Vorstandsmitglied Hendrick Walter
   
 

Asta Vorsitzender Johann Wolfgang Schoop
   
Selbst nicht viel vom Bildungsstreik mitbekommen hat nach eigener Aussage David Heiser, der Stellvertretende Vorsitzende des RCDS gefhrten Bonner AStA. Der seit Frhjahr diesen Jahres amtierende Studierendenausschuss hatte sich im Vorfeld stets von den Gruppen, die den Streik organisiert haben , distanziert. Weder hielt man einen Streik fr die richtige Form der Auseinandersetzung mit den Missstnden im Bildungssystem, noch wollte man mit den organisierenden Gruppen in irgendeiner Weise in Verbindung gebracht werden. Speziell von den beteiligten Organisationen vom linkspolitischen Rand hatte sich der AStA-Vorsitzende Johann Wolfgang Schoop mehrfach deutlich distanziert.

So sieht sein Stellvertreter Heiser einen Verdienst des AStA darin, den Studenten im Verlauf der letzten Wochen vermittelt zu haben, dass der Protest auf der Strae keine Lsung sei. Angesprochen auf die uerst niedrige Zahl der Teilnehmer aus der Bonner Studierendenschaft meinte er, dass die meisten Studenten es nun verstanden haben, dass es nichts bringt. Heiser betonte, dass seiner Ansicht nach die gut angelaufene Zusammenarbeit des neuen AStA mit der Universittsleitung auch in der Studierendenschaft wahrgenommen werde. Heiser weiter: In Berlin oder anderswo sind bestimmt nochmal einige auf die Strae gegangen und haben Krawall gemacht. Hier in Bonn hat man inzwischen verstanden, dass eine andere Form mit der Thematik umzugehen gefunden werden muss.

Einen ganz anderen Standpunkt vertritt dabei die zweite groe Hochschulgruppe der Jusos. Vorstandsmitglied Hendrick Walter zeigt sich entrstet ber die Haltung des CDU-Ablegers: Der RCDS hat im Vorfeld der Demonstration massiv verzerrt. Solche Veranstaltungen sind demokratisches Grundrecht. Der RCDS muss sich fragen, was er fr Scheuklappen hat, wenn er sich gegen sie richtet. Die Gleichsetzung von Demonstration und Gewalt ist eine Frechheit! Tatschlich hatte der RCDS zuvor auf einem Flugblatt die Demonstration angeprangert, und sich stattdessen fr einen gewaltlosen Umgang mit den Missstnden ausgesprochen. Der Verlauf der Veranstaltung, der friedliche Protest in Bonn hat gezeigt, dass die Kampagne gegen die Demonstration inhaltsleer war. Der RCDS-AStA hat deutlich gemacht, dass er nicht der richtige Ansprechpartner fr die Verbesserung des Bildungssystems ist, stellt Walter fest, zeigt sich aber auch besorgt um die Zahl der Studenten beim Bildungsstreik. Schade war der Zuspruch der Studenten in der Tat. Groer Respekt aber vor allem fr die Schler, die in groer Zahl erschienen sind und mir zeigen, dass die Jungend entgegen der weitlufigen Meinung gar nicht so unpolitisch ist.

Der Juso- Zugehrige betonte, dass seine Hochschulgruppe sich jederzeit wieder an Protesten in hnlicher Zusammenstellung beteiligen wrde.





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