Mit Total War: Rome II schickt SEGA den neusten Teil der Strategie-Reihe Total War auf den Markt. Im Rahmen der gamescom 2013 waren zwei Szenarien aus dem Spiel im Schlachtmodus verfgbar Einmal konnte der Spieler in die Rolle von Varus in der Schlacht vom Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr. schlpfen. In der historischen Schlacht am Nil kmpft Caesar gegen den gypter-Knig Ptolemus. Die Kampagnenkarte war leider nicht einsehbar. Unsere Redakteure Valentin und Peter haben fr euch den neuesten Teil der Total War-Reihe getestet und ihre Erfahrungen in einem Dialog geschildert.

Unsere ersten Eindrcke:

Valentin: Mein erster Eindruck des Schlachtensystems war positiv, was auch nicht verwunderlich ist, da es nicht viel neues gab und es sich ja um ein altbewhrtes Konzept handelt.Als Neuerung sind jetzt auch Seeschlachten in der Antike angekommen. Das fand ich eigentlich auch ziemlich cool, auch wenn manches noch nicht optimal funktioniert. So reagieren die Schiffe zum Teil extrem trge auf Befehle und zeigen ungnstiger Weise dem Gegner oft die Flanke - das bedeutet mehr Angriffsflche fr gegnerische Schiffe.

Peter: Bei mir war das ganz hnlich. Mir hat irgendwie ein richtig neues Element gefehlt. Denn Seeschlachten sind ja bereits aus anderen Teilen der Reihe, z.B. Empire bekannt.

Was hat sich graphisch getan?

Peter: Insbesondere das Wasser ist gut animiert. Auerdem sind die Bewegungsablufe sehr ausgereift, da hat man auch gerne einfach mal nur zugeschaut, wie sich die gegnerischen Soldaten einander behaken.

Valentin: Die Details sind beeindruckend. Bei den Schiffen konnte ich jede einzelne Niete sehen, auch die Bilder auf den Schilden sind gut erkennbar. Das Reinzoomen mitten in die Schlacht macht da richtig Spa. Die Armeen sind auerdem abwechslungsreich gestaltet. Es gibt nicht mehr den Einheitsbrei vom letzten Rome, in dem jeder Soldat gleich aussah, sondern jeder ist ein Individuum.

Gibt es neue Einheiten und taktische Elemente?

Peter: Es gibt viel weniger auf klassische Legionre die mit dem Wurfspeer angreifen und erst danach in den Nahkampf bergehen. Daher muss man umdenken weil einem ein groer Vorteil verloren geht. Allerdings waren die Gegner trotzdem nicht gerade bermchtig.

Valentin: Die beiden getesteten Szenarien waren trotzdem recht anspruchsvoll. Einmal weil der Gegner sich in der Schlacht am Nil auf einem Hgel postiert hatte. Die eigenen Truppen kmpften dadurch bergauf und verloren schneller an Ausdauer. Zum anderen weil bei der Varusschlacht die Balance zwischen Kmpfen und in Bewegung bleiben stimmen musste.

Peter: Wobei die Schlacht am Nil eigentlich noch gut lsbar war, wenn man den Feind ber die Flanke angegriffen hat. Der war nmlich nur auf einen frontal angreifenden Feind ausgerichtet.

Valentin: Ja, gerade da in dieser Schlacht fand ich die Schiffe als neues Element sehr spannend. So konnte ich meine Truppen einfach hinter dem Feind ausladen, um ihn dann aus dem Hinterhalt anzugreifen das gibt dem Spiel neue taktische Ansprche.

Peter: Mit der Seeschlacht an sich hatte ich so meine Probleme. Ich fand die Steuerung da irgendwie unausgereift.

Valentin: Gut war auch, dass sich jetzt schon whrend der Schlacht die Eigenschaften der einzelnen Einheiten, wie Angriff, Rstung usw. am linken unteren Bildrand ablesen lassen, wenn man mit der Maus ber die Icons der Einheiten fhrt. Was die Formationen und taktischen Befehle angeht war noch nicht viel neues zu sehen.

Was gab es sonst noch fr Neuerungen in den Schlachten?

Peter: Neu ist im Schlachtmodus auch, dass mit den Pfeiltasten Befehle erteilt werden. Ich finde das schade, weil die Kamerasteuerung im ersten Rome mit den Pfeiltasten fr links und rechts sowie dem Cursor fr 3D-Schwenks und rauf bzw. runter immer sehr gut funktioniert hat.

Valentin: Eine Neuerung, die mir gut gefallen hat, ist der kurze Einspieler, der den historischen Schlachten vorausgeht, das hat Atmosphre geschaffen.

Peter: Ich fand es gut, dass sie das eingefhrt haben, allerdings war das sehr trocken gemacht. Kam eigentlich nur mit der Vorleser so langsam vor?

Valentin: Er war in der Tat ein wenig zu langsam, auch wenn das vermutlich auch nur die heroische Stimmung unterstreichen soll. Trotzdem ist die historische Korrektheit, um die sich hier bemht wird, ein klares Plus.

Peter: Ja genau. Der Anspruch, den die Macher hier erheben, ist wirklich bemerkenswert.

Valentin: (mit Augenzwinkern) Ja, dadurch hat das ganze schon einen gewissen Bildungsanspruch. Was mich noch interessiert htte, ist der Kampagnenmodus, bzw. was sich da Neues getan hat.

Peter: Wirklich schade, dass man das noch nicht testen konnte.

Valentin: Insgesamt macht das Ganze aber schon Lust auf mehr.

Peter: Dem kann ich mich nur anschlieen.

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