Viele Studenten denken, dass ein Auslandsaufenthalt auerhalb Europas schlichtweg viel zu teuer ist. Durch ppige Studiengebhren und weitere Kosten wie Krankenversicherung, Kindergeld und Bafgbeitrge versuchen angehende Akademiker von heute ihr Studium so schnell wie mglich abzuschlieen. Sie bersehen hierbei, dass es inzwischen einfache Mittel und Wege gibt, bei einem Auslandspraktikum finanziell und praktisch untersttzt zu werden.

Seit Mitte 2008 bietet das Bundesministerium fr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren die Mglichkeit, sich im Rahmen des Weltwrts-Programms fr ein Auslandspraktikum vorbereiten und frdern zu lassen. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Freiwilligenprojekten in den Lndern der Sdhalbkugel. Hierbei sind prominente Lnder von Anguilla bis Weirussland vertreten. Wem also das Erasmus-Programm zur Frderung von Auslandsstudien geographisch zu begrenzt ist und wen das Abenteuerfieber gepackt hat, fr den ist ein Weltwrtsaufenthalt eine empfehlenswerte Option.

Als potentieller Weltwrtsler muss man sich zunchst klar werden, wie und wo man gerne ein halbes bis zu zwei Jahren verbringen mchte. Es werden nmlich nur Vorhaben innerhalb dieses Zeitrahmens gefrdert. Soll es also eher der afrikanische Busch sein oder doch lieber das Andenhochland? Will man lieber Kinder unterrichten oder das Bro einer lokalen Nichtregierungsorganisation (NRO) untersttzen? Dies sind nur wenige der Projekte, in denen man sich engagieren kann.

Nachdem man sich ber seine Vorlieben klar geworden ist, kann man auf der Weltwrts-Webseite die verschiedenen Entsendeorganisationen und deren Ausrichtung auf bereinstimmungen mit den eigenen Interessen untersuchen. Ist man von der Struktur, der Arbeitsweise und dem regionalen Fokus einer der Partnerorganisationen berzeugt, kann man sich dort fr eine Teilnahme bewerben. Die Organisation des Auslandsaufenthalts wird nmlich direkt ber diese NROs vorgenommen.

War die Bewerbung erfolgreich - in der in der Regel reichen hierfr Motivationsschreiben, Lebenslauf und ein kurzes Bewerbungsgesprch aus wird man zu einem etwa zehntgigen Vorbereitungskurs eingeladen. Hier lernt man Gleichgesinnte kennen und bekommt Einfhrungen in die Eigenheiten der Landeskultur, Sprach-Crashkurse und alle Infos zu Ablauf und zur Durchfhrung des Auslandstrips. Man bleibt so von einem zu groen Kulturschock verschont und kann sich Tritte in viele Fettnpfchen ersparen.

Whrend der Zeit in der neuen Heimat kommt das Weltwrts-Bro fr eine Vielzahl von Kosten auf. Hierzu gehren:
ein Taschengeld von monatlich 100 Euro
vor Ort eine angemessene und ortsbliche Unterkunft und Verpflegung
Versicherung
Impfkosten
Seminare vor, whrend und nach dem Dienst
sowie Erstattung der Anfahrten zu den Veranstaltungsorten der Seminare
Finanziell ist damit ein Groteil der Ausgaben gedeckt. Erfahrungsgem muss man als Teilnehmer jedoch selbst einen Groteil der Flugkosten durch Rhren der Werbetrommel selbst zusammen bekommen. Hier lohnt es sich mit lokalen Unternehmen ins Gesprch zu kommen und diesen die Wichtigkeit des Engagements zu erklren. Oft finden sich diese dann bereit, vielleicht gegen ein bisschen PR in der lokalen Tagespresse, einen Anteil an den Kosten zu bernehmen. Wurde diese letzte Hrde genommen steht dem Abenteuer abroad nichts mehr im Wege. Eine Bewilligung des Studiensekratariats-Beamten eures Vertrauens fr das verdiente Freisemester ist in der Regel nur Formsache.

Mehr Infos zu diesem Thema findet ihr hier .

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