Der Vergleich zur ffnung einer archologischen Fundsttte liegt nahe: Die Bonner Altamerika-Sammlung (BASA) prsentierte sich am Dies Academicus erstmals am neuen Standort in der Oxfordstrae. Die Sammlung war bereits 1949 durch Hermann Trimborn, den Grnder des damaligen Instituts fr Vlkerkunde, ins Leben gerufen worden. Ab 1961 fanden Ausstellungen im Hauptgebude der Universitt statt. Dies endete jedoch 1989, und die Sammlung wurde nur noch stark eingeschrnkt extern und zu Unterrichtszwecken prsentiert. Nach 20 Jahren hat die Sammlung jetzt wieder einen eigenen Ausstellungsraum.

Auf 300 Quadratmetern werden ausgewhlte Exponate gezeigt, die einen guten berblick ber die Forschungsgebiete der Bonner Altamerikanistik bieten. Mittelamerika wird durch aztekische Opferschalen und olmekische Graburnen vertreten, vor allem aber durch verschiedene Maya-Funde. Aus der sdamerikanischen Andenregion finden sich unter anderem typische Gefe der Inka, Nazca und Moche. Interessant ist hier auch die bewute Prsentation eines geflschten Moche-Kruges samt Rntgenaufnahme als Beweis. Vllig echt sind dagegen rituelle Kleidungsstcke der brasilianischen Aparai-Wayana. Abgerundet wird der Einblick in die Sammlung durch Fundstcke verschiedener nordamerikanischer Indianerstmme.

Auch nach dem Dies Academicus ist die Ausstellung zu besichtigen. Die aktuellen ffnungszeiten knnen auf der offiziellen Homepage eingesehen werden. Der Eintritt ist in den ersten drei Monaten nach Erffnung frei. Viel Zeit muss man aufgrund der berschaubaren Anzahl von Exponaten tatschlich nicht mitbringen; daneben wird auch die zentrale Lage hoffentlich dazu animieren, der Bonner Altamerika-Sammlung die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken.

***Offizielle Homepage***

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