Bachelor-Studium, Semestergebhren, ungewisse Zukunftsaussichten auf dem Arbeitsmarkt. Damit mssen sich Studenten heute herumschlagen und da berlegen sich manche zweimal, ob sie den Akademikerweg einschlagen. Dass es rumort in der Studentenschaft, ist nicht zu bersehen; es wird demonstriert gegen ein "verwirtschaftlichtes Studium" ohne Tiefe und fr eine Ausbildung, fr die man nicht bezahlen muss.

Die Argumente sind schnell zur Hand, Zahlen aber fehlen oft. Ntig sind diese aber, um ein realistisches Bild der rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland und ihrer Lage zu zeichnen. Die Sozialerhebung, durchgefhrt vom Deutschen Studentenwerk, in dem sich die 58 deutschen Studentenwerke zusammengeschlossen haben, setzt da an. Sie befragt zum nunmehr 19. Mal eine groe Zahl deutscher Studierenden. Nach dem Zufallsprinzip werden jetzt landesweit 75 000 Studierende ausgewhlt, sich an der freiwilligen Evaluierung zu beteiligen. Dabei stehen die Fragen im Vordergrund, die heute brisanter denn je auf eine Antwort warten: Wir finanzierst Du Dein Studium? Wieviel jobbst Du nebenbei? Und: Wieviel Zeit kostet Dich dein Bachelor-Studium?

Die Befragung ist anonym, und DSW-Prsident Prof. Dr. Rolf Dobischat hofft auf rege Teilnahme: "Wir setzen uns, gesttzt auf die Daten der Sozialerhebung, fr die sozialen Interessen der Studierenden ein.

Eine reprsentative Erhebung hilft dabei, Vergleiche ber lngere Zeitrume zu ziehen, etwa zur Bildungsbeteiligung oder sozialen Zusammensetzung und Herkunft der Studierenden, aus der sich dann ein Durchschnitt abzeichnen lsst. Von groem Wert ist, dass der Fragenkatalog bis ins Jahr 1951 zurckreicht und dabei bisher 18 Umfragen zustande kamen. Die Debatte darber, ob auch im akademischen Betrieb frher vor 10 oder 20 Jahren alles besser war, erhlt hiermit eine Grundlage.

Der Hauptbericht wird im Frhjahr 2010 verffentlicht, ein weiterer, der sich mit der Internationalisierung des Studiums befasst, folgt im Herbst. Ein zweiter Sonderbericht nimmt speziell die Situation der Bachelor-Studenten in den Fokus. Sptestens in einem Jahr wissen wir also mehr.

Nhrere Informationen findet Ihr auf www.sozialerhebung.de und auf www.kstw.de

Artikel drucken