Prüfungsstress am Semesterende - welcher Student kennt das nicht: Klausuren stehen an und der Druck wächst von Tag zu Tag. Und „ganz nebenbei“ muss man noch sein ganz normales Pensum bewältigen. Zwischen Studentenjob und Vorlesung bleibt wenig Zeit, um sich effektiv auf die Prüfungen vorzubereiten. Gut, dass zwei Kölner Studenten einen „digitalen Lernmarktplatz“ ins Netz gestellt haben, um dem Prüfungsstress wirkungsvoll Einhalt zu gebieten.

Das Portal Undidog.de bietet Studenten die Möglichkeit, Klausurstoff und Lernmaterial fair online zu tauschen. So stehen auf der neuen Plattform nicht nur Mitschriften und Zusammenfassungen, sondern auch Lernkarten, Hausarbeiten und Lösungen zum Download bereit. Und der Zuspruch für dass Studentenprojekt wächst. Mittlerweile haben sich nahezu 10.000 Studenten auf Unidog.de angemeldet. Für die Initiatoren des Projekts ist die positive Resonanz auf ihre digitale Lernplattform eigentlich kein Wunder: „Aktive, erfolgreiche Studenten erhalten zusätzlich zu den kostenlosen Tauschmöglichkeiten ein Honorar für ihre Ausarbeitungen“, erzählt Tim Stollberg, ein junger Wirtschaftsinformatiker, der die Seite entwickelt hat.

Dass Unidog.de an vielen Hochschulen schon sehr gut funktioniert, liegt aber in erster Linie an der dem Projekt zugrunde liegenden Idee, die so einfach wie überzeugend ist: Gute Studenten publizieren ihre selbst erstellte Klausurhilfen, andere greifen dann darauf zu und profitieren auf diese Weise ebenfalls vom bereit gestellten Lernmaterial. „Für die Käufer der entsprechenden Unterlagen bietet Unidog.de sogar eine Geld-zurück-Garantie“, erläutert Hans-Günter Herrmann, der zweite Initiator des „digitalen Lernmarktplatzes.“ Das Stöbern in Dokument-Ausschnitten sowie viele weitere Funktionen von Unidog.de sind zudem kostenlos: Zu jeder Klausur können Dokument- Gesuche veröffentlicht, Fragen an die Community gestellt und Links zu passenden Skripten von Professoren oder anderen externen Quellen ergänzt werden.

Nicht nur die beiden Studenten sehen in Unidog.de ein enormes Potenzial. Das junge Gründerteam wird daher in der nächsten Projektphase vom Gründerbüro der Universität zu Köln, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfond der EU im Rahmen eines EXIST-Gründerstipendiums unterstützt. Unidog wird dann Bestandteil der neuen Uniwise Media UG. Herrmann wagt einen Blick in die Zukunft: „Unser neues Projekt soll einen Wissenstransfer von Unis an alle Wissbegierigen ermöglichen. Wir arbeiten derzeit an einer innovativen Technologie, um universitäres Wissen auch für Nicht-Studenten einfacher zugänglich zu machen!“

Hier geht's zu UNIDOG.

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