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Er hat Medienwissenschaft an der Uni Bonn studiert und arbeitet nun bei der Deutschen Welle. In seiner Freizeit setzt er sich mit seinen Mitstreitern Sven Genschick, Boris Schinke und Steffen Claus für den Klimaschutz ein. campus-web schickte Cosmin ein paar Fragen und hier seine Antworten: campus-web: Wer steckt hinter dem Carrotmob Bonn? Cosmin Cabulea: Der Carrotmob Bonn wird ehrenamtlich von einer Gruppe junger Leute organisiert, die im Rahmen des int. Klimaaktionstages und sechs Wochen vor der richtungweisenden Klimakonferenz in Kopenhagen ein Zeichen setzen wollen. Ich bin Anfang Juni bei Recherchen zum Thema Social Media über den Carrotmob gestolpert. Bei mir im Freundeskreis gibt es ein grundsätzliches Interesse an Themen mit Bezug zum Klimawandel(-schutz, etc). Boris und Sven haben Geographie (mit Schwerpunkt Klima) studiert und halten uns quasi immer auf dem Laufenden was das angeht. Die Idee hat uns deshalb so fasziniert, weil das Projekt relativ einfach zu realisieren ist. Wir haben bis jetzt unsere Freizeit und unsere interdisziplinären Kompetenzen, die wir aus unserem Studium mitbringen, in das Projekt gesteckt. campus-web: Welche Läden habt Ihr angesprochen? Wie waren die Reaktionen? Cosmin Cabulea: Der Carrotmob Mitte Oktober ist die erste Aktion dieser Art in Bonn überhaupt und soll das Prinzip, den Sinn und die Funktionsweise eines Carrotmob an einem lokal begrenzten und einfachen Beispiel erproben und verdeutlichen. Wir haben uns für kleine Läden entschieden weil: - du nichts kaufen sollst, was du nicht sowieso brauchst! (Lebensmittel braucht jeder) - Kleine-Läden-Besitzer meist keine/wenig finanzielle Mittel haben, um energiesparende Maßnahmen umzusetzen. - ihnen oft nicht nur das Geld sondern auch die Expertise fehlt. Grosse Unternehmen und Einzelhandelsketten verfügen in der Regel über das nötige Fachwissen und Kapital, Energiespar-Maßnahmen umzusetzen. Leicht können sie Beratungskosten oder Umbaumaßnahmen auf viele Filialen verteilen. Der kleine Einzelhandel hingegen hat es wesentlich schwerer. Meist verfügt er nicht über das Know-How oder das Kapital für kompetente Beratung. Hier wollen wir ansetzen. Wir verhelfen dem Geschäft zu mehr Umsatz und bieten die nötige Beratung, um das erwirtschaftete Kapital zu Gunsten der Umwelt einzusetzen. Die Reaktionen waren sehr gemischt. Teils fanden die Ladenbesitzer die Aktion gut, wollten aber nicht selber daran teilnehmen. Andere wollten zwar teilnehmen aber keinen Anteil vom Umsatz in die energieeffiziente Umgestaltung des Ladens investieren. Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten, damit wir sie vom Konzept überzeugen. Am Ende hat dann der Bioladen Biokultur das Rennen gemacht, weil er mit 20% den höchsten Beitrag für den CO2-neutralen Umbau des Ladens investiert. campus-web: Für die Zukunft sind noch weitere Carrotmobs in Bonn geplant. Werdet Ihr auch versuchen, Mitstreiter jenseits des Bio-Sektors zu finden? Cosmin Cabulea: Unsere Suche hat sich nie nur auf den Biosektor beschränkt. Unter den 8 Läden, die am Ende in Frage kamen, waren lediglich zwei davon Bioläden. Wir werden versuchen das Projekt auch auf andere Bereiche zu übertragen. Wir beobachten dieses Wochenende, wie unsere Freunde in Berlin, die ebenfalls einen Carrotmob veranstalten, diesmal einen Imbiss CO2 neutraler machen wollen. Ob dies gelingt, wird sich herausstellen. Auch die Gründer der Carrotmob Idee aus San Francisco tüfteln bereits an neuen Ideen, das Prinzip auf andere Bereiche zu übertragen. Wir sind im ständigen Austausch und hoffen, dass wir durch die Weiterentwicklung der Idee mehr zum Klimaschutz beitragen können. campus-web: Wie können sich Studenten aktiv beim Carrotmob einbringen? Cosmin Cabulea: Zunächst vorweg – jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten – egal ob und was er studiert. Das sieht man an unserer Konstellation sehr gut. Man muss es nur wollen und anpacken. Wenn Du denkst, den Carrotmob in Bonn auf bestimmten Gebieten unterstützen zu können – z.B. mit Deiner Motivation oder Expertise – schreib uns einfach. Jetzt wenige Tage vor dem Carrotmob ist die größte Hilfe, die man bekommen kann, eine persönliche Empfehlung durch andere zum Carrotmob hinzugehen und dort ein Zeichen der Stärke durch die Gemeinschaft am int. Klimaaktionstag zu setzen. Eine persönliche Einladung der Freunde, Familie, Nachbarn, Gruppen in sozialen Netzwerken, im Institut oder auf der Arbeit motiviert und mobilisiert in dieser Phase die meisten Menschen. Motiviert und mobilisiert euch und andere am 24.10.2009 um 13.00 am Carrotmob teilzunehmen. Es ist unser Planet und unsere Generation, die mit dem bevorstehenden Klimawandel zurechtkommen muss. Wir haben es selbst in der Hand. WICHTIG: Verantwortungsbewusste Carrotmobber kommen am 24.10.2009 selbstverständlich mit ÖPNV, Rad oder per pedes zum Bonner Carrotmob! Carrotmob Bonn - Für eine coole Atmosphäre 24.10.2009 Bonner Talweg 180 13.00 Uhr BE THERE!
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