Es ist dunkel auf dem Planeten Shear, sehr dunkel. An allen Ecken und Enden raschelt es im dichten Bltternetz. Stndig scheuchen die Schritte nervse Vgel auf. Aber das ist gut so. Sehr gut. Sie weisen den Weg. Tatschlich zeichnet sich die erste Spur im Morast ab. Verdammt, hat das Vieh groe Fe!

Gut entwickelt

Neben einem (verdammt) stimmungsvollen Leveldesign haben die Turtle Rock Studios (Left4Dead) bei ihrem neuen Shooter auch sonst ordentlich getftelt. Vier Haudegen (Jger) kmpfen in "Evolve" gegen ein Monster. Neu dabei: eine knstliche Intelligenz bei den Protagonisten wird vergebens gesucht. Alle mageblich beteiligten werden von echten Menschen gespielt. Nur kleinere, fr die Weiterentwicklung von Monster und Jger wichtigen Tiere, besitzen eine knstliche Intelligenz. Die angesprochene Schuhgre muss sich das einzelgngerische Monster erst verdienen. Die Jger hingegen sind alle ausgewachsen, lernen aber im Verlauf der Partie noch dazu, bekommen neue Fhigkeiten und Extras. Auf der gamescom wurden die Rollen beim Testen zufllig verteilt. Schon da war der heimliche rger vorhanden, nicht in die Haut des Monsters schlpfen zu drfen. Es stellt sich die Frage, wie in knftigen Onlinematches vermieden werden soll, dass ein Monster sehnschtig auf vier Kontrahenten wartet?

Frische Ideen

Die Antwort lautet "Fallensteller" - um nur ein Beispiel zu nennen. Denn auch die vier spielbaren Jgerklassen sind auf ihre Art cool und entsprechen nicht dem Einheits-Shooterbrei. Der Fallensteller kann mit Sensoren, die in den Boden gerammt werden, das Monster orten. Einmal aufgesprt, erschafft er (oder sie) eine Kuppel, um das Monster an der Flucht zu verhindern. Mit einer Harpune fixiert er das Ungeheuer, damit seine drei Kollegen entspannt zielen knnen. Noch cooler: Jede Klasse hat zwei Variationen, die sich wiederum leicht in der Spielweise unterscheiden. So hren die beiden "Untersttzer" auf die wunderbaren Namen Hank und Bucket. Letzterer macht seinem Namen dabei alle Ehre - er ist ein Roboter.

Mge die Jagd beginnen

"Evolve" gehrt definitiv zu den Highlights der Gamescom 2014. Mit frischen Ideen und brillianter Atmosphre hngt das Spiel die Erwartungen sehr hoch. Es bleibt zu hoffen, dass die Balance trotz ungleichem 4:1-Verhltnis am Ende stimmt und sich die Gamer auch mit den Jgern identifizieren werden. Ansonsten muss hnlich wie bei "World of Warcraft" eben ein Jgermonster her.

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