud“ noch vollgestopft mit elektronischen Elementen, kommt „White Flag for Peace“, die erste mehr...
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 Außergewöhnlich ungewöhnliches
CD-Kritik: Funki Porcini – On Funki Porcinis Album „On“ fasziniert vom ersten Moment an. Es setzt nicht auf Stimmungen, es macht Stimmungen. „Moog River“ erzeugt beispielhaft zugleich eine Mischung aus Unwohlsein und Entspannung, die sich nur schwer beschreiben lässt. Was sich Anfangs wie ein eingängiger, aber fader Soundtrack zu einem PC-Spiel anhört, greift immer wieder neu an, verwirrt, nimmt mit.
Es sind Soundtüfteleien, die jedem experimentierfreudigen Hörer ans Herz gelegt sind. In „On Air Inconsequential Afternoon“ mehr...
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 Bodenständiger dreckiger Punkrock
CD-Kritik: Criminal Jokers – This was supposed to be the Future Selten in letzter Zeit schallte etwas so dreckiges aus den Boxen. Criminal Jokers hören sich an, als hätten sie ihre Gitarren als Pflugscharen benutzt und einige Äcker umgepflügt. Rotzig und akzentreich schallt einem der titelgebende Opener „This was supposed to be the Future“ entgegen.
Die italienische Band behält den Stil bei. „This Song is dead“ geht genauso weiter, eingängig, schnell und simpel. Genau wie Punk sein soll: „This Song is cold and blue“. Wer denkt, damit habe er schon mehr...
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 Es flasht nicht wirklich
CD-Kritik: The Lodger - Flashbacks Mit Flashbacks bringen The Lodger am 28. Mai 2010 ihr drittes Studioalbum heraus. Das interessante Albumcover der englischen Indie-Pop-Band lädt zum Hören ein. Der erste Song „The Black of My Mind“ handelt von einem perfekten Tag und ist unterlegt mit Sirenengeheule. Das kann sehr verwirrend wirken, wenn man – so wie es hier der Fall war – die CD das erste Mal beim Autofahren hört. Als CD fürs Nebenbei im Straßenverkehr entpuppt sich das Album der drei Jungs aus Leeds leider als Flop. Aber auch mehr...
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 Wenigstens einer hat was gelernt
CD-Kritik: Renee Fleming – Dark Hope Manchmal kommen Musiker auf seltsame Ideen. Dann loten sie ihre Grenzen aus, versuchen sich in einem völlig anderen Stil oder suchen sich unbekannte Genres. Mit „Dark Hope“ liegt offensichtlich ein Projekt dieser Art vor, verbrochen hat es aber nicht der Interpret. Die US-amerikanische Opern-Sängerin Renée Fleming wurde von den Produzenten kontaktiert, und die Welt, in die sie eintaucht, war zuvor nur ihren Töchtern bekannt. Indie-Hits der jüngeren Vergangenheit, darunter Songs von Muse („Endles mehr...
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 Jack, sein Vater, die Rettung der Welt
CD-Kritik: Jack Johnson – To The Sea Die Fernsehserie „Lost“ hat in den USA gerade ihr großes Finale ausgestrahlt. Auf der mysteriösen Insel, die im Mittelpunkt der Show stand, dürfte es jetzt ruhiger werden. Ebenso am realen Drehort, dem klassischen Urlaubsziel Hawaii. Drama und Konflikt scheint dort eher eine Seltenheit zu sein. Zumindest tut sich bei Jack Johnson nicht viel: Sein fünftes Album „To The Sea“ klingt erst mal genauso wie alles, was der nette Hawaiianer schon auf seinen letzten vier Platten geboten hat.
Entspannte mehr...
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 Runter von meinem Rasen
CD-Kritik: Adam Lambert – For Your Entertainment Woran merkt man, dass man älter wird? Zum Beispiel an der Mode. Adam Lamberts kompletter Stil (beziehungsweise Mangel an Stil), angefangen bei genug Lidschatten, um ein kleines osteuropäische Land zu schminken, ist ab einem bestimmten Alter wohl nicht mehr nachzuvollziehen. Die heutige Jugend scheint die Vorbehalte nicht zu teilen, schließlich ist Lambert ein Star. Zertifiziert durch seine Teilnahme am Finale der US-Casting-Show „American Idol“. OK, es wird Zeit, Platz zu machen für die nächste mehr...
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 Ein Euro in die Phrasenkasse
CD-Kritik: Various Artists - Listen Up! The Official 2010 FIFA World Cup Album Der Ball ist rund, das Spiel geht 90 Minuten und eine Fussball-WM braucht Gute-Laune-Musik. Wer also die große Sport-Party des Jahres 2010 authentisch beschallen möchte, kommt an Fussball-Mukke nicht vorbei. Solange die Sportfreunde Stiller noch abgelenkt sind, kann man sich ja dem internationalen Treiben anschließen. Immerhin geht’s hier ja nicht um Fussball, sondern um ein friedliches Zusammentreffen der Kulturen! Und um Fussball. Wo könnte man also besser friedlich zusammentreffen und dem Fus mehr...
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 Mein Block, mein Unplugged-Konzert, meine Street Credibility
CD-Kritik: Sido – MTV Unplugged live aus’m MV Sido war mal der Untergang des Abendlandes. Ein Typ erzählte aus dem deutschen Unterschichten-Ghetto, von jugendlichen Alkoholikern und asozialen Wohnblöcken. Dazu machte er sich mit einer eisernen Maske zum Skeletor des Auto-Tunings. Gerade diese Maske machte ihn neben seinen Kollegen wie Bushido und Fler zu einem Symbol der „verkommenen Gesellschaft“. Gleichzeitig wirkte das ganze aber sehr nach Spielerei, nach pubertärem Austesten der Grenzen und natürlich auch nach einer geschickten Vermarkt mehr...
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 You don’t know what you’re doing, then it must be art
CD-Kritik: Peter Piek – I Paint It On The Wall Peter Piek bemalt nicht nur die Wand und das komplette CD-Booklet, sondern gleich auch noch sich selbst. Ganzheitliche Kunst? Der 27jährige Leipziger hat sein Leben tatsächlich komplett in den Dienst der Kreativität gestellt. Malen, musizieren, schreiben – nichts, was Piek nicht bereits in Angriff genommen hätte. Kunstakademien und –professoren haben in ihm starke Antipathien geweckt. Sein Diplom erwarb er durch ein Selbststudium, durchgeführt im Rahmen seiner Künstlerinitiative „Malfront“. Früh mehr...
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 Wir reden über Fett
CD-Kritik: Frittenbude – Katzengold Zugegeben, sie haben mich ganz schön rangekriegt, die Frittenbudler. Als Anfang des Jahres via Blog und Facebook die ersten neuen Soundschnipsel online gingen, blieb der „Gefällt Mir“-Button durchgehend unangetastet. Warum? Weil diese lieblos zusammengeklebten Klangcollagen die künstlerische Freiheit und Offengeistigkeit auf die Spitze trieben. Mit „Nachtigall“, dem Debüt der bajuwarischen Bratzbauern, hatte das rein gar nichts mehr zu tun.
War zum Glück alles nur Spaß. Und ein geschickter Sc mehr...
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 Angestaute Wut
CD-Kritik: Rage Against The Machine – The Collection Damals war’s, in den 90ern. Als Jugendlicher konnte man seine Fühler in zahlreiche musikalische Richtungen ausstrecken. Für den ruhigen Kuschelrock-Hörer gab’s zum Beispiel Mariah Careys erste musikalischen Schritte, oder natürlich die ersten Boygroups (allen voran der große Kampf zwischen Take That und East 17). Näher am Puls der Zeit lag man da schon mit Techno, Loveparade und der auf Radiotauglichkeit gestutzten Version namens Euro-Beat (von Nicht-Hörern auch liebevoll Euro-Trash genannt). Ab mehr...
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 Your Own Personal Sex Machine
CD-Kritik: James Brown – Time For Payback 1960: James Brown veröffentlicht sein Album “Think”. Außerdem erblickt in Deutschland ein gewisser Fred Kogel das Licht der Welt. James Brown ist der Welt natürlich als „The Godfather of Funk“ und „The Minister Of The New Super Heavy Funk“ ein Begriff, Fred Kogel ist als deutsche Rundfunk- und Filmgröße auch nicht gerade unbekannt. 1970 hatte der zehnjährige Kogel seine erste Begegnung mit Brown: über das Radio. Schnell hatte er sich die erste Single gekauft. Die Begeisterung hat Kogel nie verla mehr...
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 "Please, please help me, Lady Gaga..."
CD-Kritik: The ReBeatles Project – Get Back! Hallo lieber Leser. Lust auf ein kleines Ratespielchen? Ja? Gut. Welche Band meinen wir? Für ihre Fans waren sie die größte Band aller Zeiten. Sie selbst sagten von sich, dass sie bekannter als Jesus seien. Mit ihrem ganz eigenen Sound, ihrem Stil und ihren Songs haben sie Musikgeschichte geschrieben – wenn nicht sogar das Genre der Popmusik erfunden.
Wer ist gemeint? Richtig, es sind die Beatles. Eine Band der Superlative hat natürlich auch ganz besondere Fans. Genau wie Andrew Kohlenberg, M mehr...
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 Alternative zur WM
CD-Kritik: The Dead Weather – Sea Of Cowards Seinen größten Hit hatte Jack White mit „Seven Nation Army“. Und das gleich zweimal. Wir erinnern uns: Zur Fussball-EM 2008 wurde der White Stripes-Song aus dem Jahr 2003 plötzlich zur internationalen Stadion-Hymne. Nun steht ein neues Sport-Ereignis ähnlicher Größenordnung vor der Tür. Zeitlich passt es, dass White wieder ein Album veröffentlicht. Auch wieder ein Fall für die Fan-Kurve? Unwahrscheinlich.
The Dead Weather sind nach The Raconteurs bereits die zweite „Supergroup“, in der mehr...
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 Oslo ruft
CD-Kritik: Lena – My Cassette Player Ein paar Hürden hat sie schon überwunden: Als absoluter Publikumsliebling gewann Lena Meyer-Landrut die von Stefan Raab und der ARD produzierte Casting-Show „Unser Star für Oslo“. Ein Medienhype par excellence um die nun 19-Jährige folgte. Der Express titelt „Alle lieben Lena“. Das taten tatsächlich auch viele. Ein paar Monate später hat sich die Aufregung um die Sängerin mit dem ebenso markanten wie unkonventionellen englischen Akzent etwas gelegt. Nach den drei höchst erfolgreichen Singles, un mehr...
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 Im Exil vergessen
CD-Kritik: The Rolling Stones – Exile On Main St. (Deluxe Edition) 1971 gingen The Rolling Stones ins Exil. Der Grund war ziemlich profan – man konnte und wollte sich die Steuernachzahlung nicht leisten. Um den Ärger mit dem britischen Finanzministerium so gering wie möglich zu halten, verlegte man das Band-Hauptquartier kurzerhand nach Frankreich. Mick Jagger zog mit seiner französischen Frau nach Paris, seine Kollegen verteilten sich quer über Südfrankreich. Die Stones hatten ihr mobiles Studio, einen Aufnahme-Truck, aus England mitgebracht und in der Nähe vo mehr...
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 Party [on]
CD-Kritik: King Kong Kicks – Indie Pop & Electro Sensations Vol. 2 „King Kong Kicks“, manchmal auch als „King Kong Klub“ beworben, ist mittlerweile eine der Partyreihen für alle, die keinen Wert darauf legen, tot gehörte Radiosongs laut grölend auf der Tanzfläche zu zelebrieren. In nunmehr 15 deutschen Städten von Kiel bis München findet die Indie-Orgie regelmäßig statt. Gelegentlich gibt es auch Gastauftritte im Rheinland, die zu verpassen man möglichst vermeiden sollte.
Im vergangenen Jahr erschien der bereits überfällige, erste gleichnamige Sampler mehr...
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 Und sie schweben
CD-Kritik: Foals – Total Life Forever Wie war das noch vor zwei oder drei Jahren? Hast du Dir da auch Leuchtstäbchen um den Hals gehangen, wenn Du in den Club gegangen bist? Weil man das so machte, als der Sound all diese jungen, verrückten Bands aus England zu uns rüberschwappte? Klaxons, Friendly Fires, Late Of The Pier und wie sie alle hießen. Und jetzt? Im Rückblick musst Du doch zugeben, dass da bis auf die ein oder andere gute Single und diversen Remixen nichts geblieben bist. Wie es mit den Bands weitergeht, ist fraglich. Die mehr...
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 Somewhere not even we know
CD-Kritik: Keane – Night Train EP Es war einmal eine Band namens Keane. Keane waren sehr arm und konnten sich noch nicht einmal eine Gitarre leisten. Aber zum Glück gab es Coldplay. Coldplay brachten plötzlich das Piano in den britischen Soft-Rock und waren sehr, sehr erfolgreich. Böse Zungen behaupteten, dass Coldplays Vorgänger Travis sich nur deswegen ein Klavier für ihr viertes Album kauften, und ganz mutige Stimmen meinten, selbst Radiohead hätten nach Coldplays Durchbruch plötzlich viel mehr „piano based songs with lovely mehr...
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 Über den Wolken
CD-Kritik: Ólafur Arnalds – ...And They Have Escaped The Weight Of Darkness Eine schwarze CD-Hülle, auf dem Cover eine stilisierte Sonnenfinsternis. Da denkt man erst mal an Dunkelheit, und nicht an den Moment danach, wenn das Licht zurückkehrt. Ólafur Arnalds sieht nach vorn und nennt sein Album „...And They Have Escaped The Weight Of Darkness”. Das Timing ist dabei äußerst ungünstig: Der isländische Musiker ruft über Dunkelheit und Schwerelosigkeit eine Assoziationskette hervor, die zu isländischen Vulkanen, Flugverboten und -wiederaufnahmen führt. Dabei denkt man bei mehr...
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 Kaffee & Kuchen
CD-Kritik: Nas & Damian Marley – Distant Relatives Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika, und irgendwie sind wir ja alle miteinander verwandt. Trotzdem wird immer wieder Hass gegen andere Menschen gepredigt. Und gerade dann, wenn Musik auf soziale Mißstände hinweisen will, kann man ja gleich „Die Anderen“ dissen – die dummen Säue. Vor allem Hip Hop, manchmal aber auch Reggae (interessanterweise aber nur selten der Folk), greift gerne auf Feindbilder zurück. Nas hat selber jahrelang eine Fehde bis aufs Blut gegen Jay-Z geführt, das Kriegsbeil mehr...
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 Viel Nostalgie, wenig Fortschritt
CD-Kritik: Faithless – The Dance Schade, es scheint nichts wirklich Neues zu geben auf diesem Album. Irgendwie ist alles schon mal da gewesen. Die Samples und Sounds sind einfach nicht innovativ.
Liegt es daran, dass Faithless an alte Erfolge anknüpfen wollten? Klar, es gab großartige Erfolge wie „Insomnia“ und diese wurden mindestens bis zum Album „To all New Arrivals“ fortgesetzt. Und das ist der genau der springende Punkt. Bis zu dieser Platte haben Faithless versucht, ihre Erfolge weiter zu entwickeln und sie nicht zu re mehr...
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 Retro-Rap aus dem Wu-Tang-Baukasten
CD-Kritik: Meth, Ghost and Rae – Wu-Massacre „Wu-Massacre“ – wow, was für ein viel versprechender Titel. Hinter dem Album mit dem martialischen Titel versteckt sich jedoch kein düster-schauriges Rap-Gemetzel. Vielmehr ist der Tonträger der drei New Yorker MCs Raekwon, Method Man und Ghostface Killah eine heitere Retro-HipHop-Parade der in den Neunziger Jahren so erfolgreichen Rapper vom Wu-Tang Clan. So greifen die Musiker bei den Beats auf die charakteristischen Gute Laune-Samples aus der Wu-Tang-Soundkiste zurück und garnieren sie mit de mehr...
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 Gegen den Gutfind-Zwang!
CD-Kritik: Jamie Lidell – Compass Neues vom Mann, der scheinbar alles kann, schon immer alles darf und jetzt auch alles auf einmal will. Hat er sich früher noch selbst beschränkt und ist weitestgehend bei einem Musikstil pro Platte geblieben, ist jetzt drauf, was geht. "Compass" wartet mit Soul-, P-Funk-, Motown-, Gospel-, Rock’n’Roll- (!) und Neo-R’n’B-Anleihen auf. Das Ganze elektronisch abgemischt und der Hörer hat den Salat.
Denn sich auf dieser Platte zurecht zu finden, fällt schwer. Die Stücke sind von oft beeindruckend mehr...
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 Der kleine Idiot bittet zum Tanz
CD-Kritik: Moby – Wait For Me. Remixes! Letztes Mal bei Moby: Der kleine Idiot sitzt einsam auf seinem Planeten und heult den Mond an. Irgendwer soll auf ihn warten, und irgendwie klingt das ziemlich traurig, denn da ist niemand. Hat wohl doch keiner gewartet. So zu hören auf der 2009er Platte „Wait For Me.“, die Mobys Sound auf reine Melancholie runterbrach. Soul-Stimmen, zugekleistert durch traurige Synthie-Flächen. Ein wenig eintönig vielleicht.
Neues Jahr, neues Glück. Der kleine Idiot hat seine Freunde eingeladen, und alle sin mehr...
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 Umtriebig
CD-Kritik: Egotronic – Ausflug mit Freunden Die Rezensenten übertreffen sich gegenseitig mit den Lobeshymnen auf das neue Album Egotronics samt Extra-CD. Was zu Beginn positiv hervorgehoben werden muss, ist die Umtriebigkeit dieser Band. Mittlerweile veröffentlichen die Berliner Elektrokrawallbrüder alle zwölf Monate ein Album. Und sie schaffen es, sich von Platte zu Platte weiter zu entwickeln. Das letzte Album „Egotronic“ heimste berechtigterweise eine gute Kritik nach der anderen ein.
Dennoch ist sie mit dem vorliegenden Werk „Ausfl mehr...
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 Verschenkter Tribut an die Achtziger
CD-Kritik: Placebo – Covers Man mag bezweifeln, dass Placebo mit der Veröffentlichung von “Covers” einverstanden waren. EMI wollte es aber so. Und da die Rechte an dem 2003 produzierten Album “Sleeping with Ghosts” – inklusive der B-Seiten mit zehn Covertracks – noch bei dem alten Label lagen, gingen besagte Cover neu ins Presswerk.
Spannend macht das Album die Zusammenstellung einiger der besten Acts der achtziger Jahre, die Placebo über die Jahre einspielten, unter anderem Kate Bush, The Smiths, Pixies, Depeche Mode, mehr...
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 Hier kommt der Groove
CD-Kritik: Fun Lovin' Criminals – Classic Fantastic Nach fünf Jahren Funkstille meldet sich das New Yorker Trio zurück im Fokus der Musikwelt. Mit ihrem Riesenhit „Scooby Snacks“ eroberten sie sich einen festen Platz im kollektiven Musikgedächtnis der Menschheit. Mit ihren beiden ersten Alben „Come find yourself“ und „100% Colombian“ legten sie eine hohe Messlatte. Nun liegt das neue Album „Classic Fantastic“ vor. Das Album besticht vor allem durch seine stark hiphop-lastige Machart. Pop, Rock, Funk und natürlich etwas Jazz sind dazu gemischt. Sc mehr...
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 Rock pur
DVD-Kritik: Chickenfoot – Get Your Buzz On Live Über die Band Chickenfoot war auf campus-web.de schon in den Plattenbesprechungen zu lesen. Chickenfoot, dass sind Joe Satriani, Chad Smith, Michael Anthony und Sammy Hagar. Ja, die Namen kennt man, denn jeder der vier ist schon für sich alleine ein Rockstar. Sammy Hagar (Gesang) und Michael Anthony (Bass) waren Mitglieder bei Van Halen, Chad Smith (Schlagzeug) bei den Red Hot Chili Peppers. Bei dem Namen Joe Satriani stehen jedem, der sich für Rockmusik interessiert, die Nackenhaare hoch. Diese mehr...
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 Ein Hoch dem Pathos
CD-Kritik: Meat Loaf – Hang Cool Teddy Bear Es gibt sie noch. Die wahren Helden, die Ikonen, die Götter des Rockolymps. Den Namen Meat Loaf kennt jeder, der nur ein wenig Ahnung von Musik hat. Spricht man über Rockmusik, dann kommt man an diesem Man nicht herum, und nein, das soll keine Anspielung auf seine stattliche Leibesfülle sein, der der Texaner seinen wenig schmeichelhaften Spitznamen zu verdanken hat. Seit seinem „Bat Out Of Hell“ Album (1977) wurde aus dem ehemaligen Musicalsänger ein internationaler Rockstar. Sein Markenzeichen mehr...
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 Wer es nicht versucht, hat nichts verloren
CD-Kritik: Untied States – Instant Everything, Constant Nothing Es kann keiner sagen, ich hätte es nicht versucht. Ich habe die Platte zu allen Tageszeiten und an diversen Orten des Alltags gehört. Und was ich hörte, wollte sich einfach nicht geschmackvoll entfalten.
Alles beginnt mit einem sehr obskuren, um nicht zu sagen viel zu depressiven Opener. „Gorilla the bull“ zeigt zu Beginn klar auf, in welche Richtung sich dieses Album bewegt. Es scheint einen Mittelweg zwischen den charmanten unharmonischen Klängen Pavements und des grauen lethargischen Gesan mehr...
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 Wer hat's erfunden...?
CD-Kritik: Kummerbuben – Schattenhang Aus der Schweiz kommen nicht nur CDs mit Daten von deutschen Steuerflüchtlingen. Die Schweizer können auch Musik. Nein, DJ Bobo zählt nicht. Außerdem würde man dem auch beim besten Willen keinen kulturellen Mehrwert attestieren können. Was in den hiesigen Breiten wohl kaum bekannt ist – die Schweiz birgt einen reichhaltigen Schatz an alten, fast vergessenen Volksliedern und traditionellen Klängen. Diesen Schatz zu bergen ist eine Aufgabe, der sich die Kummerbuben mit ganzem Einsatz widmen.
Di mehr...
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 Weiterentwicklung ohne Wenn und Aber
CD-Kritik: Madsen – Labyrinth Es geht voran, Album für Album. Madsen beweisen auch mit ihrer neuen Platte „Labyrinth“, dass Stagnation ein Fremdwort für sie ist. War ihr Debut-Album noch sehr rockig, um nicht zu sagen punkig, wurde beim zweiten Album „Goodbye Logik“ mehr Wert auf Texte und die Stimmungen der Songs gelegt. Mit „Frieden im Krieg“, dem dritten Album, hat die Band eine Synthese der beiden vorangegangenen Alben geliefert.
Und so überrascht es nicht, dass das nun vorliegende vierte Album „Labyrinth“ auch wieder mehr...
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 Zwischen angenehmer Belanglosig- und furchtbarer Grausamkeit
CD-Kritik: Lifehouse – Smoke & Mirrors Lifehouse muss man einfach mögen. 10 Jahre ist es nun her, dass sie mit „Sick Cycle Carousel“ und „Hanging by a Moment“ die Charts stürmten. Sänger Jason Wades einfühlsame, rauchige Stimme beruhigt auch auf der neuen Platte, singen, dass kann er tatsächlich. Schöne Stücke, einige mit Ohrwurmgarantie. Kommerziell nicht zu verachten.
Allerdings ist dieses Album nicht nur ein Stück bedeutungslos, einiges darin ist schlichtweg grausam. Während die ersten Tracks noch zu überzeugen wissen, wird es mehr...
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 Schöne schwere Kost
CD-Kritik: Musée Mécanique – Hold this ghost Schon das Plattencover des Debütalbums von Musée Mecanique lässt viel erwarten: gedämpfter Kerzenschein, verwaschene Fotos, auf denen wenig zu erkennen ist – hier geht’s um Melancholie, Nostalgie, trauern um alte Zeiten. Mit zwei Jahren Verspätung ist das Album "Hold this ghost" in Deutschland erschienen. Folk hat es auf dem hiesigen Musikmarkt generell schwer, und wenn dann noch jede Menge Anspruch dazu kommt, wird’s um so heikler.
Der Name der Band stammt vom gleichnamigen Museum in San Fra mehr...
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 Walkman auf Tauchstation
CD-Kritik: Hundreds – s/t Hamburg bietet manchmal mehr als Hafen-Hip-Hop oder befindlichkeitsfixierten Indie-Pop mit deutschen Texten. Auch ein Act wie Hundreds ist dort am kreativsten, wo die Schiffe vorüberziehen, und Songs wie „I Love My Harbour“ oder „Song For A Sailor“ entstehen, vielleicht auch unbeabsichtigt. Minimale Arrangements mit einem einzelnen Klavier zu Samples und Drum-Computer-Klängen, dazu eine Frauenstimme, die auf englisch singt – eigentlich scheint das ziemlich international zu sein. Ein klein wenig mehr...
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 We Will Rrrock Joo!
CD/DVD-Kritik: Red Hot Chilli Pipers – Blast Live Für schlechte Wortspiele, gerade denn, wenn es um die Verunglimpfung von Bandnamen geht, bin ich immer leicht zu begeistern. Dementsprechend groß war meine Freude, als ich CD und DVD der britischen Dudelsack-Rocker „Red Hot Chilli Pipers“ in meinen Händen hielt. „Red Hot Chili Pipers“ – diesen Namen muss man sich mal auf dem Kleinhirn zergehen lassen. Dennoch steckt dahinter mehr als nur ein Ulk. Tatsächlich beschreibt der Name das Wesen der Band recht gut. Bei den Pipers handelt es sich um eine mehr...
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 Konserviert im Netz für alle Zeit
CD-Kritik: Ash – A-Z Vol. 1 "I think it'll be great for our fans waiting every two weeks knowing they're going to get a song and wondering what it'll be like. It'll be fun." waren Lead-Sänger Tim Wheelers Worte, mit denen er dem NME gegenüber erklärte, worum es ging: kein Druck großer Plattenfirmen mehr, dafür endlich Eigenverantwortung, was jeden Aspekt vom Artwork bis zur Song-Produktion betrifft. Und die Pointe: keine Platten mehr, wenigstens nicht in physischer Ausführung, sondern ein Konzept, den Fans regelmäßig neues mehr...
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 Die Rückkehr der Riot-Queen
CD-Kritik: Hole – Nobody's Daughter „Hole sind wieder da“, schallt es aus allen Kanälen. Nein, nicht ganz. Denn wenn man es genau nimmt, sind Hole gar nicht mehr Hole. Seit ihrem letzten Studioalbum „Celebrity Skin“ von 1998 ist viel geschehen: Erst verließ die legendäre Bassistin Melissa Auf der Maur die Band, dann lösten sie sich komplett auf. Mit ihrem diesjährigen Comeback stellt Frontfrau Courtney Love nun vor allem eines klar: Ich bin die Band und bin es schon immer gewesen! Dass die Musiker, die ihr heute den Rücken stärken mehr...
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 Eine Frage des Geschmacks...
CD-Kritik: Kate Nash – My Best Friend Is You Kate Nash is back! Drei Jahre nach dem ersten Album „Made of Bricks“, welches in Großbritannien große Erfolge feierte, kommt nun das nächste Werk der jungen Britin. Schon gespannt wartet die Öffentlichkeit auf den Erscheinungstag. Jedenfalls in Großbritannien. In Deutschland feierte Kate Nash nur mäßige Erfolge, zu ungewöhnlich war ihr Sing- und Schreibstil für den deutschen Markt.
Ob sich das mit dem neuen Album „My Best Friend Is You“ ändert? Ihre Chancen stehen sicherlich nicht schlecht, b mehr...
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 Mehr vom Gleichen
CD-Kritik: Gentleman – Diversity Deutschland, ein Land des Reggae? Schwer vorzustellen. Dennoch ereignete sich diese Tage wieder ein Phänomen, was das letzte Mal vor sechs Jahren so passierte und danach nie wieder. Damals schaffte es der deutsche Reggae-Künstler Gentleman, mit seinem Album „Confidence“ zwei Wochen auf Platz eins der deutschen Albumcharts zu stehen.
Gentleman heißt mit bürgerlichem Namen Tillmann Otto und ist in Osnabrück geboren. Er ist der deutsche Reggae-Musiker. Neben unzähligen Singleauskopplungen mehr...
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 Das Beste aus Wilders Synthie-Schatztruhe
CD-Kritik: Recoil – Selected Ex-Depeche Mode-Mitglied Alan Wilder packt das Beste aus einigen seiner Alben als "Selected" auf eine neue Platte. Neu abgemischt präsentieren die vierzehn Tracks seine persönlichen Lieblinge aus den Alben "bloodline", "Unsound Methods", "Liquid" und "subHuman".
Das Album ist stimmig, klingt mysteriös, groovig. Es erzeugt Atmosphäre. Klangtüftler Wilder, der bewusst auf Genregrenzen pfeift und Musik als etwas Fließendes ansieht, hat schon immer etwas andere Musik gemacht. Fern allen Kommerzde mehr...
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 Weich wie ein Babypopo
CD-Kritik: V/A – Kitsuné Maison Compilation 9 - Petit Bateau Edition or The Cotton Issue Die Spatzen pfeifen es von den Pariser Dächern. Im Hause Kitsuné soll es Nachwuchs gegeben haben. Warum das einer Erwähnung wert ist? Die Geburt des kleinen Yumé wird von der Leitung des Labels als Grund für die diesmal doch recht soft ausgefallene Songauswahl auf der neunten Ausgabe ihrer Compilation angegeben. Wenn im Nebenzimmer eine Wiege steht, ist es wohl bedeutend schwieriger mit harten Beats zu arbeiten.
Qualitativ ist das Electro-, Pop-, Indie-Label nach wie vor gut gerüstet. Zwei bi mehr...
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 Das Böse lebt
CD-Kritik: Black Sabbath – Live Evil (Deluxe Edition) Neues von einer der (Ok)kultigsten Band aller Zeiten? Geht So. Das vorliegende Album „Live Evil“ ist nicht gerade Frischware. Aufgenommen in Seattle, San Antonio und Dallas während der „Mob Rules Tour“ 1981 und erstmalig 1983 erschienen, stellt es ein Zeitdokument einer sehr turbulenten Zeit der Band dar. Noch während der Abmischung verließen Sänger Ronnie James Dio (im Booklet kurioserweise nur als Ronnie Dio aufgelistet) und Schlagzeuger Vinny Appice (welcher im Booklet gar nicht erst als Band mehr...
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 Schönes Best-Of für ruhige Stunden mit weniger bekanntem Material
CD-Kritik: Vanessa Paradis – Best Of Zwei CDs mit 33 Tracks hat Vanessa Paradies zu dem Besten erklärt, was sie in ihrer musikalischen Karriere bisher geschaffen hat. Natürlich ist auch “Joe Le Taxi“ dabei, mit dem sie als knapp Fünfzehnjährige ihr bis heute andauerndes Image als Lolitasängerin prägte. Während auf der ersten CD neben altbekannten Zeugs das neue “Il y a“ lauert, erfreut uns besonders die zweite Platte mit schönen Akustikversionen, Livemitschnitten und Neugemischtem aus alten B-Seiten. Hinzu gesellen sich mit “La Bal mehr...
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 Durchschnittliches Emo-Album mit seltsamen Schwächen
CD-Kritik: Dashboard Confessional – Alter The Ending Eines muss man Chris Carrabba lassen. Texte schreiben kann er. Nicht, dass diese wirklich anspruchsvoll sind, aber Carrabba schluchzt einfühlsam einfach verständliche Bilder dem Hörer entgegen. „We stayed in the sun too long / Suffered a terrible burn / Now everybody learns from disaster“, so etwa in dem Hörtipp „Everybody Learns From Disaster“. Auch bei “Even now“ kann Chris, nur begleitet von leiser Gitarre und ein bisschen Percussion, überzeugen und ein bisschen Herzschmerz hinaus heulen. Zus mehr...
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 Die wohlplatzierte Sprengladung
CD-Kritik: Warfield Within – Inner Bomb Exploding Der deutsche Heavy Metal-Untergrund brodelt beständig vor sich hin. Man sieht Bands kommen und gehen. Bei manchen ist man froh, bei anderen wiederum hätte man sich etwas mehr gewünscht. Doch viele alte Hasen, die live ein ordentliches Spektakel abziehen, verschenken oft viel Potential, indem sie ihre Songs niemals in einer überzeugenden Qualität auf einen Tonträger packen. Die in Eigenregie produzierten drei Euro-Demos mit zwei Liedern darauf sind ja schön und gut (und oft auch kultig), doch irg mehr...
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 Experimente können scheitern
CD-Kritik: The Bosshoss – Low Voltage Etwas ganz Neues haben The Bosshoss bei ihrem neuen Album “Low Voltage” gewagt. Mit der Unterstützung von 20 Streichern und Bläsern haben sie ihre wie sie selbst behaupten größten Hits neu aufgenommen.
Tatsächlich ist ein ganz eigenes unvergleichliches Album entstanden, und dass obwohl The Bosshoss ja bekanntlich schon dagewesene bekannte Popsongs covern. Schon immer hatte das, was die Berliner Jungs aufnehmen, einen besonderen Sound: unverwechselbar. The Bosshoss eben. Seit 2004 verwandelt d mehr...
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 In Ermangelung eines Volksliedes
CD-Kritik: Sophie Hunger – 1983 1983, so lautet das Geburtsjahr der Künstlerin. Sophie Hunger gibt im Titelsong kaum einen Hinweis, wie sie sich durch dieses Jahr geprägt sieht, eher möchte sie es selbst zur Rede stellen: „Wo sind deine Kinder“, heißt es da, „wo sind deine Stimmen“, „was hat es gekostet, immer besser zu leben“. Es rumpelt, es herrscht Unruhe, und auf deutsch klingt Hunger erst mal ein wenig wie Nena (aber keine Sorge, das verfliegt). Im Refrain wünscht das lyrische Ich sich ein Volkslied, aber so was gebe es j mehr...
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 Reite den zweiköpfigen Elefanten!
CD-Kritik: Evelyn Evelyn – s/t Eines ist klar: dies ist kein Album, das man einfach so nebenbei hören kann. Vielmehr handelt es sich bei der Platte von Evelyn Evelyn um eine Art musikalisches Hörbuch, dass die volle Aufmerksamkeit der Hörer fordert und diese auch bereits mit dem ersten Titel zu fesseln vermag.
Eva und Lyn Neiville – oder auch Evelyn und Evelyn – sind siamesische Zwillinge: sie teilen sich „drei Beine, zwei Arme, zwei Herzen, drei Lungen und eine einzige Leber“. Mit diesem Album erzählen sie ihre Geschichte mehr...
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 Too Much Education To Perform
CD-Kritik: Stereophonics – Keep Calm and Carry On Es ist lange her, aber es gab mal eine Zeit, da waren die Stereophonics eine der spannendsten Bands Großbritanniens. Rund um die Jahrtausendwende war das, als man den Beweis antrat, ständig gute Songs mit Anspruch veröffentlichen zu können, ohne dabei in zum Teil spinnerte Sphären von Blur und co. abdriften zu müssen. Auf „The Bartender and the Thief“ folgte „Hurry up and wait“, auf “Mr. Writer” der Hit “Maybe tomorrow”.
Doch das kann man abhaken. So sind die Stereophonics nicht mehr. Ihr Sou mehr...
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 Hamburg ist kein Ort, Hamburg ist ein Gefühl
CD-Kritik: Schöftland – Der Schein trügt Schöftland bieten auf ihrer Homepage eine Sektion mit „häufig gestellten Fragen“ an, allerdings sieht man da tatsächlich nur einen Überblick der Fragen. Die Antworten bleibt die Band auf neunmalkluge Weise schuldig. Vielleicht ist die potentielle Hörerschaft auch ironisch-intellektuell genug, und gängige Grundsatz-Informationen wie Herkunft des Bandnamens oder Entscheidung für deutschsprachige Texte wären definitiv zu uncool. Wie dem auch sei, noch ist die Bandgeschichte überschaubar: 2005 ging’ mehr...
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 Politisch motivierter Tech-Rap
CD-Kritik: Dan le Sac vs. Scroobius Pip – The Logic of Chance Da steht man vor dem Pop-Wandschrank und weiß nicht in welche Schublade man das nun reinstopfen soll. Beatbastler Dan le Sac und Straßenlyriker Scroobius Pip winden sich geschickt aus dem Klammergriff der Kategorisierung. Auch auf „The Logic of Chance“, dem Zweitwerk des Duos, mischen sie Elektronisches aller Couleur (Rave, House, Eurodance) mit so etwas wie HipHop und Ernstes mit Unterhaltung.
Schwappt etwas, das „irgendwie HipHop, aber dann auch wieder nicht“ ist, über den Ärmelkanal, haben mehr...
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 Die Sonne geht auf
CD-Kritik: Sol Gabetta – Elgar Cello Concerto Sol, der Name ist Programm. Klassikfans ist die französisch-argentinische Cellistin mit ihrer ganz eigenen energetisch wie feinfühligen Spielweise längst ein Begriff. Schon in jungen Jahren gewann sie zahlreiche Preise, u.a. beim ARD-Wettbewerb in München oder beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. 1992-1994 erhielt sie ein Stipendium an der „Escuela Superior de Música Reina Sofía“ in Madrid, danach studierte sie in Basel und Berlin. Spätestens 2007 machte sie sich auch in Deutschland einen Nam mehr...
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 Da hilft auch Eiscreme nicht weiter...
CD-Kritik: New Young Pony Club – The Optimist Zwei Jahre ist es nun her, dass ein kleiner Sturm durch die Indiewelt fegte. „Ice Cream“ machte die Londoner Band New Young Pony Club auch in Deutschland bekannt und war auf Tanzflächen ebenso wie auch im Sparten-Radio stets präsent. Die trotzige Stimme der Sängerin Tahita Bulmer spielte ganz dem Zeitgeist entsprechend zu Elektroklängen die nur begrenzt talentierte – und gerade deshalb fantastische – Hauptrolle.
In diesem Monat steht nun die Veröffentlichung der neuen Platte der Band an. Ents mehr...
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 Zu schön, um zu lang zu sein
CD-Kritik: Angus & Julia Stone – Down The Way Eine schöne Familiengeschichte: Angus und Julia Stone wollten ursprünglich zwei separate Karrieren einschlagen. Trotzdem standen sie zusammen auf der Bühne, und der jeweils andere sorgte für Hintergrundgesang. Zuerst sah es dann aus, als hätte Angus die größere Chance zum Durchbruch, dann entschieden sie sich, als Duo weiterzumachen – Bruder und Schwester durch das gemeinsame Interesse vereint. Nach ersten EPs fanden die beiden internationales Interesse jenseits der heimischen australischen Gest mehr...
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 Den eigenen Vorsatz nicht umgesetzt
CD-Kritik: The Disco Boys – Vol. 10 Die Disco Boys sind wieder da. Mit ihrer neuen Mix-CD – auch in einer limitierten Edition erhältlich – melden sich die beiden DJs zurück. Schon seit 1995 liegt das Hamburger DJ Team einen Mix aus Disco-Klassikern und Coverversionen auf. 2001 erschien Volume 1, und danach jedes Jahr eine weitere Sammlung. Klar, das 2010 Vol. 10 dran ist. Allerdings ist dieser Mix etwas schwerfällig, irgendwie kommt zwischen den Tracks kein flüssiger Hörgenuss auf. Die Übergänge sind zu hart, um die CD zu Hause ne mehr...
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 Ein Volk auf Tournee
CD-Kritik: Piazumanju – Gyps'N'Roll "Gyps 'n' Roll" lautet die Selbstbeschreibung, die auf die fünf Musikanten und Dame aus Hamburg ebenso zutrifft wie auf die nun vorliegende EP, die sich mit sechs Stücken präsentiert. Da hören die einen gerne mal hin und möchten Pogo tanzen auf kleinen und großen Festivals (Rock am Ring, Highfield und Hurricane gehörten u.a. dazu), die anderen nehmen die Beine in die Hand. Wie man es (und sich selbst) dreht und wendet – es handelt sich hier um Polkastimmung, die durch pumpende Bläser, springende mehr...
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 Krach von berückender Schönheit und Tiefe
CD-Kritik: Turbostaat – Das Island Manøver Über den Status als Geheimtipp sind sie eigentlich ja schon raus, zu heftig wirkt der Eindruck nach, den „Vormann Leiss“ hinterlassen hat. So kann mittlerweile mit dem Namen Turbostaat jeder etwas anfangen, der sich auch nur am Rande für Punkrock interessiert. Das neue Album „Das Island Manøver“ bedeutet für den Fünfer aus der Stadt mit der größten Punktesammlung Deutschlands jedoch tatsächlich einen weiteren musikalischen Schritt nach vorne.
Haben sie die bekannten drei Akkorde schon vor Jah mehr...
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 Zurück mit neuer Lebenskraft (?) und einem kleinen Skandal (!)
CD-Kritik: Erykah Badu – New Amerykah Part Two - Return Of The Ankh Die Veröffentlichung des zweiten Teils von „New Amerykah“ hat sich länger als geplant hingezogen. Gute zwei Jahre sind seit dem sozialkritischen „4th World War“ ins Land gegangen, und mit ihnen offenbar genug Zeit für die Badu ihren damals dargestellten Fokus zu stilisieren. Die Schlagzeilen sind derzeit voll mit Empörungen und Zwiegesprächen über das gerade erschienene Musikvideo zu „Window Seat“. In ihm zieht sich die Soulsängerin öffentlich aus und stellt schließlich am Ort des Kennedy-Attent mehr...
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 Überfordert tanzen
CD-Kritik: Eagle Seagull – The Year Of The How-To Book Ein guter Songtitel erfasst die Seele des Songs so gut wie möglich; das kann knapp und kryptisch geschehen oder, wie bei Eagle Seagull, sehr direkt. „You’re The Reason Why I’m Afraid To Die“, „I’m Sorry, But I’m Beginning To Hate Your Face“, „I Don’t Know If People Have Hated Me But I Have Hated People“ – hier werden große Gefühle auch mal offen ausgesprochen.
Gemäß ihren Wurzeln im US-Bundesstaat Nebraska begannen Eagle Seagull ihre Karriere mit Alternative Country; in ihrer zweiten Platte e mehr...
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 Kreuzfahrt ins ewige Eis
CD-Kritik: Schiller – Atemlos Eine Polarreise kann sehr inspirierend wirken. Vor allem die Suche nach Ambient-Sounds dürfte im ewigen Eis leicht fallen; Klirrende Kälte sollte für den ultimativen Chill-Out-Faktor sorgen. Also packte Christopher von Deylen alias Schiller sich seine Synthesizer und buchte eine Kabine auf dem Forschungsschiff „Polarstern“. Die Reise samt Unterwasser-Beobachtungen wurde für die beigelegte DVD dokumentiert. Das musikalische Endprodukt der Unternehmung kann man nun in zwei Formen begutachten, nebe mehr...
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 Schlittenfahrt ins ewige Eis
CD-Kritik: Wolf Maahn – Vereinigte Staaten Eine Polarreise kann sehr inspirierend wirken. Wolf Maahn, deutsches Songwriter-Urgestein, kann ein Lied davon singen. „Unter einem freien Himmel“ heißt es, ein angenehm treibender Rock-Song, der in seinen fünf Minuten such viel Platz für die Instrumente lässt. Visuelle Eindrücke des besungenen Husky-Schlitten-Trips gibt’s auf der Hülle und im Booklet zu sehen, und schnell stellt man sich auf ein Abenteuer in klirrender Kälte ein – aber dann singt Maahn eben doch nur ein Lied von der Pola mehr...
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 Die dunklen Jahre sind vorbei
CD-Kritik: Bunny Lake – The Beautiful Fall Bunny Lake – schon der Name lässt an Häschen-Partys am Privatsee eines Hugh Hefner denken, die zur massenhaften Seligkeit beitragen sollen. Eine Vision, die von der Musik des österreichischen Trios gleichsam unterstrichen wird. Sauberer Elektro-Pop in Reinkultur, ohne Schnörkel, ohne Ausbrüche, ohne irgendwelche Experimente. Hauptsache massentauglich!
Ach, was waren das noch Zeiten, als Christian Fuchs und Suzy on the Rocks (alias Teresa Rotschopf) noch düstere Elektrosounds auf die Dancefloo mehr...
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 Da hat man was eigenes
CD-Kritik: Maximilian Hecker – I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son Ein Singer-/Songwriter ist es gewöhnt, seine Emotionen vor dem Publikum auszubreiten. Noch direkter geht es natürlich, wenn man seine Gedanken gar nicht erst in einen Song packen muss; und richtig besonders wird es dann, wenn man den entstandenen Text noch mal ganz anders präsentiert. So hat sich Maximilian Hecker sich das wahrscheinlich gedacht, als er sein neues Album mit „Blue Soldier Night“ eröffnete: Eine weibliche Computerstimme trägt darin einen Text vor, in dem sich unter anderem die Zei mehr...
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 Englische Wolkenschleier
CD-Kritik: Tunng – And Then We Saw Land Der erste Eindruck ist ja immer von großer Bedeutung. Grün-lilafarbenes Artwork, das entfernt an Kaleidoskope erinnert, dazu eine seltsame Synthie-Melodie – Tunng schrecken erst mal ein wenig ab. Doch nach wenigen Sekunden geht die Sonne auf, Gitarre und Banjo offenbaren die folkigen Wurzeln, und Sänger Mike Lindsay drückt der Musik mit sympathischer Stimme seinen Stempel auf. Der Opener „Hustle“ weckt Freude und lädt zum Mitwippen ein, gleichzeitig ahnt man aber auch eine angenehme Melancholie mehr...
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 Nah am Truck-Stop
CD-Kritik: Drive-By Truckers – The Big To-Do Wer viel erlebt, der erzählt auch gern. Die Drive-By Truckers haben nach eigener Aussage schon viel erlebt und überlebt, so zum Bespiel auch einen Meteoriteneinschlag in unmittelbarer Nähe des Tourbusses. Da kann man auch schon mal 25 Tage ins Studio gehen und mit 25 Songs wieder rauskommen. „The Big To-Do“ fasst die Hälfte davon zusammen, gemeinsamer Nenner ist erdiger Americana-Rock. Der Rest wird etwas später erscheinen, angeblich ziemlich funky und mit dem passenden Titel „Go Go Boots“.
D mehr...
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 Im Norden was Neues
CD-Kritik: General Fiasco – Buildings Mal wieder Brit-Pop in meinem CD-Player. Aus Nordirland, einer britischen Region, die bisher nicht mit viel musikalischem Nachwuchs glänzte, kommen General Fiasco. Und obwohl man diese Band durchaus als Newcomer bezeichnen kann, können sie bereits damit prahlen, im Juni mit Snow Patrol auf Tournee zu gehen.
Und das zu recht. Die Band macht geradlinigen Indie-Rock mit anspruchsvollen Texten. "Wenn sich der Mist so hoch türmt, dass er nicht mehr zu übersehen, aber auch nicht mehr zu beseitigen mehr...
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 Geschichten aus der holländischen Prärie
CD-Kritik: Okieson – Cupboard Full Of Things Holland. Land der endlosen Steppen, der Rinderherden und Cowboys. Hier sind Pferd und Colt die besten Freunde des Mannes. Hier ist die Einsamkeit ein ständiger Begleiter, hier ist Country, die Musik der einfachen Landbevölkerung daheim und die Gitarre das Mittel, mit dem die Menschen dem Raunen ihrer Seelen Ausdruck verliehen. Ach, Holland.
Moment mal, hier stimmt doch was nicht! Ist Holland nicht eigentlich für Windmühlen, Grachten und Käse bekannt? Eigentlich ja, aber das hindert die Nied mehr...
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 An jedem Tag St. Patrick's Day
CD-Kritik: Neck – Come Out Fighting „Och neee, nicht schon wieder so eine pseudo-Folk-Rock Band!“ , ist der Gedanke, als die aktuelle CD der Gruppe Neck ihren Weg auf den Schreibtisch fand. Was Folk-Rock, Rock-Folk und seine Derivate angeht, bin ich ein gebranntes Kind. Aber man möge Nachsicht mit mir haben, immerhin tummeln sich viele Folksmusiker, die mangelndes musikalisches Können mit einem Übermaß an gekünsteltem Irisch-Getue zu kompensieren suchen, dabei aber so stilvoll irisch sind wie Dosen-Guinness von der lokalen Tanke. mehr...
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 Musikalischer Zuckerschock
CD-Kritik: Madonna – Sweet & Sticky Tour Eine riesige rosa-weiße Kugel rollt den Zuschauern auf allen Bildschirmen entgegen. Im nächsten Moment verschwindet sie in einem weißen Funkenmeer und es erscheint in neonrosa der Schriftzug „Candy“. Die Musik setzt ein und auf einer sich drehenden Plattform sitzt Madonna breitbeinig in einem Stuhl, bewaffnet mit einem Gehstock und zwinkert dem Publikum zu.
Der Einstieg in Madonnas „Sticky & Sweet“ – Tour gehört zu den am aufwendigsten inszenierten Intros der Musikwelt. Grund genug, um ihn zu mehr...
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 Sag mir wenn's vorbei ist
CD-Kritik: Amy MacDonald – A Curious Thing Man kann Amy MacDonald nicht vorwerfen, dass sie sich auf den Lorbeeren ihres großen Hits „This Is The Life“ ausruhen würde. Ihre zweite Platte – „A Curious Thing“ – ist gerade erschienen, und tatsächlich hat sich ein wenig was beim Sound getan. Allerdings kann man ihr vorwerfen, dass sie für das ganze Album scheinbar nur eine musikalische Idee hatte. Man fragt sich, ob man das nicht gerade schon gehört hat, beim zweiten, beim vierten, beim sechsten Stück, bevor man langsam wahnsinnig wird und s mehr...
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 Für den sanften Start in den Frühling
CD-Kritik: Jona Steinbach – Alles Negieren Der Sänger und Liedschreiber Jona, inzwischen als Jona Steinbach unterwegs, liefert nach sechs Jahren ein Album ab, dass im Vergleich zu den Vorgängern deutlich runder klingt. Jona ist nachdenklicher geworden, aber auch vielseitiger, was die Komposition seiner Lieder angeht.
"In Den Gedanken" gehört lyrisch zu den herausragenden Stücken, dass den Hörer sanft mit den leisen Gitarrenklängen mitschwimmen lässt. "alles negieren" wartet mit 1980er Synthie-Popklängen auf, die Stimmung erzeugen, inh mehr...
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 Nur nicht stehenbleiben
CD-Kritik: pinksnotred – Remedy „Nur nicht stehen bleiben“ – so lautet das Motto von pinksnotred. Fünf Jungs aus Mainz, die seit 2007 konstant auf Tour sind und für ordentlich Spaß und Furore sorgen. An Stillstand ist da bei weitem nicht zu denken. Und damit die Band mit ihrem nicht enden wollenden Bewegungsdrang nicht allein da steht, wird diese innere Unruhe einfach skrupellos nach außen transportiert. Soll heißen: wer es schafft, bei pinksnotred ruhig sitzen zu bleiben, ist entweder körperlich stark eingeschränkt oder völli mehr...
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 Gute schwedische Hausmannskost mit sphärischen Klängen
CD-Kritik: Aerial – Put It This Way In Headlines Es gibt Alben, da schwant bereits nach dem ersten Lied, dass keine großen Überraschungen mehr folgen werden. Bei "Put It This Way In Headlines" stimmt dies zur Hälfte. Das heißt nicht, dass das die vierte Veröffentlichung von Aerial andererseits halbwegs schlecht ist, keineswegs. Musikalisch wurden einige alten Zöpfe abgeschnitten, eine melancholisch Stimmung zieht sich über alle dreizehn Tracks. Lange Instrumentalparts, da ist die die hallende Stimme von Sebastian Arnström. Man ist erwachsener mehr...
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 Vom Raunen der russischen Seele...
CD-Kritik: Anna Netrebko / Daniel Barenboim – In The Still Of Night Eine Frau wie eine Naturgewalt – die russische Sopranistin Anna Netrebko ist eine der gefeiertsten Sängerinen im klassischen Segment und eine glamouröse Operndiva der alten Schule. Die Ausdrucksstärke und klangliche Wärme ihrer Stimme begeistert weltweit ein riesiges Publikum. Davon konnten sich auch die Besucher des Salzburg Festivals 2009 überzeugen. Zusammen mit Daniel Barenboim, der die Russin am Flügel begleitete, intonierte sie die selten gehörte Puschkin-Vertonung von Rimsky-Korsakow und mehr...
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 Gottesfurcht und Lebensfreude
CD-Kritik: Hilary Hahn – Violin and Voice Es ist eine Geschichte wie aus einem Hollywooddrehbuch: Eine blutjunge Geigerin begegnet einem alten (wirklich sehr alten) Komponisten. Er ist ein anerkannter Kirchenmusiker und schon etwas verknastert. Sie hingegen ist ein aufgehender Stern am Firmament der klassischen Musik und ihre Spielfreude und technische Brillanz begeistern sämtliche Kritiker. Dank ihrer Frische blüht auch der alte Komponist auf und wird von ihr gründlich abgestaubt. Im Gegenzug verhilft ihr ihre Interpretation sei mehr...
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 Wenn The Doors im Zirkus Volksgut singen
CD-Kritik: Erland & the Carnival – s/t Es gibt Alben, die lassen den Hörer nach der ersten Beschallung mit Ratlosigkeit zurück. Erland & the Carnival gehört da sicher dazu. Denn erst beim zweiten Mal wird dem Hörer die innenwohnende Kreativität des Werkes voll bewusst.
Dies mag vielleicht übertrieben klingen angesichts der Tatsache, dass E&TC schlichtweg alte schottische und britische Folksongs aufgreifen und neu interpretieren. Das an sich banal klingende Konzept wird aber zumeist bis zur Perfektion ausgereizt, und dabei nimmt Sä mehr...
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 Fruchtbar ist das Zigeunerleben
CD-Kritik: Jil Is Lucky – s/t Irgendwo zwischen Folk und Pop, zwischen Frankreich und Indien – genau da findet man Jil! Der Weltenbummler schwebt überall irgendwie dazwischen, passt in keine Schublade rein und befindet sich seit seinem sechsten Lebensjahr auf einem ständigen Selbstfindungstrip. Angeblich hat er damals seine erste Gitarre in die Finger bekommen und kann seitdem nicht mehr aufhören zu spielen. Dabei zieht er um die Welt und experimentiert mit allem, was er in die Finger bekommen kann. Kein Wunder also: Jil Is mehr...
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 Vier Professoren und ein Wunderkind
CD-Kritik: Fauré Quartett – Wunderkind - Mendelssohn Klavierquartette Der deutsche Komponist Felix Mendelssohn galt als Wunderkind. Bereits mit zwölf Jahren schrieb er Konzerte und Symphonien, die seine Zeitgenossen verblüfften. Sein prominentester Fan wird wohl der große Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe gewesen sein, der in dem kleinen Jungen aus Berlin nicht weniger als einen zweiten Mozart sah. „Was dieser kleine Mann im Fantasieren, Vom-Blatt-Spielen und Komponieren vermag, das grenzt ans Wunderbare, und ich habe es bei so jungen Jahren nicht für möglic mehr...
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 Eros total
CD-Kritik: Eros Ramazzotti –The Collection Für Fans italienischer Popmusik ist 2010 ein richtig gutes Jahr. Eros Ramazzotti, Italiens musikalischer Exportschlager Nummer eins, ist auf ausgedehnter Deutschlandtournee. Jedoch beglückt der Schmusesänger nicht nur die hiesigen Konzerthallen. Dank einer neuen Box mit dem klingenden Namen „The Collection“ gibt es den Italiener auch für den Hausgebrauch.
Dieser Name könnte passender nicht sein, denn die Box verspricht viel und hält noch viel mehr. Sie enthält nicht weniger als die ersten 5 A mehr...
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 Gegensätze ziehen sich an
CD-Kritik: Broken Bells – s/t Puhh, zum Glück, es gibt sie noch. Jene Alben, die man in den CD-Player legt um jedes, aber auch wirklich jedes Lied gut zu finden. Doch damit nicht genug, auch nach der fünften Wiederholungsschleife wird die Musik nicht langweilig, sondern gibt immer mehr von ihrem komplexen Charakter preis. Dieser zeichnet sich durch eingängige Melodien, unerwartete Wendungen und technisch brilliante Umsetzungen aus. Doch wer setzt hier technisch brilliant seine musikalischen Inspirationen um?
Broken Bells mehr...
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 Gelungene Heimkehr
CD-Kritik: Donots – The Long Way Home Dreckiger Punkrock aus einem verschlafenen deutschen Städtchen? Das können nur die Donots sein! Seit nun fast 16 Jahren stehen die fünf Ibbenbürener auf der Bühne und rocken sich durch Deutschland. Öfters als Supportact für größere Bands, manchmal aber auch alleine. Letzteres ist ab April wieder der Fall, da die Donots Ende März ein neues Album veröffentlichen.
Das Album trägt den Titel „The Long Way Home“. Ein Titel, der Erwartungen weckt. Sind die Donots nun wieder zu ihren Wurzeln zurückge mehr...
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 When I was your age, Pluto was a planet
CD-Kritik: Jimi Hendrix – Valleys Of Neptune 2Pac hat es gemacht, Queen haben es gemacht, die Beatles natürlich sowieso, und bei Michael Jacksons Nachlassverwaltern laufen gerade die Verhandlungen: Die Rede ist vom posthumen Album. Da der Tod manchmal unerwartet und oft unpassend vor der Tür steht, hinterlassen Musiker schon mal unvollendetes Material. Sei dieser Musiker ein Star, für den der Tod nur eine weitere Form des PR-Hypes ist, oder der Künstler, dessen Hardcore-Fans jeden Schnipsel ihres Idols besitzen wollen wie einst die Kontakt mehr...
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 Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin
CD-Kritik: Ludacris – Battle Of The Sexes Der Schlachtplan war so schön ausgearbeitet, doch dann passierte etwas unvorhergesehenes. Für seine neue Platte wollte Ludacris den „Battle Of The Sexes“ ausrufen und den Geschlechterkampf direkt gegen die Rapperin Shawnna führen – als gemeinsames Album. Shawnna überwarf sich jedoch mit dem Label und damit auch direkt mit dessen Inhaber Ludacris – in einigen Songs hört man sie zwar noch, aus der Vorab-Single „Everybody Drunk“ wurde sie jedoch nachträglich rausgeworfen. Das Album steht jetzt als mehr...
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 Tanzen! Aber ganz ruhig bleiben...
CD-Kritik: Kasper Bjørke – Standing On Top Of Utopia „Atmosphärische“ oder „sphärische“ Klänge? Ist es eine „Reise“ oder ein „Trip“ auf den uns der Künstler mitnimmt? Eine CD-Kritik zum neuen Kasper-Bjørke-Album, die ohne solche und ähnliche Floskeln auskommt, dürfte Seltenheitswert besitzen, also was darf es sein? Es ist nun mal recht schwer, sich angesichts von „Standing On Top Of Utopia“ nicht in abgeschmackte Allgemeinplätze zu versteigen und auf dem Höhepunkt von „flächigen Arrangements“ zu sprechen.
Der dänische DJ und Produzent, sonst vo mehr...
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 Inspiration ist nicht genug!
CD-Kritik: Good Shoes – No Hope, No Future “Oh cool, The Maccabees!” – “Das sind doch The Rakes, Du Idiot!” – „Neeeee...“ Große Fragezeichen schweben über den Köpfen meiner Mitbewohner. The Wombats? The Pigeon Detectives? Foals? Art Brut? Vier Lieder später ist die Verwirrung nur noch größer. Und auch jetzt fällt es schwer, die neue Platte der Good Shoes „No Hope, No Future“ zu beschreiben, die Grund für das lustige WG-Rätselraten war.
Es ist bekannt, dass sich Bands häufig bei ihren Kollegen „etwas abschauen“ und sich gegenseitig bee mehr...
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 P.S.: Bitte mehr Individualität
CD-Kritik: Kashmir – Trespassers “A list of things that should be said, now weighs a forest on your tongue.” Metaphern stehen hoch im Kurs bei Kashmir aus Dänemark. Bassist Mads Tunebjerg, Schlagzeuger Asger Techau, Keyboarder Henrik Lindstrand und Frontmann Kasper Eistrup dichten, was die poetische Ader hergibt. Das klingt schön, auch in der musikalischen Übersetzung. Fast täuschen sie damit über unmissverständlichere Lyrics hinweg: “Stand up and undress, show me your treasure, the forest I will set ablaze and all that I adore mehr...
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 Malen nach Zahlen
CD-Kritik: Revolverheld – In Farbe Peter Pan, der Junge, der nicht erwachsen werden möchte, wäre in der Realität wahrscheinlich unglaublich unausstehlich. Warum? Das kann sich jeder vorstellen, der selber mal in der Pubertät war (und Hand aufs Herz, wer war das nicht?). Überzeugt von der eigenen Wichtigkeit, launisch, mal besserwisserisch-rotznasig, dann von unerträglichem Herzschmerz gepackt. Immer unbedingt der Mittelpunkt der Welt.
Und so klingt die neue Revolverheld-Platte. Vermutlich auch nicht so anders als die zwei Vorg mehr...
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 Himmel auf Erden
CD-Kritik: Lou Rhodes – One Good Thing Neues aus England! Lou Rhodes, ihres Zeichen ehemalige Frontfrau der TripHop-Band Lamb, wandelt weiter auf ihren Solopfaden. Mit „One Good Thing“ erscheint jetzt bereits ihr dritter Longplayer, bei dem man wie schon bei den Vorgängern vergeblich nach irgendeiner Art der Elektronik suchen wird. Denn Frau Rhodes hat sich nach der Trennung der Band dem Singer-Songwritertum verschrieben. Und hat dabei offenbar ein neues Heim gefunden.
Ihre Stimme ist wie gemacht für ganz leise, zarte Momentaufnah mehr...
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 Das Phantom kehrt zurück
CD-Kritik: Andrew Lloyd Webber – Love Never Dies Was darf bei keinem Musical-Freak im Regal fehlen? Ganz klar: „Das Phantom der Oper“! Andrew Lloyd Webbers Adaption des Gaston Leroux–Romans ist eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, hat unzählige Preise gewonnen und begeisterte seit seiner Uraufführung 1986 bereits über 100 Millionen Menschen weltweit. Nun hat der Maestro einen zweiten Teil kreiert: „Love never dies“, die Liebe stirbt nie...
Erinnern wir uns zurück: Das spektakuläre Finale in den Katakomben der Pariser Oper, das P mehr...
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 Verzerrte Meditation
CD-Kritik: Gonjasufi – A Sufi And A Killer Auf der Suche nach den Wurzeln des Namens „Gonjasufi“ lässt sich viel lernen. Die Sufi-Tradition beschäftigt sich intensiv mit den mystischen Dimensionen des Islams; hier findet man auch die Tanzenden Derwische, die durch ihre kreiselnde Bewegungs-Meditation den Kontakt zur Perfektion herstellen wollen – vereinfacht gesprochen. Gonja ist der Name eines Königreichs im nördlichen Ghana. So, weit so gut; Wikipedia schlägt in seiner unendlichen Weisheit jedoch noch den Ausdruck „Ganja“ vor. Und unte mehr...
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 Feinster Pop mit Durchhängern
CD-Kritik: OneRepublic – Waking Up (Deluxe Edition 2010) Mit „Apologize“ hatten sie einen Welterfolg, die Nachfolgesingle „Stop and Stare“ schaffte es in vielen Ländern in die Top 10. Nun sind OneRepublic aus Colorado mit ihrem zweiten Studioalbum „Waking Up“ zurück. Das Album soll sich nicht an dem ersten Werk „Dreaming Out Loud“ orientieren, sondern bewusst andere Wege gehen.
Der Einstieg ins neue Album ist gelungen. „Made For You“ ist eine Mischung aus Einleitung für die kommenden Lieder und selbstständigem Song. Besonders das rhythmische Intro mehr...
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 Das Rezept zum Erfolg?
CD-Kritik: Erik Sumo Band feat. Kiss Erszi – The Trouble Soup Man nehme eine siebenköpfige Band, musikalische Einflüsse aus Jazz, Rock und Soul, vermische sie mit sowohl traditionellen ungarischen Folk als auch mit außergewöhnlichen Klängen und voilà, schon hat man Ungarns nächste Indie-Pop Sensation.
Bisher war die Heimat des weltbesten Gulaschs ja nicht gerade für internationale Karrieren im Musikbusiness bekannt und ob das Rezept der Erik Sumo Band genauso einschlägt wie des Deutschen Lieblingsspeise, sei noch dahingestellt. In Ungarn besitzt die Eri mehr...
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 Rock 'n' Roll für alle Altersklassen
CD-Kritik: Little Red – Listen To Bei den Little Reds könnte man glatt meinen, es handle sich dabei um die australische Ausgabe von Tokio Hotel, nur ewas braver: fünf blutjunge Typen, die eher auf die Schulbank als auf die Bühne gehören, modern gestylt mit viel Kreischpotential für anfällige Teens – bevorzugt natürlich die weiblichen. Ihr Debüt-Album "Listen to Little Red" ist genauso Teenie-massenkompatibel, könnte aber durchaus auch die Mütter und Großmütter ansprechen, denn Little Red spielen fröhlichen Rock, der mal nach den mehr...
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 Klaffende Bildungslücke
CD-Kritik: Ringo Starr – Y Not Ringo Starr. Den Mann muss man nicht groß vorstellen, und wer ihn nicht kennt, der hat eindeutig eine klaffende Bildungslücke.
Als Schlagzeuger der Beatles ist Ringo Starr ein Teil der Musikgeschichte. Was vielleicht weniger bekannt ist, ist dass der Schlagzeuger nicht nur bei den Beatles für den Rhythmus sorgte, sondern auch seit den 1970ern ein fleißiger Solokünstler ist. Das Album mit dem Titel „Y Not“ ist inzwischen Starrs 15. Soloplatte. So stammen die zehn Songs alle aus seiner Feder un mehr...
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 Viel Klischee, wenig Innovation
CD-Kritik: Betontod – GlaubeLiebeHoffnung Als deutsche Punk bzw. Hardrockband mit deutschen Lyrics hat man es wahrlich nicht einfach. Ständig muss man sich mit Größen wie den Onkelz oder den Toten Hosen vergleichen lassen. Oft zu unrecht. Im Falle von Betontod liegt der Vergleich jedoch nicht nur wegen ihrer Entdeckung durch den Ex Hosen Schlagzeuger „Wölli“ ziemlich nahe. Es ist unglaublich, mit welchem Engagement und Power das Quintett aus Rheinberg in die gleiche Bresche schlägt wie die bereits genannten Großen.
Genau hier liegt a mehr...
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 Live und direkt
CD-Kritik: Fettes Brot – Fettes / Brot You've come a long way, baby
Deutscher Rap, rätselhaftes Wesen. Wie war das neulich noch zu lesen? Wo die Fantastischen Vier auf "Tanz" "Responanz" reimen, Bushido mit "Schwanz" seine ganze Eloquenz zur Schau stellt, heißt es bei Fettes Brot nur: Tanz gehört zu Mummenschanz.
Lange schon haben sich die drei in ihrer eigenen Nische eingerichtet; einem Haus, in dem gefeiert wird, in dem unpeinliche Gesellschaftskritik gelingt und die großen Hits geboren werden – inzwischen auch für die mehr...
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 Ein kalter Frühling
CD-Kritik: LoneLady – Nerve Up Da hatten wir letztes Jahr noch mal Glück gehabt, als mit The xx eine ganz außergewöhnliche Kapelle auf den Bühnen der Welt erschien. Das machte die Suche nach dieser einen himmelstürmenden Platte, die wir auch noch Jahre später auf Bestenlisten finden, etwas leichter; nach dem guten Dutzend Songs, die unbestritten an der Spitze 2009 stehen sollten. Und "xx" stoch auch stilistisch aus der Masse, dem Himmel zum Dank.
Einige Monate sind vergangen, ein unnachgiebiger wie trotzig kalter Winter ha mehr...
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 Your Disco Needs You
CD-Kritik: Die Sterne – 24/7 Wie klärt uns Frank Spilker doch gleich zu Beginn der Platte auf: „Ich geh in die Disco, ich will da wohnen.“ Wer will das nicht? Bettzeug auf dem Dancefloor, zum Frühstück an die Theke und den ganzen Tag nur tanzen. Die böse, fiese Welt bleibt draußen, nur für geladene Gäste. Welch schöner Gedanke. Bei jeder gescheiterten Beziehung, jeder Rechnung im Briefkasten und jedem Quatsch-Dialog mit dem Vermieter wieder gerne geträumt.
Die Disco als Refugium
Der Sound des neuen Albums der S mehr...
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 Komm in mein Boot
CD-Kritik: Unheilig – Grosse Freiheit Bislang war Unheilig nur einer Minderheit bekannt. Dies ist nicht verwunderlich, da die Band ihre Wurzeln in der Gothic-Szene hat. Auch ist Unheilig weniger eine Band im herkömmlichen Sinne. Vielmehr handelt es sich um ein Musikprojekt, in dessen Zentrum der „Graf“ steht, der keine weiteren Namen braucht.
Noch weniger braucht er weitere Musiker für sein künstlerisches Schaffen –Texte, Komposition, Arrangements und Gesang kommen alle aus seiner Hand. Lediglich zum Zwecke der Bühnendarbietung s mehr...
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 Leben in voller Lautstärke
CD-Kritik: Aufgang – s/t
Wer oder was sind Aufgang? Es handelt sich bei diesem Trio um zwei klassische Pianisten und einen ausgebildeten Schlagzeuger. Allerdings sind Ami Khalifé und Francesco Tristano nicht die konventionellen klassischen Pianisten und Aymeric Westrich nicht der typisch unterbeschäftigte Konzertschlagzeuger. Neben dem Konzertsaal ist der Club ihr zweites Zuhause.
Rami Khalifé entstammt dem Libanon und einer musikalischen Familie. Sein Vater ist in seinem Heimatland ein berühmter Komponist. Und da d mehr...
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 Zu lieb für Punk, zu simpel für Indie
CD-Kritik: Nukular – Schere im Kopf Im Zuge der Kulturförderung entschied der deutsche Bundestag, Nukulars Debütalbum "Schere im Kopf" zu unterstützen. Dieser Beschluss entspringt wahrscheinlich einer Begeisterung für handzahme Rocker, die sich nicht mit Politik auseinandersetzen. Denn Nukular befasst sich mit viel persönlicheren Dingen als Krieg oder Rechtsradikalismus. Die Texte, welche Sänger "Woody" im Alleingang schreibt, drehen sich entweder um Frauen oder um den Ausbruch aus einer langweiligen Gesellschaft. Immerhin entlehn mehr...
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 Rebellische Früchtchen
CD-Kritik: Turbo Fruits – Echo Kid „Lass mal drauf hauen“ lautet wohl das Motto des Sängers Jonas Stein, ehemals Be your own PET-Mitglied, und seiner dreiköpfigen Musikcombo „Turbo Fruits“. In feinster Garage-Punk-Manie machen die Jungs ordentlich Krach, Spaß und gute Laune sind inklusive.
Wie es sich für anständigen Punk-Rock gehört, haben die meisten Texte Grölpotential, dabei dreht es sich konstant um Frauen und Autos. Die Jungs machen halt nicht nur Spaß, sie haben ihn auch. Das gesamte Album kocht geradezu über vor Energi mehr...
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 Tagesablauf
CD-Kritik: Dukes of Windsor – It's A War Am 12. Februar ließ sich bereits die allererste Single-Auskopplung aus dem gleichnamigen Album "It's A War" von Dukes Of Windsor bewundern. Sie beginnt mit unerwartet einsetzenden Drum-Sounds, um von Synthie-Klängen getragen auf den Bassisten Joe Franklin zu stoßen, der gemeinam mit Sänger Jack Weaving eine glamourös dreckige Atmosphäre erzeugt.
Das Album bleibt diesem Ambiente treu. „Evil Woman“ differenziert sich in Richtung einer groovenden Träumerei aus und ist dabei dynamisch mitreißend. mehr...
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 Kehret in Euch!
CD-Kritik: Amit Erez – Last Night When I Tried To Sleep I Felt The Ocean With My Fingertips Amit Erez ist einer der bekanntesten Singer-/Songwriter Israels, der sich mittlerweile auch international einen recht ansehnlichen Namen gemacht hat. Mit "Last Night When I Tried To Sleep I Felt The Ocean With My Fingertips" erscheint nun das vierte Album des Gitarre spielenden Sängers, ganz leise, still und heimlich.
Die innere Ruhe scheint bei dem Mann einfach angeboren zu sein. Zehn Songs präsentiert er auf seinem neuen Album, rund fünfundvierzig Minuten pure Meditation. Wer dringend mal w mehr...
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 Hard Rock voraus!
CD-Kritik: December Peals – People Have Demons Was ballert denn da Schönes aus den Boxen raus? Diese Frage werden sich alle Liebhaber von gutem Hard Rock stellen, wenn sie die neue December Peals Platte bei sich rotieren lassen. Denn das Werk entpuppt sich schon bei dem ersten Durchhören als ein echter Knaller. In eine sehr knackige Produktion verpackt, feuern die Jungs aus Ibbenbüren (irgendwo bei Osnabrück) ihre dreizehn Energiebündel von Songs auf den Zuhörer ab.
Wer jetzt unbedingt einen Vergleich braucht, findet diesen irgendwo zwisc mehr...
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 The same procedure
CD-Kritik: The Blue Van – Man Up Es bleibt die Frage nach dem „Warum?“. Muss es der Masse denn wirklich immer recht gemacht werden? Die vier Jungs von „The Blue Van“ hatten schon immer einen Faible für das Einfache, Natürliche. Bodenständiger 60s-Rock ohne Kompromisse. Die Vorbilder heißen The Beatles, The Who, The Kinks und das hört man in jedem einzelnen Takt. Nach längeren Scherereien und letztlich Wechsel des Labels erscheint nun ihr drittes Album „Man Up“ auch endlich in Deutschland. Überraschungen birgt es nicht.
Nach mehr...
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 Vierköpfige Lust am Experiment – ein anstrengendes Debütalbum
CD-Kritik: So So Modern – Crude Futures Sehr sympathisch und sich gleichzeitig vielleicht etwas zu wichtig nehmend, beschreiben “So So Modern” ihre musikalischen Beweggründe: Eine bedeutungsvollere, freudigere Zukunft, ist es, die sie schaffen wollen. Nach etlichen, größtenteils selbst produzierten EPs, die allesamt in überschaubaren Auflagen erschienen sind, soll dieser Versuch nun mit dem ersten Album der Neuseeländer gelingen.
Leider ist die mit einem solch ansprechenden Cover versehene Platte ein sehr durchwachsenes Machwerk. A mehr...
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 Gediegener Indie-Gitarren-Pop aus Deutschland
CD-Kritik: Velveteen – 27 Deutschsprachiger Indie-Pop hat sich hierzulande mittlerweile gut etabliert. Gute deutsche Indie-Bands, die sich an englische Lyrics wagen, sind dafür eher rar gesät. "Velveteen" gehören zu diesem kleinen erlesenen Kreis, der sich international schon recht gut etablieren konnte, sich dafür wohl aber auch ewig den Vergleich mit "Death cab for cutie" gefallen lassen muss.
Die vierköpfige Band aus Frankfurt legt mit "27" bereits das vierte Studioalbum vor und überzeugt mit stimmigen Gitarrenrock mehr...
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 Zum Abschied
CD-Kritik: Johnny Cash – American VI: Ain't No Grave Zwischen 1994 und seinem Tod im Jahr 2003 arbeitete Johnny Cash mit seinem guten Freund, dem bekannten Produzent und Rap-Label-Gründer, Rick Rubin zusammen. Das erste Resultat dieser musikalischen Zusammenarbeit war das Album „American Recordings“, mit dem der gealterte Country-Star sein Comeback feierte und auch bei einer neuen Generation von Musikhörern deutlichen Anklang fand. Rubin und Cash präsentierten darauf ruhigen, melancholischen, auf das Wesentliche reduzierten Country – ein alter Cow mehr...
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 Wenn Gamer Musik machen...
CD-Kritik: Hadouken! – For The Masses ...dann nennt sich das „Hadouken!“. Schon der Name ist einem Videospiel entlehnt (Street Fighter) und auch die Musik lässt diesen Faible für Konsolen und PC überdeutlich erkennen. Rasanter Grime vermischt sich mit dancigem Indierock und einer gehörigen Portion New Rave, dabei werden die Grenzen gnadenlos ausgereizt. Das Endergebnis? Exorbitant vielschichtig, extrem – schlicht und einfach: „For The Masses“ – oder?
Exzessiv reizen die fünf Köpfe um Sänger und Produzent James Smith alle musikali mehr...
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 Im Norden scheppert's wieder
CD-Kritik: Streetwaves – The Pleasure To End All Pleasures Ach ja, der hohe Norden. Draußen herrscht klirrende Kälte, drinnen klirren die Gitarren. Als hätte man rein gar nichts anderes zu tun, produziert man einen formidablen Rock-Act nach dem anderen, ohne Pause tauchen neue Bands auf, die wissen, wie man es anständig krachen lässt. Nun wollen sich also die „Streetwaves“ aus Schweden auch in diese Riege einreihen, ihr Debütalbum „The Pleasure To End All Pleasures“ dürfte da schon mal keine schlechte Empfehlung sein.
Schweden, das Mekka des skandina mehr...
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 Preziosen, die von der Decke regnen
CD-Kritik: The Postmarks – Memoirs At The End Of The World Der Guardian hat sicher nicht so unrecht, wenn er im Zusammenhang der neuesten Postmarks-Veröffentlichung die seligen Cardigans und den noch seligeren Burt Bacharach ins Spiel bringt. Und ebenso richtig machen es alle, die da ein kleines Bisschen aus dem Häuschen geraten ob der "Memoirs At The End Of The World".
Um auf die großen Referenzen zurückzukommen: Bacharach bringt seine Streicher mit, die sich hier wie da in pompöse Emotionen ergießen: Glück und hach, noch mehr Glück können nahe beie mehr...
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 Denglish lässt grüßen
CD-Kritik: La Stampa – Pictures Never Stop „La Stampa“ ist eine der größten italienischen Tageszeitungen. Was sagt das über eine Band aus, wenn sie sich mit demselben Namen schmückt? Will man das Weltgeschehen musikalisch an den Mann bringen? Möglich wäre es, guckt man sich die Zusammensetzung der Herrschaften einmal genauer an: zwei Kunstkritiker (Jörg Heiser und Jan Verwoert), ein Experimental-Elektroniker (Günther Reznioek), ein Ex-Tennisprofi (Thomas Hug) und ein Balkanfilm-Impresario (Jons Vukorep). Gesetzte Herren, die ihre zweite mehr...
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 Hat der Teufel ein Billy-Regal?
CD-Kritik: Satan Takes A Holiday – s/t Es könnte eine Frage aus dem Erdkundeunterricht sein: Was sind die drei Hauptexportprodukte von Schweden? „Öhm... Knäckebrot, Ikeamöbel und Rockbands“ würde jetzt sicherlich eine mögliche Antwort lauten. Zugegeben, es geht schon sehr in Richtung Klischeevorstellung, aber ganz falsch ist es wohl nicht.
Während ich in meinem schmucken Sitzmöbel Modell „Poäng“ eine Scheibe Wasa-Mjölk genieße, bleiben auch meine Lautsprecher von schwedischen Esprit nicht unberührt. Deren Membranen werden vom Debu mehr...
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 Nothing Ventured, Nothing Gained
CD-Kritik: Peter Gabriel – Scratch My Back Peter Gabriel macht es sich wirklich nicht leicht – aber leicht wäre ja wahrscheinlich auch nicht interessant genug. In den 1980ern wurde er mit Songs wie „Sledgehammer“ oder „Don't Give Up“ zum Mega-Star, Musik war jedoch nicht mehr sein einziges Hobby. Die Popularisierung der Menschenrechte und der Weltmusik statt einem Kampf an der Frontlinie des Pop, das kostet Rampenlicht. 1992 knüpfte das Album „Us“ mit „Digging in the Dirt“ noch an den Erfolg an, danach machte Gabriel sich rar und erschie mehr...
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 Langzeitstudenten fern der Hochschule
CD-Kritik: ScheinFrei? – Alles Klar! „ScheinFrei?“, das klingt nach einer Anspielung auf das Studenten-Leben – fast schon zu offensichtlich. Die Band selber weicht bei dem Thema aus, es könne ja auch um den Verlust des Führerscheins gehen oder um philosophische Existenzfragen. So weitläufig kann man dann auch den Inhalt der Songtexte zusammenfassen; die Hochschul-Zeit wird jedoch eher nicht besungen. Aber manchen Gefühlen begegnet man ja in allen Lebensphasen, warum also nicht auch an der Uni.
Die Bandgeschichte liegt ein wenig mehr...
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 Abgerundete Träume
CD-Kritik: Timothy B. Schmit – Expando Wer die Eagles kennt, kennt auch ihren Bassisten Timothy B. Schmit. Doch wer kennt ihn als Backgroundsänger von Top-Bands und Sängern wie Crosby, Ringo Starr und Elton John? Dort hat er sich nämlich schon früh neben seiner eigentlichen Karriere als Bassist bei den Eagles ein Namen gemacht. An diesen konnte er nach dem Ende der Eagles anknüpfen und hat bisher vier Solo-Alben veröffentlicht.
Und nun, nach achtjähriger Abwesenheit ist er zurück mit seinem fünften Studioalbum Expando. Oder sollt mehr...
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 Eurodance auf amerikanisch
CD-Kritik: Owl City – Ocean Eyes "Fireflies" ist seit ein paar Wochen in der Dauerrotation der Radiosender und Adam Young wird mit seinem Projekt "Owl City" als vielversprechender Newcomer gefeiert. Dabei ist "Ocean eyes" schon das dritte Album des kreativen Köpfchens aus Owatonna / Minnesota – daher auch der Name "Owl City". Young ist ein Allrounder, der den Großteil der Arbeit selbst übernimmt – vom Songwriting bis hin zur Produktion.
Das Konzept ist so simpel wie verblüffend: ein paar Synthies, ein paar Stimmenverzerrer, mehr...
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 Ein Album, zwei Sprachen
CD-Kritik: Tommy Finke – Poet der Affen / Poet of the Apes Es kommt nicht oft vor, dass ein Album eines Interpreten in zwei verschiedenen Sprachen veröffentlicht wird. Tokio Hotel sind mit ihrem Album „Zimmer 483“ bzw. „Scream / Room 483“ wohl noch das bekannteste Beispiel einer eher seltenen Erscheinung in der Musikwelt. Das Album „Poet der Affen / Poet of the Apes“ vom Sänger und Songwriter Tommy Finke ist solch eine Rarität.
Tommy Finke & Band aus Bochum stehen für guten deutschen Indiepop. Musikalische Vorbilder sind Oasis, The Police und die Bea mehr...
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 Zurück mit einem Meisterstück
CD-Kritik: Sade – Soldier of Love Na da schau her, wer auch mal wieder von sich hören lässt: Sade sind zurück! Und wie schon so oft haben sie wieder mal einen Paukenschlag vollbracht. Ihr neues Album „Soldier of Love“, das Anfang Februar erschienen ist, stieg nonchalant mal eben auf Platz zwei in den deutschen Album-Charts ein.
Schon in den Achtziger Jahren feierte die Soul-Pop-Band fulminante Erfolge, ihr Debütalbum „Diamond Life“ hielt sich allein in Deutschland 77 Wochen in den Album-Charts, zehn davon sogar auf Platz eins mehr...
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 Nach dem Beben ist vor dem Beben
CD-Kritik: Fettes Brot – Jein Single (2010) Wo wir uns im Moment auf der Richter-Skala befinden? Des Rezensenten Einschätzung nach im unteren Bereich, aber hell, wie schnell kann sich das ändern. Fettes Brot haben das immer wieder bewiesen – legen mit zwei Live-Alben "Fettes" und "Brot" aber noch diesen Monat stichhaltig vor.
Bis dahin der Teaser zum Fest: "Jein", aufgebohnert, poliert, einmal fallen gelassen und in neue Kostüme gesteckt. Der Song, der vor vielen Jahren einst die Hamburger Schule ankündigte, Titeltrack für viele mehr...
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 E wie Ehrlich
CD-Kritik: Eels – End Times Sieben Monate ist es her, dass ich an dieser Stelle die Ungerechtigkeit anprangerte, dass die Eels nicht die größte Band der Welt sind. In diesen sieben Monaten hat sich dieser Missstand noch vergrößert. Nicht nur, dass sie nicht sprunghaft populärer wurden, sie wurden es nicht, obwohl sie mit „Hombre Lobo“ ein weiteres großartiges Werk veröffentlichten.
Dass nur kurze Zeit später mit „End Times“ das nächste Album kommt, wird ihnen nicht helfen. Denn so sperrig wie jetzt klangen die Eels höch mehr...
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 Kubistische Pop-Hippies
CD-Kritik: Local Natives – Gorilla Manor Gemein gemein gemein. Kaum ist die Platte eingelegt, schon regnet es Namen anderer Bands. Grizzly Bear! Fleet Foxes! Band of Horses! Klappernde Percussions, zwitschernde Gitarren, darüber säuselnder Harmoniegesang, alles so oder ähnlich bekannt. Die Local Natives bewegen sich stark innerhalb der musikalischen Koordinaten genannter Bands und deren Artverwandter. Den Innovationspreis der Innung für bärtigen Indiepop werden die Local Natives mit ihrem Debüt nicht gewinnen, möchte man meinen. Thema mehr...
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 Flotter Abgang
CD-Kritik: Puppetmastaz – The Break Up Nach sieben Alben in acht Jahren soll nun also Schluss sein. Die Spielzeugband Puppetmastaz, die aus liebevoll gestalteten Handpuppen samt Rappern besteht, geht in Zukunft getrennter Wege. Als Abschiedsgeschenk hinterlassen die Meister des musikalischen Kasperletheaters ein experimentierfreudiges HipHop-Album, das trotz vieler unterschiedlicher Einzelinterpreten als Ganzes zu gefallen weiß.
Dass die Rap-Combo nicht nur durch ihre skurrile Bühnenshow überzeugen kann, war bereits vor ihrer Tren mehr...
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 Trocknet Eure Tränen
CD-Kritik: The Unwinding Hours – s/t Da stehen Craig B und Iain Cook nun auf den qualmenden Trümmern ihrer Band Aereogramme, die sich 2007 auflöste. Zunächst nur als loses musikalisches Nebenprojekt geplant, veröffentlichen sie jetzt als The Unwinding Hours ihr selbstbetiteltes Debütlalbum und führen fort, was mit "My Heart Has A Wish That You Would Not Go", dem letzten Aereogramme-Album, begonnen wurde.
Die emotionalen Eruptionen werden nicht mehr herausgeschrien und finden auch nicht mehr in heftigen Noise-Attacken statt, wie mehr...
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 Haarspalterei im Detail
CD-Kritik: Field Music – Measure Field Music schreiben formvollendet – selbst wenn sie lediglich ihren Myspace Blog updaten und für ihr neues Album „Field Music (Measure)“ werben. „Pedantry of the highest order!”, ein Motto, das die Sunderlander (UK) nicht nur literarisch, sondern auch musikalisch ausleben. Mitunter versandet die Liebe zum Detail jedoch in nervenzehrender Haarspalterei.
Und dann weiß man als Hörer nicht genau, wohin die Reise eigentlich führen soll. Eine in 20 Lieder gepresste, 70-minütige Dauerbeschallung v mehr...
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 Aller guten Dinge sind drei
DVD-Kritik: KISS – Kissology Vol. 3 Ja, es ist eine abgedroschene Phrase, die hier bemüht wird, doch so lahm die Überschrift zu dieser Rezension, so fulminant ist der Inhalt der „Kissology Vol. 3“.
Über die „Kissology Vol.2“ haben wir uns ja schon recht positiv geäußert, die dritte DVD-Box setzt nun noch eins drauf und ist mit 5 DVDs und über 10 Stunden bis zum Bersten gefüllt. Wie schon ihre beiden Vorgänger beleuchtet auch Vol. 3 eine bestimmte Phase der Band mehr...
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 Bonjour Tristesse
CD-Kritik: Michael Bolton – One World One Love Michael Bolton gehört zu den ganz großen Namen im Musikgeschäft. Seine ersten Gehversuche in der der musikalischen Welt unternahm er bereits im zarten Alter von 15 Jahren. Seinen Durchbruch als Sänger hatte er in den späten 1980er Jahren. In den USA konnte er mehrere Nummer 1 Hits verbuchen, seine größte Ehrung war jedoch die Oscarnominierung für den Titelsong zum Disney-Trickfilm „Hercules“.
Neben seiner Karriere als Solokünstler war Michael Bolton auch als Songschreiber sehr erfolgreich und mehr...
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 Hippie-Renaissance mit Schieflage
CD-Kritik: Florian Horwarth – Speak to me now „Er ist cool, er ist schön, und seine Musik ist es auch. Außerdem ist sie wild und sehr akustisch, so akustisch, dass es scheppert, und das ist viel wert“ urteilte der Element of Crime – Sänger Sven Regener dereinst über Florian Horwarth. Große Worte, die große Erwartungen schüren. Und das bei der Mischung, die der Innsbrucker liefert: Ehemaliger DJ, Österreicher, Folkmusik. Ja, FOLK – nicht Volksmusik. Das klingt einfach dermaßen kurios, dass es aus purer Neugier gehört werden will.
Ob er se mehr...
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 The Hills Are Alive With The Smell Of Music
CD-Kritik: V/A – Silke Wilhelm I: Audiovisual Couture Vol. 1 by koweSix Eigentlich schade, wenn das Rezensions-Exemplar einer CD ohne Artwork verschickt wird. So kann man zwar die Musik bewerten, nicht aber das Drumherum. Und das wäre in diesem Fall mal richtig spannend geworden: Die Doppel-CD „Silke Wilhelm I: Audiovisual Couture Vol. 1 by koweSix“ kommt nämlich komplett mit zwei Parfüm-Proben in den Handel.
Mode-Designerin Silke Wilhelm I. arbeitet schon seit längerem mit DJ koweSix von Moonbootica. „Audiovisual Couture“ lautet das Stichwort, und tatsächlich si mehr...
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 The Intersphere – Interspheres > < Atmospheres
CD-Kritik: Hoffnungsvoller Newcomer? Mit einem neuen Bandnamen ist es wie mit einer neuen Frisur: es ist ein Befreiungsschlag, ein kreativer Neuanfang – ein Look, mit dem man sich als Band vollkommen identifizieren kann. Bis 2009 hießen die Mannheimer noch „The Hesslers“. Heute sind sie eine Einheit, die sich nicht mehr mit dem Namen eines einzelnen Bandmitgliedes schmücken will. Ursprünglich benannt nach dem Kopf der Band, Christoph Hessler, haben The Intersphere in kürzester Zeit einen erfolgreichen Weg eingeschlagen.
Gleich z mehr...
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 The Black Box Revelation – Silver Threats
CD-Kritik: Gegen die Gesetze des Marktes. Garagiger Bluesrock aus Belgien, für den man die Referenz-Schublade lieber gleich zu lässt, da sonst allzu viele Namen herausschießen. Nichts bahnbrechend Neues, doch wie so häufig gilt auch hier der Zusatz: „...aber hervorragend gemacht“. Wurde das Debüt „Set Your head On Fire“, inklusive Semi-Hit „I think I like you“, vor zwei Jahren in LA eingeprügelt, fanden die Aufnahmen zu „Silver Threats“ im Konk-Studio zu London statt. Und wer sich dieses altehrwürdige Gemäuer für eine Produktion aussuch mehr...
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 Bibi Tanga & The Selenites – Dunya
CD-Kritik: Die Unvollendete Frankreich steht gemeinhin für gutes Essen und guten Wein. Musikalisch ist das Land der Chansons zumeist etwas eigen und außergewöhnlich, man experimentiert eben gerne und mag üppige Elektronik. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, im Gegenteil. Doch Bibi Tanga und seine Band The Selenites liefern mit ihrem neuen Album eher ein Paradebeispiel für ersteres.
Funk mit Afrobeats, etwas Soul, etwas Groove und natürlich die obligatorischen Elektro-Elemente. Dazu Texte auf Französisch, Sango und mehr...
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 My Glorious – Home Is Where The Heart Breaks
CD-Kritik: Die Band des Zeitreisenden. Die Welt der Musik wandelt sich ständig. Meist bemerkt man das gar nicht, schließlich hat man ja auch andere Sachen zu tun. Dann und wann zieht man aber ein altes Album aus dem Regal, und plötzlich wundert man sich, wie anders die Produktion von vergleichbarer Musik vor gar nicht mal so vielen Jahren ablief. Oder wie lange man offenbar ein bestimmtes Genre schon nicht mehr gehört hat.
„Home Is Where The Heart Breaks“, das Debütalbum der Wiener Band My Glorious, hat einen ganz ähnlichen Effekt mehr...
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 OK Go – Of The Blue Colour Of The Sky
CD-Kritik: Here It Goes Again. Wer irgendwann bei den Simpsons parodiert wird, darf sich auf die Schulter klopfen: Er ist im Gedächtnis der Popkultur verewigt. Die Band OK Go hat genau das mit ihrem Video zum Song „Here It Goes Again“ aus dem Jahr 2006 erreicht. Die Laufband-Choreographie wurde millionenfach bei YouTube angeschaut, live bei den MTV Video Music Awards aufgeführt und landete schließlich in Springfield. Eigentlich kann man sich jetzt zur Ruh mehr...
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 David Bowie – A Reality Tour
CD-Kritik: More Bowie for the buck. Was kann man über David Bowie schreiben, wenn man auf Superlative und die üblichen abgeschmackten Phrasen wie “eben eine Legende”, “Ausnahmekünstler” etc. verzichten möchte?
Richtig, es bleibt nicht viel, was man schreiben kann, da alles andere gnadenlose Euphemismen wären. David Bowie, 1947 in London als David Robert Heyward-Jones geboren, ist einer der erfolg- und einflussreichsten Musiker der zeitgenössischen Musik. Die Karriere des Briten ist beispiellos: bereits in den frühen 1960er Jahr mehr...
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 V/A – Same Same But Different OST
CD-Kritik: Different Different, doch durcheinander. Auf nach Kambodscha! Oder vielleicht auch nicht. Der Soundtrack zu Detlev Bucks neuem Film „Same Same But Different“ führt musikalisch eher nach Frankreich als zum Schauplatz der Handlung. Zur Erinnerung hier die Story: Ein deutscher Backpacker findet in Kambodscha die unsterbliche Liebe und muss sich damit arrangieren, dass die Angebetete eine HIV-positive Prostituierte ist.
14 Stücke haben es auf die CD geschafft; fast a mehr...
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 Boyz II Men – Love
CD-Kritik: Love will keep us alive. Bisher hat noch jeder außenstehende Beobachter mit der gleichen Frage auf diese CD reagiert: „Die gibt’s noch?“ 'Die', das sind Boyz II Men; ursprünglich ein Gesangs-Quartett, inzwischen nur noch ein Trio, mit ihrem Song „End Of The Road“ 1992 in die Musikgeschichte eingegangen. Nächstes Jahr wird das 20-Jährige gefeiert – mit einer Kreuzfahrt (Anmeldung ab sofort möglich). Tatsächlich schienen Boyz II Men aber schon seit längerem am Ende der Straße zu stehen; nach zwei Hit-Alben gingen die Verk mehr...
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 Jochen Distelmeyer – Regen EP
CD-Kritik: Ich hab' gestern Nacht nichts versäumt, denn ich hab' nur von Dir geträumt. Der Sänger von Blumfeld hat nun denn vor einigen Monaten unter dem Kampftitel "Heavy" sein Solo-Debüt vorgelegt und tatsächlich weht es "heavy" durch die Platte, die von Existenz singt, von Lebensgüte und Alltag, seltener von Ekel und öfter von Umarmung. Kleinere Verschiebungen beiseite gedacht, ist in Distelmeyers Kunst also alles beim alten geblieben.
Kitsch und Drama, Ernst und Spaß, Schlager und Indie liegen dicht beieinander, was uns hier wieder eindrucksvoll vor Augen geführt wird. "Reg mehr...
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 Studnitzky – Egis
CD-Kritik: Watte über der Großstadt. Sebastian Sudnitzky stammt aus dem Schwarzwald, Berlin wurde dagegen seine Wahlheimat, was bei Musikern ja nicht groß erstaunt. Seine Musik passt aber auch besser in eine Metropole. Das Album „Egis“ bietet Jazz für die späten Stunden der Nacht, und die sähen in ländlichen Gebieten bestimmt anders aus. Mal treibt man unruhig durch die Weltgeschichte, dann entspannt man sich wieder irgendwo auf dem fetten Ledersofa einer verglasten Lounge.
Die Trompete ist Studnitzkys Hauptinstrument, daneben s mehr...
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 Band Of Skulls – Baby Darling Doll Face Honey
CD-Kritik: Böse oder nicht? Band of Skulls – klingt böse, düster, vielleicht ein bisschen nach Gothic-Rock à la Evanescence oder HIM. Immerhin durften sie bereits einen Song zum Blockbuster New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde beisteuern. Soviel wie New Moon mit echtem Vampirhorror zu tun hat, klingen Band of Skulls nach ihren düsteren Kollegen.
Das britische Trio gibt es gerade mal ein Jahr und schon zeigen sie auf ihrem Erstling eine erfrischende musikalische Bandbreite, die sich kaum in eine Schublade pr mehr...
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 Jaga Jazzist – One-Armed Bandit
CD-Kritik: Zehn Jungs und ein Musikbaukasten. Wenn jazzige Blasinstrumente auf E-Gitarren und Synthesizer treffen, was passiert dann? Entweder ist der ein oder andere Musiker im falschen Raum, oder ein paar experimentierfreudige Jungspunde haben sich zusammengefunden, um ihrer Leidenschaft für unkonventionelle Musikformen zu frönen. Bei Jaga Jazzist ist letzteres der Fall.
Seit über fünfzehn Jahren stehen die zehn Jungs aus Norwegen nun schon gemeinsam auf der Bühne, als die Band 1994 gegründet wurde, waren einige der Multitalente (die a mehr...
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 Le Peuple De L'Herbe – Tilt
CD-Kritik: Eine kleine Prise von allem. Die französische Kapelle Le Peuple De L’Herbe sind ein hervorragendes Beispiel solcher Musiker, die aus Prinzip gegen jegliches Schubladendenken anarbeiten. Munter greifen sie dabei in den Rock-, Dub-, Hiphop- und Funk-Topf und verrühren alles zu einem experimentellen Brei.
Das tun sie nun bereits seit 1997, wo sie durch die Gründungsväter DJ Pee und DJ Stani in Lyon erschaffen wurden. Mit der Zeit gesellten sich dann so unterschiedliche musikalische Genies wie Trompeter N’Zeng, Bassgitarrist mehr...
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 Chelsy – Sweet Medicine
CD-Kritik: Netter Heimatpop. Singer-Songwriting ist ja immer noch schwer in Mode und so langsam wird’s inflationär. Nur wenige Vertreter dieses Genres schaffen es nachhaltig in die Gehörgänge und Herzen des geneigten Hörers. Ob das Chelsy mit ihrem Debüt-Album gelingen wird? Das Trio aus Mülheim an der Ruhr liefert mit dem Erstling ein nettes Pop-Scheibchen mit putzigen Melodien, harmlosen Arrangements und dünnem Gesang.
Ihre "tiefe Liebe zum klassischen Songwriting" bestimmt ihr Tun – dabei heißt Musik lieben nun mal ni mehr...
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 Sido – Aggro Berlin
CD-Kritik: In Berlin und dann in deinem Zimmer. Ist das schon lange her. 2003 konnte man den damaligen Musiksender Viva, die älteren werden sich erinnern, einschalten und einen ziemlich erfolgreichen und gleichzeitig radikalen Videoclip sehen: „Mein Block“ von Sido. Hip Hop in Deutschland, das war bis dahin Fettes Brot und Fanta 4 gewesen, und als Gipfel der Credibility Samy Deluxe, Torch, und Ferris MC. Härter wurde erfolgreicher deutscher Rap nicht. Und jetzt hüpfte da ein Typ durch einen Plattenbau, der sich via Maske konsequent der Gesich mehr...
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 Too Strong – Rap Musik Is Live Musik - Remix Album
CD-Kritik: Ein gelungenes Remix-Album von den Altmeistern des lyrischen Kung-Fu. Too Strong sind wieder “back auf den Straßen” (aus „Bring The Beat Back“ – zwei Versionen). Diesmal in alter Karosse aber getuned und gepimpt. Ein paar Monate nach ihrem letzten Streich sind die Ruhrpott-Rapper jetzt wieder mit neuen Beats und ihrem Remix-Album von der LP “Rap Musik Is Live Musik” auf dem Markt.
Etwas abgespeckt präsentiert sich dem Hörer das Remix-Album von den Rap und Hip-Hop Legenden um Too-Strong. Das soll aber nicht heißen, dass sich die Deutschen Rapveteranen „Pure Doze mehr...
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 Samavayo – One Million Things
CD-Kritik: Es dröhnt, es kracht, es brennt. „Fuel“ heißt „Benzin“. Ein Gemisch aus hunderten verschiedenen Stoffen. Was darf man erwarten, wenn eine Band, die mit sauberstem Stonerrock angefangen hat, nach diversen Pop- und Rock-Experimenten einen eigenen Stil kreiert und diesen dann „Fuel“ nennt?
Bei Samavayo bedeutet es: keine Dominanz einer bestimmten Komponente. House, Country, Heavy Metal, gar Hip-Hop- alles, was ihre Heimat Berlin zu bieten hat, wollten die vier Jungs um Frontmann Behrang Alavi vereinen und daraus ihren ganz eige mehr...
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 Bone Thugs-N-Harmony – The Untold Story: Uni5 The Prequel
CD-Kritik: Noch immer alles 'Thuggish Ruggish'. Nachdem die Clevelander Rap-Crew zwischenzeitlich zum Trio geschrumpft war, haben sich mittlerweile alle fünf Bone Thugs – Bizzy Bone, Wish Bone, Krayzie Bone, Layzie Bone und Flesh N Bone – wieder zusammengefunden und für dieses Jahr das heiß ersehnte Quasi-Comeback-Album „Uni5“ angekündigt.
Da die Fünf für „Uni5“ noch etwas Zeit benötigen und die Fans auf neues Material warten, wird nun zum „Verkürzen der Wartezeit“ erstmal „Uni5 The Prequel“ veröffentlicht. Dieses Album enthält größtenteil mehr...
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 The Rolling Stones – Get Yer Ya-Ya's Out
CD-Kritik: Zeitreisen! Digital aufgemöbelt macht das erste weltweit veröffentlichte Live-Album der Stones auch nach 40 Jahren noch richtig Spaß. Die ehrwürdigen Aufnahmen aus dem New Yorker Madison Square Garden gelten in Fankreisen als beste Liveaufnahmen der britischen Band überhaupt. Und das zurecht – fühlt man sich beim Durchhören des neu aufgelegten und abgemischten Albums doch prompt in eine Zeit zurückversetzt, in denen Achselhaare die angesagtesten Accessoires in der Damenwelt waren und LSD zur Hausapotheke ge mehr...
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 Elvis Presley – Elvis 75
CD-Kritik: Der King – sonst nichts. Ein Abgott feiert Jubiläum. Nein, nicht Geburtstag, das ist ein allzu menschliches Wort für einen, der den Status „Mensch“ lange hinter sich gelassen hat. Das Phänomen Elvis Presley hat die 75 Jahre erreicht. Die Gelegenheit für alle, die jemals etwas mit ihm zu tun hatten, sich nochmal zu Wort zu melden und zu erzählen. Für alle, die das Phänomen vermarkten dürfen, eine weitere Gelegenheit, es in bare Münze zu verwandeln.
Wieviele Elvis-Compilations gibt es inzwischen? Hunderte? Tausende? Ma mehr...
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 Mary J. Blige – Stronger With Each Tear
CD-Kritik: Solide Einfalt. “No more drama” verkündete Mary J. Blige vor Jahren auf ihrem gleichnamigen Album. Wer sich das aktuelle Album der Queen of Hip Hop-Soul anhört, merkt davon aber nicht viel. Denn was wäre ein Album von Mary, in dem es nicht um gebrochene Herzen und zerrüttete Beziehungen geht. Eben. Und so bietet „Stronger With Each Tear“ auch keine Überraschungen, außer vielleicht, dass es keine Überraschungen gibt.
Mary J. Bliges Musik ist seit Tag und Jahr gleich. Da gibt es immer die Disko-Stampfer mit ei mehr...
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 Solveig Slettahjell – Tarpan Seasons
CD-Kritik: Zwischen Wollust und Kinderzimmer. Solveig Slettahjell und ihr Slow Motion Orchestra; Die Bezeichnung „Slow Motion“ lässt bereits vermuten, dass es sich bei der Platte um eher ruhigere Töne in einer langsamen Gangart handeln könnte. Und genau so stellt es sich denn auch tatsächlich dar: melodisch-leise Jazzklänge, meist reduziert auf minimalsten Instrumenteneinsatz und dazu eine samtig-weiche Stimme, die nur selten eine gewisse Mindestlautstärke übersteigt.
„So what is it then, that thrills you, that moves you?” fragt die Säng mehr...
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 R. Kelly – Untitled
CD-Kritik: Sex In The Morning, Sex All Day. "Sex in the morning, sex all day" – viel mehr kann man wirklich nicht zur neuen Platte von R. Kelly sagen. Obwohl – natürlich auch "sex in the evening, sex all night". Davon träumt der gute R. im Stück „Echo“, und damit der Traum wahr wird, hat er seine Freundin schon telefonisch bei der Arbeit abgemeldet, die Wohnungstür angelehnt und sich nackt aufs Bett gelegt. Vermutlich läuft „Untitled“ irgendwo im Hintergund, stört nicht und beschallt das Schlafzimmer mit handelsüblichen R’n’B-Beats.
„U mehr...
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 Stanfour – Rise And Fall
CD-Kritik: Leicht verdaulicher Rock-Pop made in Germany. Hin und wieder lässt man sich ja gern mal von Mainstream-Songs einwickeln und dafür haben Stanfour definitiv ein Händchen. Vor knapp zwei Jahren kam man an ihrer Edelschnulze "For all lovers" kaum vorbei. So sehr sich der Song auch einprägte, von Stanfour hörte man nicht allzu viel. Dabei durften sie schon einige namhafte Bands supporten: erst die Backstreet Boys und im vergangenen Herbst das norwegische Pop-Trio a-ha.
Zur Zeit läuft ihr "Wishing you well" in den Radiostationen rauf und runte mehr...
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 Adam Arcuragi – I Am Become Joy
CD-Kritik: I'm a poor lonesome Cowboy... Adam Arcuragi ist ein Südstaatenkind aus Pennsylvania, aufgewachsen in den rauen Lebensverhältnissen des Landlebens und unbestreitbar von der uralten, melancholischen Provinz-Mentalität ihrer Bevölkerung geprägt. So sind Folkklänge unvermeidlich, dazu eine sanfte, und doch maskuline Stimme und obendrauf noch traurig-schöne Texte über die Liebe und die Unwägbarkeiten des menschlichen Daseins an sich.
Aufgenommen wurden die Songs alle bei Live-Auftritten. Durch das immer wiederkehrende Gemurmel mehr...
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 Stereo Total – No Controles
CD-Kritik: Keine Sprachbarrieren. Blinkend, quirlig und schrill wie eine bunte Kirmesbuden-Leuchtreklame machen Stereo Total auf sich aufmerksam. Der Synthesizer brummt, fiept, surrt und mischt Gitarren und Rhythmen zu einem Durcheinander aus Elektro, Garage, Rock 'n Roll, French-Pop, Disco und Chanson. Die Texte sind größtenteils sinnfrei, die Musik klingt in der Regel ziemlich verstrahlt – man kann sie nur mögen oder meiden.
Ungeachtet dessen stellt sich mit der neuen Platte des Duos eine ganz andere Frage: denn eigentlich mehr...
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 Paul McCartney – Good Evening New York City
CD-Kritik: "For well you know that it’s a fool who plays it cool." Ein kurzer Gedankenhopser zurück in das Jahr 1965. Die Beatles sind in Europa schön die größte Band der Welt, aber Amerika gilt es noch zu erobern. Sie beginnen ihren Siegeszug im Shea-Stadium in New York vor über 55 000 Menschen. 44 Jahre später ist das Shea abgerissen worden und auf seinen Ruinen das „Citi Field“ gebaut worden, die modernste Baseball-Arena der USA. Und weil die Beatles diese natürlich nicht eröffnen konnten, erledigte das Paul McCartney eben alleine.
Dass diese Show auf de mehr...
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 Timbaland – Timbaland Presents: Shock Value II
CD-Kritik: Beim Besten nichts Neues. Seit Jahren gilt Timbaland als einer der ganz großen Musikproduzenten. Anfangs noch ausschließlich im Rapgenre unterwegs, gelang es Timbo, neben der Entdeckung und Förderung diverser Stars, zuerst die gesamte Black Music – Szene und schließlich den Mainstream-Pop (und sogar –Rock) mit seinen prägnanten Beats zu erobern. So verdanken unzählige Künstler dem guten Timbo ihre Top-Chartbreaker. Wahrscheinlich gibt es seit Jahren keine Single-Top Ten ohne mindestens einen von Timbaland produzierten So mehr...
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 Eminem – Relapse: Refill
CD-Kritik: Nachschlag. Anstatt, wie ursprünglich einmal angekündigt, ein komplett neues Album mit dem Titel „Relapse 2“ zu veröffentlichen, hat sich Mr. Mathers dazu entschieden, sein neues Material als Bonus-CD der Neuveröffentlichung von „Relapse“ unters Volk zu bringen. Darauf befinden sich sieben neue Tracks.
Den Anfang macht der fast sechsminütige Ohrwurm „Forever“ (feat. Drake, Kanye West & Lil Wayne), der sich bereits beim ersten Durchlauf in den Gehörgängen festkrallt. Der poppige Rap-Song, auf dem Eminem mehr...
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 V/A – Krautrock - Masters & Echoes
CD-Kritik: Move the Kraut. Ist etwas so deutsch wie Krautrock? In der jungen deutschen Popmusik muss man jedenfalls lange suchen, und schließlich außer Kraftwerk und deutschen Liedermachern nicht viel zusammen.
Krautrock, und das will diese doch nicht unüberlegt kompilierte Sammlung nahe legen, ist vielen nach wie vor so seltsam entrückt wie der Mond. Es gibt schlechtere Vergleiche; von Kritikern ist ist die "rätselhafte Drogenmusik" schließlich von Anfang in äußere Sphären verlegt worden. Diese dem Kern der freien 68e mehr...
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 James Morrison – Songs For You, Truths For Me
CD-Kritik: Die Nähe von Traum und Alptraum. James Morrison – der Schmusesänger, der mit Songs wie „You give me something“ oder „Wonderful World“ 2006 einen kometenhaften Aufstieg absolvierte. Mittlerweile hat der Brite mit „Undiscovered“ und „Songs For You, Truths For Me“ zwei Alben veröffentlicht, letzteres ist kürzlich als Deluxe Edition erschienen. Das Neue daran: zwei weitere Songs und eine Bonus CD mit sieben Akustik Versionen. Seinem charakteristischen, rauen Stil ist der Schmusesänger vollends treu geblieben, das Album ist wie scho mehr...
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 Jamie Cullum – The Pursuit
CD-Kritik: Leichtfüßiger Jazzpop mit dem gewissen Extra. Jamie Cullum ist hierzulande leider immer noch ein Geheimtipp, "The Pursuit" ist bereits sein siebtes (!) Studioalbum. Dabei versteht er es wie kaum ein anderer populären, radiotauglichen Jazz zu machen, der auch die Anhänger leichter Popmusik zu überzeugen vermag. Seine Arrangements sind eigenwillig und ausgeklügelt, sein Spektrum reicht von minimalistisch instrumentierten, hingehauchten Balladen über tanzbare Popsongs bis hin zu großartigen und bombastischen Big-Band-Songs, die genau die Indiv mehr...
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 Frankie Goes To Hollywood – Frankie Say Greatest
CD-Kritik: Gesammelte Werke mit verstaubtem Skandalpotential. Weihnachten steht vor der Tür – die beste Zeit für Best-of-Alben und so findet man jetzt auch das Beste der 80er-Jahre-Skandal-Band Frankie goes to Hollywood auf einem Silberling. "Frankie say greatest" ist nicht das erste Best-of-Album der britischen Band. Den neuesten Aufguss ihrer Erfolgsschlager gibt es in den verschiedensten Ausführungen, am ehesten lohnt sich da wohl der Griff zur DVD, denn die Videos haben es in sich.
Die Band um Frontmann Holly Johnson provozierte seinerzeit mit freiz mehr...
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 Enya – The Very Best Of
CD-Kritik: Last Minute Christmas. Das Fest des Schenkens steht vor der Tür, und wie reagiert die Plattenindustrie: genau, mit Best-Of-Compilations. Die sind so schön unverbindlich, schnell und billig produziert, und für jeden ist was dabei. Der durchschnittliche Hörer kann sein Lieblings-Radioprogramm selber nachahmen, der Fan bekommt mindestens einen neuen Gegenstand von seinem Idol, wenn nicht sogar einen exklusiven Song. Großer Nachteil: Die Karriere des betroffenen Musikers wird größtenteils ausgeblendet. Dave Grohl von den mehr...
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 V/A - Zweiohrküken OST
CD-Kritik: Anna und Ludo kabbeln sich. Hörenswert. Diesmal gibt es was auf zwei große Ohren
Nach dem Keinohrhasen kommt jetzt das Zweiohrküken. Bei Anna und Ludo ist der Beziehungsalltag eingekehrt. Sie räumt ihm hinterher, fühlt sich nicht sexy genug, ist eifersüchtig und lädt ihren alten Studienfreund Ralph ein. Er schläft im rosa Bärchenschlafanzug, könnte eine nach der anderen haben und rettet seinen chaotischen Freund aus misslichen Lagen. Klingt spannend. Ist es auch. Aber ohne den richtigen Soundtrack wäre es das bestimmt nicht mehr...
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 frYars – Dark Young Hearts
CD-Kritik: Abwechslungreich, aber nicht nur im positiven Sinne. Seit Franz Ferdinand urplötzlich cool wurden, seit Interpol die britische Insel beschallen, steht eine musikalische Schublade der 80er weit offen. Jetzt erscheint das Debüt von frYars, und man denkt sich: Wieder eine dieser Dark Wave-Bands? Na ja, nicht ganz. Eine Band ist es nämlich diesmal nicht, sondern ein einzelner kreativer Kopf. Der heißt Ben Garrett und kommt aus London (was für britische Musiker mit Erfolgsabsicht nun nicht ungewöhnlich ist).
Aber es gibt noch einen weiteren Untersch mehr...
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 Sweethead – s/t
CD-Kritik: Be cool. Um es vorweg zu nehmen: hier wird auf hohem Niveau kritisiert. Unter dem Deckmantel von „Sweethead“ haben sich Troy Van Leeuwen (Queens of the Stone Age), Serrina Sims, Schlagzeuger Norm Block (Mark Lanegan Band) und Bassist Eddie Nappi (Handsome) zusammengetan. Allesamt Meister in ihrem Fach. Außerdem ist „Sweethead“ bereits das zweite Nebenprojekt von Van Leeuwen. Erfahrung hat der Mann also auch hier schon gesammelt. Sein konzentrierter und akkurater Schliff ist in jeder Rocknummer der Platte mehr...
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 Tommy Finke – Halt alle Uhren an / Stop All The Clocks
Single-Kritik: Gefälliger deutscher Pop, auch mit alternativer Sprachspur. Tommy Finke kommt aus Bochum, und schon seit mehreren Jahren macht er deutschsprachigen Pop. Sein Song „1000 Meilen“ klingt zum Beispiel so, als hätte man ihn ganz bestimmt schon mal gehört und damals auch ganz gut gefunden – bloß an die Details erinnert man sich nicht mehr. Das neue Album „Poet der Affen / Poet Of The Apes“, das in Kürze erscheinen soll, lässt mit seinem Titel einiges vermuten: Wird da etwa an etwas bilingualem gearbeitet?
Die erste Single „Halt alle Uhren an“ gibt’s dements mehr...
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 Ronan Keating – Winter Songs
CD-Kritik: Alle Jahre wieder... Ronan Keating scheint in diesem Jahr ganz auf die „CD zum bestimmten Anlass“ gepolt zu sein. Nach „Songs For My Mother“ zum Muttertag gibt es jetzt zur Weihnachtszeit „Winter Songs“. Auf dieser CD interpretiert der ehemalige Boyzone Frontmann in gewohnt gefälliger Weise die klassischen Weihnachtslieder der anglophonen Welt. Darunter finden sich Titel wie „Ring Them Bells“ von Bob Dylan und „Homeward Bound“ von Simon and Garfunkel. Mit dem Song „It's Only Christmas“, der aus der Feder des irische mehr...
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 Saint Lu – s/t
CD-Kritik: Renaissance des Ur-Rocks. Man nehme: eine kraftvolle Soul-Stimme, vermische es mit Gitarrensound à la Jimi Hendrix und gebe eine Prise Zeitlosigkeit dabei – fertig ist das neuste Export-Schmankerl unseres Nachbarn Österreich. Saint Lu lautet der Name dieser 25-jährigen Sängerin, die mit ihrem gleichnamigen Debüt-Album ein Renaissance-Gefühl an den guten alten Rock in Reinkultur erschafft.
Bekannt wurde sie in Deutschland durch ihre Debüt-Single „Don’t miss your own life“, die bereits mit einer überraschend-bluesigen S mehr...
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 Hello=Fire – s/t
CD-Kritik: Reise duch die Zeit. Was kann man erwarten von einer Band, die das Soloprojekt des großartigen Dan Fertitia ist, der seine musikalischen Fähigkeiten schon bei den Raconteurs, den Queens of the Stone Age und The Death Weather unter Beweis gestellt hat? Nur Gutes!
Denn bei allen vier Formationen spielte Dan wechselnde Instrumente, sodass dieser Mann zu einem Sammelsurium verschiedenster Einflüsse geworden ist. Diese hat er bisher durch des Komponieren von schrammeligen bis kratzigen Gitarren-Rock kanalsisiert, der mehr...
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 Snow Patrol – Up To Now
CD-Kritik: "Hey, wie geht's deiner Band so?" „Was lange währt, wird endlich gut.“ weiß ein altes deutsches Sprichwort zu sagen, und meint damit, dass sich Fleiß und ein langer Atem schließlich auszahlen. Auch für die britischen Softrocker von Snow Patrol trifft diese Weisheit zu. 1994 unter dem dem Namen „Polarbear“ gegründet, dümpelte die Band in der musikalischen Belanglosigkeit herum, zumal sie aus rechtlichen Gründen noch ihren Bandnamen ändern müssten.
Jedoch sollte diese Änderung nicht zum Nachteil gereichen und sich Anfang 2004 m mehr...
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 Tori Amos – Midwinter Graces
CD-Kritik: Es lebe die Wintersonnenwende oder: die Wiedergeburt des traditionellen Weihnachtsliedes. Als Tochter eines Methodistenpfarrers scheint Tori Amos geradezu prädestiniert zu sein, ein Weihnachtsalbum aufzunehmen. Über 40 Jahre ist es her, seitdem sie Advents- und Weihnachtslieder in der Kirche ihres Vaters in Maryland sang, und seit nun schon fast 20 Jahren begeistert uns die Sängerin und Songschreiberin mit ihren äußerst gefühlsbetonten und aussagekräftigen Liedern. Dem ein oder anderen dürften noch Lieder wie "Me and a Gun", "Silent All These Years", "Winter" oder "Crucify" ein Begri mehr...
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 50 Cent – Before I Self Destruct
CD-Kritik: Nobody cares. Auf ein neues Album des (ehemaligen) Vorzeige-Rappers Curtis Jackson alias 50 Cent hat die (Hip Hop-) Welt nicht wirklich fiebernd gewartet – der Hype um den New Yorker Rapper, den einst neun Kugeln veranlassten, dem Gangsta-Lifestyle den Rücken zu kehren und stattdessen mit der Glorifizierung dessen Millionen zu scheffeln, ist nämlich längst vorbei. Die Rap-Audienz scheint sich an seinen Stories über Streetlife, Drogen, Gewalt, Nutten und Fiddys omnipotenten „Magic Stick“ allmählich satt gehört mehr...
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 Rihanna – Rated R
CD-Kritik: Good girl gone goth. Da ist aber jemand erwachsen geworden: Robyn Fenty, besser bekannt als Rihanna, haut nach einem turbulenten Jahr ihr viertes Studioalbum raus. Und darauf gibt es nur noch wenig R&B-Pop à la „Don’t Stop The Music“ und Umbrella“. Auf „Rated R“ kommt die dunkle, erwachsene Seite der 21-Jährigen zum Vorschein. Dabei verarbeitet sie auf ihre Weise die Geschehnisse um Ex-Freund Chris Brown, ohne ins Detail zu gehen. Schwach oder verletzlich wirkt sie aber nur selten, sondern betont, wie gut es ihr jet mehr...
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 Fall Out Boy – Believers Never Die - The Greatest Hits
CD-Kritik: Spuren der Abnutzung. Für ein Best-of Album ist "Believers Never Die" zu Anfang recht lau. "Dead on arrival", "Grand theft autumn / Where is your boy" und "Saturday" vermischen sich zu einer einheitlichen Masse aus Alternative Standard-Punk. Spürbar wird das daran, dass die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken kaum auffallen. Auch zur Mitte hin hat die Platte seine Hänger. Aber dazwischen tummeln sich so manche Highlights und lieb gewonnene Tracks.
Aus dem Rahmen fällt erstmals die Single "Dance, dance" (2005) mehr...
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 The Voluntary Butler Scheme – At Breakfast, Dinner, Tea
CD-Kritik: Respektlose Annäherung an klassische Sounds. „Wärest du Brokkoli, dann würde ich für dich Vegetarier werden.“ Diese Textzeile stammt nicht aus der Feder eines fiebrig-abgedrehten Poeten. Dahinter steckt der 23-jährige Engländer Rob Jones alias „The Voluntary Butler Scheme“. Sein erstes Album „At Breakfast, Dinner, Tea“ ist durch und durch Retro. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie er im stillen Kämmerchen eine orange-braun karierte Klangtapete zusammen kleistert. Und wird das zu uncool, wird er mit seinem „De La Soul“ T-Shirt wieder ein mehr...
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 V/A – Kitsuné Maison Compilation 8
CD-Kritik: Immer eine funkelnde Idee. Die achte Ausgabe eines Samplers herauszubringen deutet auf eine recht beständige Geschichte hin. Tatsächlich gibt es das Label Kitsuné inzwischen seit gut sieben Jahren. Als Teil des gleichnamigen Modelabels haben sich die Franzosen ins Establishment der Hipster-Szene gearbeitet und gelten als Sammelstelle für elektronische Musik mit Geschmack.
Auf der neuen Maison Compilation wird wie gewohnt ein Blick in den Label-Katalog gewährt, der auch als Aufwärmprogramm für funkelnde Clubnächte oder mehr...
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 DJ Mehdi – Red, Black & Blue
CD-Kritik: Gedeckte Farben. Groß die Zahl heutiger Star-Produzenten, professional DJs und Regler-Zampanos! Nicht erst seit gestern sind in der Pop-Musik, die in der vergangenen Dekade immer elektronischer – Romantiker würden sagen, ja, entmenschlichter – wurde, Pop-Stars entstanden, die nun gar keine mehr sind.
Manche von ihnen treten eigentlich nur als Remixer für Indies und Konsorten in Erscheinung. Man denke etwa an Erol Alkan. Oder, um ganz tief in die Glamoursuppe hinabzusteigen, an den ganz furchtbaren David Guett mehr...
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 The Killers – Live From The Royal Albert Hall
CD-Kritik: Mittendrin statt nur dabei. The Killers legen momentan eine Karriere wie aus dem Bilderbuch hin. Nachdem die Gruppe aus der Spielermetropole Las Vegas sich 2002 gefunden und durch eine Vielzahl von Aftritten in kleinen Clubs Bekanntheit und Routine erspielt hatte, schafften sie im darauf folgenden Jahr den Sprung. Das britische Indie Label Lizard King wurde auf die Band aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Das Debutalbum “Hot Fuss” erreichte vierfachen Platinstatus und der Rerelease der Single “Somebody told me” konnte s mehr...
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 The Cinematics – Love and Terror
CD-Kritik: Schöne Substanz. Man kennt sie bereits. The Cinematics haben sich mit ihrem Debutalbum „A Strange Education“ einen Namen gemacht. Mit diesem ist eine Musik verbunden, die man als glatten soliden Indie-Rock bezeichnen konnte.
Und wie das bei Bands so ist, so ist es auch bei den Cinematics: Sie haben sich weiter entwickelt. Viel ungeschliffener, um nicht zu sagen, dreckiger kommen sie daher. Der Opener „All these things“ beschwingt mit seinen schrammligen Lead-Gitarre das Herz sowie die Tanzmuskeln und der Ref mehr...
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 Michael Jackson – This Is It
CD-Kritik: Das war's wohl noch lange nicht... Zwei Tage vor Kinostart des Dokumentarfilms „Michael Jackson's – This Is It“ kommt die gleichnamigen Compilation in die Läden. Sie besteht aus zwei CDs in einer aufwändig gebundenen Hülle, die zwischen beiden Buchdeckeln noch mit einem prächtigen Bildteil ausgestattet ist. Die erste CD bietet mit Titeln wie „Smooth Criminal“, „Thriller“ und „Billie Jean“ eine kleine Querschnitt durch Jacksons musikalisches Schaffen. Außerdem enthält diese CD noch zwei Versionen des bisher unveröffentlichten Son mehr...
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 Helgi Hrafn Jonsson – For The Rest Of My Childhood
CD-Kritik: Zum Träumen schön. Das, was man eine wunderschöne, träumerische, indie-angehauchte, aber auf jeden Fall mit Singer-Songwriter-Klassik versehene Scheibe nennen kann, das präsentiert Helgi Hrafn Jonsson mit seinem neuen Album " For The Rest Of My Childhood". Zehn Songs sind drauf, die das kindliche Herz berühren, größtenteils mit sehr sanften Melodien, teilweise wagt sich Jonsson aber auch in ein bisschen temporeichere Gefilde vor. Der Isländer verbindet mit seiner Musik einen Hauch von typischer Mystik, die Island mehr...
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 Ich + Ich – Gute Reise
CD-Kritik: Rolf Zukowski muss sich warm anziehen. Deutschland, deine 'marktrelevanten Zielgruppen' werden immer jünger. Anders kann man es sich fast schon nicht mehr erklären, was Ich + Ich auf ihrer neuen Platte zusammentexten – aber vielleicht will der Mainstream-Hörer von heute ja wirklich nur noch auf Kindergarten-Niveau gefordert werden. „Gute Reise“ heißt das Album, und dementsprechend bleibt da auch so ein unbestimmtes wohliges Friede-Freude-Eierkuchen-Gefühl. Selbst wenn man mal Verlierer heißt und in der allerletzten Reihe ganz hinten mehr...
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 Mumford & Sons – Sigh No More
CD-Kritik: This is it. Vier junge Musiker aus London lassen die Würfel fallen, mit der Veröffentlichung ihres Debüts schliesst sich der Kreis, danach kann nichts mehr kommen, das ist der letzte Vorhang.Große Worte sind das für das Debüt einer Band, die erst seit zwei Jahren existiert, gerechtfertigt sind sie vielleicht dennoch. Wie ein Puzzle bastelt sich das Herz beim Hören die Entstehungsgeschichte des Albums zusammen, es war einmal ein Tag im Herbst.
Wenn es anfängt, jeden Tag zu regnen, wenn der Wind plötzlich mehr...
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 Gary Go – s/t
CD-Kritik: Tadelloser, moderner, Downbeat-Pop. Gary Go sieht alles andere aus als ein Pop-Rocker. Vielmehr wie ein BWL-Jungspund, der sich auf die Bühne verlaufen hat. Markante Brille, schmales Gesicht, fahler britischer Teint und eine dazu passende schlaksige Figur. Ein unscheinbarer junger Mann. Vielleicht der Klassenclown, aber bestimmt nicht der Klassenschwarm. Gary Baker, so sein bürgerlicher Name, tönt dagegen an: „I could be more than I am, but I cannot be more than me. I want to tune into another frequency.“ Überhaupt spielt er den u mehr...
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 Miike Snow – s/t
CD-Kritik: Exportgut Pop. Schweden ist seit ABBA fast sowas wie ein Synonym für eingängige Popmusik und scheint irgendwo eine Produktionsfabrik für neue Pop-Acts versteckt zu haben, die regelmäßig durch die internationalen Charts geistern – mal mehr, mal weniger erfolgreich.
Eines der neuesten Retortenbabies sind Miike Snow mit ihrem gleichnamigen Album. Hinter dem ungewöhnlichen Namen der Band, deren "Gesicht" anfangs lediglich ein Hase mit Geweih war, sind längst alte Hasen im Geschäft: So große Namen wie Madonna, J mehr...
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 Sometree – Yonder
CD-Kritik: Jenseits des Kanals. Yonder, dieses Wort bekommt man im Englischunterricht nicht beigebracht. Liest oder hört man es, hat es eher lautsprachliche Bedeutung als dass das im Kopf befindliche Wörterbuch eine Definition ausspuckt. Es klingt weich, ein bisschen nach Schnee, nach Wald, nach Holzfällern.
Tatsächlich ist es eines dieser Worte, das man nicht exakt übersetzen kann, das je nach Kontext völlig unterschiedliche Bedeutungen und Aufgaben besetzen kann. „Dort drüben“ kann es eben so heißen wie „an jenem Ort“ – e mehr...
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 My Awesome Mixtape – How Could A Village Turn Into A Town
CD-Kritik: Simple Plan. Begehen wir einmal die Todsünde der Musikkritikerreligion: Zitieren wir am Anfang Herbert Grönemeyer. „Es könnte alles so einfach sein“ sang er zusammen mit den Fantastischen Vier vor gar nicht so langer Zeit. Stimmt auch. Man könnte ein paar angesagte Genres nehmen, diese zusammenmischen, aus diesem Gerüst ein paar akzeptable Songs stricken und dann zu allem Überfluss noch die Nick Hornby-Rezeptoren der Indiefans anregen, indem man sich „My Awesome Mixtape“ nennt.
Tatsächlich haben das fünf mehr...
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 Michael Bublé – Crazy Love
CD-Kritik: Perfekt und langweilig. Ja, man kann schon schwach werden beim Anblick des CD-Covers. Michael Bublé ist nicht nur ein Schwiegermuttertraum – da werden eben auch die potentiellen Töchter schwach. Charmantes Lächeln, tiefer Blick, stets adrett gekleidet und dann singt er auch so nett – was will man mehr? Vielleicht etwas mehr Abwechslung? Was Robbie Williams mit "Swing When You're Winning" nur als kurzen musikalischen Abstecher nutzte, zieht Michael Bublé knallhart durch. Natürlich finden sich auf jedem Album ein paar Üb mehr...
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 U2 – The Unforgettable Fire (Remastered)
CD-Kritik: Ein gutes Stück Musikgeschichte. U2 – zur Band muss man nicht mehr viel sagen. Jeder kennt sie, jeder hört sie, fast jeder mag sie. Unzählige Alben haben sie verkauft, jede Menge Hits veröffentlicht, darunter unvergessliche Klassiker wie "Beautiful Day" oder "One". In ihrer über 30-jährigen Bandgeschichte haben sie viel ausprobiert, ihren Sound weiterentwickelt. Neu erfunden haben sie sich nie, aber das war auch nicht nötig. Ihre letzte Tour war ein Riesenspektakel mit einem monströsen Bühnenbild, von dem andere große Bands nur mehr...
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 Bon Jovi – The Circle
CD-Kritik: The Circle of Life: Nach der Stadion-Tournee ist vor der Stadion-Tournee. Mal ehrlich: In ihrer eigenen, gar nicht mal so kleinen Welt bekommt dieses Album volle fünf Sterne. Wer Bon Jovi will, kriegt Bon Jovi. Und viele Menschen wollen Bon Jovi. Für Jon Bon Jovi, den namensgebenden Frontmann, stellt sich ja die Frage zwischen Kritikern und Massenpublikum gar nicht; er würde am liebsten in einer Wüste vor ausverkauftem Haus spielen. Mehrmals. Schaffen würde er das wahrscheinlich auch, und als Testament des Erfolgs bleiben Titel wie „100,000,000 Bon Jovi Fans Can't Be mehr...
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 Spandau Ballet – Once more
CD-Kritik: To cut a long story short... Es ist wieder eines dieser Best-Of Alben, die die Welt nicht braucht. 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Studio-Albums „Heart Like A Sky“ bringen Spandau Ballet ihr mittlerweile siebtes Best-Of Album auf den Markt. Man mag sich fragen, wie es möglich ist, aus bloß sechs Alben immer und immer wieder neue Kompilationen zu generieren. Es geht schon – man muss sich einfach nur jedes Mal etwas einfallen lassen, das „anders“ ist.
So präsentieren die fünf Herren von Spandau Ballet auf mehr...
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 Clara Luzia – The Ground Below
CD-Kritik: Märchenhaft wohlfühlen: Von Zirkusmusik und Flügelhorn zu Cello und französischen Volksliedern. „Folk aus Österreich“ – allzu vielversprechend klingt das nicht, aber es macht neugierig. Zu Recht! Das nunmehr dritte Album der Songwriterin Clara Luzia liefert den optimalen Soundtrack zum Jahreszeitenwechsel.
Zwischen euphorisch vorantrabenden Rhythmen und melancholisch verträumter Ruhe reist man durch „The Ground Below“ wie durch neue Länder, die sich auf rätselhafte Weise bekannt anfühlen. Spannung und Entspannung liegen hier nah beieinander: Die Platte beginnt mit dem eingängigen Song „ mehr...
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 Julian Casablancas – Phrazes For The Young
CD-Kritik: Über elf Dimensionen musst Du gehen. Woher kommt es, dass in letzter Zeit so viele Musiker ihre Band doch wenigstens temporär verlassen, um ein Solo-Album aufzunehmen? Die Liste ist lang, prominent besetzt und beliebig erweiterbar: Jarvis Cocker (Pulp), Thom Yorke (Radiohead), Julian Plenti (Interpol) und nun der Sänger der Strokes.
Band-Kollegen Fabrizio Moretti und Albert Hammond, Jr. hatten es mit Ausflügen in eigene Projekte vorgemacht, fast auffallend spät ist nun Julian Casablancas nachgezogen: "Phrazes For The Young". Nac mehr...
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 The Dodos – Time To Die
CD-Kritik: Komische Vögel, libanesische Fußballer und eine gute Band. Es gibt nicht viele Dinge, die „Dodo“ heißen. Da wäre zum einen ein obskurer, mittlerweile ausgestorbener Vogel, der nicht fliegen konnte und aussah wie eine Mischung aus einem dicken Papagei und einem kleinwüchsigen Pinguin. Er aß vergorene Früchte, war also häufiger betrunken und starb schon vor 300 Jahren aus.
Dann gibt es da noch den in Diensten des 1. FC Köln befindlichen Innenverteidiger Youssef Mohamad, der „Dodo“ gerufen wird weil „Youssef“ sich nicht so gut laut brüllen lässt.
Un mehr...
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 Newton Faulkner – Rebuilt By Humans
CD-Kritik: Schöne, einfache Geschichten. Erst war es "Hand Built By Robots", jetzt also "Rebuilt By Humans" – Newton Faulkners zweites Album scheint dem Titel nach also zurückzukehren zum Ursprünglichen, zum Handgemachten – dabei war es schon im ersten Album seine Gitarre, die er bevorzugt im Tap-Stil nutzte und die neben seiner außergewöhnlichen Stimmfarbe die Songs dominierte.
Einen Superohrwurm á la "Dream catch me" findet man auf dem zweiten Album nicht auf Anhieb, doch Faulkner liefert wieder gut produzierte Singer/Songwriter-K mehr...
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 BLK JKS – After Robots
CD-Kritik: Kap der guten Rock-Hoffnung. Am Samstag des diesjährigen Haldern Pop Festivals konnte es passieren, dass einem Menschen mit einem strahlenden Grinsen aus Richtung des Spiegelzeltes entgegenkamen. Fragte man nach, wo dieser Glücklichkeitsüberschuss herrühre, hieß die Antwort nicht selten „Black Jacks“. So wird die Band, die sich „BLK JKS“ nennt, korrekterweise ausgesprochen. Aber was sollen wir hier schon mit Regeln?
„After Robots“ ist das erste Album dieser Band, die aus Südafrika kommt und im Gegensatz zu altbekannten V mehr...
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 Beat! Beat! Beat! – Stars EP
CD-Kritik: Neue Fohlen vom Niederrhein. Aus eigener Anschauung weiß der Rezensent, wie das Leben als Jugendlicher am Niederrhein so ist. In erster Linie: langweilig. Was man nicht selbst auf die Beine stellt, passiert nicht. Und wenn man nicht die geeigneten Freunde hat, um eine coole Band zu gründen, bleibt man coole-Band-los.
Tim, Moritz, Joshua und Marius haben jeder für sich jeweils drei geeignete Freunde, und weil das jeweils die anderen drei sind, gründete man zusammen die Band „Beat! Beat! Beat“ in der Hoffnung, sich damit u mehr...
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 Kid Cudi – Man of the Moon: The End of Day
CD-Kritik: Der erste Mann auf dem Mond. Im Januar 2009 erschien die Debütsingle "Day 'n' Nite" von Kid Cudi und stieg sofort an die Spitze der Club-Charts. Eine Mischung aus Rap und House sprach eine große Zielgruppe an und fortan war der Name „Kid Cudi“ im Musikgeschäft ein Name. Im September erschien nun sein erstes Album „Man of the Moon: The End of Day“. Kanye West war einer von mehreren bekannten Produzenten.
Wenn man die Lieder des Albums (z.B. „In my Dreams“ oder „Soundtrack 2 my Life“) hört, erkennt man kaum Parallelen zu d mehr...
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 Pascal Comelade – A Freak Serenade
CD-Kritik: Einfach mal die Puppen tanzen lassen. Endlich ist er da, der Soundtrack zum Film „Der Kuss der Schlangenfrauen aus den sieben Galaxien“. Einfach die Augen schließen, Pascal Comelade zuhören und sich den nie gedrehten schönsten B-Film aller Zeiten vorstellen. Oder alles andere, was man sich gerade vorstellen möchte: Das Album „A Freak Serenade“ gibt sich jedenfalls jede Mühe, die Phantasie durch Musik anzuheizen.
Comelade ist dabei kein Neuling auf dem Gebiet; bereits seit den 70er Jahren veröffentlicht er überwiegend instrumental mehr...
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 Expatriate – In The Midst Of This
CD-Kritik: “So we took our love to the sea that night; to see if it ever swim back.” Flexibel muss man sein. Und Vertrauen in sein Management beweisen, sofern es denn gut ist. Genau das kann man vom Riverman Management, welches auch mit Placebo zusammenarbeitet, scheinbar behaupten. Ihr Anraten, Expatriate nach Berlin ziehen zu lassen, hat nun endlich dazu geführt, dass die in Australien bereits 2007 erschienene Platte „In The Midst Of This“ jetzt im Oktober auch in Europa zu kaufen sein wird.
Was die noch ausbaufähige Masse der Hörerschaft erwartet, ist ein abwechslungsreich mehr...
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 Brendan Benson – My Old, Familiar Friend
CD-Kritik: Der Titel ist Programm. Melodien, die klingen als würden sie schon immer im Plattenschrank stehen. Die einzige Überraschung, die einen auf diesem Album bevorsteht, ist der Kontrast zwischen äußerer Aufmachung und musikalischen Innenleben. Wenn man folkloristisch geklampfte Gitarren und schräge Stimmlagen erwartet, dann aber durch treibenden Songwriter Rock-Pop nach Moneybrother-Art begrüßt wird, kann das durchaus verwirren. Traurig, wenn in Ermangelung anderer Auffälligkeiten diese Diskrepanz so deutlich hervortritt.
Choral anmutende Stimmenführung, eine ganze Palette meisterhaft eingesetz mehr...
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 Charlotte Hatherley – New Worlds
CD-Kritik: Die richtigen falschen Töne. Das ehemalige Bandmitglied der britischen Band Ash glänzt darin, ausdrucksvolle und charakterstarke Musik zu produzieren. Statt aalglatten Liedern tischt sie sperrige Werke auf. Und sperrig ist gut. Charlotte Hatherley ist halt kein Popsternchen. Sie ist eine Rockerin, die ihre Fühler breit ausstreckt. Das liegt nicht zuletzt an den Künstlern, die sie zu ihren musikalischen Einflüssen zählt: unter anderem Kate Bush, Gwen Stefani, The Beach Boys und Pixies. Trotz der Bandbreite ist die neue Platt mehr...
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 Too Strong – Rap Musik Is Life Musik
CD-Kritik: Das Sprachrohr des Deutschen Hip Hops zündet endlich seine sechste Bombe. Die Meister des lyrischen Kung-Fu sind wieder da und bringen ihre brandneue Scheibe „Rap Musik is Life Musik“ auf den Markt. Nicht nur Underground-Fans sind gierig auf dieses Album, da Too Strong schon lange mehr als nur ein Geheimtipp der Rapszene darstellen.
Immer neu und trotzdem einzigartig
Bei ihrem sechsten Album besinnen sich die – gegenwärtig nur noch zu dritt arbeitenden – Dortmunder Künstler wieder „back to basics“. Dabei sind „Too Strong“ ihrem unverwechselbarem Stil imm mehr...
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 Das Pop – Das Pop
CD-Kritik: Sie liebt Dich yeah yeah yeah. Die Beatles haben das ja gemacht, Elvis auch. Wenn die deutschen Fans ihre Sprache nicht verstehen, dann werden die Hits eben noch mal neu eingespielt. Heute sind das eigentümliche, aber nette Randnotizen für den Themenabend – derer Technik derweilen sich Musiker ab und wann noch bedienen.
Das Pop etwa, übrigens aus Belgien, aber durchgängig auf Englisch unterwegs, haben ihr schon im Original wundervolles Lied "You" auf ihrer letzten Platte "The Human Thing" sogleich auf deutsch mitgeliefert mehr...
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 Shakira – She Wolf
CD-Kritik: Trostlose Töne trotz Timbaland. Das Video der Singleauskopplung „She Wolf“ geizt nicht mit visuellen Reizen. In einem Käfig räkelt sich Shakira da in einem hautfarbenen Body auf dem Teppich. Sehr nett soweit. Hört man sich aber das gleichnamige Album der Kolumbianerin einmal von Anfang bis Ende an, wird einem klar, dass die arme Frau wirklich gefangen zu sein scheint. Gefangen in ihrem Körper, der ihr eine unglaublich farb- und facettenlose Stimme geschenkt hat.
Damit das nicht auffällt, hat sich das Management der hübsche mehr...
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 Still Life Still – Girls Come Too
CD-Kritik: Junge Band mitten auf dem Weg nach oben. Die Kanadier von Still Life Still bringen nach ihrer EP “Pastel” nun ihr erstes Studioalbum an den Mann. Zehn Jahre hat es gedauert.
Vom Sound her erinnert die Musik an einige Lieder von Incubus oder Broken Social Scene, ein sphärischer Gitarrensound zieht sich durch einen Großteil der Songs. Still Life Still setzen viel auf Gitarren, die auf meisterhafte synchrone Art ihre Töne umeinander herum wickeln. Textlich mit vielen sexuellen Anspielungen ausgestattet, (der Titel ist nicht umsonst gew mehr...
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 Mansfield.TYA – Seules au Bout de 23 Secondes
CD-Kritik: Auf wiedersehen Sommer, hallo Herbstmelancholie. Wir müssen uns damit abfinden: der Sommer ist vorüber. Es ist nicht nur kälter geworden, auch die Gute-Laune-Songs verschwinden mit zunehmender Geschwindigkeit aus unseren Radioprogrammen und wir beginnen uns so langsam auch wieder auf die Unmengen an schnulzigen Balladen einzustellen, mit denen wir dem Sommer hinterher weinen können. Ja, es wird wieder melancholisch. Und wer könnte diese melancholische Stimmung besser ausdrücken als die Franzosen. Diese scheinen nämlich richtige Experten auf di mehr...
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 The Vals – Sticks And Stones
CD-Kritik: "Always the same" Das Debutalbum der irischen Rocker aus Belfast macht mit seinem schönen Cover neugierig auf die Musik, die es bietet. Schon 2005 gegründet veröffentlichen The Vals diesen Herbst mit "Sticks And Stones" das erste eigene Studioalbum. Wir waren gespannt und sind mäßig begeistert.
Der Song "Too many people" klingt vertraut, ohne ein Cover zu sein. Und auch "Things will always be the same" scheint schon mal dagewesen zu sein. Die Melodien laden zum mitsummen oder relaxen ein. Auch die anderen Son mehr...
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 Marybell Katastrophy – The More
CD-Kritik: Dänische Delikatessen. Irgendwie schade, dass das Album nicht wirklich schlecht ist. Ein Bandname wie „Marybell Katastrophy“ wäre für einen Rezensenten dann natürlich eine Steilvorlage (von wegen „Katastrophe“ und so...) und die ersten 10 Zeilen würden sich quasi von alleine schreiben. Aber Marie Højlund und Emil Thomsen legen ein beachtliches Debütwerk vor. Wurden sie in ihrem Heimatland Dänemark nach zwei eigenproduzierten EPs schon 2007 mit dem Danish Music Critics Award als „Band Of The Year“ ausgezeichnet und ver mehr...
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 King Cannibal – Let The Night Roar
CD-Kritik: Wie der Name, so die Musik. Düster, dunkel, dennoch mitreißend. „Let The Night Roar“ ist eine Drum 'n' Bass Scheibe, die alle Zuhörer in eine befremdliche Welt versetzt. Im Dunst der Nacht wird abgetanzt zu Musik, die durch Mark und Knochen geht. Die Nebelschwaden verdichten die Tanzfläche, der treibende Beat gibt keine Ruhe und schließlich versinkt man in der Dunkelheit.
Man kann förmlich zwischendurch die Friedhofsglocken läuten hören. Diese Scheibe ist gewiss nichts für gemütliche Stunden. Synthesizer, verzerrte Bea mehr...
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 Shannon Wright – Honeybee Girls
CD-Kritik: Das hat Klasse: authentisch und selbstbewusst. Die Platte beginnt mit einem Track, so gemächlich und ruhig wie ein Herbstspaziergang. In der Mitte verwebt Shannon Wright Disharmonien zu einer ätherisch unheimlichen Stimmung. Ein Cover von The Smiths "Asleep" beschließt passend und mit trauerndem Nachklang ein Album, das unkonventionell und sehr eigenständig ist.
Mit ihren rötlichen, immer ein bisschen zottelig frisierten Haaren und dem roten Schmollmund ist Shannon Wright eine intensive Erscheinung. Entsprechend extrovertiert und hypnotis mehr...
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 Port O'Brien – Threadbare
CD-Kritik: Das Album zur Herbstdepression. In Alaska muss es schon verdammt dunkel und verdammt kalt sein. So viel Schwermut in einem Album hat man selten. Van Pierszalowski und Cambria Goodwin jammern ins Mikro, dass man sich glatt die nächste Brücke runterstürzen will. Dabei hauchen sie wie in Trance ihre traurigen Geschichten dahin, sodass man Mühe hat, ihnen zu folgen. So leise, so zart und so undeutlich – da wird das Zuhören zur Schwerstarbeit – wie wohl die Sommer in Alaska, wo sich die Bandspitze alljährlich beim Lachsfischen ihre mehr...
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 The Fine Arts Showcase – Dolophine Smile
CD-Kritik: Eine akustische Reise in die Mitte eines gebrochenen Herzens. Drei Jahre nach dem zweiten Album „Radiola“ veröffentlicht Gustav Kjellvander, der Bruder Christian Kjellvanders, mit seinem Projekt The Fine Arts Showcase eine neue Platte und nennt sie „Dolophine Smile“. Auch wenn hier zunächst der Gedanke an graue Meeressäuger nahe liegt, belehrt das Pharmakologie-Lexikon den interessierten Leser eines bessern: Dolophine ist ein Synonym für Methadon, welches sowohl als starkes Schmerzmittel als auch bei der Therapie von Heroinsucht eingesetzt wird. Schon im A mehr...
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 Thavius Beck – Dialogue
CD-Kritik: Ghettotech. Thavius Beck hat bereits mit Künstlern unterschiedlichster Couleurs zusammengearbeitet: Von den Prog-Jazz-Rockern The Mars Volta über Rapper Nas bis hin zu den Industrial-Legenden von Trent Reznors Band Nine Inch Nails. Zusammen mit dem LA-Rapper Subtitle hat Thavius Beck unter dem Group-Namen „Labwaste“ ein Album veröffentlicht, als Solo-Künstler tritt Thavius, der gelegentlich auch mal als „Adlib“ unterwegs ist, nun mit seinem dritten Soloalbum „Dialogue“ in Erscheinung.
Von einem Musiker, mehr...
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 Matisyahu – Light
CD-Kritik: Wenn Musik erleuchten soll. Im Jahr 2006 erschien sein erstes Debütalbum "Youth" – hiermit gelang dem jungen New Yorker Musiker Matisyahu ein ungeahnter Durchburch. Binnen kürzester Zeit schoss das Album an die Spitze der amerikanischen Billboard-Reggae-Charts. Aber damit nicht genug, sein Erstlingswerk bescherte dem chassidisch-jüdischen Sänger auch eine Grammy-Nominierung. Seine Single "King Without A Crown" hinterließ einen nachhaltig positiven Eindruck und konnte sich unter den Top-40 platzieren. Kein Grund sich auf de mehr...
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 Ray Davies & The Crouch End Festival Chorus – The Kinks Choral Collection
CD-Kritik: Nette Idee, die leider nicht immer funktioniert. Ray Davies „überrascht“ uns hier mit einem Best of der Kinks, unterstützt massiv vom 65 Mann starken TCEFC. Was als Idee vielleicht gut gemeint war, funktioniert nicht durchgängig.
Der Chor erzeugt beim Eröffnungssong „Days“ eine angenehme, fast ätherische Hintergrundstimmung. Ray Davies ruhig melodische, sich leicht überschlagene Stimme zieht in den Bann. „I wish today could be tomorrow“. Ein Lied zum Träumen, einer der Höhepunkte des Albums. Auch „Waterloo sunset“ geht diesen Weg weiter, de mehr...
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 Gods of Blitz – Under The Radar
CD-Kritik: Solider und vielseitiger Garagenrock auf dem dritten Album. Neue Besen kehren gut, erklärt uns eine altbekannte Volksweisheit. Bei der Kreuzberger Band trifft dies ins voll ins Schwarze. Seit der Trennung von Sebastian Barusta Gaebel tritt nun Nico Kozik ans Mikrofon, und auch instrumenttechnisch hat sich viel geändert. Der wuchtige Minimoog Sound des Neuzugangs Carsten Brocker ergänzt jetzt die bekannten Gitarrenriffs passend. Das dritte Album ist härter, eckiger, nichtsdestotrotz tanzbar. Die Götter haben einen neuen Sound gefunden, der konsequent in d mehr...
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 Editors – In This Light And On This Evening
CD-Kritik: How does it feel? Vermutlich haben die Editors eine Zeitmaschine. Mit der sind sie zurück in die 80er gereist, wen wundert es? Schließlich gehören Joy Division zu den großen Einflüssen der Band, und Sänger Tom Smith orientiert sich offensichtlich am Gesang eines Ian Curtis. Auf ihrer kleinen Zeitreise haben die Editors jedoch etwas Unerwartetes gemacht: Sie haben einen grandiosen Synthesizer-Halbgott entführt, noch bevor dieser durch seine Keyboard-Riffs weltberühmt wurde. Das hat natürlich die Geschichte verände mehr...
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 Backstreet Boys – This Is Us
CD-Kritik: Jungs von früher. Boygroups – die gehörten zu den 90ern wie Tamagotchis und Eurodance. Auch wenn es das heute alles noch gibt, scheinen sie doch wie Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Die Teenies schreien eher schrägen Vögeln wie Tokio Hotel hinterher und der „Schwiegermutters-Liebling-Look“ ist längst out, genauso wie die streng einstudierten Choreographien zu x-beliebigen Songs. Image ist alles, da spielt die Musik eher eine untergeordnete Rolle.
Die Backstreet Boys waren neben Take That die erfolgre mehr...
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 Gerald Clayton – Two Shade
CD-Kritik: Konvention meets Moderne. Die Karriere Gerald Claytons ist noch genauso jung wie der 25-jährige selbst. Und dennoch versteht er sich hervorragen darauf, die konventionellen Arten das Jazz mit seinen innovativen unkonventionellen Impulsen zu verbinden.
Dies bleibt nicht unbemerkt. So lobte ihn die US-Presse jüngts für "Oscar-Peterson-ähnlichen Stil" und seine "immens respekteinflößende Präsenz". Dabei muss man klar sagen, dass sich diese Päsenz nicht nur physisch äußert, sondern vor allem auf seine Art zu musizieren.
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 Boys Noize – Power
CD-Kritik: Volle Power ist anders. Ein bisschen spannt Boys Noize seine Fans mit seinem neuen Album „Power“ schon auf die Folter. Seit dem 2007 erschienenen Debutalbum „Oi Oi Oi“ ist er schließlich für verspielte elektronische Sounds mit ordentlich Pfeffer bekannt. So richtig würzig wird die neue Platte aber erst ab dem dritten Track.
Generell fällt auf, dass der Berliner DJ, der schon unter seinem Pseudonym Kid Alex mit der Reklame-Hymne „Young Love (Topless)“ kommerzielle Erfolge einfahren konnte, weitestgehend auf fast jede mehr...
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 Noah And The Whale – The First Days of Spring
CD-Kritik: Mit gebrochenem Herz dem Frühling begegnen. Nachdenklich, melancholisch, traurig. Hoffnungsfroh, lebenslustig. Das sind die zwei Seiten von Noah and the Whale. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum "Peaceful, the world lays me down" schreibt und singt sich Songwriter Charlie Fink auf "The first days of spring" einigen Schwermut von der Seele. Doch wie nach dem Winter der Frühling kommt, entsteht auch aus Trauer immer wieder Freude. Der sensible Hörer spürt beides und weint und lacht im selben Atemzug.
Bezeichnend für diese Entwicklung ist d mehr...
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 The Cribs – Ignore The Ignorant
CD-Kritik: The Cribs: Abriss und Neuaufbau. Johnny Marr, Gigant unter den Lebenden, Indie-Fabelwesen unter den Rockbands. Es gibt ihn wirklich. Und in diesen Tagen gibt es ihn sogar mehr denn je, denn der Gitarrist und Songwriter der Smiths ist in neuen Bands aktiv.
Da ist zum einen Modest Mouse, die er auf ihrer jüngsten Veröffentlichung "We Were Dead Before The Ship Even Sank" zu unterstützen begann – als festes Bandmitglied jedoch. Als wäre ein Indie-Job in den heutigen Zeiten nicht schon stressig genug – ständig muss getourt werden mehr...
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 No Angels – Welcome To The Dance
CD-Kritik: Alles ist so wie immer, nur noch viel schlimmer. Die deutschen Pop-Virtuosen von Wolke haben da auf den Punkt gebracht, was ja oft der Wahrheit entspricht. Sind wir mal ehrlich – wer hätte denn nun etwas anderes erwartet?
Nachdem also unschöne Geschichten einer Sängerin der doch erfolgreichsten deuschen Girl Group durch die Medien geisterten, in Folge derer auch die deutschen Medien sich auch wenig zimperlich verhielten, ist das jetzt so etwas wie ein Neustart. Nachdem aber, und das ist doch etwas wichtiger für die Biographie der großen "Po mehr...
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 Mika – The Boy Who Knew Too Much
CD-Kritik: Knallbunter Pop am Rande des Nervenzusammenbruchs. "Teenage dreams in a teenage circus running like a clown on purpose" – Mikas erste Single "We are golden" läuft seit Wochen im Radio rauf und runter und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das irgendwie schon mal gehört zu haben. Klingt ein bisschen nach dem Glamrock der 70er, vielleicht wie Sweet, doch dann kommen da wieder diese hohen, schrillen Töne – dafür waren irgendwann mal die weißbemützten Tremeloes Experten. Kennt heute kein Mensch mehr und so fühlt man sich bei Mika wie in ein mehr...
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 Mark Knopfler – Get Lucky
CD-Kritik: Unaufgeregt und harmonisch. Die Dire Straits haben mit "Sultans of Swing" oder "Walk of life" einst Musikgeschichte geschrieben. Das ist lange her, die Band hat sich längst aufgelöst, auch wenn man an ihren größten Hits bis heute nicht vorbeikommt. Frontmann Mark Knopfler ist seit Jahren solo unterwegs. Sein Gitarrenspiel, seine kratzige, etwas dünne Stimme haben die Band musikalisch stets dominiert und so klingen auch seine Soloalbum immer ein bisschen nach den Dire Straits, nur ruhiger, traditioneller, weniger rockig.
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 Culcha Candela – Schöne neue Welt
CD-Kritik: Sommer, Sonne, Sonnenschein. "Herzlich willkommen in unserer schönen, neuen Welt! Was morgen wird, ist scheißegal, wir feiern bis alles zerfällt." Mit diesen Zeilen lädt die Band ihre Zuhörer zum Feiern in ihre kleine, lebensfrohe Welt ein. Eine bunte Welt, die wie eine Seifenblase über dem Alltagsleben schwebt und in der sich "alle auf einmal lieb haben". Packt die Bikinis und Badehosen aus, trotz kühler Temperaturen werden die Hüften im Sonnenschein der Herzen geschwungen.
Sommer, Sonne, Sonnenschein und jede Menge gu mehr...
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 Jay-Z – The Blueprint 3
CD-Kritik: The King is wack. Shawn Carter alias Jay-Z veröffentlicht mit "The Blueprint 3" sein mittlerweile elftes Studioalbum. Dieses schoss in seinem Heimatland bereits auf Platz 1 der Charts und Jay-Z ist somit der erfolgreichste Solokünstler aller Zeiten. Vor Elvis Presley. Doch wird Jay-Z diesem Status auf dem aktuellen Album auch gerecht?
"The Blueprint 3" knüpft nahtlos an die letzten Alben aus Jay-Z's Post-Rücktritts-Phase an und hinterlässt einen ähnlich zwiespältigen Eindruck wie die letzten Werke des New York mehr...
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 The Ettes - Do You Want Power?
CD-Kritik: Von allem nur das Beste. Psychedelisch stellt sich die Band, zwischen Wolken umschlungen, auf dem Cover ihres neuen Albums "Do You Want Power?" dar. In freudiger Erwartung stelle ich meinen kognitiven Apparat darauf ein, an die Grenzen seiner Verarbeitungsoptionen geführt zu werden.
Das erste was er dann verarbeitet, ist die eigentümliche Mischung aus den Yeah Yeah Yeahs, die dem Klangteppich des Openers "Red in Tooth and Claw" bildet. Eigentümlich ist der Track, weil in ihn von beiden Bands die besten Aspekte eingew mehr...
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 The Bloody Beetroots – Romborama
CD-Kritik: Blood is on the Dancefloor. Mit „Romborama“ liegt nun das mit Spannung erwartete Debütalbum des italienischen Electro House-Duos The Bloody Beetroots vor. Hinter dem Projekt verbergen sich Produzent Bobby Rifo und DJ Tommy Tea, die bereits auf einige Club-Hits zurückblicken können.
Neben den bereits bekannten Dance-Knallern „Cornelius“, „Warp 1.9“ und „Butter“ enthält „Romborama“ 18 weitere Tracks, die größtenteils zu gefallen wissen. Die Songs der beiden Italiener sind wirklich fett produziert, sehr tanztauglich, tei mehr...
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 Muse – The Resistance
CD-Kritik: Muse betören, sind sexy und frönen dem Funk. Es wäre zu einfach gewesen anzunehmen, dass nach “Black Holes and Revelations” keine Steigerung der Komplexität mehr möglich sein kann. Und richtig: Das fünfte Album kommt einem kreativen Aderlass gleich. “The Resistance” schäumt und sprudelt so maßlos über, wie eine Waschmaschine im Schleudergang mit zu viel Waschpulver. Doch was gibt es schöneres als ein ausgiebiges Schaumbad.
Viele Meinungen zu “The Resistance” sind in Umlauf. Bedenkenträger schrien am lautesten auf. Eine überbordende Oper mehr...
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 Pearl Jam – Backspacer
CD-Kritik: Leben in voller Lautstärke. Sind das überhaupt Pearl Jam? Ganz offensichtlich hat sich die Band frei geatmet von allem, was sie die vergangenen Jahre über beschäftigte. Maßgeblich war es die Politik der USA und ein gewisser Präsident. Enorm bedrückend. Ihre Ansichten gingen nicht verloren, aber neuen Wind pusten sie trotzdem durch ihre Köpfe und in die Musiklandschaft. Es ist so frisch und blumig, dass es eine wahre Freude ist, das neue Album eine Woche am Stück auf "repeat" zu schalten.
Die Mischung macht’s, wie immer. mehr...
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 Richard Hawley – Truelove’s Gutter
CD-Kritik: Liebesgrüße aus der Gosse. Irgendwo gibt es einen angesagten Club, in dem sich alle Musiker treffen, die bereits internationale Superstars geworden sind. Man schlürft Martinis, sinniert über das Musikgeschäft und empfiehlt sich gegenseitig coole neue Platten, die man irgendwo gehört hat. Auf der anderen Seite der Stadt sitzen dagegen andere Musiker in einer Kneipe, bei weitem nicht so erfolgreich, dafür aber mit starken kreativen Visionen. Ab und zu fährt dann eine Limousine vom Club an dieser Kneipe vorbei und holt einen mehr...
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 Bruce Springsteen & the E Street Band – Greatest Hits
CD-Kritik: Nix Neues vom Boss. Bruce Springsteen ist seit über 30 Jahren der Vorzeigerocker: politisch korrekt, bodenständig, solide und trotz millionenschwerer Erfolge scheint er seine Wurzeln nie vergessen zu haben. Er wirkt immer noch wie der Sohn einer einfachen Arbeiterfamilie. Das ist wohl auch das Geheimnis seiner Beständigkeit. Springsteen war im Herzen immer ein Rocker, technische Spielereien oder großartige musikalische Innovationen waren nie sein Ding, dennoch ist sein Gesamtwerk kein Rock-Einheitsbrei. Da gab es i mehr...
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 The Very Best – Warm Heart of Africa
CD-Kritik: Everything from Ludacris to Phil Collins. In den 80er Jahren entdeckte der Mainstream-Pop einen völlig neuen Kontinent: Afrika. Bekannte Namen wie Peter Gabriel oder Paul Simon setzten plötzlich auf Rhythmen statt auf Melodien und brachten afrikanische Musiker nach England und in "die westliche Welt". Nebenbei entstand überhaupt erst das musikalische Genre "Weltmusik", das ab sofort in gut sortierten Plattenläden in der hintersten Ecke gefunden werden konnte. Die 80er gingen vorüber, doch in unserer revival-freudigen Gegenwart kehren si mehr...
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 New Model Army – Today Is A Good Day
CD-Kritik: Viel Pathos, reichlich Emotionen, aber wenig Kreativität. "51st State of America" – saualt und immer noch saugut und wohl das Beste, was New Model Army in 30 Jahren Bandgeschichte hervorgebracht haben. Die Engländer um Sänger Justin Sullivan schimpfen immer noch über Weltpolitik und gesellschaftliche Missstände und hauen dabei in die Saiten ihrer Gitarren – schön solide, mal lauter, mal leiser. Ihr neuestes Studioalbum startet mit dem kritischen Holzhammer: statt Gitarren kracht die Börse – hektische, ungläubige Stimmen überschneiden sich und be mehr...
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 Funny van Dannen - Saharaland
CD-Kritik. „Saugefährlich klingen beim Sprechen und beim Singen“ Da ist es wieder, das Reimmonster Funny van Dannen ist zurück und weiß sich mit waghalsiger Wortakrobatik wieder mal in den Reihen der deutschen Liedermacher zu behaupten. Obgleich die Szene hierzulande gar nicht mal so klein ist, besteht die kontemporäre Populärspitze doch irgendwie nur aus zwei Herren, eben aus dem hier thematisierten Herrn van Dannen und aus dem Bonner Götz Widmann, auch bekannt als Mitglied der Ex-Combo Joint Venture. Gemeinsam haben beide einen Hang zu eingängigen, aber den mehr...
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 The Heavy - The House That Dirt Built
CD-Kritik: „Don`t go in the house, but if you do, don`t say we didn`t warn you“ Wie nach dem glorreichen Debüt „Great Vengeance & Furios Fire“ (2007) nicht anders zu erwarten, wird mit „The House That Dirt Built“ ein lautstarkes Qualitätsprodukt abgeliefert. Mit einem Intro, welches, ebenso überraschend wie einnehmend, in Zombie-Manier daher kommt, warnen Swaby, Spance, Dan T und Chris den Hörer vor den Genrewelten die sich, in den nächsten guten 40 Minuten, gegen jede Regel zu einem Album zusammenfügen sollen. Garage Rock, immer begleitet von Soul und Blues Elementen, wie mehr...
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 Health - Get Color
CD-Kritik: Laut, impulsiv, andersartig. Das neue Album „Get Color“ von Health sprengt jeden Genrerahmen. Ein schräges Album, von dem man entweder auf Anhieb begeistert ist oder es als „gewöhnungsbedürftig“ abstempelt. Gleich zu Beginn des Albums wird klar, dass diese Band es darauf anlegt, zu provozieren –und das auf ganz individuelle Art-.
Ihr erster Song „In Heat“ lässt sich ebenso wenig in die Rockschiene einordnen wie zu Elektrobeats. Kaum verständlicher Gesang, starker Bass und kein klarer Rhythmus. Das ist es, was dieses A mehr...
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 Red Hot Chili Pipers – Bagrock To The Masses
CD-Kritik: Dudelsack-Rock. Noch Fragen? Nein, im Ernst, das Konzept der Red Hot Chili Pipers hat man schnell erklärt: Drei Dudelsäcke spielen die Melodien und ersetzen damit (fast immer) den Gesang. Das Ganze dann nicht vor der Kulisse der schönen schottischen Highlands, sondern vielmehr vor einer soliden, wenn auch durchschnittlichen Rockband. Also nur eine etwas flottere Herangehensweise an traditionelle Volksweisen? Aber bitte, wo wäre denn da der Spaß?
Los geht’s nämlich mit „We Will Rock You“, das im Medley sofort in „Eye Of T mehr...
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 Bitune – The great compression
CD-Kritik: „This is my soul, this is yours tonight“ Nach über zwölf Jahren gemeinsamer Karriere veröffentlicht die nordhessische Band Bitune jetzt ihr zweites Album. Die vier Jungs Sascha, Christian, Martin und Thomas wollen mit dem jetzigen Album an den Erfolgen des Debütalbums „After the fire“ anknüpfen. Bisher hatten sie vor allem in England Erfolge feiern können, aber vielleicht gelingt mit „The big compression“ jetzt auch der große Durchbruch in Deutschland.
Seit 1996 musiziert die Band gemeinsam und unter dem jetzigen Label Headroom Reco mehr...
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 Mos Def - The Ecstatic
CD-Kritik: Klangvoll und ausgereift. Mos Def, das Synonym für qualitativ hochwertigen Hip-Hop aus Amerika, bringt gerade seine neueste Scheibe auf den Markt. Der Rapper, der auch durch seine schauspielerischen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat (unter anderem in: „The Italien Job", "Per Anhalter Durch Die Galaxis" oder "16 Blocks"), hat schon mit neun Jahren angefangen zu rappen ("My Kung-Fu") und sich mittlerweile zu einem der bekanntesten MC´s in den USA entwickelt. Gleichermaßen errang er durch seine Werke Anerkennung vo mehr...
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 The Low Anthem – Oh My God, Charlie Darwin
CD-Kritik: Zwischen Behäbigkeit und Stampede. Wenn man über diese Platte stolpert, dann definitiv, weil man an „Charlie Darwin“ hängen geblieben ist: Warum wird der allseits bekannte Evolutions-Theoretiker per Koseform angesprochen?
Die Antwort auf diese Frage bleiben The Low Anthem dem Hörer schuldig. Auch die Verbindung zur Lehre vom „Survival of the Fittest“ ist Auslegungssache; allerdings stellt sich die Band offensichtlich auf die Seite der „Unfit“, derjenigen, die in den Wogen der Veränderung untergehen. „Charlie Darwin“, d mehr...
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 Testsieger - Laguna Fantasia
CD-Kritik: „Ich brauche eine neue Welt, denn meine ist kaputt gegangen“ „Haarsträubende und tanzwütige Elektro-Trash-Pop-DJing-Performance“, so bezeichnen die Jungs der Band Testsieger ihr neues Album selbst. Klingt erstmal ganz interessant und wer es gehört hat, findet wohl, dass das Wort interessant, die Sache ganz gut auf den Punkt bringt.
Die 14 Tracks der CD sind abwechslungsreich und klingen immer wieder neu und anders, aber leider irgendwie immer auf dieselbe Art und Weise anstrengend. „Neue Welt“, „Normal“ und „Mehr Leben“ sind noch ganz nett anzuhören u mehr...
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 MSTRKRFT – Fist Of God
CD-Kritik: Mehr Biss ohne VIPs. Die Geschichte ist bekannt. Jesse F. Keeler, seinerzeit noch Basser und Orgler beim Duo Deathg Form Above 1979 tut sich im Jahre 2005 mit Al-P zusammen um ein paar Remixe zu basteln. Das ganze macht so viel Freude, dass eine Band aus der Taufe gehoben und die alte zu den Akten gelegt wird. Gab es bei DFA 1979 brachialen Indierock mit Dance-Einsprengseln zu hören, wird jetzt voll auf Dance-Mukke auf der Basis von brachialen Rock-Riffs gesetzt.
Und das inzwischen auf Album Nummer zwei, namentli mehr...
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 Jan Delay – Wir Kinder Vom Bahnhof Soul
CD-Kritik: Glanz und Elend am Bahnhof Soul. Ach richtig, da war doch noch was. Jan Delay, die Glatze von der Waterkant, der große Polarisator mit Stimme. B-Boy und Antifa undimmersoweiter. Nach phänomenalem Erfolg mit insbesondere "Mercedes Dance" hat der Hamburger im Großen und Ganzen Look und Feel dieser letzten Platte weitergeführt.
Die Idee hatte Delay ja ursprünglich formuliert, mit jedem neuen Solo-Album neue Länder of Pop zu erforschen. Alles, was der gute Mann so liebt und wovon er immer wieder schwärmt: Reggae, mehr...
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 John Jones – Rising Road
CD-Kritik: Zurück zur Natur. Zurück zur Musik. Weite Felder versinken in den hinter Wolken versteckten Strahlen der Sonne, ein Mann mit Rucksack zwischen zwei Hunden schreitet aufrecht zwischen den Feldern – John Jones, Sänger der bei Folk-Liebhabern zum Kult avancierten "Oysterband" betont gern seine tiefe Verbundenheit zur Natur und legte erst im Frühjahr dieses Jahres eine Tour zu Fuß zurück. Mit seinem ersten Soloalbum "Rising Road" will er seine Wurzeln finden, die Verbindung zwischen Musik und Natur spürbar und hörbar machen. Dazu besa mehr...
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 Juice Aleem - Jerusalaam Come
CD-Kritik: Hip-Hop im clash der Kulturen. Juice Aleem, der in der UK als einer der besten MC´s bekannt ist, hat sich entschieden, seinen weiteren Weg als Solo-Artist zu beschreiten. Der zeitweilige Frontman von Crews wie „New Flash“ oder „Gamma“ hat schon mit Künstlern wie Coldcut, Hextstatic, Evil 9 und Adam Freedland gearbeitet. Jetzt bringt er sein erstes Solo-Album heraus.
Das Resultat nennt sich „Jerusalaam Come“ und beinhaltet 13 Tracks mit verschiedenen Beats und vielfältigen weiteren musikalischen Einflüssen. Den roten Fade mehr...
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 Whitney Houston - I look to you
CD-Kritik: Vom Obststand ins Studio- Die Rückkehr einer gefallenen Soul-Diva. In den letzten Jahren hörte man viel von Whitney Houston, nur nichts Musikalisches. Nach diversen Schlammschlachten und Exzessen in ihrem Privatleben plante sie, ihren Frieden mit einem Obststand auf einer sonnigen Insel zu finden. Doch dann kam der Anruf von Clive Davis, ihrem Entdecker und Förderer, der sie zurück in den Musikzirkus rief. Und hier ist das Ergebnis: „I look to you“, ein Studioalbum nach 7-jähriger Pause, das wir uns einmal etwas genauer anhören wollen.
Wenn man die einzelne mehr...
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 Fagget Fairys – Feed The Horse
CD-Kritik: Fagget it. Fagget Fairys, diese verdammt schwuchtligen Zauberfeen. Die, die in den Arsch treten und gegen Kniescheiben – so dass die Tanzerei ganz von alleine kommt. Und wenn es nur schmerzvolle Zuckungen sind. Wie ist das aggressiv!
Manche dürfen sich das eben erlauben. Elena Carli Cosovic, deren Eltern dem jugoslawischen Bürgerkrieg entflohen waren und Carla Cammilla Hjort, die zu den größten DJanes in ihrer Heimat Dänemark gehört, tja, die beiden dürfen das. Dafür sorgen nicht zuletzt die neun Titel, mehr...
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 VA - A Tribute To Die Fantastischen Vier
CD-Kritik: Alt wie ein Rapper möcht' ich werden. Die Fantastischen Vier 2009 – wichtig, Ärgernis oder überflüssig? Na, da kann man wohl drüber streiten. Bei dieser ermüdenden wie wahllosen Zusammenstellung deutscher Interpreten zum Thema Lebenswerk der Stuttgarter fällt das Urteil eindeutiger aus.
36 Titel versammeln sich hier und vorausgeschickt: eigentlich bilden sie die deutsche Pop-Landschaft recht gut ab. Und das ist ja das unendlich Traurige daran. Eine kurze Übersicht von Künstlern, die ihren Teil begeisteuert haben und für sich selb mehr...
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 Amanda Blank – I Love You
CD-Kritik: Abzug in der B-Note. Das Drama der modernen Welt: Kaum in der großen Stadt angekommen, finden sich junge Frauen in einer Szene wieder, aus der es kaum einen Ausweg gibt. Jung und naiv, landen sie in einem Milieu, in dem sie in der Folge immer weiter versumpfen. Zwischen MySpace und Partys in der Lower East Side wachsen dann die Nöte, und irgendwann ist es dann so weit gekommen: Sie werden vom hippen Label gesignt und produzieren mit Diplo. Helfen Sie mit, diesen Frauen den Ausstieg zu ermöglichen und den Weg zurück mehr...
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 Cinema Bizarre – Toyz
CD-Kritik: All that glitters is not gold.. Die Lektion für heute: Visual Kei setzt sich aus dem Englischen Begriff 'Visual' und dem Kanji-Zeichen 系 kei (System, Herkunft, Abstammung, Clique) zusammen. Um Musik geht es nicht, eher um das Äußere der Musiker, das von den 'VK-Fans' nachgeahmt wird. Schlagwörter: Anime, Manga, Japan. Asymmetrische Frisuren, geschminkte Gesichter, ein bisschen Gothic, ein bisschen Punk, ein bisschen David Bowie-Glam. Soweit, so gut. Schade nur, wenn sich die Bands es sich gründlich selbst versauen, auch mehr...
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 Arctic Monkeys – Humbug
CD-Kritik: Who the fuck are Arctic Monkeys? So nannten die vier Jungs aus Nordengland ihre im Jahr 2006 veröffentlichte EP, inzwischen dürfte fast jeder eine Antwort darauf wissen. Spätestens nach dem Hit 'I bet you look good on the Dancefloor' kennt man sie hierzulande aus den Playlists einschlägiger Indie-Diskos, in Britannien aus den vorderen Plätzen der Charts. Spötter würden das Konzept der Band vor ihre Musik stellen, vier Jungs mit Pilzköpfen aus England, Garage trifft auf Beat, kennt man das nicht schon irgendwo her? Spötte mehr...
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 El Bronx – Mariachi El Bronx
CD-Kritik: "Romantic or happy?" Gut zehn Millionen Menschen leben im Großraum Los Angeles, geschätzte 47 Prozent dieser Menschen sind „Latinos“. Wie hoch die Zahl der Menschen mit hispanischem Migrationshintergrund wirklich ist, kann niemand genau sagen, denn die Quote der „Illegalen“ ist nach wie vor hoch. Eindeutig ist aber der Einfluss lateinamerikanischer Kultur auf das Leben in Kalifornien, das sieht man schon allein daran, dass „Soccer“ dor mehr...
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 Noiseshaper – Satellite City
CD-Kritik: Aus der Form geraten. Der Name der Band verrät schon viel. Der Name, der sicherlich als Aufmerksamkeitserreger dienen sollte, beinhaltet schon den Charakter des Albums. Was nach einer viel versprechenden Mischung aus Dub, House, Reggae und weiteren Stilrichtungen anhört, entpuppt sich aber als ziemliches Klangchaos.
„Noise“ kann aus dem Englischen mit „Lärm“ oder „Krach“ übersetzt werden. Mit diesen Wörtern assoziiert man eher unwahrscheinlich gechillte Reggae- Elektro- Mischungen. Damit liegt man auch leider ri mehr...
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 Pinboys – Simple Art
CD-Kritik: Einfach(e) Kunst. Nach „Teenage Wasteland“ sind die Pinboys jetzt mit ihrem zweiten richtigen Studioalbum am Start. Simple Art enthält elf Tracks und bietet endlich mal wieder gute Musik, zu der man gerne mitrockt. Besonders erfrischend an dem Album ist der Wechsel der Sänger. Führt uns noch Jakob Thalund Møller mit „The story of their lives“ ins Album ein, erwartet uns direkt im nächsten Song der Wechsel zu Anne Kalstrub mit den Vocals zu „Hey Man“.
Der Track „You … my everything“ fängt den Hörer dann richtig mehr...
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 Komplizen der Spielregeln - Es wird nur noch geatmet
CD-Kritik: „Weißt du, die Masse der Leute ist einfach dumm!“ 2001 angefangen, seit 2007 unter der jetzigen Besetzung unterwegs – das sind die Komplizen der Spielregeln, die jetzt ihr erstes Album in voller Länger auf den Markt bringen. Mit „Der Anteil am Tagesbedarf“ haben sie bereits eine EP mit vier Titeln aufgenommen. „Es wird nur noch geatmet“ bietet jetzt endlich 12 Tracks zusammengepackt auf einer CD.
Die fünf Jungs haben sich auf deutschen Indie-Rock spezialisiert. Ihre Texte beziehen sich auf all die Verwirrung im Alltag. Sie sind gut durchdac mehr...
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 Hollywood Undead – Swan Songs
CD-Kritik: Wenn Musik zu Grabe getragen wird.. Die harte Erkenntnis, langsam alt zu werden, trifft einen bevorzugt in drei Situationen. Erstens am Morgen nach einem alkoholreichen Abend, wenn das mit dem Aufstehen plötzlich nicht mehr so einfach geht. Zweitens beim Blick in den Spiegel. Und drittens wenn man Musik hört, die heutzutage so angesagt ist. Hollywood Undead machen einen Mittzwanziger zum gefühlten Rentner.
Die sind nämlich offensichtlich im Moment ziemlich angesagt bei Leuten, die mit Linkin Park groß wurden, die aber vor Slipk mehr...
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 Michael Jackson – The Stripped Mixes
CD-Kritik: Michael Jackson is dead – Let´s make some money. Bevor Michal Jackson in den 80ern zum 'King of Pop' avancierte, konnte Jacko zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine lange erfolgreiche Karriere zurückblicken: Mit seiner Brüder-Combo "Jackson 5" hatte er ab seinem zehnten Lebensjahr dutzende Hits veröffentlicht und sich zum erfolgreichsten Act auf dem bekannten Motown-Label gemausert.
Jenes Label möchte nun anscheinend auch ein wenig Profit aus dem Abgang ihres ehemaligen Zugpferdes schlagen, nachdem andere in den letzten Wochen bereits Millio mehr...
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 KISS – Kissology Vol. 2
DVD-Kritik: Rock And Roll All Nite Wenn es eine Band gibt, die es wirklich versteht, aus ihrem Ruhm noch das letzte bisschen an finanziellem Vorteil herauszupressen, dann sind das Kiss. Außer „I was made for lovin’ you“ kennt heute kaum einer der breiten Masse oder gar der Jugend diese Band, und trotzdem sind sie noch omnipräsent. Kiss waren indirekt verantwortlich für Punkrock, weil sie den Bombast, die Inszenierung und den Glamour so übertrieben, dass eine Gegenbewegung nicht lange auf sich warten ließ.
Nun erscheint mit Vol mehr...
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 Major Lazer – Guns Don't Kill People… Lazers Do
CD-Kritik: Ein Superheld auf Club-Tour. Major Lazer ist ein mysteriöser jamaikanischer Superheld, der im geheimen Zombiekrieg von 1984 zu Soldatenruhm kam. Bei einem seiner vielen Kämpfe gegen die Kräfte des Bösen verlor er einen Arm und erhielt anstelle dessen eine Laserkanone als Armprothese. Mittlerweile betreibt er – wahrscheinlich aus Gründen der Tarnung – auf der Insel Trinidad einen Nachtclub.
Dabei ist seine Tarnung längst aufgeflogen: Hinter dem fiktiven Comic-Charakter Major Lazer verbergen sich der britische DJ und Prod mehr...
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 Jordin Sparks - Battlefield
CD-Kritik: Ein musikalisches Schlachtfeld als Schachzug - künstlerisches Potenzial frisch in eine vorgeformte Schablone gepresst Zugegeben, der Markt in Sachen Castingshows und Künstlern, die diese Maschinerie hervorbringt, ist schon lange gesättigt. Auch Jordin Sparks ging als Gewinnerin einer solchen Show, "American Idol", hervor. Nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 2007 erschien nun "Battlefield", auf dem sie optisch auf dem Cover ein bisschen an Kelis erinnert. Das Album kann sich im Vergleich zu unseren deutschen 'Castingprodukten' hören lassen, auch wenn man merkt, dass eine strategische Vermarktung mehr...
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 Simian Mobile Disco – Temporary Pleasure
CD-Kritik: Das Beste aus beiden Welten. Die Analog-Helden sind zurück und haben aus ihrem in zwei Hälften teilbaren Debüt die Konsequenz gezogen. Waren die Tracks auf „Attack Decay Sustain Release“ entweder Hit oder Shit, wurde im zweiten Anlauf der goldene Mittelweg gesucht. Das heißt nicht, dass auf „Temporary Pleasure“ nur Durchschnittsware geboten wird, es fehlen lediglich die absoluten Knaller. Dafür ist aber auch nichts dabei, das man Jas Shaw und James Ford wirklich übel nehmen könnte.
Ihre Faszination beziehen die Songs au mehr...
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 Rival Consoles – IO
CD-Kritik: Digital ist besser. „Elektronische Musik bezeichnet Musik, die durch elektronische Klangerzeuger hergestellt und mit Hilfe von Lautsprechern wiedergegeben wird.“ weiß einen Wikipedia aufzuklären Es knarzt, es fiept, es wummert: bei „IO“ sind einige dieser elektronischen Klangerzeuger am Werk. Zudem kommt das Gehörte aus den Lautsprechern. Das, was der junge Engländer Ryan Lee West unter dem Namen Rival Consoles veranstaltet, muss also elektronische Musik sein. Aber dass das hier Elektro ist, wird auch gleich in den mehr...
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 The Cliks – Dirty King
CD-Kritik: Cli(c)k and enjoy. Was lange währt wird endlich gut – das neue Album der Alternative Pop-Rock-Band „“The Cliks“ ist nach zwei Jahre langer Arbeit endlich erschienen. Ob der Spruch allerdings auch hier passt bleibt abzuwarten.
Das Trio bestehend aus: Lucas (Lead Vocals/Guitar/Piano/Keys), Jen (Bass/Cello) und Morgan (Drums/Percussion), nach dem Debütalbum „The Cliks“ und dem zweiten Album „Snakehouse“ soll „Dirty King“ die Band nun bekannter machen und die Erfolge des alten Albums übertreffen.
Die drei Künst mehr...
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 Florence and the Machine – Lungs
CD-Kritik: Zuckersüß, schräg, einzigartig. Spätestens seit „Kiss with a fist“ im Werbefernsehen rauf und runter läuft, ist Florences zuckersüßes, unschuldiges Stimmchen in aller Ohren. Und wem dieser Song schon gefällt, der sollte sich warm anziehen. Im Vergleich schneidet die Single eher schlecht ab. Das Debüt-Album der Britin liefert Popsongs vom feinsten – zu zart, um echter Rock zu sein, aber immer noch schräg und individuell genug, um nicht in der Masse des Kommerzpops zu versinken.
Reichlich Claps und bombastischer Chorgesang pe mehr...
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 Asher Roth – Asleep In The Bread Aisle
CD-Kritik: 'American Pie' statt '8 Mile'. Angeblich besteht der Großteil der Rap-Käuferschaft aus ganz durchschnittlichen Mittelklasse-Kids, die das Ghetto lediglich aus den Erzählungen ihrer Rap-Helden „kennen“. Viele dieser gut behüteten jugendlichen Rap-Fans sind außerdem „Weißbrote“. So werden Weiße in den USA von ihren afroamerikanischen Mitbürgern gelegentlich betitelt.
Das bekannteste Rap-Weißbrot ist ohne Zweifel Eminem, der sich als erster Weißer als ernstzunehmender MC im Rap-Game etablieren konnte. Wahrscheinlich aber auch mehr...
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 Fat Freddys Drop - Dr. Boondigga &the Big BW
CD-Kritik: Eine runde Sache. Erschöpfte, partybegeisterte Menschen, die sich im trüben Licht der bunten Scheinwerfer auf der Tanzfläche bewegen. Anschließend lassen sie sich auf großen, bequemen Sitzsäcken nieder und lauschen den chill-out-lounge-artigen Sounds. So könnte man sich die Atmosphäre für die Songs dieses Albums vorstellen. In der 70- minütigen Laufzeit vereint dieses Album in den neun Songs sowohl Dub und Reggae, als auch Soul und Funk.
Zu einem synkopenlastigen Song wie „The Raft“ kann locker im Reggaetakt mehr...
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 The Butterfly Effect – Final Conversations of Kings
CD-Kritik: Besonders vielseitig. Was macht dieses Album der Australier „The Butterfly Effect“ zu einem besonderen Album? Es ist vor allem die Kombination aus eingängigen Melodien und anspruchsvoll konstruierten Tracks. „Final Conversation of Kings“ beinhaltet einen Querschnitt verschiedenster Genres und fällt durch deren sinnvolles Arrangement positiv auf.
Raus hören lassen sich insbesondere Einflüsse des Hardrock, des Pop und des Avantgarde Rock, die zu klassischen und mitreißenden sowie sehr melodischen Rock zusammengefügt mehr...
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 Misses Next Match- Ob Festzelt oder Großraumdisco
CD-Kritik: Hunde, die bellen… Menschen die sich 'Enter the Tainment', 'Donna the Wetta' und 'Rob the Botta' nennen, haben entweder einen Knall oder nehmen sich selbst einfach nicht so ernst. Die Mitglieder der Hamburger Band Misses Next Match jedenfalls haben sich für diese Pseudonyme entscheiden und anzunehmen ist dabei doch eher die zweite Möglichkeit.
Mit dem Album „Ob Festzelt oder Großraumdisco“ macht die Band verschiedene Fässer auf und bewegt sich musikalisch am ehesten in Richtung Knarf Rellöm, Der Tante Renate mehr...
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 Passion Pit - Manners
CD-Kritik: Zukunftsmusik. Geht es dieser Tage um die Band Passion Pit, fällt meistens nahezu zeitgleich der Name MGMT. Die sind gerade richtig erfolgreich, die Single „Kids“ kann nach euphorischem Radio-Airplay kaum noch einer hören, mit diesem Namen kann jeder etwas anfangen. Passion Pit dagegen sind noch recht unbekannt und klingen angeblich ähnlich.
Nun ist das Vergleicheziehen in der Musik ebenso schwer wie notwendig, in diesem Falle aber nahezu unmöglich. Nur weil ihr elektronische Beats mit Pop-Appeal auf einen mehr...
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 Wilco - The Album
CD-Kritik: Andere Länder, andere Sitten. So ist das in den verschiedenen Ländern dieser Welt. In Deutschland steht das Pferd auf dem Flur, in Chicago, Illinois, USA steht das Kamel auf dem Balkon. Alfred heißt es und guckt ebenso erhaben wie bescheuert in den linken Bildrand des Covers der neuen Platte von Wilco.
Das ist natürlich verwunderlich bei Wilco, Die sind als eine der wenigen Bands die im amerikanischen Mittelklasse-Mainstream angekommen sind bekannt für ihre Ernsthaftigkeit und traurig-schöne Melodien. Und dann steht da A mehr...
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 Wu-Tang - Chamber Music
CD-Kritik: Etikettenschwindel. Als Intro ertönen die aus den Kung-Fu-Klassikern der „Shaw Brothers“-Filmschmiede bekannten Fanfaren. Es folgt das obligatorische Sample aus einem Martial-Arts-Film, dann erklingen Kampfsounds. Fliegende Fäuste und klirrende Klingen – Es kann sich nur um den Wu-Tang Clan handeln, oder?
Nicht ganz. Denn Wu-Mastermind RZA hat für „Chamber Music“ nicht den gesamten Clan versammeln können. GZA, Method Man, Masta Killa und Capadonna sind nicht am Start, dafür werden die übrigen Wu-Tanger von diver mehr...
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 Regina Spector - Far
CD-Kritik: "computer made out of macaroni pieces.." Kaum zu glauben, dass dieses zarte, zierliche Persönchen mit der engelhaften Stimme mal im Vorprogramm der Kings of Leon und The Strokes spielte. Regina Spector hat sich zu einer Singer/Songwriterin gemausert, die in einem Atemzug mit Tori Amos genannt wird. Dabei hat sie sich mit ihrem mittlerweile fünften Album ihren ganz eigenen musikalischen Stil erarbeitet. Durch ihre professionelle Klavierausbildung zieht es sie immer wieder zur Klassik, dabei liebt sie aber auch den Punk, das Experimentel mehr...
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 Ape School – Ape School
CD-Kritik: Hefte raus, Affenarbeit! Manchmal kann es einfach so schön sein eine neue Band zu entdecken, die einen mit ihren großartigen und frischen Ideen begeistert und deren faszinables Debütalbum man einfach nur noch den ganzen Tag 'rauf und 'runter hören will. Auf Ape School träfe dies hingegen nicht zu.
Der Vater einer Freundin des Verfassers dieser Zeilen hatte einmal einen Matrosen-Anzug von der Marine und da er pazifistisch erzogen worden war, entfernte er kurzerhand einen Buchstaben von der Donald Duck-Mütze: mehr...
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 Wavvves- Wavvves
CD-Kritik: Die schwarze Sonne Kaliforniens. In dem Film „Fight Club“ gibt es die Szene, in der Edward Norton einen Schönling halb tot schlägt und seinen Ausbruch mit den Worten begründet: „Ich musste einfach etwas Schönes kaputtmachen.“ Die gleiche Intention könnte man wohl auch dem 22-Jährigen Nathan Williams aka Wavvves aus San Diego, Kalifornien und seinem zweiten Album unterstellen: Der Schönheit eine hässliche Fratze verpassen.
Beach Boys Harmonien und Pop Appeal werden unter verzerrte Gitarrenschichten und Feedbackschleifen gepac mehr...
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 Rinôçérôse - Futurinô
CD-Kritik: Die Mannigfaltigkeit geistiger Krankheiten. Paranoide Persönlichkeits- und Wahrnehmungsstörungen, Delirium, Alkoholismus und Drogenabhängigkeit – all dies thematisieren die Songs von Rinôçérôse auf der neuen Platte "Futurinô". Dazu haben die Köpfe der seit 1996 bestehenden französischen Band, Patrice „Patou“ Carrié (Bass) und Jean-Philippe Freu (Gitarre), eine Hand voll Gastmusiker mit an Bord gehievt. Jeder von ihnen leuchtet auf seine persönliche Weise die psychologischen Abgründe von Musikern der Untergrundszene aus. Ein hochinteressan mehr...
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 Bibio – Ambivalence Avenue
CD-Kritik: Angriff der Alien-Mücken. Auf lateinisch nennen sie sich Bibiomorpha, Bibio Marci oder Bibio Hortulanus. Ins Deutsche übersetzt kann man sich darunter jegliche Art von Mücken vorstellen. Da wären einmal die Haarmücken, Buchengallmücken, Markusfliegen und was sonst noch alles surrend, stechend und Blut saugend durch die Lüfte schwebt. Nicht unbedingt die angenehmsten Attribute, welche in diesem Zusammenhang gefallen sind. Warum also wählte der britische Sänger, Songwriter und Produzent Stephen James Wilkinson gerade dies mehr...
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 K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts
CD-Kritik: Wir machen Party auf deinem Grab. Gemeinhin sagen Bands gerne über sich, dass man sie nur lieben oder hassen könnte. Meistens ist das Blödsinn der künstlich polarisierende Relevanz vortäuschen soll. Bei K.I.Z. aus Berlin trifft es aber zu wie Goethes Faust aufs Auge (zu dem Bild kommen wir später noch).
Das Prinzip bei der vierköpfigen Hip Hop-Gruppe ist nämlich recht schnell beschrieben: Immer noch einen draufpacken. Geschmackloser geht es selten, den Wortwitz sucht man in Deutschland aber auf diesem Level sonst selten. Des mehr...
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 The Parlotones - A world next to door to yours
CD-Kritik: Aller guten Dinge sind vier. Eine Welt in meiner Nähe? Hab ich was verpasst? Ich ging davon aus, es gibt nur diese eine Welt. Das war wohl Riesenfehler. Das bestätigt mir dann auch Kahn Morbee im Opener „Giant Mistake“. Es gibt anscheinend ebenso viele Welten wie Menschen. Und weil die Parlotones ein Quartett sind,lassen sich eben auch vier Welten auf ihrer neuen Platte finden.
Beginnen wir mit der ersten.
Wer kennt sie nicht, die wunderbar einlullenden Melodien von Starsailor. Es handelt sich bei diesen meist um T mehr...
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 Ashley Tisdale – Guilty Pleasure
CD-Kritik: Schuld war nur der Business Plan. Eine unvollständige Liste der mehr oder weniger prominenten Menschen, die ihren Hund Blondi genannt haben: Adolf Hitler, Ashley Tisdale. Nun sollte es – selbst Geschichte studierenden – Musikrezensenten fernliegen, schlechte Alben in die Nähe des Nationalsozialismus zu setzen, eine schöne Randnotiz ist es allerdings dennoch wert.
Mehr als die muss es aber auch nicht sein, denn „Guilty Pleasure“ bietet abseits solcher Späße schon selbst genug Angriffspunkte. Man muss ihr und ihrem Marketing-Te mehr...
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 VA - Melt! V Compilation
CD-Kritik: Der Soundtrack für die Anreise… …oder für alle zuhause Gebliebenen. Die mittlerweile fünfte Melt!-Compilation bietet auch in diesem Jahr wieder den Querschnitt durch die „big names“ des zugehörigen Festivals. Bevor es Mitte Juli in der Nähe von Dessau los geht, wird also allen unentschlossenen der Mund wässrig, den Nicht-Partizipienten das Ärgern und allen Ticket-Besitzern das Vorfreuen erleichtert. Unter gütiger Mithilfe des !ntro-Magazins zusammengestellt, bietet die kleine Scheibe (fast) alles was in den vergangenen 18 Mona mehr...
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 The Mars Volta – Octhaedron
CD-Kritik: Strukturiert und etwas temperamentlos. Auf „Octahedron“ gestatten sich The Mars Volta einige Abstriche im Gesamtpaket: kaum ausgefallene Rhythmen, keine unhörbaren Passagen und schon gar keine musikalische Kakophonie. Beim neuen Werk von Cedric Bixler-Zavala (Gesang) und Omar Alfredo Rodriguez-Lopez (Gitarre) fehlen somit die bezeichnendsten und wertvollsten Eigenschaften dieser ProgRock Band. Haben sie sich bisher einen Namen damit gemacht, dass ihre Lieder kaum einprägsame Strukturen aufweisen, so haben sie nun beeindruckend geraff mehr...
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 La Roux – La Roux
CD-Kritik: Gestern wird wie morgen sein. Gestern wird wie morgen sein – selten klang das so sehr nach Euphorie und Liebe, Überfluss und Wegweiser. Doch Elly Jackson und Ben Langmaid, die zusammen das Duo La Roux bilden, ist mal wieder gelungen, woran alle guten Popstars abeiten – das Vergangene in eine Form von heute zu gießen.
Das Gesicht der Band ist Elly Jackson, und nicht nur optisch repräsentiert sie irgendwo zwischen Cyndi Lauper und Annie Lennox den Synthiepop, den das Duo auf so schlüssige wie bezaubernde Weise auf ihr Debüt mehr...
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 Nouvelle Vague – III
CD-Kritik: New Wave im Schongang.
Der Musikmarkt wird gerade überflutet von Cover-Alben. Jeder meint, seine Lieblingssongs irgendwie neu interpretieren zu müssen, was ja durchaus seinen Reiz haben kann und nicht zwingend unkreativ sein muss. Vor gut sechs Jahren hoben die französischen Musiker Olivier Libeaux und Marc Collin das Projekt "Nouvelle Vague" aus der Taufe, das gar nicht erst den Anspruch auf Eigenkompositionen erhebt. Die "Nouvelle Vague" hat nichts mit der gleichnahmigen Filmbewegung der 50er und 60er Jahre zu tun, mehr...
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 Daniel Schumacher – The Album
CD-Kritik: Ein Album sie zu knechten… Was wurde über diesen talentierten jungen Mann nicht alles spekuliert! Und wie beruhigend, dass dies nächste Woche schon niemanden mehr interessieren wird…
Zu weich soll er sein, der gescheitelte Schmusekater mit der Samtstimme. Zu weich fürs oberhammergeile Pop-Biz. Gestern genügte noch eine renitente Oma für familientaugliche Publicity - morgen wird da vielleicht unterm Coming-out und der Teilnahme an ekligen Dschungel-Spielchen als D-Promi nichts mehr laufen. Oder die RTL-Kameras suchen s mehr...
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 Paolo Nutini – Sunny Side up
CD-Kritik: Melancholie und Frohsinn. Drei Jahre ist es her, als der damals 19jährige Paolo Nutini schmerzvoll seine "Last Request" stellte und alle Welt mit einer Stimme überraschte, die nach deutlich mehr Lebensjahren und nach jeder Menge Whiskey klang. Mit "Sunny Side up" zeigt der Schotte mit italienischen Wurzeln eine Vielseitigkeit, die verblüfft. Wer eine kuschlige Balladensammlung erwartet, wird schon mit dem Opener "10/10" eines Besseren belehrt: Fröhliche Bläser eröffnen den musikalischen Reigen, zu denen sich Nutinis rauc mehr...
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 Daniel Merriweather – Love and War
CD-Kritik: Starke Stimme, schwache Songs. Wer zum Teufel ist eigentlich Mark Ronson? Das wird Daniel Merriweather wohl gedacht haben, als dieser vor ein paar Jahren bei Merriweather anrief. Tatsächlich war der britische Erfolgsproduzent, der schon Amy Winehouse und Lily Allen zu Charterfolgen verhalf, dem jungen Australier zunächst kein Begriff, doch schon bald kam es zur ersten Zusammenarbeit. Mit dem Cover des Smiths-Hits "Stop me" konnten sie einen ersten kommerziellen Erfolg verbuchen. Mit "Love and War" liegt jetzt das erste Studio mehr...
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 Years - Years
CD-Kritik: Kontrolliert kreativ. Der kanadische Musiker Ohad Benchetrit, Mitglied der instrumental Post-Rock Gruppe „Do Make Say Think“ ist ein musikalisches Multitalent. Schon früh merkte der Kanadier, dass die Kunst des Toningenieurs für gelungene Musikaufnahmen ein essentieller Bestandteil ist, den man, wenn das eigene musikalische Produkt unverfälscht bleiben soll, am besten in die eigene Hand nehmen sollte. So spielt der junge Kanadier nicht nur eine Vielzahl von Instrumenten, der Absolvent des Harris Institute of the Art mehr...
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 blur – Midlife: A Beginner's Guide To blur
CD-Kritik: Holding On For Tomorrow. Es sind aufregende Wochen für Fans dieser Band. Fangen wir an mit der unaufregendsten: Mit nur geriner Bewerbung ist nun eine neue Kompilation erschienen, "Midlife" heißt sie in Anspielung auf den großen Hit, den die Band in den Neunzigern mit "Parklife" hatte, und es ist nicht ein neues Lied darauf. Und da nun ohne großen Aufwand und Mühen nun nochmal die alten Songs aus der Schublade gezogen werden, gleichzeitig aber eine Reunion Tour die vier inzwischen wieder in verkaufte Hallen führt, darf mehr...
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 Cortney Tidwell – Boys
CD-Kritik: Etwas mehr Tempo bitte! Sie ist ein unglückliches Kind gewesen. Hat immer gegen Country-Musik rebelliert, was wohl nicht schwer zu verstehen ist, wenn man in Nashville aufwächst. Cortney Tidwell hat sich Zeit gelassen, ihren Weg doch noch in der Musik zu finden. Mittlerweile sind ihre Songs Therapie und so beginnt ihr zweites Soloalbum "Boys" auch getragen und schwermütig mit sanftem, sehnsuchtsvollem Gesang. Mit dem zweiten Stück "Watusii" beweist sie Wandlungsfähigkeit. Der Song sprüht nur so vor elektronischen, heit mehr...
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 Fukkk Offf - Love me, hate me, kiss me, kill me
CD-Kritik: Clubsounds von der 'sündigen Meile' "Alcohol, drugs, overdrive, noise, neon lights, party people, revelation. Can you feel it? Rave is king!" Diese Zeilen aus dem Lied „Rave is king“ muss man nicht mit Rhythmus unterlegt hören um ein Gefühl für das Album von Fukkk Offf aka Bastian Heerhorst zu bekommen. Das Bild und die dazugehörige Musik drängen sich geradezu auf. Gleichermaßen aufdringlich – oder ist das typisch für Techno und Rave? – präsentiert sich das Debütalbum des Hamburgers „Love me, Hate me, Kiss me, Kill me“.
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 VA – Myspace Playlist
CD-Kritik: Der Soundtrack zur Indie-Disco. Werbewirksam zeigt sich das Megaunternehmen MySpace in seinem neuesten Coup. Dass man auf der Suche nach neuer Musik an dem Portal kaum noch vorbei kommt, ist ja nicht seit gestern so. Jetzt wurden in Zusammenarbeit mit einem Majorlabel die wahrscheinlich meistgeklickten Songs der letzten Zeit auf eine Doppel-CD gepackt und die kommt ganz retro'esque in Mixtape-Optik auf den Markt.
Indie-Electronica-Alternative steht drauf, und drin ist größtenteils genau das was man von einer auf die Masse a mehr...
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 DJ T. - The Inner Jukebox
CD-Kritik: Auch ein altes Eisen kann noch richtig zuschlagen. Dies bemerkt man ziemlich schnell, wenn man zum ersten Mal dem neusten Werk von Thomas Koch alias DJ T. lauscht. Der Herr, der nicht nur Mitbegründer einer der wichtigsten Musikzeitschriften zur elektronischen Szene in Deutschland, der GROOVE, sondern auch ehemaliger Clubbesitzer und Mitbegründer des Labels Get Physical ist, schafft es mit "The Inner Jukebox" die Clubmusik vergangener Tage in ein neues Gewand zu hüllen.
Schon der Opener des Albums macht hungrig. Gerade weil er sich mit schwi mehr...
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 Rome – Flowers from Exile
CD-Kritik Schwere Kost für düstere Tage. Schon das Cover von "Flowers from Exile"verblüfft: Fast könnte man meinen, hier liegt die auf CD gepresste Form des kommunistischen Manifests vor. ROME wirken wie aus einem proletarischen Film der späten 20er Jahre entsprungen. "Die Poesie der Alten war die des Besitzes und die Unsrige ist die der Sehnsucht" – ein Zitat von A.W. Schlegel prangt in der Mitte des Booklets und gibt noch mehr Rätsel auf, die sich auch beim Hören nicht so ganz lösen lassen.
"Reiseherrschaft" heißt der erste Songb mehr...
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 Archive -Controlling Crowds
CD-Kritik: Komplexe Klangkulissen. Tracks, die sich für ein ungeübtes Ohr nach kurzer Zeit lediglich als enervierende Soundkulisse identifizieren lassen, gepaart mit einem ernsten Thema, der unrühmlichen Vergangenheit Deutschlands, ergeben das neunte Album der Londoner Band Archive mit dem Namen Controlling Crowds.
Vor Archive spielten Darius Keeler und Danny Griffiths zusammen mit einer House-Band, die den Namen eines Super-Nintendo-Spieles hatte: Genocide 2. Doch es stellte sich heraus, dass die beiden House als zu beengt e mehr...
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 Eros Ramazzotti – Ali e radici
CD-Kritik: Das Eros-Prinzip. Du bist auf einer Party. Es ist schon spät und du hast dich bisher eher gelangweilt, lässt denn Blick über die Tanzfläche schweifen und da, auf einmal siehst du SIE (Leserinnen ersetzen SIE ggf. einfach durch IHN)! Sofort wächst in dir der flammende Wunsch SIE auf dich aufmerksam zu machen; vollkommen fasziniert vom Funkeln ihrer Augen und von der sinnlichen Weise, in der SIE ihre Hüften im Takt eines schlechten Depeche Mode-Remixes wiegt. Aber was tun?
Ein Freund hat dir eben verraten, dass mehr...
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 Gossip – Music for men
CD-Kritik: Flirting with the devil. Karl Lagerfeld hat sie zu seiner Muse erklärt, plötzlich treibt sich Frau Ditto mehr auf Modenschauen rum als auf Konzertbühnen und die Mittagsmagazine dieser Welt überbieten sich mit Sensationsberichten über sie und ihre ungleiche Busenfreudin Kate Moss. Nackt auf dem Cover der NME hat sie schon vor 2 Jahren posiert, damals aber eher Kopfschütteln denn Anerkennung erfahren. Jetzt reißen sich Presse und Mode-VIP's plötzlich um die korpulente Sängerin und die Medien feiern einen Hype rund um ihr mehr...
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 Krikor & The Dead Hillbillies – Land of Truth
CD-Kritik: Hängt ihn höher! „Gut’ Ding will Weile haben.“ Dachte sich wohl auch Krikor Kouchian und veröffentlicht nach 10 Jahren aktiver Präsenz in der französischen Elektroszene mit „Land of Truth“ sein erstes Studioalbum unter dem Namen Krikor. Frankreich? Elektro? Wer jetzt einen weiteren Daft Punk Klon oder Busy P. Schützling erwartet, wird schnell eines besseren belehrt.
Schon das Cover wirkt ob seiner Vintage-Ästhetik etwas verstörend. Man muss unwillkürlich an eine staubige Neil Young oder Bob Dylan Platte aus mehr...
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 Revolver – Music for a while
CD-Kritik: Ein Hauch von Sonnenschein. Revolver – wer denkt da nicht erstmal an die Waffe? Klein, handlich, schnell – und laut. All das ist die gleichnamige Band so gar nicht. Die drei Franzosen mit den 80er-Jahre-Poppertollen liefern mit "Music for a while" zwölf wunderbare luftig-leichte Songs mit melancholischen Zwischentönen, die perfekt zu Sommer, Sonne und Strand passen – fernab des Ballermann-Einheits-Getöses. Statt Party gibt’s Entspannung, statt Krach und nervtötender Beats kleine, feine Töne, die am besten in gemäßigter Lau mehr...
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 Elysian Fields – Afterlife
CD-Kritik: Noir Rock meets Östrogene.. Zugegeben: Wenn man sich bei Jennifer Charles und Oren Bloedow über eines nicht beklagen kann, dann mangelnde Produktivität. So kommt am 19. Juli mit Afterlife das mittlerweile fünfte Album des u. a. als "Elysian Fields" bekannten New Yorker Kreativ-Duos in die Läden. Musikalisch stehen die beiden für einen, von Kritikern oft hochgelobten, Stil-Mix aus sog. 'Dream Pop' und 'Art Rock'. Was sich hinter diesen ziemlich schwammigen Begriffen verbirgt, soll indes in den nächsten Zeilen ein w mehr...
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 autoKratz- Animal
CD-Kritik: New Old Rave. autoKratz: das sind David Russel und Russel Crank. Angeblich haben sie sich kennen gelernt, als der eine dem anderen auf die Schuhe kotzte. Beide haben im letzten Jahr den Sampler „Down and Out in Paris and London“ veröffentlicht, der alle 12" Auswürfe des Duos beinhaltet und legen nun also mit „Animal“ ihr erstes reguläres Album vor. Mit Kitsuné haben sie dabei noch ein Label gefunden, dessen Name für manchen schon als Kaufargument reicht.
Das Album pendelt angenehm zwischen Pop und Elektro mehr...
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 We were promised Jetpacks – These four walls
CD-Kritik: Wie aus den frühen 80ern. Schon das Cover mutet ganz düster an: Ein schlichtes, kühles Haus. Es wirkt verlassen, unheimlich. Die beginnende Dämmerung verstärkt dieses Gefühl von Tristesse, Einsamkeit und Trauer. "These four walls" sind kein Ort zum Wohlfühlen. Der akustische Spaziergang durch diese vier Mauern beginnt mit düsteren Riffs, die sich immer weiter steigern. "It´s thunder and it´s lightning" wächst an Intensität und Emotionalität ins Unermessliche, Sänger verleiht dem Song mit seiner dunklen, rauen Stimme die mehr...
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 Nils Wogran´s Lush - Pretty Good News
CD-Kritik: Gute Neuigkeiten für Jazzfreunde. Nils Wogran ist einer der gefragtesten Soloposaunisten und wird in Fachkreisen als Hoffnungsträger des europäischen Jazz gehandelt. Auch seine Vita beeindruckt: 1972 in Braunschweig geboren studierte er klassische Posaune, Klavier und Musiktheorie an der städtischen Musikschule. Ab 1988 spielte er im niedersächsischen Landesjugendjazzorchester und gewann mehrfach den Preis für Soloposaune bei „Jugend musiziert“. Nach seinem Studium Posaune und Komposition in New York kehrte er nach Europa zurüc mehr...
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 Expatriate – Home (EP)
CD-Kritik: Nur aufgekocht, aber heiß serviert. The Hives, Franz Ferdinand, Bloc Party, The Cure, Depeche Mode, Editors und Interpol: von jedem etwas gibt es auf der aktuellen EP „Home“ der Exil-Australier Expatriate zu entdecken. Auch wenn es der nunmehr in Berlin angesiedelten Band ein bisschen an knackiger Individualität fehlt, geben die vier Tracks keinen echten Grund zum meckern ab. Eine Spur gleichförmig sind sie, doch es verstecken sich losgelöste Augenblicke darin.
Unter wohlbekannt davonpreschende Gitarren á la The Hives und Co. u mehr...
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 Akron Family - Set' Em Wild, Set' Em Free
CD-Kritik: Fröhliche Folk-Rock Experimente. Seit 2002 existiert die amerikanische Gruppe „Akron Family“, bestehend aus den Musikern Dana Janssen, Seth Olinsky und Miles Seaton. Dabei hat das ganze Unternehmen so etwas wie einen leicht anarchistischen Projekt/Kommunencharakter, da die Musiker allesamt Multi-Instrumentalisten mit nicht wirklich klar definiertern Zuständigkeiten sind und sich wild auf New York City und die Stadt Williamsport im Staate Pennsylvania verstreuen.
Diese Zuständen bieten anscheinend den perfekten Nährboden für mehr...
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 Ciara – Fantasy Ride
CD-Kritik: Eine Fahrt ins Nirgendwo. Alleine Singen ist doof. Das jedenfalls scheint sich Ciara bei der Produktion ihres dritten Studioalbums „Fantasy Ride“ gedacht haben. Insgesamt sechs Duettpartner hat die R’n’B-Sängerin mit in die Gesangskabine geschleppt, auf das es den Hörern auch ja nicht langweilig werde.
Justin Timberlake, Rapper Ludacris (der bereits auf ihrem ersten Album beim Track „Oh“ ein paar Verse spucken durfte) und Rihanna-Schläger Chris Brown durften ebenso mit Ciara in die Mikro singen wie Kollege Young Jeez mehr...
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 Keri Hilson – In a perfect world
CD-Kritik: Frühsport für R’n’B-Talente. Werfen wir mal einen kurzen Blick auf die Schaffensgeschichte von Timbaland. Hatten die unter Anderem aus Pharrell Williams bestehenden Neptunes Anfang des Jahrtausends mal aufgeholt, hat Timbaland die weltweite Popmusikproduktion nun wieder fest in der Hand und über die Jahre geprägt wie höchstens noch Dr. Dre. Wegweisende Alben wie „Loose“ von Nelly Furtado, „Deliverance“ von Bubba Sparxxx und nahezu alles von Jay-Z tragen seine Handschrift, auch er ist unter eigenem Namen wieder recht erfolgr mehr...
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 Julia Marcell – It might like you
CD-Kritik: Songs zum Angewöhnen. "Mein Name ist Julia und ich schreibe Songs…den größten Teil meiner Zeit singe ich einfach – meist Sachen, die mir gerade einfallen." – das sagt die junge Künstlerin über sich selbst, und genauso wirkt ihr erster Longplayer "It might like you".
Die Entstehungsgeschichte ihres Debütalbums klingt außergewöhnlich, ist in Zeiten von MySpace aber wohl keine Seltenheit mehr: Über eine Internetseite sammelte sie Fans und Geld, um ein Studioalbum aufnehmen zu können und ihren Traum zu verwirklichen. mehr...
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 Dub Pistols - Rum & Coke
CD-Kritik: Prost! Die Dub Pistols haben mit ihrem vierten Album „Rum & Coke“ ein wahres Spektakel an musikalischen Stilen verbaut. Mit ihren abwechslungsreichen Liedern, den klangvollen, frischen und spritzigen Instrumenten wie etwa Trompeten und Klavier sowie den vielfältigen Gastinterpreten, ist die Platte – wie der gleichnamige Longdrink – zu einem wahren Sommermix geworden. Die Lieder sind aus verschiedenen Genres und Stilen zusammengebaut. Sowohl die Verschiedenheit der einzelnen Lieder, das bunte Potpourri mehr...
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 Metric - Fantasies
CD-Kritik: Hard to be soft. „Fantasies“, das ist ein Albumtitel, wie ihn auch das Hobbyprojekt des Synthesizer spielenden Musiklehrers der Gesamtschule Recklinghausen tragen könnte. Die Band Metric kommt aber nicht aus dem Kohlenpott, sondern aus Kanada. Gegründet wurde sie vor mehr als zehn Jahren von der Sängerin Emily Haines und dem Gitarristen James Shaw, die noch heute das Zentrum der Band darstellen. Im Jahre 2009 nach Christus veröffentlicht diese Band nun ihre vierte Platte – eben die mit dem Titel „Fantasie mehr...
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 Kasabian – West Ryder Pauper Lunatics
CD-Kritik: Kasabian Clan ain't nothin to fuck with! Wenn man den Szene-Besserwisser fragt, ist es das dritte Album, an dem sich eine Band messen lassen muss. Man wurde entdeckt, hat sich etabliert,muss nun zeigen ob man den gesetzten Standard halten kann und soll sich bitteschön auch noch weiterentwickeln. Wie man das alles richtig macht, zeigt einem das neuste Werk von Kasabian. Die 2004 auf der Bildfläche erschienenen Jungs aus Leicester greifen die stärken ihrer Vorgängeralben „Kasabian“ und „Empire“ gekonnt auf und paaren das ganze mit mehr P mehr...
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 Black Eyed Peas – The E.N.D.
CD-Kritik: Rock das Desaster! Die Älteren unter den Musikfreunden mögen sich vielleicht noch erinnern: Es gab eine Black Eyed Peas-Zeit vor Fergie, vor „Where is the Love?“ und „My Humps“. Eine Zeit, bevor man sich von einer ernstzunehmenden Hip Hop-Gruppe mit guten Einfällen zu einem weltweit bestens verkaufenden Karnevalsverein verwandelte.
Freundlicherweise befindet sich in der Hülle des neuen Albums ein kleiner Back-Bestellkatalog, an dem man tatsächlich genau ablesen kann, dass es bergab ging, als mit Stacy Ferguson mehr...
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 Eels – Hombre Lobo
CD-Kritik: Zehn Dinge, die ich an dir mag. Eine der größten Ungerechtigkeiten in der Welt ist, dass die Eels nicht eine der größten Bands der Welt sind. Warum darf ein Bono die Stadien der Welt mit Idealistengetue füllen, längst den Heldentod gestorbene reiche Rockopas sich doch noch mal wiedervereinigen, wenn Mark Oliver Everett immer knapp unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung entlang fliegt?
Wahrscheinlich liegt es doch wieder an der schnöden Oberflächlichkeit. Es soll Menschen geben, die Bono attraktiv finden, bei Chris Mar mehr...
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 Placebo – Battle for the sun
CD-Kritik: Weiser Blick in eine rosigere Zukunft. Brian Molko ist geläutert und voller Einsichten. So scheint es jedenfalls, wenn man dem neuen Werk von Placebo „Battle for the Sun“ lauscht. Wo bleiben Depression und Rebellion? Statt schwermütigen Zeilen wie in „Teenage Angst“ („I'll stick to my needle, and my favourite waste of time, both spineless and sublime”) oder wütenden Aufschreien wie in „Broken promise“ („And I'll wait my turn, to terrorize you, watch you burn”) schallen einem nun Vernunft und Klarheit entgegen.
Ein neuer Produzent mehr...
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 Ohbijou – Beacons
CD-Kritik: To the lighthouse, my friend. Es heißt ja oft, hier schwirren Vögel durchs akustische Geäst, dort kann man das Eichhörnchen an den Beats knabbern hören. Es macht Knarz. Und über allem schwebt der Frühling, nein, Frühsommer. Ach, so schön dass dann auch noch die passenden Platten erscheinen, wenn Sonnenschein und Badestrand einen zum willenlosen Glücklichsein verdammen.
Hier sind aber tatsächlich Vögel zu hören, zu Beginn wird ein bisschen munter gezirpt, danach wehen die meisten Zeit weiße Laken durch sonnengeflutete Melo mehr...
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 Kitsuné Maison Compilation 7
CD-Kritik:Schraz Bleek Clong Twng. Inzwischen gehören die Franzosen von Kitsune selbst fast schon zum alten heißen Eisen. Die Maison Compilation-Reihe geht nun in die siebte Runde und bewegt sich wie gehabt stilsicher im großen Ding von (fast schon) gestern: Bratz-Electronica à Justice und deren Discoschmiede Ed Banger.
So sind diesemal wieder die großen und kleinen Stars vertreten, und wichtiger: die, die morgen eventuell welche sein könnten. Längst etabliert sind ja nun etwa P mehr...
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 Chickenfoot - Chickenfoot
CD-Kritik: Rock wie aus der guten alten Zeit. Manchmal können Definitionen so herrlich einfach sein: Wenn ein paar Musiker gerne zusammen musizieren, dann gründen sie eine Band. Wenn ein paar Über-Musiker gerne zusammen musizieren, dann gründen sie eine 'Supergroup'.
Chickenfoot ist so eine Supergroup und jeder, der ansatzweise etwas von Musik versteht, dürfte alleine schon beim Klang der Namen der Bandmitglieder leuchtende Augen bekommen. So geben sich nicht nur Red Hot Chili Peppers Schlagzeuger Chad Smith und die Ex-Van-Halen-Mitglie mehr...
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 Delta Spirit – Ode To Sunshine
CD-Kritik: Mehr 'Vintage' geht nicht. Das Gerücht hält sich hartnäckig, dass die A&Rs dieser Welt von ihren Plattenfirmen die klare Anweisung bekommen haben: „keine Jungsband mehr“. Die Zeit der Dreier- bis Fünfercombos, bestückt mit adretten Kerls, die sich des klassischen (Rock-)Instrumentariums bedienen, soll also vorerst mal wieder abgelaufen sein. Der Pop von heute setzt gefälligst auf Bands mit entweder ungewöhnlich wenigen oder außerordentlich vielen Mitgliedern, schräges Synthesizerfiepen und ebenso schrägen Gesang, am bes mehr...
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 Phoenix – Wolfgang Amadeus Mozart
CD-Kritik: Wo die Liebe hinfällt. Der Mann, die Gitarren, Frankreich. Oder: Phoenix bewegen sich nahe am perfekten Pop-Song. Berechtige Frage: darf man eigentlich so viel Chuzpe mitbringen, sein Album gleich nach dem vielleicht größten Musiker, Virtuosen und Wunderkind der modernen Zeit zu benennen? Besser, muss man vielleicht so viel Mutterwitz und Glaube an die eigenen Fähigkeiten mitbringen, wenn man diese zehn Perlen des Gitarrenpops aufgenommen hat?
Unbedingt! Der flehende Gesang Thomas Mars', der so prägnant klingt. Ab mehr...
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 The Maccabees – Wall of arms
CD-Kritik: Die Indie-Ecke zeigt Format. Da haben wir sie wieder: eine weitere „The...“-Band. Diesmal aus England, genauer gesagt South London. Die Erwartungshaltung ruht sich dementsprechend gemütlich auf schrammeligen Gitarren, fliegenden Bässe und eingehenden Melodien aus. Ein bisschen extravagant und theatralisch vielleicht, mit einer angenehmen Stimme. Das äußere Erscheinungsbild muss natürlich auch stimmen. Nicht älter als 25 sollten die Bandmitglieder sein, ein wenig hager und mit dem gewissen britischen Etwas. Volltreffer bei T mehr...
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 Manic Street Preachers – Journal for Plague Lovers
CD-Kritik: Aus dem Vermächtnis eines zerbrochenen Anti-Helden… Wenn der Chorus eines Album-Openers schon mit einer Zeile wie „Riderless Horses, Chomsky’s Camelot“ aufwartet, dann kann dafür eigentlich nur die Alternative-Legende Manic Street Preachers in Frage kommen. Handelt es sich bei der, seit dem tragischen Verschwinden von Richey James Edwards im Jahr 1995 zum Trio geschrumpften, einstigen Skandal-Band, doch um Wiederholungstäter in Sachen ‚Intellektualität meets Powerchords’.
Edwards jedenfalls ist im November ’08 endgültig für tot erklärt worden mehr...
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 Ben Harper & Relentless 7 – White lies for dark times
CD-Kritik: Mit voller Kraft zurück. Richard Ashcroft von den wiedervereinigten The Verve hat mal gesagt, bei einem Maler würde sich keiner daran stören, dass er alleine arbeite, bei Musikern seien Soloprojekte aber gleich als Egotrip verschrien. Im Kern mag er da Recht haben, in den Schlussfolgerungen wird es aber schwieriger: Fast jeder Musiker merkt irgendwann, dass er nicht komplett alleine kann. Deswegen hat Bruce Springsteen seine E Street Band, Neil Young sein Crazy Horse, Conor Oberst kommt frisch mit seiner Mystic Valley B mehr...
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 Sportfreunde Stiller – MTV Unplugged in New York
CD-Kritik: Bläser, Streicher, Mandolinen "Unplugged" – das heißt, Stecker raus, Musik an und einfach drauf los schrammeln, ohne Verstärker, ohne großartige technische Unterstützung. Regelmäßig gewährt MTV ausgewählten Künstlern die Ehre, ihre Songs "Unplugged zu präsentieren. Legendär war das erste Unplugged-Konzert von Nirvana. Mit einem schelmischen Augenzwinkern präsentieren sich nun die drei Sportis "pur" – und wie die Grungerocker um Kurt Cobain aus New York. In diesem Fall ist der Big Apple allerdings in den Bavaria Filmstudios. mehr...
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 Deckchair Orange – Deckchair Orange
CD-Kritik: Aus Österreich in die große weite Welt … I have promised not to sleep … Ein Kanon? Wird da gerade wirklich a cappella zweistimmig auf einer Indie-Rock-Platte gesungen? Tatsächlich: Deckchair Orange wagt es in ihrem gleichnamigen Debütalbum, auch mal ungewöhnliche Dinge zu tun. Tatsächlich darf sogar ein Banjo seinen Auftritt auf diesem Album feiern. Aber keine Sorge, trotz kleiner Innovationen und Überraschungen, ist die Platte keineswegs durchzogen von verrückten Instrumenten und der Einsatz des Banjos ist auch nur klein und beschert mehr...
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 Cargo City – on.off.on.off
CD-Kritik: Ein bunter musikalischer Reigen, von lieben Menschen für liebe Menschen. „Bittersüß-melancholische Akustiksongs garniert mit elektronischen Elementen“, dafür steht, laut offizieller Webseite, seit 2006 Cargo City , das Bandprojekt von Singer/Songwriter Simon Konrad. Und wer schon einmal das Vergnügen hatte Konrad und seine Begleitband live zu erleben, der weiß, dass hier nicht zuviel versprochen wird; verstehen sich die Frankfurter doch darauf, gerade auf kleineren Bühnen, wunderschöne, atmosphärisch stimmige Showcases zu zaubern.
Entsprechend hoch sind d mehr...
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 One Two Three Cheers And A Tiger – Less than the half price
CD-Kritik: Gute-Laune-Rock aus Wien. One Two Three Cheers And A Tiger … ein ungewöhnlicher Bandname für eine ungewöhnliche Band. Die Indie-Rocker Andy, Daniel, Jakob und Martin stammen aus Wien und sind stolz darauf. Das beweisen uns Songs wie „Hommage“. "We've been to Berlin. We've been to New York. But these are places without faces. We've been to Stockholm and to London. There we are strangers” Dieser Song ist, wie sein Titel verrät, eine Hommage an ihre Heimat, denn laut ihnen ist „Home where heart is“. Ihr Debüt „Less t mehr...
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 Simple Minds – Graffiti Soul
CD-Kritik: Melodien wie aus einem Guss. Die 80er Jahre-Bands – ewig von der Bildfläche verschwunden, irgendwie immer im Gehörgang und auf einmal sind sie wieder da. So auch die Simple Minds. Sie haben die Musikszene über Jahre geprägt, ihre größten Hits wie "Don´t you forget about me" werden heute noch gern und oft von den Radiostationen gespielt. In den letzen Jahren ist es ruhiger geworden um die Band, nach großen Erfolgen mussten sie Niederlagen einstecken. Doch das Quartett um Jim Kerr ist nicht müde geworden.
Vier Jahre nach V mehr...
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 Tori Amos - Abnormally Attrackted to Sin
CD-Kritik: Pianos, Sünden und Narrenfreiheit. Tori Amos ist eine ungewöhnliche Musikerin. Ihre Musik zeichnet sich zwar nicht immer zwangsläufig durch Massenkompatibilität aus, dennoch hat sie eine treue Anhängerschaft von Fans, die eben ihre Eigenwilligkeit zu schätzen wissen. Eigenwillig ist auch Tori Amos aktuelles Album mit dem Titel „Abnormally Attrackted to Sin“.
Obwohl im Zeichen der abnormalen Vorliebe für Sünden jeglicher Coleur, ist es wohl der Begriff „Narrenfreiheit“ mit dem sich das Werk am besten umschrieben ließe, da, f mehr...
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 The Handsome Famile – Honey Moon
CD-Kritik: Über den Schatten. Der idyllisch dreinschauende Vogel auf dem Cover deutet es bereits an: Mit dieser Platte begibt man sich auf den meditativen Flug durch ein Land, wo Milch und Honig in die Ohren fließen.
Mit dem Opener geht es dann über die Gebirgskette der totalen Entspannung. Beruhigender kann Gesang nicht klingen. Schöner auch nicht. Der zweite Track „Little Sparrows“ nimmt Kurs auf die blühenden Landschaften Uthas. Hier wird klar, dass Ehepaar Rennie und Brett Sparks in ihrer Musik stark vom Country be mehr...
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 Ronan Keating - Songs For My Mother
CD-Kritik: Du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen... Ronan Keating ist ein fleißiger Musiker. Stand er noch 2008 anlässlich des Comebacks von Boyzone mit seinen alten Musikerkollegen auf der Bühne, meldet er sich in diesem Jahr mit einem neuen Soloalbum zurück. Das Machwerk „Songs For My Mother“ hat der smarte Ire ganz seiner lieben Frau Mutter gewidmet und enthält, bis auf eine Ausnahme, Coverversionen von Stücken anderer Künstler.
Sicherlich wird sich mancher erinnern, dass Mr. Keating ein recht eifriger Cover-Musiker ist. Erst in jüngerer V mehr...
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 The Band on the edge of forever – The Band on the edge of forever
CD-Kritik: Es lebe die Melancholie! Es gibt sie noch – die einfachen Songs, die nicht viel brauchen, um schön zu klingen: einfache Arrangements, nur ein paar wenige Instrumente und Texte, die sich schnell in den Gedankengang einschleichen. "The Band on the edge of forever" haben ein Händchen für sowas. Mit ihrem gleichnamigen Soloalbum zeigen die Berliner viel Sinn für eingängige Melodien
Der Opener "Shore Leave" fesselt mit den ersten Takten: "Last night I had a dream – my dad would come to me" – die träumerische Melodie und mehr...
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 Eminem - Relapse
CD-Kritik: Guess who´s back - back again. In den letzten Jahre ist es um Marshall Mathers ruhig geworden. Nach der Ermordung seines besten Freundes Big Proof zog sich Eminem weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück und widmete sich diversen Schmerzmitteln. Im Internet tauchten Fotos auf, die einen schwer verpeilten und abgemagerten Marshall zeigten. Bei vielen Fans kamen Zweifel auf, ob der Rapper sich wieder fangen und noch mal ein Album veröffentlichen würde. Doch was die olle Britney hinbekommt, schafft der Junge aus einem Trailer mehr...
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 Grizzly Bear - Veckatimest
CD-Kritik: Was soll denn diese Aufregung? – Oh, ach so, aha… Schon seit dem Herbst des letzten Jahres überschlägt sich die Indie-Blogosphäre, die Redakteure der Musikmagazine kriegen schwitzige Finger und den Pop-Nerds aller Länder leuchten die Augen bei einem Thema: „Veckatimest“, der neuen Platte von „Grizzly Bear“. Das dritte Studioalbum der Bärenbande ist wohl eines der am heißesten Erwarteten des Jahres. Die Band selbst hat nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass die Aufregung konstant hoch blieb, warfen sie doch mit Vorveröffentlichungen nur so u mehr...
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 Bloc Party – Intimacy Remixed
CD-Kritik: Elektronischer Umzugsservice. Zum zweiten Mal geben die Rocker der Bloc Party ein Album frei, um es kräftig durchrühren und mit allerlei elektronischen Schnickschnack versehen zu lassen. Und es ist immer wieder erstaunlich wie schön es klingen kann, wenn man konventionellen Indie-Rock mit elektronischen Beats paart. Der typische Bloc Party Style wird nicht von elektronischen Gegebenheiten aufgesogen, sondern geht mit ihnen eine herrliche Symbiose ein, die durch die erneute Zusammenarbeit mit Paul Epworth („Silent Alarm“) mög mehr...
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 Fink – Sort of revolution
CD-Kritik: Wenn der DJ den Beat links liegen lässt. Geduldig schiebt Fin Greenall AKA Fink aus Brighton jeden Ton und jede Textzeile vor sich her. Eine Spur nuschelig ist seine Stimme, samtig und weich raunt er die Worte ins Mikrofon, dass es sich anfühlt, als streiche man über ein Fleckchen Moos. Fast hat es den Anschein, als fielen ihm die Worte erst während des Singens ein, so bedächtig macht er sich ans Werk. Auch auf seinem dritten Album „Sort of revolution“ ist Fink ein DJ auf Abwegen.
Wo ist der Beat, wo der tanzbare Rhythmus: minimalis mehr...
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 Lindstrøm & Prins Thomas – II
CD-Kritik: Lost in Space. Aus Skandinavien, genauer gesagt aus Norwegen, startete im Jahr 2005 die Cosmic Disco Rakete mit der Aufschrift „Lindstrøm & Prins Thomas“, um in der Erdumlaufbahn mit einer Mischung aus Disco, House und Downbeat ihre Kreise zu ziehen. Lindstrøm konnte mit dem Club Hit mehr...
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 The Veronicas – Hook me up
CD-Kritik: Quietschiger Girlie-Pop mit Nervpotential. Kann sich noch jemand an tatu erinnern? Genau – dieses russische Mädchen-Duo, das eher mit Knutschereien und Fummeleien auf der Bühne überzeugte als mit Musik. "The Veronicas" haben zwar nix mit gleichgeschlechtlicher Liebe am Hut, musikalisch könnten sie jedoch gut die Nachfolge der russischen Mädels antreten – schließlich stammt der Tatu-Hit "All about us" auch aus ihrer Feder. Zielgruppe sind eindeutig Mädchen zwischen 9 und 19, allen anderen dürfte dieser nette Girlie-Pop wohl zu naiv und si mehr...
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 Submarien - Not a Robot
CD-Kritik: Bombast zwischen 'Wein und Reben'. Heiße junge Band entsagt dem schnöden Biz, cancelt ihre Studiotermine und verbarrikadiert sich in einer Almhütte, um ihr Debüt aufzunehmen: Submarien aus Stuttgart! Was zu Anfang klingt wie ein lustiger Publicity-Stunt, entpuppt sich jedoch schon beim ersten Hören als ziemliche Überraschung. Und zwar zunächst als Angenehme.
So gelingt es der fünfköpfigen Formation um die charismatische Sängerin Barbara P. Hernandez, mit „Not a Robot“ ein sehr gut produziertes Album vorzulegen. Der Opener ‚Rem mehr...
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 Joe Young - The Great Ape
CD-Kritik: Lückenfüller. Joe Young wurde in Manhattan, New York geboren. Seine Kindheit verbrachte er dann allerdings in Deutschland, wo der Mann seiner Mutter bei der US Army bedienstet war. In seiner Jugendzeit, in der er zwischen NY und Stuttgart hin- und her pendelte, knüpfte er sowohl Kontakte zu deutschen Rap-Crews wie der PF Squad als auch zu namenhaften Rappern aus seiner Heimat, darunter die Wu-Tang Clan-Members Cappadonna, Inspectah Deck und Ghostface Killa. Letzterem verdankt Joe angeblich sogar seinen mehr...
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 Modern Day Heroes – The Sun Never Sets In The Land Of Cool
CD-Kritik: "I need a revolution…" ….schallt es aus den Boxen. Im CD-Fach liegt das Debütalbum der Schweizer Nachwuchs Indie Rock Band Modern Day Heroes. Nie gehört? Macht nichts, denn bisher waren die drei Jungs vor allem in Deutschland weitestgehend unbekannt.
Das könnte sich mit "The Sun Never Sets In The Land Of Cool" allerdings ändern. Der Titel ist ungewöhnlich lang und lässt Spannung aufkommen, ob das Album diesem vielversprechenden Titel gerecht werden kann. Nach dem "I need a revolution" den Hörer so richtig ins Album mehr...
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 Ray Wilson – Propaganda Man
CD-Kritik: Der Ex-Genesis- und Ex-Stiltskin-Sänger als Singer-Songwriter. Ray Wilson hat musikalisch gesehen ein bewegtes Leben. Seinen einzigen Riesenhit mehr...
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 Laith Al-Deen – Session
CD-Kritik: Laith Al´s Lieblingslieder. "Ich hatte Lust auf einen Ausflug" – und so stellte Laith Al-Deen sich knappe zwei Wochen lang ins Tonstudio und sang seine Lieblingssongs auf Tonband, die er als Teil seiner musikalischen Vergangenheit bezeichnet. Herausgekommen ist eine auf CD gepresste "Session", der man in jeder Minute den Spaß und die Hingabe der Musiker anmerkt.
Von Laith Al Deen und seiner Musik kann man ja halten, was man will. Doch seine Stimme ist unverwechselbar – samtweich, aalglatt und doch nicht langweilig. Dies mehr...
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 David Rose – Whispering Grass
CD-Kritik: In the mood for Swing. "No one walks out on Sinatra" (dt.: Niemand lässt Sinatra im Stich) heißt es an einer Stelle in dem Film “Liberty Heights”. Ben, gespielt von Ben Foster, rührt sich nicht vom Beifahrersitz, bis die letzten Töne im Radio verklungen sind. Erst dann steigt er aus dem Auto. Das nennt man Liebe zur Musik. Genauso der Musik der 40er Jahre verbunden ist David Rose aus Karlsruhe. Er zerrt Klassiker von ihrem Dachboden-Refugium aus den verstaubten Kisten und legt sie neu auf.
Schon als sechsjäh mehr...
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 Erasure-Total Pop! 40 Hits
Cd-Kritik: Viel Pop für wenig Geld. Eigentlich ist es ja schon fast dreist, wenn man ein Doppelalbum mit „40 hits“ betitelt. Aber beim britischen Synthie-Pop-Duo ist es kein Größenwahn, sondern einfach Fakt. Die ersten fünf Alben von Keyboarder und Songschreiber Vince Clarke und Sänger Andy Bell. landeten jeweils souverän auf Platz 1 der britischen Charts. 17(!) Single-Auskopplungen platzierten sich souverän in den Top 10. All diese großen und kleinere Erfolge sind nun auf zwei CDs handlich verpackt
Neben den unvermeidlichen Ti mehr...
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 The Do - A Mouthful
CD-Kritik: Den Mund nicht zu voll genommen. Eine Band tritt an, das Folkgenre um einige Tamburinlängen zu erweitern. Die Finnin Olivia Merliahti und Dan Levy, der Franzose des Duos wagen es, ganze neue Wege in der Folkmusik zu betreten. Das Album „A Mouthful“: Eine sehr gewöhnungsbedürftige Mischung voller Energie.
Zwischen Rock; Folk, Hip Hop und Jazz siedeln sie ihre Songs an. Die Klangkombinationen sind außergewöhnlich neu, aber gerade deshalb so fesselnd. Olivia singt, Dan spielt. Klingt nach einem harmonischen Duo. Doch gerade di mehr...
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 Björk – Voltaic
CD-Rezension: Keine halben Sachen. Ein bisschen wirkt es wie ein Befreiungsschlag gegen die Krise, jetzt aber erst recht scheint sich Frau Guðmundsdóttir gedacht zu haben. Die isländische Vorzeigemusikerin Björk lässt sich von wirtschaftlicher Schwarzmalerei, leeren Portemonnaies und ratlosen 'Landesbankis' kein Stück beeindrucken und veröffentlicht die Tage eine schnieke und umfassende Retrospektive auf im letzten Jahr erschienenen Studioalbum Volta.
Der Rückblick gibt sich opulent und umfasst eine Live-DVD, die uns mehr...
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 General Elektriks – Good city for dreamers
CD-Kritik: "David Lynch moments" Das sich diese immens vielfältigen Stilrichtungen nicht in einem unübersichtlichen Musikdschungel verlieren, muss wohl ein Pluspunkt für „Good city for dreamers“ von General Elektriks sein. So ist es ein verschrobenes Gesamtwerk, das man allenfalls in diese eine Nische einordnen kann: experimentell. Und das ganz ordentlich. Vielleicht ist Hervé (RV) Salters, der Kopf hinter dem Projekt, auch einfach eine multiple Persönlichkeit – eine bequeme Erklärung. Aber wem hängt man schon gerne eine Krankh mehr...
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 Franz Ferdinand – Blood
CD-Kritik: Da ist wohl jemand in die Musikdose gefallen... Erst im Januar diesen Jahres erschien in schlichtem schwarz-weiß und knallgelbem Print das Album „Tonight: Franz Ferdinand“. Nun bringt die Indie-Rockband um Alex Kapranos, Nicholas McCarthy, Paul Thomson und Robert Hardy ein Remix-Album mit neun Songs der aktuellen CD auf den Markt. Es klingt befremdlich und irgendwie hat es nicht den Charakter einer typisch qualitativ hochwertigen Scheibe der Band.
Schon auf dem Album klingt Franz Ferdinand härter als gewöhnlich. Die vier Jungs aus Glasgow mehr...
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 Prefuse 73 - Everything She Touched Turned Ampexian
CD-Kritik: Eine gewagte Collage. Der DJ mit den unzähligen Pseudonymen ist wieder da. Unter seinem wohl bekanntestem Namen „Prefuse 73“ meldet sich der US-Amerikaner diese tage mit seinen berühmten „Cut-Up-Techniken“ zurück. Mit „Everything She Tuched Turned Ampexian“ veröffentlicht der Mann, der den bürgerlichen Namen Guillermo Scott Herren trägt, nun seine neuste Scheibe auf dem Londoner Label „Wrap Records Limited“.
Das Album ist weitestgehend eine Mischung aus Hip-Hop Beats, elektronischen Spielereien und vielseitigen a mehr...
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 Gentleman Reg - Jet Black
CD-Kritik: Weinerlich. Urlaub in den Ohren und Endorphine im Blut. So lässt sich am besten der Opener „Coastline“ zusammenfassen. Ein äußerst zufrieden klingender Gentleman Reg aka Reg Vermue schmeichelt sich mit seiner Stimme in die Grundstimmung um sie mit vielen „ahahas“, die eine zunächst wertvolle Beziehung zu ausgefeilten Lead-Gitarren Arrangements, anzuheben.
Ein Niveau höher ist besagte Grundstimmung aber bestrebt zu rocken. Doch auf eine Gelegenheit dafür muss sie noch warten. Ganze zwei Tracks dauert es, mehr...
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 Melody Gardot – My one and only thrill
CD-Kritik: Von einer Frau, die den Blues hat. Melody Gardot nennt ihr neues Album in der Danksagung im Booklet „the soundtrack of my life“. Wenn man sich ihre Biografie anschaut, wird klar, was sie damit meint. Durch einen traumatischen Unfall ist die Musik zu einem Therapiemittel geworden und die Musikwelt um eine herausragende Musikerin reicher. Sie sagt selbst dazu: „Dass ich die Musik entdeckte, war ein Unfall in Folge eines Unfalls".
Optisch hat Melody Gardot etwas von Anastacia, der Gesangsstil erinnert an manchen Stellen an Erykah mehr...
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 Oi Va Voi- Travelling The Face Of The Globe
CD-Kritik: Reisen bildet. Mit dem Reisen wird ja durchweg Positives in Verbindung gebracht: Erfahrungen, Abenteuer, Weltoffenheit, Toleranz. Wer mehr über sich selbst erfahren will, der reise in die Fremde. Oder, wie schon Alexander von Humboldt wusste: „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“
Also kann demnach an dem Wanderzirkus Oi Va Voi und einem Album mit diesem Titel nicht viel falsch sein. Die Londoner Band mischt auch auf ihrem dritte mehr...
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 The Vaselines – Enter The Vaselines
CD-Kritik: Ich habe Bier getrunken mit Kurt Cobain. Schön waren die Zeiten, als Bands noch Namen trugen wie hier, The Vaselines. Die meiste Zeit eine Mädchen/Jungen-Kombination, haben sich die zwei, die sich später zur richtigen Band entwickelten, richtig mit allem drum und dran, ins Gästebuch eingetragen. Ins Gästebuch der Möglichkeiten, verschlagwortet unter 80er, Indie, Glasgow, teenage.
So unbarmherzig hat da das Poptribunal, das sich Schicksal schimpft, wieder mal zugeschlagen – bei dieser bezaubernden Gruppe ist die Randnotiz zum mehr...
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 Mathilda – Chansonpop
CD-Kritik: Verrückt, ironisch und auf deutsch. Wer kennt sie nicht, die guten alten Schlagerfilme mit Uschi Glas, Hansi Kraus und Ilja Richter, in denen gutgelaunte Menschen ebenso gut gelaunte Lieder dahin trällern, ohne dass viel in den Texten stecken würde? „Schweinelende“, der Einstiegstitel auf dem dritten Album der Band Mathilda– und dem ersten mit der neuen Sängerin Loretta Stern –, versetzt den Hörer in eben jene Ära: viel Schlagzeug, eine gleichermaßen gut gelaunt und jung klingende Sängerin und scheinbar eher oberflächliche Lyrics. mehr...
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 Louis Lament - Golden Fleece
CD-Kritik: Kölner mischen Hendrix, Led Zeppelin & Co. auf. Die ersten Gedanken sind: der Sänger hat Ähnlichkeit mit Jimi Hendrix – musikalisch liegen sie auch nicht fern. Daran kann man hängen bleiben und das erste Album der Kölner Band Louis Lament „Golden Fleece“ als schlichtes Revival des Psychedelic 60's/70's Rocks betrachten. Doch eigentlich sollte man gerade hier inne halten – denn wer bitteschön macht das schon heutzutage? In Zeiten, in denen BritPop und Castingbands das ganz große Ding für so viele sind, klemmt sich der herbe Garagenrock in eine mehr...
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 Damian Lazarus - Smoke the Monster out
CD-Kritik: Monster unterm Schrank. Die passende Electro- Pop- House- Musik für die Afterhour vor der Hour: Der britische DJ hat mit diesem Album dafür gesorgt, dass auch nach den durchzechtesten Nächten der letzte Drink in der Chill-Out Lounge zur puren Entspannung wird. Das Album lässt sich nicht einfach Electro oder House zuordnen, die Stile werden ausgeklügelt miteinander gemischt. Dazu gibt es noch mystische Klänge, die für die nötige Spannung in der Musik sorgen. Der Zuhörer wird auf eine Reise durch ein Tal mit mystischen T mehr...
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 Yusuf – Roadsinger (To warm you through the night)
CD-Kritik: It's not time to make a change. Wie so viele Menschen meines Alters habe auch ich meine erste Bekanntschaft mit einem Musiker namens Cat Stevens durch meine Altvorderen und einen Musiklehrer gemacht. Denn natürlich fehlte der Mann mit der Samtstimme und der Wandergitarre auch in der Plattensammlung meines Elternhauses nicht. Der Musiklehrer brachte mir Stevens‘ Musik per Liederfibel für die Mittelstufe und durch gelangweilten Chorgesang (Klasse) mit ekstatischer Klavierbegleitung (Lehrer) näher. Für den armen Mann muss es eine mehr...
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 Willy De Ville - Live At Montreux 1994
DVD-Kritik: Rüschenhemd, Goldzahn, Rock'nRoll. Der Begriff „Mixtur“ umschreibt Willy DeVille wohl am treffendsten. Der Musiker, der französische, indianische und irische Wurzel hat, ist eine der letzten großen amerikanischen Musiklegenden und halt ein richtiges Original. Mit drahtigem, fast schon schlacksigem Körper, langem Haar, dünnem Schnurrbart, Goldzahn, einer Vorliebe für extravagante Kleidung und niemals ohne Zigarette, wirkt er wie ein bizarres Amalgam aus Rock´n´´Roll-Rebell, Pirat und Dandy-Cowboy.
In seiner Musik vermischt er k mehr...
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 O.S.I. - Blood
CD-Kritik: Die Allstar-Band des Progressive-Metal lädt zum experimentellen Reigen. Das Kürzel O.S.I. steht für das kurzlebige "Office Of Strategic Influence" (Amt für strategische Einflussnahme), einer Einrichtung des US-amerikanisch Verteidigungsministeriums, die gezielt Propaganda im Ausland verbreiten sollte.
Ebenfalls ist O.S.I. auch den Name eines Progressive-Metal Projektes, dass von Gitarrist Jim Matheos (Fates Warning) und Sänger und Keyboarder Kevin Moore (Chroma Key, ex-Dream Theater) ins Leben gerufen wurde. Das erste Album, „Office of Strategic Influence" wurde mehr...
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 Smoove+Turell - Antique Soul
CD-Kritik: Leckerbissen für jeden Funkliebhaber. Smoove + Turrell sind zwei eher unspektakulär erscheinende Männer aus Newcastle. Mit ihrer nur 500 mal aufgelegten 7 Inches Single „I Can´t Give You up“ konnten sie die Szene so weit überzeugen, dass diese schon für 166 Euro bei E-Bay gehandelt wurde. Mit diesem Werk legten sie gleichzeitig die Basis für ihr jetziges Debütalbum "Antique Soul".
Bei diesem handelt es sich aber schon um eine eher moderne Produktion aus der Funkfraktion, da bei den verwendeten Beats und Rhythmen auf jeden Fall am mehr...
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 Lily Electric – You’re in the painting you saw
CD-Kritik: Keine Lily, kein Electro, geht auch so. Viel ist gerade zu lesen aus Berlin, der Stadt, die sich so langsam wieder in die Hauptstadtrolle hineinfühlt und allmählich internationale Strahlkraft gewinnt. Das äußert sich nicht nur in der Mai-Randale und der Verteuerung ganzer „Szene“-Stadtteile, sondern auch darin, dass hoffnungsvolle Bands wie Lily Electric aus Dänemark geschlossen nach Berlin ziehen, um hier ihr Debütalbum aufzunehmen und den Durchbruch zu schaffen. Wer hätte sich das jemals träumen lassen.
Die vier Dänen wollen hoch mehr...
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 Scott Matthew - There's an ocean that divides
CD-Kritik: Meer davon. Übliches Spiel in sicherlich nahezu allen Rezensionen des neuen Albums von Scott Matthew: Das Ausschreiben des vollständigen Titels. Da machen wir doch einfach mal mit. Es heißt:
„There’s an ocean that divides and with my longing I can charge it with a voltage that’s so violent to cross it could mean death“. So, Luft holen.
Scott Matthew ist schon seit einiger Zeit so eine Art Superstar unter den Geheimtipps der Folk- und Songwriterszene. Der in New York lebende Australier füllt die hiesigen mehr...
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 Rachel Yamagata – Elephants...Teeth sinking into heart
CD-Kritik: Gegensätze ziehen sich an. Oder sie liegen einfach in der Natur des Menschen. Ein Kontrast, den man sich zu nutzen machen kann. Mal schwach und verletzlich, sensibel und unsicher – dann wieder stark und unabhängig. Schwankungen stehen auf der Tagesordnung. Rachal Yamagata machte daraus unbewusst das Konzept für ihr zweites Album „Elephants...Teeth sinking into heart“. Auch wenn es nicht von Anfang an so vorgesehen war, die Texte und Melodien gaben die Richtung vor und das Ergebnis waren zwei Themen-Platten – produziert üb mehr...
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 Scanners – Violence is golden
CD-Kritk: (Nicht nur) Das Beste der 80er, 90er und… Knapp drei Jahre nach der Veröffentlichung in ihrer Heimat Großbritannien gibt es das Scanners-Debüt jetzt auch in Deutschland offiziell zu kaufen. ‚Nur drei Jahre?’, denkt da der aufmerksame Hörer, denn was das Londoner Quartett da auf „Violence is golden“ abliefern klingt mal so was von heftig nach den 90ern. Woran das liegt? Wahrscheinlich am teilweise recht dominanten Keyboard. Eventuell aber auch an der Stimme von Sängerin Sarah Daly, die in manchen Momenten doch schwer an Madame Shirley Ma mehr...
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 Louderbach – Autumn
CD-Kritik: Hörst Du das auch? Eine Lichtung, das Gras steht hoch. Der Wald nur angedeutet, mittendrin liegt eine halbnackte Frau. Die ganze Szenerie ist künstlich ausgeleuchtet, eigentlich ist es Nacht. Was macht die Frau da drin? Schlafwandelt sie? Hat sie sich verirrt, beim nächtlichen Spaziergang mit kaum was an, wie wir alle ihn kennen, du und ich?
Keine Sorge, so tiefgründig wie das Cover sein will, sind weder Musik noch Rezeption. Louderbach, das sind Troy Pierce und Gibby Miller, und was sie fabriziert haben, hat e mehr...
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 The All-American Rejects – When the world comes down
CD-Kritik: US-Chartstürmer mit Ohrwurmpotential. The All-American Rejects gibt es schon über zehn Jahre. Wer hätte das gedacht? Die vier Jungs aus Oklahoma klingen immer noch, als kämen sie frisch von der High School. Der ganz große Durchbruch ist ihnen zwar nicht gelungen, dafür dürfen sie regelmäßig etwas zu den Soundtracks von Teenieserien wie "O.C. California" oder "One tree hill" beisteuern. So spielt man sich auch in die Ohren der relevanten Zielgruppe zwischen 14 und 29. Was sie abliefern, ist gefälliger Collegerock. Brav genug, um bei mehr...
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 Jake Roeder – Finally...
CD-Kritik: Jack Johnson lässt grüßen. Jake Roeder ist ein echter Schwiegermuttertraum: nette Frisur, blaue Augen, verschmitztes Lächeln und ordentlich angezogen. Dazu singt er auch noch schön und sagt dabei Sachen, bei denen das Herz jeder Frau höher hüpft. Männer werden mit "Finally…" wohl eher wenig anfangen können, es sei denn, sie schließen sich vorher hinter schalldichten Mauern ein. Das Album ist ein echtes Stück Herzschmerz mit ganz viel Romantik und Liebesgesäusel geworden. Der Regensburger wird sich wohl noch öfter den Verg mehr...
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 Clueso – So sehr dabei live
CD-Kritik: Es waren einmal…Clueso und seine Songs. Es war einmal ein Rapper. Keiner dieser großen, prolligen Gangster-Typen. Eher schmächtig und wenig auffällig. Vor allem viel zu sympathisch, um auf den damals aufkommenden Ghetto-Alles-Scheiße-Trip aufzuspringen. Talent hatte er, aber in seiner Heimatstadt Erfurt, im Osten, konnte er doch nichts reißen, das wusste er. Also auf nach Köln, und jede Möglichkeit nutzen, auf der Bühne zu stehen und zu reimen. Und siehe da, schnell war der Vertrag mit Four Music unterschrieben, dem Label der Fantasti mehr...
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 Sarke - Vorunah
CD-Kritik: Slow Motion Black Metal. Bei dem Black Metal-Projekt Sarke handelt es sich um eine 2-Mann-Band, bestehend aus dem namensgebenden Gitarristen, Bassisten und Drummer Sarke und Sänger Nocturno Culto. Erstgenannter ist seit Jahren in der norwegischen Black Metal-Szene umtriebig, war bei Khold, Tulus, Old Man´s Child und Sensa Anima tätig, und Nocturno Culto kennt man als den Sänger der Kultband mehr...
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 Leichtmatrose- gestrandet
CD-Kritik: „Die Marine hat einen besonderen Sinn für Tradition. Wann immer ein Schiff den Hafen verlässt, singt die Mannschaft dieses alte Seechanty....“ Der Leichtmatrose ist das Alterego des Musikers Andreas Stitz, der mit „gestrandet“ nun sein Erstlingswerk präsentiert. Mit Seechantys hat die Musik vom Leichtmatrosen aber soviel gemeinsam, wie Pobacken mit Kuchenbacken. Statt Seemannsromantik tischt er dem Publikum deftige Elektroklänge auf.
Dass Stitz ein Kind der Achtziger ist, ist seiner Musik ist deutlich anzuhören.Die New Wave-Elektroklänge von „gestrandet“ sind sehr oldschoolig und reduziert, seine Vorbilder wie Depeche Mode und Joach mehr...
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 Bronnt Industries Kapitel - Hard For Justice
CD-Kritik: Gar nicht Industrial. Guy Bartell, seines Zeichens Mastermind des Einmannunternehmens „Bronnt Industries Kapital“,
ist sein eigener Chef. Auch wenn der Name der Band nach Schwerindustrie klingt, stellt die „Firma“ feine elektronische Musik her und mit dem aktuellen „Hard For Justice“ liegt nun der dritte Langspieler des Musikers und Produzenten aus dem englischen Bristol vor.
Guy Bartells instrumenteller TechHouse ist sehr speziell und entzieht sich eigentlich auch völlig jeglicher Kategorisierung. Die acht Tite mehr...
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 Moll Flanders - If you can’t understand what you don’t understand it’s not easy
CD-Kritik: Von Liebe und drei Akkorden. Zu Moll Flanders findet man herzlich wenig Informationen im World Wide Web. Immerhin erfährt man, dass die sechsköpfige Band aus Schweden kommt. Vielleicht gibt es also Töne á la Mando Diao, The Hives oder Eskobar zu hören. Die Platte mit dem wunderlichen und hart an der Grenze von „zu lang“ vorbeischrammenden Titel „If you can’t understand what you don’t understand it’s not easy“ ist jedenfalls Album Nummer zwei. Und wie die bekannteren Schwedenmusiker klingen sie darauf nicht.
Eher wie die mehr...
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 Miss Kittin And The Hacker – Two
CD-Kritik: In the cold dark night. Die französische DJane Miss Kitten und ihr Landsmann The Hacker schicken sich an die zweite Runde eisgekühlten Retro-Techno in die Nächte zu feuern. Der Nachfolger des 2001 veröffentlichten „First Album“ heißt schlicht und einfach „Two“ und wirkt deutlich gereifter, ohne an Profil zu verlieren.
Schon der verspulte Opener „The Womb“ ist eindeutig als Miss Kitten Song zu identifizieren, vor allem wegen des typischen kühlen Gesangs. Wie auch in den beiden folgenden Songs „1000 Dreams“ und „PPPO“ mehr...
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 Jeff Beck bittet zur Audienz im Londoner Ronnie Scott's Jazzclub.
DVD-Kritik: Jeff BeckPerforming this week-live at Ronnie Scott's Jeff Beck spielt mit seiner Band sechzehn rein akkustische Stücke und lässt sich bei fünf weiteren Songs von grossartigen Künstlern wie Joss Stone, Imogen Heap und Eric Clapton unterstützen.
Der Gitarrist performt im November 2007 fünf Konzerte in dem altehrwürdigen Jazzclub Ronnie Scott's in London. Schon allein die Athmosphäre dieses Clubs, die wunderbar auf der DVD rüberkommt, sorgt beim Zuschauer für Gänsehaut. Nacheinander betreten die Musiker die Bühne: Der ehemalige Sting Pianist Jason mehr...
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 Naïm Amor - Sanguine
CD-Kritik: Chansons made in USA. Naïm Amor – allein der Name klingt schon wie Musik in den Ohren. Aber auch der Titel seines Almbums „Sanguine“ (frz. Blutorange) verspricht Süße und Sinnlichkeit. Französische Chansons mit einem Mix aus jazzigen Melodien und Folk, dazu softer Gesang und sanfte Gitarrenklänge. All das verbindet Naïm Amor in seinem ersten Soloalbum „Sanguine“.
Der gebürtige Franzose nahm das Album in seiner neuen Heimat Arizona auf – französische Musik made in USA: eine originelle Mischung, die sich in der Zu mehr...
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 MUCC - Kyutai
CD-Kritik: Weichgespült. In Japan gibt es seit über 10 Jahren eine Jugendsubkultur Namens 'Visual Kei'. Deren Angehörige definieren sich über ihr grelles - an Mangas angelehntes - Outfit, das mit dem vom Tokio Hotel-Sänger Bill Kaulitz vergleichbar ist. Wie jede Jugendsubkultur hat auch die Visual Kei-Szene ihre musikalischen Vertreter, wobei so ziemlich jedes Genre von Pop über Gothic bis zu Metal als Visual Kei-Musik akzeptiert wird, so lange das Outfit der Musiker stimmt.
Dieser Szene entstammt auch die Band MU mehr...
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 Bloodbound - Tabula Rasa
CD-Kritik: Härte & Kitsch. 2006 konnten Bloodbound mit ihrem Debütalbum "Nosferatu" erstmals auf sich aufmerksam machen. Der hardrockige Heavy-/Melodic-/Power Metal der Schweden stieß in der Szene auf positive Resonanzen und auch live wusste die Band - als Supportact von Arch Enemy, Dark Tranquillity, Evergrey oder Pretty Maids - das Publikum zu begeistern. Nach der 2006er Tour verließ Sänger Urban Breed vorübergehend die Band, um sich seinem Soloprojekt zu widmen, weshalb auf dem zweiten Album "Book Of The Dead" der Deut mehr...
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 Girls aloud - Out of control
CD-Kritik: Schokoriegel und Unterwäsche. Geschmäcker sind verschieden. Darüber besteht wohl Konsens. Deswegen mag jeder unterschiedliche Bands, und man kann sich ziemlich lange über gute und schlechte Alben streiten. Im Prinzip ist auch so eine Rezension nur maximale Subjektivität, die so tut, als könne sie irgendein Kriterium benennen, nach dem die Güte von Musik bewertet werden darf.
Aber dann gibt es halt doch Dinge, die einen trotz dieser ganzen Unmöglichkeit von Objektivität stutzig werden lassen. Zum Beispiel die Presseinforma mehr...
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 Thunderheist – Thunderheist
CD-Kritik: Der Anfang ist gemacht. Grahm Zilla ist ein Kanadier, der gerne Beats bastelt. Das kann ziemlich viel Spaß machen, wird aber erst so richtig schön, wenn man einen Menschen findet, der einem seine Stimme dafür leiht. Bei ihm war das eine Dame namens Isis Salam, die ihm per MySpace ein paar Nachrichten schickte. Seitdem sind sie zusammen Thunderheist, und so nennt sich auch das neue Album.
Darauf befinden sich 13 Tracks, die man gemeinhin als Hip Hop bezeichnet. Aber „Thunderheist“ hat einen wohltuend anderen Sound. H mehr...
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 Ane Brun – Sketches
CD-Kritik: Eine Norwegerin zeichnet Musik. Entweder man liebt die vermeintliche nordische Schwermut oder man hasst sie. Die gebürtige Norwegerin Ane Brun, die nun in Schweden lebt, ebnet vielleicht einen Mittelweg. Ihre Musik ist melancholisch, introvertiert und nachdenklich, untermalt mit beinahe lautloser Gitarre und stiller Klavierbegleitung. Nichtsdestotrotz beflügeln ihre Stimme und ihre Lieder von Beginn an mit einer Leichtigkeit, dass es den übrigen bedrückten Nordmannen die Sprache verschlägt und sie ehrfurchtsvoll erstarren läss mehr...
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 Au Revoir Simone – Still Night, Still Light
CD-Kritik: Wiedersehen? Ja, gern. Ganz leichtfüßig kommen sie daher, geradezu zuckersüß möchte man meinen. Und erinnern dabei an bisschen an den aufsteigenden Star Agnes Obel. Indie-Pop made in Brooklyn, New York City. Das sind Erika Foster, Annie Hart und Heather D’Angelo. Und das einzige, was diese drei reizenden Damen aus den USA brauchen sind drei Keyboards und eine Drum-Machine, um hervorragende Songs zu produzieren.
Den Songs gehen teilweise recht lange Intros voraus, doch wird das Gesamtkunstwerk (bei Au Revoir Simone mehr...
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 Muff Potter – Gute Aussicht
CD-Kritik: …zum Bordstein zurück? Nicht ganz. Ein bisschen ist es wieder wie früher, Muff Potter haben ihr eigenes Label reaktiviert und hauen darüber die neue Platte Gute Aussicht raus. Alles auf eigene Rechnung, so richtig mit Schulden machen, die man (höchstwahrscheinlich) eh nicht zurückzahlen kann und direkt nach Veröffentlichung gehts in den Tourbus. Alles egal, wenn man sich dadurch wieder wie mit Anfang zwanzig fühlt und auch wieder so klingt, nämlich rau, aufdringlich und wütend. Ohne hier behaupten zu wollen, dass die Potte mehr...
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 VA. – Radio Rock Revolution O.S.T.
CD-Kritik: Es war einmal der Rock´n´Roll. Radio ohne Rock- und Pop-Musik? Kaum vorstellbar. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass dies eine Seltenheit war. In den 60er Jahren spielten die britischen Radiosender nur zwei Stunden Rock pro Woche. Zum Glück gab es Piratensender, die der nach Rock lechzenden Bevölkerung das richtige auf die Ohren gaben. Die Geschichte eines Piratensenders mitten in der Nordsee erzählt Radio Rock Revolution - eine schräge Komödie, in der die Musik der 60er Jahre die Hauptrolle spielt. Der Film mehr...
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 Papercuts – You can have what you want
CD-Kritik: Beruhigung ohne Nebenwirkungen. Du fühlst dich oft lustlos und schlapp? Du hast das Gefühl um dich herum wird alles immer schneller und schneller? Durch die Hektik fällt es dir schwerer kreativ zu sein und dich aufs Wesentliche zu konzentrieren? In diesem Falle hilft nur eins: Entschleunigung.
Aber wie entschleunigt man sich? Ganz einfach: Das neue Album „You can have what you want“ von Papercut aus der Hülle nehmen und ab mit ihr in den CD Player. Die Therapie kann beginnen. Schließlich hat Jason Quever mit Papercuts ein m mehr...
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 Pajaro Sunrise - done/undone
CD-Kritik: Ruhige Klänge aus Spanien. Alle Akustikgitarrenfans aufgepasst! Bei diesen Melodien schlägt jedes Gitarrenliebhaberherz höher. Die sanften Melodien könnten am Lagerfeuer entstanden sein. Die Mischung aus ruhigen, teilweise melancholischen Klängen mit ein bisschen Folk und Pop macht das zweite Album der Band zur Notwendigkeit für gemütliche Stunden an lauen Frühlingsabenden.
Auf der Wiese liegend, dem Mp3 Player im Ohr, sorgen diese Songs für entspannte Stunden, in denen der Alltags- oder Unistress in weite Ferne gerät. mehr...
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 Hanne Hukkelberg – Blood from a stone
CD-Kritik: Reise zum Hukkelberg. Skandinavien ist in Sachen Musik schon lange ein Exportschlager und hat einige internationale Superstars zu bieten. Hanne Hukkelberg aus Norwegen ist nicht der in großen Hallen gefeierte Megastar, konnte aber mit ihren beiden Alben Little Things und Rykestrasse 68 in die Herzen der Kritiker und einer kleinen feinen Fangemeinde.
In ihrem zweiten Album überraschte sie mit außergewöhnlichen Tönen. Sie ließ ihre Katze schnurren, Fahrradspeichen klappern oder einfach mal den Wind we mehr...
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 Mariah Carey - The Ballads
CD-Kritik: Altbekanntes neu verpackt. Mehr oder weniger für „Furore“ sorgt Mariah Carey seit längerem eigentlich eher mit langweiligen Neuigkeiten bezüglich ihrer Person statt mit herausragenden musikalischen Leistungen. Da fragt man sich glatt, ob die Kreativität nach 18 Nummer-Eins-Hits und fast 20 Jahren im Musikbusiness auf der Strecke bleibt. Nachdem sie sich 1997 von Ehemann und Columbia-Manager Tommy Mottola scheiden ließ, folgte ein Imagewechsel. Musikalisch gelang ihr zu dieser Zeit nach Popmusik-lastigen und eintönigen Alb mehr...
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 Sue - Home philosophy
CD-Kritik: Musik aus dem Wassertank. Dass das Erstlingswerk der drei Norddeutschen Skip Danko, Milan East und Thilko Rassau seine Wurzeln eigentlich im Punk hat, hört man zu keiner Sekunde, dass das Studio der Band ein stillgelegter Wassertank ist schon. Der sphärisch angehauchte Pop-Sound muss in einem solchen Ambiente wohl noch ein wenig verträumter klingen, als er es ohnehin schon tut und stellt den einzig möglichen Ausgangspunkt für den Klang von „Home Philosophy“ dar.
Der erste Song „This Is“ gibt die Marschrichtung für den mehr...
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 PJ Harvey & John Parish – A Woman A Man Walked By
CD-Kritik: Abseits bekannter Wege...und irgendwie verirrt. PJ Harvey und John Parish verbindet eine lange gemeinsame Karriere, in der John Parish sowohl als Bandmember als auch als Produzent einen starken Einfluss auf Polly Jane Harvey hatte. Zwar ist das letzte unter beiden Namen veröffentlichte Album schon knapp 13 Jahre alt, jedoch wurde auch, unter anderem, „White Chalk“ von John Parish produziert. Somit darf man auf das neuste Werk zweier in ihrem Schaffen so eng verwobener Musiker durchaus gespannt sein.
Der Opener „Black Hearted Love“ präsenti mehr...
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 Gomez – A new tide
CD-Kritik: Alles ist im Fluss. Verträumt ist er, der erste Eindruck, den der Song „Mix“ als Opener von diesem Album verschafft. Aber es ist keine melancholische Träumerei, sondern eine anregende. Dieser Song entfaltet Melodien, die man bei geistiger Arbeit als Muse nutzen kann. Das Klangbild bildet den Soundtrack für konzentrierte Arbeit ohne diese zu behindern.
„If I ask you nicely“, der dritte Track entspricht ebenfalls diesem Charakter. Und obwohl dieser Song beim der ersten Kostprobe sehr unscheinbar daher kommt, sorgt mehr...
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 Drone - Juggernaut
CD-Kritik: Drohnen der Zerstörung. Die Band Drone aus Celle existiert seit etwa fünf Jahren und bereits ihre Debüt-EP „Octane“ ließ die hiesigen Metalheads aufhorchen: Drone präsentieren knackigen bay-area-beeinflussten Thrashmetal mit einer Prise Metalcore und garnieren dieses Gebräu mit melodischen Passagen, die einen interessanten Kontrast zum vorherrschenden Gebolze darstellen.
Nach dem ziemlich positiv aufgenommenen Album-Erstlingswerk "Head-On Collision" liefern Drone nun ihr zweites Album „Juggernaut“ nach. „Juggernaut“ mehr...
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 Highschool Nightmare - Nightmare High
Punk mit Splatterattitüde. Der Grundpfeiler zu diesem Soundtrack entstand anlässlich eines horrorähnlichen Kurzfilmes, in dem ein gewisser Mathies Menneking aus gesammelten Knochenstücken Figuren kreierte, die er in dem Streifen zum Leben erweckte und als Schauspieler agieren ließ. Daraus entwickelten die Hamburger „Alex“ (True Rebell Records) und „Timo“ (drums/Small town Riot) die Idee, ein Art Horror-Punk-Video in ähnlichem Stil zu entwickeln. Lediglich die Soundtracks dazu fehlten den Jungs noch.
Also bastelten sie mehr...
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 Covered Call – Money Never Sleeps
CD-Kritik: Wenn Börsenmakler Musik machen… Wichtiger als die Frage, was dabei herauskommt, wenn Börsenmakler Musik machen ist tatsächlich das nun gelöste Rätsel, was passiert, wenn eine Gruppe Schweden versucht, nicht nur vergangene Generationen dazu zu bringen, nostalgisch verzückt die Feuerzeuge zu schwenken, sondern im gleichen Atemzug auch noch pubertierende Nonkonformisten zu animieren, rebellisch auf und ab zu hüpfen.
Da fehlen einem glatt die Worte: Covered Call bringt ihr erstes Album Money Never Sleeps heraus. Der Bandname i mehr...
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 V/A – Motown 50: Yesterday – Today – Forever.
CD-Kritik: Damals wie heute. Motown ist wieder in aller Munde. Stars wie Duffy oder Amy Winehouse bringt man damit in Verbindung und meint dabei meistens die Musikrichtung: Leicht konsumierbarer Pop stark beeinflusst von Soul, der an die guten alten 60er erinnert. Doch Motown ist eigentlich der Name eines Plattenlabels, einer "Hitfabrik", die 1959 von Berry Gordy Jr. in Detroit/Michigan gegründet wurde und besonders in den 60ern jede Menge Stars hervorbrachte, darunter Marvin Gaye, Diana Ross, Lionel Richie mehr...
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 Yeah Yeah Yeahs – It's a blitz!
CD-Kritik: Art-Punk: totgeglaubt, aber ganz schön lebendig. Beim titel der Platte liegt nahe zu sagen: Der Blitz hat eingeschlagen, doch wie viele Rezensenten haben wohl den gleichen „Geistesblitz“. Wie dem auch sei, es lässt sich nicht leugnen, dass das dritte Album des New Yorker Dreiergespanns einschlägt wie eine Bombe. Diesen April lassen Sängerin Karen O (Orzolek), Gitarrist Nicholas Zimmer und Schlagzeuger Brian Chase die Bombe platzen und melden sich in den Musikdschungel zurück.
Nach dem Vorgängeralbum „Show your Bones“, über das sich die Medi mehr...
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 Silbermond - Nichts passiert
CD-Kritik: Oder etwa doch? Wenn man als absoluter Progressive-Black-Metal-Fan nach einer kostenlosen CD greift, weil man der Ansicht ist, diese auf jeden Fall verbal vernichten zu können, da Silbermond ja sowieso nur rudimentäres Deutschrock-Gewäsch ist, und sich dann eine moralische Instanz in Form der kleinen Schwester meldet, die vorschreibt, sich objektiv mit dem Tonträger zu beschäftigen, wird aus einer halben Stunde runtegerotzter Polemik ein arbeitsreicher Tag.
Man muss auch ungerechtfertigt populären Bands gest mehr...
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 Filthy Dukes – Nonsense in the Dark
CD-Kritik: Das Prinzip Zufall. Mucker-Märchen: Die Londoner DJs und Partyveranstalter Olly Dixon und Tim Lawton machen mit Remixen (unter anderem für Bloc Party, White Lies und Late of the Pier) sowie ihren Sets im Londoner Feiertempel Fabric auf sich aufmerksam. Sie bekommen einen Plattenvertrag angeboten, ohne überhaupt ein Instrument zu beherrschen oder eine feste Band vorweisen zu können. Trotzdem unterschreiben sie.
Gemeinsam mit Mark Ralph gründen sie daraufhin die Band „Filthy Dukes“ und holen das mit den Instrume mehr...
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 Matt Bauer – The Island moved in the storm
CD-Kritik: Weniger ist manchmal doch eher zu wenig. Inspiration zu finden ist nicht sonderlich einfach. Die einen suchen sie bei den Drogen, andere in ihrer Kindheit, Matt Bauer findet sie beim Mordfall einer seit 30 Jahren unidentifizierten Frau in seiner Heimat Kentucky – ziemlich bildlich dargestellt auf dem Coverfoto, auf dem Bauer eine nasse und ziemlich durchsichtig bekleidete Frau durch einen Fluss trägt.
Matt Bauer jedenfalls nutzte diesen Fall für eine sechzehnteilige Betrachtung des Lebens, des Scheiterns, des Todes auf dem Album „Th mehr...
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 The Flames - Caution: Heat inside
CD-Kritik: Waren das nicht die...? Genau. Der Durchbruch von The Flames gelang mit „Everytime“ und einer Afri-Cola Werbung. Das Lied kennt wohl jeder. Die Verbindung zu der Mannheimer Band zieht man unter Umständen aber nicht sofort. So kann es passieren, dass man beim Austesten des dritten Albums „Caution: Heat inside“ anfangs ganz angetan ist, bei den ersten Tönen von „Everytime“ dann aber verzweifelt denkt: „Oh nein, nicht doch dieses Lied...“. Wie lässt sich bei diesem Zwiespalt das dritte Werk von den vier Musikern um Sänger mehr...
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 White Lies – To lose my life
CD-Kritik: Insel-Hype in schwarz. Fährt man über Deutschlands Autobahnen an Städten vorbei, in denen Profifußball gespielt wird, fällt unweigerlich auf: Die Flutlichtmasten sterben aus. Statt in den Himmel ragender Scheinwerfertürme regieren seit einigen Jahren die intelligenten Beleuchtungskonzepte, die Stadien verlieren ihre skyline-prägende Kompetenz. Was das mit den White Lies zu tun hat? Die möchten mit ihrer Musik unmissverständlich ins Stadion, auf die große Bühne. Und sie mögen es tendenziell dunkler, als das so ein Flut mehr...
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 The Glam - Escapism
CD-Kritik: Einfach mal 'glam' und sexy sein. Eigentlich sind die drei glamourösen Jungs zu glatt, um sie spontan als Musiker respektieren zu können. Zu hübsch, zu androgyn. Aber ihre Musik zieht einen mit. Sie leben den Glam Rock, schließlich nennen sich Sänger Frederic, Bassist Phil und Schlagzeuger Julien aus Hamburg nicht grundlos bezeichnend The Glam. Sie greifen mit ihrer Musik einen Stil auf, bei dem im Vordergrund Opulenz und Glanz stehen. Ein Stil, bei dem neben der Musik ist auch das Outfit eine elementare Ausdrucksform ist. Die mehr...
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 Amit Erez – Summer Conquered By Rain
CD-Kritik: Regen im Sommer. "Eigentlich wollte ich Schlagzeuger werden, aber das durfte ich nicht, weil das zu laut war." Mit diesen Worten wird Amit Erez zitiert, der statt zum Schlagzeug im Alter von zehn Jahren zur Gitarre griff. Wer den Klängen seines neuen Albums Summer Conquered By Rain lauscht, wird merken, dass er den Beat mit Bedacht einsetzt. Der 1980 geborene Sänger und Songwriter aus Tel Aviv hat den Schwerpunkt auf melodische Musik gelegt und es lohnt sich, auch einmal durch die im Booklet aufgeführten mehr...
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 Lions Share - Dark Hours
CD-Kritik: Bang on. Obwohl die schwedische Melodic Metal - Formation Lions Share bereits seit Anfang der 90er Jahre aktiv ist, genießt sie bis jetzt doch eher Geheimtippstatus bei den langhaarigen Leuten, deren „metal-hearts hard to tear apart“ sind. Nach einer etwas längeren Auszeit zu Beginn des Millenniums veröffentlichte die Band 2007 ihr Comeback-Album „Emotional Coma“, an welches das nun erscheinende Werk „Dark Hours“ sowohl musikalisch als auch in Bezug auf das Cover-Artwork direkt anschließt.
Aus den Box mehr...
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 Birdpen - On/Off/Safety/Damage
CD-Kritik: Birdpen brennen. Fog - Der Nebel des Grauens, Halloween – Die Nacht des Grauens, Das Dorf der Verdammten. Alles Filme von John Carpenter und alles Einflüsse, auf die sich die Band Birdpen beruft. Angsteinflößend? Schon irgendwie. Aber eines bleibt den Filmen gemeinsam: sie erzeugen eine intensive Stimmung.
Sich in Stimmungen verlieren kann man mit Birdpen ganz hervorragend. Die Lieder des Albums On / Off / Safety / Damage schwelen wie ein Kabelbrand. Es glüht und lodert und ganz unerwartet schlagen die mehr...
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 Enrique Iglesias feat. Sarah Conor – Taking back my love
Single-Kritik: Auf Nummer sicher. Na, da haben sich ja zwei gefunden, die deutsche Vorzeigeblondine Sarah Connor trifft auf den feurigen Schnulzenlover und Schwiegermama-Traum Enrique Iglesias, ein Traumduett. Aber irgendwie riecht das ja ein bisschen nach sich gegenseitig den Karren aus dem Dreck ziehen. Frau Connor konnte unlängst nicht mehr musikalisch, sondern nur noch mit geschickt platziertem Ehe-Aus für mediale Furore sorgen. Und die Erinnerung an die zucksesüße Sarah + Mark TV-Doku inklusive Hochzeit genauso wie an die mehr...
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 Damn Seagulls – Hunting Season
CD-Kritik: Kontrastreich. Nach dem letzten Album Soul Politics liegt die Messlatte für die sechs Jungs aus Finnland ganz weit oben. Entsprechend hoch war Neugier und Erwartungshaltung, als ich die neue CD aus der nicht gerade unkreativ gestalteten Verpackung holte. Kreativ, weil diesem Album ein Konzept zugrunde zu liegen scheint. Es geht wohl ums Jagen, wie die beiden Bären auf dem Cover und der Titel der Platte andeuten.
Was aber wird gejag mehr...
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 V/A – Kitsuné Tabloid by Phoenix
CD-Kritik: Glam und Traum. Seit ein paar Jahren sind Samplerreihen, kompiliert von Musikern, denen man fundamentales Musikwissen unterstellen darf und will, das große Ding. "DJ Kicks", "Back To Mine", "Kitsuné Tabloid" und viele mehr. Erwartungsgemäß schwanken Qualität und Austattung des Kompilierten und der Kompilierenden. Von der Idee, dem Endkonsumenten die aufregende, aber anstrengende Suche nach den musikalischen Juwelen da draußen abzunehmen, in Second-Hand Läden oder dem Internet, darf man also getrost wieder etwas mehr...
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 Annie Lennox - The Annie Lennox Collection
CD-Kritik: Werkschau der Pop-Diva. Bekannt wurde die charismatische Britin als Sängerin des New Wave-/Pop-Duos Eurythmics, das in den 80ern weltweit die Charts mit Hits wie "Sweet Dreams", "There Must Be an Angel" oder "Who's That Girl?" eroberte. Nach der Trennung von ihrem Bandkollegen und ehemaligen Lebensgefährten David A. Stewart startete Annie Anfang der 90er eine Solokarriere. Ihr erstes Album "Diva" aus dem Jahr 1992 erreichte Toppositionen in den weltweiten Charts und enthielt einige Evergreens wie "Why?" oder "Walking mehr...
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 Lionel Richie – Just go
CD-Kritik: 60 Jahre und kein bisschen ruhiger. 40 Jahre auf der Bühne und immer noch fit! Mit seiner samtweichen Stimme, den geschickt platzierten "Uhs" und "Yeahs" und dem lässigen Hüftschwung macht Lionel Richie manch 20jährigem noch was vor. Auf sein Konto gehen Welthits wie Easy oder Three times a lady - Karriereknicks gab´s bei Richie nie, ob mit den Commoderes oder als Solokünstler. Für sein zehntes Studioalbum mit dem auffordernden Titel Just go hat er sich doch einer musikalischen Verjüngungskur unterzogen und ei mehr...
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 Ursula 1000 - Mystics
CD-Kritik: Loopinghafte Musik. Mystisch kommt es daher, dieses wunderliche Cover. Hoffentlich sind diese 80er Jahre Farbstrahlen und Fotoanimationen mehr der Ausdruck gewollter künstlerischer Neigungen als die verbildlichte Version von Ursulas Musik. Und überhaupt? Wer ist eigentlich diese Ursula? Erstmal ist sie ein er, und er scheint sich selbst sehr gern zu mögen, zumindest wenn man die Häufigkeit seiner fotografischen Auftritte bedenkt. Und wer sich mag verschafft sich Gehör.
So kommt der erste Track einem Intro gleich mehr...
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 Shenaniganz – Open your Eyes or cover your Head
CD-Kritik: Back to the Roots. Man liest den Titel und denkt sich: Kein Problem, die Augen lassen sich willkürlich öffnen, ebenso wie sich der Kopf gewollt bedecken lässt. Aber was ist mit den Ohren? Wie fühlen sie sich, wenn man ihnen das neue Werk von Sheninganz vorsetzt? Zunächst einmal werden sie auf eine Zeitreise geschickt. Der Opener "Roses are Red" erinnert nicht durch seinen Namen an eine großartige Band der frühen 1990er Jahre. Nein, auch und vor allem die Klänge der E-Gitarren sowie die großartigen Riffs die von di mehr...
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 Cosmic Gate – Sign of the times
CD-Kritik: Solider Trance zum Entspannen. Manche Dinge ändern sich nie und so klingt das meiste, was sich in der Techno-Szene Trance nennt, heute noch genauso wie vor zehn Jahren. Ungefähr genauso lang ist das Duo Cosmic Gate in der Elektro-Szene unterwegs. Sie selbst geben an, unterschiedliche Musikvorlieben zu haben und sich kontinuierlich weiter entwickeln zu wollen, viel davon ist auf ihrem mittlerweile vierten Album allerdings nicht zu hören. Die Scheibe bietet soliden und entspannten Trance, der auch für weniger Techno-begeisterte mehr...
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 The Rakes - Klang
CD-Kritik: Nicht neu aber innovativ. Klang nennt sich nun also das vorliegende Werk der vier Jungs aus dem Ostteil der britischen Hauptstadt. Klang klingt dabei nach dem doch sehr hohen Anspruch, einen unverwechselbaren eigenen Sound zu begründen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Eigen sind sie, die Klangteppiche, unverwechselbar aber nicht. Bereits der Opener lässt deutlich erahnen, welchen Bands Alan Donohoe (Gesang), Matthew Swinnerton (Gitarre), Jamie Hornsmith (Bass) und Lasse Petersen (Schlagzeug) ihren Ohren gewidmet hab mehr...
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 The View -Which Bitch?
CD-Kritik: Die Reifeprüfung. Vor etwas über zwei Jahren versetzten vier schottische Buben das Vereinigte Popreich von Großbritannien in Aufruhr. Ihre Singalongs wurden auf den Straßen gepfiffen, ihre Singles auf jeder Party und in jedem Supermarkt gespielt und das Debüt-Album landete auf Platz eins der Charts. In den Songs ging es um „Wasted Little DJs“ und Jeans, die schon den ein oder anderen Tag zu lang getragen wurden. Die Mädchen liebten sie und die Jungs wollten so sein wie sie. Um es genau zu nehmen waren zu dieser mehr...
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 Olli Schulz - Es brennt so schön
CD-Kritik: Mehr als nur Bibo. Er ist unscheinbar. Und für seine Musik braucht er nicht viel. Ein bisschen Gitarre. Etwas Schlagzeug. Unter Umständen manchmal ein Klavier. Aber den Hauptteil übernimmt seine Stimme. Prägnant. Durchdringend. Mit einer klaren Aussprache versehen. Und heraus kommen tiefsinnige Texte, die unter die Haut gehen, die zum Nachdenken anregen und die einfach nur schön sind. Die Rede ist von Olli Schulz.
„Du bist so lange einsam, bist du lernst, allein zu sein“. Nur ein Beispiel für wahre Worte in Ol mehr...
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 Johnnie Rook - Rabatz
CD-Kritik: Krach machen. Johnnie Rook ist ein Berliner Quintett mit außergewöhnlicher Erscheinung und Auftreten, davon kann man sich auf ihrer Homepage überzeugen. Das dabei nur eine Frau vertreten ist, kann man anhand der Musik selbst nicht ausmachen, bestechend und einnehmend klingt die Stimme der Sängerin. Die Texte wechseln zwischen dem Englischen und den Deutschen, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Selber bezeichnen „Johnnie Rook“ ihre Musi mehr...
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 Joe Budden - Padded Room
CD-Kritik: Back ohne Beef. Musikalisch konnte der New Yorker Rapper Joe Budden bisher nicht wirklich überzeugen: Seine Single „Pump It Up“ mauserte sich anno 2003 zwar zu einem kleinen (Club-)Hit, das selbstbetitelte Debütalbum blieb aber weit hinter den kommerziellen Erwartungen seiner damaligen Plattenfirma Def Jam zurück, erreichte lediglich Goldstatus und wurde von der Rap-Audienz - zumindest hierzulande - größtenteils ignoriert.
Dass sich nach sechs langen Jahren überhaupt noch jemand an den New Yorker eri mehr...
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 Soap&Skin – Lovetune for vacuum
CD-Kritik: Verstört, verzückt, verzaubert. Vieles ist in letzter Zeit geschrieben worden über die junge Österreicherin Anja Plaschg, alle einschlägigen musikalischen meinungsbildenden Medien wie Intro, Vision und Co. überbieten sich gegenseitig in ihrer Zeilenanzahl voller kluger Kommentare über den Songwriter Nachwuchs aus dem Nachbarland. Hoppala, lugt da wieder ein kleiner neuer Hype um die Ecke? Da scheint wohl irgendwie irgendwas genau zur richtigen Zeit passiert sein, geschicktes Zaubern auf dem Marktplatz des Marketings? Oder geh mehr...
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 DJ Koze – Reincarnations (The Remix Chapter 2001-2009)
CD-Kritik: Wiedergeburt nach Totalzerlegung. Stefan Kozalla, besser bekannt als DJ Koze, ist so eine Art Konsenskünstler. Tocotronic-Remixe für die Indierocker, dancefloortauglicher Minimal Techno für die Elektrofreunde und die Band International Pony als Schnittmenge, die für alle zugänglich ist: Der Mann tanzt auf ganz schön vielen Hochzeiten. Und das am besten zu seiner eigenen Musik.
„Reincarnations“ heißt die vorliegende neue Zusammenstellung von Remix-Tracks der letzten acht Jahre. Vorlagengeber sind dabei so unterschiedliche Urhe mehr...
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 Black Lips – 200 Million Thousand
CD-Kritik: Neues aus dem Drogensumpf. Bei den Black Lips ging es ja schon immer mehr um das Gesamtkonzept als um die Musik. Vor diesem Hintergrund muss auch das inzwischen fünfte Album der „Flowerpunks“ aus Georgia betrachtet werden, denn eine musikalische Weiterentwicklung, auf die so viele „normale“ Bands nach jeder neuen Platte stolz hinweisen, hat es wieder nicht gegeben. Die vier Musikanten der Black Lips selbst legen aber wohl auch keinen gesteigerten Wert auf solche Nebensächlichkeiten im Dasein als Band. Sie geben sich zufri mehr...
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 Cocoon – My friends all died in a plane crash
CD-Kritik: Lauschiges aus Frankreich. Cocoon sind nichts für ungeduldige Gemüter. Ihr Folk-Pop ist still und im Getöse der heutigen Musiklandschaft schnell zu überhören. Man muss schon einen Hang zu den ruhigen Klängen eines Damien Rice und zum zweistimmigen Gesang von Künstlern wie Simon & Garfunkel haben, um an „My friends all died in a plane crash“ seine helle Freude zu haben.
Mark Daumail und Morgane Imbeaud aus Clermont-Ferrand im Zentrum Frankreichs, schufen mit ihrem ersten Studioalbum eine mal melancholische, mal muntere mehr...
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 De Rosa – Prevention
CD-Kritik: Einmal lächeln bitte! Oft genug wird der Versuch unternommen, Musik nach geographischen Kriterien zu beurteilen. Früher, als man sich noch gegenseitig inspirierte und als auswärtige Einflüsse höchstens die paar Konsensbands gelten ließ, mag das funktioniert haben. Heute ist so ein Vorhaben, von Ausnahmen abgesehen, zum Scheitern verurteilt. Schottland zum Beispiel. In der letzten Woche wurde erst an dieser Stelle das aktuelle Album von Aidan Moffat & The mehr...
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 U2 – No line on the horizon
CD-Kritik: "The Songs in your head are now on my mind". Gute vier Jahre hat es gedauert, jetzt steht das zwölfte Studioalbum von U2 in den Läden – eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Über 30 Jahre erfolgreiche Bandgeschichte lassen die Erwartungen an jedes neue Album, jeden neuen Song bei Fans und Kritikern ins Unermessliche steigen. Es ist wohl nicht leicht, sich selbst als größten Konkurrenten im Nacken zu haben, sich immer wieder neu erfinden zu müssen. Mit dem 2000er Album All that you can´t leave behind kehrten sie zu ihren musik mehr...
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 Pepi Ginsberg – Red
CD-Kritik: Sie ist der Folk. Alles halb so wild. Möchte man ihr hilflos sagen, sie vielleicht kurz mal in den Arm nehmen, da sie einem durch bloßes Hören ans Herz wächst. Pepi hat die traurigste Stimme seit Joanna Newsom. Und diese Texte... Uplifting ist anders.
Wirklich unzeitgemäß ist sie mit ihrer Retrosuppe nicht, Hippie-Musik kommt immer noch gut, so folkig und ungeschliffen - und was Herman Düne oder Fleet Foxes können, dazu ist Pepi doch schon lange imstande. Ihr drittes Album (welches bezeichnenderweise auf Park mehr...
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 The Subs – Subculture
CD-Kritik: Elektroposen. The Subs sind Stefan Bracke, Wiebe Loccufier und Jeroen De Pessemier, die im Jahr 2008 mit "Kiss my Trance" ihren ersten großen Hit hatten.
Nach eigenen Angaben entstand dieser auf der Suche, wie weit man das Genre Trance ausreizen und trotzdem damit davonkommen könne. War also als ein Witz gedacht.
So wird auch im Video zur der Single mit Klischees jongliert, wie dem Vergleich mit dem DJ im Club, der die Massen durch bloße Anwesenheit begeistern kann, und dem Braten von Eiern.
Auf vorlie mehr...
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 Chris Norman – The Hits!
CD-Kritik: Musikalische Zeitreise durch drei Jahrzehnte. Sieht man alte Stars auf neuen Plattencovern, hat man oft nur ein müdes Lächeln übrig. Aber ist der Glanz wirklich ab, das Verfallsdatum nach den erfolgreichsten Jahren wirklich überschritten? Nur wenige Musiker können auf eine derart lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken wie Chris Norman. Und auch heute tourt er erfolgreich durch die Lande und erfreut sich nach wie vor einer großen und treuen Fangemeinschaft. Als Frontmann der Smokies wurde er bekannt. Hits wie Lay back in the arms o mehr...
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 Lalah - Ich wär soweit
CD-Kritik: ..oder ist sie das vielleicht doch noch nicht? Wenn Deutschlehrer misslungene Aufsätze kommentieren müssen, sie die Schüler aber nicht vollends runterputzen wollen, greifen sie gerne auf Standardformeln zurück, die in etwa klingen wie „Gute Ansätze, ABER“. Das passt auch für das Album „Ich wär so weit“ von Lalah, denn dieses will so manches und ist davon nicht viel. Hörensagen nach fällt „Ich wär so weit“ unter Electro-Chanson und das ist einer der guten Ansätze, ABER was Lalah da zum Besten gibt, ist weder textlich noch musikalisch von Welt mehr...
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 Templeton Pek – No Association
CD-Kritik: Musikalischer Nachwuchs aus Birmingham. Vorab sei gesagt – ganz richtig, Templeton Pek, mag euch bekannt vorkommen, kein Wunder. Nur wisst ihr nicht woher? Templeton Pek, das ist der bürgerliche Name der Rolle des „Face“ vom weltbekannten A-Team. Tatsächlich hat die Band sich auch nach diesem „Helden“ benannt. Mit ihrem Debut „No Association“ rocken Templeton Pak, eine bisher eher unbekannte junge Punk-Rock Band aus Birmingham, jeden CD-Player. Seit mehreren Jahren machen Kevin Green, Neal Mitchell und Simon Bradford zusammen Musik mehr...
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 Bellowhead live at the Shepherds Bush Empire
DVD-Kritik: Kelten bringen London zum Kochen.
Man stelle sich mal einen Trupp von elf Leuten vor, der einen traditionellen keltischen Folk Song nach dem anderen spielt. Natürlich wird man da eher annehmen, dass dies nicht unbedingt einem vom Hocker reißen könnte. Erstaunlicherweise beweist diese DVD das genaue Gegenteil. Denn Bellowhead begeistern nicht nur, sondern rocken den berühmten „Shepherds Bush Empire“ Konzertsaal in London mit ihrer einzigartigen Bühnenshow von der ersten Minute an.
Dabei hält sich die Big Band aus Oxford nicht mehr...
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 B-Real - Smoke N Mirrors
CD-Kritik: Let´s Bang - Cali iz active. B-Real, der MC mit dem unverwechselbaren Nasal-Flow, ist ein echtes Hip Hop - Urgestein: Zusammen mit seiner Band Cypress Hill verkaufte er bis heute rund 20 Millionen Platten, darunter wahre Rap-Meilensteine wie das Debütalbum „Cypress Hill“, „Black Sunday“, das den Überhit „Insane InThe Brain“ enthielt, und das geniale „III - Temples Of Boom“. Außerdem entdeckte und förderte er das Latin-Rap-Duo Psycho Realm, auf dessen erstem Album er als Rapper und Producer auftrat, koll mehr...
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 Aidan Moffat & The Best-ofs - How to get to heaven from Scotland
CD-Kritik: Ganz. Schön. Traurig. Eine der dringendsten, aber fast nie laut gestellten Fragen der Popmusik, ist ja, warum die Sänger oft so traurig sind, obwohl sie so viel haben: Einen tollen Beruf, Groupies, oder ganz grundsätzlich: Jeden Tag genug zu essen. Conor Oberst ist so einer, der fast alles hat, aber trotzdem ehrlich, aufrichtig und großartig oft genug seine Trauer in Songs artikuliert.
Aidan Moffat ist da anders. Der ist einem größeren Kreis von Eingeweihten durch seine Zusammenarbeit mit Malcolm Middleton unter mehr...
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 The Prodigy – Invaders Must Die
CD-Kritik: Die kleinen Dinge im Leben. Es rumpelt, es gröhlt, es donnert, es haut auf die Schläfen. Gehörig, the Prodigy haben einen verdammten Ruf zu verteidigen, mate.
The Prodigy, die mal zu viert waren, dann zu dritt, dann endlich eine One-Man-Show. Nachdem Mastermind Liam Howlett endlich nicht mehr so tat, als dürften die beiden Tanzjungs Maxim und Keith Flint auch nur einen Breakbeat mitreden, war die Tanzfläche dann abgesprochen, der Rahmen gesteckt für die nächsten zehn Jahre ewiger Redundanz. Klingt klar, in welche Richtu mehr...
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 Nat King Cole - Re: Generations
CD-Kritik: The King lives on. Nachdem Nathaniel Adams Coles bereits in seiner frühen Kindheit an die Musik herangeführt und von seiner Mutter am Klavier unterrichtet worden war, begann seine eigentliche Musikerkarriere zu Beginn der 40er Jahre. Als Sänger und Pianist der Jazz-Band King Cole Trio war er an unzähligen Erfolgshits maßgeblich beteiligt, darunter Evergreens wie "Straighten Up and Fly Right", "Gee Baby" oder der Christmas-Klassiker "The Christmas Song (Merry Christmas to You)".
Nathaniel, der sich zu di mehr...
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 Lady Gaga – Just Fame
CD-Kritik: "We’re plastic but we still have fun!" Guckt man sich das soeben entstehende Phänomen Lady Gaga oberflächlich an, könnte man schnell zu dem Schluss kommen, dass es sich hier nur um ein weiteres hirn- herz- und konzeptloses Popsternchen handelt, dem ein guter Produzent zur Seite gestellt wurde. Ja, Nicole Scherzinger, ich rede mit dir. Dem ist aber nicht so, Lady Gaga ist anders. Die hat nämlich vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums schon Geld verdient, indem sie für andere Leute Songs schrieb. Unter ihren Kunden waren da schon mehr...
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 Missincat – Back to my feet
CD-Kritik: Die Ungeschminkte Wahrheit. Welche Frau kennt das nicht? Man steht morgens auf, sieht sich im Spiegel und würde sich vor Schreck am liebsten wieder unter der Bettdecke verstecken. Denn das, was einem verschreckt entgegen blickt, ist das eigene Antlitz und dieses sieht in dem erwähnten Moment alles andere als bezaubernd aus. Gegen die dunklen Augenringe hilft oftmals nur eine Packung Make-up und was sonst noch an Schminkutensilien im Gesicht landet bleibe an dieser Stelle einmal unerwähnt.
Es gibt aber auch Menschen, den mehr...
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 The Whitest Boy Alive – Rules
CD-Kritik: Tanzen zum Sofasound. Mit Loungemusik ist das ja so eine Sache. Die üblichen Verdächtigen, also Hörer, halten sich dazu an ihren raffinierten Cocktails fest, verdecken angestrengt das Gähnen und für alle die nachhaken, verleben sie gerade natürlich einen enorm spannenden Abend. The Whitest Boy Alive aus Berlin schaffen es vielleicht, diese Gäste von ihren Plüschsofas zu hebeln.
Wirkungsvoll dabei ist der gradlinige Bass von Marcin Öz. Stellenweise erinnert er an die Math-Punk Strukturen der Foals und den Stil der mehr...
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 The Bishops – For now
CD-Kritik: Ungepfefferte Briten. The Bishops wollen offenbar viel erreichen: große Hymnen schreiben, unsterbliche Melodien kreieren, tanzbar, jung und frisch klingen und ganz nebenbei noch aussehen wie die Beatles in ihrer Blütezeit. Zumindest das Optische klappt bei den Zwillingen Mike und Pete Bishop sowie Trommler Chris hervorragend. Ihr Album "For Now" ist vor allem eins: passabel. Die Welt hebt es jedoch nicht aus den Angeln.
Maßgeschneiderte Anzüge, Pottschnitt-Fisuren, analoge Aufnahmemethoden. Die Briten orientieren mehr...
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 Antennas – Feeling feline tonight
CD-Kritik: Luxuriöse Pop-Melodien. Die Antennas aus Schweden fühlen sich katzenartig. Zumindest lässt das ihr neues Album „Feeling feline tonight“ vermuten. Im Deutschen gibt es dafür jedenfalls keine andere Übersetzung. Anders die englische Synonymsuche. Die gibt noch ein wenig mehr her: listig, hintergründig und raffiniert. Das passt schon eher.
Raffinierte Musik machen die Schweden in der Tat. Die schillernden und unvorhersahbaren Tracks erinnern vom Stil her an Arcade Fire und TV on the Radio, der Bass glänzt besonders in mehr...
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 Defeater - Travels
CD-Kritik: Konzeptkrach. Ein Fünfer aus Massachusetts als die Heilsbringer des (Post-)Hardcore? Warum nicht? Es gab und gibt ausreichend Beispiele für großartige Bands des Genres aus der eher nasskalten Nordostecke der Staaten. Die Referenzschubladen, die beim ersten Hördurchlauf von Travels im Kopf aufgemacht werden, sind dann auch Converge aus Boston oder die seligen boysetsfire aus Del mehr...
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 Neimo - Moderne Incidental
CD-Kritik: Eine Collage der Indie/Rock-Szene. Als ich das Album „Moderne Incidental“ in meinen Händen hielt, war die erste Frage, woher wohl der Bandname kommt und was er bedeuten soll. Die erste Assoziation zum Animationsfisch Nemo erschien mir dann doch sehr abwegig. Von Neugierde getrieben, habe ich mich auf die Suche nach der Herkunft des Bandnamens gemacht, während nebenbei schon der erste Song aus den Boxen schallte. Für alle, die sich bei dem Bandnamen die gleiche Frage stellen: Der Name hat in der Tat nichts mit Fisch zu tun, sonde mehr...
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 Sophie Hunger – Monday`s Ghost
CD-Kritik: Die Stimme der Wortkunst. Ganz unabhängig von ihrer Musik ist Sophie Hunger durch und durch interessant. So mag sie beispielsweise die Ästhetik der Vollständigkeit – Oberkellner beim Servieren beobachten oder Hooligans beim Grölen zusehen -, gemalte Hände, leicht angetrunken sein und Handschuhe von Menschen tragen, die man mag. Eine bunt zusammengewürfelte Mischung, teilweise etwas kurios, doch irgendwie auch reizend. Was bei so einem Charakterkopf an Musik heraus kommt, reflektieren die Alben „Sketches on Sea“ aus Heimp mehr...
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 Howling Bells – Radio Wars
CD-Kritik: Freut Euch, der Krieg ist aus. Howling Bells, das sind eine ursprünglich aus Australien stammende Band, drei Jungs an den Instrumenten, eine Frau, die singt. In Folge der Veröffentlichung ihres selbst-betitelten Debüts verließ die Band 2006 ihre Heimat, um ihr Glück auf dem härtesten Musikparkett der Welt zu (ver)suchen: das Vereinigtes Königreich. Durchwegs positiv ist die erste Platte aufgenommen worden, hatte im NME Jahrespoll mit dem elften Platz sogar nur knapp den Einzug unter die ersten Ränge verpasst, was Howling Bell mehr...
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 Super 700 – Lovebites
CD-Kritik: Liebe beißt zurück. Der melancholische Pop-Song, Königsdiziplin der Gitarrenbands? Oder etwa nicht? Das Septett Super 700 um die drei Ramadani-Schwestern kann das schon ganz gut. Nach dem vor knapp drei Jahren veröffentlichten ersten Lichtblick „Super 700“ wird es nun Zeit, die Versprechen einzulösen. Die von Melodrama, großer Geste, dem klassischen Indie-Song mit Herz.
Der aktuelle Videoclip zur Single „Somebody Tried To Steal My Car“ (bitte einmal nach unten scrollen) gibt kleine Einblicke in das Seelenleben d mehr...
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 Mongrel – Better Than Heavy
CD-Kritk: Conscious Rap the British way. Einige mehr oder minder bekannte Größen der englischen Indie-Szene tun sich zusammen, engagieren ein paar Rapper und fertig ist das Seitenprojekt - irgendwo zwischen alternativem Hip Hop und lässiger Dancemusik. Dass sich so etwas verkaufen lässt, hat Damon Albarn mit den Gorillaz ja schon lange bewiesen. Im Falle von Mongrel sind es Andy Nicholson, der Ex-Basser der Arctic Monkeys, sein Kumpel und immer-noch-Monkey Matt Helders an den Drums, Drew McConnell von den Babyshambles und Jon McClure, mehr...
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 Ruby Throat – The Ventriloquist
CD-Kritik: Entrückende Schwerelosigkeit. Es klingt wie eine jener urbanen Legenden. Zwei Künstler treffen sich in der Londoner U-Bahn, tauschen Nummern aus und nach diversen gemeinsamen Konzerten bringt die Kollaboration ihr erstes Album auf den Markt. Ähnliches war in der Vergangenheit oft genug zum Scheitern verurteilt, nicht jedoch im Falle von Katie Jane Garside und Chris Wittingham, die dieser Tage als Ruby Throat ihr Debütalbum „The Ventriloquist“ (der Bauchredner) veröffentlichen.
Düster und entrückend beginnt „Swan and th mehr...
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 Dear Reader – Replace why with funny
CD-Kritik: So viel fühlen, dass man meint zu explodieren. Warum bloß hacken Kritiker und Journalisten nur beständig darauf herum, dass Dear Reader aus Süd-Afrika stammen. Sie bohren noch so lange in dieser Tatsache herum, bis die Musik völlig ausgehöhlt wirkt. Ja, Süd-Afrika und Johannesburg sind fremde und ferne Orte und ja, die Musikszene dort könnte besseren Zeiten entgegen blicken. Doch wieso scheint es so unwahrscheinlich, dass sich dort drei begabte Indie-Musiker tummeln.
Eine Sängerin, Cherilyn MacNeil, mit einer wunderbar lieblichen Stimme, mehr...
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 Razorlight – Slipway Fires
CD-Kritik: Kerzenschein statt strahlendes Licht. "All my life watching America. All my life there's panic in America." Drei Jahre ist es schon wieder her, dass man sich diesem Ohrwurm einfach nicht entziehen konnte. Die Single der englisch-schwedischen Band Razorlight lief in den Radiostationen rauf und runter, konnte es aber dennoch nicht ganz nach oben in die deutschen Charts schaffen – bei Platz 38 war Schluss. Jetzt steht das dritte Album Slipway Fires in den Läden und die Kommerzmaschine rollt und rollt und rollt.
Seit Wo mehr...
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 Asobi Seksu - Hush
CD-Kritik: Verspielter Sex in zwölf Tracks. Auf dem Cover, vor weißem Hintergrund auf einem goldenen Stuhl eine junge Frau in weißem Kleid. Ihr Blick nachdenklich auf den Boden gerichtet, ihr schwarzes Haar als starker Kontrast zur Umgebung fällt glatt über ihre Schulter und verdeckt halb ihr Gesicht. Stille, Verträumtheit und Stolz strahlt sie aus, Verspieltheit und Charme.
Genau dafür steht auch die Band Asobi Seksu, die am 20. Februar ihr neues Album "Hush" veröffentlicht. Was das Cover verspricht, hält auch die Musik: Dream-Pop vo mehr...
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 Pascal Finkenauer - Unter Grund
CD-Kritik: Stimmen aus der Unterwelt. 2005 veröffentlichte ‚Fettes Brot’ gemeinsam mit einem gewissen Pascal Finkenauer einen Song, der so gar nicht in die Reihe der gewohnt unbeschwerten Spaßnummern der Hip Hopper passte. „An Tagen wie diesen“ verhalf den Broten zu ungekannter Ernsthaftigkeit und Finkenauer zur Popularität. Mit „Unter Grund“ bringt der Solokünstler und Multiinstrumentalist Finkenauer sein nunmehr drittes Album an den Start, das er nicht nur selbst komponiert, sondern auch komplett selbst eingespielt hat.
„Unter mehr...
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 Beirut – March of the Zapotec / Realpeople: Holland (EP)
CD-Kritik: Zach Condon möchte euch Grüßen! Ein wenig verwundert ist man zunächst schon über die Zweiteilung des neusten Outputs von Zach Condon alias Beirut. Auf "March of the Zapotec" findet man sechs neue Beirut Songs, die mit Hilfe einer Mexikanischen Marschkapelle aufgenommen wurden, wohingegen die Stücke auf Holland eher LoFi/elektrisch klingen und unter Zach Condons altem Künstlername Realpeople veröffentlicht werden. So gesehen also durchaus sinnvoll, das ganze "Doppel EP" zu nennen.
Nach dem quietschbunten Intro folgt "La L mehr...
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 Anna Ternheim - Leaving on a Mayday
CD-Kritik: Nein, nicht die Mayday. Für alle Technoisten, die sich auf lobhudelnde Bässe über die Elektrogroßveranstaltung freuen gleich vorweg, Anna Ternheim hat soviel mit Techno zu tun wie Scooter mit guten Frisuren. Wahrscheinlich ist es auch eher unwahrscheinlich, sie mit Kuhfell bekleidet und Trillerpfeife bewaffnet anzutreffen. Um noch ein letztes Klischee zu bedienen, Frau Ternheim kommt aus Schweden, ja woher auch sonst, und hat sich demzufolge den ruhigeren Klängen dieser Welt verschrieben.
Der Grad zwischen Kitsch u mehr...
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 Alev Lenz – Storytelling Pianoplaying Fräulein
CD-Kritik: Das Fräulein mit den hehren Zielen. Man muss die Erinnerungen an krude Musikunterrichtsepisoden in der Unterstufe hinter sich zu lassen, in der die coolen Kids immer am Klavier sassen (das war so schön laut) und die übrigen auf diverse Triangeln und eben Xylophone verteilt wurden, um darauf lustlos rumzuklöppeln, („immer auf eins und drei, schön im Takt bleiben, hört auf das Klavier!“). Wenn das geschafft ist und das Bild dieser avantgardistischen Neuinterpretationen von Hey Jude verschwunden ist, kann es ja ruhig mal gesagt werde mehr...
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 Ghost Of Tom Joad - Matterhorn
CD-Kritik: Into The Wild. Drei Jungs aus Münster können's nicht lassen: fast, circa und beinahe ein Jahr nach dem Debüt kommt schon der Nachschub. Im hier und heute der Musikwelt wird neuen Bands auch selten genug Zeit gegönnt, sich ordentlich weiter zu entwickeln, das Zweitwerk schießt des öfteren zeitnah aus dem Boden. Die Gründe liegen wohl irgendwo in der täglichen Arbeit der Plattenfirmen.
Ghost Of Tom Joad hingegen folgen keinen Anweisungen von außerhalb, bei ihnen sind es die endogenen Impulse, die sie ins Stud mehr...
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 V.A. – Hands On Scooter
CD-Kritik: Heiligeili und Supermuschi, Yeeehaaah! Rammstein, die Scorpions, Tokio Hotel und eben Scooter! Das sind sie, die international erfolgreichen „Acts“ aus Germany. Wenig bis gar nicht respektiert vom heimischen Fachpublikum, dafür geliebt und gekauft von Leuten, denen Musik sonst eher egal ist. Doch bei Scooter hat sich etwas getan in den letzten Jahren. HP. Baxxter, sein pummeliger Freund am Synthie und der dritte Typ, der ständig ausgetauscht wird, sind zu einer echten Institution der deutschen Populärkultur gereift – ohne sich auch n mehr...
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 Jesse Rose – What Do You Do If You Don’t?
CD-Kritik: For promotional use only – not for sale. Zwölf Titel trägt das Promoexemplar, das sind, wenn man Pech hat, ein Dutzend Musikstücke. Wenn es ganz Dicke kommt, muss man auch noch reinhören, sich eine Meinung bilden, formulieren.
Manche Musiker haben es da leichter – sie kenne ihre Klientel, produzieren für diesen Markt, und kommen scheinbar mit allem durch. Bauernschlau am Mischpult und im Club, dabei sitzen Frisur und Sonnebrille perfekt. Eventuell ist Jesse Rose auch so ein Fall. Sicher kann man sich da nie sein, denn in Veranstaltu mehr...
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 MOKE - Shorland
CD-Kritik: Plan A. Moke sind Holländer. Das muss man am Anfang auch mal so sagen, denn sie geben sich die größte Mühe, das zu verschleiern. Das liegt zum einen am akzentfreien Englisch des irischstämmigen Sängers Felix Maginn und zum anderen an der Musik, die so britisch ist, wie man sich das nur vorstellen kann. Grob gesagt singt hier ein großer Anhänger der Gallagher-Brüder auf Musik von Interpol-Fans.
Und das funktioniert erstaunlich gut. Der Opener "This Plan", zugleich erste Single, pendelt zwischen verhal mehr...
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 Ben Kweller – Changing Horses
CD-Kritik: Country mit Babyface. Er ist ja schon ein Herzchen, der Ben. Rote Locken, bleiches Mondgesicht und zartes Stimmchen. Bekannt und beliebt wurde er durch seine Gabe, recht einfach gestrickte Pop-Melodien mit echten Stories zu füllen. Das hat er auch auf Changing Horses wieder geschafft. Der Sänger, der seine gesamte Jugend im Staate Texas zubrachte, hat ja schon früher ab und zu vorsichtig in den Stil hinein geschnuppert, für Album Nummer vier hat er nun all seine anderen Einflüsse beiseite gefegt und sich an ei mehr...
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 Franz Ferdinand - Tonight: Franz Ferdinand
CD-Kritik: Wer rastet, der wächst. Nach drei der Jahren der qualvollen Sehnsucht ist es wie ein kleines Wunder, das neue Werk der vier Briten in den Händen zu halten. Die Vorfreude ist groß, denn man erwartet als Fan doch etwas Neues und Gewachsenes, nachdem die Bandmitglieder in diversen Interviews auf ihr benötigte kreative Pause verwiesen.
Diese wurde genutzt, um das Private und die Hobbys stärker zu gewichten und sich voneinander zu distanzieren, um dem schnell monoton werdenden Rock Olymp zu entfliehen. Schließlich besteh mehr...
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 Alter me - The Fall
CD-Kritik: Die Dänen zaubern was auf Platte. Beim Kaffee kochen, während man durch die Stadt schlendert oder auch schon gleich nach dem Aufwachen – immer wieder sprudeln einzelne Textzeilen der dänischen Band Alter me unerwartet ins Bewusstsein. Das liegt an zwei Dingen: der weichen Stimme von Sänger Hans Mortensen, von der man so schnell nicht genug bekommt, sowie den prägnanten Melodien.
Nicht jeder Track auf dem Album „The Fall“ ist jedoch ein Glanzlicht. So flaut die bezaubernde Wirkung der ersten Lieder mit den schwächelnden Stücke mehr...
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 Sten Fisher - Simple things
CD-Rezension: Warum nicht mal auf Deutsch? In einer anderen Sprache als der Muttersprache zu singen kann gelegentlich nach hinten losgehen. Irgendwann ist der Sprachschatz einfach ausgeschöpft und dem Musiker fehlen die passenden Worte - folglich verwendet allseits bekannte Phrasen. Das ist bei Sten Fisher, dem Singer/ Songwriter aus Köln zwar nicht ganz der Fall, doch auch ihm geht ein Quentchen an Ausdrucksstärke und Substanz in den Textzeilen verloren.
Einzig mit einer Gitarre gewappnet, widmet er sich auf seinem Album „Simple thi mehr...
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 Panica – Not everything´s just grey
CD-Kritik: Keine Panik, alles wird gut. Hinter den Alpen gibt es nicht nur Mozartkugeln und seltsame Dialekte. Nein, dort wird auch gerockt, und das nicht zu knapp. Aber ein bisschen zu spät, denn die Wurzeln der Kombo aus dem Alpenländchen mit Ö liegen im Skate-Punk.
Und komischerweise erst 1999, zu einem Zeitpunkt als diesem Genre eigentlich schon die Luft ausging, haben sie begonnen zu musizieren, orientiert an Bands wie Millencolin, NOFX oder The Offspring, die ihre besten Tage eigentlich auch schon durch lebten. So klangen di mehr...
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 SIA - Some people have real problems
CD-Kritik: Put your guns away, it’s tea time. Süß sieht sie aus, die Sia, auf dem Cover von „Some People Have Real Problems“. Mehr wie die nervige 4-jährige Kusine als eine gestandene Sängerin von 33 Jahren. Ihr mittlerweile drittes Album ist dann aber eine überraschende Mischung aus beidem. Mal verspielt, mal erwachsen, irgendwo dazwischen halt. Genau in der Zeit festgehangen, in dem einem klar wird, dass andere Menschen echte Probleme haben, gegen die das eigene Leid mehr als bescheiden wirkt. Das weiß auch Sia. Trotzdem sind ihre 14 Lied mehr...
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 The Rifles – The great Escape
CD-Kritik: Rettung zum Aneignen. Ich stehe auf, schlüpfe in meine Pantoffeln und muss lächeln. Denn mir wird klar: Heute ist einer dieser großartigen Tage an dem sich das Aufstehen schon deshalb lohnt weil ich weiß, dass der gesamte Tag durch das neue Album der Rifles auf meinem MP3 Player ungemein aufgewertet wird. Ach, was sag ich? Er wurde nicht nur aufgewertet sondern eine dicke fette Ecke lebenswerter gemacht. Diese Band versteht es, Stimmungen nicht nur zu vermitteln sondern durch ihre Songs ein Repertoire an Möglichkeite mehr...
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 The Whispertown2000 – Swim
CD-Kritik: Schwimmen in innovativen Klängen. Wow, was für eine Stimme. Teils herrlich gleichgültig, teils wunderbar herzzerreißend kommen sie daher um Aufmerksamkeit zu erregen. Das Geschwisterpaar Morgan und Vanessa Corbala ergänzen sich auf eine derart ökonomische Art und Weise, dass man sich fragt: Geht das eigentlich noch besser?
Nein, tut es nicht! Dieses Album und der Gesang auf ihm ist hervorragend bis perfekt. Denn neben dem wirklich guten Tonlagen, die die Stimmen besagter Mädels treffen, ist diese Platte eine hervorragende Sch mehr...
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 The Qemists – Join the Qemists
CD-Kritik: Nichts für schwache Nerven. Die Platte „Join the Q“ des britischen 3 Mann 2 DJ Team wird in der Drum n Bass Szene schon lange erwartet und gilt schon jetzt als heisser Erfolgstipp für dieses Jahr gilt.
Bereits in den letzten Jahren machten The Qemists von sich reden und wurden von diversen Radiosendern als kommende Superstars gefeiert und auf- und abgespielt.
Jetzt haben sie ihr erstes Album auf dem Label „Ninja Tune“ rausgebracht und wollen mit ihrem chemischen Gemisch aus Drum n Bass und diversen akustischen und mehr...
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 Nickel Eye – The Time Of The Assassins
CD-Kritik: Schwedische Verhältnisse. Side projects kennt man vornehmlich aus der schwedischen Ecke, wo etwa Mitglieder von den Hellacopters, der Noise Conspiracy oder Soundtrack Of Our Lives auf unzähligen Hochzeiten tanzen. Einen neuen Nukleus stellen mittlerweile aber die Strokes dar, deren nächstes Album weit, weit über drei Jahre gebraucht haben wird. Für die Zwischenzeit gab's Little Joy, Megapuss und den Solokram von Albert Hammond, jr. Und brandneu Nickel Eye.
Nikolai Fraiture ist der unscheinbarste der New Yorker Gigante mehr...
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 Omar Rodriguez Lopez - Old money
CD-Kritik: Nicht fit für den Mainstream. Ob das Soloalbum des Produzenten und Gitarristen von The Mars Volta dennoch etwas taugt, ist schwer zu sagen. Eigentlich muss es doch so ein. Omar Rodriguez-Lopez ist ein musikalisches Genie. Alles, was er bisher mit seiner ersten Band At the Drive-In und auch danach gemeinsam mit Sänger Cedric Bixler-Zavala anpackte, wurde Prog-Rock der ersten Güte. Dabei sind die beiden nicht mehr...
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 Itchy Poopzkid - Dead Serious
CD-Kritik: High School Musical X. Itchy Poopzkid - Die Band mit dem ziemlich bescheuerten Namen existiert bereits seit 2001, hat bisher zwei relativ erfolgreiche Alben fabriziert und eine Menge Konzerte gespielt. 2007 wurde schließlich auch MTV auf die drei jungen Männer aus Eislingen an der Fils aufmerksam und produzierte die Mini-Serie "MTV Band Trip –Madsen vs. Itchy Poopzkid", welche die Band auch überregional bekannt machte. "Dead Serious" nun ist das dritte Album der Pop-Punker.
Ich mag Punkrock, ich finde alte Sachen v mehr...
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 Silvia Dias – Love is Paramount
CD-Kritik: Romanzen liegen in der Luft. “Ladies and gentlemen, I would like to introduce you to a voice, which really touches senses: Silvia Dias”… Die ersten Töne des Debüt-Albums von Silvia Dias erinnern an die Ankündigung einer großen Diva und lassen den Hörer gleich von Beginn an wissen, was er zu erwarten hat: Emotionsgeladene Songs, eine kraftvolle Frauenstimme und Texte von Liebe und Leidenschaft.
Das romantische CD-Cover spiegelt die Stimmung der Musik passend wider- ein schwarz-weiß Foto der Sängerin, die melancholi mehr...
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 Jimi Tenor & Kabu kabu – 4th Dimension
CD-Kritik: Funktastische Finnesse. Die finnische Landschaft ist nicht gerade für ihre Vielfalt bekannt. Selbst die endlose Birken- und Nadelgehölze an idyllischen Seen mit Blockhaussauna verlieren irgendwann ihren Reiz, wenn man sich stundenlang über verwaiste Straßen von Helsinki nach Norden quält. Im Winter dazu dann noch dauernde Dunkelheit und eisige Temperaturen. Dass dies nicht nur mehr oder weniger Melancholisches und eine erstaunliche Menge Metaller wie Nightwish oder die Eurovisionshelden von Lordi hervorbringt, zeigt se mehr...
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 Diplo – Decent Work For Decent Pay
CD-Kritik: Neues altes vom Baile-Messias. Einer der angesagtesten Produzenten und DJs der Jetztzeit haut einen raus. Einige handverlesene Remix-Werke plus ein paar alte Veröffentlichungen unter eigenem Namen finden sich auf Diplos „Decent Work For Decent Pay“. Der Mann, der entscheidend daran beteiligt war, dass der Baile Funk in der westlichen Welt populär wurde, bringt hier Songs aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen in ein mehr oder weniger einheitliches Format – „dipl mehr...
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 Glowing Elephant - Radioactive Creampieces
CD-Kritik: Psychedelische Retro-Rock-Welten. Bombastische Klangexperimente und tragende Melodien mit mehrstimmigem Gesang. So ließe sich das Debütalbum „Radioactive Creampieces“ der jungen Kölner Band Glowing Elephant in Kürze beschreiben. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als "Alternative Psychedelic Rock" und sie sind mit Sicherheit keine Band, die sich mit 0/8/15 Ergebnissen zufrieden gibt. Statt dessen schöpfen sie die Möglichkeiten von Instrumenten und Gesang aus und legen ein anspruchsvolles Gesamtkonzept vor.
Dazu gehören ungewöhn mehr...
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 Guns N Roses - Chinese Democracy
CD-Kritik: Was lange währt..? Fans haben vermutlich schon befürchtet, dass in China tatsächlich eher die Demokratie eingeführt wird, als dass das neue Album von Guns N‘ Roses erscheinen wird. Doch es ist soweit, nach unglaublich langer Wartezeit steht die Platte nun im Verkaufsregal. Während dieser Zeit hat sich Band- technisch auch so einiges getan. Außer dem Bandleader Axl Rose ist von der alten Bandbesetzung nichts mehr übrig geblieben. Fraglich bleibt, ob sich die wahnsinnig teure Produktionszeit auch wirklich rentiert mehr...
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 Cheeno - The next step will be the hardest
CD-Kritik: Das Saarland rockt. Erzählende Konzeptalben sind selten dieser Tage. Und das eigene Debütalbum - welches doch am besten ein paar hittaugliche Singles bereit halten sollte - auf diese Weise durch zu strukturieren, fordert wohl besonderen Mut. Andererseits sind die Fünf von "Cheeno" auch alles andere als unbedarfte Frischlinge. Vielmehr bilden das musikalische Fundament vier erfahrene Live- und Studiomusiker, die früher bei "Autumnblaze" zusammen spielten und sich für ihr neues Projekt weibliche Gesangsverstärkung ge mehr...
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 OKAY - Huggable Dust
CD-Kritik: Mehr als Okay. Was erwarten von der neuen Platte eines Künstlers, der in Interviews verlauten lässt, dass für ihn Songschreiben wie scheißen sei? Noch dazu wenn man weiß, dass besagter Künstler an einer chronisch Durchfallerkrankung leidet? Klingt, als könnte es auch mächtig in die Hose gehen. Glücklicherweise spielt Marty Anderson damit aber nicht auf die Qualität seiner Stücke an, sondern eher auf deren Anzahl – das erste Okay-Album "Low road/High road“ kam 2005 gleich als Doppelpack daher und auch "Huggable mehr...
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 Throw the fight – in pursuit of tomorrow
CD-Kritik: Starker Rock, klar auf dem Punkt. Es gibt ihn also doch noch: den hausgebackenen, alt-wehmütigen Rock, frei von cross-kulturellen Ambitionen und allem technischen Schnick-Schnack. Ein tröstlicher Gedanke, mit dem man sich in die dicke, kompakte Klangdecke von Throw the fight einmümmeln kann.
Das lyrische Ich fühlt sich freilich nicht ganz so wohl darin: “My scars won´t ever heal when I am lying in this metal tomb", dröhnt Sänger John Clark ins Mikro, die Stimme immer gefährlich kurz von der Maximalbelastung entfernt. mehr...
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 The Glam - All the Universe EP
CD-Kritik: Kuscheln statt glamourn. The Glam? Dabei denke ich zunächst an Glitzeranzüge mit Funkelsteinchen und übertrieben aufgetragenen Kajalstift. Auch Filme wie Velvet Goldmine und Exzentriker wie David Bowie schießen mir ins Hirn. Aber das reicht jetzt erst mal an Brainstorming.
Denn alle diese Assoziationen passen zwar zu Glam aber nicht zu "The Glam". Diese Formation aus Hamburg mit ihrem Frontmann und Sänger Frederic hat nichts mit Glitter und Extravaganzen zu tun. Abgesehen von den aufwendig toupierten Frisuren natürli mehr...
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 Boys Noize - I love Techno 2008
CD-Kritik: Peaktime im Darkroom. Es muss zu Zeiten von Alter Ego´s "Rocker" gewesen sein, als langsam aber sicher die Hybridform des sogenannten "Elektrohouse" an Popularität zunahm, was schnell zu einer Pervertierung dieses Sounds führte und Labels auf den Plan rief, die bis heute ihre Verwirklichung in einem Ein-Finger-Sägezahn-Sound suchen, der "rockt".
Natürlich gibt es auch hier starke Qualitätsunterschiede, die Artistliste des vorliegenden Mixes I love Techno 2008 von Alex Ridha aka Boys Noize aus Berlin auf dem belgi mehr...
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 VA - Fuse presents Deetron
CD-Kritik: Grundsolide und traditionsbewusst. Fuse meldet sich mit seiner inzwischen über 10 Jahre bestehenden und legendär gewordenen Compilation-Reihe zurück, diesmal von Deetron gemixt. Dieser erarbeitet sich seit Jahren durch seine Remixes für Künstler wie Legowelt oder Osunlade sowie seinen Dj- Sets einen guten Namen in der House- und Technoszene und gehört schon lange weltweit zu den festen Größen der elektronischen Tanzmusik, wofür wahrscheinlich seine Konsequenz in der Trackauswahl und in seinen eigenen Produktionen verantwortlich mehr...
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 Black Rust - Medicine & Metaphors
CD-Kritik: Gegen den Strom. Aus Ahlen in Westfalen sind Black Rust, die sich dem akustischen Rock mit Folk und Alternative-Country Einflüssen verschrieben haben. Die Vorbilder können daher kaum andere sein, als Neil Young und Singer/Songwriter der 60er und 70er Jahre. Im Vergleich zu den renommierten Singer/Songwritern kommt das erste Album "Medicine & Metaphors" zwar ein bisschen gutbürgerlich und ohne das Quäntchen Schwermut und Lebenserfahrung daher, doch für den deutschen Musikraum haben die fünf Jungs ein beachtenswer mehr...
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 The Asteroids Galaxy Tour - Around the Bend EP
CD-Kritik: Bonbon bunte Musikgalaxien. Schräg, schillernd, unkonventionell und ganz im New Wave-Stil erklingen Lars Iversen und Mette Lindberg alias The Asteroids Galaxy Tour aus Kopenhagen. Sie verschrieben sich dem Funk, mischen Soul in psychedelische und entrückte Beats - Musik als Märchen in Pop-Technicolor, ein bisschen auch wie ein Drogentrip. Sollte der Soundtrack für „Fear and Loathing in Las Vegas“ neu erfunden werden müssen, auf der EP mit drei Tracks gäbe es was zu holen.
Neben den trotzigen Beats, produziert mit so zi mehr...
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 Julia – The Scars We Hide
CD-Kritik: Copy, Paste and Twist . Edel kommt es daher, das zweite Album der österreichischen Band Julia. Komplett in schwarz und blutrot gehalten, gibt es ein vielseitiges Booklet mit allen Texten. Keine Selbstverständlichkeit mehr in dieser unserer Zeit, wo greifbare Tonträger nur noch den Bruchteil des Einkommens von Künstler und Plattenfirma darstellen. In dieser Hinsicht müssen sich die Burschen also keinesfalls vor der Konkurrenz in In- und Ausland verstecken. Aufgefüllt wird das ganze mit Bildern von aggressiven ode mehr...
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 Milton Wright - Spaced Re-Release
CD-Kritik: Per Wurmloch in die 70er. Für eine zweite Chance ist es nie zu spät: zumindest gilt das für Milton Wright. Nachdem seine Single "Keep it Up" Mitte der 70er Jahre zu einem der ersten Meilensteine im Disco-Funk wurde – der blumige Jamiroquai-Sound ließ da schon von ferne grüßen – floppte sein zweites Album "Spaced" 1977 total. Sein eigenes Management hielt die Musik für überholt und verschmähte jedes ordentliche Marketing. Doch nicht mal als Ladenhüter war der LP dann noch ein Dasein vergönnt: bei einem großen Warenhausbra mehr...
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 Fort Knox Five – Radio Free DC
CD-Kritik: Weniger wäre mehr. Woher kommt eigentlich die Redewendung “Ein Griff ins Klo”? Abgeleitet wurde sie wohl kaum von dem vielleicht nicht ganz zufällig eingetretenen Missgeschick, welches eine gewisse CD in den Tiefen der Toilette verschwinden ließ. Nein, viel eher folgte diesem Malheur ein rascher Griff in Richtung Klospülung, der den Tonträger auf nimmer Wiedersehen, in die Untiefen unserer Kanalisation trieb.
Aber wie kommt es nun zu diesem Ausspruch? Ganz einfach erklärt könnte man sagen, bei „dem Griff ins Kl mehr...
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 Enrique Iglesias – Greatest Hits
CD-Kritik: Die Liebe ist ein schwieriges Pflaster. Liebe Männer lasst euch eins gesagt sein: Um das Herz einer Frau zu erobern benötigt es ein bisschen mehr als dahin gehauchte Floskeln von der ewigen Liebe und ihrer unendlichen Schönheit. Dieses „ein bisschen mehr“ soll in keinster Weise heißen, dass es uns Frauen nach weiteren verkitschten und noch dicker aufgetragenen Liebesgeständnis verlangt. Wie so oft im Leben gilt auch in der durchaus schwierigen Disziplin der Liebe, Qualität geht vor Quantität.
Fazit dieser Anfangsbemerkung soll dah mehr...
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 King of Japan – Future of Mankind
CD-Kritik: Queen sind Tod – es lebe der Glamrock. Was Freddy nie zu träumen gewagt hätte ist passiert. Eine Musikformation stellt die typischen Queen-Klänge mit unkonventioneller Mustern, pompösen Arrangements und psychedelischer Extravaganz wieder in den Vordergrund, um nicht zu sagen in den Schatten.
King of Japan nennen Prinz Albert von München, Giovanni Rei Tirolesi und Wenzel van Böhmen ihr Projekt und machen sich mit diesem auf, in große Fußstapfen zu treten. Und das nicht etwa ungeplant, sondern mit eigenem Konzept versehen kommen sie mehr...
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 Rhytm Police – Turbo Bells
CD-Kritik: Deutschland zieht nach. Es war wohl nur eine Frage der Zeit. Nachdem es Formationen wie Daft Punk und LCD Soundsystem aus der englischen Hemisphäre vorgemacht haben, wie man Punk sinnvoll mit elektronischen Rhythmen in Verbindung bringt, zieht auch der verschlafene deutschssprachige Raum nach, zumindest ein Stück davon. Aus Augsburg haben sich die DJs Leroy Schlimm und Mongkong auf den Weg gemacht uns mit zu nehmen. “Wir nehmen euch mit, einfach so mit“ röhren sie im Opener "Menschen" aus den Boxe mehr...
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 Akon - Freedom
CD-Kritik: Soul-Gentleman Akon ist wieder da und bleibt sich treu. Akon, der Hardcore-Softy ist wieder da und seine neueste Scheibe Freedom seit Anfang Dezember auf dem Markt. Wie man es vielleicht schon erahnen kann, knüpft er an seine bisherigen Texte und seinem Lieblingsthema "Freiheitsentzug" an. Auch musikalisch reiht sich das Album in die von ihm bekannten Songs und LP´s ein, auch wenn manch ein Kritiker gern von einer Style-Evolution des Künstlers spricht.
Wer Akons Lieder bisher gerne gehört hat und auf durchaus gut produzierten und digital g mehr...
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 Brett Anderson - Wilderness
CD-Kritik: Älterwerden zum Zuhören. Ungefähr 15 Jahre ist es her, es war Anfang der verrückten 90er, als Mr. Anderson das erste Mal musikalisch von sich Reden gemacht hat. Und das auf dem großen, neuen Parkett des DiscoBritPop und damals noch unter dem Namen Suede. Sie haben über die "New Generation" gesungen und irgendwie waren sie natürlich auch eine. Der glatten Gitarren-basierte Blur- Sound wurde von Suede mit Verzerrern, Keyboard und Waveanleihen angereichert, den Pöbel Oasis sind sie mit Kajal und exaltierten Frisure mehr...
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 O! The Joy – Zen Mode
CD-Kritik: Viele einzelne Teile ergeben nicht immer eine Summe. Zumindest nicht immer eine stimmige. Im Falle von O! The Joy und ihrem Debüt-Album "Zen Mode" sind Kraut- und Prog-Rock, Postcore, Synthesizer-Pop, Noise und auch Emo die einzelnen Teile – unter anderem. Irgendwo zwischen Frickelwut, kakophonisch anmutenden Krachorgien und melancholischen Oasen der Ruhe sucht der Hörer nach dem Kern des Ganzen und wird nur unter schweren Mühen fündig – wenn überhaupt.
Vorbildfunktion für O! The Joy dürften die übermächtigen The Mars Volta mehr...
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 Der Musikpoll 2008
Die campus-web Musik-Redaktion stellt ihre Favoriten des Jahres vor. Liebe Leser,
das wars dann wohl mit dem Jahr. Kaum den Neujahrskranz vertilgt, schon den nächsten im Ofen. Während selbiger noch vor sich hin gärt, haben wir nochmal nachgedacht. Das Leben besteht nämlich bekanntlich nicht nur aus Backwaren allein. Fast, aber nicht nur. Zu Brötchen und Co. kommt nämlich noch die Musik. Während einige Musiker eher durch Drogenexzesse und Videos mit Babymäusen auf sich aufmerksam machten, stellte sich 2008 erfreulicherweise auch als ein guter Jahrgang für Musik mehr...
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 Hilmar Örn Hilmarsson & Sigur Rós - Angels of the Universe (Re-Release)
CD-Kritik: Meditation auf isländisch. Nebulös und geheimnisvoll beginnt die gemeinsame Arbeit von Hilmar Örn Hilmarsson und Sigur Rós. Eine musikalische Geschmacksnote, die vielen isländischen Musikern von Haus aus gemeinsam ist – denn wie der Name unschwer erraten lässt, hat sich beim Album „Angels of the Universe“ wieder einer der Nordmänner ans Werk gemacht.
So wie auch hier schreibt Hilmarsson hauptsächlich Filmmusik. Für einen isländischen Kinofilm komponierte der Herr eine selbstvergessene und melancholische Klangreise. In mehr...
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 VA – Verve Remixed Christmas
CD-Kritik: Santa, überlegs Dir nochmal. Die Reihe der Verve-Sampler dürfte dem einen oder anderen schon bekannt sein, erscheinen unter diesem Label doch schon seit mehreren Jahren recht erfolgreiche Zusammenstellungen aufgefrischter Songs im Hause Verve Records .
Für alle anderen: Verve//Remixed hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jazz-Stücke, in vielen Fällen längst vergraben und vergessen, einem heutigen Publikum bekannt zu machen. Dazu werden die Stücke teilweise re-arrangiert, mit zeit mehr...
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 Megapuss – Surfing
CD-Kritik: Schief. Quer. Kalifornien. Zugegeben, es fällt einem stellenweise doch recht schwer, den neusten Streich des schrägen Vogels Devendra Banhart wirklich ernst zunehmen. Zusammen mit Strokes Drummer Fab Moretti und Greg Rogove von Priestbird entstand das ziemlich verquere Album "Surfer", das sich irgendwo zwischen Antifolk, 60's und etwas,nur durch übertriebene Wortschöpfung Definierbarem bewegt. Einige eingängige Melodien, gepaart mit Californischer Leichtigkeit und feiner Beherrschung der Instrumente, sorgen jedoch mehr...
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 Her Space Holiday – XOXO, Panda and the New Kid Revival
CD-Kritik: Tanzt Leute! No matter what! Kaum zu glauben, dass dieses folkig angehauchte Indie-Pop Album von einem Ex-Hardcore Band Mitglied, nämlich Marc Bianchi stammt. "XOXO, Panda and the New Kid Revival" kommt dermaßen leichtfüßig und sanft daher, dass Hardcore kaum die Ecke ist, hinter der man die Ursprünge dieses kreativen Kopfes vermutet. Auch Kenner des Vorgänger-Albums „The Past Presents The Future“ werden sich wundern. Die Vierzehn neuen Songs sind deutlich mehr auf das Wesentlich reduziert, kaum eine Spur von Bombas mehr...
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 Kaisers Orchestra – 250 Persent
CD-Kritik: Auf den Bühnen dieser Welt. Toll, dieses Norwegisch. Toll, wenn eine Band, deren Heimatland mit einer für Landesfremde zungenbrecherischen Muttersprache ausgestattet ist, trotzdem gerne auf Englisch verzichtet. Da ist doch mal was. So viele skandinavische Bands es auch gibt, so wenige davon trauen sich, sich der Englischkonvention zu entziehen.
Als Hörer wird man von Kaizers Orchestra erstmal ausgesetzt in kalter nordischer Weite und ist somit, ähnlich wie ein einsamer Backpacker auf seinen Lonely Planet, angewiesen au mehr...
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 The Bronx - dto. [III]
CD-Kritik: 'Cause desperation is my inspiration.. Zum dritten Mal ein Album von The Bronx. Zum dritten Mal kein Titel. Zum dritten Mal ein Kraftpaket voll Schmutz, Wut und Verzweiflung. Das was die fünf Typen, die aus L.A. kommen, sich aber trotzdem nach dem New Yorker Stadtteil benannt haben, hier in eine gute halbe Stunde gepresst haben, ist ihr verdammtes Leben. Wenn irgendwas Punk ist, dann das hier.
Zusammengefunden haben sich The Bronx 2002. Nach einer Handvoll Konzerten unterschrieben sie auch schon ihren ersten Plattenvertrag beim M mehr...
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 Jeremy Warmsley – How we became
CD-Kritik: Charmeoffensive in unbekümmert. Mit seiner großen Brille wirkt der Londoner Jeremy Warmsley ja schon ein bisschen verplant. In etwa wie Erlend Oye und auch so, als würde er charmant verschusselten Singer/Songwriter Indiepop machen. Jaja, alles vorurteilsbehaftetes Schubladendenken. Aber eigentlich liegt man damit gar nicht so falsch. Denn genau solcherlei wird man auf seinem zweiten Album „How we became“ finden. Und wie der Norweger verbastelt schließlich auch Warmsley gerne Elektronikeinflüsse, baut aber gleichzeitig seine m mehr...
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 Bloc Party - Intimacy
CD-Kritik: Bei Zeus! Unter diversen Songtiteln aus der griechischen und römischen Mythologie konfrontiert Sänger Kele Okereke die Hörer auf dem dritten Album von Bloc Party mit melancholischen bis wütenden Lyrics über zwischenmenschliche Beziehungen. Der Hauptfokus liegt hierbei auf der nicht-platonischen Seite. Dazu haben die Schrammelpop-Tüftler aus London einen Sound geschaffen, der sich aus allem, was bisher von ihnen veröffentlicht wurde zusammensetzt, in Teilen aber deutlich an Härte gewonnen hat. Zusät mehr...
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