campus-web Bewertung: 4 / 5
   
Die mden Augen starren auf das Schiffsdeck. Stundenlang. Der Laser feuert, ein Schuss aus der Ionenkanone steubt hinterher. Es luft gut. Das gegnerische Schiff ist zerschmettert. Ein Sprung zum nchsten Knoten, zum nchsten System.

Das Schiff aufrsten. Bessere Schilde, besserer Waffen, bessere Dronen. Ich fhle mich unbesiegbar. Der Beam zerschneidet jeden Gegner in Sekunden. Noch eine Galaxy, dann ist man beim fiesen gegnerischen Mutterschiff.

Mchten sie eingreifen und dem Piraten entgegentreten? Ja klar mchte ich das, sagt der scheinbar unbesiegbare Kapitn vor dem Rechner und starrt fnfzig Sekunden spter auf das eigene Schiff, das in sieben Pixelteile zerbricht.

Simple Story, simple Grafik

Eine Nachricht zur Flotte bringen und dann das fiese Mutterschiff zerstren. Das ist die simple Aufgabe, die man bei Faster than light (FTL) lsen muss. Dazu muss man acht Sektoren durchqueren.

Die Grafik ist schlicht und funktional. Man starrt von oben auf das eigene Schiff und das der Gegner, gibt seiner Besatzung per Klick einfache Befehle. Effekte sind Mangelware, das Game verstrmt Amiga-Charme. Was anfangs anmutet wie ein besseres Browserspiel hat es in sich: FTL ist bockschwer. Nicht nur, weil man viel taktisches Verstndnis braucht. Vielmehr liegt es am hohen Frustpotenzial, das zugleich auch den Nur noch ein Sprung-Reiz ausmacht. Hinter dem nchsten Sprung wartet eine Belohnung oder der Tod durch ein kaum bezwingbaren Gegner. Alles ist zufallsgeneriert, die Quests, die einzelnen Missionen.

Ein Hilferuf von einem Planeten, ein Notsignal: Per Textauswahl kann man helfen oder es lassen. Das Ergebnis wird ausgewrfelt, so verliert man eventuell ein Besatzungsmitglied, oder gewinnt einen Haufen Schrott, mit dem man sein Schiff aufbessern kann: Mehr Schilde, mehr Energieslots fr die Waffen oder Dronen man hat die Auswahl.

Fesselt, wenn man es mag

Bei FTL ist kein Durchspiel wie das vorherige. Mal luft es blendend, mal verreckt man innerhalb der ersten Galaxy. Das macht den Reiz aus, genauso, wie es auch frustriert.

Hat man endlich den Endgegner besiegt, warten andere Schiffstypen auf den Kapitn mit ganz eigenen Schwerpunkten. Zwischenspeichern ist nicht: Nur beim Beenden kann man den Fortschritt sichern. Ein Spiel fr zwischendurch und den ganzen Abend. Man muss es aber mgen.

Die hohe Punktzahl erklrt sich durch den niedrigen Preis in Kombination mit der Spielidee. Wer den Retro-Stil mag, ist hier richtig.

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