Südafrika. Fußball-WM. Apartheid. Schwarz und Weiß. Das sind nur einige Schlagworte, die sofort durch die Köpfe schießen, wenn der Name „Südafrika“ fällt. An was wohl – zu Unrecht – zuletzt gedacht wird sind Bereiche wie Bildung und Forschung.

Tatsächlich ist Südafrika in diesen Bereichen aber längst fit und konkurrenzfähig, wie der DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) mitteilt. Mit einem Länderprofil von GATE-Germany, einer vom DAAD gegründeten Hochschulkonsortiums will man die Kooperation zwischen deutschen und südafrikanischen Hochschulen fördern.

Im 32-seitigen Länderprofil machen die Autoren deutlich, was Südafrika leisten kann. Sie liefern Zahlen, Daten und Fakten. So gibt es hier 23 staatliche Hochschulen und insgesamt 761.087 Studenten und Studentinnen. Aber auch Schwächen und Risiken zeigt das Länderprofil in einer SWOT-Analyse (Strength, Weakness Opportunity und Threats) auf. Eines der größte Problem des Landes ist die immer noch steigende Aids-Rate.

Bereits während der Apartheid hat der DAAD Hochschulen in Südafrika mit Stipendien für Studenten mit schwarzer Hautfarbe unterstützt. Das Länderprofil zeigt eine ganz andere Seite von Südafrika, als wir sie hier in den letzten Monaten anlässlich der WM zu sehen bekamen. Viel detailierter, ernster und gründlicher. Es zeigt, dass Südafrika keineswegs ein ungebildetes, gefährliches Land ist, das durch die zufällig dort stattfindende Fußball-WM in Feierlaune gerät, sondern das auch hier ernsthaft gelernt, gelehrt und geforscht wird.

Die Länderprofile gibt es auch für

Brasilien, Russland, Baltische Staaten, Golfstaaten, Indien und China.

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