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In den Kölner Messehallen fand am 25. und 26.11. der Absolventenkongreß statt. Auf „Deutschlands größter Jobmesse“ präsentierten sich rund 250 Firmen aus 17 Branchen. Besonders für diejenigen, die jetzt oder bald ihren Abschluß im Bereich der Wirtschafts-, Ingenieur-, Rechts- oder Naturwissenschaften in der Tasche haben, war es eine gute Gelegenheit, potentielle Arbeitgeber kennenzulernen. Große Namen wie ALDI, REWE, Bayer, Deutsche Bank oder METRO zeigen sich mit großen Messeständen, regionale – wenn auch bedeutende – Firmen wie Comma Soft sind hingegen deutlich bescheidener vertreten. Aber auch Universitätsinstitute und weniger große, aber dafür wichtige Spartenvertreter wie beispielsweise die Deutsche Flugsicherung (DFS) stehen, wenn auch auf relativ engem Raum, den Interessierten hier Rede und Antwort. Und die sind zumeist zur Orientierung angereist; kaum jemand aus dem Besucherkreis hegt ernsthaft die Hoffnung, mit einem Arbeitsvertrag nach Hause gehen zu können. Viele Besucher wollen sich lediglich einen genaueren Branchenüberblick verschaffen und Ansprechpartner finden, die ja bei einer „scharfen“ Stellensuche tatsächlich helfen können. Dementsprechend zufrieden zeigt man sich dann auch, wenn die Ergebnisse nur recht überschaubar geblieben sind: Informationen, Kontaktadressen, ein bißchen mehr Durchblick und das Gefühl, eventuell den eigenen Namen nicht umsonst hinterlassen zu haben – die meisten Absolventen verbuchen das schon als Erfolg. Und durchaus nicht zu Unrecht. Tatsächlich wird für die Orientierung viel getan: So gibt es neben dem Messebetrieb ein umfangreiches Vortragsprogramm. Hier erfährt man aus erster Hand Wissenswertes, Tricks und Tips zu Selbstmarketing und Innovationsmanagement. Man kann Expertenrunden zu marktrelevanten wirtschafts-, bildungs- und umweltpolitischen Themen beiwohnen und sich natürlich anhand von Unternehmenspräsentationen ein genaueres Bild von den Protagonisten der deutschen Wirtschaft machen. Vorsichtige Besucher, optimistische Aussteller Man kann auch gleich mit den Firmen in direkten Kontakt treten. Und wer sich bereits höhere Ziele gesetzt und sein Netz schon enger geknüpft hat, kann damit rechnen, einen dementsprechend „intimeren“ Einblick in das potentielle Arbeitsumfeld zu erhalten, getreu dem Motto: Je genauer die Anfragen, desto wertvoller die Informationen. Und mit denen geizt niemand. Und so groß die Zurückhaltung auf der Besucherseite auch ist, gerade was die Erwartungen an den direkten Kontakt zu den Firmen angeht: diese selbst zeigen sich zufrieden. „Es war durchaus der ein oder andere dabei, bei dem wir uns schon gut vorstellen können, daß da letztendlich ein Arbeitsverhältnis bei rauskommt. Wir machen uns dann dementsprechend unsere Notizen“ heißt es von der Deutschen Flugsicherung. Hier zeigt man sich besonders zufrieden mit der Messe in Köln: „Die Leute, die auf uns zukommen, sind hier in der Regel sehr gut vorbereitet. Eine direkte Auswahl kann dann mitunter schon stattfinden. Das ist ein guter Standort.“ Spartenriesen wie beispielsweise REWE und Kaufland sehen das gelassener: „Entweder sind die Anfragen sehr gezielt, oder aber es herrscht wirklich Orientierungslosigkeit. Dann verweisen wir in der Regel auf unser Informationsmaterial, damit man sich erst mal einen Überblick verschaffen kann.“ Wer hingegen schon ein präziseres Zukunftsbild zeichnen kann, hat klar die besseren Aussichten: „Wenn wir merken, daß jemand schon so eine ungefähre Vorstellung hat, können wir da natürlich schon genauer beraten. Dann finden vielleicht auch längere und intensivere Gespräche statt. Dann kommen wir später auf einige Leute auch zurück.“ Und so zeigt sich: auch scheinbar kleine Schritte können vielleicht den Anfang von einem ganz großen Lauf bedeuten. Wenn der Absolvent auch nicht das Gefühl hat, im Rennen zu sein: die Firmen haben ihn vielleicht schon in einer vorläufigen Startaufstellung untergebracht. Zu beiderseitigem Vorteil Auf dem Absolventenkongreß wäscht eine Hand die andere: Tausende von Hochschul- und Fachhochschulabsolventen, vorwiegend der Wirtschafts-, Rechts-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, suchen hier nach Möglichkeiten, erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Auf der anderen Seite stehen die Arbeitgeber, die diese Ressourcen gerne nutzen möchten – und überdies nutzen müssen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Folgerichtig fehlen auf dem Kongreß auch Aus- und Weiterbilder mit ihren Angeboten nicht. Sie können zu wichtigen Partnern sowohl der Absolventen wie auch der Firmen werden. Denn ob Krise oder nicht: wenn gerade in den höheren Etagen die qualifizierten Arbeitskräfte fehlen, gehen auch beim größten Konzern die Lichter aus. Mehr Informationen unter www.absolventenkongress.de/.
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