Ranga Yogeshwar, unter anderem bekannt durch die Sendungen „Quarks und Co“ oder „Wissen vor 8“, kam an diesem Dienstag an die Universität zu Köln, um einen Vortrag über das am weitesten entfernte Licht im Universum zu halten.
Der studierte Diplom-Physiker referierte zu diesem Thema im Rahmen der Ringvorlesung „Licht. Spuren im Leben“ und äußerte schon im Vorhinein, er freue sich auf den Kontakt zu jungen Menschen und komme daher gerne an die Uni.
Schwerpunkt seines Vortrages sollte an diesem Abend die Astronomie sein - seine absolute Leidenschaft und im Gegensatz zu vielen anderen Dingen nicht zeitbehaftet.
Yogeshwar gab dabei zahlreiche Beispiele missratener Versuche, im Gebiet der Astronomie Fuß zu fassen. „Tim und Struppi und der geheimnisvollen Stern“ weckten seinerseits das Interesse an der Astronomie. „Seither hat mich die Astronomie begeistert. Sie ist einfach überall auffindbar.“

Aller Anfang ist schwer

Alles begann mit dem Schminkspiegel seiner Mutter in Kombination mit einem Kanalisationsrohr. Es war sein ganzer Stolz, diese, wie er sie im Nachhinein bezeichnete, jämmerliche Erfindung. Und doch brachte sie ihn seinem Weg zur Astronomie näher.
Mit der Zeit erweiterte sich seine Ausrüstung und aus anfänglichen „Mückenschissen“ wandelten sich die Aufnahmen von fernen Sternen und Galaxien immer mehr zu eindrucksvollen Bildern. Einmal schaffte er es sogar, dass eines seiner Bilder in die Tagesthemen huschte.

Bilder von der Zugspitze

Es folgte ein Video von Bernd Pröschold; er kletterte auf die Zugspitze, um dort Aufnahmen von Licht und Sternen und deren Rotation zu machen. „Eindrucksvolle Bilder“, so Yogeshwar, „wenn man bedenke, dass der Mann quasi nur in einem Schlafsack oben auf dem Berg saß und Minute für Minute Bilder schoss.“
In einem kurzen Ausschnitt seiner eigenen Sendung „Wissen vor 8“ erläuterte er des Weiteren das Phänomen der Milchstraße.

Keine Liveschaltung nach Frankreich

Live-Bilder einer entfernten Galaxie gab es nicht. Die im Vorhinein angekündigte Liveschaltung zu einer Sternenwarte in Frankreich fand zwar statt, jedoch ermöglichte das Wetter einzig ein graues Bild. „Es ist ein Problem, welches häufig auftritt, wenn man versucht, bestimmte Phänomene für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen: Entweder ist das Wetter schlecht, möglicherweise stürzen in diesem Moment die Server ab oder es passiert schlichtweg keine Katastrophe zu dem vorhergesehen Zeitpunkt.“ „Alles Dinge, die ich selbst oft genug erlebt habe und dann mit Improvisation arbeiten musste, wenn der versprochene große Knall nicht stattfand.“, sagte der Referent mit einem Schmunzeln.
Abgerundet wurde der Vortrag des prominenten Wissenschaftlers mit einer kurzen Fragerunde. `Ob es etwas gebe, was wir Menschen nicht sehen können´ oder ` Wo junge interessierte Astronomen Informationen zu verschiedenen Themen finden können´, waren zwei der zahlreichen Fragen, die Ranga Yogeshwar am Ende der Veranstaltung beantworten durfte.

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