Dieser schöne, Geile Ronaldo, titelte Oliver Pocher auf seiner Facebook-Seite, nachdem Cristiano Ronaldo das entscheidende Tor für sich, oh, und natürlich für seine Mannschaft geschossen hatte. Für die Tschechen war es eine verdiente Niederlage. Milan Baros verschwendete mal wieder die Zeit seiner Gegenspieler. Diese hätten wirklich besseres zu tun gehabt, als auf den wohl ungefährlichsten Stürmer der EM aufzupassen.
Die Speck-Schwarte Ronaldo hat jedoch endlich mal gezeigt, wie wichtig er für sein Team sein kann: Abgesehen von Werbeeinnahmen, tausenden kreischenden Fans beim Training und Lip-Gloss für alle. Mal sehen ob Ronaldo auch durch die spanische Abwehr hindurchflutschen wird, um dann bei seinem Teamkollegen einzunetzen.

Ein Mal mit Tsatsiki, bitte

Genauso wie griechisches Essen schmeckte der deutschen Mannschaft die griechische Nationalmannschaft. Schlemmen und danach entspannt zurücklehnen, schien auch das Motto der Partie zu sein. Auch mit einem fast völlig anderen Sturm als vorher, waren die 4 Tore Ehrensache. Frei nach dem Motto "Jeder darf mal" zeigten sich die Griechen doch sehr nehmerfreudig. Nicht verwunderlich, war man doch vorher nicht mal sicher gewesen, ob die Griechen ihre Hotelrechnung bezahlen können, geschweige denn die Vorrunde überstehen.

Bei der Aufstellung Griechenlands gab es keine Überraschungen: In der Abwehr Woisderballos neben Kannnixos, das Mittelfeld altbekannt mit Ismirzuanstrengos und Sehnixos und im Sturm Treffdastornix. Arme Griechen. Immer müssen sie Hilfen annehmen. Danach vermitteln sie das Bild, als hätten sie für diese Hilfen hart gearbeitet. Sogar für das 2:4 brauchte man Unterstützung eines deutschen Spielers. Wie gütig.

Weltklasse Not gegen europäisches Spitzenelend

Spanien gegen Frankreich: Wow, das klingt wie Musik in den Ohren jedes Fußball-Fans. Spanien gegen Frankreich: Weltklasse Spieler, Stars des Fußball-Olymps auf einem Rasen. Tore, Kampf und atemberaubender Fußballzauber mit Ribery, Benzema, Alonso und Fabregas. Tja, man soll das Spiel nicht vor dem Anpfiff loben.

Ein mittelmäßiger Kick war das zwischen dem Europameister von 2000 und dem Titelverteidiger. Letzterer konnte dann aber doch individuelle Klasse in Tore ummünzen. Nichtsdestotrotz versuchten „die Blauen“ es zumindest. Die französische Presse beschreibt diese Mannschaft derweil als „seelenlos“ und „chancenlos“. Die Frage kommt auf, was die Franzosen erwartet haben?!

Hart-breaking-Game

Ein 0:0 der besseren Art war das Spiel England gegen Italien. Bis zu dem Punkt als Steven Gerrard, sinnbildlich für die ganzen „three Lions“, ab der 60. Minuten die Kräfte verließen: Pfostenschuss hier, weltklasse Parade da. Nach der besagten 60. Minuten spielten die Engländer dann ein Spiel, welches hätte in die Geschichte eingehen können. Sie spielten selbst auf ein Elfmeterschießen: Komische Fußball-Welt. Doch irgendwie glaubten sie, wie Gerrard im Interview sagte, dass ding im „shoot-out“ zu gewinnen.

Es sah auch gar nicht so schlecht aus, als der „Deutsche“ der Italiener verschoss. Da merkte man, dass er zum Glück nur so genannt wird. Danach nahm das englische Unglück seinen Lauf. Es machte jedoch Freude den englischen Torwart zu sehen, der motivierter nicht sein konnte. Bei jedem Schützen lachte er sich ins Fäustchen und freute sich. Ja, das ist wirklich ein Ausnahmespieler. Joe Hart ist nicht nur der erste Engländer, der sich auf ein Elfmeterschießen freut, nein, er ist auch der erste wirklich gute englische Schlussmann, seit gefühlten 2000 Jahren.

Artikel drucken