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Eine schwarze Katze bahnt sich ihren Weg. Schnell weicht sie einem tanzenden Fuß aus und entschwindet in Richtung Dixi-Klo. Besser ist das, denn die für sie sonst so beschauliche Wiese in Neu-Vilich hat sich heute in eine Open-Air-Location verwandelt. Hier ist das Green Juice Festival (GJF) ist in vollem Gange. Zur Freude aller scheint an diesem Samstag die Sonne und etwa 1.500 Musikfreunde haben ihren Weg nach Beuel gefunden. Mitten in einer Wohnsiedlung an der Marie-Montesouri-Allee ist Rock angesagt. Zum dritten Mal in Folge organisierten die Schüler Julian und Simon Reininger (16 und 18) sowie Felix Weyrather (18) das Festival in ihrer Nachbarschaft. Von Jahr zu Jahr stiegen sowohl die Besucherzahlen als auch der Bekanntheitsgrad der Bands. In diesem Jahr sind schon einige größere Namen auf dem zur Bühne umfunktionierten Sattelschlepper zu sehen. Die Top-Acts sind die Kölner von Mofa und die extra aus Hamburg angereiste Band Montreal. Babys zwischen Rockern Zwischen chillenden Jugendlichen, die Bier aus Dosen trinken oder vor der Bühne pogen, sitzen heute auch einige Familie. Eigentlich ein eher ungewöhnliches Bild für Festivals, aber in Beuel ist einfach alles anders. Keiner der Nachbarn stört sich an dem Lärm hinterm Haus. Und keiner der Jugendlichen findet es komisch oder unangepasst, dass viele Eltern mit ihnen zusammen die Bands feiern und zwischendrin, auf einer Decke, ein Baby in den Genuss seines ersten Festivalbesuches kommt. In diesem Jahr herrscht auf dem GJF zum ersten Mal ein Flaschenverbot. Aus Sicherheitsgründen, versteht sich. Am Eingang kontrollieren die freiwilligen Helfer die Taschen und Rücksäcke der Gäste, egal ob jung oder alt. Probleme gibt es keine. Wer Getränke in Flaschen dabei hat, trinkt die einfach vor dem Eingang aus und stellt sie hin – die Pfandsammler freut’s. Fetter Sound zwischen Bier und Bratwurst Mittlerweile rocken 2 Times Wasted die Bühne. Die Besucher tanzen immer noch heftig. Dem ein oder anderen ist es in seinem T-Shirt sschon zu warm geworden und so wird oben ohne weitergepogt. Der einzige, der wohl keinen Spaß an diesem Treiben haben dürfte, ist der Rasen. Wo die Veranstalter vor drei Tagen noch mühsam gemäht haben, wächst nun nichts mehr. Das Gras wurde einfach weggetanzt. „Aber wir sähen natürlich neuen Rasen“, verspricht Felix. Finanziert wird das GJF über den Verkauf von Getränken, Würstchen und Merchandise-Artikeln. Die 500 bestellten Supportbändchen sind innerhalb einer Stunde ausverkauft. „Mit dem Kaufandrang hatten wir einfach nicht gerechnet“, erklärt Simon. Aber zum Glück gibt es ja noch Poster und T-Shirts, so dass die kauffreudigen Besucher noch genug Erinnerungsstücke erwerben können. Auch den Hunger der tanzenden Meute konnte niemand vorhersehen. Gegen 19 Uhr müssen im Supermarkt noch mal schnell 150 Würstchen nachgekauft werden. Die Besucher ihrerseits danken das große Engagement aller Beteiligten, indem sie fröhlich feiern und viel kaufen. Die Getränke sind zum Glück genau richtig kalkuliert. Hier geht es zum 2. Teil des Festivalberichts. Hier geht es zum Bilderalbum.
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