Mittendrin, statt nur dabei, waren wir von campus-web heute fr euch bei der groen Kundgebung im Rahmen des Bildungsstreikes in der Bonner Innenstadt.

Schon um viertel nach neun hatten sich am Morgen hunderte Schler auf dem Kaiserplatz rund um den Kundgebungswagen versammelt. Von hier aus wurden sie noch einmal angeheizt, Parolen wurden gebt und die Band, die whrend des Protestmarsches durch die Stadt auf dem Wagen spielen sollte, wurde vorgestellt. Der Marsch der ca. 3500 Teilnehmern durch die Innenstadt ging dann mit einer dreiviertel Stunde Versptung um viertel nach zehn lautstark los.

Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut, schallte es danach stundenlang durch die Innenstadt. Verkehr und Polizei hatten keine Chance mehr. Aber zumindest letztere hatten nicht viel zu tun. Natrlich mussten sie fr die Sicherheit sorgen, aber es gab keine Probleme oder Ausei-nandersetzungen zwischen Ordnungshtern und Demonstranten. Die Organisatoren des Marsches waren auch sehr bemht um die Sicherheit und mahnten dazu, keine Glasflaschen mit sich herumzut-ragen, um Verletzungen zu vermeiden und auch Alkoholkonsum whrend der Kundgebung wurde entschieden abgelehnt. Schlielich habe man ein politisches Anliegen und msse alles tun um ernst genommen zu werden.

Kurzzeitig kam es mal zu Stau vor dem Stadthaus, an der Einbiegung zur Oxfordstrae, als die Polizei im Wege stand. Doch durch die reierische Anheizung vom Kundgebungswagen: Wer nicht rennt ist Babsi Sommer, (Eine Anspielung auf die Unzufriedenheit mit der Politik der Ministerin fr Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Sommer) war auch diese Hrde schnell und friedlich genommen und bis zur Zwischenkundgebung am Belder Berg, verlief die Demonstration ohne weitere Stopps. Bei dieser Zwischenkundgebung wurde der Schlachtruf der Streikenden noch einmal berarbeitet und verallgemeinert um sich fr die Untersttzung der sich ebenfalls im Ausstand befin-denden ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen zu bedanken, die auch in Teilen vor Ort waren. Wir sind hier und wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut hie es fortan.

Wir wehren uns dagegen, dass die Finanzkrise auf unseren Schultern ausgetragen wird, war die eindeutige Botschaft der Organisatoren. Durch solche Schlachtrufe und eindeutige Forderungen ern-teten die Redner bei dieser Zwischenkundgebung Jubel der SchlerInnen und StudentInnen.

Viele Flugbltter flogen durch die Stadt und berall wurden Aufkleber verteilt. Plakate und Fahnen wurden geschwenkt und die Forderungen waren deutlich zu erkennen und wurden lautstark vorgetra-gen.

Zur Info:

Der Prostest richtete sich gegen:

-Das Abitur in zwlf Jahren
-Zu groe Klassen
-Studiengebhren
-Vergleichsarbeiten und Zentralabitur
-Die Trennung in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien
-Den Hochschulrat
-Das Bachelor/Master-System
-Die Kopfnoten

Stattdessen fordert man:

-Mehr Mitbestimmung
-Kostenlose Lern- und Lehrmittel
-Eine Schule fr alle
-Mehr Lehrer auf kleinere Klassen

Was die Streikwoche und die heutige Grodemonstration bewirken, bleibt abzuwarten, auf jeden Fall war das Engagement gro und die Schler und Studenten stehen zusammen hinter ihren Forderungen und werden sicherlich fr ihre Ziele weiterkmpfen.

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