Nach zwei Jahren Jammen, Improvisieren und musikalischem Experimentieren im Proberaum haben M.I.G. den Weg auf die Bhne gewagt. Als Vorgruppe fr die kanadische Noise-Band Nihilist Spasm Band haben die Jungs und Mdels sehr selbstbewusst gezeigt, wie man als unbekannte Band das Publikum fr sich gewinnt.

Dabei verhlt es sich hnlich wie mit einem guten Essen: Musik geht zwar nicht durch den Magen, sie muss aber in ihren einzelnen Ingredienzien genauso gut aufeinander abgestimmt sein, um nicht schwer im Ohr zu liegen oder gar Schmerzen in diesem zu verursachen. Die eingngigen Melodien und sich oft wiederholenden Textpassagen von Sngerin Milena sind jedenfalls so bekmmlich, dass sie noch lange Zeit im Ohr verharren. Stcke wie Kanonen oder Sanatorium der Liebe klingen in dem Zusammenhang sehr erfolgsversprechend. Der erste Schritt in die Klner Musik-Szene ist damit also vollbracht.

Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als trashigen 3-D Rock, man knnte auch von Punkrock sprechen, auf jeden Fall gekrnt durch kreative, nicht immer Sinn ergebende deutsche Texte. Die klassische Rockbesetzung mit Sngerin und Frontfrau Milena Kopper, Gernot Lentzen an der Gitarre, Ingo Jungclaussen am Schlagzeug und Christiane Auert am Bass besteht in dieser Formation erst seit wenigen Wochen. Bis dato hatte man zunchst auf eine Baseline und ein viertes Bandmitglied verzichtet. Dank Christianes Basskapaden erhlt die Musik jedoch erst jetzt ihre besondere Wrze.

Bedeutet der Einstieg einer weiteren Person nun, dass der Bandname von Grund auf neu geschaffen werden muss? Denn M.I.G. heit nicht etwa Morgens immer gutgelaunt oder Mein infantiles Gebiss. Es ist auch keine fehlgeschlagene Abkrzung fr das englische Wort Microphone. Nein, die drei Buchstaben stehen schlicht und einfach fr die Vornamen der Bandgrnder Milena, Ingo und Gernot. Die drei verbindet eine jahrelange Freundschaft, die noch ber das Musikmachen hinausgeht. Mgen ihre Ideen und Vorstellungen fr letzteres auch noch so stimmig sein, beim Zusammenspiel sind sich Gitarist und Schlagzeuger dann doch nicht immer einig. Man kann jedoch von einem gelungenen Premieren-Konzert sprechen, und wem es nicht geschmeckt hat, der muss beim nchsten Mal eben wieder zu Hause essen.

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