Konzertbericht: Gloria / Booka Shade

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Fotos dürfen an diesem Abend keine gemacht werden. „Das wollen die Künstler nicht.“ Dass mittlerweile aber jeder zweite sein Handy in die Luft hält, knipst und filmt ist anscheinend egal. Aber was soll's? Müssen wir uns Booka Shade auf der Bühne des Kölner Glorias einfach mal so vorstellen: zwei Typen, der eine (Arno Kammermeier), stehend hinter einer gewaltigen Schlagzeugkonstruktion, macht die Rampensau, wirbelt sein Handtuch über dem kahlen Haupt und bellt Tanzbefehle ins Publikum. Der andere (Walter Merziger) ist umgeben von Laptops, Synthesizern, Kabeln und bedient das alles scheinbar gleichzeitig.
Das Spiel mit der tanzenden Menge beherrschen Booka Shade dabei perfekt: Immer wieder wird der Beat raus genommen, hinaus gezögert, um unter lautem Getöse wieder loszudonnern. Dazu eine beeindruckende Lightshow und ein Best-Of-Programm der letzten Alben. Booka Shade, diese alten Hasen der Elektroszene, sind immer noch eine begeisternde und sympathische Liveband, auf die sich scheinbar alle einigen können. Das Publikum ist eine Mischung aller Altersklassen: Technoklassentreffen meets Abiparty. Die Füße qualmen immer noch und das ist für den Beginn der c/o pop doch ein gutes Signal. Auf dass es genauso weitergeht.
Autor: Florian Tomaszewski / Fotos: Tim Dobrovolny / 03.07.2010 | Artikel drucken |