Gute Vorbereitung ist das halbe Leben, zumindest auf Messen. Zu gro ist das Angebot, zu kurz die Zeit. campus-web.de beantwortet deshalb einige der wichtigsten Fragen rundum die gamescom 2014, um euch mglichst vorbereitet auf die Messe zu schicken. Was ist neu? Welche Spiele sind beachtenswert, welche solltet ihr meiden? Wo lohnt sich die Wartezeit und wo nicht? Die Antworten auf eure Fragen findet ihr wie jedes Jahr in unserem Messe-FAQ zur gamescom 2014.

Frage: Mgen die Spiele beginnen!

Antwort: Ave, Caesar, morituri te salutant!

F: Spa beiseite, endlich beginnt die gamescom 2014. Was wird mir dieses Jahr geboten?

A: Das Gleiche wie auf der gamescom 2013 nur weniger aufgeblasen.

F: Aufgeblasen?

A: Vor einem Jahr bestimmte der "Krieg der Konsolen" die Messe: Microsofts Xbox One und Sonys PS 4 traten im direkten Vergleich gegeneinander an. Das Ergebnis war ein aufgeblasene PR-Schlacht um die Gunst der Besucher. Ein Jahr danach sind die Fronten geklrt: Die PS 4 ist der strahlende Sieger, die Xbox One betritt die gamescom 2014 als Verlierer. Jetzt geht es nicht mehr um Konsolen, sondern um die Spiele.

F: Das ist doch gut. Weniger Floskeln, mehr Inhalte.

A: Prinzipiell schon. Leider sind die Inhalte nur durchschnittlich. Die diesjhrigen Spieleneuheiten lassen sich mit ganz nett beschreiben. Und wir wissen alle, dass nett der kleine Bruder von scheie ist. Um ehrlich zu sein: Der Messe fehlt es an Highlights. Einem oder mehreren wichtigen Titeln, auf welche die Spielergemeinschaft wartet. . Hochkartige Titel wie "Destiny" und "The Witcher 3" sind zwar auf der Messe vertreten, jedoch mit wenig Exklusivitt: Whrend "Destiny" erst vor Kurzem fr viele Fans als Beta-Test anspielbar war, wird "The Witcher 3" nur als Prsentation gezeigt. Weitere Blockbuster wie der neue "Zelda"-Teil fr Wii U und das neue "Uncharted 4: A Thief's End" fr PS4 fehlen auf der Messe.

F: Irgendetwas Gutes muss es doch geben.

A: Eine Sache fllt uns ein und die ist direkt auch eine groe berraschung: das Line-Up von Nintendo. Mit "Mario Kart 8" haben die Japaner vor einigen Wochen ein herausragendes Spiel verffentlicht. Auf der gamescom 2014 wollen sie diesen Schwung nutzen und zeigen mit "Super Smash Bros." fr WiiU und 3DS sowie "Hyrule Warrior" und "Mario Party 10" weitere potenzielle Toptitel. Natrlich sind Spiele wie "Fifa 15", das eben schon erwhnte "Destiny" und die Teile von "Call of Duty" und "Battlefield" auch einen Blick wert

F: Apropos einen Blick wert: Was lohnt sich denn anzuspielen?

A: Das ist natrlich immer dem persnlichen Geschmack berlassen. Die Redaktion hatte viel Spa mit "Evolve", dem neuen Spiel der "Left 4 Dead"-Macher. Die Idee eines asymmetrischen Ego-Shooters, in dem vier Spieler gegen einen Spieler antreten, ist erfrischend neu. berrascht hat uns "Mittelerde: Mordors Schatten": Die Mischung aus "Assassins Creed", der Fantasywelt von "Herr der Ringe" und einigen innovativen Gameplayanstzen geht auf und begeisterte uns.

F: Muss ich denn wieder fnf Stunden anstehen, um ein Spiel zu spielen ?

A: Jein, das hngt dieses Jahr von vielen Faktoren ab. Da die Messe dieses Jahr ohne Highlights auskommt, verteilen sich die Besucher auf verschiedenste Stnde. Das sorgt berall fr lange, aber keine exorbitanten Warteschlangen wie noch im letzten Jahr. Die Anzahl der Pltze und die Spieldauer entscheiden ebenso: Einerseits gibt es Game-Demos, die auf vier Konsolen laufen und zehn Minuten lang sind (z.B. "Hyrule Warrior"), andererseits finden sich auch Spiele, die an ca. 110 PCs gezockt werden ("World of Warcraft" / "Heroes of the Storm"). Der Durchschnitt liegt aber bei ca. 25 Pltzen und einer Spieldauer von 15 Minuten. Schlussendlich gibt die Besucheranzahl den Ausschlag. Da die Tickets fr alle Tage ausverkauft sind, ist mit einem Ansturm zu rechnen.

F: Gab es bei den Tickets nicht einige Beschwerden?

A: Ja, Besucher beschwerten sich auf Facebook und anderen Medien ber den frhen Ausverkauf der Tageskarten. Sie kritisierten auerdem, dass viele Tickets bei Ebay und anderen Plattformen fr mehr als 70 den Besitzer wechselten. Es ist nicht das erste Mal, dass die Einlasspolitik der Koelnmesse und der gamescom in der Kritik stehen. Seit zwei Jahren sind die extreme Gre der Messe (mehr als 340.000 Besucher im Jahr 2013) und die langen Wartezeiten (bis zu fnf Stunden) immer wieder Thema.

F: Gibt es denn wenigstens genug Merchandise und Goodies, um die Beschwerden zu lindern?

A: Leider nein. Im vergangenen Jahr haben sich die Aussteller spendabel gezeigt und viele Preise wie T-Shirts und Taschen an die Besucher verteilt. 2014 sitzt das Geld nicht mehr so locker: Armbnder und Schlsselanhnger sind an der Tagesordnung, T-Shirts und Taschen gehren zur Ausnahme.

F: Das ist schade ...

A: Auf jeden Fall, aber so bleibt noch Raum fr Verbesserungen.

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