Bonn, Bad Godesberg, Gleis eins. Diese Destination setzte sich der Wissenschafts- und Ausstellungszug Expedition Zukunft vom 31. Mai bis 02. Juni; im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009. Wer sich schon mal die Frage gestellt hat, wie wir wohl in der Zukunft leben werden, war hier genau richtig. Auf zwlf Waggons verteilt, konnten Besucher Wissenschaft hautnah erleben, ganz ohne astronomische Eintrittspreise zahlen zu mssen. Der Ausstellungszug klrte die Besucher darber auf, welche Wissensgebiete sich in einer dynamischen Entwicklung befinden und wie diese unser zuknftiges Leben beeinflussen wird. In dem Eisenbahnzug gab es nicht nur Exponate anzuschauen, sondern auch ein eigenes Mitmachlabor.

Obwohl der Zug fest auf dem Gleis stand, begab sich der Besucher dennoch auf eine Reise durch unbekannte, spannende Gebiete. In dem Eisenbahnzug stellte jeder Waggon ein anderes Wissenschaftsgebiet dar. Vor allem jungen Besuchern wurde hier Wissenschaft und Forschung nher gebracht und als berufliche Perspektive nahe gelegt. Der erste Waggon stellte eine Einleitung dar, in den nchsten drei Wagen wurden Entwicklungen der Grundlagenforschungen vorgestellt. Mit Bio- und Nanowissenschaften, Digitalisierungen, aktuellen Forschungen und Techniken zur klinischen Diagnostik seien nur ein paar der Wissenschaftsgebiete angesprochen, die es in den weiteren Wagen des Zuges zu explorieren und zu bestaunen gab.

Auf der ungefhr 300 Meter langen begehbaren Ausstellung wurden die Besucher aber auch ber Themen und Entwicklungstrends aufgeklrt, die heut zu Tage noch oftmals in den Hintergrund gerckt werden. Die Expedition Zukunft informierte beispielsweise auch ber die Lage der zuknftigen Versorgung mit Nahrungsmitteln und Naturressourcen. Der Wissenschaftszug hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, warum wir die modernen Natur- und Lebenswissenschaften brauchen. Indem Hintergrnde ber globale Trends, Nachhaltigkeit und die wachsenden Bevlkerungszahlen beleuchtet werden, soll gezeigt werden, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig mit zuknftigen Problemen auseinanderzusetzen.

Forschungsergebnisse sollen nicht nur unsere Zukunft sichern, sondern auch einem nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zum Durchbruch verhelfen. Somit stellt der Ausstellungszug eine Plattform dar, die keineswegs nur vorhandenes Wissen verstndlich machen mchte, sondern insbesondere ber zuknftige Entwicklungstrends- und mglichkeiten informiert.

Das Konzept dieser fahrenden Ausstellung wurde von einem Projektteam der Max- Planck- Gesellschaft entworfen. Die Exponate und Inhalte wurden dann von vielen Kooperationspartnern aus den Gebieten der Wissenschaft und Wirtschaft bereit gestellt und der Tourplan wurde mit der Deutschen Bahn erstellt.

Der Zug fhrt seit April durch ganz Deutschland und soll bis Ende November in insgesamt 60 Stdten halten. Wer an moderner Wissenschaft interessiert ist oder sich auch einfach nur einen berblick ber die aktuelle und zuknftige Forschung verschaffen mchte, kann hier nhere Informationen zur Expedition Zukunft finden. Auf der Homepage stehen alle weiteren Tourdaten des Zuges. Der Zug wird noch drei Mal in Nordrhein- Westfahlen Halt machen. Vielleicht lasst ihr euch noch in einer anderen Stadt auf eine Reise der auergewhnlichen Art entfhren.

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