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Nun ist es Zeit für Gothic Metal aus Norwegen. Und es zeigt sich schnell – so unkreativ wie es der Bandchef Morten Veland mit seinen Bandnamen hält (Tristania, Sirenia, Mortemia), so langatmig und uninspiriert ist auch die Show von Sirenia. Da mag die aktuelle spanische Sängerin Ailyn noch so toll aussehen – sie kann den todlangweiligen Gig leider auch nicht retten. Es wundert also wenig, dass immer mehr Fans von der Bühne zum Geländerand weglaufen. Dort zeigen sich Eluveitie sympathisch fannah und verteilen unermüdlich Autogramme, posieren für Fotos und halten ein Schwätzchen mit dem Publikum.
Der folgende Programmwechsel konnte kaum krasser ausfallen. Zwar stammt die nächste Combo ebenfalls aus Norwegen, doch beschränkt sich ihr Werk auf das, was die Norweger nun mal am besten können – Black fucking Metal. Die Fans wissen bescheid und begrüßen Mayhem mit unermüdlichen „Atilla“ und „Hellhammer“ Chören. Und ihr Rufen wird erhört. Es folgen die schwärzesten und kompromisslosesten 80 Minuten des gesamten Festivals. Hier regiert der Hass und das ist auch gut so. Die Band und die Metalheads zeigen sich voneinander beeindruckt und feiern eine dunkle Messe, als gäbe es kein Morgen. Gibt es nach dieser Zerstörung ja vielleicht auch nicht.
Und wieder eine Wende um 180 Grad. Skandinavien beherrscht weiterhin das Bühnengeschehen, doch sind es diesmal die schwedischen Klassiker Hammer Fall, die die Mähnen zum rotieren bringen. Flinke Soli, tolle Melodien – Power Metal Freunde kommen hier voll auf ihre Kosten.
Letzter Tag, die letzten drei Bands. Bevor die Griechen Rotting Christ ihr neues Album vorstellen dürfen, heißt es zuerst: Titten! Einige mutige Festivalbesucherinnen zeigen auf der Bühne was sie so alles dabei haben, während das Publikum sie begeistert anfeuert. Die gefühlt kürzeste Umbaupause des Festivals. Danach wird wieder gebolzt. Zwischen Death, Trash und den Olympischen Göttergesängen ist viel Raum für eine fette Moshpit-Action. Hier darf positiv festgestellt werden: auch die Ukrainer passen im Gemenge aufeinander auf.
Wer einen müden Nacken bekommen hat, darf diesen bei den folgenden The Gathering ausruhen und den melancholischen Klängen der Niederländer lauschen. Eine tolle Abwechslung. Nun wird es aber Zeit für den „Headlinerersatz“. Als Dark Tranquillity mit ihrem Melodic Death los legen wird schnell klar – Manowar können auch demnächst gerne zu Hause bleiben und dort ihre Starallüren auskurieren. Die Schweden sind mit ihrem neuen Album „We Are The Void“ bestens ausgerüstet, um ein würdiges Festivalende einzuläuten. Die Menge tobt, die Band freut sich und als zum Schluss noch der Klassiker „Therein“ abgefeuert wird ist der Abend perfekt.
Fazit des Global East Open Air: Toller Sound, tolle Bands und absolut geniale und leidenschaftliche Fans. Ukraine ist Metal!
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