Hinter Köln-Klettenberg verläuft ein grüner Streifen von Wäldchen und Feldern, den man im sonst recht betongeprägten Stadtbild kaum vermuten würde. Und genau an dieser Naturidylle ist auch das leicht versteckte Dörfchen angesiedelt. Spaziert man dort zufällig vorbei, kann man es nicht direkt richtig einordnen. Zwei unschmucke Hochhäuser werden von einer Reihe kleineren Bauten und zahlreichen „Schwedenhäusern“ umgeben. Erstere sind hellbraun und hässlich, letztere in verschiedenen warmen Tönen gestrichen und erinnern an ein Ferienressort. Zwischendurch ist viel Grün.
Große Geheimnisse birgt der Ort jedoch nicht. Es handelt sich um eine Siedlung des Studentenwerks Köln, welche nur Studierenden aus Köln zur Verfügung stellt. Die Miete ist für die hiesigen Verhältnisse sehr billig, der Hacken ist jedoch, dass man im Normalfall nicht länger als drei Jahre wohnen bleiben kann. Diese Regelung soll dafür sorgen, dass so viele wie möglich die Gelegenheit haben eine günstige Bleibe zu ergattern. Dies sorgt zwangsläufig dafür, dass im Dorf ein ständiges kommen und Gehen herrscht. Die unterschiedlich großen WGs werden ständig neu bezogen, man sieht immer wieder neue Gesichter. Vor allem für Auslandsstudierende ist der Ort perfekt.
Wer bei einem solchen Haufen Studenten auf einem Fleck an wilde Exzesse und endlose Partys denkt, der irrt sich zumindest teilweise. Es wohnt sich dort überraschend friedlich und beschaulich. Im Sommer sonnen sich die Leute auf den Wiesen vor ihrer Haustür, oder grillen was das Zeug hält. Jogger rennen durch die Gegend und viele führen die Hunde aus dem nahegelegenem Tierheim spazieren. Im Winter sind die Straßen meistens menschenleer, viel Bewegung gibt es nicht.
Doch natürlich gibt es auch die andere Seite. Von den Privatpartys in den eigenen vier Wänden mal abgesehen bietet das Dorf eine eigene Kneipe, das „Efferino“, welches immer wieder durch lustige Karaokeabende, oder Mottopartys und günstiges Bier zu überzeugen weiß. Von den Cocktails sollte man jedoch lieber die Finger lassen, trotz der niedrigen Preise.
Wo es jedoch richtig hoch hergeht, sind die regelmäßig stattfindenden „Kapellenpartys“, die nicht nur die Dorfbewohner anlocken. In einem großen Tanzsaal wird gerockt was das Zeug hält – die Stimmung übertrifft oft die angesagtesten Clubs. Außerdem hat man dort die einmalige Gelegenheit Studenten aus aller Welt kennen zu lernen und mit ihnen zu feiern. Lasst es euch nicht entgehen.
Wenn ihr euch also auf Wohnungssuche befindet, dann solltet ihr das Studentendorf Efferen unbedingt in Erwägung ziehen. Und der partylustige Rest ist stets zum gemeinsamen feiern eingeladen.
***Dorf-Homepage***