Ihr wollt Journalisten werden? Die Brger mit Informationen und Nachrichten versorgen? Die vierte Macht im Staate mit eurem Talent untersttzen?

Dem steht eigentlich nichts im Wege fast nichts. Mit abgeschlossenem Studium knnt ihr euch fr ein Volontariat bewerben. Was ihr studiert habt, ist weniger wichtig, Germanistik knnte dennoch eine gute Grundlage sein. Doch glaubt nicht, dass es euch leicht gemacht wird. Nein, Journa-listen mssen kmpfen knnen und diesen Kampfgeist knnt ihr gleich unter Beweis stellen, wenn es darum geht einen Volontariats- oder einen Praktikumsplatz zu bekommen. Denn lei-der seid ihr nicht die einzigen, die das wollen. Immer mehr junge Menschen streben in die Medien und die Sender und Verlage knnen sich kaum retten vor Bewerbungen. Irgendwas mit Medien machen, das ist das Ziel. Sich selbst inszenieren zu knnen ist dabei oft ein zu-stzlicher Bonus, gerade deshalb sind die Fernsehanstalten im Kln/Bonner Raum natrlich sehr beliebtes Ziel fr die Flut an Bewerbungen.

Sich in dem Dschungel der Angebote zurecht zu finden, ist gar nicht so leicht. Aber die Re-cherche im Internet will ja gelernt sein und so knnt ihr schon mal ben. Am besten versucht ihr es ber eine der vielen Internetbrsen in denen RTL, ProSieben VOX und Co. gerne inse-rieren. Auch Zeitschriften knnt ihr so erreichen. Leicht finden sich einige Angebote, dieser Teil ist also nicht so schwer. Es gibt sogar Verlage und Sender, die die Bewerbungen aus-schlielich online ber diese Plattformen wnschen. Also muss man sich dort anmelden, ein Onlinebewerbungsformular raussuchen und ein schnes Foto hoch laden schon kann die Bewerbung rausgeschickt werden.

Ob dann aber in absehbarer Zeit eine Reaktion zu erwarten ist, bleibt fraglich. Manchmal war-tet man wochenlang, nur um dann eine kurze E-Mail zu erhalten mit dem Inhalt: Ihre Bewer-bung konnte leider nicht bercksichtig werden. Wer also auf Nummer Sicher gehen will und persnlichen Kontakt wnscht, der ist bei den Internetplattformen nicht an der richtigen Ad-resse und sollte lieber einfach ganz dreist die Unternehmen anrufen und versuchen dort etwas zu erreichen.

Schwieriger wird es allerdings, wenn ihr den Wunsch habt, zur Tageszeitung zu gehen. Viele Regionalbltter bieten grundstzlich keine Langzeitpraktia an und ohne dass ihr viele vorheri-ge Praktika nachweisen knnt, habt ihr nur dstere Aussichten auf ein Volontariat. Auch mit der Bezahlung oder Aufwandsentschdigung, wie es hier gerne genannt wird, sieht es zumin-dest im Praktikumsbereich schlecht aus. Kein Wunder in Zeiten der Finanz- und Zeitungskri-se.

Aber als Journalisten mssen wir ja bereit sein uns durchzubeien und zu kmpfen und wer was erreichen will, der muss auch magere Zeiten in Kauf nehmen. Immerhin ist es uns als Studenten ja nicht neu, knapp bei Kasse zu sein. Also, einfach anrufen, berall. Und nicht aufgeben. Wo euch gesagt wird, ihr werdet nicht gebraucht, da hakt nach, bittet um Erklrun-gen und versucht im Laufe des Gesprchs immer wieder eure Einsatzfreude und Qualitten die ihr durchs Germanistikstudium erlangt habt, einflieen zu lassen. Es lohnt sich. Denn, ob bei Zeitung, Zeitschrift, TV oder Hrfunk, zu lernen gibt es in allen Bereichen viel und lang-weilig wird der Journalismus nie.

Versucht rechtzeitig jede sich bietende Chance zu nutzen journalistische Erfahrungen zu sammeln. Den Redaktionen ist es wichtig, dass ihr Erfahrung habt und sie euch schnell und vielseitig einsetzen knnen. Also, Zhne zusammenbeien, dreist sein und nicht aufgeben. Das ist nicht nur im Journalismus der Weg zum Erfolg.

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