Bis zu 700 Mitarbeiter und 90 Freiwillige haben das diesjährige Melt! reibungslos über die Bühne gebracht. Nicht unschuldig ist daran natürlich auch das Publikum, das sich aus fast 30% Briten und Holländern zusammensetzt und so internationales Flair erzeug. Chef-Booker Stefan Lehmkuhl zeigt sich zufrieden: „Ich habe an diesem Wochenende nur strahlende Gesichter gesehen.“ Gestrahlt haben dürften auch die Protagonisten einer Melt! Premiere: Zum ersten Mal hat sich ein junges Pärchen auf dem Melt! trauen lassen. Drei Jahre zuvor hatten sie sich in Ferropolis kennengelernt.

Glück haben Besucher und Veranstalter auch mit dem Wetter. Am Freitag zieht ein Gewitter nur fünf Kilometer am Gelände vorbei. Es gab also keine apokalyptischen Zustände, wie im Vorjahr, dafür aber jede Menge Sonnenbrände.

Am Sonntag verbindet sich die allgemeine Ausgelaugtheit ein letztes Mal mit der Partystimmung der vergangenen Tage. Für einen denkwürdigen und vermeintlich besten Auftritt des Festivals sorgen schon um 16 Uhr die Kings of Convenience, deren Sänger Erlend Oye aus Zuneigung zum Melt! schon seit Freitag über das Gelände taperte. Die Könige der Bequemlichkeit erzeugen eine Intimität, die alle Grenzen zwischen Musikern und Publikum verschwimmen lässt. Nach einigen erwähnenswerten Auftritten, unter anderem dem der Broken Bells um Brian Burton und James Mercer, sind Massive Attack der letzte Hauptakt des Festivals. Sie lösen ihre Aufgabe mir Riesenenergie und entlassen tausende Melt! Besucher in die Nacht.

Man kann Foals und ihr Urteil über dieses Festival verstehen. Das Melt! strahlt eine hohe Attraktivität aus. Für Bands und Besucher gleichermaßen. Viele werden noch lange von dem Gesehenen schwärmen. Manche werden in stillen Momenten vor ihrem geistigen Auge die in grün, rot und blau getauchten Wege zwischen den Bühnen noch einmal ablaufen und sich so fühlen, als wären sie wieder hier.

Die Lichter über Ferropolis werden noch die ganze Nacht den Himmel erhellen, die Bühnenbeleuchtung an der Main Stage ist aus. Jedenfalls bis zur Nummer 14.


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Melt! Train: U melted my heart - Die sonderbare Zugfahrt zum Melt! Festival

Völkerverständigung am Tagebau - Das Melt! Festival und seine internationalen Gäste

Den Kohlekessel zum Schmelzen bringen - Bilderalbum zum Melt! Festival


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