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Die SP-Wahl 2010 ist vorüber, die linken Hochschulgruppen haben einen eindeutigen Sieg davon getragen. Besonders fulminant stellt sich der Erfolg von der „Grünen Hochschulgruppe-campus:grün“ dar. Erstmals nach Jahren der Streitigkeiten und Trennung wieder als eine geschlossene HSG angetreten, können als Ergebnis gleich 10 Sitze im SP verbucht werden. Wie geht es jetzt weiter? campus-web fragte bei der Spitzenkandidatin Alice Barth einmal genauer nach. campus-web: 10 Sitze im SP – Gratuliere! Da kann man doch zufrieden sein, oder? Alice Barth: Natürlich sind wir sehr zufrieden, auf jeden Fall. Eine zweistellige Zahl hätte niemand erwartet. Die Sieger dieser Wahl sind eindeutig die linken HSG’s. Was meinst Du, worin sich diese Popularität für die Studenten begründet? Einerseits werden viele Studenten aufgrund der Bildungsproteste links gewählt haben. Andererseits war es vielleicht auch ein Schock, plötzlich tatsächlich einen Rechts-AStA zu haben und die Leute haben schnell gesehen, dass dort die Interessen der Studierenden nicht angemessen vertreten wurden. Und woran mag es liegen, dass der RCDS trotzdem wieder die Wahl gewinnen konnte und mit 14 Sitzen ins SP einziehen wird? Ich denke, der RCDS hat eine starke Klientel, die ihn traditionell wählen. Und man kann ja nicht ausschließen, dass vielleicht manche auch tatsächlich mit der Arbeit des RCDS zufrieden waren oder seine Haltung, besonders im Bildungsstreik, nachvollziehbar fanden. Nun stehen die Koalitionsverhandlungen an, habt ihr schon Kontakt zu anderen Gruppen aufgenommen? Wir haben bereits Einzelgespräche mit verschiedenen Gruppen geführt, namentlich mit den Jusos, mit der OL:B!, der LUST und den Linken. Mittlerweile haben auch Gruppengespräche stattgefunden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir uns schnell einigen können. Herrscht denn bei den meisten Punkten Übereinstimmung oder gibt es auch arge Konfliktpunkte? Bisher haben wir eher über die Punkte gesprochen, in denen wir uns grundlegend einig sind. Vor allem zwischen den großen Gruppen, also den Jusos und uns, herrscht weitestgehend Übereinstimmung in allen zentralen Punkten. Ich denke daher, dass die Koalitionsverhandlungen ohne größere Schwierigkeiten ablaufen werden und wir mit den beteiligten Gruppen auf lange Sicht den AStA stellen können. Gibt es nach den ersten Gesprächen auch schon erste Ergebnisse zu vermelden? Wir wissen, wie wir uns den AStA vorstellen. Wir wollen das Ökologie-Referat und das Referat für Politische Bildung wieder einführen, sowie die autonomen Referate. So können wir generell mehr Stellen im AStA schaffen und hoffen auch, dass dadurch das Interesse an aktivem Engagement gefördert wird. Wir haben bereits viele Engagierte, die mitmachen wollen, aber darüberhinaus ist auch jeder andere, der sich einbringen möchte, jederzeit herzlich willkommen. Unser oberstes Ziel ist es, den angegriffenen AStA wieder zu beleben, im letzten Jahr hat er wie ausgestorben gewirkt. Gibt es auch schon konkretere Ergebnisse? Wurden schon Personalfragen geklärt? Nein, Personalfragen wurden noch nicht endgültig geklärt. Am Montag wird das nächste Treffen stattfinden, dann werden wir möglicherweise mehr in die tieferen Fragen einsteigen. Werden wir zum Sommersemester einen neuen AStA haben? Ich denke schon. Wir rechnen damit, dass die Koalitionsverhandlungen Anfang März zum Abschluss kommen werden und Ergebnisse präsentiert werden können. Gewählt werden muss der AStA ja sowieso vom SP, das wird hoffentlich in einer Sitzung gleich zu Semesteranfang stattfinden. Was sind für Euch die zentralen Themen, die ihr nun im nächsten Jahr angehen werdet? Wir werden auf jeden Fall weiterhin die Forderungen des Bildungsstreiks unterstützen und Reformen beim Bologna-Prozess vorantreiben. Auch sonst möchten wir als AStA etwas für die politische Bildung der Studierenden tun und uns nicht - wie der RCDS - auf reine Serviceleisteungen beschränken. Uns Grünen ist es daneben noch besonders wichtig, die Uni ökologischer zu gestalten, was zum Beispiel bedeutet, dass die regenerativen Energien ausgebaut werden sollten. Außerdem wollen wir einige unsere Wahlversprechen in die Tat umsetzen, wie den Studi-Transporter, den Fahrradmarkt oder die Bücherbörse. Und wann genau dürfen die Studenten mit diesen Angeboten rechnen? Sobald der neue AStA gebildet ist und wir einen genauen Überblick über Finanzen und Möglichkeiten haben, wird die Umsetzung beginnen.
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