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Die Neugier auf unsere Existenz und die Umwelt in der wir leben, ist es, die mit der Ausstellung "Wunderkammer Wissenschaft", geweckt und auch ein Stück weit gestillt werden soll. Zu bestaunen gibt es 3D-Animationen, Fotos und Grafiken, die während der Arbeit verschiedener Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft entstanden sind. Die nach dem bekannten Naturwissenschaftler Hermann von Helmholtz benannte Forschungsgruppe arbeitet unter anderem in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Umwelt und Struktur der Materie. Ihre bundesweit 16 Forschungszentren werden in der "Wunderkammer Wissenschaft" durch jeweils einen Bildschirm repräsentiert, der verschiedenste Einblicke in die Tätigkeit der Wissenschaftler vermittelt. Die Perspektive wechselt dynamisch. Von einem Blick durch ein Mikroskop und der Betrachtung faszinierender Mikrostrukturen geht man über zu beeindruckenden Luftaufnahmen arktischer Landschaften. Und auch die technischen Gerätschaften und Verfahrensweisen, die dem normal-sterblichen Student der Geisteswissenschaften in der Regel auf ewig ein Abstraktum der eigenen Fantasie bleiben, werden abgebildet. Durch ihre Darstellung entrücken sie so in gleichem Maße einem Mysterium, wie sie neue eröffnen: Wie funktionieren diese technischen Finessen? Was ist der Zweck dieser komplexen Gebilde? Minimalistische Musikuntermalungen leiten den Besucher durch die spartanische Wanderausstellung, die den Fokus auf das zu Zeigende, statt auf großen museumsatmosphärischen Klimbim legt. Farben und Strukturen dominieren die Wahrnehmung während des Rundgangs durch das Foyer des Wissenschaftszentrums. Ein besonderes Highlight innerhalb dieser Kategorien ist die Aufbereitung von Sternenexplosionen des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung. Wie ein Feuerwerk entfalten sich tausende Lichtpunkte fantastischer Farben von ihrem Zentrum aus über das gesamte Ausmaß des Bildschirms. Jeder Bildschirm wird von einer knappen Erläuterung begleitet, die es einem ermöglicht die oftmals ohne Zusatzinformationen nicht zuzuordnenden Bilder verstehen zu können. So kann man die Abbildungen von Krebszellen, Teilchenbeschleunigern oder Mondoberflächenausschnitten genießen und unvoreingenommen auf sich wirken lassen, ohne vollends einer ermüdenden Verwirrung preisgegeben zu sein. Etwa eine Stunde sollte man sich für den Rundgang Zeit nehmen. Im Anschluss hat man die Möglichkeit, die erweckte Neugier unter Zuhilfenahme zweier Touchscreen-Infopoints zu stillen: Zu jedem Bild gibt es ausführliche Erläuterungen, die die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Thematiken verständlich und greifbar machen. Die "Wunderkammer Wissenschaft" entführt in eine Welt voll Farben und Formen, Technik und Struktur, aber insbesondere, und dies berechtigt sie zu ihrem Namen, in eine Welt voll Wunder und Faszination. Wer sich die kostenlose Ausstellung nicht entgehen lassen möchte, hat noch bis zum 01. April Gelegenheit dazu. "Wunderkammer Wissenschaft" Wanderausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren Datum: bis 01.April 2010 Ort: Wissenschaftszentrum Bonn Kosten: Eintritt frei! Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Homepage.
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