Frohsinn unter den Studierenden der Philosophischen Fakultt am Mittwoch, den 18.November: Mit offizieller Ankndigung lie man alle Veranstaltungen ab 13.30 Uhr ausfallen, damit jeder die Mglichkeit hatte, dem Tag der Philosophischen Fakultt beizuwohnen. Gemessen am studentischen Interesse eine optimistische Haltung.

Im Atrium des Philosophikums, seitlich des PhilCafs erffneten Prorektor, Dekanin und Prodekan den Feiertag, der ganz ins Zeichen von Mittelalter und Mittelalterforschung gestellt werden sollte. Eine charmante, wenngleich etwas uninspirierte Moderatorin bernahm darauf die Programmfhrung und kndigte die vielen Vortrge und Redner an. Verschiedene Institute der Fakultt steuerten hier ihre Beitrge zum Programm hinzu. Sogar von den Rechtswissenschaftlern hatte man Prof. Dr. Dieter Strauch gewonnen, um ber ein wenig Klner Rechtsgeschichte zu berichten.

Das Programm war dementsprechend breit gefchert: Ab 15 Uhr liefen die Vorlesungen an zwei Orten gleichzeitig. In den frisch erffneten PC-Pools veranstaltete man im Halbstunden-Takt Kurzworkshops ber Recherche, Datenverarbeitung und hnliches. Zu hren gab es Vortrge ber mittelalterliche Historiographie, Mittellateinische Philologie oder Architektur- und Kunstgeschichte. Ausflle gab es leider auch zu verzeichnen und so war gerade die Germanistik an der Mitgestaltung des Tages verhindert. Schade.

Highlights waren unter anderem eine Infoveranstaltung ber die Bergungsmanahmen am eingestrzten Klner Stadtarchiv und die quaestio disputata ad quodlibet bei der Prof. Dr. Andreas Speer und zwei weitere Mitarbeiter des Thomas (von Aquin)-Institutes eine freie Frageerrterung im mittelalterlichen Universittsbetrieb nachstellten.

Im Anschluss an das offizielle Vorlesungs-Programm wartete eine musikalische Einlage auf die Gste. Zum Ausklang hatte man eine Hamburger Knstlerin verpflichten knnen, etwas musikalische Mittelalterstimmung zu vermitteln. Die Stcke wurden zum Teil sogar auf authentischen Instrumenten, wie der Einhandflte vorgetragen und man lie die Knstlerin trotz des verlockenden Imbisses im Anschluss nicht ohne eine Zugabe wieder ziehen.

Bei Kse, Brot und Wein fand der Tag der Philosophischen Fakultt schlielich seinen Ausklang. Man hatte zwar lange nicht alle Studenten der Fakultt zum Bleiben bewegen knnen, aber zumindest waren die fr das Publikum vorgesehenen Rume gut belegt. Den Ferngebliebenen ihr Fehlen zu verbeln, fllt allerdings schwer: Die Vortrge waren durchaus von einer gewissen Qualittsstreuung geprgt. Wer dem kompletten Programm beiwohnte, war letztlich auch froh, als man zum gemtlichen Ausklang rief. Von zwei bis halb sieben Vorlesungen zu hren, korreliert nicht unbedingt mit jedermanns Auffassung von Feiern.

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