Rote Punkte, wohin das Auge reicht. Ab und ein wenig Gelb – Grün ist eher exotisch. So sieht das diesjährige Ergebnis des umstrittenen CHE-Rankings für die Kölner Universität aus. Geprüft wurden diesmal Geistes- und Ingenieurwissenschaften sowie Psychologie und Erziehungswissenschaft.
Die Bewertung ist durch eine Umfrage der Kölner Studenten zustande gekommen, deren Auswertung in direkten Vergleich mit allen anderen teilnehmenden Hochschulen deutschlandweit gestellt wurde. Dabei konnten die Befragten in ihren Fächern einzelne Kriterien wie Betreuung durch Lehrende, Studienorganisation, Praxisbezug, Bibliotheksausstattung oder den Zustand der Räume bewerten. Die Ergebnisse wurden in drei Bereiche geteilt: Spitzengruppe (grüner Punkt), Mittelfeld (gelber Punkt) und Schlussgruppe (roter Punkt). Diese Einteilung bildet auch den größten Kritikpunkt an dem Ranking System: selbst in Disziplinen, in denen eine Uni relativ gut abschneidet, kann es zu roten Punkten kommen, da andere Universitäten ein besseres Ergebnis erzielt haben. So wird der Kölner Hochschulsport trotz 2,0 in die Schlussgruppe eingegliedert.
„Die Bewertung ist teilweise willkürlich“, teilte Axel Freimuth (Rektor der Kölner Universität) dem Kölner Stadt Anzeiger mit und sagte ferner: „Ein roter Punkt wird im Vergleich zu den Ergebnissen der anderen Universitäten vergeben. Es kann also passieren, dass Sie in einem Fach mit der Bewertung 2,5 einen roten Punkt bekommen und in einem anderen Fach mit der Bewertung 3,2 einen grünen Punkt.“
Dies ist nicht die erste kritische Stimme gegen das CHE – Ranking. Die Bonner Universität stieg im vergangenem Jahr aus –
Campus Web berichtete.. Nun überlegt auch die Universitätsleitung der Domstadt sich von der Liste der Befragten streichen zu lassen, sollte sich an der Systematik des Rankings nichts ändern.
Dass große Teile der Kritik ihre Berechtigung haben, sollte jedoch außer Frage stehen. Die Einführung des katastrophal unausgereiften elektronischen Verwaltungssystems KLIPS bereitet Studierenden und Lehrenden gleichermaßen große Kopfschmerzen. Ob überlastete Server, systembedingte Fehler in der Datenverwaltung oder sehr Umständliche Wege zur Leistungsverzeichnung – die Liste der gewünschten Verbesserungspunkte ist ellenlang. Auch die Räumlichkeiten auf dem Campus und die Ausstattung der Bibliothek drücken sich negativ auf die Stimmung der Studenten aus.
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