Zurck zu Teil Eins.
Google+ Followerzahlen im April 2013


Google+
Bei Google+ (im Folgenden G+) hat die taz mit etwa 9.083 Plussen von Followern und 5.718 Mal von Usern auf G+ eingekreist, gegenber der zur Analyse herangezogenen Konkurrenz Aufholbedarf. Spiegel Online hat ber zwanzigmal mehr Follower und wurde fast zweiundzwanzigmal mehr eingekreist. Auf dem zweiten Platz rangiert Zeit Online mit 123.328 Followern und ber 90.569 mal von Google+Benutzern eingekreist. Bild hat immerhin ber 112.306 Follower und ist in den Kreisen von fast 87.341 Personen. Die FAZ hat momentan 49.056 Follower und wurde 36.760 mal eingekreist. Die Sddeutsche Zeitung hat schlielich 26.529 Follower und ist in den Kreisen von 13.213 Personen.

YouTube gehrt seit 2006 dem Unternehmen Google, was mitunter die Verbindung von YouTube mit G+ erleichtert, da sich G+ unter anderem mit Youtube ber eine Sharing-Einstellung verbinden lsst. In einem greren Format einbindbar als bei Facebook sind auf G+ bei den Fans der untersuchten Zeitungen oft Youtube-Videos besonders beliebt. Folgende Nachricht war im April auf Spiegel Online das Interaktionshighlight: "Falls Ihr mal die Uhr vergessen haben solltet - einfach den nchsten Bauern fragen. Der hat ein Hndchen fr die Zeit, ganz bestimmt! Mit dieser 'Bauernregel' verabschieden wir uns in den Sonntagabend! Youtube-Video: # ! ;)" Das Videoposting wurde 313 mal geplusst, 120 mal geteilt und 38 mal kommentiert. Auch der zweitbeliebteste Post mit hnlich hoher Interaktion war im April auf Spiegel Online ein eingebettetes Video.
Auf dem G+ Profil der Sddeutschen Zeitung erhalten im April hingegen Fotos mit ungewhnlichen Inhalten die meiste Interaktion: "Auf zuckerse Art und Weise hat ein Brite seine Kndigung eingereicht: Er informierte Arbeitgeber und Kollegen mit einem Kuchen ber seinen Weggang. Die Geschichte eines gebackenen Goodbyes" erhielt 365 Plusse, wurde 77 mal geteilt und 32 mal kommentiert. hnlich hohe Interaktionszahlen hatte auch ein weiteres Foto im April auf dem SZ-Profil. Auch auf dem G+Profil der Bild war ein Fotoposting mit einhergehendem Artikelteaser das Highlight des Monats: "Britische Neurologin warnt: Facebook verndert unser Gehirn! Panikmache oder ernst zu nehmendes Problem? >> Ihre Thesen: http://on.bild.de/14354sa" wurde 233 mal geplusst, 64 mal geteilt und erhielt 221 Kommentare.

Google+ Kreise im April 2013
Einbindung von Youtube-Videos, Spezialwissen und ungewhnlichen Fotos

Bei der taz ist die Interaktionrate im April geringer. Ein Artikelteaser am 29. April ist das Posting, mit dem G+User am meisten interagieren: "Am Montag wollen die EU-Lnder ber ein Verbot von bienenschdlichen Chemikalien abstimmen. Die Insektengifte haben katastrophale Folgen. Link zu "Insektengifte in Europa" wird 39 mal geplusst, zehnmal geteilt und dreizehnmal kommentiert. hnlich wie bei der taz sind auch bei der FAZ und Zeit Online Artikelteaser im April die Interaktionshighlights. Auf Zeit Online war im April das beliebteste Posting: "Mit Logik hat die in Deutschland geltende Strerhaftung nicht viel zu tun. Ein aktuelles Beispiel aus Berlin zeigt das. (leo)" Der Teaser wurde 88 mal geplusst, 29 mal geteilt und zweiundzwanzig mal kommentiert. Whrend bei der taz die Diskussion um gefhrende Chemikalien und bei Zeit Online spezifische Fragen zum Strafrecht auf G+ besondere Aufmerksamkeit erregen, ist es bei der FAZ hingegen ein Artikel zu geringeren Aufstiegschancen aufgrund wachsender sozialer Ungleichheit: "Alle Welt emprt sich ber die wachsende Ungleichheit der Einkommen und Vermgen in Deutschland. Doch das ist gar nicht das Problem. Wirklich schlimm ist, dass es heutzutage viel weniger Leute von unten nach oben schaffen.". Der Teaser wird neunzig mal geplusst, siebzehn mal geteilt und einundvierzig mal kommentiert.

Youtube-Abonennten im April 2013
Insgesamt gibt es bei der, erst 2011 gestarteten und somit wesentlich neueren sozialen Plattform G+ fr Zeitungen sehr viel weniger aktive Nutzer und mgliche Fans als auf Facebook. Die Interaktion mit mglichen Verbrauchern ist somit geringer. Doch gerade G+ ist durch die Mglichkeit der Zuordnung von Followern in Kreise bersichtlicher als FB. G+ bietet mehr Optionen fr multimediale Inhalte. Man kann Inhalte *fett*, -durchgestrichen- oder _kursiv_ hervorheben, wie bei Twitter Inhalte ber #Hashtags weiterverbreiten und wie bei FB Personen ber ein + nicht nur auf Fotos taggen. Vielleicht ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wichtige Poweruser von FB auf G+ abwandern.

Fazit am Beispiel der taz

Whrend die taz auf Twitter von der Followerzahl und der Interaktion mit den Followern bereits im Vergleich mit den untersuchten Konkurrenzblttern gut dasteht, gibt es fr sie auf FB und G+ durchaus mglichen Aufholbedarf. Wie einige Konkurrenzbltter es bereits tun, knnte man die Social Media-Accounts personalisieren und dabei festlegen, wer diese betreut. Etwa ber Fotos knnte man hier Einblick in den Alltag des Planungsteams geben und dadurch einen persnlicheren Bezug zu den Followern oder Fans herstellen. Redundante Infos oder Doppelposts von Nachrichten sind zu vermeiden. Artikelteaser sollten wortgewandt umformuliert werden, um im Social Media-Posting einen Mehrwert zu liefern. Bei Artikelteasern verleiten besonders eine kondensierte Informationsdichte und Cliffhanger dazu, geteaserte Links aufzurufen. Unterhaltsame und ungewhnliche Einbettungen von Fotos oder Videos, Comics, Sprchen- oder Zitaten funktionen in sozialen Netzwerken oft gut und knnten vermehrt eingebunden werden. Wie die untersuchten Konkurrenzbltter knnte die taz auch das Analyse-Tool Klout fr sich nutzbar machen oder einen eigenen Youtube-Channel mit eigenen Videos bespielen. Es gibt viele mogliche neue Optionen, um noch mehr Leser ber die analysierten Kanle zu gewinnen.

Zurck zu Teil Eins.

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