campus-web sucht den Traumstrand: Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn – wann werd ich sie wieder sehn?
Dass der Superstrand durchaus auch in Deutschland zu finden sein kann, soll Westerland auf Sylt beweisen. Auf der nördlichsten Insel Deutschlands ist die Landschaft urwüchsig und die Brandung rau, aber wenn man einen warmen sonnigen Tag erwischt und den Superstrand gefunden hat, dann gibt es keinen besseren Ort zum Verweilen.
Der sich direkt an die Westerländer Fußgängerzone anschließende Strand ist im Sommer brechend voll und macht dem Ballermann ordentlich Konkurrenz – es gibt aber auch wesentlich ruhigere Orte auf der Insel. Bei knapp 40km Strand allein an der Westküste sollte jeder seinen Lieblingsplatz finden: zwischen Westerland und dem prominenten Kampen liegt zum einen die Nordseeklinik und zum anderen noch ein wenig nördlicher das Örtchen Wenningstedt. Und hier liegt mein Superstrand, hinter dem Deich gemütlich per Fahrrad zu erreichen.
Für 3,50 Euro kann man eine Tageskarte erstehen, die übrigens auch in Westerland selbst und einigen Nachbarorten gilt – falls man sich das bunte Treiben dann doch mal aus der Nähe anschauen möchte. Falls man ein wenig Glück hat, trifft man noch vor der Kasse auf dem Parkplatz jemanden, der seine Tageskarte nicht mehr benötigt und diese weitergeben möchte – auf Sylt scheinen außergewöhnlich viele freundliche Menschen unterwegs zu sein.
Wer sich schon mal an einem Hotelstrand wie eine Sardelle in der Büchse gefühlt hat, wird die Weite und den scheinbar endlosen Strand der Sylter Westküste zu schätzen wissen. Ein paar Hundert Meter Hundestrand, irgendwo weiter ist FKK-Bereich, man geht einfach ein paar Schritte durch den hellen Sand bis man sein Paradies gefunden hat. Schnell hat man alles um sich herum vergessen und ist aus Versehen viel zu weit gelaufen – der Bus auf der anderen Seite des Deiches bringt Urlauber sowie Fahrräder an fast jeden Ort zurück.
Strandkörbe sind hier übrigens nicht vergittert und abgeschlossen, wie in Touristenhochburgen normalerweise üblich. Man kann zwar einen Korb mieten, was sich jedoch nur empfiehlt, wenn der Strand wirklich mal sehr gut besucht sein sollte. Sonst findet man vor allem in den Abendstunden hier und da einen freien Strandkorb und kann sich sogleich windgeschützt niederlassen. Vor allem bei wolkigem Himmel oder kühlen Temperaturen ist es keine schlechte Idee, eine Decke mitzunehmen und es sich im Strandkorb gemütlich zu machen.
Ob man in der Sonne braten und lesen, Beachvolleyballspielen oder einfach nur entspannen möchte – für alles findet sich der richtige Ort. Zwischendurch bietet es sich natürlich an, eine Abkühlung in der tosenden Brandung zu suchen oder auch ein paar Meter gegen die Wellen anzuschwimmen. Wassersportarten sind hier ebenfalls beliebt. Während auf der östlichen Landseite der Insel das ruhige Wattenmeer eher zum Muschelsuchen einlädt, findet man an der Westseite auf dem offenen Meer zahlreiche Surfer.
Ich für meinen Teil habe den Superstrand gefunden. Und sollte es sich irgendwann ergeben, noch mal ein paar Tage auf Sylt verbringen zu können, werde ich diesem Strandabschnitt mit Sicherheit einen Besuch abstatten, denn Die Ärzte haben es genau richtig erkannt: da kann man wirklich Sehnsucht bekommen…