Mareike Beck und ihre Gastschwester.
"weltwärts" heißt der neue Freiwilligendienst im Ausland, den das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) anbietet. Wer nicht nur fremde Kulturen kennenlernen will, sondern auch bereit ist, in Entwicklungsländern tatkräftig bei verschiedenen Projekten zu helfen, erhält vom Staat eine monatliche Förderung von 580 Euro. Zusammen mit der Austauschorganisation AFS können Interessenten so nach Mittel- und Südamerika, Afrika und Fernost reisen. Das BMZ hat nun neue Projekte in Bolivien, China und Indien anerkannt und bietet kurzfristig Entschlossenen noch bis zum 3. Februar die Chance auf eine Bewerbung.

Die Einsatzfelder in diesem Bereich sind vielfältig: von der Musikerziehung für Kinder in Brasilien über "Öko-Tourismus" in Indien bis hin zur Unterstützung einer Menschenrechtsorganisation in Kolumbien reicht das Spektrum der Hilfsmaßnahmen. Die konkreten Projekte beschreibt AFS in einer Datenbank. Dabei unterstützt die Organisation die Freiwilligen auch didaktisch. Eine mehrtägige Vorbereitung soll ihnen eine erste Anleitung zu ihren jeweiligen Aufgaben geben. Hinzu kommt ein Zwischenseminar im Gastland und ein Nachbereitungsseminar nach der erfolgreichen Rückkehr.

Für Wehrdienstverweigerer ist der Austausch über das "weltwärts"-Programm zudem ein guter Ersatz für den Zivildienst. Dies gilt allerdings nur, wenn der Freiwilligendienst mindestens elf Monate dauert und er bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres beendet wird. Doch auch für andere hilfsbereite Menschen ist das Programm eine gute Möglichkeit, sozial tätig zu sein und gleichzeitig die Welt kennen zu lernen. Mehr Informationen zu den Voraussetzungen und dem Programm an sich gibt es auf den Seiten des AFS.

Der nächste reguläre Bewerbungsschluss für die Programme von AFS ist der 31. März.

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